Finale
ich hoffe, dass meine Tochter weder Krankenschwester noch Kindererzieher wird und würde sie auch dementsprechend dahin beeinflussen. Da wird man nur verheizt, bekommt wenig Geld und darf jetzt auch als erstes den Impfstoff für alle anderen kostenlos testen. Ich war noch nie so froh um meinen langweiligen Bürojob wie jetzt und kann eigentlich jeden verstehen, der beruflich umsattelt oder erst einmal arbeitslos wird. Bei uns schließen zum Beispiel täglich neue Kindergärten aber der Betrieb muss aufrecht erhalten bleiben, auf Kosten der Beschäftigten, die ja auch oft schon älter sind. Bei uns dürfen auch mäßig kranke Kinder wieder ohne negativen Corona Test in den Kindergarten, klar, langsam gehen die Testkapazitäten aus aber jetzt schicken die Eltern wieder reihenweise ihre hustenden, fiebernden Kinder, "sind ja nur leicht erkältet". Ich kenne die ehemalige Erzieherin meiner Tochter, die mittlerweile kpl. resigniert hat und nur noch hofft ohne größere gesundheitliche Probleme in die Rente in 2 Jahren zu kommen.
Ich bin Erzieherin und Heilpädagogin und LIEBE meinen Job! Ich kann mir keinen schöneren Beruf vorstellen und möchte selbst in der aktuellen Situation auch keinen anderen und um nichts in der Welt möchte ich mit einem Bürojob tauschen. Auch stehe ich dem Thema IMPFEN nicht zu kritisch gegenüber. Ohne Impfung hätten wir noch mit vielen Krankheiten zu tun, die wir gottseidank nicht mehr kennen. Hätten unsere Vorfahren auch so dagegen gewettert, würden wir uns heute noch mit Pocken, Masern, Kinderlähmung etc herumschlagen. Die meisten hier in Deutschland essen zu fett, zu viel Zucker, zu viel Fleisch, sind übergewichtig, rauchen, trinken Alkohol etc. Das würde mich viel mehr verunsichern als eine Impfung - von der wir natürlich die Langzeitfolgen noch nicht kennen. Das ist mir klar. Aber von unserer ungesunden Lebensweise kennen wir sie und leben dennoch munter so weiter. Oder verzichtet ihr aufs Plätzchen essen und die Weihnachtsgans?
Ich bin kein Impfgegner, aber wenn ich hier so querlese, wollen viele erst einmal abwarten, sprich, wie die Impfungen bei denen verlaufen, die als erstes geimpft werden sollen.
Das ist auch das gute Recht von allen. Wer warten will soll das tun. Es wird eh dauern bis alle die wollen dürfen. Ich werde mich wohl schnellst möglich dafür auf die Liste setzen lassen. Ich habe Vertrauen darauf das die Verfahren zwar beschleunigt aber gewissenhaft ausgeführt wurden. Die Leute haben sich auch alle freiwillig gemeldet um sich impfen zu lassen. Ich bin da für jeden dankbar der mit gewirkt hat.
Dein persönliches Fazit, ich arbeite im Gesundheitswesen, wenn alle so denken würden, wer würde dann alle Patienten (ja, es gibt noch andere Krankheiten außer Corona) versorgen, wenn ihr nie krank seid, dann braucht ihr hoffentlich keine Ärzte und Krankenschwestern, aber andere brauchen das. Impfen lassen muss sich niemand, auch nicht von den Gruppen, die es zuerst bekommen sollen. War deine Tochter nie im Kindergarten? Wird sie in der Schule nicht betreut, dann ist gut, dann braucht ihr keine Erzieher. Natürlich muss es auch andere Berufsgruppen geben, auch langweilige Bürojobs, damit unsere Gesellschaft und unser System funktioniert, aber Gott sei Dank denkt da jeder anders und so findet jeder etwas, was zu ihm passt. Ich weiß auch nicht, ob ich nochmal diese Richtung einschlagen würde, aber ohne die Gruppen würde hier alles zusammen brechen.
