Zicklein3
Mein großer Sohn hat seit Freitag Abend Fieber und Halsschmerzen, kann nicht schlucken. Sonst nix, kein husten, kein Schnupfen. Er hat gestern bei der ärztlichen Hotline angerufen, seine Symptome erklärt und dazu gesagt, dass er beruflich bis zum 2.10 in Berlin war. Antwort, am Wochenende wird nicht auf Corona getestet, am Montag zum Hausarzt. Sein Fieber wurde immer höher, die Schmerzen stärker... heute früh sämtliche Bereitschaftsdienste abtelefoniert, wieder die Hotline angerufen, mit dem Ergebnis, er darf nicht zum Arzt, weil er in einem Risiko Gebiet war. Letztendlich habe ich ihm gesagt, er soll das verschweigen und in die Notaufnahme fahren, hat er dann auch getan. Das Ergebnis, er hat eine richtig fette Mandelentzündung und bekommt nun Antibiotika. DAS, ist etwas worüber man sich aufregen sollte, nicht ob jemand irgendwo die Maske nicht richtig getragen hat! Er wohnt übrigens in Dresden.
Da gebe ich Dir vollkommen recht und kann Deinen Ärger gut verstehen......geht's noch? Jede, die mal eine Angina/Mandelentzündung//eitrige Halsentzündung hatte weiß doch, wie elend es einem da geht. Und dann keine Behandlung....super. Zumal diese Infekte eben nicht immer harmlos sind sondern eben wirklich behandelt gehören. Unglaublich.
Ich finde nicht, dass das Eine etwas mit dem Anderen zutun hat. Beides ist nicht ok. Dass sich das in Dresden zugetragen hat, hätte ich nicht gedacht. Wir waren vor kurzem da und haben uns gefühlt, als hätte es noch nie Corona gegeben.
das ein Vertretungsarzt das nicht tragen kann sollte klar sein. Ein Krankenhaus ist auf sowas eingestellt.
Weil die Notaufnahme eines KH für sowas wie eine Angina im Grunde überqualifiziert ist. Für sowas ist der kassenärztliche Notdienst und/oder Bereitschaftsarzt da. Der Patient hat hier alles richtig gemacht.
Warum nicht? Unser Kinderarzt stellt sich da nicht an. Ich jedenfalls finde es nicht normal, dass man offenbar nicht mehr behandelt wird, wenn man in Deutschland in der falschen Stadt war.
Wieso sollte ein Vertretungsarzt das nicht tragen können??? Soll er sich entsprechend ausrüsten (FFP 2) und gut. So was geht gar nicht!
Weil es für ein Krankenhaus/ Notaufnahme keine Telefonnummer gibt, es geht alles über die 116117.
Er war in einem Risikogebiet und verschweigt das, geht mit Fieber und Halsweh in die Notaufnahme? Autsch! Wurde ein Abstrich gemacht? Ist es überhaupt bakteriell? Vermutlich nimmt er daa Antibiotikum unnötigerweise. 80% der Tonsilitis-Fälle sind viral. Auszug aus Netdoktor: Virale Mandelentzündung - Erreger Bei einer viralen Mandelentzündung werden die Entzündungsprozesse im Mandelgewebe beispielsweise durch typische "Schnupfenviren" aus der Gruppe der Rhinoviren verursacht. Weitere mögliche Auslöser sind Coronaviren (vermutlich nicht Sars Cov2 aber wer weiss) Adenoviren Influenzaviren und Parainfluenzaviren Epstein-Barr-Virus (Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers) Enteroviren wie Coxsackieviren
Hallo, er war in der Notaufnahme und hat verschwiegen, dass er in einem Risikogebiet war ? Autsch... Schlag ins Gesicht für die dort arbeitenden Schwestern, Pfleger, Ärzte u.s.w. ! Eine Mandelentzündung gehört auch definitiv nicht in die Notaufnahme. Es gibt einen ärztlichen Bereitschaftsdienst. Falls dieser den Patienten nicht nimmt, da Verdacht auf Covid-19, wird er in eine Fieberambulanz überwiesen (meist auch an ein KH angesiedelt). Dort wird dann unter Schutzkleidung untersucht und gehandelt. Und ja: Mandelentzündungen sind zu 90% viral bedingt. Ich hoffe er hat einen schnellen Abstrich bekommen, um wirklich Bakterien festzustellen... bei Viren hilft leider kein Antibiotikum. Deshalb wären abwarten, ggf. Ibuprofen, Tee, ins Bett legen, ... auch bis Montag zum Hausarzt in Ordnung gewesen. Lg, Lore
Eifrige Mandelentzündungen sind wesentlich häufiger durch eine Überbesiedlung mit streptokokken verursacht. Da man diese aber fast immer in sich trägt, bringen Abstriche nix. Eitet zeigt Bakterien an, keine Viren. Und ja, dagegen verschreibt man Antibiotika. Mit starken Schmerzen darf jeder in die ZNA, auch wenn es eher unspektakulär ist für fad Personal.
