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Kontaktsperren haben kaum Auswirkungen

Thema: Kontaktsperren haben kaum Auswirkungen

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Neue-RKI-Corona-Fall-Studie-Einfluss-der-Kontaktsperre-eher-maessig-4702096.html "Die Vorabversion der Studie zeigte so beispielsweise, dass die Kontaktsperrmaßnahme vom 23. März offenbar so gut wie gar keine Auswirkungen auf den Verlauf der Fallzahlen gehabt hat. Im aktuellen Update, das in dem heutigen Situationsbericht veröffentlicht werden wird und das heise online vorab zur Verfügung steht, sieht man nur einen mäßigen Effekt auf die Fallzahlen." Und Schweden hat mit seinem lockeren Handling eine ähnliche Verlaufskurve bei den Fallzahlen wie die ganze Welt. Hm, was sagt uns das? https://www.youtube.com/watch?v=10d6-GdAYM4 Ist ja dann logisch, dass man nicht so schnell lockern kann Na, meine Kinder freuts. Schule ab irgendwann Mitte bis Ende Mai. Ob dann auch der verbleibende Schulstoff entsprechend reduziert wird?

von ursel am 15.04.2020, 22:22



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Ich habe heute gelesen, dass v. a. die Schulschliessung effektiv ist. Ich habe aber schon viel Unterschiedliches gelesen. Schweden mit seiner hohen Sterblichkeit ist irgendwie kein gutes Beispiel. Die Kontaktsperre ist mir übrigens völlig egal, aber das sehen andere sicher anders. Die Firma in der ich arbeite, hat enorme Probleme, weil unser Haupgebiet in China, Frankreich und Italien liegt, da koennten sie hier alles erlauben, wir haetten trotzdem Probleme wegen Corona.

von Finale am 15.04.2020, 22:38



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Warum sollten Schulschließungen effektiv sein, hatte Schweden welche? Und warum ist Schweden kein gutes Beispiel wegen der Todeszahlen. Die Kurve sagt was andres aus. Und das bei denen die Kurve ebenso wieder fällt wie bei uns. Dir mag die Kontaktsperre egal sein. Für andere ist sie ziemlich schlimm. Solche Kontaktsperren führen zu vermehrten Suiziden, häusliche Gewalt, Vereinsamung, Depression, vom wirtschaftlichen Standpunkt ganz zu schweigen. Global gesehen verhungern dadurch die Menschen in Indien und Pakistan, Bei uns trifft es sicher auch viele ziemlich krass. Es ist doch dann die Frage, wie lange die Politiker das noch aufrecht erhalten können. Alles jenseits von Logik. Denn so wie es aussieht, wird es keine zweite Welle geben.

von ursel am 15.04.2020, 22:59



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Schweden hat eine Sterberate von ca. 10 Prozent, mittlerweile sind die Pflegeheime massiv betroffen. Was würdest du Länder wie Indien denn empfehlen? Dort wurden die Maßnahmen ja auch verlängert. Oder was würdest du Großbritannien empfehlen? Die haben ja auch sehr spaet gehandelt.

von Finale am 15.04.2020, 23:51



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Schweden glaub ich testet gar nicht viel. Insofern, ist es wirklich jeder 10.? Ich würde gar nix empfehlen. Es gibt aber genug Experten, die sagen, wie bei ihnen die Lösung aussehen würde, wie sie dieses Virus einschätzen, dass es eben nicht soo gefährlich ist wie Influenza und wie der beste Weg wäre. Diese Leute übernehmen Verantwortung für Ihre Aussagen und werden dennoch nicht gehört. Und am Ende könnte es so aussehen, dass sie Recht haben. Der Virus entpuppt sich nicht als dermaßen tödlich, eine schnelle Herdenimmunität hätts vielleicht auch getan. Aber die wirtschaftlichen Folgen sind nun so scheixxe, dass daran noch viel mehr Menkschen krepieren. Das hätte nicht sein müssen. Die Frage ist dann: um was geht es wirklich. Wer profitiert? Um diese Frage geht es meisten. Wir werden sehen.

