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Intensivbetten

Intensivbetten

Muhkuh-87

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Moin, In unserem Nachbarlandkreis ist der supergau erreicht... Das Krankenhaus hat zwar noch freie Intensivbetten, aber 40% des Pflegepersonals ist mit Covid 19 infiziert... Ich hoffe, dass die Mitarbeiter es unbeschadet überstehen. Scheinbar, wenn man unserer örtlichen Zeitung glauben schenken darf, haben Berlin und Bremen auch nur noch wenige Betten frei. Und dann sehe ich hier eine Demo der Querdenker und viele, Zar mit Abstand, ohne Maske... Da könnte ich kotzen! Ich hoffe, dass diese Leute niemals in den "Genuss" kommen, irgendwann mal einen Angehörigen (oder selbst) wegen Corona auf Intensiv zu haben, oder noch schlimmer:nicht behandelt werden zu können, weil es an Betten oder Personal fehlt! Sorry, auskotzpost...


Felica

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Hier hat es auch ein Haus einer Klinik erwischt. Ist aber kein Akutkrankenhaus sondern Landesklinikum. Wobei dort nicht nur Süchtige sind sondern auch Schlaganfallpatienten usw.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Muhkuh-87

Das ist ja nicht so schlimm,wir Pflegekräfte "dürfen" doch weiter arbeiten wenn wir positiv sind,solange wir nicht krank sind. Inzwischen auch bei gesunden Patienten.(ich arbeite in der häuslichen,meine Chefin hat durch die Blume durchblicken lassen dass wir spätestens ab positivem Test Symptome haben müssen,sie findet das völlig verantwortungslos,unsere Patienten Schotten sich jetzt schon seit Monaten ab und dann bringen wir ihnen den Scheiss?)wir werden zumindest einmal die Woche getestet. Da ist der Supergau doch vorprogrammiert. Dass wir erstmal genug Betten,aber bei weitem nicht genug Personal haben ist leider auch hinlänglich bekannt,bei der ersten Welle wurden hier Mitarbeiter der Funktionsbereiche,die zu der Zeit den Betrieb arg runter gefahren hatten,an den Beatmungsgeräten und im Intensivdienst angeleitet,aber dann kamen ja die sinkenden Zahlen und man hat nichts weiter unternommen. Bei meinem Mann im Haus sind die Arbeitsbedingungen so bescheiden dass auch die Isostation komplett dichtmachen musste,sie haben so hohe Personalflucht im Haus dass sie insgesamt kurz vor dem Aus stehen(er hat sich eine neue Stelle ab Januar),es fehlt eine große Isostation für alle die und Krankenhaus müssen,aber nicht auf Intensivstation,und die Intensivstation ist auch völlig überlastet,die fahren teils mit halber Besetzung ,werden aber immer noch voll belegt,da kannst du dir auch vorstellen wie die Versorgung aussieht. Die Strafe dafür ist soo lächerlich dass die Häuser diese gern zahlen,ist jedenfalls günstiger als Personal Ich fürchte auch dass wir an dem Punkt sind wo eingestanden werden muss dass auch gute Schutzausrüstung nur teilweise hilft,bei einer Freundin ist ein Patient beim Aufnahmescreening durchgerutscht,und trotz Maske sind fast alle Schwestern positiv und auch fast alle Patienten.(ich bin weiterhin absolut für die Masken weil es so ziemlich das einzige ist was wir haben,aber auch FFP2 hilft nicht komplett,wir müssen ja doch dicht dran an die Menschen. Eine andere Freundin arbeitet in einer großen Uniklinik auf Intensivstation,bei ihr werden die Mitarbeiter nicht Mal getestet,wenn sie einen möchte muss sie zum Hausarzt. Obendrein macht das Gesundheitsamt gravierende Fehlentscheidungen,hier war ein Ausbruch in der Dialyse,14 betroffene Patienten und 3 Schwestern,wir als versorgenden Pflegedienst wurden nicht informiert,wir seien Dank Schutzausrüstung nicht gefährdet,zu dem Zeitpunkt gab es aber regulär nur die OP Masken für uns,alles andere nur bei Verdachtsfällen und bestätigten Test,bei uns waren 6 Kolleginnen betroffen-bei zwei Patienten haben wir es zufällig durch die Angehörigen mitbekommen und dann hat meine Chefin nachgehakt,da war es bereits zu spät. Das zeigt wieviel wir nur zählen, Wertschätzung geht für mich anders.