meine Tochter hatte sogar im September ihr Praktikum in einer Klinik absolviert und war begeistert. Ich würde ihr nicht davon abraten, ihren Traum zu verwirklichen. LG
Ich hab allerhöchsten Respekt vor jedem der in der Pflege arbeitet! Es ist wirklich toll was in den Krankenhäusern, Altenheimen usw geleistet wird und verdient viel mehr Anerkennung!! Auch erzieher leisten sehr viel und betreuen unser wichtigstes, nämlich unsere Kinder!! Es muss sich in diesen Berufen viel ändern, aber wenn keiner mehr diese Berufe ausüben will haben wir alle irgendwann ein großes Problem
Aha. Also du hast eigentlich keine Ahnung von allem was du da sagst, aber beeinflusst vorsichtshalber die brut direkt, damit sie lieber in deine Fußstapfen tritt? Hoffentlich werden deine Kinder mal klüger als du.
Ich kenne Leute aus diesen Bereichen und ich finde, dass sie verheizt werden. Da kannst du anders darüber denken, mir egal.
Ich bin ein Leut aus diesem Bereich. Und das Verheiztwerden gilt füe etliche Branchen, nicjt nur die 3 die dir grade spontan in den Sinn kamen.
Mein Sohn wird Erzieher. Er ist immer noch begeistert von der Arbeit mit Kindern. Ist gerade ins Praktikum gestartet. Bisher wollte er ja in den Elementarbereich, vielleicht ändert sich das? Mein Mann fand es auch gewöhnungbedürftig. Ach ja, die Impfe würden wir alle nehmen, aber wahrscheinlich sind wir dazu nicht alt, krank und wichtig genig. Trini
Hej! Was für eine traurige Bilanz! ich finde es traurig, wenn Menschen, die für ihren Beruf brennen - und das sollten mindestens die, die mit Menschen zu tun haben, tun - ausgebremst werden. Wenn Eltern Vorbehalte haben, weil das Kind nicht genug Karriere machen kann, nicht genug verdient, es zu wenig Stellen gibt oder es verheizt werden könnte. Mene Kinder sollten - wie ich übrigens auch durfte - das werden, wozu sie die größte Lust verspüren. Hat es Zukunft? Bei der einen sicher mehr als bei der an deren, aber kommt Zeit, kommt Rat. Wer sich unzufrieden und verheizt fühlt im Kindergarten oder Büro - auch da gibt es ja Burnouts... - muß eben die Notbremse ziehen und wechseln. Das steht doch jedem frei. Aber wie heißt es beiden meisten Müttern, sicher auch bei Dir, Finale? "Hauptsache, mein Kind wird glücklich". Ja, dazu muß man aber auch akzeptieren,daß jeder unter Glück etwas ganz anderes versteht als wir selber oft, schon gar und besonders unsere Kidner. und genau da fängt die große Aufgabe von uns Eltern anb: Sie dann trotzdem noch unterstützen, ihnen Mut machen und signalisieren: Das schaffst du, für mich ist das okay, auch wenn ich selbst Bedenken habe - aber es ist DEIN Weg und den Leben, Du mußt ihn gehen und es leben. Hätte ich doch in meinem Leben nicht anders gewollt (sonst wäre ich heute Bankkauffrau - höchstens Bauarbeiter lag mir noch ferner!!!) Schwer, aber für mich Sinn als Mutter - und nicht, mein Kind von dem abzubringen,was es lieben könnte, was es ausfüllen könnte, worin es gut sein könnte und wo es gebraucht würde. Gruß Ursel, DK
Wenn es ihr Traum wäre, ok, dann wäre es so, momentan stellt sich die Frage eh nicht. Vor der Realität darf man trotzdem nicht ganz die Augen verschließen und ich will schon, dass meine Tochter 1.ein gutes Auskommen hat und 2.nicht bis zum Umfallen schuften muss Vielleicht werden die Bedingungen mal wieder besser, ich vermute aber, dass es die nächsten Jahre erst einmal schlimmer wird
Was du willst ist bei ihrer Berufswahl aber völlig egal. Lass deine Kinder selber entscheiden....
