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Maskenpflicht öffentlicher Raum

Maskenpflicht öffentlicher Raum

emka

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Irgendwie bin ich unzufrieden. Bei uns in der Stadt wurde in bestimmten Bereichen im öffentlichen Raum eine Maskenpflicht verhängt. Die Inzidenz lag bei uns im Landkreis nie über 25, aktuell liegt sie bei unter 20. Lt. Zeitung von heute Nachmittag haben wir 35 akut Erkrankte bei etwas über 130.000 Einwohnern. Mein Problem ist nicht, die Maskenpflicht an sich, sondern dass sie trotz der niedrigen Werte verhängt wurde. Ich hatte bisher immer eine Inzidenz von 35 im Kopf, mit der die strengeren Regeln begründet wurden. Da sind wir ja weit entfernt. Gibt es da neue Vorgaben? Im Gegensatz zum aktuellen Lockdown mit den entsprechenden Kontaktbeschränkungen fühlt sich die Maskenpflicht für mich sehr willkürlich an und ich befürchte, dass diese Willkür für Querdenker, Coronaleugner usw. das gefundene Fressen ist. Da mache ich mir viel mehr Gedanken drüber, als dass ich die Maske aufsetzen muss.


Mia186

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Da gebe ich dir absolut recht. Vieles ist mit Logik nicht mehr erklärbar und wie du schreibst fühlt es sich teilweise leider echt willkürlich an. Ich finde das gefährlich, weil die Leute die Maßnahmen dann auch immer weniger ernst nehmen, wenn sie nicht wirklich nachvollziehbar sind.


As

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Vielleicht versuchst du es so zu sehen: Wenn sich die Leute jetzt an die Maskenpflicht halten, habt ihr die minikleine Chance unter 35 zu bleiben. Oder du versuchst zu verstehen, dass es praktisch kaum möglich ist, in der jetzigen Situation groß zu differenzieren, nach " dieses Dorf ist noch nicht so stark betroffen, da gibt's keine Maßnahmen". Was ja in ein paar Tagen schon anders sein kann. ( Bei uns sprunghaft von fast nichts auf 170).


Caot

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da sich hier im Städtchen - jetzt Maskenpflicht - Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Da muss ich schon den Weitblick haben um andere Menschen zu sehen. Die reine Pflicht finde ich also auch unlogisch. Logisch finde ich, wenn sich hier die Massen tummeln, das Maske angeordnet wird. Wie auch in unserer nächst größeren Stadt. Da gibt es eine Einkaufsstrasse, welche immer sehr gut besucht ist, da ist die Maskenpflicht für mich eindeutig richtig angeordnet. Ja, die Logik. Aber egal - ich trag sie halt. Für mich das kleinere Übel, wenn eben dafür die Läden geöffnet sind und man seinen alltäglichen Dingen nachgehen kann. Also unbenommen von der Vor-Ort-Logik - lieber Maske als alles zu.


Leewja

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naja, man könnte mit dieser minimalen Unannehmlichkeit eben einen so niedrigen Wert beibehalten. Aber das ist natürlich unendlich viel verlangt, das stimmt schon. Dann wartet doch einfach, bis der Wert bei 250 liegt


drosera

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Dein Beitrag kommt ganz schön aggro rüber. Die AP hat eine Frage gestellt, ob ihr eine Information fehle und ihre Sorge bekundet, dass evtl Willkür den Schwurblern Auftrieb geben könnte. Da machst du jetzt schon "preaching to the choir" ... Zudem müssen Massnahmen u.a. notwendig und wirksam sein. Das würde ich bei einer gering bevölkerten Fußgängerzone und einer geringen Inzidenz als für nicht gegeben erachten. Bei uns in der Gemeinde sind jetzt auf einen Parkplatz auch so Schilder aufgetaucht. Abstand halten ist da überhaupt kein Problem. Einhellige Meinung gestern vor der KiTa: "jaja, Hauptsache, die Politik hat was getan. Sinnvoll ist es nicht."


