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"Kollateralschäden"

Thema: "Kollateralschäden"

Ständig wird davon berichtet, wieviele Menschen an Corona sterben, was man alles tun muss, damit man sich nicht ansteckt. Wieviele Menschen durch "Kollateralschäden" versterben oder sonstwie Schaden nehmen, steht aber nirgends. Ich arbeitete in einer Arztpraxis, es fällt auf, dass deutlich mehr Menschen Depressionen haben, zwei Patienten sind gestorben, die sich wegen Corona nicht zum Arzt oder ins Krankenhaus getraut haben und eine schwere Krankheit hatten, bisher ist aber noch keiner unser Patienten an Corona verstorben. Natürlich erscheinen die Patienten auch in der Todesstatistik, und dann heißt es, in den Monaten x und y, als Corona grassierte, sind wesentlich mehr Menschen gestorben als sonst. Aber in der Statistik steht nicht, dass sie eben nicht an Corona verstorben sind, sondern sozusagen als "Nebeneffekt", weil sie gerade deswegen keine ärztliche Hilfe in Anspruch genommen haben. Ich finde es richtig, die ganzen Vorsichtsmaßnahmen zu empfehlen und auch einzuhalten, aber mit Augenmaß, die Schäden, die dadurch angerichtet werden, werden selten thematisiert.

von mutti6 am 21.04.2020, 09:44



Antwort auf Beitrag von mutti6

ob sich das bald einspielt dass Leute das auch wieder tun ? Hier haben die Praxen auf, man muss halt vorher anrufen

von Ellert am 21.04.2020, 09:46



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.....hier haben die meisten Praxen auch auf. Aber vorlauter Angst und Panik gehen viele nicht hin. Und es gibt genug Ärzte, die auch kaum noch behandeln, zu haben etc. pp. Dann sollen viele Medikamente nicht lieferbar sein, Impfstoffe sollen nicht mehr genug da sein usw. usf.. Beim ärztl. Bereitschaftsdienst 116117 bin ich neulich nicht einmal bis zu einem Menschen gelangt, immer in der Warteschleife rausgeflogen. Ich war kurz davor, wegen einer simplen Blasenentzündung in die Notaufnahme zu fahren. Das kann es nicht sein.

von Berlin! am 21.04.2020, 11:41



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Hier kommt man durch zur Normalpraxis während der Woche aber wir sind Umland Berlin, Dorf quasi da soll man anrufen,die entscheiden dann ob Du kommst oder nicht. Am Wochenende würde ich in die Nachbarstadt zur Notaufnahme fahren Du kannst ja nicht die Blasenentzündung verschleppen Das Problem sind nicht die Praxen sondern die Leute die mehr Angst haben sich da anzustecken als an der eigenen Krankheit zu versterben oder dass diese schlimmer wird, weil man halt in der Presse Sachen liest wie vom Potsdamer Klinikum dass so voll Korona durchseucht war dass sie keine Patienten mehr aufgenommen haben das bleibt im Gedächtnis mehr als dass die A B C oder D Klinik normal weiterläuft

von Ellert am 21.04.2020, 11:53



Antwort auf Beitrag von Ellert

Die Notaufnahme ist nicht für Blasenentzündung zuständig, dafür gibt es einen kassenärztlichen Bereitschaftsdienst. Nebenbei: mit einer Blasenentzündung noch ein paar Stunden oder auch zur Not übers Wochenende zu warten ist jetzt auch in den meisten Fällen nicht lebensbedrohlich, wenn auch nicht unbedingt angenehm... Dann gibt es das Antibiotikum eben einen Tag später. Generell heilt die mit viel trinken bei erwachsenen Frauen auch oft allein aus. Grüße, Jomol

von Jomol am 21.04.2020, 12:34



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Schön, dass Du nicht mit Schmerzen und Blut im Urin, Fieber und allem am WE dagesessen hast. Freut mich für Dich. Aber ich hatte das, von jetzt auf gleich. Und wenn Du gelesen und verstanden hast, was ich geschrieben habe: der ärztliche Bereitschaftsdienst war nicht erreichbar. Über Stunden. Und bitte, keine Ferndiagnosen. Du hast keinen Plan, wie schlimm es war und kannst deswegen null und nichts dazu sagen, ob ich nun einen Arzt brauche oder nicht.

von Berlin! am 21.04.2020, 14:24



Antwort auf Beitrag von Berlin!

