Ludwiga
Das Redaktionsnetzwerk Deutschland, hat bei den Kultusministerien der Länder eine Umfrage bzgl. Corona-Infektionen und Quarantäne-Maßnahmen an deutschen Schulen gestartet. Aus der Umfrage geht hervor, dass bis zu den Herbstferien durchschnittlich 98 Prozent aller Schülerinnen und Schüler an Präsenzunterricht teilnehmen konnten. Es gab zudem nur relativ wenige Quarantäne-Maßnahmen. Die Infektionen sollen von außen hereingetragen worden sein, sprich die Schulen nicht die Orte des Ausbruchs gewesen sein. Laut der saarländische Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot soll es kein verstärktes oder im Vergleich zur übrigen Gesellschaft erhöhtes Infektionsgeschehen an Schulen oder Kitas gegeben haben. Zwar bezieht sich die Umfrage auf die Zeit nach den Sommer - bis zu den Herbstferien und spiegelt nicht das aktuelle oder kommende? Infektionsgeschehen aber ich finde, dass es dennoch aufmunternd klingt. Nachzulesen unter: https://www.tagesschau.de/inland/coronavirus-schulen-109.html
....... jetzt was nun? Kein erhöhter Infektionstreiber aber nun Maskenpflicht im Unterricht? Hä? Leut, Leut, Leut ......... Gut dass wir noch keine Indizenz von ü35 haben.
Vielleicht hat ja gerade die Maskenpflicht im Unterricht in Hochinzidenzgebieten mit dazu beigetragen, dass Schulen eben nicht zu großen Verbreitungsorten wurden.
Wir hatten hier auf Island einen Vorfall an einer Schule, wo mehrere Kinder einer Familie von den Eltern mit Covid-19 infiziert worden waren. An der Schule wurden dann 600 Personen (550 Schüler + 50 Mitarbeiter) in Quarantäne geschickt. Bei den anschließenden Testungen wurde hier vor Ort keine weitere Infektion festgestellt. Und an der Schule galt / gilt weder für Schüler noch für Lehrer oder sonstiges Personal Maskenpflicht. Hier ist die offizielle Lehrmeinung des Chefepidemiologen und der Regierung, dass Kinder bis 12/14 Jahren keine wesentliche Rolle bei der Verbreitung dieses Virus spielen, und die Zahlen hier an der Schule scheinen mir da ja eher zu bestätigen...
dass bei ü35 an weiterführenden Schulen im Unterricht die Maskenpflicht eingeführt wird. Vorher gab es die nicht!
Na jetzt können wir zur Abwechslung mal wieder stänkern;-) oder überlegen. Die Umfrage bezieht sich auf die vergangenen Monate (nach den Sommerferien - bis zu den Herbstferien). Da die Datenlage immer noch (meine ich, oder vielleicht ist jemand auf einem neueren Stand?, ich weiß es nicht) nicht ganz klar ist, hätte es auch anders aussehen können. Du hast mehr zu der Maskenpflicht an den Schulen in BW gelesen als ich. Falls du Zeit hast, kannst du dazu etwas schicken, zur Info? Danke. Offenbar geht man angesichts der gesamten Situation noch stärker in die präventive Haltung.
...aktuell bei der Tagesschau. https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-freitag-167.html
Wie groß sind bei euch die Klassenräume und wie viele Schüler pro Klasse? Wäre da dann ja auch wichtig zu wissen. Bei 8qm pro Schüler sind ja andere Ergebnisse zu erwarten als bei 2qm pro Schüler.
Aber die von Ludwiga zitierten Zahlen/Fakten beziehen sich nicht nur auf BW, sondern beziehen ja mehrere Bundesländer mit ein. Meine Tochter sitzt z.B. seit 8.9. mit Maske im Unterricht, weil das die ersten zwei Wochen nach den Ferien überall in Bayern Pflicht war und danach die Inzidenz zu hoch war, als dass die Maskenpflicht aufgehoben worden wäre.
20 bis 25 Kinder pro Klasse, so im Schnitt. Die Größe der Klassenräume kann ich nicht schätzen, aber es sind definitiv eher 40 m² als 625 m² pro Klasse - also definitiv eher 2 m² pro Schüler als 8 m². :-)
Also ähnlich unseren
Habe nur gefragt weil ja gerne das dänische Beispiel kommt wo die Klassen teils aus 8-12 Schülern bestehen, bei unserer Raumgröße, mitunter sogar mehr ![]()
Danke, ganz frisch;-)
Na ja, es gibt hier auf Island auch Grundschulen mit kleineren Klassen an abgelegeneren Orten, aber das hier ist ein Schulzentrum in der "Kreisstadt" mit vielen Kindern, das ist wirklich schon mit deutschen Verhältnissen sehr vergleichbar.
