Sternenschnuppe
Hallo Wisst ihr ob es da bei Grundschulkindern Ausnahmen gibt? Sohn (10) spielte heute mit Klassenkameraden draußen Fußball. Mein Mann hat ihn dann reingeholt weil 5 Kinder aus 5 Haushalten. Wir beobachten nicht mehr den ganzen Tag den Spielplatz und was er da macht. Ist direkt vor unserem Haus. In der Schule sitzen sie jedoch alle nebeneinander in einer Klasse, ohne Maske da Grundschule. Nach Schulschluss ist es dann verboten? Oder dürfen sich die Kohorten dennoch privat treffen? Der Kleine findet uns nun natürlich tooootal unlogisch und gemein, die Lehrer würden das ja auch erlauben! Irgendwie hat er Recht.
Wurde doch schon 2000Mal hier diskutiert. Es mag dir unlogisch erscheinen, soll aber die Chancen weitgehend minimieren, die das Virus hat um sich zu verbreiten. Dann halt doch einfach mal das Gemecker von deinem Zehnjährigen aus und erklär es ihm.
Ich lese hier regelmäßig mit und habe diese Fragestellung noch nicht gesehen. Sorry. Gemecker halten wir definitiv aus :-)
Sinnvolles hinterfragen eines zehnjährigen als gemecker abzutun... Und das von einer Lehrerin!
Ich finde das super wenn es bereits Kinder schaffen die Sinnhaftigkeit einer Aktion zu hinterfragen und sich dazu selber Gedanken zu machen. Mit Gemecker - was ja etwas Schlechtes impliziert - hat das in meinen Augen gar nichts zu tun. Ich bin erst da wieder bei Dir, dass wir Eltern jetzt erklären sollten, dass das Kind mit dem Gemecker durchaus recht hat, aber er sich trotzdem an die Vorgaben halten muss. Je nach BL kennt man die und kann die erklären.
Ich habe gelesen, Kind stellt nicht die Maßnahmen infrage, sondern die Ansage der Eltern. Lies nach. Wenn ich etwas durchsetzen will, weil ich es für richtig halte, ertrage ich auch das Gemecker meiner Kinder. Ich diskutiere nicht jede Ansage aus. Erklärung gibt es aber im Bedarfsfall.
darf Kind hinterfragen. Ich wünsche mir das sogar von meinen Teens. Ich bin nämlich nicht perfekt. ![]()
Es IST total unlogisch und absolut schwer zu verstehen. Leider darf er sich privat dennoch mit höchstens einem anderen Kind treffen. Ich denke, es wäre einfacher zu verstehen und einzuhalten, wenn in der Schule wenigstens nur halbe Klassen wären und die Abstandsregeln eingehalten würden. Besser hätte man die Schulen für ein paar Wochen komplett geschlossen.
Habe eben in unserer Verordnung nachgelesen. Müssen sie im Garten spielen, da sind bis 10 erlaubt, egal wie viele Hausstände. Zumindest was seine Klassenkameraden angeht passt das für uns.
Seid ihr in Berlin? Da ist so weit ich weiß, sogar Freizeitsport im Freien bis 10 Kinder erlaubt. In anderen Bundesländern aber nicht.
Richtig ![]()
Bitte schau von wann die Verordnung ist. Seit heute gilt höchstens 10 Personen aus 2 Haushalten im öffentlichen Bereich. Im privaten wird das ebenso empfohlen, ausser in den BL welche die Regelung auch im privaten festgesetzt haben. 10 Personen im privaten hört sich nach der alten an.
Ich finde es nicht so schwer zu verstehen. Es muss auf dem Spielplatz / Bolzplatz nur ein Kind dazu stoßen, welches nicht in die gleiche Klasse geht wie die anderen - und schon stehen dem Virus weitere Türen offen. Für die Kinder ist das blöd, keine Frage und ich bin auch wirklich traurig, dass meinen Söhnen alles gestrichen wurde: Fußballtraining, Musikschule, Sportverein, spielen mit mehreren anderen. Aber unlogisch oder schwer zu verstehen finde ich es nicht. Liebe Grüße, Gold-Locke
Ich sehe meine Kinder oft den ganzen Nachmittag nicht. Kann schon sein, dass sie dann auch mal mit mehr als einer Person spielen... Der Kleine ist noch nicht "strafmündig", und die Große weiß, dass sie das Bußgeld selber bezahlen müsste, wenn sie erwischt wird. Im Rudel ist aber auch sonst keiner von ihnen unterwegs.
