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Mir reicht es!

Thema: Mir reicht es!

Kann es denn nie mal für ein paar Jahre ohne Leid und Schmerz gehen. Muss immer etwas sein? Immer wieder schlimme Krankheiten, immer wieder sterben geliebte Menschen. Und warum bleibt in der Familie soviel an uns hängen? War eigentlich gleich klar, dass mein Mann jetzt täglich zum Opa fährt. Die Kinder und ich ihn noch weniger sehen. Klar auch, dass die Schwester meines Mannes uns die Schuld gibt, ohne uns würde Oma noch leben, ohne uns wäre Opa nicht krank. Unsere Kinder hätten... Nein, haben sie ganz sicher nicht, weil schon seit März kein direkter Kontakt. Nur noch Telefon und Internet. Ich weiß, dass sie vor Trauer einen Schuldigen sucht. Innerlich bin ich gerade am kochen und trotzdem laufen die Tränen. Was bin ich froh über unsere Tochter, sie beschäftigt gerade die Zwillinge, sie hat gemerkt, dass ich Zeit für mich brauche. Aber auch damit fühle ich mich schlecht. Sie ist doch ein Kind und sie soll niemals Zuviel Verantwortung auferlegt bekommen. Ich weiß wie schei… es sich anfühlt, wenn man als Kind die Verantwortung für die Geschwister übernimmt. Übernhmen muss. Ich will stark sein und möchte gerade einfach nur weglaufen. Keine lösung, weil ich mich mitnehme und weil ich niemals meine Kinder im Stich lassen würde. ich will ein neues Leben! Aber gerade jetzt bräuchte ich mal wieder richtig zeit ohne Sorgen. jetzt werde ich Zwiebeln schneiden und Kartoffeln zerdrücken, vielleicht ist es danach etwas besser. Musste mal raus.

von Luna Sophie am 07.05.2020, 11:41



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Ach Mensch.... .....mir tut das so unendlich leid und ich kann dich verstehen! Fühl dich mal ganz fest gedrückt! Und das euch, bzw. euren Kindern, jetzt die Schuld am Tod von Oma gegeben wird, finde ich unmöglich! Das ist doch Quatsch! Auch wenn die in ihrer Verzweiflung und Trauer einen Schuldigen suchen......aber so etwas vorzuwerfen geht gar nicht! Ich wünsche dir und deiner Familie ganz viel Kraft!

von Kater Keks am 07.05.2020, 11:48



Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

Ich kann dich total verstehen! Und bitte gestehe dir selbst auch Wut, Trauer und Verzweiflung zu! Deiner Tochter wird es nicht schaden sich mal um die Geschwister zu kümmern. Wenn ich jetzt sage es kommen sicher wieder andere Zeiten dann klingt das so abgedroschen, ist es auch. Nach dem Kochen gehst du alleine ne Stunde spazieren und gönnst dir irgendwo ein Eis in der Sonne!

von lilly1211 am 07.05.2020, 11:48



Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

Fühl dich umarmt... Viel sagen kann ich gerade nicht. Ich verstehe dich und kann nachvollziehen, wie du dich fühlst.

Mitglied inaktiv - 07.05.2020, 11:51



Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

Liebe Luna Sophie, Es tut mir so leid, was du jetzt stemmen musst. Eines zu deiner Tochter: Es ist für Euch alle eine Ausnahmesituation. Kinder finden es furchtbar, wenn es den Eltern schlecht geht und möchten gerne etwas tun. Ich glaube, du hilfst ihr auch ein bisschen, wenn du ihre Hilfe annimmst. Fühl dich virtuell gedrückt! Liebe Grüße, Mauki

von Mauki2007 am 07.05.2020, 11:54



Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

Ich kann Dich auch nur virtuell drücken. Das tut mir so leid, auch das Deine Schwägerin ihre Trauer gerade so ungesund kompensiert