Felica

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Ich habe einige im Bekanntenkreis welche im medizinischen arbeiten. Darunter auch ein junges Mädchen das im KH ein Praktikum machte und auf die Coronastation sollte. Andere erzählte das die Chefärzte empfohlen haben sich doch bitte über den Sommer anzustecken, damit man immun sei. Das wäre ein erklärtes Ziel für alle in dem Bereich.


KKM

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Unfassbar.... Dabei sollte Schutzausrüstung doch genug zur Verfügung stehen!


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Muhkuh-87

Hatte ich bereits erwähnt.., aber hier wird man ja schon blöd angemacht, wenn man sich brav an regeln hält..


Philo

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Antwort auf Beitrag von Muhkuh-87

Ich war beim Hausarzt, weil ich stark erkältet war. An der Anmeldung meinte die Dame unwirsch: Maske ab! Ich erklärte, dass ich ziemlich erkältet sei und die Maske aufbehalte. Wurde dann ganz normal im Wartezimmer geschickt, als einzige MIT Maske - hab mich abseits vor das Wartezimmer gestellt. Im Sprechzimmer wieder, diesmal vom Arzt: Maske ab! ... Ich werde mir wohl einen neuen Hausarzt suchen müssen...


Philo

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Antwort auf Beitrag von Philo

die Aussage des Arztes war. für eine Maskenpflicht haben wir viel zu wenig Tote. Hoffen wir, dass die nicht noch folgen.


chinchen

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Unfassbar!


Felica

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Antwort auf Beitrag von Philo

Heftig, ohne Maske kommt hier keiner in irgendeine Praxis rein.


Mitglied inaktiv

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Hatte ich bereits erwähnt.., aber hier wird man ja schon blöd angemacht, wenn man sich brav an regeln hält..


bettina_7

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Guten Morgen! Ich finde, dass wir jetzt einen Punkt erreicht haben, an dem jeder Vergleich mit einer Grippewelle oder das Abstreiten eine Pandemie ein Schlag ins Gesicht eines jeden ist, der in medizinischen Bereich tätig ist, Risikopatient ist, oder sich ab die Regeln hält. LG, Bettina


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Muhkuh-87

Ich befürchte, die kleinen Leute werden die Rechnung zahlen, teilweise mit ihrem Leben. Es wurde nie begriffen, das in Schule, Pflege, Krankenhäuser investiert werden muss. Da muss das Geld hin, da hängen leben dran, und das, befürchte ich, werden wir in den nächsten Wochen zu spüren bekommen.. Wir haben jetzt hier in Bayern Ferien, ich Urlaub, ich wurde gestern auf Arbeit immer gefragt, was wir in den Ferien machen?!?! Sorry, was sollen wir den tun?!? Wir tun das einzigste vernünftige, Kontakte meiden.. , Kinder sind beschäftigt, lernen, bereiten Vorträge vor.., uns geht es gut.., ich habe Terminkalender geleert, Musikunterricht findet wieder online statt.., unnötige Arzttermine raus.., einmal die Woche einkaufen.., ich komme mir fast wie eine Aussätzige vor.. Ps: diese Nacht sind bei uns 3 Horden Jugendlicher vorbei, im Auto, zu Fuß, volle Musik.., mich wundert nichts mehr.., 4 Wochen lockdown werden vorne und hinten nicht reichen, so nicht, und mir ist mittlerweile egal, ob ich für meine Meinung gesteinigt werde..