Bei uns wird bei jedem Patienten der in die NA kommt als erstes Fieber gemessen und nach Covid-Symptomen gefragt.
Wie mit Patienten umgegangen wird, die Covid-Symptome haben ist sehr unterschiedlich geregelt. Mancherorts ist das der Bereitschaftsdienst, mancherorst gibt es Fieberambulanzen und manchmal sind auch die Notaufnahmen zuständig.
Wenn die Untersuchung vom Bereitschaftsdienst schon verweigert wird, muss er wenigstens die zuständige Stelle nennen. Was soll der Patient denn machen, wen er Behandlung braucht aber keine bekommt?
In der ersten Welle hat bei uns der ärztliche Bereitschaftsdienst oft und gerne den Rettungsdienst vorbei geschickt
Und wir haben die Leute dann tatsächlich ins KH gebracht, weil sie ansonsten keine Behandlung bekommen haben. Absoluter Schwachsinn, Geld- und Recourcenverschwendung, aber was sollten wir sonst machen?
LG Inge
von eitrig steht da nichts und auch weisse Beläge sind nicht immer Eiter. Leider haben wir mit Mandelentzündungen sehr viel Erfahrung... Ein Tag länger mit Fieber/Schmerzmittel und Tee bzw Vanilleeis wäre kein Weltuntergang gewesen.
Dieser ärztliche Bereitschaftsdienst ( 116117 tel) hat ihn mehrfach abgewiesen, er soll Montag zum Hausarzt gehen!! Man hat ihm immer wieder gesagt, dass am Wochenende nicht auf Corona getestet wird. Er hatte auch immer wieder seine Symptome beschrieben. Mit hohem Fieber und schmerzen, so dass er nicht mehr trinken und essen konnte, musste er ja irgendwo Hilfe bekommen. Bis Montag warten mit den Beschwerden, nein, das wäre nicht gegangen. ibu darf er wegen seinem Asthma nicht nehmen und Paracetamol hilft nicht so sehr. Ich nehme an, dass es ein ausgebildeter Arzt war, der ihn untersucht hat und er hat keinen Corona test gemacht.
"Ein Tag länger mit Fieber/Schmerzmittel und Tee bzw Vanilleeis wäre kein Weltuntergang gewesen." Weil Du das ja so von weitem übers Forum beurteilen kannst ... und der Arzt, der den jungen Mann gesehen hat, verschreibt unnötigerweise mal Antibiotika ... Nicht, dass das nicht gerne mal passiert, aber sollte man nicht erst mal davon ausgehen, dass der das richtig beurteilt, weil er z.B. Eiter gesehen hat (und ja, ejn Arzt kann auch diese Beläge von Eiter unterscheiden ...)?