klar ist der Bereitschaftsdienst zuständig - aber wenn keiner ist was dann ? Ich hatte auch schon Fälle da meinte der Bereitschaftsdienst er kenne sich nicht aus ich sollte doch lieber den Notarzt rufen - Allheilmittel ist der nicht

von Ellert am 22.04.2020, 07:05



Antwort auf Beitrag von mutti6

Ich finde, das ist ein wichtiger Aspekt, der mir in der Berichterstattung auch viel zu kurz kommt. Und da stehen wir ja auch erst am Anfang der "Kollateralschäden". Die Fälle an Depressionen oder gar Selbsmorden werden ja noch deutlich zunehmen je länger der Lockdown andauert und je mehr Menschen von Verdienstausfall, Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit und Existenzverlust bedroht sind... Ich finde es ganz furchtbar, dass sich die Menschen mit ernsthaften Krankheiten jetzt nicht mehr zum Arzt trauen... Das kann nicht gewollt sein und da muss schnell gegengesteuert werden.

von kuestenkind68 am 21.04.2020, 09:48



Antwort auf Beitrag von kuestenkind68

Natürlich bleiben jetzt auch viele Patienten weg, die eh nicht kommen müssten, das ist die positive Seite, die können auch nach Corona gerne noch wegbleiben, (werden sie aber nicht tun ), aber die, die es nötig hätten, sollten doch kommen...

von mutti6 am 21.04.2020, 09:52



Antwort auf Beitrag von mutti6

Hej! Sehr richtiger und wichtiger Aspekt. Der wurde bei der Ankündigung der allerersten Lockeunugen hier auch deutlich erwähnt, daß eben Ärzte wie Krankenhäuser irgendwann mal zu ihrem normalen Klientel zurückkehren müssen - und dies auch können müssen. Es ist ja auch ein Unding, wenn inzwischen Betten leerstehen und Patienten mit "nicht lebensbedrohlichen" Erkrankungen nicht drangenommenwerden. Leider hast Du aber auch Recht: Trotz dieser Erwähnung durch die Staatsministerin ist dies meistens ein Punkt, der nebenher behandelt wird - udn als anfangs sehr auf alten Menschen rumgehackt wurde (auch hier!), weilsie es noch "wagten" hinauszugehen, wo man selber sich doch soviel auferlege gerade zu ihrem Schutze, da wurde eben Gott sei Dank von einsichtigeren Menschen auch darauf hingewiesen, daß diese Menschen eben nicht zuhause in einer überfüllten Bude hocken,sondern im Gegenteil schon vorher einsam sind - nimmt man ihnen den letzten Kontakt zur Außenwelt, sterben sie auch. Hier hieß ein Buch,das ich bei der Geburt meines ersten Kindes bekam "rør mig, ellers dör jeg" - berühre mich, sonst sterbe ich - das gilt nicht nur für Kinder!!! (Vom Protest einiger, wenn ein Kaninchen oder Wellensichttich allein gehalten wird, auch wieder hier, schreibe ich gar nicht erst !) Depressionen sind eine ernstzunehmende Erkrankung, die zum Tode führen kann. Gru ßUrsel, DK

von DK-Ursel am 21.04.2020, 10:27



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von Lola2501 am 21.04.2020, 10:30



Antwort auf Beitrag von DK-Ursel

Hier hieß ein Buch,das ich bei der Geburt meines ersten Kindes bekam "rør mig, ellers dör jeg" - berühre mich, sonst sterbe ich - das gilt nicht nur für Kinder!!! Das ist ein sehr wichtiger Aspekt und meine große Sorge wenn die Kitas wieder aufmachen das die Erzieher den Kindern nicht mehr die so notwendige Nähe geben/dürfen! Was macht das mit Psyche unserer Kinder wenn ich mir Handschuhen angefasst werde und die Menschen zum mich herum Masken tragen und ich somit noch nicht Mal erkenne ob mich jemand anlächelt oder nicht, Kinder sind so abhängig von unseren Reaktionen, ein Lächeln schafft Bindung und Vertrauen, ich bin mir sicher dass es katastrophale Ausmaße hat die wir uns noch nicht vorstellen können

