Elternforum Coronavirus

@kuestenkind: "Reisen" ins Ausland

@kuestenkind: "Reisen" ins Ausland

Melly-78

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Liebe kuestenkind, weiter unten beim Thema "Verkürzte Weihnachtsferien in NRW" schreibst du, die verlängerten Ferien würden vermutlich nichts bringen. Unter anderem mit folgender Begründung: "...oder einfach in den Urlaub fahren (nach Ischgl oder zur Verwandtschaft in die Türkei, Bulgarien, Polen usw). Und nach den Ferien steigen die Fallzahlen dann wieder. Bravo!" Ich lese hier schon lange still mit und habe meine eigene Meinung zum Thema Corona. Was mir aber schon länger sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass immer wieder "Urlauber" - wobei ich einen Familienbesuch im Ausland gar nicht als einen solchen definieren würde - mitunter für das ganze Übel verantwortlich gemacht werden. Stell dir vor, ein Teil meiner Familie lebt im (EU! - ist das nun besser/ schlechter als außerhalb??) Ausland. Und ja, ich habe das Bedürfnis, diese in den Weihnachtsferien zu sehen. Auch wenn sie im Risikogebiet leben, werde ich sie besuchen. Denn stell dir vor, ich lebe hier in Bayern selbst im Hochrisiko-Gebiet. Und stell dir noch was vor: ich war sogar in den Herbstferien dort, bin aber brav vorzeitig zurückgekommen, um meine ganze Familie hier testen zu lassen, bevor die Schule am Montag begonnen hat. Lässt du deine Eltern an Weihnachten alleine? Weil sie im Risikogebiet leben? Oder ist es egal, wenn dieses in Deutschland liegt? Oder 5 km nach der Grenze vielleicht? Ganz ehrlich, in Zeiten der Globalisierung erschrecken mich diese Engstirnigkeit und Intoleranz enorm. Lass doch die Menschen ihre Familien in der Türkei, in Polen oder in Bulgarien besuchen. Why not? Als Strafe dafür, dass heutzutage nicht alle Familien in einem 4-Generationen Haus auf dem Land (in Deutschland!) leben, sondern u.U. in Europa verstreut sind? Es kommt immer noch sehr darauf an, WIE ich mich beim Familienbesuch verhalte und nicht darauf, WO ich bin. Dieses Suchen von Sündenböcken bin ich langsam echt leid. Es ist halt etwas individueller und differenzierter zu betrachten, mein Familienbesuch im Risikogebiet im Ausland birgt nämlich bei vernünftigem Verhalten nicht mehr oder weniger Ansteckungsgefahr als dein Familienbesuch in Deutschland. Oder eine Reise von kravallie auf die Kanaren. Wobei vallie ja noch Glück hatte, dass GC kurz vorher von der Liste gestrichen wurde. Sonst hätte sie sich hier im Forum noch etwas anhören dürfen! Puuhh... Bei den langen Weihnachtsferien kann man jetzt erst recht Urlaub machen, denn danach hat man dann noch genügend Zeit, sich testen zu lassen. Äääätsch!! Etwas mehr Offenheit und Weitblick also, wenn ich bitten darf!


cube

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Entweder du machst gefälligst alles genau so wie diejenigen, die sich alles verbieten - oder du bist raus ;-)


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Es ist toll, dass du so verantwortungsbewusst bist, deine ganze Familie testen zu lassen. Auch mich stört, dass Urlauber für die Corona-Verbreitung verantwortlich gemacht werden. Wenn man in den Berichten des RKI jeweils dienstags nachließt, findet man, welche Länder dies hauptsächlich betrifft. Dann wird schnell klar, dass es eben nicht die "normalen" Urlauber in Hotel am Pool oder Fewo sind, oder wer urlaubt schon im Kosovo oder zuhauf in Polen? Auch aus Spanien kamen kaum noch Fälle, obwohl die Kanaren wieder offen sind. Hingegen kann ich mir schlecht vorstellen , dass jemand auf Familienbesuch im Ausland darauf aus ist, Kontakte zu minimieren. Denn man fährt doch eben wegen diesen Kontakten hin. Wir dürfen uns hier nur mit einem weiteren Hausstand treffen, ist das überall im Ausland auch so? Also bitte nicht pauschal die Auslandsurlauber verdammen sondern genau hingucken. Schön für jeden, der beim Familienbesuch diszipliniert ist oder sich zufällig nix wegholt. Lg Carow


Muts

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Wir werden auf den Besuch bei der Verwandschaft zu Weihnachten und Silvester verzichten. Zu hoch wäre das Risiko, entweder das Virus hier einzufangen und bei der 86 jährigen Oma einzuschleppen, genauso wie es ein zu großes Risiko wäre, das Virus auf der Rückfahrt im Gepäck zu haben. Hier ist Risikogebiet, dort Hochrisikogebiet. Und da die Oma nur Zuhause ist und von den dort lebenden Kindern versorgt wird, bleiben wir daheim!


tonib

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Das ist ja das ganze Elend der Corona-Maßnahmen: wenn alle vernüftig wären und Abstand hielten, sich die Hände wüschen und Masken trügen, wären die meisten Maßnahmen nicht nötig. Leider hat da sin der Vergangenheit mit dem Vertrauen auf vernünftiges Verhalten nicht funktioniert. Da das aber leider nicht funktioniert, werden allgemeine Maßnahmen getroffen, und dann findet JEDER einen Fall, der ja gar nicht so viel gefährlicher ist als etwas Erlaubtes. Diese Regelungs- und auch Überprüfungsdichte ist aber nicht möglich. Leider. So wird das vorischtige Restaurant mit dem super Abstands- und Lüftungsplan genauso geschlossen wie die fensterlose Kaschemme ohne Mindestabstand und Rückverfolgung. Ist das fair? Nein. Ist es anders machbar? Offenbar nicht. Und gerade Familienfeiern im In- aber vor allem auch im Ausland sind Ansteckungsorgien allererster Güte, das hat doch der Sommer gezeigt und das wird im Winter nicht besser.