Mitglied inaktiv - 07.05.2020, 12:00



Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

Lass dich drücken... Ich habe meine Mana an Covid-19 verloren, ich kann dir alles nachfühlen... Versuch nicht dir selbst alles aufzuhalsen. Du weißt dass deine Kinder die Großeltern nicht angesteckt haben können, das muss dir für dein inneres Gleichgewicht reichen. Vertrau dir da selbst etwas mehr! Alles Gute für euch D

von desireekk am 07.05.2020, 12:03



Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

Du Arme! Du hast wirklich viel durchmachen müssen. Es ist manchmal nicht zum Aushalten. Das kann ich gut verstehen. Lass deine Schwägerin reden. Versuche auf Abstand zu gehen. Vielleicht kriegt sie sich wieder ein. Vielleicht braucht sie erst nen negativen Antikörper test von euch allen, um zu erkennen, dass es Unsinn ist. Blöd für dich und die Kinder, dass dein Mann jetzt noch weniger da ist. Schön für den Opa. Passt auf, dass nicht auch noch alles weitere an euchvhängen bleibt. Sprecht (also du und dein Mann) da bald darüber, wie ihr es zukünftig handhaben wollt, ohne dass jemand viel zu kurz kommt... Fühl dich umarmt!

von SybilleN am 07.05.2020, 12:20



Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

Sei erstmal fest gedrückt! Trotzdem immer auch mal das Gegengewicht sehen, gell: Ihr seid (offenbar) so weit gesund, die Kinder sind gesund und munter. Viel Grund für Dankbarkeit! Gestorben ist die Oma - das passiert. Auch ohne Corona, etwa an der saisonalen Grippe. Die alten Leute hatten ihr Leben, und an irgendwas sterben sie leider eines Tages, meist an Krebs oder Herzerkrankungen, oft aber auch an einer Lungenentzündung. Natürlich trauert man sehr. Trotzdem ist es viel natürlicher, wenn es die Alten trifft, als z. B. Kinder. Jedes Leben hält Schicksalsschläge und Herausforderungen bereit. Es gibt hier keine privilegierten Menschen, die ständig sorglos sind, während z. B. Du allein leidgeplagt bist. Wenn das manchmal so wirkt, dann nur, weil man über den Anderen, bei dem alles so toll zu laufen scheint, nur wenig weiß. Oder weil er oder sie die Herausforderungen eben noch vor sich hat. Es gibt kein Leben ohne Leid - aber jedes Leben hat eben auch viel Grund für Freude und viel Schönes, Helles - wenn man es sehen kann. Erlaube Dir ruhig zu trauern, mit Deinem Mann und Deinen Kindern um Mutter bzw. Opa. Aber lass Dich davon nicht zu sehr herunterziehen. Das Helle ist immer noch da - wirf einfach mal einen Blick auf Deine Kinder. LG

von Lillimax am 07.05.2020, 12:29



Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

Liebe Luna, all deine Gefühle sind ok, und auch das die Große jetzt mal am Zug ist. Du bist dir ja dessen bewusst das es nur eine begrenzte Zeit ist. Das was deine Schwägerin macht ist nicht ok. Aber in ihrer Trauer sucht sie verzweifelt ein Ventil. Du bist der Prellbock. Ich schicke dir liebe Grüße und viel Kraft zum durchhalten!!!!

von Itzy am 07.05.2020, 12:34



Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

Dass Deine Schwägerin eine Klatsche hat, hast Du ja schon durchdringen lassen. Wundert Dich das jetzt?! Und dass Dein Mann jetzt regelmässig zu seinem Vater fährt, nachdem seine Mutter gestorben ist, finde ich mehr als verständlich. Glaube mir, das was Ihr durchmacht, machen viele andere Familien auch durch. Mit oder ohne Corona.