Deine Tochter müsste ihr Bußgeld selbst bezahlen? Krass, aber cool. Meine geben ihr Taschengeld derzeit leider immer voll aus. Dann wär ich 'dran...
Ich würd bei bussgeld fürs kind erst mal klagen!
Die ham doch nicht alle würschtl aufm teller... ![]()
Man muss ja nicht sofort zahlen, und notfalls lege ich's ihr bis Weihnachten aus. Da kann dann die ganze Familie zusammenlegen dafür, dass sie so doof war sich erwischen zu lassen ;-) Dann ist das neue iPhone wieder ein Stück weiter weg.
Darf ich fragen wie alt deine Tochter ist?
Bevor ich dir an den Kopf werfe wer dich als Mutter hat, braucht keine Feinde!
ich erzähle meinen Kids heute mal, was sie Gutes an mir haben.
Wissen sie zwar, aber nur noch mal zur Bestärkung.
Sie ist 14. Sie kennt die Regeln und sollte entweder schlau genug sein sie einzuhalten, sich mit ihren Freunden unauffällig zu verhalten, oder wenigstens schnell wegzulaufen. Und das gilt nicht nur für die Corona-Regeln. Ich zahle auch nicht, falls sie beim Radeln ohne Licht oder mit Handy erwischt wird. So dumm ist sie nämlich eigentlich nicht, dass sie sich der Regeln nicht bewusst ist. Dass man Einspruch einlegt, falls der Vorwurf schwachsinnig ist, ist selbstverständlich.
Würdest du echt jede "Strafe" für deine Kinder bezahlen? Auch wenn sie gerechtfertigt wäre und das Kind einfach aus Arroganz und Dummheit Regeln ignorieren würde? Gerade bei dem Coronamist ist es echt unwahrscheinlich erwischt zu werden. Wer sich dann so dumm oder frech anstellt, dass er eine Anzeige bekommt, hat es uU einfach mal verdient. Was lernt man dann daraus, wenn die Eltern widerstandslos den Geldbeutel aufmachen? Und wie oft macht man das?
doch wieder reingeholt werden ;-)
Ich glaube, dass man eine etwas andere Perspektive auf die Sache bekommt, wenn man auf der anderen Seite steht und desöfteren Leute verwarnen muss, die sich nicht an die Regeln halten oder Versammlungen auflösen.
Vor allem, wenn man weiß, dass wegen sowas idR nur diejenigen angezeigt werden, die sich aufführen wie Idioten und frech werden. Und dass auch von denen nicht jeder tatsächlich zahlen muss. Die brauchen sich doch bloß irgendwohin zurückzuziehen, ohne rumzugrölen oder die Musik aufzudrehen, wenn sie sich treffen wollen. So schwierig ist das zumindest hier in der Kleinstadt nicht, und auch in der Großstadt gibt es Ecken, wo niemand belästigt wird und nicht alle fünf Minuten die Polizei vorbeifährt. Ein bissl Hirn hab ich dem Kind schon vererbt. Wer sich nicht an Regeln halten will, soll sich wenigstens nicht erwischen lassen.