Momvon3

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Ich bin mit die letzte hier im forum, die reisen verbieten will. Allerdings sehe ich im Zusammenhang mit corona und den ganzen zum Teil schon extremen Einschränkungen für viele, nicht, warum familienbesuche im Ausland gerade jetzt sein müssen. Bei uns hier in bw haben tatsächlich viele mit migrationshintergrund, welche in den Sommerferien "daheim" waren, corona mitgebracht. Das ist völlig wertungsfrei eine Tatsache und ich sehe gerade nicht ein, warum meine Kinder (und alle anderen) nicht in den sportverein dürfen, heimatbesuche aber für notwendig erachtet werden. Das hat aber mit engstirnigkeit und Intoleranz nichts zu tun.


Ellert

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Antwort auf Beitrag von Momvon3

Reisen an sich ist ja nur dann kritisch wenn dort keine aha Regeln eingehalten werden Und in vielen Kulturkreisen und Großfamilien besuchen läuft das mit Küsschen und drücken Und dann verbreitet es sich halt Anders wenn Familie Müller im Ferienhaus einsam urlaubt und mit Maske einkaufen geht Das Enge und kuschelige ist gefährlich egal ob Polen Türkei Bayern oder Ostsee Wer reist und sich testen lässt muss aber auch die Woche abwarten sonst nutzt der ganze Test nichts und ist nur Alibi fürs gute Gewissen Wer weiß ob die Grenzen auf bleiben Weihnachten hin oder her


Marianna81

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Antwort auf Beitrag von Momvon3

so wichtig? Ohne kann man auch leben. Deine Kinder nehmen keine Schaden davon, wenn sie nicht hin können und zusammen mit anderen Sport draußen zu machen ist nicht verboten, auch ohne Verein.


Marianna81

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Antwort auf Beitrag von Ellert

und Familien freuen sich wieder zu sehen. Aber, es scheint hier zulande überbewertet zu sein.


Ellert

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Antwort auf Beitrag von Marianna81

Problem sind oft dann die schwachen und das Gewissen wenn wir er verstirbt deswegen Genau das hat bisher viele Fälle ausgelöst Menschenmassen und körperliche Nähe Ob bei Hochzeiten oder Kirchenrechts Man beten feiern und besuchen mit Abstand und Vorsicht Und nein man sieht es keinen An und es kann sich ein hiesiger es dort einschleppen und das Virus macht keinen Unterschied Inland Ausland Familie oder Fremde Solange das nicht in die Köpfe geht werden weiter unschuldige sterben und lockdowns verlängert werden


Momvon3

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Antwort auf Beitrag von Marianna81

Nein, zusammen mit einem anderen ist erlaubt, mehr nicht. Meine Kinder nehmen gewiss eher Schaden, wenn sie ihr geliebten Sportarten nicht ausüben dürfen als wenn sie ihre Verwandtschaft nicht abbusseln dürfen. Über das drück- und knutschalter sind sie drüber, zumindest was Familienangehörige betrifft. Aber auch diese Prioritäten darf gerne jede Familie oder sogar jedes Kind selbst setzen. Zumindest in meiner wunschvorstellung.


Maxikid

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Antwort auf Beitrag von Momvon3

meine Kinder haben zur Familie sowieso kaum Kontakt, daher ist ihnen der Verein auch sehr wichtig....mit Umfeld und allem. LG


DK-Ursel

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Antwort auf Beitrag von Ellert

Also, Ellert - egal wie man sonst zu dem Thema steht: "Und in vielen Kulturkreisen und Großfamilien besuchen läuft das mit Küsschen und drücken" Und das ist in unserem Kulturkreis soooo anders? wenn Du Deine Mutter, eine liebe Schwester oder Dein erw. Kind nach längerer Zeit wiedersiehst, drückst Du die nicht? Selbst hier im kühlen Norden (DK) war inzwischen die Küßchen-rechts-Küßche-links-Begrüßung angekommen,diese UImarmerei ging einem Menschen,der aus einer nicht so berührungssüchtigen Familie kommt und in einer ebensolchen lebt, gehörig auf den Senkel. Aber meine Töchter umarme ich auch ! Eine gute Bekannte wohnt hier im hohen Norden in dem berühmt-berüchtigten Nerzgebiet - zur Arbeit darf sie ihren Wohnort NOCh verlassen, ihren Sohn in Aarhus jetzt, wo sie gerade mal ein paar Resttage Urlaub hatte, mit fast denselben Zahlen nicht mehr besuchen???? Wir haben uns in der Tat mit Besuchen zurückgehalten, sowohl bei unseren Kidnern als auch bei alten Tanten. Mit dem Resultat, daß wir die eine jetzt beerdigen - die vereinsamte trotz Heim immer mehr und ist gegangen, bevor unsere Kinder oder wir sie noch einmal in den letzten Wochen besuchen konnten. Schön? Und die andere, die im Sommer ihr letztes ihrer 2 Kinder verloren hat, war weder zu dessen Beerdigung im Ausland noch konnten wir (ich bin quasi 3. Kind im Haus oder eher noch im Geiste gewesen) sie seitdem besuchen - das tut weh und ist mindestens für so ernst wie eine jetzige Coronaerkrankung. Ich glaube, man sollte mal wirklich à la Palmer die Verhältnismäßigkeit der maßnahmen untersuchen - da kann man an viele ein Fragezeichen setzen. Familienfeiern mit viel Umarmungen sind im Inland UND (und eben nicht vor allem! ) - Ausland gefährlich, ja. Da liegt es dann aber weniger an der Familienfeier als solcher, sondern am Verhalten einzelner - und ob sie sich im Alltag auch immer verantwortungsbewußt verhalten,sei dahingestellt, wieder im In- UND Ausland. Menschen kritisieren, die mit ihrer Verantwortung gegenüber sich und anderen fahrlässig umgehen, ist eine Sache. Menschen kritisieren,die ihre Zuneigung zur Familie nicht auf die im Haus nebenan begrenzen, begrenzen können, begrenzen wollen, ist eine andere. Ich sehe absolut ein, daß es für Familien schwer ist, wenn Vereine, Kultur und gar die Schulen/Betreuungseinrichtungen schließen müssen. Aber Entschudligung: Familien mit Kindern sind nicht die einzigen, die leiden - und andere leiden anders und dürfen dann auch versuchen, ihr Leiden zu mindern. Verantwortungsbewußt ist ein Familien Familienbesuch derzeit in HH, in Aarhus, in Spanien oder auch der Türkei sicher kaum gefährlicher als anderswo - Samsø mit 0 mal ausgenommen. Es ist genauso unfair, diese Familien in Acht und Bann zu legen wie es unfair ist, Familien mit Kindern die Schule oder den Sportverein anzukreiden. Jeder lebt in anderen Lebenssituationen, aber den Finger auf andere zeigen istsehr leicht - Pech nur: Da weisen immer 3 Finger zurück auf einen selbst. Und ehrlich, ein Einsiedlerleben ganz ohne Eurre Familie lebt Ihr mit Euren Schulkindern eben nicht. Viele getrennte Familien, vor allem deren Alte, aber sehr wohl. Gruß Ursel, DK


