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Kiga NRW

Thema: Kiga NRW

Hallo zusammen, NRW schließt die Kigas ja nicht. Aber der Apell ist eindeutig, Kinder sollen wenn möglich zuhause bleiben. Ich bin momentan noch in Ez und meine große ist auch seit Dezember zuhause. Doch momentan spitzt sich die Situation zu, mein Mann macht Nachtdienst im Altenheim, 10 Stunden.............Er kann Tagsüber ganz schlecht schlafen, da meine kleine sehr viel Radau macht, besonders wenn ich mal mehr Aufmerksamkeit für ihren Bruder aufbringen muss............. Ich muss dazu sagen unsere Wohnung ist ziemlich hellhörig, irgendwie helfen Oropax nur bedingt. Jetzt überlegen wir, die kleine in die Kiga zu bringen...... Glaub allerdings viele Eltern halten sich an den Apell und es ist verrückt ich hab ein richtig schlechtes Gewissen, dass ich mit den Gedanken spiele meine Tochter in die Kiga zu bringen. Ich meine alle haben es doch momentan schwer..... Ich fühle mich gerade wie ne total Versagerin......... Musste ich irgendwie mal los werden..... Gibt es hier Kinder die auch noch die Kiga besuchen? Lg

von kamut am 14.01.2021, 23:25



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Hilft euch jetzt nicht weiter, aber gerade heute stand bei uns in der Presse, das in unserer Gemeine 40% der Kinder in den Kiga geschickt werden. Das ist eine Menge und sicher nicht immer bei allen nötig. Aber ist ja Entscheidung der Eltern, soviel zum Appell. Oropax hilft mir auch nicht, aber ich habe Kopfhörer, mit denen man quasi die Umgebungsgeräusche ausblenden kann. Vielleicht ist das ein Versuch.

von sternenfee75 am 14.01.2021, 23:39



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Bei uns kann auch jeder sein Kind bringen der es für nötig hält. Im Januar bleibt unser Sohn noch zu Hause. Wenn im Februar die Kindergärten aber noch geschlossen bleiben, wovon ich ausgehe spiele ich auch mit dem Gedanken ihn für 2 Vormittage in die notbetreuung zu bringen. Einfach weil es hier auch zu viel wird. Wir sind selbstständig,mein Mann arbeitet schon 14 Stunden am Tag weil ich im Betrieb fehle. Wochenlang geht das nicht mehr Und ja auch ich habe ein schlechtes Gewissen wenn ich dran denke. Da muss man einfach für sich selber abwägen und entscheiden.

von Sterntaler-2016 am 14.01.2021, 23:46



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Ich habe auch mit dem Gedanken gespielt. Mich aber dagegen entschieden. Meine Tochter braucht das soziale sehr und hier ist im Moment sehr viel negatives. Mein Mann hat einen gehirntumor und braucht mittags seine Ruhe. Mein Vater liegt im Koma auf intensiv und wir müssen bangen, ob er es schafft. Ja die Situation ist im Moment sehr hart, aber die Angst vor der Seuche ist größer. Daher darf unsere Tochter kika gucken, wenn ihr Papa Ruhe braucht oder wir gehen spazieren. Ich habe neben der 4 jährigen auch noch ein 5 monatiges Baby.

von Anni1500 am 15.01.2021, 06:01



Antwort auf Beitrag von kamut

Ich schicke die Kinder sporadisch. Ich hab seit dieser Woche Mutterschutz, an den Tagen wo ich Arzttermine habe gehen die Kinder (1-2 mal die Woche). Es wäre sicherlich auch irgendwie anders möglich, aber dann würde mein Mann elendig viele Minusstunden machen und die Kinder hätten keinerlei soziale Kontakte mehr. Ich habe auch Sorge, dass die Regel zum Februar verschärft wird und wir dann ganz raus sind, da würde ich weder mir noch den Kindern einen Gefallen tun wenn es jetzt schon im Stress ausgeartet ist.

von Mama08-15 am 15.01.2021, 06:35



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Wenn es dich tröstet: wir hier in Sachsen haben ja richtige notbetreuung, es sind aber über 50% der Kinder da. Eltern suchen jedes Schlupfloch, um ihre Kinder bringen zu können.