von ursel am 16.04.2020, 00:25



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Selbst wenn die Todesrate ähnlich wäre. Gegen Grippe ist ein Gutteil der Bevölkerung immun bzw. weniger anfällig (im Vorjahr erkrankt oder eben saisonal geimpft). Dementsprechend können sich Influenzaviren schlechter ausbreiten als Corona, weil Corona auf eine jungfräuliche Bevölkerung trifft. Grippeviren sind temperatursensitiv. Das hatten ja auch alle bei SARS-Cov2 gehofft, ich auch. Ich hab noch beim Essen mit Freundinnen gesessen und wir haben auch gedacht, Sommer ist Coronapause und im Oktober gibt es ne Impfung. Ja scheiße, ist aber nicht so. Kein Mensch, auch kein Politiker will einen Lockdown. Di Alternative ist, eine ganze Generation an Pflegekröften und Ärzten zu traumatisieren wie in Italien und Spanien, die sich in kriegsähnlichen Verhälnissen wiederfinden und eine geschätzt mind. 10fach höhere Todesrate in Kauf zu nehmen, weil uns die Plötze zum Beatmen ausgehen, wenn alle auf einmal krank werden.

von emilie.d. am 16.04.2020, 00:57



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Aber China kommt doch? Wir haben eher das umgekehrte Problem, China schreit nach Teilen, weil überall die Produktion wieder auf Hochtouren läuft und wir nicht genug aus Europa raus bekommen.

von Korya am 16.04.2020, 01:32



Antwort auf Beitrag von ursel

Hej Namensvetterin! Wenn Du andere Länder miteinander vergleichst, dann mußt Du immer nachschauen, wie deren Statistiken zustande kommen. Wenn man z.B. weiß, daß Schweden ALLE jemals intensiv-behandelten Corona-Kranken in der laufenden Statistik zählt, also die, die da jetzt liegen plus die, wieder raus sind, tot opder lebendig, und weiß, daß DK NUR die, die aktuell dort liegen, in derselben Zahl angibt, dann kanndt Du nicht vergleichen!!! So ist das auch such mit Dtld. umd Schweden. Wenn die eine sehr hohe Todesrate haben, mußt Du fragen: Hoch - worauf berechnet? Auf die Infizierten? Auf die Getesteten? auf die ganze Bevölkerung? Wenn die eine hohe Infiziertenzahl haben, gilt dasselbe - also, so 1:2 funktioniert nicht. Der Virologe (=), dem ich gerade mit halbem Ohr im ZDf zuhörte, hat sicher TRecht: Man müßte vom rein gesundheitlichen Standpunkt alles total dirchmachen und dicht halten. ER meint nun auch, die sachten Lockerungen tragen nicht zur Rettung der Wirtschaft bei, weil man eben viel zu lange mit angezogener Handbremse fährt. Ich sage: Nun ja, stimmt. Nur: Wenn man alles monatelang - bis das Virus "tot" ist, bis ein Imfpstoff da ist, bis ??? - alles schließt, kann man den Patienten Wirtschaft etc. aber auch niciht mehr wiederbeleben,der ist dann auch ziemlich tot. Zum andern gibt es eben auch noch die anderen Aspekte NEBEN Gesundheit und Wirtschaft: Bildung, Gesundheitssystem (das nicht mehr für "normale" Erkrankungen da sein kann/da ist), etc. Und da hatte Laschet eben Recht: es gibt keine gute Lösung, sie ist immerm it risiken vernbunden - aber nicht aufmachen eben auch! Man sieht, so einfach ist das alles nicht. Gruß Ursel, DK

von DK-Ursel am 15.04.2020, 22:53



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Ursel, ich gehe jetzt mal davon aus,dass die Statistiken und den gleichen Vorraussetzungen verglichen wurden, sonst wäre es wohl etwas verzerrt.