Ich hoffe auch, das ich gesund mein Rentenalter erreiche. Ich arbeite im Büro, eigentlich gegen meine innere Überzeugung und gegen meine Ausbildungen. Es ist gerade jetzt zur Coronazeit extrem nervig. Meine Schwägerin schult gerade Ü50 vom Bürojob in den medizinischen Bereich um. Da hatten die Eltern auch die Hand drauf. Nur, es war nicht ihr Ding und sie musste erst krank werden, um den Sprung zu schaffen.
ich sehe das ähnlich wie du, hat aber nichts mit c zu tun, sondern schlicht und ergreifend mit dem schnöden verdienst, der ja schon vorher bescheiden war. allerdings gibt es da eine menge berufe, von denen ich abraten würde.....das hat dann auch ggf. wieder was mit c zu tun, aber nicht nur. ich verzichte eine aufzählung, ich denke, du weißt was ich meine.
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Wovei ich eigentlich die Verdienstmöglichkeiten für Erzieher nach dem TVöD-SuE nicht soooo schlecht finde, auch mit Blick auf die sonstigen Verdienste im öffentlichen Dienst bei vergleichbarer Ausbildung. Klar, als Großhandelskaufmann/-frau in der freien Wirtschaft kannst Du mehr verdienen, aber damkt wird auch nicht jede(r) glücklich ...
Kann man doch noch soviele Berufe nehmen....ich brauch da Gott sei Dank nicht intervenieren.... im Sozialen Bereich und Handwerk haben meine genug "Vorbilder" um ihre eigenen Schlüsse zuziehen und diese Wege nicht zugehen.
Erzieherin oder Lehrerin wäre für mich auch nichts gewesen, aber eine Arbeit in einem medizinischen Beruf konnte ich mir gut vorstellen - ich habe sogar nach meinem ersten Studium überlegt, noch ein zweites anzuhängen. Und habe das letztendlich nur verworfen, weil ich als Übersetzerin schon Geld verdient habe. Meine Kinder könnte ich beruflich gar nicht so beeinflussen - die machen komplett ihr eigenes Ding. Was ich auch gut finde, weil die Elterngeneration (also wir) im Grunde genommen gar keinen Plan davon hat, wie das Berufsleben in der Zukunft aussehen wird. Das war in meiner Generation schon so (meine Eltern fanden, dass ein Bürojob etwas "Solides" sei und man mit Sprachen "immer etwas anfangen" kann, für meine Kinder wäre mir das zu wenig), und obwohl mein Mann an der Uni ist und wir auch privat ein ganz paar Dozenten kennen, würde ich mir nie anmaßen zu behaupten, dass ich wüsste, welche Studiengänge oder Ausbildungen einmal auf eine erfolgversprechende Karriere hinauslaufen. Der Vater meiner Tochter hat ein klassisches Handwerk gelernt, ist aber momentan ziemlich erfolgreich (und auch zufrieden) in der Kundenberatung und im Büro. Eine Bekannte von mir war einige Jahre als Ingenieurin (mit Studium) sehr erfolgreich und ist jetzt auf Sonderpädagogik umgestiegen. Und solche "krummen" Lebensläufe gibt es doch etliche, kein Mensch kann wissen, was in 10 oder 15 Jahren sein wird. Gut möglich, dass mit einer zunehmenden Automatisierung und immer mehr KI die meisten Bürotätigkeiten irgendwann einfach nur noch überflüssig sind bzw. maschinell erledigt werden. Und dafür einerseits mehr innovative Köpfe und andererseits pragmatische Problemlöser und "Dienstleister am Menschen" gefragt sind. Die Corona-Krise wird uns zweifellos noch ein paar Jahre begleiten, aber möglicherweise werden sich dadurch auch ein paar Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft allgemein ergeben, die nicht nur zum Negativen sind...