Maxikid

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Antwort auf Beitrag von DK-Ursel

in unseren Familien ist es nie üblich gewesen, sich zu umarmen etc. Weder bei mir noch in der Familie meines Mannes. Nein, bei uns nicht üblich. Egal zu welcher Gelegenheit. Liegt aber nicht daran, dass wir aus dem Norden stammen. LG


Maxikid

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Antwort auf Beitrag von Maxikid

Nachtrag: Deswegen, akzeptiere ich das aber trotzdem bei allen anderen Familien. Wollte ich noch gesagt haben. LG


Caot

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Antwort auf Beitrag von Ellert

hat aber mit einer Kirche, so große Halle und spitzem Turm plus Kreuz oder Wetterhahn, nichts zu tun. Das waren Wohnhäuser mit Palaver und Geschmause. Also eher Feier statt Gottesdienst.


Ellert

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Antwort auf Beitrag von Maxikid

Daher kann ich mitreden wie das abläuft - normalerweise- man besucht die Menschen die mal selten sieht einmal oder zweimal im Jahr und JEDER wird gedrückt und geknutscht da bist Du bei 250 Leuten über ne Woche gut dabei und in normalen Zeiten ist das auch total legitim. Würden wir jetzt Familienbesuche in der Art machen dann würde ich definitiv nicht jeden drücke und knutschen und genau das ist wa sich meine, man kann sich auch so sehen ohne diese "Enge" denn die ist wirklich unverantwortlich es ist doch kein Argument zu sagen dass man die Menschen selten sieht, darf man sie dann eher anstecken ? Das kann 5000 mal gutgehen aber beim 5001 mal passierts dagmar


Mitglied inaktiv

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Weil Du von Unschuldige, die sterben sprichst. Haben die, die ihre Sippschaft besuchen, dann schuld? Schuld hat der Virus.


Zwergenalarm

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„ Problem sind oft dann die schwachen und das Gewissen wenn wir er verstirbt deswegen“ Oh ich kann diese Moralkeule nicht mehr hören. Und das mit der Schuld auch nicht mehr. Es ist immer noch ein Virus!


Häsle

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Antwort auf Beitrag von Zwergenalarm

Ja. Und niemand zwingt die "Schwachen", sich mit der Familie zu treffen. Wir überlassen die Entscheidung den Großeltern.


Zwergenalarm

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Antwort auf Beitrag von Häsle

Wir auch......und allein lassen, wie im Frühling werd ich sie sicher nicht mehr, außer sie wollen das so.


Häsle

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Antwort auf Beitrag von Zwergenalarm

Ja, wir haben erst im Nachhinein gemerkt, wie schlimm das Kontaktverbot war. Das sind nicht nur irgendwelche Verwandte, die man an Feiertagen sehen muss. Sie gehören zu unserem Leben dazu. Und sie wollen es genau so.


DK-Ursel

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Antwort auf Beitrag von Ellert

kannst Du irgendwie schwerlich behaupten, die stehen Dir alle so nahe wie Vater, Mutter, Kinder, Gorßeltern, Deine Geschwister, Kinder oder ein bes. Onkel, eine bes. Tante, die im Leben ja manchmal wichtiger als die Eltern sind, jedenfalls phasenweise. Natürlich - und lies doch mal bitte, was andere, aber gerade eben vorher auch ich geschrieben hatt - ist verantwortungsvoller Umgang auch mit der Verwandtschaft, auch bei Verwandtenbesuchen wichtig. Man muß ganzs icher nicht alle 250 Menschen umarmen. Das gilt doch aber nicht nur fürs Ausland!! Das sind irgendwie zwei verschieden Paar Schuh, die für manchen praktisch in einen Pott geworfen werden. Und ich denke mit Grausen an meine Tante ebenso wie an die Schwiegermutter meiner Freundin, die - sogar bei der Grenze in Flensburg wohnend, womögich nicht einmal weihnachten mit ihrem einzigen Sohn und seiner Familie hier n DK feiern darf. Weil jemand meint, Auslandsreisen seien gefährlicher??????? Herr Müntefering hat Recht: Auch ein (fast) 80J. hat das Recht,selbst zu bestimmen,. mit wem er/sie wie zusammen ist. Und manchmal zählen das das Zusammensein mit der Familie, das Miteinander und dieGemeinsamkeit mehr als die verordnete Einsamkeit. Zumal man in hohem Alter eben eh damit rechnet, jedes Fest, jedes Wiedersehen kann das letzte sen. da ist es wohl einiges schwerer als Du Dir mit den 250 doch eher entfernteren Menschen vorstellen kannst, daß man sich monatelang nicht sieht - bei mir sind es jetzt 1 1/2 Jahre. Jaja, die Grenzen waren nicht immer zu, aber es muß dann eben manchmal auch mit Arbeit und Alltag und anderen Dingen, so ganz in der pflichtenlosen Luft leben auch Menschen im Ausland ja nicht. Gruß Ursel, DK


Siebi

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Das Virus verbreitet sich bekanntlich nicht von allein. Selbstverständlich gibt es Schuldige, darunter auch manch ein Sippschaftbesucher.