Wenn ihr wüsstet, wie viel Elan in diese Kontrollen gesteckt wird
mutwilliges, was strafen einbringt würde ich nicht zahlen. bei jugendlichem leichtsinn habe ich verständnis und würde die zahlung übernehmen .
ich hab meinen noch nicht aufklären müssen, dass sie die Kosten einer Fehlinterpretation der Vorschriften selber zahlen. ![]()
Dann sei froh, dass deine Kinder so brav sind. Da braucht man das natürlich nicht. Ich kläre meine Kinder über die Regeln auf. Eine Fehlinterpretation ist bei so einfachen Regeln nicht möglich. Lediglich vorsätzliche Zuwiderhandlung. Und wenn die Große schon "blöd" nachfragt, ob sie sich wirklich nicht mit ihren zwei Kumpels treffen darf (klar, für dich gilt eine Ausnahme, Prinzessin) oder spätnachmittags mit ihrem Fahrrad ohne Licht loszieht, kläre ich sie über die möglichen Folgen auf. Und darüber, dass sie ggf. das Bußgeld selbst bezahlen muss, wenn sie meint, dass die Regeln für sie nicht gelten.
selber verantwortlich ist. Und die Konsequenzen auch selber tragen muss.
Sehe ich wie Leewja. Verstehe die Aufregung hier gar nicht und finde es ebenfalls sehr lehrreich fürs Kind wenn es soweit kommt. Ich handhabe es bei meinen Kindern genauso bzw erstmal bei den beiden älteren (Jetzt 15 und 16). Sie sind schon länger für ihr bewusst falsches Handeln (finanziell) selber verantwortlich und wissen das auch. Bisher kam noch nichts vor oder sie wurden nicht erwischt (weiß ich nicht), aber auch zum Beispiel schwarz fahren oder ohne Monatskarte erwischt werden, müssten sie selber zahlen. Gegen Corona Maßnahmen verstoßen ebenso.
Hier spielen die Kinder einfach zusammen und Ende.
Ernsthaft ich muss ein 10 jährigen nicht mehr ständig beaufsichtigen und was sollen die machen? Den anzeigen ![]()
Eigentlich mussten die Schulen hier Hygienekonzepte erstellen. Hier brauchen Grundschüler zwar keine Maske zu tragen - aber auch nicht den Sitzplatz in der Klasse wechseln. In der Mensa sitzen in der Regel auch die Banknachbarn immer zusammen an einem Tisch.
Es ist absolut unlogisch. Was passiert eigentlich, wenn die Kinder in die Schule laufen oder an der Bushaltestelle stehen? Zählt das dann schon zur Schule? Man kann ja schlecht verhindern, dass Kinder aus einer Klasse und Wohngegend nicht irgendwie zusammen laufen.
müssen sie nicht zumindest an der Bushaltestelle Masken tragen? am Bahnhof stehend muss man es ja auch!
Keine Ahnung! Ich kann dem Ganzen nicht mehr folgen.
Es ist an den Eltern verbotswidriges Verhalten zu verhindern/unterbinden.
Hier dürfen die Kinder ohbe Maske auch in der Schule nicht zusammen spielen. Ab der 5ten Klasse gilt während des kompletten Schultages Maskenpflicht, jüngere dürfen die Maske am Platz abnehmen, müssen sie sonst aber tragen.
Bei uns müssen sie sie nur da tragen, wo sich die Kohorten mischen. Ab dem Schulgelände bis zur Klasse und dann bis zu ihrem Pausenbereich. Dort dann nicht mehr. Eben noch einmal eine Seite mit zig Beispielen gefunden. Die ab heute gelten. Geburtstag Kind zum Beispiel: Feier zu Hause bis 10 Personen, egal wie viele Hausstände ist ok. Den geschwenkten Drachen dann draußen zusammen auf der Wiese steigen lassen, verboten, da mehr als zwei Hausstände. Wie oben gesagt, wir halten uns dran, hätte ja aber sein können, dass es bei bestehenden Kohorten Ausnahmen gegeben hätte. Renne ihm mit Sicherheit nicht den ganzen Tag draußen hinterher :-)
und eine gute Argumentation von deinem Kind. Prima!
Allerdings gibt es halt Vorschriften - welche bei Euch gelten - weiß ich nicht. Und an diese musss man sich halt aktuell halten, egal ob logisch oder nicht. Ich bespreche das hier auch mit meinen Teenagern, die sehr wohl so manchen Käse sehr gut argumentieren können.
Ich darf auch weiter Mamafahrdienst mit so vielen Kindern sein, die ins Auto passen. Aber vor der Autotür bitte so viel Abstand, dass man denkt, man wolle da nicht einsteigen.