Mitglied inaktiv

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Ich glaube ja immer noch, dass die Verhängung von Maskenpflichten im öffentlichen Raum den Gewöhnungsfaktor erhöhen sollen. Viele hier lassen inzwischen aus Bequemlichkeit die Maske auf. Ob diese Gewöhnungspsychologie besser funktioniert als die Protestpsychologie, wird sich zeigen.


emilie.d.

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Netter wäre natürlich gewesen zu schreiben 'Schau, liebe AP, gesicherte Daten, wann die Einführung einer Maskenpflicht sinnvoll ist, liegen nicht vor und werden wir auch so bald nicht haben, weil wir so viele weltweite Pandemien mit respiratorischen Erregern in letzter Zeit nicht hatten. Insofern erscheinen manche Maßnahmen vielleicht unlogisch und überzogen, aber sie sind eben dem Prinzip 'better safe than sorry' geschuldet bzw. eben auch dem Umstand, dass sich da gaaanz viele Menschen mit unterschiedlichen Interessen auf was einigen müssen und unser Infektionsschutzgesetz nicht für weltweite Pandemien ausgelegt ist.'


emilie.d.

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Viele gehen mit Maske automatisch weniger einkaufen und in Geschäfte, weil es sie stört. Das beklagt ja verständlicherweise der Einzelhandel, dass Maske die Kauflaune drosselt. Und man kann mit Maske nicht essen bzw. erinnert es einen, dass man sich ja eigentlich die Hände vorm Essen waschen sollte und dann ess ich eben doch nicht das Brötchen, Eis, Döner durch die Innenstadt schlendernd. Man packt sich auch weniger direkt ins Gesicht.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von emilie.d.

Möglich. Seit die Maskenpflicht in unserer Innenstadt durchgehend gilt, war ich nicht mehr dort. Vorher war dort allerdings eine Menge los. Masken im Geschäft schienen niemanden zu stören.


Leewja

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Antwort auf Beitrag von emilie.d.

obwohl ich tatsächlich aggro war und auch sein wollte. Es ist eine minimale, völlig tragbare, für Lebensglück und Gesundheit komplett vernachlässigbare Unannehmlichkeit, das dumme Ding zu tragen. Niemand leidet ernsthaft, weil er den blöden Mundschutz tragen muss. und wenn es nur VIELLEICHT was nützt, ist es das definitiv wert, GERADE da, wo es NOCH okay ist. Ich hab Leute hier, die auf dem Fragebogen hemmungslos lügen ("sonst wäre ich ja nicht dran gekommen" (nagelpilz!!Völlig pillepalliger Scheiß, ganz ehrlich! ) und ich mache jetzt Sprechstunde mit ffp2 Maske, was wirklich keinen Freude macht, auch wenn es natürlich nicht im Entfernstesten mit Vollausrüstung auf Covidstationen vergleichbar ist, um mich und die nachfolgenden Patienten hoffentlich zu schützen. Der Egoismus schockt mich. und deshalb ärgert mich dieses dauernde alles-in-Frage-stellen, wenn es um VOLLKOMMEN ZUMUTBARE DINGE WIE MNS geht! zudem überrascht es mich auch weiterhin, wie viele hervorragend ausgebildete Infektiologen, Immunologen, Virologen, Pandemiekenner und Statistiker hier plötzlich anwanzend sind.


Häsle

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Ich denke schon, dass man es sich eher überlegt shoppen zu gehen, wenn man weiß, dass man die Maske stundenlang ohne Pause tragen müsste. Mich stört die Maske draußen überhaupt nicht. Wir tragen die ja dienstlich inzwischen fast den ganzen Tag. Der Einkaufstrip mit meiner Tochter im Einkaufszentrum war aber anstrengend. Obwohl wir zwei Essenspausen eingelegt haben und ich eh schon sehr viel weniger an hatte als die meisten Leute. Ohne die Möglichkeit, dort zu essen und zu trinken, hätte ich definitiv früher aufgegeben. Das würde mir jetzt bei einem Einkaufsbummel echt fehlen. Viel Ausdauer hätte ich dann nicht mehr. Und schnell eine Semmel holen, damit aus dem Zentrum raus laufen und irgendwo stehend reinstopfen, das spare ich mir tatsächlich. Da würde ich dann höchstens ein, zwei Geschäfte gezielt anfahren oder im Vorbeigehen kurz in einen Laden schauen.