Mitglied inaktiv - 21.04.2020, 10:39



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Zumindest 4 h vormittags am sagen wir Mittwoch und Freitag betreut wäre im Waldkiga, wäre es mir herzlich wurscht, ob seine Erzieherin dafür einen Mundschutz tragen muss. Er bekommt genug Kuscheleinheiten und Nestwärme Zuhause. Kleine Kinder, denen die Masken Angst machen und sich nicht dran gewöhnen (z.B. traumatisiert durch KH Erfahrung) müssten dann vielleicjt weiter Zuhause bleiben. Wobei wir meine Kinder da ohne Probleme dran gewöhnt haben, mein Bruder ist Zahnarzt. Als sie klein waren, hat er sie immer erstmal ohne Mundschutz in der Praxis begrüßt und ihn dann erst am Begabdlungsstuhl aufgesetzt. Mein Ältester ist bei den Handschuhen in Geschrei ausgrbrocjen (er hatte Angst vor Luftballons, scheinen ihn dran erinnert zu haben). Auch daran konnte man ihn behutsam ranführen. ,

von emilie.d. am 21.04.2020, 14:16



Antwort auf Beitrag von mutti6

Ständig wird auf die Freiheit des einzelnen bestanden. Überall wird gesagt, bei Krankheit und (ernsteren) Beschwerden ist es wichtig zum Arzt zu gehen. Auch Depression ist eine ernste Erkrankung. Ja, es hat sich aktuell viel geändert. Aber es ist auch vieles auf Abstand möglich. Das muss jeder für sich nutzen. Es ist sicher nicht förderlich, wenn jemand jetzt nur noch daheim bleibt. Spazieren gehen, Radfahren, … ist immer möglich. Man kann sich weiter mit einzelnen verabreden und mit dem Abstand gemeinsam Spazieren gehen, dabei reden. Eis auf die Hand ist möglich,... Schauen wir in andere Länder, da gibt es richtige Ausgangssperren, da darf nur raus wer einen wichtigen Grund hat. Spazieren oder andere Freizeitgestaltung ist kein wichtiger Grund. Wirklich schwer haben es bei uns die Alten und Kranken, die nicht mehr allein raus können. Die keinen Besuch mehr bekommen dürfen. Wo es nichts zur Abwechslung gibt. Und die Kinder, hier besonders die Kleinen, die nicht auf Abstand spielen können, die nicht auf Spielplätze dürfen. Da kann froh sein, wer einen Garten und Geschwister hat. Jetzt erst gelesen, in einem Seniorenheim in Bayern sind viele Menschen mit Corona-Infektion gestorben, obwohl niemand Besuch hatte. Einziger Übertragungsweg durch die Mitarbeiter dort. Denn viele haben ihr Zimmer nicht verlassen. Was wäre, würde jeder Bewohner Besuch bekommen? Wie weit würde sich das Virus dann verbreiten?

von Luna Sophie am 21.04.2020, 10:41



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in unserer Zeitung heute gelesen, dass es Kinder gibt, die seit 6 Wochen nicht mehr draussen waren, weil die Eltern so extreme Ängste haben. Schrecklich so etwas.....die Arche Mitarbeiter arbeiten dran. LG

von Maxikid am 21.04.2020, 10:44



Antwort auf Beitrag von Maxikid

Furchtbar. Und absolut unsinnig. Wenn ich mir vorstelle, zu meiner Kinderzeit wäre dieser Virus ausgebrochen. Ich hätte nie wieder die Wohnung verlassen dürfen. Nur wenn Schule wieder Pflicht gewesen wäre. Ich weiß noch als Tschernobyl war, ich durfte über 1 Jahr nur raus, wenn es zur Schule, Arzt und Einkaufen ging. Wären meine Bücher nicht gewesen, meine eine Schwester und wäre ich nicht ein sehr stilles Kind gewesen, wer weiß was passiert wäre. Psychisch kranke Eltern, deren wichtigstes im Leben Alkohol und Zigaretten waren. Wo jedes laute spielen mit Schlägen bestraft wurde. (Laut war schon, im Kinderzimmer bei geschlossener Tür, im Lego ein Teil suchen und die Steine zur Seite schieben.) Ich weiß nicht wie es gelingen kann, aber genau solchen Kindern muss geholfen werden. Aber in die Familie kann keiner reinschauen. Und wenn die Kinder nicht raus dürfen. Freiwillig nichts erzählen. Selbst wenn solche Kinder die Nummer gegen Kummer oder andere kennen, kleine Kinder können nicht telefonieren und viele größere wollen ihre Familie nicht verraten. Selbst ohne Virus und Kontaktbeschränkungen wird vielen Kindern nicht geholfen, weil keiner etwas sehen und wissen will. Weil sich kaum jemand einmischen will. Weil Jugendämter gnadenlos überlastet sind. Weil die Aussage von Erwachsenen erster genommen wird, als die von Kindern. ... Jeder der eine Idee hat, wie genau solchen Kindern geholfen werden kann, sollte dies aussprechen und bekannt machen.

von Luna Sophie am 21.04.2020, 11:01



Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

Echt, Du durftest ein Jahr nicht raus? Neee, also so war es bei mir nicht. Zumal ich bevor es bekannt wurde ja auch viel draußen war. Ich glaube eine Woche war es.