In der Schule und rum um die Schule ist hier übrigens bei uns in BW Maskenpflicht.
Sprich mit deinem Kind. Erkläre ihm das was passiert und bestärke ihn weiterhin Dinge zu hinterfragen.
"ln der Schule und rum um die Schule ist hier übrigens bei uns in BW Maskenpflicht" Bei uns, auch BW, nicht. Bis Klasse 4 darf man hier, muss aber nicht.
Die Kinder machen doch schon genug durch. So eine Logik ist auch: meine Tochter darf mit ihren "Trupp" (4 Kinder) nicht von der Schule heim laufen, zusammen im Bus geht aber. Ja ne ist klar. Hier dürfen die Kinder zusammen spielen, meist dann privat Gelände und Ende. Ey es sind Kinder, habe vorher schon nicht verstanden wie man seine Kinder isolieren kann. Das ist unmenschlich!!!! Kontakte reduzieren ja. Ich währe für Unterricht in klein Gruppen, bis zu 6 Kinder. Da könnten die Kinder in 4-6 Stunden die Woche warscheinlich mehr lernen als in 30 Stunden Schule. Und in dieser Gruppe können die Kinder dann auch zusammen spielen. Würde für mich Sinn machen. Aber gut.
Da hier selbst bei einem positiven C. Fall in der Klasse , NUR das Tischnachbarkind getestet wird und als K1 gilt, nehme ich mal an, dass die Politik wirklich denkt, dass die Kinder auch in der Schule Abstand halten und damit für DIE , die 2 Haushaltsregel Sinn macht........ ![]()
Sicher ist für mich in der Zwischenzeit eines: Es sind sicher nicht nur Unvernünftige für den Anstieg der Zahlen verantwortlich, sondern auch inkonsequente Gesundheitsämter. Das hat auch nichts mit Überforderung zu tun, die Kontaktnachverfolgung ist ja im Klassenverband problemlos möglich.
Ja , denke ich auch. Ich habe sogar meine eigene Meinung zu " Kinder spielen in der Pandemie keine große Rolle" .....natürlich nicht , wenn sie kaum Symtome haben und man deswegen auch kaum testet . ![]()
Hier ist es so: Auf dem Schulhof Maske. In den Gruppenräumen der OGS ohne Maske. Oder auch: Auf dem Schulhof beim Pausenspiel Maske. Sportunterricht auf genau dem Schulhof: ohne Maske. Oder: Beim Mittagessen in der Mensa ohne Maske. Beim Nachschlag holen (keine langen Wege, kleiner Raum): mit Maske. Nicht ärgern - nur wundern.
als die tatsächlichen Maskenverweigerer a lá "Corona ist nur eine Grippe" usw. teils, weil man kaum noch durchblickt, teils weile s eben so unlogisch erscheint, dass man nicht mehr genau weiß, was jetzt eigentlich gilt bzw. es dann deswegen eben nicht mehr so ganz genau nimmt.
Ist alles sehr verwirrend. In Niedersachsen dürfen Kinder auch zusammen Geburtstag feiern. Bis 12 Jahre. Und es dürfen dann mit erwachsenen aber nicht mehr als 10 Personen sein (für uns als Großfamilie mit 2 erwachsenen und 5 Kids schon blöd). Und ich denke dann dürfen sie auch Fußball spielen.
Da vieles unlogisch ist, sollte man sich vielleicht einfach an die Regel halten, dass man möglichst alle unnötigen Kontakte vermeidet
ist doch sehr persönlich. Für mich ist nötig, Sport treiben zu können (nicht nur Joggen oder Rad, sondern auch Fitnessstudio). Gut, Studio das ist ganz klar nicht möglich. Aber der nächste sagt: für mich ist unbedingt nötig, meine Clique von 2 Freundinnen zu sehen. Das kann sehr wohl nötig sein für die seelische Gesundheit. Deswegen versuchen ja viele, die Lücken zu finden - nicht immer nur, weil sie dagegen sind - sondern weil sie sonst seelisch schäwcheln.