von ursel am 15.04.2020, 23:02



Antwort auf Beitrag von ursel

Und Dir mal die Prädikationsintervalle in den Abbildungen angeschaut? Nichts Genaues weiß man nicht. Wir testen viel zu wenig, eigentlich müssten seit Wochen überall Tausende repräsentative Stichproben quer durch alle Alterschichten getestet werden. Geht nicht, weil nicht mal Menschen mit Symptomen überall aktuell zeitnah getestet werden können. 7 Tage warten wir hier aktuell. Insofern, die KH werden aktuell bis auf wenige Ausnahmen nicht überrollt. Die, die überrollt werden, können kranke Patienten in andere Kliniken auslagern und müssen nicht selektieren, wer leben darf und wer nicht. Unsere Politiker möchten verständlicherweise wissen, welche Maßnahme wieviel dazu beigetragen hat, damit sie informiert entscheiden können, was man lockern kann und was eben nicht. Aktuell kann so eine einfache Formel aber niemand bieten. Am Ende bleibt es bei einem educated guess. Aus der ganzen unsicheren Datenlage zu folgern, dass Ausgangssperren keinen Effekt hatten, ist ziemlich gewagt.

von emilie.d. am 15.04.2020, 23:03



Antwort auf Beitrag von emilie.d.

emilie: Es heißt immer, es wären genug Kapazitäten frei. Im Krankenhaus in Weiden wurde mindestens ein Patient einfach vom Beatmungsgerät genommen und ein anderer drangehängt. Das wurde sogar im Fernsehen gezeigt (Patient Nr. 15). Da frage ich mich dann schon, warum nicht ein "neuer" Patient in eine andere Klinik verlagert wurde, wenn wir doch genügend Beatmungsgeräte frei haben, oder werden die Patienten einfach immer nach einer bestimmten Zeit abgestöpselt, wenn der Erfolg nicht entsprechend eintritt? Der Patient bekam weiter die Schmerzmittel ..., die er vorher schon bekommen hatte, aber das Beatmungsgerät wurde entfernt, damit er starb.

von Mehtab am 15.04.2020, 23:19



Antwort auf Beitrag von Mehtab

Das habe ich im TV gesehen. Allerdings hatte ich es so verstanden, dass es keine Hoffnung mehr für ihn gab. Das Beatmungsgerät wurde aus medizinischen Gründen abgeschaltet. Nicht aus logistischen Gründen

von KKM am 15.04.2020, 23:56



Antwort auf Beitrag von Mehtab

Patient sei schon tot gewesen, hätte nur so ausgesehen im Film. Ist aber nur Hörensagen, mit hat ne Bekannte erzählt, dass auch in Weiden noch nicht triagiert werden muss. Aber wie gesagt, kann falsch sein. Mit Triagekriterien an sich kenne ich mich nicht aus. So einfach lebenserhaltende Maßnahmen abstellen kann man im Normalfall nicht. Entweder braucht es eine Patientenverfügung oder eben Angehörige, die das mitentscheiden.

von emilie.d. am 16.04.2020, 00:11



Antwort auf Beitrag von KKM

So habe ich es auch verstanden und dann kam der Opa, der die Beatmung überlebt hatte. Das als Zeichen, das es auch Sinn macht zu besten und das Leute gerettet werden können. Ich glaube, das Patient 15 einfach keine Chance mehr hatte. Und ich denke, das man in einem Krankenhaus sehen kann, ob die Blutwerte auf ein multiples Organversagen hindeuten oder nicht. Wenn der Sterbeprozess ins Laufen kommt, dann läuft er und das sollte bei sehr betagten Menschen auch akzeptiert werden.

Mitglied inaktiv - 16.04.2020, 06:39



Antwort auf Beitrag von Mehtab

Hallo, in Weiden wurde der Patient nicht abgehängt um Platz für einen anderen Patienten zu machen. Der Patient war bereits tot, nachzulesen unter: https://www.onetz.de/oberpfalz/weiden-oberpfalz/corona-klinikum-weiden-ard-bericht-nur-gut-gemeint-id3009513.html Glaubt jemand allen Ernstes es würde bei x freien Intensivbetten via ARD gezeigt, wie ein Patient "Platz" machen muss. VG Goldbear

von Goldbear am 16.04.2020, 06:43



Antwort auf Beitrag von Goldbear

Na ja, ich war offensichtlich nicht die Einzige, die das so verstanden hat. Ich weiß nicht, was sie von dem, was der Arzt gesagt hat, weggelassen haben, aber nachdem sie berichteten, welche Medikamente nach dem Abschalten des Beatmungsgerätes noch weiterhin gegeben werden, sah es für mich so aus, als ob Patient 15 noch leben würde, weiterhin seine Schmerzmittel ... erhalten und nur vom Beatmungsgerät genommen würde.