Marianna81

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verstehe ich nicht.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Marianna81

.. es bringt mir nichts.., Aber ich höre und sehe, und das kann ich nicht abstellen.., und zähle keinen an, ich rufe nicht die Polizei.., ich versuche mich nur, so wie es angedacht, an die Regeln zu halten. Und ich bin zu blöd, zu begreifen, warum das andere nicht auch einfach tun. Wir haben doch alle keine andere Wahl, wir sitzen im gleichen Boot, oder?


tolles-timing

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Antwort auf Beitrag von Marianna81

Auf andere schauen - weil wir dann genau sehen, was in 2-4 Wochen hier abgeht. Weil wir soziale Wesen sind. Weil wir Augen aufmachen statt nur egoistisch an uns zu denken. Weil wir uns verantwortlich fühlen. Weil uns „die anderen“ nicht egal sind. Weil uns ratlos und fassungslos macht, wie egal „wir“ „den anderen“ sind. Du verstehst das nicht in deiner Blase, das ist okay. Aber stelle es doch bitte bei anderen nicht infrage.


Marianna81

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Antwort auf Beitrag von tolles-timing

sieht man. Warum dann nur beim Elternabrnd hört man lauter Sätze, wie:“aber mein Kind, aber meinem Kind, für mein Kind wäre besser usw.? Ziemlich scheinheilig was du schreibst. Wenn es Knall auf hart kommt wird JEDER nur an SEINE Familie denken. Machen wir uns nicht vor.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von tolles-timing

Das war sehr Gut gesprochen.., danke.


tolles-timing

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Antwort auf Beitrag von Marianna81

Mich kannst du nicht meinen. Ich war bei keinem Elternabend, da sie nicht stattfanden. Und nein, ich denke nicht nur an mich. Sonst würde ich mich nicht einschränken. Denn ich habe gar keine älteren Leute in der Familie, auch keine Risikogruppen (mein Asthma ist halb so wild). ICH bräuchte an dich auf niemanden achten. Aber viele in meinem Umfeld und ja, an die denke ich dann eben auch. Heilig bin ich sicher nicht, schon gar nicht scheinheilig. Aber eben auch nicht blöd.


Winterkind09

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Antwort auf Beitrag von Muhkuh-87

Bei uns sind noch Betten in der Großstadt frei- die betreffenden Covid Patienten sind alle verstorben... Bei uns ist ein Seniorenheim komplett durchseucht- da hat es fast alle Mitarbeiter/ Bewohner erwischt, es sind etliche Senioren tot und es werden sicherlich noch einige Todesfälle hinzukommen. Das Heim ist sehr schnell und von den Fachleuten aus den örtlichen Kliniken versorgt und getestet worden. In diesem Wohnheim so sind übrigens nicht nur sieche, sondern auch fitte aktive Senioren, die nicht einsam alt werden wollen. Die genauso ländlichen Nachbarkreise melden ähnliches... Wir haben ein Akutkrankenhaus (was Covidfälle aus anderen Regionen behandelt und nachbehandelt) und diverse ander Kur- und Rehakliniken im Ort, eine hat auch schon diverse Covid-Fälle gemeldet. Im letzten Monat sind hier weniger Intensivtransporte angekommen, das wird jetzt leider wieder mehr. Wenn jetzt hier die Ärzte/ Pflegekräfte wegbrechen wäre das katastrophal, auch für die Rehabilitation von diversen Patientengruppen. Aber selbst wenn es hier noch freie Betten gibt, muss ein Patient erstmal transportfähig sein- den Rest kann man sich vorstellen. Dass einige medizinische Arbeitgeber positive Testergebnisse nur dann akzeptieren wenn Krankheitsanzeichen auftreten halte ich für sehr bedenklich, denn dies sind die Berufe die keinen Abstand halten können und wirklich gute Masken/ Schutzkleidung sind nicht überall ausreichend verfügbar.... Ich hoffe mal, dass die Inzidenz flächendeckend etwas zurückgeht, wir stehen schon sehr nah am Abgrund.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Winterkind09

Das hat mit den einzelnen Arbeitgebern gar nichts zu tun dass man positiv getestet arbeiten darf,das ist Anweisung von ganz oben, deshalb möchte meine Chefin ja dass wir in den Falle einfach Symptome erfinden weil sie keine Lust darauf hat das hier die Bude brennt Das beste ist das man natürlich ansonsten in Quarantäne ist,man darf mit dem Auto zur Arbeit und zurück,tanken ist schon nicht mehr erlaubt,lustig wenn der nach fünf Tagen wie bei uns dann leer ist,soll ich mein Auto dann extra auf Mitfahrer versichern damit jemand anderes Tanken fährt für mich?