Der Trick ist, dies so auszugestalten, dass Corona dennoch wenig Chancen hat. 3 Freundinnen sind kein Problem, wenn sie ansonsten vorsichtig sind. Das schlägt Drosten vor - dass man kleine eigene Blasen bildet.
Da steckt halt bei vielen eine sehr weite Definition von "nötig" dahinter. Wenn man ehrlich ist, ist es wohl für die allermeisten nicht nötig für die seelische Gesundheit, die zwei besten Freundinnen gleichzeitig zu treffen oder Sport im Fitnessstudio zu betreiben (ohne Unterbrechung durch eine Phase mit Gymnastik zu Hause oder Sport im Park). Ja, es wäre schön. Aber wenn man das wirklich als "nötig" für die seelische Gesundheit definiert, dann dürfte man es sowieso schwer haben im Leben, wenn man nicht ein vom Schicksal verwöhnter Glückspilz ist. Es passieren doch ständig im Leben andere Dinge, die einen genau an solchen Dingen hindern, die man gerne machen würde: Die beste Freundin wandert nach Australien aus, man kann sich ein Fitnesstudio nicht leisten, man hat ein Extremfrühchen zu Hause und muss sich deshalb kontaktmäßig einschränken, der chef drückt einem vor Weihnachten so viel Zusatzaufgaben rein, dass man anen Fitnesstudiobesuch gar nicht mehr denken kann, man kann wegen eigener Krankheit manches nicht machen .... Wenn man dann jedes Mal darauf beharrt, dass es nötig für ein erfülltes Leben ist, viele Leute gleichzeitig zu treffen oder Sport im Fitnessstudio zu betreiben, dann wäre man ja mit dem kleinsten Problem Nicht-Corona-Probleme schnell aus der Bahn zu werfen. Aber mit den Einschränkungen durch andere "Schicksalsschläge" arrangieren sich die meisten Menschen ja irgendwie doch eher. Ich denke, weil man die als schicksalsgegeben akzeptiert, während die Corona-Einschränkungen jetzt von den Politikern so festgelegt wurden, wie sie sind und man selber es ganz anders gemacht hätte. Deshalb kann man sie nicht als schicksalsgegeben akzeptieren. Aber ich frage mich, wie denn dann ein anderer Weg der Einschränkung funktionieren könnte. Empfehlungen führen dazu, dass manche das, was notwendig ist, sehr weit auslegen - sprich: das Ganze wenig bringt. Festgelegte Einschränkungen führen dazu, dass viele schreien, dass es ungerecht ist und das gesellschaftliche Miteinander ins Kippen gerät. Wäre ein abgestuftes Vorgehen eine Idee? Man verbietet die Extreme und appelliert bezüglich der "mittelschlimmen Kontaktereignisse" an die Bevölkerung und versucht noch mehr Aufklärung zu betreiben, als es jetzt geschieht?
Laut Regeln aber aktuell ja nicht: da darfst du nur 1 anderen Haushalt dazu holen. Das etablierte wöchentlich? Treffen mit der Klein-Clique von engsten Freundinnen/Vertrauten ist also aktuell eben nicht möglich. Ebenso, wie die Kids sich nicht mit mehreren Freunden gleichzeitig treffen dürfen. Und das ist bei uns zB schwierig. Die Kids müssten dann auf der gemeinsamen Rasenfläche in getrennten Ecken 1: 1 spielen und dürften theoretisch eben nicht zusammen fangen spielen. Im Frühjahr hat das dann dazu geführt, das im Grunde kein Kind draußen war und Treffen extrem reduziert waren, weil ja in der Wohnung auch "böse" war. Für unser Kind ist also gerade die Schule DER Ort der sozialen Kontakte, wo er eben nicht nur 1 Kind zur Zeit treffen kann.