Zwergenalarm

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Antwort auf Beitrag von Siebi

Wenn du es unbedingt so sehen möchtest, dann fang doch bitte mit denen an, die in jedem Bauchgrimmen sofort den eigenen Todesfall vermuten und vorzugsweise an den WE oder nächtens die Notaufnahmen bemühen. Dazu zählst du die, denen schlichtweg langweilig ist, oder die die Geduld nicht aufzubringen bereit sind auf den nächsten regulären Arzttermin zu warten. Weiters jene Oldies, die gerne gerade an Feiertagen oder WE Richtung KH abgeschoben werden, weil die Betreuung gerade „unpraktisch“ ist. Diese ganzen genannten Gruppen zählen zu denen, die selbstverständlich das Gesamtpaket einFORDERN, und bei Nicht“Lieferung“ oder gar einem Fehler das zuständige, eh schon überarbeitete, Personal vor den Kadi zerren, weil das ihr Recht ist. Daraus resultiert ein wahnsinnig hoher bürokratischer Aufwand, weil alles und jedes bis ins kleinste Detail dokumentiert werden muss. Alles Zeit, die vom eigentlichen Ziel der Patientenversorgung abzuziehen ist. Abgesehen davon, dass auf diesem Weg alle möglichen Viren erst ins Zentrum des Geschehens transportiert werden. Also ja, wenn man unbedingt Schuldige braucht, dann würde ich bei denen anfangen.


Meyla

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Und wie genau beeindruckt man jetzt ein Virus mit Worten wie "Globalisierung? Bei mangelndem Verständnis für das Problem bringt einem "mehr Offenheit" überhaupt nichts ......


Melly-78

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Danke für eure bisherigen Antworten. Allerdings sehe ich - vernünftiges Verhalten vorausgesetzt - immer noch keinen Unterschied zwischen Deutschland und dem Ausland. @Meyla: das Virus interessieren eben keine Grenzen, daher ist diese Argumentation sehr engstirnig.


Momvon3

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Nicht nur engstirnig, sondern völlig idiotisch finde ich wegen Weihnachten die Familie unbedingt sehen zu müssen, in Kauf zu nehmen im Januar wieder alles dicht zu machen. Aber ich gebe dir recht, dass es dabei nicht auf Grenzen ankommt.


Gold-Locke

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Da sehe ich auch keinen Unterschied. Und genau aus diesem Grunde halten wir auch in Deutschland schon seit Monaten Abstand zu meinen Eltern und anderen Verwandten. Und ja, ich lasse meine Eltern, die in der Nachbarstadt leben, vorausssichtlich tatsächlich Weihnachten alleine. Auf deren ausdrücklichen Wunsch wohlbemerkt ! Von mir aus dürften sie sehr gerne zu uns kommen. Ihnen ist das als hochgradige Risikopatienten aber einfach selbst zu heikel. Ich finde das schade und bin traurig, kann das aber verstehen. Vielleicht werden wir einen gemeinsamen Weihnachtsspaziergang an der frischen Luft machen und uns danach leider trennen. Traurig, aber für ein Jahr machbar. Und ist es nicht auch für Menschen, die Verwandtschaft im Ausland haben möglich, auf Familienbesuche bis nächstes Jahr zu verzichten ? Liebe Grüße, Gold-Locke


Melly-78

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Antwort auf Beitrag von Momvon3

Es geht nicht vorrangig um Weihnachten, sondern natürlich um die Ferien. Wann sonst sollte man mit schulpflichtigen Kindern verreisen? Aber danke für deine Antwort(en)! ;-)


oktopus

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Wieso muss man denn immer verreisen?Wir verreisen normalerweise 1-2 mal im Jahr, dieses Jahr war es halt dann nur ein Mal. Geht auch, die Kinder haben noch keinen Schaden genommen.;-)


Melly-78

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Antwort auf Beitrag von oktopus

Verreisen = in unserem Fall: (Groß-) Eltern besuchen. Du hast es immer noch nicht verstanden, oder? Oder gehörst du auch zu denjenigen, die ihre engste Familie/ Eltern die nächsten Monate (bis Corona "vorbei" ist) alleine lassen? Ach nee, warte: das Problem war ja nur, falls sie jenseits irgendeiner Landesgrenze wohnen. Da kann ich nur sagen: die armen Eltern!!!


oktopus

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Unsere Eltern wohnen 800km weit weg, diese Besuche subsumieren wir nicht unter "verreisen". Aber ja, wir haben sie dieses Jahr noch nicht besucht, weil sie zur Risikogruppe gehören und derzeit keinen Besuch empfangen, außerdem sind an ihrem Wohnort die Coronazahlen noch höher als bei uns. Sie sind im Übrigen volljährig und auch nicht "alleine", weil sie zu zweit sind. Die -in diesem Fall nicht vorhandene - Landesgrenze spielt hierbei keine Rolle, warum sollte sie? Willst Du mir Fremdenfeindlichkeit unterstellen?


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Naja es ist nunmal so, dass die in Deinem Zitat genannten Orte dafür bekannt sind, dass eng und kuschelig gefeiert wird. Es herrscht dort eine andere Kultur, auch werden die Vorgaben oft belächelt und nicht eingehalten. Dann sind die Familienverbindungen größer und enger - welcher typisch Deutsche trifft sich schon mit zig Cousins und Cousinenen, Brüder, Schwestern, Onkel, Tanten... das ist hier einfach nicht üblich bzw man hat auch schlichtweg weniger Geschwister. Familienurlaub in Japan oder in nordischen Staaten, wo es auch weniger Großfamien und keine 10 Bussis zur Begrüßung gibt, da sagt ja auch keiner was.


LeRoHe

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.. hat eine saubere, aufgeräumte und vorurteilsfreie Denkweise.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von LeRoHe

ja, absolut Vielleicht kenn auch aber einfach die falschen Südlander, Polen und Rumänen. Kroaten nicht zu vergessen.


Mitglied inaktiv

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ps: ich finde die Lebensweise super, hab aber selber typisch deutsche Verwandschaft. leider!


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von LeRoHe

Du bist Kroatin, oder?


Mitglied inaktiv

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ups... das wusste ich nichtmal. Hab es oben nur explizit erwähnt, da ich zwei gute kroatische Freunde habe, die in den Sommerferien bei ihren Familien waren. Und das ist definitiv anders gewesen, als wenn wir zu unserer Familie gehn. Abgesehen davon habe beide erzählt, dass sie froh waren, wieder dahrim zu sein, da im ganzen Umfeld in Kroatien keiner das Thema ernst nimmt. Ähnliches hör ich eben von auch aus erster Hand von anderen Südländern und Leuten aus dem Ostblock. Die Mentalität pragere ich gar nicht an, ist nur kein Zufall, dass so viele Reiserücklehrer positiv getestet wurden.