Ja, klar. Kann ja sein. Bei uns gab es IMMER beim Bereitschaftsarzt Antibiotikum (Mittelohr-Entzündung, diverse Mandelentzündungen) die gehn auf Nr. Sicher. Notaufnahme geh ich davon aus auch. Der eigentliche Doc hat uns in Ruhe aufgeklärt bzw genauer erklärt, was wirklich richtig wäre und ausser bei positivem Abstrich hieß es immer erst mal ein paar Tage warten.
Ich persönlich habe damit auch Erfahrung und kann daher auch sagen, wir wissen zu wenig über diesen Fall, und es hätte sehr gut auch ein Abszess dahinter stecken können, der am Ende sogar zu einer Blutvergiftung führen kann. In dem Fall ist schnelles Handeln geboten und die Sache sehr wohl ein Notfall, und es wäre unterlassene Hilfeleistung, wenn der Patient abgelehnt wird. Selbst erlebt mit Noteinweisung.
Mein Doc sagt halt, dass er bei einem bestimmten Aussehen einfach weiß, dass es bakteriell ist. Und er sagt das, was Meyla im Prinzip auch geschrieben hat, nämlich dass ein Abstrich auch nicht der Weisheit letzter Schluss ist, da eben im Rachenbereich häufig bzw. sogar fast jesem ejnfach schon so Streptokokken zu finden sind. Er gibt aber auch nicht bei einem leicht geröteten Hals schon Antioniotika. Das mag allerdings im Bereitschaftsdienst/Notdienst in der Tat anders sein. Da istman vielleicht froh, wenn man jemaand schnell wieder draußen hat ... Bei meiner Schwester damals (s.u.) war das AB goldrichtig. Die starke Schwellung verschwand nach Einnahme ziemlich zügig.
Ich darf 3 bis 4 dieser netten Entzündungen im jahr mein eigen nennen. Und nein, ich finde da jeden unnötogen tag extra als Zumutung und gehe schnurstracks zur nächsten Anlaufstelle. Streptos lösen u.a. Herzfehler aus. Wenn du as mit Tee behandeln willst: immer ran da. Ich empfehle niemandem, seine Pumpe unnötig zu gefährden.
Meine Mutter hat einen Herzfehler aufgrund Streptokokken (mit 21 Jahren). Sah aber so aus, dass sie erst knapp 2 Wochen mit 40 Fieber im Bett war, völlig hinüber, dann viel zu früh wieder ohne Rücksicht auf Verluste arbeiten ging und einen Rückfall nach dem anderen bekam mit wirklich eitrigen Mandelentzündungen, bis sie dann nach einigen Monaten entfernt wurden. D.h. für mich sind bzw waren diese Mandelentzündungen auch immer schlimm. Sohnemann hatte mindestens 8x nachgewiesene Streptokokken, Tochter auch 5,6 mal auch mit "Scharlachsymptomen" , dann noch zig mal normale virale Angina. Reagiert heute noch ständig mit Halsschmerz. Immer wenn andere einmal niesen, hat sie Halsweh. Ich selber bin auch anfällig. Heisst, ich hab oft Ärzte dazu angehört und auch viel gelesen in dieser Richtung. Wie gesagt, von Eiter hab ich oben nichts gelesen, dass er fast (!) nicht schlucken konnte... okey, dazu Asthmatiker. Hätte ich vielleicht auch noch etwas länger rumtelefoniert, wenn auch nicht panisch wegen eines Tages. In die Notaufnahme mit Fieber und Halsschmerz ohne zuzugeben, in einem Hotspot gewesen zu sein, halte ich aber nach wie vor für falsch.
ein Anruf bei der Corona-Hotline super sinnvoll. Hotline zum Coronavirus 030 / 346 465 100 Da kann man dann auch solche Probleme (Vertretungsarzt/Hausarzt traut sich nicht usw.) schildern.