hgmeier

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Antwort auf Beitrag von Muhkuh-87

Heute konnte man in der Welt und anderen Medien lesen, dass das Intensivbettenregister ein kleines Problem hat. Die Krankenhäuser haben zwar ihr frei Bettenzahl gemeldet, jedoch ist dies nicht die Zahl der Betten, die sie personell betreiben können. Diese liegt teilweise deutlich drunter.


mama von joshua am tab

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Antwort auf Beitrag von Muhkuh-87

https://www.intensivregister.de/#/intensivregister?tab=laendertabelle Es sind Betten frei. Kleine Anekdote am Rande: Frau vom Chef hatte ne Lungenentzündung, wurde direkt vom Hausarzt ins Krankenhaus gebracht. Der Coronaschnelltest beim Hausarzt war negativ, sie hat öfter mal Probleme mit bakteriellen Infektionen. Blut qurde beim Hausarzt schon den Tag vorher abgenommen und es war aus den Blutwerten auch ersichtlich, dass es sich um eine bakterielle Infektion handelt. Im Krankenhaus hätte sie einfach Antibiotika als Infusion bekommen sollen, so wie sonst auch, wenn sie diese Probleme hat. Die Blutwerte hatte sie mit der Einweisung mibekommen sowie die Auswertung vom Coronatest. Trotzdem kam sie erstmal auf die Intensivstation. Und es wurde ein neuer Test angeordnet, der natürlich auch negativ war. Erst am Tag darauf kam sue dann auf die normale Station und bekam eigenen Aussagen zufolge erst dann Antiobiotika. Wenn es noch mehr solcher Fälle gibt, wundert mich gar nichts mehr. Die Patienten, die in unserem Provinzkrankenhaus auf der Infensiv liegen, kommen aus dem Seniorenheim bzw waren vorher schon palliativ. Unser Landkreis berichtet auf der Seite übrigens auch vom Alter der Covid-Patienten die intensiv liegen und nennt auch das Alter der Verstorbenen. Das finde ich viel interessanter und informativer als alles andere. Übrigens: es gab vor kurzem mal online (bei Focus, Welt oder so weiss ich nicht mehr genau) die reisserische Überschrift "Zahl der Intensivpatioen verdreifacht". Im Text las man dann "248 Patienten (Vortag 245)", also +3 (und nicht x3). Ich persönlich hoffe ja auf viele weitere Demos und Klagen.


Johanna3

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Antwort auf Beitrag von mama von joshua am tab

Und wie viel Pflegepersonal wartet darauf, endlich eingesetzt zu werden?


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von mama von joshua am tab

Die Überschrift war wohl einfach dem falschen Text zugeordnet. Die Zahl der Intensivpatienten (mit Corona) hat sich von 6.10 bis 27.10. nämlich tatsächlich verdreifacht: von 449 (davon 219 invasiv beatmet) auf 1470 (davon 688 invasiv beatmet). In die Statistik geht die Frau des Chefs ja sowieso nicht ein. Und ich bezweifle, dass Menschen invasiv beatmet werden, die das gar nicht nötig haben. Und: Woher weißt du, welche Menschen in eurem Provinzkrankenhaus auf welcher Station liegen? Arbeitest du da? Oder kennst du jemand, der jemand kennt, der jemand kennt, der dort arbeitet und Details über die Patienten ausbreitet?


Muhkuh-87

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Antwort auf Beitrag von mama von joshua am tab

Es streitet keiner ab, das noch Betten frei sind, aber sie werden knapper... Ist einfache Grundschulmathematik... Du hast 5 Äpfel, 3 isst du. Dann hast du ja noch zwei... Wenn du die auch isst, hast du keinen mehr. Und was machst du dann wenn du Hunger bekommst? Mit welchem Werkzeug schält du die Äpfel, wenn kein Messer zur Verfügung steht? Es gibt sie Betten. Es gibt aber KEIN Fachpersonal (!) dafür. Und wenn jetzt ncoh mehr auf Intensiv müssen, dann haben wir echt ein Problem.