von Schnegge89 am 15.01.2021, 07:07



Antwort auf Beitrag von Schnegge89

Was sind das denn für Schlupflöcher?? Ich habe noch keine gefunden. Wir können unseren Sohn nicht in die Kinderkrippe bringen obwohl wir beide arbeiten müssen. Homeoffice mit 2 jährigen geht nur wenn er schläft. Bin technische Zeichnerin (Handwerksbetrieb) muss mich also intensiv konzentrieren und das geht mit ihm nicht. Mann arbeitet Schicht in einem Produktionsbetrieb, also auch kein Homeoffice möglich. Darum müssen wir uns in die Betreuung reinteilen. Mutti geht bis 13 Uhr und Papa ab 14:30 Uhr. Seit 14.12.20. Absolut fabelhaft Also wo ist das Schlupfloch??? Ich könnte es super brauchen.

von sunshine59 am 15.01.2021, 07:58



Antwort auf Beitrag von sunshine59

Es wurden schon Unterschriften von Arbeitgebern gefälscht. Und sonst reicht es, wenn man mit der Verantwortlichen vom Träger nur lang genug diskutiert. Es gab auch vereinzelt Eltern, die sich bei befreundeten Systemrelevanten einen Stempel geholt haben. Oder man arbeitet neuerdings per Minijob im Supermarkt, das vielleicht nur zwei mal im Monat für ein paar Stunden, aber solange man einen Stempel hat, bringt man eben. Arbeitszeiten wurden bei uns nicht abgefragt. Klar, sind Einzelfälle, aber man hört schon schräge Sachen von Kollegen in anderen Einrichtungen. Auch die Zugehörigkeit zum Systemrelevanten wird unterschiedlich ausgelegt. Kfz-Mechaniker dürfen teilweise bringen, weil sie eben - unter anderem - LKWs reparieren, die Lebensmittel transportieren. Gut, die verbringen zwar 99% ihrer Arbeitszeit mit anderen Dingen, aber der Antrag ging durch. Krankenschwestern, Pflegekräfte usw haben sowieso das Glück, immer bringen zu können. Egal ob der Mann arbeitslos ist, Kurzarbeit hat, Homeoffice machen kann oder schon Feierabend hat.

von Schnegge89 am 15.01.2021, 15:54



Antwort auf Beitrag von Schnegge89

Naja das mit den Pflegekräften stimmt nur teilweise,wir sind beide in der Pflege tätig und bei uns hat das JA im ersten Lockdown Dienstpläne vom Arbeitgeber eingefordert,unsere Kleine hätte nur gehen dürfen wenn wir beide gleichzeitig Dienst gehabt hätten,er macht aber Dummerweise komplett Nachtdienst und ich arbeite Tagsüber,das hieß fûr ihn mit 5 oder weniger Stunden Schlaf trotzdem voll durcharbeiten,7-8 Nächte am Stück a 10 Stunden,wie man das monatelang schaffen soll konnte uns beim JA aber auch niemand erklären. In unserer Kita ist ein Junge da sind die Mütter Krankenschwestern,die haben sogar die Wochenendschichten getauscht,so dass die Kita ihn auch am Wochenende betreuen musste(sonst arbeiten sie im Wechsel)

Mitglied inaktiv - 15.01.2021, 21:36



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Ja, ich bringe meinen Sohn. Muss aber Vormittags auch zwei Grundschulkinder beschulen UND Home Office machen. Mehr geht da einfach nicht. Hast du Familie? Kannst du die tagsüber besuchen? Oder gibt es eine andere KiGa Familie, mit der du dich gut verstehst? Vielleicht könnt ihr euch regelmäßig mit denen verabreden, außerhalb eures Haushaltes. Denn wahrscheinlich Gib es Familien, denen es ähnlich geht wie euch, und wenn du ehrlich deine Not schilderst wirst du am ehesten Hilfe bekommen. Dann hätte dein Mann Ruhe und dein Kind nur diese wenigen Kontakte. Denn gerade weil dein Mann im Pflegeheim arbeitet wäre es ja sinnvoll so wenig Kontakte wie möglich. Eine feste Familie oder die Großeltern oder so ist da in meinen Augen sinniger als der KiGa mit 15 Kindern in einer Notgruppe.