Mitglied inaktiv

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"zudem überrascht es mich auch weiterhin, wie viele hervorragend ausgebildete Infektiologen, Immunologen, Virologen, Pandemiekenner und Statistiker hier plötzlich anwanzend sind." Falls du Streeck meinst: Das hatte mich auch massiv gewundert, aber er rudert inzwischen auch zurück. Kein guter Artikel, aber einer, den ich auf die Schnelle gefunden habe: https://www.fuldaerzeitung.de/fulda/corona-virologe-hendrik-streeck-covid19-fehler-infektionen-zahlen-fehleinschaetzungen-bonn-90089080.html. Klar wird es jetzt auch wieder VI geben, die behaupten werden, er würde jetzt nur zurückrudern, weil wir in einer "Hygienediktatur" leben. Was ich ja vermute: Er bekommt nun inzwischen doch kalte Füße wegen seiner wissenschaftlichen Reputation.


Leewja

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da kennen sich plötzlich alle möglichen Leute mit diesen Themen aus, dass es mich bass erstaunt - ich kann das alles nicht. Natürlich finde ich es gut, wenn Leute wissenschaftliche Literatur lesen und sich bemühen, da mitzuhalten, aber das macht keine Experten aus denjenigen. Manche führen sich aber so auf, stellen etwas als Tatsachen dar, was noch gar nicht wirklich feststeht und wo zu es eine "Könnte sein"- Veröffentlichung gibt etc. Der wissenschaftliche Diskurs ist offensichtlich nichts, was groß bekannt ist, es wird gleich als Tatsache dargestellt und zwar nur das, was dem eigenen Denken entspricht. Der Streeck ist schon ein solider Virologe, wenn ich ihn eben auch eher als HIV-Spezialisten sehe, aber er weiß, wovon er redet und er kann wissenschaftlich diskutieren und auch zurückrudern.


Häsle

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Antwort auf Beitrag von Leewja

In meinem Umfeld schimpfen vor allem die Leute auf die Maske, die eh keinen engen Kontakt zu Fremden haben (müssen) und sie beruflich nicht brauchen. Leute im Homeoffice oder Einzelbüro, ohne Job, Rentner, ohne Schulkinder, oder mit großen Kindern, die kaum Kontakte haben. Ich hatte letztens einen Arbeitstag, wo ich mit Leuten aus fünf verschiedenen Gemeinschaftsunterkünften (Asyl, Bau, Pflege) eng zu tun hatte, zusätzlich zu den mindestens zehn Menschen, die anders wohnen. Also, wer nicht spätestens nach so einem Tag froh über die Maskenpflicht ist, dem ist nicht mehr zu helfen. So trugen wenigstens gute 50% der "Kunden" von vorneherein Masken. Gute 80% nach Erinnerung.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Häsle

Ich bin da kein Maßstab, weil ich, seitdem wir am Stadtrand wohnen, sowieso nur noch sehr selten "einfach mal so" durch die Innenstadt bummele. Ich fahre da nur hin, wenn es sowieso auf der Strecke liegt oder ich etwas besorgen muss. Ins Café zu gehen, verbinde ich dann meistens damit - die Verabredungen mit Freundinnen im Café sind selten geworden, weil wir alle ziemlich viel arbeiten. Ich bin tatsächlich in den letzten Jahren viel öfter in die Stadt gefahren, um ins Kino, in Konzerte oder in Museen zu gehen als zum Einkaufen. Wenn alle Kunden so drauf wären wie ich, könnte der Einzelhandel in der Stadt eh dicht machen, obwohl ich eigentlich schon gerne lokal kaufe und ein paar Lieblingsläden habe, bei denen es mir arg wäre, wenn sie dicht machen würden. Von zweien habe ich inzwischen auch Einkaufsgutscheine gekauft. Aber da gewesen bin ich noch nicht.