Darf ich die Liste mit den unterbezahlten, verheizen jobs fortführen? - Fliesenleger -Maurer -Fensterbauer -Tischer -Kfz Mechaniker -Einzelhandelskauffrau/kaufmann -Verkäufer/in -Maler und Lackierer -LKW Fahrer/in -Florist/in -Reinigungskraft -Schneider -Fotograf -Bäcker -Metzger -Versicherungskaufmann/kauffrau Etc.... Ehrlich? Fast jeder Beruf ist körperlich wahnsinnig anstrengend und bei vielen Berufen wir man nicht richtig bezahlt/gewürdigt (guck dir z. B. Handwerker an. Die sollen auch bis 70 arbeiten gehen?!?!) Ich hoffe, dass deine Tochter den Beruf wählen kann, der sie glücklich macht, auch wenn es dir aufgrund der Bezahlung oder ähnlichem nicht gefällt ;)
Also ich verstehe es... ich kann meinen Beruf (Krankenschwester) auch niemandem weiterempfehlen. Zumindest nicht in einer Akutklinik auf der Inneren. Corona hin oder her - da hat sich nichts groß verändert - das geht seit Jahren den Bach runter, ich empfinde die Arbeitsbedingungen von Monat zu Monat als unerträglicher. Die Arbeitsdichte, die schockierend große Verantwortung, keine Pausen, Überstunden, dauernd aus dem Frei geholt werden - und dann noch die Erwartungshaltung von anderen. ICH mache es nicht mehr gerne und habe für mich beschlossen, da raus zu gehen und mir etwas anderes zu suchen. Eine Recherche bei Lidl ergab, dass ich dort an der Kasse genauso viel verdiene wie in meinem gelernten Beruf. Warum also nicht wechseln ? Meine Nichte möchte auch Krankenschwester werden - ich rede es ihr nicht aus, sie soll es sich aber genau ansehen. Vermutlich wird sie - wie die meisten- gleich zu Beginn der Ausbildung merken, dass sie nur für die Waschsstraße zuständig ist und keine Zeit bleibt, sie richtig anzuleiten oder ihr gar etwas zu zeigen. Es ist traurig, aber hier ist es tatsächlich so :-( Mag sein, dass es andere Bereiche gibt und besser aufgestellte Stationen - ich hab aber keine Kraft dafür noch zu kämpfen, dafür ist mir mein Leben, meine Familie, einfach viel mehr Wert als dieser dauernde Stress, die dauernde Angst etwas falsch zu machen und ins Gefängnis zu müssen... Fehler passieren in der Hektik, das kann keiner leugnen.. Lass uns mal in einem Jahr darüber reden, dann bin ich hoffentlich "raus" und habe "neu gestartet" in einem anderen Bereich... Lg, Lore
Tatsächlich finde ich 2700 euro netto im ÖD nach einigen Jahren Berufserfahrung und Jahressonderzahlung nicht sooo wenig. Und eine Impfpflicht wurde ja nun auch nicht beschlossen. Aber ja, im Bereich Kita und Pflege geht im Moment ziemlich viel schief. Und ich denke, Corona wird vor allem einige ältere Kolleginnen oder die mit Vorerkrankung ziemlich zu schaffen machen, mit Langzeitfolgen oder Schlimmeren. Vor allem die krasse Besserstellung in Sachsen von Lehrern, was z.B. Testmöglichkeiten angeht, werde ich nicht verstehen. Oder das in manchen Bundesländern die Arbeitszeit von Vollzeitkräfteb einfach so um 50% angehoben werden kann.
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