von sarahT am 15.01.2021, 07:17



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Ich würde die Kinder gern bringen, darf aber nicht. Da wir beide Home-Office machen können, entfällt der Anspruch für die Notbetreuung. Wie man mit einem 2jährigen Home-Office macht, kann mir aber auch keiner erklären. So wird halt viel abends und nachts gearbeitet. Entsprechend dünnhäutig sind wir. Meine 6 jährige probt den Aufstand, zu wenig los, mit dem Bruder kann man nicht ordentlich spielen usw. Beide fragen ständig, wann sie denn endlich wieder in die Kita dürfen. Wenn Du die Möglichkeit hast, bring sie ohne schlechtes Gewissen. Wenn Du überlastet bist, ist niemand geholfen.

von AnniMath am 15.01.2021, 07:32



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Das ist eben die Schwierigkeit. Ich stehe auf der anderen Seite. Wir sind ein 4er Team mit insgesamt 10 eigenen Kindern zwischen 1 und 15 Jahren. Natürlich betreuen wir wenn Bedarf ist, und bei euch sehe ich das durchaus. Aber auch wir müssen zusehen wie wir das mit unseren Kindern gestemmt bekommen. Da fragt keiner. Und da hilft natürlich jedes Kind was nicht kommt weil der Personaleinsatz geringer ist. Nochmal, wer wirklich Not hat, keine Frage.

von Itzy am 15.01.2021, 07:37



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Ich würde es auf keinen Fall tun.

von Johanna3 am 15.01.2021, 07:38



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Bei uns gehen 60-80 % in die Kiga. Da hält sich kaum jemand dran. Die Leitung ist verzweifelt und hat noch einmal appelliert, dass jeder bitte noch einmal über eine andere Lösung nachdenken soll. Wir haben es so gehalten, dass wir auch keinen Anspruch auf Notbetreuung hätten und daher das Kind nicht schicken. Ich persönlich halte den Appell für Mist. Natürlich denkt nun jeder, er könnte sein Kind hinbringen, wenigstens mal ein paar Tage. Die Versuchung war hier schon auch groß. Aber so bringt das alles halt leider auch nicht so sehr viel. Wobei bei uns die Zahlen tatsächlich nun deutlich runter gehen und ich den Kindergartenbesuch nicht als das große Problem ansehe. Das hatten wir auch bis Weihnachten dort nicht. Aber gut. Es tut uns und vor allem unserem Sohn auch nicht weh, wenn er daheim bleibt. Und in dem Fall sollten wir das dann wohl auch so handhaben. Wir haben zwei Spieldates pro Woche mit jeweils einem Freund, ohne die Mamas (wobei das ja sogar erlaubt wäre, aber als Vorschulkinder können sie auch ohne) und im Moment freitags Online-Kindergarten mit Bastellstunde und so. Unserem Sohn reicht das und wir schaffen es noch ein paar Wochen, die Arbeit um ihn rum zu ranken. Wenn Ihr auch Anspruch auf Notbetreuung hättet wegen der Arbeit Deines Mannes, kannst Du ja mal im Kindergarten anfragen. Im Übrigen würde ich nicht ausschließen, dass der Appell noch mal verschärft wird oder doch wieder eine echte Notbetreuung kommt. Da ich ewiges Hin und Her auch nicht schön finde für die Kinder, planen wir nun einfach ohne.

