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Mal ein Nachtrag zum Moerser Modell wer dazu vielleicht mehr lesen möchte

Mal ein Nachtrag zum Moerser Modell wer dazu vielleicht mehr lesen möchte

Charlie+Lola

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weil es ihn einfach interessiert oder er medizinisch damit zu tun hat. https://www.vpneumo.de/fileadmin/pdf/VPK_Empfehlung_neu_21.03.2020.pdf


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Meine freundin ist Oberschwester auf der hiesigen Inneren und sagte mal,dass sie lieber weniger Einblick in die Medizin und auch deren Umsetzung hätte, denn somit hatvsie kein vertrauen mehr in die ganze Angelegenheit mit allem drum und dran. So halte ich es seitdem und stelle mich dumm und will nicht begreifen, um einfach dem Arzt zu vertrauen ,dass er schon das richtige entscheiden wird. Andernfalls sollte ich nochmal studieren und Erfahrung sammeln , um schlau zu reden und es besser zu wissen und zu machen. Daher nein , tiefergruendige medizinische Sachen interessieren mich nicht , allein zum Schutz meiner Seele


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Die ehemalige OP-Schwester, die in meiner Nachbarschaft wohnt, hat auf Partys auch schon erzählt, dass sie "kein Vertrauen mehr in die Ärzte hätte", seit sie mit am OP-Tisch gestanden hätte. Ich habe das bisher ehrlich gesagt einfach für blödes, wichtigtuerisches Geschwätz gehalten und nicht sonderlich ernst genommen. Für mich geht das in die gleiche Richtung wie "ach, die in der Führungsetage, die kann man doch in der Pfeife rauchen. Entscheiden alles am grünen Tisch und haben keine Ahnung, was wirklich läuft." Ich lerne wirklich gerne dazu. Auch wenn es nur in der Theorie ist. Ich habe dann aber auch kein Problem damit, Leuten zu vertrauen, die sich wirklich auskennen.


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Denke, wenn einer so redet, ist eben der "Halbgott in weiss" mal vom Thron gefallen, die Person hat gesehn, dass auch die "Elite" (gilt auch für Geschäftsführer/Chefetage) Fehler macht , kann damit aber nicht umgehen, weil "die da oben" ja perfekt sein müssen, also verliert man das Vertrauen komplett. Ging mir auch schon so, unser Arzt machte Fehler und ich beäugte die ganze Ärzteschaft sehr kritisch. Inzwischen hab ich einige kennengelernt, auch auf privater Ebene und weiss, dass es eben Menschen sind. Menschen mit Fehlern, mit mehr oder weniger Intelligenz, Mut, Kreativität, Abstraktionsvermögen, mit verschiedenen Denkstrukturen eben. Eine Freundin von mir ist OP-Schwester, der Vater Chefarzt, der Bruder in der Forschung . Sie hat ein gutes Gesamtbild. Nie würde sie sagen, sie traut "den Ärzten" nicht. Wohl aber, dass sie sich nur ungern an einem Montag von Arzt Dr. Schmidt im Bauchraum operieren lassen würde, ausser Schwester Clara steht daneben und passt auf... So ein bißchen Detailwissen finde ich also sehr hilfreich, es gibt mit das Gefühl, nicht komplett ausgeliefert zu sein. Im richtigen Moment "Stopp" sagen zu können. Auch wenn es bisher nicht notwendig war, da das was die Ärzte (seither) gemacht haben, im Großen und Ganzen schon in Ordnung war.


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Es ist genau diese Pauschalaussage, um sich selbst aufzuplustern, die ich kritisiere. Das ist so eine typische Stammtischsituation ("Ich weiß, wie der Hase läuft, das kannst du mir ruhig glauben, ich habe da den vollen Durchblick"). Manche hören sich das dann belustigt an und winken innerlich schon ab, andere nehmen das aber durchaus ernst, weil sie denken: "Die weiß, wovon sie redet." Das finde ich das Ärgerliche daran. Weil es platte Vorurteile schürt. Das gilt für ähnliche Gespräche aus anderen beruflichen Kontexten natürlich genauso. Natürlich machen Professoren, Vorstände, Firmenchefs, Chefärzte Fehler, haben ihre persönlichen Macken und Schwächen. Und wären auch ohne Mitarbeiter, die ihre Defizite kompensieren und ihnen zuarbeiten, aufgeschmissen. Natürlich weiß das berufliche und private Umfeld dann auch genauer, wo es hakt und kann das besser einordnen. Das will ich nicht bestreiten, aber man kann eben nicht vom Einzelfall auf das Große Ganze schließen. Das kann man noch nicht mal, wenn man selbst negative Erfahrungen gemacht hat, die sind einfach nicht allgemeingültig. Ich habe Pauline-Maus so geantwortet, weil sie so viel Wert auf das legt, was in ihrem persönlichen Umfeld passiert und bei allem anderen, was "weiter draußen" ist, abwinkt und das albern und irrelevant findet. Und dann selbst immer so tut, als wäre jeder, der es anders macht, wahlweise bemitleidenswert, anstrengend, überheblich oder hätte einfach zu viel Zeit, sich um unnütze Dinge zu kümmern. Sie macht andere Leute mit ihrem Verhalten nieder, und wenn sie dann andererseits noch so laut etwas von "leben und leben lassen" behauptet. Es nervt mich, dass sie ihren Senf ständig dazugeben muss, auch wenn sie etwas nullkommanull interessiert. Für mich ist das einfach lästige Stichelei. So wie der pensionierte Nachbar, der immer nebendran steht und einen Negativkommentar abgibt, auch wenn es ihn nix angeht. Ich finde das als Sozialverhalten ätzend.


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Da unterschreibe ich mal - jeden Absatz.


memory

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"So halte ich es seitdem und stelle mich dumm und will nicht begreifen"


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Die kleine Frau von nebenan versucht das pöse Weib vorzuführen.... Nur zu, wenn es dir damit besser geht. Mir ist auch das so gut wie egal.


SybilleN

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Antwort auf Beitrag von Charlie+Lola

Danke! Ich bin froh über jeden Einblick, der mir Entscheidungen (und sei es auch nur zur Konkretisierung der eigenen Patientenverfügung) erleichtert.