Die ist aber am Wochenende nicht besetzt.
und das man nicht mit der Ambulanz telefonieren kann wie oben jemand beschrieben hat ist auch nicht richtig. Ich hatte erst vor kurzen einen ärztlichen Notfall und habe mich über die Pforte verbinden lassen damit ich das mit der Ärztin vor Ort direkt klären konnte. Ich konnte bis zum nächsten Tag dann warten und dann in die Notfallsprechstunde der Ambulanz. Aber nur weil einen keiner behandelt (es haben ja zum Teil komische Praxen den Notdienst die man im normalen Leben nie aufsuchen würde.....) einfach verschweigen das man im Risikogebiet war nur um komplikationslos dran zu kommen, das spricht Bände. Man kann es erwähnen und dann kann ein Krankenhaus reagieren. Hier bei uns gibt es zwei die für solche Fälle ausgerüstet sind und wo man dann hin kann. Du kannst es ja vorher überhaupt nicht ausschließen, auch wenn es vielleicht unwahrscheinlich ist.
Bei uns aber schon!
Die Auskunft, dass am WE kein Coronatest gemacht wird, war sicher richtig. Ich wundere mich nur, dass ein ( offensichtlich erwachsener )Mensch wegen einer Mandelentzündung und Fieber den Bereitschaftsdienst bemüht. Hätte es nicht bis Montag auch Ibu und Bettruhe getan? Er war bis 2.10. In Berlin?? Das ist eine Woche her... ich kann mir gar nicht vorstellen, dass das als Grund für die Ablehnung einer Behandlung herhalten musste. Hat er nicht wenigstens mit einem Arzt telefonieren können, der ihn beruhigen konnte, dass er bis Montag nicht sterben wird?
Doch, paßt zeitlich super. Wenn er sich da angesteckt hat, hätte er jetzt ziemlich sicher Symptome. Also macht der Hinweis mit dem Test Sinn. Fraglich ist warum der Arzt nicht behandeln wollte. Das kann er ja unabhängig vom Test. Und sollte er auch.
Meine Schwester ist vor vielen Jahren auch schon mal Samstag abends/nachts zum Beteitschaftsdienst gegangen wegen "Halsschmerzen und Fieber". Sie hat sonst nie Fieber und da wurde die Temperatur recht hoch und der Hals war so eitrig zugeschwollen, dass nur noch ein winziges Loch frei war und sie kaum mehr schlucken konnte. Das hat sich in kürzester Zeit so entwickelt. Am Freitag dachte sie auch noch, es geht ohne Arzt. Der Arzt fand das ausdrücklich gerechtfertigt, dass sie damit kommt ... Wissen wir, ob es beim Sohn der AP nicht ähnlich war? Dass er zu keinem Arzt "durfte" wegen Corona kann ich mir aber eigentlich kaum vorstellen bzw. das darf eigentlich nicht so sein. Eigentlich sollte es auch spezielle Fieberambulanzen oder Infektsprechstunden in den ereitschaftsdiensten geben.
Als mein Mann mir vor einer Woche Paracetamol gab und das Fieber trotzdem nicht sinken wollte, war ich ihm sehr dankbar am Folgetag, dass er einen Arzt holte. Ich war immer wieder halb weggetreten... Also man kann schon auch am We ernsthaft einen Arzt brauchen. Es gibt auch Leute die kein Schmerzmittel Zuhause haben...
Grundsätzlich habt ihr Recht, ich hatte so gewöhnliche Halsschmerzen vor Augen... Ich denke mal, wenn der Junge das ganze Tamtam mitgemacht hat, wird es ihm sicher wirklich schlecht gegangen sein. Mein Kommentar war doof. Sorry. Wahrscheinlich ist man, wenn selbst betroffen, gerade auch ziemlich verunsichert, gerade wenn man aus dem Risikogebiet kommt. Wahrscheinlich hätte ich am Ende genauso gehandelt. Es ist alles gerade echt doof.
Komisch, bei mir kam vergangenen Sonntag der Bereitschaftsdienst nach Hause zur Behandlung. Test war zum Glück negativ..also nur irgendein Virus, nicht Corona... Wirklich eine Sauerei. Würde mich bei der Kassenärztlichenvereinigung beschweren.
was dachte er denn, was er haben könnte, dass er zur Notaugnahme müsste und nicht am Montag zum HA gehen könnte?