Das klingt gut und optimistisch;-) Danke Leena. Ich bin wirklich nicht im Bilde, wie die Schulstruktur in Island aussieht. Geht die Grundschule wie in Deutschland bis zur 4. Klasse oder lernen die Kinder länger zusammen?
zu Schuljahresbeginn, diese wurde dann zwar aufgehoben, aber an vielen Schulen beibehalten, so auch an der Schule meiner Kinder.
Baden-Württemberg hat die Grenze von 35 geknackt und liegt heute bei 38,1 siehe Link: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html Gruß Sylvia
Ah, ok. Gut zu wissen. In unserem Gymnasium war kontinuierliches Tragen von MNS in der ersten Woche nach Schulstart angesagt. Ab kommenden Montag dann wohl auch.
Im Prinzip ist die grunnskóli auf Island eine Gesamtschule für die Klassenstufen 1 - 10, fürs Abitur kommen dann noch 4 Jahre menntaskóli hinzu.
Gerade ganz aktuell: Ab Montag Maskenpflicht in BaWü ab Klasse 5. https://www.google.com/amp/s/www.zeit.de/amp/gesellschaft/schule/2020-10/corona-regeln-baden-wuerttemberg-maskenpflicht-unterricht-schulen-infektionszahlen
.... für andere BL kann ich nicht sprechen. Selbst wenn Ihr in BW wohnt , wäre das eine Individualentscheidung der Schule.
Nein, nicht in NRW und ja, es war eine Individualentscheidung, aber es muss ja nur viele solcher Individualentscheidungen gegeben haben.
und ich bin froh drum Oberstufe, das sind keine Kinder mehr. Wer das nicht begreift der tut mir leid.
Hier gibt es keine Maskenpflicht während des Unterrichts und wir sind immer noch einstellig. Es gab Fälle in Schulen, ja, es waren hauptsächlich die Lehrkräfte.
Hier bei 57,x und es steigt und steigt und steigt...
2 qm pro Schüler wären ja traumhaft...Ich bin froh, dass es jetzt hier in BW eine Maskenpflicht im Unterricht gibt. Meine Töchter tragen eh freiwillig ihre Masken. Ich befürchte, dass Corona-Fälle an Schulen oft nicht erkannt werden, weil die Jugendlichen wenig Symptome haben. Vielleicht sind durch die Masken die Jugendlichen dann auch seltener erkältet. In der Klasse meiner Kinder wird gerotzt und gehustet ohne Ende, in der Folge mussten mein Mann und ich schon zum Corona-Test, weil die Mädchen den Infekt mit nach hause brachten und es uns härter traf als sie.
Danke Leena.
Oder das Dauerlüften, welches nun im Herbst/ Winter eher entfällt ....
ja, Dauerlüften oder alle 20 Mintuen Stoßlüften, die Kinder hocken mit Jacken und in Decken gehüllt im Unterricht und ab Montag nun auch noch mit Maske! Die ersten Klassen sind auch an unseren Schulen jetzt zuhause...... Bisher war das Infektionsgeschehen ein ganz anderes, jetzt geht es doch erst richig los! Lg Muts
Vermutlich ist die Maskenpflicht Ursache dafür, dass die Schulen keine Infektionstreiber sind? Ich bin froh, dass endlich mal jemand deutlich sagt, dass das Virus sich idR nicht an den Schulen verbreiter, damit endlich aufhört, dass zuallererst die Schulen geschlossen werden... Und was die Maskenpflicht betrifft: Meine Kinder tragen seit den Sommerferien Masken in der Schule. Erst wegen Maskenpflicht und danach freiwillig. Und sie sind nicht krank geworden dadurch. Da staunst du, oder?
Und wenn die Maßnahmen in den Schulen tatsächlich helfen würden, wäre man nicht auch vor Grippe und anderen grippalen Infekten besser geschützt? Warum hat meine Tochter dann ne Erkältung mitgebracht und uns alle angesteckt? Wärs Corona gewesen, hätte sie uns auch abgesteckt. Jetzt hab ich nur meine jährliche Bronchitis, die sich bis März hinzieht, und muss mich in der Öffentlichkeit blöd angucken lassen, weil ich mal huste. Bei all den Regeln dachte ich, dass mich der Husten wenigstens bis Weihnachten nicht heimsucht.