lilly1211

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Mich stört es auch nicht mehr draußen die Maske zu tragen. Aber in den Shopping Centern, wenn jetzt auch noch die Gastronomie zu hat, ist es tatsächlich so dass ich mich nicht länger als nötig aufhalte. Ich glaube aber nicht dass man deswegen weniger Geld dort lässt, die Effekte neutralisieren sich gegenseitig glaube ich. "Ich will hier nicht ewig bleiben" hat bei mir am Samstag dazu geführt dass ich dem Kind gegenüber wesentlich großzügiger war als sonst. Wir waren bei Peek&Cloppenburg, Tochter hat eine Tommy Hilfiger Winterjacke entdeckt die wunderschön war, alle meine Ansprüche an eine Jacke erfüllt hat, nur leider mit 199 EUR etwas teuer war. Ich habe mich nach 5 Minuten mit dem Kind geeinigt dass wir sie kaufen, ich 170 EUR, sie 30 EUR, fertig. Noch eine Jeans und zwei Oberteile der Hausmarke gefunden, ab zur Kasse, raus hier. 310 EUR in 20 Minuten ausgegeben. Früher hätte man sich länger aufgehalten, aber viel mehr Geld sicher nicht ausgegeben. Eher umgekehrt, man ist jetzt froh wenn man schnell was ideales gefunden hat und wieder gehen kann.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von lilly1211

"Ich glaube aber nicht dass man deswegen weniger Geld dort lässt, die Effekte neutralisieren sich gegenseitig glaube ich." Stimmt, so ging es mir auch schon - weil ich einfach keine Lust hatte, ewig durch sämtliche Geschäfte zu rennen, habe ich beim Shoppen mit meinem Sohn auch das Erste genommen, das gefiel und passte. Beim Preis habe ich dann auch ein Auge zugedrückt.


lilly1211

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Es ist ja auch egal, man hat ja kaum noch andere Gelegenheiten Geld auszugeben. Keine Essen gehen, keinerlei Ferienaktivitäten...was kümmern mich da die paar Euro mehr für die Klamotten der Tochter. Sonst hätten wir in den Ferien sicher sehr viel mehr Geld ausgegeben und trotzdem noch Kleidung gebraucht. Und so geht es in meinem Umfeld vielen Leuten.


emka

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Leewja, ich habe nicht behauptet, dass ich mich auskenne. Ich habe lediglich nach einer Regleänderung gefragt und meine Bedenken hinsichtlich der Interpretationsmöglichkeit geäußert. Ich habe nirgends geschrieben, dass ich die Maske ablehne! Und ja, in Frage stellen ist das Recht und in meinen Augen auch die Pflicht in einer Demokratie. In Frage stellen bedeutet NICHT, dass man etwas ablehnt. Es zeigt, dass man sich mit einer Sache ernsthaft auseinandersetzt und sich eine Meinung dazu bilden möchte, die man dann evtl. nach erneuter Infragestellung revidiert. Ich kann nichts dafür, wenn Deine Patienten Dir und Deinen Mitarbeitern blöd, frech oder was auch immer kommen. Daher finde ich es unangebracht, mir gegenüber bewusst 'aggro' sein zu wollen.


emilie.d.

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Es ist in einer Demokratie weiß Gott Dein gutes Recht, naive Fragen zu stellen, aber über Sarkasmus insbesondere bei med. Personal muss man sich dann halt nicht wundern.


Amazing Woman

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Was für ein blöder Kommentar.