von Mehtab am 16.04.2020, 18:13



Antwort auf Beitrag von ursel

...du hast aber schon den Teil gelesen, dass Schulschließung, Verbot von Großveranstaltungen und freiwilliges Zuhausebleiben einen großen Einfluss hatte und im Vergleich dazu dann das Kontaktverbot eher geringen? Viele Grüße, Mauki

von Mauki2007 am 15.04.2020, 23:24



Antwort auf Beitrag von Mauki2007

weil es komischerweise nicht zu dem passt, was dieser Kurvenvergleich aussagt. Denn dem gegenüber steht immer noch die Frage im Raum, weshalb der schwedische Weg ganz, ganz ähnlichen Kurven hat wie der Rest der Welt. Das ist die Frage überhaupt. Hätten wir den Shutdown überhaupt gebraucht? Und Dänemark öffnet ja nun die Schulen wieder, Schwedens Schulen hatten nie geschlosssehen,. Wir werden sehen, wie es sich entwickelt. Und vielleicht finden dann solche Experten mal Gehör, die bisher von den Staatsmedien leider ziemlich geschnitten wurden.

von ursel am 16.04.2020, 00:11



Antwort auf Beitrag von ursel

Die Kurven sind nicht aussagekräftig. Nicht für ein Land und schon gar nicht im Ländervergleich. Selbst bei sowas im Vergeich zu Corona Simplen wie Influenza haben wir z.B. Jahre, wo Wunder oh Wunder scheinbar niemand in Deutschland an Grippe stirbt. Das liegt nicht daran, dass niemand daran stirbt, sondern dass sich aufgrund der niedrigen Fallzahlen das nicht schätzen lässt. Menschen, die an Lungenentzündungen sterben, werden nicht prinzipiell drauf getestet. Wieviele an Corona sterben oder erkranken, wissen wir nicht. Wir scheinen in Deutschland vergleichsweise viel zu testen, weil unsere Todesrate recht niedrig ist, 0,25 Prozent oder sowas. Vielleicht testen wir aber auch Tote einfach zu wenig. Schweden hat 23 Bewohner pro km2, Deutschland 232. Was für Schweden funktioniert (so es funktioniert, bei denen geht es jetzt ja grad erst richtig los, ich hatte letzte Woche mal in dagensnyheter geguckt und das klang alles zuemlich panisch und nach Ausfangssperre), muss für Deutschlabd nicht funktionieren.

von emilie.d. am 16.04.2020, 00:26



Antwort auf Beitrag von Mauki2007

Staatsmedien? Ich dachte immer, du lebst in Deutschland?

von Korya am 16.04.2020, 01:37



Antwort auf Beitrag von ursel

Du verlinkst auf einen Artikel, zitierst einen Satz daraus, lässt aber einen wesentlichen Teil des Ergebnisses weg, weil er Deiner Meinung nach nicht zu der gezeigten Grafik passt?

von Mauki2007 am 16.04.2020, 06:19



Antwort auf Beitrag von ursel

"Nach Meinung anderer Experten sind es womöglich auch besondere demografische Faktoren in Schweden, welche den Verlauf der Epidemie positiv beeinflusst haben könnten. So sind etwa mehr als die Hälfte der Haushalte in Schweden Ein-Personen-Haushalte. Auch ist die Bevölkerungsdichte in dem skandinavischen Land viel niedriger als etwa in den Niederlanden und Großbritannien, die es beide anfangs auch ohne strenge Eindämmungsmaßnahmen probiert hatten. Ein Virus verbreitet sich einfacher in dicht besiedelten Gegenden. Auch das würde dafür sprechen, dass das schwedische Modell nicht ohne weiteres auf andere Länder übertragbar ist." Quelle: https://amp.n-tv.de/panorama/Hat-Schweden-am-Ende-recht-gehabt-article21716911.html

von miaandme am 16.04.2020, 00:22



Antwort auf Beitrag von miaandme

Sicher, dennoch haben sich die Leute getroffen und gingen zur Schule in Schweden, also passt es auch wieder nicht. Ich fand gerade die Einschätzung des früheren New Yorker Epidemiologen Prof. Dr. Wittkowski, der sich vehement für das Beibehalten des öffentlichen Lebens, wohl auch in New York, und die damit verbundene schnelle Herdenimmunität aussprach. sehr sehr bemerkenswert. Ich hatte das Interview schon mal verlinkt. Ich denke der Mann weiß wovon er spricht und er profitiert nicht finanziell in irgendeiner Form, dass er das sagt. Im Gegensatz zu anderen.