Ich sage nur so viel dazu, die TE hat geschrieben, ihr Sohn konnte nicht mal mehr trinken. Und ja das hatte ich auch schon mal. Ich wollte schlucken, so Schluckweise trinken und es ging einfach nicht. Die Flüssigkeit kam beim Mund raus, so wie ich sie schlucken wollte. Ich hatte auch hohes Fieber und mir ging es so mies, dass mein Mann damals (Nicht zu Coronazeiten, sondern vor einigen Jahren) und ich habe Schmerzmittel genommen, was nicht halt. Am Ende hatte ich das Gefühl keine Luft mehr Atmen zu können, ohne Schmerzen. Mein Mann hat mich damals auch leider am Wochenende (Freitag war noch irgendwie alles gut) in die Notambulanz gefahren. Ich war dann auch ein paar Tage Stationär. Eben weil Trinken nicht klappte. Essen ist ja egal, dass ist recht gut aus haltbar. Aber bei Mangel an Flüssigkeit ist das schon noch mal eine andere Nummer würde ich sagen. Und nee Eis ging auch nicht, ich konnte nicht schlucken. Und da ist es nicht Verwunderlich, wenn man mal Panik bekommt. Geht ja nicht nur um die Halsentzündung etc. sondern auch bei Hohem Fieber, dass der Kreislauf gerne mal Schlapp macht und wenn man dann noch alleine wohnt, da wäre eine Abklärung zeitnah schon sehr hilfreich um nicht in Panik zu verfallen. Da müsste eine andere Lösung her, egal ob jetzt bei euch in Deutschland oder bei uns in Österreich, wobei bei uns sowieso beim Krankenhaus Fieber gemessen wird etc. und dann die Ärzte dementsprechend gekleidet sind. Ich habe bei uns auch immer bei den Praxen von von den Ärzten, egal ob Facharzt, Zahnarzt, praktischer Arzt einen Hinweis bei der Eingangstüre vorgefunden, dass man nicht behandelt wird. Bei Symptomen wird an der Haustüre laut Aushang nur darauf hingewiesen, einfach die Nummer der Praxis anzurufen und man wird dann direkt vom Personal abgeholt und direkt Durchgewunken zu einem bestimmten Raum. Aber jaaa, Halsschmerzen und hohes Fieber können furchtbar fies sein, ich bin Froh, dass ich das nach dem ein Mal nie mehr erlebt habe bis jetzt. Lg Shelpy
Der Mann meiner Schwester , war eine Woche stationär, wegen einer eitrigen Mandelentzündung . Bei meiner Mutter haben wir auch mal den Notarzt gerufen , genau deswegen. Die bekam dann auch Penicillinspritzen. Von daher ist eine eitrige Mandelentzündung, mitunter durchaus etwas , was man nicht mit einem bissel Kratzen im Hals vergleichen kann und ein sofortigen Arztbesuch rechtfertigt bei akuten Schluckbeschwerden und hohen Fieber.
Mit Schmerzmittel und Fiebersenker, viel trinken und lutschen kann man einen Tag überstehen. Es ist unverantwortlich, wenn man aus einem Risikogebiet kommt einfach in eine Notfallambulanz zu marschieren! Auch wenn man vermutlich nicht eine Coronaerkrankung hat- kann man vielleicht dennoch da Virus in sich tragen und weiter geben....