Mitglied inaktiv

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Ich bin mir auch nicht sicher, deshalb habe ich gefragt. Aber irgendwie habe ich das im Kopf, von vor vielen Jahren. Die gleichen Klagen (Uneinsichtigkeit/Verharmlosung durch ihre Landsleute) habe ich auch schon von Nordfranzosen gehört und Norditalienern gehört. Man kann es wirklich nicht über einen Kamm scheren. Ich habe eher den Eindruck: Je direkter Familien betroffen sind (oder Angehörige haben, um die man sich Sorgen machen muss), umso mehr Respekt hat man im Umgang mit der Pandemie, relativ unabhängig von der Nationalität. Meine marokkanische Kollegin, deren Mutter über 70 und herzkrank ist, hat sie auch seit 8 Monaten nicht mehr besucht (lebt in Paris).


Mitglied inaktiv

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Natürlich kann man nicht alle über einen Kamm scheren. Aber die ursprünglich genannten Länder sind nunmal in den Statistiken durch betroffene Reiserückkehrer aufgefallen. Ischgl in einem Atemzug ist vielleicht nicht ganz gerecht, damals war noch alles neu und unwirklich. Meine Kollege hat seine Familie in Indien. Die Mutter (Bangalore) hat auch seit März das Haus quasi nicht mehr verlassen. Der Bruder vor Ort bringt die Einkäufe, die anderen Geschwister, in der ganzen Welt verstreut, haben einen festen Telefonplan, jeder ruft täglich (!) bei der Mutter in Indien an, sodass die Frau täglich mindestens 2 h (4 Kinder) unterhalten wird. Das finde ich wirklich beeindruckend. Meine Schwester (Schweiz) ruft unsere Mutter, die auch nur noch wenig das Haus verlässt, vielleicht einmal im Monat an. Übrigens hör ich auch Geschichten aus der Schweiz und Österreich, dass hier einfach anders mit der Pandemie umgegangen wird, nicht so streng.... gut, die aktuellen Zahlen kommen eben auch nicht von ungefähr. Wobei wir selber trotz viel Vorsicht und ohne allzugroßes Familienkuscheln ja leider auch auf dem besten Weg sind, die Kontrolle zu verlieren.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

In aller Offenheit und mit Weitblick: Es hat nichts mit der Suche nach Sündenböcken zu tun, wenn man die Kurve durch Einschränkung von Auslandsreisen/Verwandtenbesuchen in Hochinzidenz-Gebiete nach unten drücken will. Denn eine Analyse der letzten Monate ergibt einfach, dass viele Reiserückkehrer aus Ländern mit höherer Inzidenz als Deutschland das Virus mitgebracht haben. siehe z.B.: https://www.idowa.de/inhalt.ein-grossteil-wohl-zum-heimaturlaub-landshut-alle-corona-infizierten-waren-in-balkan-laendern.ee9891cd-9e12-47f2-82ca-bbfbdcb25021.html Ähnlich wohl bei BMW in Dingolfing Gerade die, die auf Verwandtenbesuch im Ausland sind, dürften dort wohl auch kaum Abstand halten. Wenn man sich die Inzidenzkarte von Bayern anschaut, sieht man auch recht schön, wie die Landkreise an der Grenze zu Österreich und Tschechien (neben den Städten) als erstes in den gelben, roten und dunkelroten Bereich rutschen. Das ist ja kein Zufall: Die beiden Nachbarländer hatten schon einige Wochen vor Deutschland einen starken Inzidenzanstieg. Wenn man das als Fakt akzeptiert, ist es doch legitim, darüber nachzudenken, ob man nicht als eine Maßnahme tatsächlich die Aus- und Wiedereinreise in solche Gebiete mit viel höherer Inzidenz einschränken sollte. Etwas anders ist es, wenn die Inzidenz sich kaum unterscheidet. Aber wie das Weihnachten sein wird, weiß ja noch keiner.


Melly-78

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

...und was machen wir dann innerhalb D? Auch von LkR zu LKR schauen und den Besuch bei den Großeltern über Weihnachten im Falle einer hohen/ höheren Inzidenz verbieten/ verpönen/ in den Dreck ziehen? Und in den Grenzgebieten sind wohl kaum nur die bösen Familienbesuche schuld, hier gibt es nämlich auch viele Berufspendler. Nochmals: Dk Ursel hat das oben sehr schön beschrieben - es wird diesseits und jenseits irgendwelcher Landesgrenzen Menschen geben, die sich vernünftig verhalten und solche, die es eben nicht tun. Deswegen aber "alle, die nach Polen, Bulgarien, etc. fahren" für die steigenden Zahlen nach den Ferien verantwortlich zu machen, das finde ich grundlegend unfair und falsch. Die, die sich im Ausland nicht umsichtig verhalten, hätten das vermutlich auch in D nicht getan. Deshalb kann man die doch nicht alle wegsperren.


Jana287

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Huch, wer fordert denn, Leute wegzusperren? Hab ich was verpasst? Es geht doch nur darum, dass man dieses eine Jahr mal nicht wie immer feiert und seine Kontakte minimiert? Dass man auf den Skiurlaub verzichtet und auf die grosse Familienfeier? Und ja, es ist ein Unterschied, ob man nur die Kernfamilie trifft, verteilt auf mehrere Tage, oder ob es Flughafen-Flugzeug-Heimaturlaub-Grossfamilie und zurück sein muss. Aber Du kannst gern weiterhin behaupten, dass es Leute gibt die in die Türkei auf Familienurlaub fahren, und dann zu allen Familienmitgliedern Abstand halten, oder nur mit Maske und immer nur Max 2 Haushalte. Glaubst-Du-doch-selber-nicht.