Finale

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Antwort auf Beitrag von Muhkuh-87

Bei uns ist die Hälfte der Intensivbetten weg, wird täglich aktualisiert auf der Stadthomepage veröffentlicht. Das Krankenhaus hat auch bekannt gegeben, dass man nicht alle Intensivplaetze für Corona Erkrankte nehmen darf, es muss eine Reserve für andere Notfälle da sein, im Zweifelsfall muss man die Corona Kranken dann auf andere Krankenhäuser in der Region verteilen, aber da wird es auch schon knapp. Wir haben einen Inzidenzwert von fast 300 und gestern wurde hier überall gefeiert als ob es kein Morgen gäbe. Wir sind abends spazieren gegangen und oft hat man laute Musik und Geschrei aus den Häusern gehört, grosse Kindergruppen gingen von Haus zu Haus. Da braucht mir auch keiner mehr erzählen man haette das Wohl der Wirtschaft im Sinn. Die, die jetzt ihre Restaurants zumachen müssen oder ihre Jobs verlieren, können sich bei den Feierwuetigen bedanken.


dhana

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Antwort auf Beitrag von mama von joshua am tab

Hallo, mein Mann ist Stationsleitung auf einer Intensivstation - allerdings ein Teil neurologisch - also hauptsächlich Schlaganfälle. Ein anderer Teil ist chirurgisch - also belegt mit Patienten nach Operationen. Normalerweise werden dort keine Patienen beatmen - der Pflegeschlüssel ist auch nicht so gut wie auf einer Intensiv mit beatmeten Patienten. Ja - es gibt da noch Betten die nicht belegt sind - teils weil kein Personal da ist, um die Betten aufzumachen, teils weil für Unfälle (chirurgisch) und Schlaganfälle ja immer auch Notfallbetten gebraucht werden - ist ja nicht so, das die immer planbar sind. Inzwischen arbeiten sie dran, um diese Betten auch zu "Corona"-Betten unzufunkionieren - weil die anderen Intensivstationen voll laufen... ja, sind immer nur einzelne, mal 1er am Tag, mal 2.... aber die Verweildauer von schweren Verläufen sind halt nicht nur ein paar Tage, sondern die Patienten brauchen für Wochen eine Intensivtherapie. Sprich ein Bett das mal durch einen Coronapatienten belegt ist, wird so schnell nicht wieder frei. Und wenn es täglich nur 1-2neuer Patient ist - innerhalb einer Woche sind dann ca. 10 Betten belegt - nach noch einer Woche sind 20 Betten belegt... Betten die nicht so einfach wieder frei werden. Im unserer Klinik gibt es ca. 50 Intensivbetten - von denen ca. 35 Beatmungbetten sind. Normalerweise sind diese Betten aber belegt - mit Patienten nach Operationen, nach Unfallen, nach Herzinfarkten... alles Krankheiten, die ja nicht einfach weg gehen nur weil jetzt Corona-Patienten da sind. Ja - geplante OP´s kann man verschieben.. hat man im Frühjahr ja auch schon mal gemacht - nur mometan versuchen sie immer noch die verschobenen OP´s vom Frühjahr wieder nachzuholen. Und nicht jede OP kann man so einfach unbegrenzt verschieben - was sagt man denn einem Krebspatienten, bei dem jeder Wartetag den Krebs wachsen lässt... klar sind diese OP´s planbar - aber halt nicht unbegrenzt verschiebbar. Und oft brauchen diese Patienten nach der OP für einige Tage ein Intensivbett. Dazu kommt, das die Pflegeschlüssel auf den Überwachungsintensivstationen nicht so gut sind wie auf einer Beatmungsintensiv. Wenn da ein Patient liegt der isoliert werden muss, weil ansteckend ist das echt ein Problem - wenn eine Schwester reingeht muss sich sich erst entsprechend ankleiden - wenn sie wieder rausgeht ausziehen. Mal schnell ins Nachbarzimmer zum nächsten Patient ist nicht.. auch wenn dort der Monitor Alarm schlägt. Die Arbeit mit Infektpatienten erfordert sehr viel Sorgfalt um die Infektion nicht weiter zu tragen und auch um das Pflegepersonal selber zu schützen. Ja - Deutschland hat vergleichsweise viele Intensivbetten - auch deswegen trotzdem nicht unbegrenzt. Und wenn man dann noch so die Datenlage anschaut - ca. 4 Tage bis die Patienten ins Krankenhaus kommen, weil es ihnen schlecht geht - dann noch ca. 10 Tage bis sie auf Intensiv kommen - so ganz grob kann man also sagen, das die Belegung der Intensivbetten ca. 10-14 Tage hinter den steigenden Zahlen ist. Die ersten Krankenhäuser/Intensivstationen vorallem in den Ballungsräumen laufen jetzt zu... auch an unserer Klinik sind bereits die Normalstationen voll mit Covid-Patienten Es werden Pläne gemacht, in welchen Regionen sich sie Kliniken gegenseitig unterstützen und wer die Patienten von wo mit aufnehmen kann - was das für den Rettungdienst bedeutet, der dann Intensivpatienten quer durch Deutschland verlegen muss - auch die sind weder materiell (Fahrzeuge) noch personell dafür ausgerüstet. Ich gebe es ehrlich zu mir macht Schiss, was in 10-14 Tagen ist.... und ich sehe nicht das wir schon am Höhepunkt wären... es steigt ja immer mehr. Gruß Dhana