von Ichx4 am 07.05.2020, 12:53



Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

Ich kann dich verstehen. Mein Mitgefühl hast du auf jeden Fall. Wenn ich richtig mitgelesen habe, dann hast du gerade 4 Kinder daheim, Älteste und Enkelkind lange nicht gesehen, dazu Home Office und die Sorge um die Großeltern der Kinder. Dies über Wochen. Obwohl es bei der Oma gut aussah ist sie plötzlich verstorben, ohne dass du wirklich Abschied nehmen durftest. Da war auch noch etwas mit dem Arbeitsverlust des Schwiegersohns. Und ich meine mich zu erinnern, dass du auch gesundheitlich vorbelastet bist, schriebst du nicht, du gehörst zur Risikogruppe? Kein Wunder, dass es da auch mal ein Tief gibt. Ich bewundere schon länger deine Stärke, die du hier zeigst. Auch, hast du mir sehr geholfen, als wir unsere Pari gehen lassen mussten. Deine Antworten haben mir Kraft gegeben. Vermutlich wird zur aktuellen Trauer und zum aktuellen Schmerz auch der Verlust deines Sohnes Nikolas kommen. Auch wenn es schon länger her ist. Ihr habt da einiges geleistet. Deine Ängste, deine Tochter zu überlasten kann ich nachvollziehen, mir geht es da ähnlich. Aber es ist sicher nicht wie bei dir. Du bist nicht deine Mutter. Du hast doch bisher vieles geleistet. Du warst in vielen Situationen stark. Hast dich immer um deine Kinder gekümmert. Und so wird es auch wieder sein. Ein bisschen Schwäche und die Traurigkeit zeigen, gehört zum Leben dazu. Niemand muss immer stark sein. Auch Kinder verstehen das. Ich weiß, es ist ein schwacher Trost, aber es gibt viel positives. Und nach jedem Leid kommen auch wieder bessere Tage. Wird es wirklich mal zu viel, dein Mann muss seinen Vater nicht täglich besuchen. Der Kontakt mit technischen Hilfsmitteln kann von allen gehalten werden. Liebe Grüße und fühl dich virtuell gedrückt!