"Mit Schmerzmittel und Fiebersenker, viel trinken und lutschen kann man einen Tag überstehen." Es gibt aber auch Konstellationen (wie hier mehrfach von verschiedenen Seiten geschildert), wo das nicht mehr der Fall ist. Ich glaube auch nicht, dass man irgendwo derzeit (bzw. eigentlich war das noch nie so) ungestreift einfach so in eine Notfallambulanz reinkommt, ohne dass man sich anmelden muss und seine Problematik schildern - mit Abstand und Maske natürlich - und dann ggf. entsprechend behandelt wird. Ich finde nicht, dass die hauptsächliche Unverantwortlichkeit beim Sohn der AP liegt. Was soll man denn machen, wenn man ärztliche Hilfe für erforderlich hält (und wenn es nur subjektiv ist) und überall abgewimmelt und -gewiesen wird? Und ja, es hätte auch Corona sein können. Aber umso mehr müsste doch gehandelt werden ärztlicherseits, zum einen, um tatsächlich solche Aktionen zu verhindern und zum anderen, weil es bei Corona ja recht schnell gehen kann mit einer Verschlechterung, auch bei jungen Leuten. Ich finde in der Tat, dass das geschilderte Geschehen diskussionswürdig ist und ich würde als AP bzw. AP-Sohn in Erwägung ziehen, mich da an die zuständigen Stellen zu wenden.
Irgendwie muss man bei der Abwägung auch berücksichtigen, wie groß denn der Unterschied zwischen Risikogebiet und Heimatort ist. Grundsätzlich klingt "Risikogebiet" recht dramatisch, wobei ja die Unterschiede durchaus recht klein sein können: Wenn ich aus einem "Risikogebiet" mit Inzidenz von 52 in ein Nicht-Risikogebiet mit Inzidenz von 48 einreise und dann als Risikogebiets-Anreisender anders behandelt werde als ein Daheimgebliebener, ist das für viele nicht nachvollziehbar. Wenn aber der Unterschied der Inzidenz recht groß ist, kann man den Sinn sicher eher verstehen. Ich frage mich aber gerade: Im Moment wohnen schon relativ viele Einwohner Deutschlands in einem Risikogebiet und wenn in den nächsten Tagen weitere Städte dazu kommen, wird das bald recht viele Personen betreffen. Was ist mit denjenigen, die am Wochenende Fieber und Halsschmerzen oder andere Symptome haben und in einem Risikogebiet wohnen? Darf man dann auch keinen ärztlichen Notdienst mehr bemühen? Ich hätte gedacht, dass es inzwischen Entscheidungsleitlinien für den Telefonkontakt beim Notdienst gibt, die die Ansteckungsgefahr für alle Beteiligten minimieren sollen. Allerdings ist mein persönlicher Eindruck, dass so etwas eher nicht existiert: Unsere Familie musste vor zwei Wochen auch einen Notdienst bemühen. Der Auslöser waren zwar eher coronauntypische Symptome, trotzdem hat es mich gewundert, dass vorab am Telefon fast nichts abgefragt und auch keine Aufforderung zum Masketragen etc. erfolgt ist. Zu dem Zeitpunkt war unsere Stadt gerade Risikogebiet ....
Also wie hier Risikogebiet war kamen die notärzte raus. Teils fuhren die noch um 22.00 Uhr durch die Straßen. Man hat beim notärztlichen Fieber angerufen, die Symptome geschildert und dann gewartet bis es klingelt. Bei Bedarf wurde auch direkt getestet. Arzt hat dann entschieden ob Behandlung daheim oder ob der Krankenwagen einen direkt ins KH bringt. Hatten uns gewundert warum so oft KW vor Häuser standen in der Nachbarschaft. Ohne Blaulicht usw. Nachbarin erzählte das dann. Finde ich persönlich super und ist für mich eines der Dinge welche man beibehalten könnte. So muss man nicht ins KH, außer es muss geröngt werden oder so und kann weder andere anstecken noch sich selbst.
Die letzten 10 Beiträge
- RSV kurz vor Geburt
- Jetzt hat es auch meine Tochter erwischt
- Corona Impfung - Angst vor Schäden
- Wir sind ja die ganze Zeit verschont geblieben
- Hab das Gefühl es dauert jedes mal länger...
- Oh nein! Nun auch hier!
- Was tun bei Durchfall bei Corona und Kopfschmerzen
- Schaun ma mal, was noch kommt....
- Die heikelsten Themen der Pandemie sind geschwärzt
- RKI unter der Lupe - endlich!