Felica

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Es ist ein Unterschied ob man sich zu 10 trifft, das dürfte in den meisten Familien hier eher die Größenordnung sein, Lass es auch mal 20 Leute sein. Was schon eher seltener sein dürfte. Oder ob man da Feiern mit mehreren hundert Menschen abhält, eine Großfamilie nach der anderen abgeklappert wird so das man dann über wenige Tage verteilt mit 100 und mehr Menschen engen Kontakt hatte.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Für die Verbreitung sind - so hat es Herr Drosten mal im Podcast beschrieben - zwei Dinge essentiell: Erstens: Das Virus kommt wird durch aus einem Gebiet höherer Inzidenz in ein Gebiet mit niedriger oder Null-Inzidenz transferiert. (Z.B. Anfang Oktober war die Inzidenz in Tschechien mehr als 12x so hoch wie in Deutschland. Da ist im großen und kleinen Grenzverkehr sicher auch das eine oder andere Mal eine Infektion eingetragen worden) Zweitens: Durch Versammlungen mehrerer bis vieler Menschen auf einem Raum (Feiern, Arbeit, Schule, Restaurants ...) wird das Virus dann am "neuen" Ort weiterverbreitet. Letzteres versuchen wir durch den Lockdown light gerade einzudämmen. Das nutzt aber herzlich wenig, wenn dann - für den Fall, das es hier gelingt, in den von den Deutschen bevorzugt an Weihnachten angesteuerten Ländern aber nicht - eine große Menschen das Virus wieder in größerer Menge "hereintragen". Die Verwandtschaftsbesuche dürften da durchaus eine größere Gefahr darstellen als die Berufspendler, die bei den meisten Arbeitsplätzen inzwischen durchaus besser geschützt und von den Arbeitskollegen distanziert sind, als das bei weihnachtlichen Verwandtschaftstreffen zu erwarten ist. Und dass gerade die Verwandtschaftsbesuche in den Balkanländern eine große Menge an Infektionen eingetragen haben, ist eine relativ unbestrittene Tatsache. Das ist keine bösartige Unterstellung. Das Ansinnen, seine Eltern zu besuchen, kann man sicher verstehen. Aber man kann doch fragen, ob das wirklich in jeder Situation nötig ist. Eine Schulfreundin meiner Tochter hat türkische Wurzeln, eine andere albanische. Beide Familie haben diesen Sommer schweren Herzens auf den sonst alljährlichen stattfindenden Verwandschaftsbesuchsurlaub verzichtet. Darüber nachzudenken, ob das angesichts der familiären Situation nicht auch für einen selber möglich ist, kann man, denke ich, jedem zumuten. Und ja: Dieses Hinterfragen, ob die jeweilige Reise oder Veranstaltung in der jeweiligen Situation wirklich sinnvoll und verantwortbar ist, sehe ich auch bei großem Inzidenzunterschied innerhalb Deutschlands als wesentlich an.


Ellert

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

kann man das auch mit Vorsicht tun aber daran fehlt es eben oft...


oktopus

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Vielen Dank für diesen fundierten Beitrag. Ja, wir lassen unsere 800km weit entfernten Eltern an Weihnachten "allein". - zu deren Schutz, und sie dürfen das auch nicht "selbst entscheiden", weil wir entscheiden, wo wir hinfahren und wo nicht. Unsere Eltern sind erwachsen, wir sind es auch, da kann man es 1x ohne einander aushalten an den Feiertagen. Die aktuelle Situation gibt Reisen einfach nicht her, Familienbesuche und Familienfeiern haben im Sommer in unserem Landkreis die Infektionszahlen nachweislich in die Höhe getrieben. Ich möchte, dass meine Kinder auch nach den Weihnachtsferien noch in die Schule gehen und alte Leute in Heimen besucht werden können, ich wünsche den Restaurants und kulturellen Einrichtungen, dass sie wieder öffnen können und last but not least, dass dass Gesundheitssystem nicht überlastet wird. Ich finde es egoistisch, nicht einmal auf Weihnachten im größeren Kreis verzichten zu können. Und das Argument, dass man sich dann testen lässt, kann ich auch nicht mehr hören...hier gibt es nicht mal mehr Tests für alle Kontaktpersonen und Leute mit leichteren Symptomen, da muss man Prioritäten setzen.


Muts

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Für uns würde es bedeuten, uns vor der Fahrt nach Holland testen zu lassen, damit wir der Oma kein Corona ins Haus schleppen- wenn es dumm läuft, dann fangen wir uns auf der Raststätte unterwegs das Virus ein und bringen es doch mit. Und dann nach der Rückkehr wieder testen. Nun, die Kinder haben so lang Ferien, aber mein Mann und ich und die große Tochter eben nicht, das geht nicht auf und ich muss sagen, dass ich mit dem Geld, was ich für diese Tests dann ausgeben müsste wirklich sinnvolleres machen kann. Und ohne offene Hotels oder Ferienwohnungen müssten wir ja bei der Oma schlafen, schon das ist derzeit keine Option..... LG Muts


Felica

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Genau, und weil alle Urlauber sich immer super penibel an alle regeln halten, natürlich an die deutschen regeln auch im Ausland, dort auf keinem Falle Rudelkuscheln stattfindet und auch jeder auf jeden fall sich zig mal testen lässt und eh nach dem Urlaub freiwillig in Quarantäne geht, deshalb ist das alles erlogen das Urlauber die Zahlen immer wieder hoch schellen lassen. Und auf keinen Fall trinkt irgendein Urlauber Alkohol und schießt sich komplett ab, alle Urlauben in den einsamsten Berghütten und haben null Kontakt mir irgendwem. Es langt ein Urlauber und die komplette Familienfeier nach dem Urlaub wird zum Hotspot und von dort aus geht es weiter. Einer der sich eben nicht testen lässt und dann direkt am Tag nach dem Urlaub die Arbeitskollegen ansteckt. Ein einziger der mein sich beim Heimaturlaub ansteckt und dann die Patienten im Altenheim ansteckt. Wenn sich wirklich alle, immer und überall, an alle Empfehlungen halten würden, dann hätten wir nicht die Zahlen welche wir aktuell haben. Da ist es egal ob Urlaub, Arbeit, Familie usw. Die Zahlen steigen nur deshalb, weil sich die Leute eben nicht alle dran halten.