von Reh77 am 07.05.2020, 13:15



Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

Hej Luna Sophie! Daß es für Euchals Familie geradebesonders schwer ist, wei lIhr wirklich Tod udn Krankheit ganz nahe habt, versteht jeder. es ist auchabsolut zu okay, zu jammern und zu klagen. Und es ist ebenso okay, daß die Große sich mal u mdie Kleinen kümmert, das schadet keinem Kind - man wächst mit seinen Aufgaben und sie steht ja nicht in der Erziehungsverantwortung - maaal babysitten, mal sich hintan stellen , u mder Mutter zu helfen, das gehört doch auch ohne Corona dazu! den Zahn ziehst Du Dir jetzt aber mal ganzschnell - ichweiß auch, was es heißt, fürden kleinen Bruder n der pflicht zu sein und die Verantwortung von kleinauf zu haben - aber das hier ist gar nicht vergleichbar - und übrigens habe auch ich überlebt und war bestimmt nicht unglücklicher als alle anderen Kinder in ihrer Kindheit. Daß durch einen Tunnel kriechend man das Lichtam Ende oft nicht sieht, kennen die meisten von uns sicher auch ,aber glaube mir: Es ist da, und es kommt wieder. Manchmal kommt sehr viel auf einmal, das ist jetzt besonders so und für viele so - das tröstet letztendlich abe rauch nicht (an Ich+4!). Denn nur weil es andern genauso wehtut und / oder noch schlechter geht, fühlt man selbstden Schmerz nicht weniger stark. Was die Besuche angeht. Wen nIhr das beste Verhältnis m Großvater habt, dann sieh es positiv, daß Dein Mann dorthin geht. Was nützte allen ein Besuch(er), der dem Großvater nicht hilft, sondern eher noch schadet? Und die Kinder werden ihren Vater, auch wenn sie ihn jetzt noch ein bißchen mehr vermissen, deshalb nicht weniger, sondern - wenn sie es dann später einsehen und verstehen .- sicher sogar noch mehr. Ich weß noch, daß wir durch die abwechselnden Wacht-Zeiten beider menier Schiwgermutter zu wenig für die Kinder da waren, ein paar Wochen lang. Das verstehen Kinder, wenn man es ihnen erklärt. Damals konnte auch kein Besuch zu uns kommen,weil ich nei uwßte, wann ich"dran" bin. Und das eine Mal,als mein schager uns ablösen woltle,saß er da, als wir kamen udn eröffnete uns, er habe sich frei genommen udn sei den ganzen Tag - nun könntenwir ja als Familie --- äh, nein, sowas PLANT man doch, Wie sollen den nunsere Kinder so schnell ihre Freunde endlich mal wieder einladen können, wie sollten wir unsere eigenen auf die Wachtzeiten eingestellten Termine ändern können? Glaube, ich hätte ihn am liebsten auch ... und in die gekloppt wegensoviel Planunslosigkeit, Gedankenlosigkeit, mit dere r sich nochaufspielte als verehre er uns das größte Geschenk. Es ärgerte mich total, so einen Tag verschenken zu müssen, zumal er dann auch viel umänderte und Unruhe reinbrachte. Deshalb sei froh, daß Ihr das macht und Euch nicht noch ärgern müßt, weil es dem Großvater womöglich durch unerwünschte Aufregungen schlechter geht. Die "verlorene" Zeit ist nicht mal verloren für Eure Kinder- erst recht nicht für Deinen Mann und seinen Vater! Den Gedanken, allein oder mit ein paar Kindern, je nachdem wir ihr dürft, rauszugehen und die Kopf freipusten zu lassen, lege ich Dir auch ans Herz - das tut gut, das macht auch Abstand, und vielleicht findest Du etwas, was Dich trösten und ablenken kann von all dem Negativen: ein schönes Buch, ein Gedicht, einen Film, ein Lied...? Ich kenne das Gefühl, mit dem Rücken an der Wand zu stehen und weglaufen zu wollen, sehr gut. Das ist furchtbar. Meistens gibt es keinen anderen Weg als weiterkrabbeln, bis das Licht kommt. Und daß es kommt, das verspreche ich Dir - in irgendeienr Form kommt es! Ich wünsche Euch allen viel Kraft - Ursel, DK

von DK-Ursel am 07.05.2020, 13:24



Antwort auf Beitrag von DK-Ursel

Ach Mensch.... das tut mir alles sehr leid für Dich. Nimm Dir das Gerede nicht ganz so zu Herzen. Manchmals steht man in der Trauer neben sich und sagt einige Dinge , die man eigentlich gar nicht so meint, wie sie rüber kommen. Viel Kraft wünsche ich Dir.

von ak am 07.05.2020, 13:33



Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

Liebe Luna Sophie, euch hat es wirklich sehr schlimm getroffen. Das tut mir so leid für euch. Ich denke oft an dich. Lass dich umarmen. Es werden auch wieder andere Zeiten kommen, aber eu musst da jetzt durch. Es ist schon in Ordnung, dass deine Tochter mit den Kleinen spielt. Wenn sie das nur für eine vorübergehende Zeit macht, dann schadet ihr das nicht. Du brauchst jetzt Zeit für dich, um die Trauer zu überwinden. Bis vor Kurzem ward ihr noch eine vollständige Familie mit Oma und Opa, und jetzt der Verlust der Oma und der Opa krank. Ich kann dich gut verstehen. Dass deine Schwägerin jetzt vor lauter Verzweiflung euren Kindern die Schuld gibt, macht es nicht besser. Ich wäre da auch sehr verletzt. Viel Kraft und Mitgefühl für dich Mehtab

von Mehtab am 07.05.2020, 17:01