Naja, weil Du zB Sport als nicht wichtig erachtest bzw. meinst, es wäre das Gleiche wie zu Hause ein bisschen rumturnen, muss das noch lange nicht für alle gelten. Ein Sportkollege zB müsste nach OP jetzt eigentlich dringend an Geräten Muskelaufbau betreiben. Für ihn ist das also sogar medizinisch notwendig. Zu Hause ein bisschen Gymnastik machen oder ein paar Liegestütze im Park nutzt ihm gerade gar nichts. Und auch das Treffen mit den besten Freundinnen gemeinsam kann durchaus sehr wichtig für das seelische Wohlbefinden sein. Und dazu ist es ebene in großer Unterschied, ob diese Freundin wegzieht - oder ob mir jemand anderes (in dem Fall der Staat) verbietet, mich mit ihr und der anderen Person zu treffen. Und vielleicht braucht gerade die Mutter mit Frühchen und der starken Belastung dadurch unbedingt den Ausgleich durch zB Sport inGesellschaft, das Treffen mit den beiden besten Freundinnen oder andere Dinge. Aber genau hier prallen ja immer wieder die Fronten aufeinander: was für dich durch andere Dinge ersetzbar ist oder eben nicht so wichtig, kann für andere Menschen in anderen Lebensumständen sehr wohl extrem wichtig sein. Hier immer wieder so zu tun, als wenn das Luxusprobleme wären, spricht dem jeweils anderen ab, genau so wichtige Bedürfnisse zu haben wie man selbst. Man entscheidest dann darüber, was für andere nötig ist und was nicht. Das ist übergriffig/überheblich in meinen Augen.
Ich verstehe den Ansatz , den du meinst, Fritzi....allerdings bezweifle ich , dass es den vielen Menschen, die ihr Leben , völlig C. unabhängig und ohne politische Entscheidungen " komplett umkrempeln müssen , groß anders geht. Klar akzeptiert man mit Extremfrühchen, Krankheit oder Unfall auch Einiges , weil man mehr " mittendrin" steckt. Aber die Trennungsrate bei Paaren mit " besonderen Kindern " oder die Suizidrate bei Menschen mit unwiederrufl. Einschränkungen ist hoch. Da gibts oft auch kein...ach was soll,s Hauptsache...für Monate. Ansich braucht der Mensch immer Perspektiven und Hoffnung ( woher auch immer ) dann ,gehe ich mit, können die meisten mit Veränderungen und Einschnitten klar kommen....aber um so länger die Sache anhält und umsoweniger Unterstützung man hat....um so schwerer wird es eben für jeden Einzelnen ...ich denke das ist " menschlich".
Ja, das ist wohl der Punkt: es scheint eben nicht mehr so, als wenn es die Hoffnung gäbe, dass sich etwas bzgl. immer wieder kehrenden Einschränkungen ändert. Schon jetzt wird darüber spekuliert oder auch angedeutet, dass es noch stärkere Beschränkungen geben wird und/oder Verlängerungen. ich greif mach Fitnessstudio auf: für mich ist das essenziell. Nicht nur des Sports wegen, der maßgeblich für mein Wohlbefinden ist. Klar, kann ich auch - in begrenztem Maße - zu Hause trainieren. Aber dort bin ich eben in der normal stressigen Umgebung. Studio heißt für viele - wie auch mich - Zeit fürs ich selbst zu haben. Nur für sich. Da ist dann nämlich kein Hund,Katze, Mann, Kind oder sonst etwas, die zwischendurch doch mal fragen, diskutieren oder was auch immer. Es ist die einzige Zeit, in der ich mal nur für mich und meine Bedürfnisse da sein kann. 4 Wochen - ok, bekomme ich irgendwie hin. Aber die Aussicht darauf, gerade den Winter evt. ohne das verbringen zum müssen ... für mich tatsächlich deprimierend. der Stress-Level steigt langsam. Auch für´s Kind. Alle Aktivitäten außerhalb der Schule wieder mal gestrichen. Das merkt man langsam auch den Kindern an. Schneller motzig, gereizt usw. Jetzt kommt bestimmt "na, dann geh doch raus mit deinem Kind - liegt doch an dir" oä Aber auch für die ist so etwas wie zB der Vereinssport abschalten von allem anderen. Raus aus dem Alltagstrott, etwas eigens haben mit Freunden zusammen - ohne Eltern. Unser Kind meinte schon "dann brauch ich gar nicht mehr hingehen - immer wen ich gerade wieder drin bin, darf ich nicht mehr. Wir wollten auch anlässlich Hochzeitstag mal nach Jahren ein WE alleine! in einem Wellness-Hotel verbringen. Alles schon gebucht, Kind bei Oma untergebracht - alles gecancelt, weil darf man ja nicht aktuell. Aber wann wieder? Also werden wir wohl für die Buchung einen Gutscheinbekommen, den wir wann? einlösen können ohne Gefahr zu laufen, dass es wieder nicht klappt? Das ist das Ding mit der Hoffnung. Die schwindet immer mehr und die Politik versprüht nicht gerade Optimismus. Ist vielleicht auch richtig so angesichts der Lage - für die Menschen wird das aber immer schwerer zu ertragen. Und umso lauter der Ruf nach Maßnahmen oder einem Leben ohne diese Einschränkungen.