Daffy

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Antwort auf Beitrag von Leewja

... Aussagen raus, die außerhalb Deines Fachgebietes liegen und die Du nicht belegst. Aus dem Gedächtnis: - Wenn schon Maske, dann richtig, sonst bringt es gar nichts - wer z.B. (im Alltag, nicht im OP) seine Maske von außen anfasst, ohne sich danach die Hände zu waschen, fördert die Corona-Ausbreitung eher als dass er sie durch die Maske verhindert - Wenn Beatmungsgeräte/Fachpersonal nicht mehr ausreichen, geht es ans ´elende Ersticken` - keine Palliativversorgung möglich? Liegen die Leute dann auch in ihren Exkrementen? Aber ich bin fast soweit, dass ich Morphium für den unerlässlichen Teil einer ordentlichen Krisenvorsorge halte - NULL Immunität in der Bevölkerung: Das ist eine steile Behauptung und es gibt Hinweise (nicht von mir, von Fachleuten, ich hatte einen Artikel vom Karolinska Institut verlinkt), dass nicht nur die Antikörperantwort bei den allermeisten Genesenen etliche Monate Schutz bieten, sondern weitere Abwehrmechanismen so gut funktionieren, dass ein gewisser (noch unbekannter) Anteil der Bevölkerung nicht an Corona erkrankt.


Finale

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Antwort auf Beitrag von Häsle

Das sind auch meine Erfahrungen, es schimpfen die, die eigentlich geschützt sind. Meine Kollegin, allein lebend, jetzt komplett im Home Office, geht nie essen, fährt nicht Bus und hat mittlerweile kein anderes Thema als die Maske, die sie einmal die Woche beim Einkaufen tragen muss.


Ludwiga

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Antwort auf Beitrag von Leewja

Hallo Leewja, ich verstehe deine Wut. Du bist in der Praxis ganz nah am Geschehen und nicht theoretisch unterwegs. Ich finde nur, dass ein Coronaforum bei RUB eine andere Tragweite hat, als wenn namhafte Experten durch ihre Auftritte und Äußerungen Öl ins Feuer gießen. Ich denke gerade an Klaus Reinhardt, der kürzlich mit seinem Auftritt bei Markus Lanz für Aufsehen gesorgt hat. (Es wundert mich bisschen, dass es hier keinen Anlass zur Diskussion gab;-)) Er hat ja letztendlich seine Aussage zurückgenommen (Sinn/Unsinn der Verwendung von Masken). Hier wird der Laie natürlich ordentlich verwirrt. Nichtsdestotrotz, manchmal braucht mal eine Standpauke. Ich kann es z.B. nicht so gut;-) LG, L.


Leewja

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Antwort auf Beitrag von Daffy

Das hatte ich übersehen. Punkt 1- das war, als ich es gesagt habe, so als Richtlinie vorgegeben, inzwischen ist es ja zumindest nicht mehr so, dass man von Oberflächen/:Schmierinfektionen viel Gefahr sieht (in Europa x Amis desinfizieren ihre Einkäufe, scheint aber tatsächlich nicht so viel zu bringen). Das habe ich nicht offiziell korrigiert, stimmt. Ich wusste nicht, dass ich das muss. Zum ersticken- ich habe einen Ausdruck übernommen. Wenn du allerdings glaubst, dass die Palliativmedizin so exzellent aufgestellt ist, jetzt spontan auch nich eine ganze Menge Covid-Patienten zu betreuen, hast du irgendwie eine andere Realität vor Augen, als ich . Das ist ja so schon nicht immer möglich.


Daffy

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> Punkt 1- das war, als ich es gesagt habe, so als Richtlinie vorgegeben Respiratorische Infekte werden in erster Linie durch Tröpfcheninfektion übertragen - ich habe nie etwas anderes von einem Arzt oder Virologen gehört. Dieses ´Wir waschen Hände und singen dazu Happy Birthday` war einfach unredlich - auch wenn die Motivation (Schutzausrüstung vorrangig für medizinisches Personal) nachvollziehbar war. Man hätte ja auch nach Asien schauen können. > Wenn du allerdings glaubst, dass die Palliativmedizin so exzellent aufgestellt ist, jetzt spontan auch nich eine ganze Menge Covid-Patienten zu betreuen, hast du irgendwie eine andere Realität vor Augen, als ich . Das ist ja so schon nicht immer möglich. Das ist sicher richtig - und beängstigend. Ich meine (aber zugegeben, nur meine Meinung), dass der Palliativmedizin immer noch Misstrauen entgegen gebracht wird, weil Leben verkürzt werden könnte, was dem göttlichen Plan entgegen steht. Anders kann ich mir nicht erklären, dass in Italien Ärzte und Pfleger weinend Interviews gegeben haben, während ein paar Zimmer weiter Menschen ´bei vollem Bewußtsein langam und qualvoll erstickten`. Zeit für ein Schmerz/Beruhigungsmittel müsste immer sein, das kommt für mich noch vor der Grundpflege.