von Junijunge am 15.01.2021, 07:55



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Wenn ihr nicht mehr könnt, dass Kind gerne will, würde ich das Kind schicken Genau solche Konstellation hat ja NRW bedacht, als es die Kigas wieder öffnete. Deshalb muss man auch nicht erklären, warum das Kind kommt. Von 25 Kindern sind in der Gruppe unseres Sohnes 9 Kinder da. Welche und warum kriegen die anderen Familien ja nicht mit. Unser Kleiner (fast 6) will absolut gar nicht in den Kiga. Ich kann nur Teil-Homeoffice machen. Er schläft jetzt täglich bis 10 Uhr. Morgens mache ich Homeoffice und d helf den großen Kindern ggf. beim Homescholing. Um 15 Uhr kommt mein Mann, der geht dann raus mit den Jungs. Dann geht der Mann allein in den Keller und hat Pause und ich bespaß die Kinder. Um 18 Uhr gehe ich meistens noch ins Büro (drucken, Briefe öffnen usw) Und dann sitzen wir als Familie zusammen. Fernsehen gucken für uns Eltern ist weg gefallen, aber nach ein paar Tagen passt das.Hauptsache jeder hat mal 1 Stunde ohne Kind und Arbeit. Mein Mann und die Söhne liegen abends viel auf dem Teppich und rangeln und reden. Pures Gammeln. Gefällt den Kindern. Der Kleine ist so ruhig geworden, gar nicht mehrsprunghaft und unruhig.(Hat als Strafe aber aktuell auch Medienverbot) Komplett anderer Alltag, aber so geht es für uns.

von Erdbeere81 am 15.01.2021, 09:08



Antwort auf Beitrag von kamut

Meine Tochter geht an den Tagen an denen ich meinen Sohn bei seinen medizinischen Terminen begleite, also ca 3mal pro Woche. Es gefällt mir nicht wahnsinnig gut, aber anders ist es nicht zu lösen. In unserer Kita sind ca 25% der Kinder anwesend.

von c33 am 15.01.2021, 10:19



Antwort auf Beitrag von kamut

Ganz ehrlich, jeder ist sich selbst am nächsten. Schau was Euch gut tut und höre nicht auf die Anderen. Denn niemand der hier einen auf Moralapostel macht, wird Dir oder deiner Familie zur Seite stehen, wenn es nicht mehr geht. Wie sollen Familien diese Situation Monatelang überstehen? Ich bin mir auch absolut sicher, dieser Zustand wird noch andauern.

von Jumalowa am 15.01.2021, 12:13



Antwort auf Beitrag von kamut

Mein Mann macht ausschließlich Nachtdienst im Krankenhaus und ich arbeite tagsüber in der häuslichen Pflege,unsere Tochter wird komplett von uns betreut, für meinen Mann bedeutet das nach dem Nachtdienst auf die Kleine aufpassen bis ich um 2/3 Uhr heim komme,dann geht er 4/5 Stunden ins Bett und muss wieder arbeiten Im ersten Lockdown hatten wir aufgrund dessen dass wir nicht zur gleichen Zeit arbeiten überhaupt keinen Betreuungsanspruch Wir wollen zum einen dass die Kleine in der Kita nicht noch irgendwas anschleppt Zum anderen ist es so dass es eine Gruppe mit Kindern die täglich kommen und eine für die Kinder die nur ab und an kommen, insgesamt nicht mal die Hälfte aller Kinder,wieder alles streng geteilt,und es ist nicht ein Kind dabei mit dem unsere Kleine spielt,wir hätten Bedenken dass sie dann irgendwann gar nicht mehr hin möchte Wir hätten allerdings den Bedarf auch direkt Anfang Januar für den ganzen Monat anmelden müssen

Mitglied inaktiv - 15.01.2021, 21:30



Antwort auf Beitrag von kamut

Ich bin Erzieherin in NRW und in meiner Kita dürfen alle kommen, aber der Appell an die Eltern, ihre Kinder nicht zu schicken, greift gerade in meiner Gruppe sehr gut. Das mag aber sicherlich auch daran liegen, dass im Dezember zwei meiner Gruppenkollegen und 6 Kinder Corona hatten. Wir haben zur Zeit 4 Kinder in der Gruppe... Ich bin natürlich froh um jedes Kind, welches nicht kommt, sehe aber natürlich auch die Notwendigkeit vieler Familien...zum Schutz tragen bei uns mittlerweile alle Erzieher permanent FFP2 Masken...

von Birgit 2 am 16.01.2021, 20:30