Das wurde kürzlich u.a. den der Corona-Konferenz diskutiert. Das liegt vor allem daran, dass man sich mit verschiedene Viren über unterschiedliche Wege anstecken kann. Das klassische Rhinovirus, also der Erreger einer gewöhnlichen Erkältung, wird meist über Schmierinfektion übertragen und seltener über Tröpfcheninfektion. Streng genommen, müssten die Kinder auch noch in Abstand zueinander sitzen und sich bewegen. Das Tragen von NMS soll also das Risiko zu erkranken, minimieren. Virologisch gesehen, müsste man sich zu Hause einsperren um gar kein Risiko mehr einzugehen. Das ist schwer in der Praxis umzusetzen;-)
Hab ich auch gelesen, bin aber sehr skeptisch. Die Zahlen zwischen den Herbstferien und den Weihnachtsferien werden deutlich interessanter und aussagekräftiger.
Klar, nächsten Jahr wird man rückblickend mehr sagen können. Das sind die aktuellen Beobachtungen, die vorliegen. Ich möchte optimistisch bleiben und hoffe sehr, dass die Kinder weiterhin die Schule besuchen können. Gerne auch in einem hybriden Modell, teils präsent, teils im Homeschooling, digital unterstützt? Aber bitte nicht in endlos schneefreien "Gammel-Winterferien".
Das die Schulen irgendwie offen bleiben, da hab ich eigentlich keine Zweifel! Selbst wenn es an Schulen mehr Infektionen geben sollte, wüsste ich nicht, warum man sie ganz schließen sollte. Da müsste man doch in der Zwischenzeit drüber sein. Der Weihnachtsferienverlängerungsvorschlag ist natürlich Schwachsinn, denn das wäre ja eine Schulschließung. Ein selten dämlicher Vorschlag.
Dass Schulen ganz geschlossen werden, passiert oft dort, wo einzelne Lehrer in vielen Klassen unterrichten. Mittlerweile kommt hinzu, dass die Klasse wieder auf verschiedene Klassen aufgeteilt werden darf, wenn der Klassenlehrer fehlt.
Man bedenke jedoch auch, dass A) nicht jedes Bundesland seine Daten (in Bezug auf Schule oder KiTa) weiter gibt/gab, B) dass jede Einrichtung ein mehr oder weniger strenges Hygienekonzept voweisen muss (und die Mehrheit doch noch dahinter steht und aufpasst) und C) dass viele vorsorglich, ohne weitere Testung in Quarantäne waren. Daher sind unterm Strich die Aussagen genauso lächerlich, wie die Sachsenstudie im Mai/Juni. Zu viele Faktoren, die man nicht wahr nimmt.
Das glaube ich auch. Solange es keine stichprobenartigen Daten zu aktuell Infizierten an Schulen im Regelbetrieb gibt, deren Ermittlung nicht von einzelnen Politikern oder Schulverantwortlichen unterbunden werden können, kann man wenig Aussagen treffen. Gerade habe ich gelesen, dass der OB von Forchheim die Teilnahme einer in seinem Gemeindegebiet liegenden Kindertagesstätte an der breit angelegten Studie "Covid Kids Bavaria" unterbunden hat, weil er Angst vor möglichen Konsequenzen hatte. Im Pressetext heißt es: "Auch eine Forchheimer Kindertagesstätte sollte daran teilnehmen. Am 8. Oktober zog der SPD-Oberbürgermeister Uwe Kirschstein die Zusage aber wieder zurück. Aus Sorge vor zu hohen Infektionszahlen nimmt die städtische Kita nun doch nicht an der Studie teil. Wenn symptomfreie Kinder bei "anlasslosen Testungen" positiv getestet würden, müssten sie in Quarantäne, befürchtet SPD-Oberbürgermeister Uwe Kirschstein in einem Schreiben an die Eltern. Sollte Forchheim dadurch den kritischen Wert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen überschreiten, könne dies "sogar zur erheblichen Einschränkung für alle" führen." Auf diese und ähnliche Weise dürften in vielen Fällen die Daten verfälscht werden, v.a. wenn die Befragten oder die Erlaubnisgeber ein Interesse an einem störungsfreien Betrieb der Schulen und Kitas haben.
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