LeRoHe

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Nur der nordische Biodeutsche verhält sich korrekt. Alles was da so südlich in diesen komisch fremddialektbehafteten oder schon anderssprachigen Ländern südlich des Weißwurschtäquators fleucht... die sind halt zu dumm zu verstehen, dass die typisch nordische Gefühlskälte was feines ist. Gerade zu Coronazeiten kann man sich da oben selbst Urkunden, nein fette Pokale, verleihen.


tonib

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Antwort auf Beitrag von LeRoHe

Ich glaube, das Virus bewertet das nicht, das verbreitet sich einfach so gut es kann. Und das kann es in Schleswig-Holstein offenbar schlechter als in Offenbach.


ak

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Antwort auf Beitrag von tonib

Was sind das denn für Aussagen ? Weil man fliegt wird sicher das Virus nicht weiter verbreitet als es zu Hause passieren kann. Das Risiko ist halt nur höher... A.) im Flugzeug ( schon alleine da ) B.) Die Ausländer herzen und küssen sich doch mehr als wir Deutschen... das ist ja nun mal Fakt... und die Kinder werden auch rumgereicht , gestreichelt, etc. B ist vielleicht ein Vorurteil von mir.... aber bis jetzt kenne ich das nur so, dass es anders als bei uns Deutschen zugeht. Und ich glaube auch....man muss sich daran halten egal ob man in Dtschl. oder im Ausland ist. Und die feiern gerne und ganz anders als wir. Das ist doch auch Fakt. Weshalb regst Du Dich denn über Tatsachen auf ??? Verstehe ich nicht so ganz. Wir sollten dieses Jahr halt alles minimieren.... so schwer es uns auch fällt. Und ja.... ich umarme auch nicht mehr jeden.... es sei denn, es ist ein trauriges Ereignis und dann ergibt sich das ganz spontan. Aber wirklich nur spontan. Wie auf der Beerdigung meiner Tante. Ansonsten umarme ich nur noch meinen Mann und meinen Sohn.... und eventuell noch meinen Vater ...... diesen aber nur in einer Ausnahmesituation. Das war es.... so schwer es mir manchmal auch fällt. Denn soll ich meinen Vater eventuell anstecken und dann damit leben falls ich ihn infizieren sollte ???? Nein..... dann lieber Abstand und trotzdem kann man herzlich sein. Das geht mittlerweile ganz gut.... selbst beim Gratulieren von Freunden , Bekannten, FAmilien und Kollegen. Wenn Du das alles beherzigst kannst Du ruhig nach Polen , Bulgarien, etc. fahren..... Aber ehrlich ( Achtung Vorurteil ).... das nehme ich Dir nicht ab:-))))


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von LeRoHe

Man kann einfach mal die Grenzlänge von Bayern zu Tschechien und Österreich, die zu bestimmten Zeiten eine wesentlich höhere Inzidenz hatten und aus denen viele Infektionen eingetragen wurden (mehr als die Hälfte der gesamten Grenzlänge), mit der Grenzlänge von Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen oder Schleswig-Holstein vergleichen, die weitgehend innerdeutsche Grenzlinien haben oder ans Meer grenzen. Dann hat man eine recht einleuchtende Erklärung jenseits von norddeutscher Gefühlskälte, warum Bayern stärker betroffen ist als die drei genannten nordischen Bundesländer.


bellis123

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Es ist ein großer Unterschied, ob man z.B. innerhalb von Deutschland seine Eltern an Weihnachten besucht. Oder ob man dafür ins Ausland reist (was in der Regel weiter weg ist und man seltener dort ist) und dann in den allermeisten Fällen sicherlich nicht nur 1-2 Haushalte besucht sondern der ganzen Sippe einen Besuch abstattet wenn man schon mal da ist. Es mag Ausnahmen geben, aber im Regelfall dürfte das so sein.


Melly-78

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Antwort auf Beitrag von bellis123

Ähm, nein, ich besuche dort nicht eine riesige Sippe (Vorurteil?), sondern nur meine engste Familie. Darum sage ich ja: Man kann einfach nicht pauschal behaupten, dass jeder, der ins Ausland fährt, die Zahlen nach oben treibt.


bellis123

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Das war überhaupt nicht auf dich bezogen. Wobei mich trotzdem interessieren würde wieviele Personen/Haushalte du zu deiner "engsten Familie" zählst. Es klingt jedenfalls nicht nur nach den Eltern. Das hat auch nichts mit Vorurteil zu tun. Es ist doch ganz normal dass es verlockender ist, Familie und Freunde zu treffen die man vielleicht nur 1x im Jahr oder noch seltener sieht, als wenn man häufiger die (theoretische) Gelegenheit hat.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

du hast einfach einen riesenfehler gemacht, nämlich Verwandtschaft im Ausland zu haben!


Häsle

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Meine Sippschaft im Ausland (mit Einreiseverbot) ist kleiner als die Sippschaft in Bayern. Die bayerische Sippschaft werde ich zu Weihnachten sehen (genauso wie jedes Wochenende). Und wir werden uns umarmen, obwohl die ursprünglichen Wurzeln norwegisch und schottisch sind. Naja, München gilt ja als nördlichste Stadt Italiens. Wahrscheinlich liegt's daran... Dafür gehen wir weder auf Partys noch in Gottesdienste oder ins Fitnessstudio. Da haben wir ein paar Kontakte gut. Leute, die ihre Eltern und Geschwister nicht lieben oder mögen, halten ja sogar gerne Abstand zu ihnen, wie man im Weihnachtsforum schon immer lesen kann.


Melly-78

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Erstmal danke für all eure Antworten! So richtig konnte mir aber keiner sagen, warum ein Familienbesuch im Ausland gepaart mit vernünftigem, umsichtigem Verhalten per se verteufelt wird. Wobei sich ja "kuestenkind" leider gar nicht zu Wort gemeldet hat. Alle, die nach Polen etc. fahren, pauschal als Treiber von Corona zu bezeichnen, finde ich jedenfalls total unter der Gürtellinie. Ich wünsche allen, dass sie im Kreise ihrer Familien ein schönes Weihnachtsfest bzw. ganz allgemein schöne Weihnachtsferien/ ein paar freie Tage verbringen können. Egal ob mit riesiger "ausländischer" Sippe oder mit der deutschen Durchschnittsfamilie mit 5-10 Personen.


Zwergenalarm

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Das wünsche ich dir auch


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

ich wünsche dir das auch!!! und was das 68er küstenkind betrifft, mach dir keine Gedanken, die neidet opensightly alles was mit Ausland zu tun hat. hatte schon einen reizenden austausch im reiseforum mit ihr. wenn es ans eingemachte geht, ist sie speechless…..