mama von joshua am tab

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Dass du wieder antwortest war mir fast klar. Ich weiss welche Menschen auf der Intensiv in inserem Provinzkrankenhaus liegen, weil a) eine gute Freundin von mir auf dieser Station Intensivschwester ist und b) die Seite unseres Landkreises bzw. auch sehr ausführlich darüber berichtet, wie die Alterstruktur der C19 Intensivpatienten ist, woher die Neuzugänge kommen (Seniorenheim, Palliativ etc) und welches Alter die Verstorben hatten. Ausserdem der Zusatz entweder "an Covid 19 verstorben" oder "mit Covid 19 verstorben". Und nein, es gab auf der Seite keinen anderen Text, dem man die Überschrift hätte zuordnen können, ausserdem war der Artikel nicht nach dem 27.10., also kommt deine Theorie nicht hin.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von mama von joshua am tab

Trotzdem ist es ja eine Tatsache, dass sich die Zahl der von Coronapatienten auf der Intensivstation seit einiger Zeit zwar nicht innerhalb eines Tages verdreifacht, aber in weniger als drei Wochen. Bis Weihnachten kann und darf das nicht so weitergehen. Und zu der Aussage, dass die Intensivpatienten bei Euch im Kreis alle alt oder vorher schon palliativ sind: Was schließt du daraus? Dass sich der ganze Aufwand nicht lohnt? Betrachtet man eine größere Datenmenge, z.B. auf https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1104173/umfrage/todesfaelle-aufgrund-des-coronavirus-in-deutschland-nach-geschlecht/ sieht man, dass z.B. bei den Männern knapp ein Viertel der Verstorbenen unter 70 Jahre alt waren. Waren die deiner Meinung nach alle schon "palliativ" oder rechtfertigt diese Zahl, die ja noch exponentiell weitersteigt, wenn man nichts macht, auch nicht den Aufwand, der betrieben wird?


Ruto

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Antwort auf Beitrag von Muhkuh-87

Das ist das Problem, wenn von freien Betten die Rede ist. Denn was nutzt ein freies Bett, wenn kein Intensivpfleger da ist. Die waren schon immer rar. Und logische Rechnung: Je mehr Fälle, desto wahrscheinlicher stecken sich auch diese Leute (privat oder beruflich) an. Im schlimmsten Fall müssen dann ganze Intensivstationen schließen. Und was diese Coronaleugner auch nicht bedenken: Wenn sie dann selbst intensivmedizinische Hilfe benötigen, meinetwegen wegen eines Unfalls (also gar nicht unbedingt Corona), dann ist auch für sie kein Platz frei. Oder für deren Kinder, Frauen, Eltern...