Mitglied inaktiv - 21.04.2020, 11:15



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ich durfte auch nur eine Woche, nach der Schule, nicht raus. Schule fand statt. LG

von Maxikid am 21.04.2020, 11:17



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Ja, ich durfte über 1 Jahr nur zur Schule, Arzt und Einkaufen. Und wehe ich habe auf dem Schulweg getrödelt. Es gab aber auch 1 Jahr kein frisches Obst oder Gemüse. Nur Konserven und Kartoffeln gab es. Aber wie schon gesagt, meine Mutter war/ist psychisch krank und Alkohol abhängig. Sicher nicht mit anderen, mit gesunden zu vergleichen.

von Luna Sophie am 21.04.2020, 11:31



Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

meine Mutter war auch seelisch krank und Tabletten abhängig. Eher hat sie wohl gehofft, mich loszuwerden. LG

von Maxikid am 21.04.2020, 11:33



Antwort auf Beitrag von Maxikid

Sehr unschön. Ich wünsche dir, dass du damit heute gut zurechtkommst. Und selbst gesund und glücklich bist.

von Luna Sophie am 21.04.2020, 11:40



Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

Danke Dir, bin ich aber nicht. Ich beiß mich durchs leben. Bin aber so gut wie Bindungsunfähig. LG

von Maxikid am 21.04.2020, 11:42



Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

Wirklich schwer haben es die Selbständigen und Familienbetriebe, deren Lebenswerk zT den Bach runter geht und die nicht wissen, wie es weitergehen soll. Und deren Angestellte. Diejenigen, die keine Milliardenhilfen vom Staat erhalten. Ich hoffe wirklich sehr, diese „Kollateralschäden“ sind es Wert.

von Tonic2108 am 21.04.2020, 11:53



Antwort auf Beitrag von mutti6

Vor allem wenn man sich die aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts anschaut und da ganz klar sieht, dass die Reproduktionszahl schon vor dem totalen Lockdown unter 1 lag. Da müssten doch eigentlich auch die Letzten langsam mal hinterfragen, was hier wirklich los ist.

von Mia186 am 21.04.2020, 11:03



Antwort auf Beitrag von Mia186

Das wird nicht mehr lange dauern... Merkt man auch hier im Forum. Die Corona-Extremisten schlagen schon leisere Töne und man merkt aus ihren Texten bereits einzelne Funken der Kognition.

von LeRoHe am 21.04.2020, 11:11



Antwort auf Beitrag von Mia186

Es ist alles nur erfunden und mega aufgebauscht. Und die Regierungen vieler Länder arbeiten zusammen, um die totale Kontrolle über die Bevölkerung zu bekommen. Die Alten und Kranken sollen dezimiert werden, die Kinder einer Gehirnwäsche unterzogen, damit sie zu Lemminge werden. Geld, Freiheit, Arbeitsplätze sollen abgeschafft oder Mangelware werden. Nur so haben die Regierungen alles in der Hand. Werden mächtiger und reicher. Ironie off

von Luna Sophie am 21.04.2020, 11:38



Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

daran war bestimmt dann aber nicht unsere Regierung beteiligt, viel zu einfallslos. Da hätte man viel zu viele Anträge erst einmal stellen müssen. LG

von Maxikid am 21.04.2020, 11:40



Antwort auf Beitrag von Maxikid

… vor allem man sah und sieht ja, wie Länder super zusammenarbeiten. … Es klappt ja nicht mal in Deutschland oder in einem Bundesland allein. Da ist es ganz klar, dass es auf großer Ebene (stillschweigend) plötzlich doch funktioniert.