Leewja

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Antwort auf Beitrag von Daffy

ich habe es aber tatsächlich für eine redliche Empfehlung genommen und die extra bereitgestellten Hinweise zur Nutzung selbstgenähter Behelfsmasken pflichtbewusst jedem von mir damit Beschenkten ausgehändigt. Da lag ich dann also falsch und Du wusstest es schon immer besser, aber ich habe es dann eben nur zu unkritisch hingenommen und mir nichts aus den Fingern gesogen.


Sille74

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Antwort auf Beitrag von Leewja

"zudem überrascht es mich auch weiterhin, wie viele hervorragend ausgebildete Infektiologen, Immunologen, Virologen, Pandemiekenner und Statistiker hier plötzlich anwanzend sind." Tsja, DAS überrascht mich allerdings auch immer wieder oder nach wie vor ... vor allem wie klar und deutlich manche erkennen können, welcher der "echten" Virologen und Epidemiologen nun Recht oder Unrecht hat, ist sehr erstaunlich ... und dass einem Personen, die (Pandemie)-Welt erklären, die keinen geraden Satz ohne eklatante Rechtschreibschwächen rauskriegen, ist auch hochinteressant. Aber gut, das sind vielleicht einseitig naturwissenschaftlich begabte Menschen ...


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Daffy

"Anders kann ich mir nicht erklären, dass in Italien Ärzte und Pfleger weinend Interviews gegeben haben, während ein paar Zimmer weiter Menschen ´bei vollem Bewußtsein langsam und qualvoll erstickten`." Ich meine, ich hätte damals gelesen, dass in Italien in den Spitzenphasen der Epidemie in bestimmten Krankenhäusern sogar Medikamente wie Morphium knapp waren. War das nicht auch ein Grund für das qualvolle Ersticken mancher Patienten?


Daffy

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

> dass in Italien in den Spitzenphasen der Epidemie in bestimmten Krankenhäusern sogar Medikamente wie Morphium knapp waren. War das nicht auch ein Grund für das qualvolle Ersticken mancher Patienten? Was ich zu Medikamentenengpässen gefunden habe, bezog sich auf intensivmedizinische Behandlung (und Teile der EU im April, nicht speziell Italien). Da fehlten (oder drohten zu fehlen) moderne Medikamente, die aber durch ältere Präparate mit stärkeren Nebenwirkungen ersetzt werden konnten (also nochmal schlechtere Chancen auf ein selbstbestimmtes Weiterleben nach Corona besonders für Ältere). Was bei der Palliativversorgung eine weniger große Rolle spielt. Schwer vorstellbar, dass man im März Patienten mit großem Aufwand in deutsche Krankenhäuser bringen konnte, es aber nicht mal für Medikamente in die andere Richtung gereicht hätte. "Schwer an Covid-19 erkrankte Patienten, die auf Intensivstationen an Beatmungsgeräte angeschlossen sind, benötigen bis zu 50 verschiedene Medikamente – darunter Beruhigungsmittel und Wirkstoffe, die bei der Intubation eingesetzt werden. Recherchen des Bureau of Investigative Journalism zufolge führen die Engpässe dazu, dass die Kliniken bei der Behandlung der Covid-19-Patienten auf andere, noch verfügbare Ersatzwirkstoffe zurückgreifen müssen, die teils stärker wirken. Dies wiederum könne die Qualität der Behandlung spürbar verschlechtern. Zu befürchten sei etwa eine erhöhte Zahl älterer Patienten, bei denen die eingesetzten Narkosemittel ein sogenanntes Delir auslösen – eine schwere Funktionsstörung des Gehirns, die unter anderem Bewusstsein, Gedächtnis und Psychomotorik betreffen kann. Greg Barton, der Vorsitzende der britischen Pharmavereinigung, sagte den Journalisten, die schlechte Versorgungslage durch Corona drohe die anästhetische Versorgung von Patienten „um 20 Jahre zurückzuwerfen“." https://www.welt.de/politik/ausland/article207093869/EU-warnt-Medikamente-fuer-Intensivpatienten-werden-knapp.html https://www.thebureauinvestigates.com/stories/2020-04-06/european-doctors-running-low-on-drugs-needed-to-treat-covid-19-patients