Ruto

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Nicht ärgern, sondern wie alle anderen auch die Liebsten besuchen :) Wo sie wohnen ist völlig egal.


kuestenkind68

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Ach kravallie, klar dass du dich da nochmal meldest... Sei versichert, ich bin auf dich garantiert nicht neidisch. Solche Reisen könnten wir auch mehrmals im Jahr machen. Aber weißt du was? Wir verzichten darauf. Freiwillig. Um uns und andere zu schützen. Stellen unseren Egoismus nicht an erste Stelle. Das kann halt nicht jeder. Und ich habe auch keine Lust, meinen Urlaub mit solchen Leuten zu verbringen. Reise du halt weiter und verbreite das Virus schön, wenn es dir Spaß macht. Aber jammer dann bitte nicht hinterher darüber, dass es dann plötzlich irgendwelche Einschränkungen gibt.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von kuestenkind68

Das geht dir nicht in den kopf, dass zumindest meine reisen für gar keine verbreitung sorgen! Wir sind äusserst gesund, nicht mal ein schnüpfchen. Ich jammere auch nicht, ich kann es eh nicht ändern, was kommt. Und sei versichert: ich plane schon für januar Kannst dich jetzt schon mal vor-echauffieren!


oktopus

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Woher willst Du wissen, ob Du nicht schon symptomlos infiziert warst?


Melly-78

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Antwort auf Beitrag von oktopus

Woher willst du denn wissen, ob du nicht gerade jetzt im Moment symptomlos infiziert bist? Du solltest dich die nächsten Monate besser einsperren!!


Melly-78

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Antwort auf Beitrag von kuestenkind68

Bravo! Dann kannst du dir für deinen unvergleichlichen, übermenschlichen Verzicht gleich morgen die Medaille abholen


oktopus

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Stimmt, dass weiss ich nicht. Aber ich habe meine Kontakte reduziert, halte Abstand und reise nicht in der Weltgeschichte rum. Ausserdem habe ich auch nicht behauptet, auf keinen Fall infektiös zu sein.


Ruto

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Hier wurde ja eine Diskussion mit interessanten Thesen losgetreten. Also, um dem ganzen Ausländerbashing was entgegen zu setzen: Ich kenne einige Leute mit Corona (seit März) und wer es höchst wahrscheinlich aus dem Urlaub importierte, war traditionell kartoffeldeutsch im Skiurlaub auf Apres Ski Feiern oder dicht gedrängt am Strand. Da muss man also wirklich nicht die Leute verteufeln, die ihre Familien besuchen. Zwar keine Statistik, aber von den Leuten, die ihre Familien im EU Ausland besucht haben (Slowakei, Österreich) hatte niemand Corona in meinem Freundeskreis. Wie immer liegt es doch am Verhalten der Leute, wie weit sie sich im Allgemeinen an die Abstandregeln usw halten, und meine Güte, auch wie sie Urlaub verbringen (während der Fahrradtour durch den slowenischen Nationalpark ist es sicherlich unwahrscheinlicher sich anzustecken als beim Samstagshopping am Münchner Marienplatz). Sehe es ganz genauso: Etwas differenzierter, mit weniger wüsten Anschuldigungen wäre mehr als angebracht.


Momvon3

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Antwort auf Beitrag von Ruto

Wen du so kennst... meinst du das ist repräsentativ für alle in Deutschland lebenden Menschen mit und ohne migrationshintergrund?


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Ruto

Das hat nichts mit Ausländer-Bashing zu tun, das sind die ungerechten Fakten der Ansteckungsgeschichte: Es war halt so, dass im August einige Balkan-Länder, aus denen viele hier lebende Menschen kommen, eine ziemlich hohe Inzidenz hatten, während in Deutschland die Inzidenz noch sehr niedrig war. Die Zahlen zeigen, dass zu diesem Zeitpunkt die Reise z.B. in den Kosovo deshalb eben doch um einiges riskanter in Bezug auf Corona-Ansteckung war als die Shoppingtour am Marienplatz: Von ca. 20.000 in Deutschland im August positiv Getesteten waren über 2500 Kosovo-Rückkehrer (ähnlich wie im Februar/März, als sich die Skiurlauber in Österreich und Südtirol das Virus geholt haben und dann nach der Rückreise in Bayern und anderswo verteilt haben). Wir wissen jetzt nicht, wie die Lage in den unterschiedlichen (Bundes-)Ländern an Weihnachten sein wird. Falls es aber größere Unterschiede in der Inzidenz geben sollte, dürfte die Reise aus einem Niedrig-Inzidenz-/-Land in ein Hoch-Inzidenz-Gebiet/-Land zum Verwandtschaftsbesuch die Epidemie wieder neu befeuern und damit die vorherigen Bemühungen der Eindämmung zum Teil zunichte machen.


kuestenkind68

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Antwort auf Beitrag von Melly-78

Ups, kaum bin ich mal 2 Tage nicht online, dann gleich so eine Diskussion... Aber ich habe dem nichts hinzuzufügen, ich habe das sicher etwas überspitzt formuliert, damit es wirkt (und hat es offensichtlich ja auch ;). Ansonsten, stehe ich dazu, ich halte momentan Flugreisen für unverantwortlich, Kreuzfahrten sowieso , und Familientreffen in Großfamilien auch. Ja, das ist alles nicht schön und ja, das schmerzt, seine Familie nicht sehen zu können. Aber kann man nicht wirklich einmal darauf verzichten? Wie es viele andere, rücksichtsvolle und vernünftige Menschen auch tun? Nein, ist sicherlich zuviel verlangt, mal auf andere Rücksicht zu nehmen. Aber wenn sich keiner an die Regeln hält, dann hätten wir den ganzen Lockdown sein lassen können. Wir nehmen hier mit viel Aufwand all die Einschränkungen auf uns und dann kommt wieder eine Gruppe von unbelehrbaren und macht das alles zunichte. Das nervt extrem.


Melly-78

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Antwort auf Beitrag von kuestenkind68

Ich habe nirgends geschrieben, dass ich eine Großfamilie habe. Das würde ich dann unter "Vorurteile" verbuchen, okay? Du bist genervt von Menschen, die ihre engste Familie im bösen Ausland besuchen und wo bzgl. Corona dank rücksichtsvollem Verhalten nix, genau gar nix passiert? Nur weil du dir das verbietest/ nicht gönnst, bist du offenbar etwas neidisch. Aber mein Post scheint ja bei dir ebenso seine Wirkung erzielt zu haben, wenn du so abgehst. Das freut mich aufrichtig