von ursel am 16.04.2020, 00:35



Antwort auf Beitrag von ursel

https://www.google.com/amp/s/www.heise.de/amp/tp/features/Das-schwedische-Experiment-scheint-schief-zu-gehen-4696707.html Ich verlinke den Artikel nur, weil der Artikel, den Du verlinkt hattest, auch auf heise.de erschienen war. Es ist möglich, dass Schweden einigermaßen gut durch die Krise kommt, aktuell mit weniger resteiktiven Maßnahmen wie wir. Ob das so sein wird, weiß noch niemand, auch der Anders Wallensten nicht, ähnlich wie 'unser' Drosten auch nicht. So oder so, ob sich das Modell auf Deutsvhland übertragen ließe, kann halt wirklich niemand sagen. Selbst wenn man schon wüsste, wie es in Schweden ausgehen wird. Sie scheinen ja eher nachzujustieren.

von emilie.d. am 16.04.2020, 00:43



Antwort auf Beitrag von emilie.d.

der Artikel ist vom 03.04.20. also nicht mehr sooo aktuell. Klar wissen wir nicht genau, wie es ausgehen wird, aber es deutet sehr darauf hin, dass Corona abebbt und die Lage sich ja jetzt schon ziemlich entspannt. Dieses Hochhalten an Reglementierung, die Angstmacherei und Panikmache, die Einschränkung meiner Freiheitsrechte steht für mich in keinem logischen Zusammenhang mehr mit den Coronaauswirkungen. Der Bill darf sich und seine Familie gerne selber spritzen. Aber es geht ja das Gerücht, seine Kinder seien nicht geimpft. Wer weiss, vielleicht stimmts.

von ursel am 16.04.2020, 00:57



Antwort auf Beitrag von ursel

Vielleicht kann DK Ursel nochmal auf dagensnyheter.se nachlesen. Ich verstehe den Artikel so, dass man vorsichtig positiv sei, aber nichts sicher wisse. https://www.dn.se/nyheter/sverige/folkhalsomyndigheten-ar-forsiktigt-positiv/ Und wie gesagt, selbst wenn, Schweden ist nicht Deutschland. Das fängt schon damit an, dass Schweden kulturell besingt automatisch mehr Abstand einhalten als Deutsche. Mal abgesehen davon, dass sie weniger beengt leben als wir.

von emilie.d. am 16.04.2020, 01:04



Antwort auf Beitrag von ursel

Lies den Artikel mal ganz. Es waren auch Schulen geschlossen und man hat in Schweden auf die Vernunft der Menschen gesetzt, ohne Verbote. Es wäre falsch zu behaupten, die Schweden hätten euer gemacht wie bisher. So lange man selber nicht nach in der Situation ist, nach der Triage auswählen zu müssen, wer eine Chance bekommt und wer nicht, hat man leicht reden.

von miaandme am 16.04.2020, 09:05



Antwort auf Beitrag von ursel

So sehr ich die aktuellen Maßnahmen, vor allem in Bezug auf die Kinder, kritisiere. Aber Länder miteinander zu vergleichen macht absolut keinen Sinn. Schweden hat eine andere Bevölkerungsdichte und Lebensart wie Deutschland. Die Tests werden in anderer Relation gemacht. Also auch die Zahlen sind nicht vergleichbar, weil sie anders ermittelt und kategorisiert werden. Schweden (eigentlich könnte alles halbwegs normal laufen) zu fordern ist genau so wenig zielführend wie Italien zu prognostizieren (wenn wir nicht alles dicht lassen drohen und Szenarien wie in Italien). Es wird hier NIEMALS wie in Italien, wir werden es aber auch nicht so machen können wie die Schweden. Jeckyll