Mehtab

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Antwort auf Beitrag von emka

Die Maskenpflicht ist eine Katastrophe für mich. Außer Lebensmittel kaufe ich so gut wie nichts mehr im Geschäft. Jetzt bin ich immer mit dem Fahrrad ohne Maske an der Straße mit Maskenpflicht neben dem Viktualienmarkt gefahren. Dort geht ein Fahrradweg durch. Ich glaubte wirklich, ich dürfte da ohne Maske Fahrradfahren. Nun habe ich tatsächlich gelesen, dass ich auch beim Fahrradfahren eine Maske tragen müsste. Mir rutscht die Maske immer über die Augen. Jetzt überlege ich, ob ich das Risiko eingehe und diese paar Meter nach wie vor, wie alle anderen Fahrradfahrer auch, ohne Maske überquere und mich dumm stelle, wenn ich von der Polizei rausgezogen werde. Blöd ist das Ganze schon. Bisher hatte ich mir gar nichts dabei gedacht, aber jetzt, wo ich das gelesen habe.


emka

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Vielen Dank für Eure Beiträge. Der Einfachheit halber gehe ich - bis auf auf eine Ausnahme - nicht speziell auf jeden Beitrag ein. Bei einigen Beiträgen fühle ich mich bestätigt und ich gebe zu, dass es meine Akzeptanz stärkt, wenn jemand mir zustimmt, gleichzeitig aber sagt 'egal, wir müssen da nun mal durch'. Was die Pandemie und das Drumherum mit uns macht, beschäftigt mich sehr. Es gibt die, die es einfach nicht verarbeiten können und den Halt verlieren. Einen solchen Fall habe ich in der Familie. Und es gibt die, die jetzt mutig und 'anti' werden und einfach nur 'dagegen' sind. Einen solchen Fall habe ich in der direkten Nachbarschaft. Wie und wo werden wir uns in 5 Jahren wiedertreffen?


emilie.d.

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Antwort auf Beitrag von emka

Kannst Du Dir vorstellen, dass die sich vielleicht auch Gedanken gemacht haben, wie sie nun was beschränken? Egal, was man macht, irgendwer meckert immer. Reagiert man flexibel auf Zahlen, wird gemeckert wegen Hin und Her, was das Anschrauben der Schilder kostet etc. Macht man es halt einheitlich, wird wegen übertriebener Maßnahmen gemeckert. Es ist für die Verantwortlichen nirgends einfach aktuell. Weder in Sportvereinen, noch in den Schulen oder für die Kommunen.


Marianna81

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Antwort auf Beitrag von emka

verstehen muss man nicht, da aber von der Schulleitung verordnete wurde, muss man befolgen.


Leewja

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Antwort auf Beitrag von emka

Ich bekomme jetzt wieder täglich „es wird doch immer schlimmer“ emails vin der Geschäftsführung, die Schutzausrüstung wird schon wieder knapp, die Versorgung meiner „normalen“ Patienten ist schon wieder schwieriger... ich bin wirklich angespannt und da reagiert man auch mal über. Tut mir leid!