von Luna Sophie am 21.04.2020, 11:43



Antwort auf Beitrag von mutti6

Hej nochmal! Nun soll es ja nicht nur um die Kinder als "Kollateralschaden" gehen, aber was hier angesprochen wird, daß der Abstand Distanz und Probleme, ja Schäden erweckt, bestätigt ein dän. Kinderforscher in einer dän. seriösen Zeitung gerade nicht. Zugegeben, eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und die Zeit ist viel zu kurz, um endgültige Auswirkungen festzuhalten, aber er beobachtet eben, daß trotz seiner Skepsis zu Beginn alles sehr gut und vielleicht sogar nützlich abläuft: Er beobachtet die Eltern und Kinder, und die an der Tür der Institution klingeln und wo die Kinder reingelassen werden, während die Eltern "Farvel" rufen und wo das Kind sich kaum noch umdreht, um zu winken --- lange Abschiedsszenen mit Tränen und Wehleid sind passé. (Ich selbst hatte einn Kind, das täglich weinte, 1 Jahr lang, egal ob ich lange blieb oder gleich wieder ging, egal ob wir die beste Freundin gefunden hatten oder nicht - und wo ich wußte, weil ich denPädagogen vertrauen konnte und dies tat, daß sie, sobald ich weg war, die Verlassensangst --- deren Ursprung wir gut kannten,aber leider nicht ändern konnten -- beiseite legte und spielte und glücklich war, was ich sehen konnte,wenn ich sie holte und sie mich noch nicht bemerkt hatte... Also ging ich irgendwann - auch wennsie bitterlich weinte. Weil ich wußte,daß ich den Abschied und Schmerz nur (unnötig?) herausziehe. Ich glaube faktisch auch schon lange,daß die langen Abschieds- und Eingewöhnungsszenarien eher den Eltern, die nicht loslassen können, dienen als dem Kind selbst! Dasselbe erlebte ich ja auch imEternbeirat ,. wenn die Kinder zur 3-tägigen Kolonie fuhren: Die Kinder mit den besorgtesten, weinenden Eltern fuhren selber auch kreuzunglücklich und litten am meisten!)) Die Pädagogen seien, so dieser Kinderforscher, sehr umsichtig, sehr zugewandt, sehr einfühlsam und es sei absolut ein gutes, Vertrauensverhältnis, trotz der vielen Regeln, die es gebe. Vielleicht, so denke ich, trägt die Krise eben AUCH dazu bei, daß wir wieder wegkommen von diesem Überbehüten und Betutteln auf Teufel-komm-raus. Keine Frage: KInder sollen umsorgt und gehegt werden,aber daß manches überhand genommen hat, auch nicht zum Nutzen und zur psotiven Entwicklung der Kinder, sehe ich nicht nur selbst - hier und anderswo, das sagen mir auch Pädagogen, die die Entwicklung ja über Jahre hautnah mitbekommen. Und von denen ich einige kenne, die sogar den Beruf gewechselt haben: Nicht wegen der Kinder, aber wegen der Eltern, die in allem mitreden, mitmischen, mitbestimmen... Das ist jetzt der Gegengedanke zu Deinem AP, aber jedes Ding hat natürlich immer 2 Seiten, und die guten Seiten auch in dieser Krise sollten wir gerade nicht übersehen,denn es sind die positiven Gedanken, die uns ja auch helfen, diese Krise durchzustehen, die für NIEMANDEN leicht ist. Vielleicht hilftdie Krise mit seinen Extremen, uns auch wieder wegzubekommen von dem anderen Extrem - udn sich in der Mitte einzupendeln, wenn wir wieder halbwegs normal leben können. Weg von dem Kinderthema kann ich nur sagen, daß es dringend nötig wird, daß Ärzte und Krankenhäuser wieder ihre normale Tätigkeit aufnehmen können -- und dazu gehört NATÜRLICH eine geringe Anzahl Corona-Patienten, denn sonst fokussiert sich alles wieder darauf plus sind Kapazitäten dort rein praktisch notwendigerweise gebunden. Gruß Ursel, DK

von DK-Ursel am 21.04.2020, 11:24



Antwort auf Beitrag von mutti6

Die versuchen grade gegenzusteuern. Bei meinem Kinderarzt ist es aktuell aber immer noch voll. Die Hausärzte, die ich kenne, haben viel weniger Patienten, meinen aber auch, dass per Telefon zu behandeln auch super ineffekziv sei und massig Zeit fräße. Dermatologin hier bekommt man innerhalb von einer Woche einen Termin. IdR wartet man sonst Wochen. Es ist halt einfach nicht leicht zu steuern. Das finde ich wichtig, sich bewusst zu machen.

von emilie.d. am 21.04.2020, 13:46



Antwort auf Beitrag von mutti6

Hallo! Ich mache mir auch um eine Sache Sorgen: der Sommer soll ja wieder furchtbar heiß werden. Die Schwimmbäder werden wohl nicht öffnen können. Wieviele Menschen (Erwachsene und auch Kinder!!) werden wohl diesen Sommer ertrinken, weil sie nicht ins Schwimmbad (Bademeister!) gehen, sondern zu irgendwelchen Seen/Flüssen, die sie nicht in Tiefe oder Strömung einschätzen können. Davor graut es mir echt. Moni

von MamaMon1 am 21.04.2020, 13:54



Antwort auf Beitrag von MamaMon1

Und wie viele Freibäder machen nie wieder auf. Das ist bei uns auch sonst schon Thema.

von Momvon3 am 21.04.2020, 14:33