Mitglied inaktiv - 16.04.2020, 04:50



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Hej nochmal! ichs chrieb ja auch schon oben,daß es unmöglich ist, Länderzahlen miteinander zu vergleichen , weil die Grundlagen unterschiedlich sind, s.o. Zu den Schweden kann ich nur wiederholen,daß - ich habe noch einmal nachgeschaut- am 31.3. eine mir bekannte Frau in schweden schrieb, es sei falsch zu behaupten, in Schweden werde "gar nichts gemacht, nichts geändert". Man setze eben nur mehr auf die Freiwilligkeit der Menschen,weil man glaube, daß die Leute nach einem "Lagerkoller" in Panik verfallen und sich dann erst recht nicth an Vorschriften halten. Das entspricht eigentlich auch eher der dänischen Menthalität, wo man viel auf Solidarität und Gemeinschaftssinn setzt. Die dän. Staatsministerin bekam deutilch "Schimpfe" für ihre Rede am Montag vor 1 Woche, wo sie eindringlich ermahnte, in den Verhaltensregeln nicht nachzulassen, man werde nichts lockern nachOstern, wenn gerade an den Feiertagen dieBevölkerung lasch darin werde etc. Was ich (als Deutsche?) recht normal als eindringlichen Appell an die Vernunft hinnahm, empfanden nicht nur dänische Familienmitglieder, sondern auch die Presse und Co als absolut autoritär, siesei nicht unsere "Mutter", die uns Strafen androhen dürfe und als eine, die Kontrolle über Vertrauen setze. Hier bei uns sind Versammlungen bis zu 10 Leuten erlaubt, dennoch kenne ich in meinem Umfeld niemanden, der das ausnützt - die meisten halten sich sehr für sich und treffen kaum noch die Familie. Dem von Dir verlinkten Artikel, Emilie, kann ich entnehmen, daß die Sterberate (s. Kurve)wie auch die Zahl der Neuinfizierten sinken und man in der Tat vorsichtig optimistisch ist, jedoch auch den Zahlen noch nicht ganz traut, weil die Ostertage nicht genau ausgewertet sind, d.h. man müsse das Sterbedatum genau anschauen. Man werde auf die Lockerungen der Länder achten, die solche jetzt durchführen und daraus Schlüsse ziehen, inwieweit auch für Schweden einiges normalisiert werden könne. In enier anderen Diskussion zum schwedischen Modell habe ich bereits auf die unterschiedliche Menthalität hingeweisen - die sich m.E. eben sogar in meiner Familie wieder am Montag vor 1 Woche zeigte: Was dort machbar ist, ist in Dtld. eben anders --- es gibt nun mal untershiedliche Menthalitäten der Völker. Ein Modell des einen Landes auf ein anderes zu übertragenb, geht meistens schief, weil man weder die gesellschaftlichen noch historischen noch politischen Gegebenheiten/Unterschiede berücksichtigt plus eben die unterschiedliche Menthalität mit einbezieht. Für mich --- wie ja eben auch für die, die es anordnen (oder eben gerade nicht) ist diese schwedische Menthalität ausschlaggebend für deren Modell und weitaus weniger die Bevölkerungsdichte odersnst nochwas. Das spielt natürlich rein,istaber eben nichtderausschlaggebende Punkt für diese Vorgehensweise. Ich habe leider noch nichst von meiner Freundin in Schweden gehjört. Und ich weiß auch nicht, wie meine Freundin hierzulande mit dem ersten KIGA- und Schultag (als Leiterin beider Institutionen) klargekommen ist. Was zum eigentlichen AP gehört: MIR leuchtet es ein, daß eine Kontaktsperre - egalwie eng - dasRisiko derAnsteckung vermindert - ich denke, das sollte es allen, denn nicht umsonst machen sog.Impfgegner ja sogar diese Masernpaties etc., um genau das Gegenteil zu bewirken, nämlich die Ansteckung, d.h.sie suchen die Ansteckung, indem sie just Kontakte fördern, während wir eben Kontakte vermeiden wollen, um Ansteckung zu verhindern. Keine neue Einsicht also, wie ich fnide auch keine unlogische, sondern ein klar nachvollziehbare, weshalb wir eben wohl auch gar nicht die Möglichkeit, 10 Leute zu treffen, ausnutzen. Paßt weiterhin auf Euch auf - Ursel, DK

von DK-Ursel am 16.04.2020, 10:23