Sag ihm dass medizinisch notwendiges Training erlaubt ist, sogar in Bayern! War sogar im Frühjahr durchgehend erlaubt! Bestätigung vom Arzt reicht aus. Rezept braucht man nicht.
Das hast du sehr sehr schön und gut beschrieben!
Das ist alles nachvollziehbar und mir geht es manchmal ähnlich. Aber was willst du denn machen? Man kann nicht einfach alles laufen lassen. Das haben einige probiert und es ging ziemlich schief. Das Ganze geht jetzt seit einem dreiviertel Jahr, was erwartest du denn? So schnell geht eine Anpassung eben nicht. Dieses ewige Gejammer bringt niemandem etwas.
Ja mir geht es ja auch so , wenn auch anders geschuldet.
Ich habe jetzt vom Hausarzt 12x Massagen verschrieben bekommen.....Begründung ....na sie müssen da mal raus Zuhause und was soll ich sagen...Recht hat er ... ![]()
Wie kommst du auf alles laufen lassen? Man kann doch Verständnis haben für die Einschränkungen und trotzdem Empathie mit den Menschen denen es damit nicht gut geht? Du nicht? Ich schon! Niemand muss das alles angenehm finden.
Du hast mich nicht verstanden. Du schreibst jetzt, dass es dir "wichtig". Das bezweifle ich gar nicht. Mein Punkt war aber, ob es für einen gesunden Erwachsenen wirklich "notwendig" für die seelische Gesundheit ist, jederzeit (ohne eine mehrwöchige Pause) mehrere Freunde gleichzeitig zu treffen oder Sport im Fitnessstudio zu betreiben. Das glaube ich eben nicht. Und jeder macht, aufgrund der Bedingungen im eigenen Leben, zu denen neben dem eigenen "Schicksal" auch Gesetze/Verordnungen und andere Ergebnisse politischer Entscheidungen gehören, zwangsläufig Zugeständnisse. Es gibt wahrscheinlich niemanden, der mit allem, so wie es vor Corona lief, zu 100% zufrieden war und sich in keiner Weise eingeschränkt fühlte. Nur hat man sich an die ganzen Einschränkungen, die man sonst so hinnimmt, schon so gewöhnt, dass man kaum mehr darüber nachdenkt, ob es nicht auch anders ginge .... Für mich, meine Angehörigen oder Freunde wären ganz coronaunabhängig auch bestimmte Dinge "wichtig", in dem von dir beschriebenen Sinn. Sie sind uns trotzdem verwehrt. Dazu gehört: - finanzierbarer ausreichend großer Wohnraum mit Balkon oder Garten, ohne Schimmel- oder Lärmproblem, - sicherer Schulweg für die Kinder, - mehr Schutz vor Straßenlärm, - dass man mit Beschwerden nicht Monate auf einen Facharzttermin (z.B. beim Rheumatologen) oder den Physiotherapietermin warten muss, - Zugang zu einem Schwimmbad, das nicht so übervoll ist, dass man sinnvoll Schwimmen üben kann, - dass das Recht auf Inklusion für behinderte Kinder (und Erwachsene) nicht andauernd durch ergänzende Paragraphen ausgehebelt werden darf, - dass ein Gewürz, auf das ich allergisch reagiere, auf den Verpackungen deklariert werden muss, und nicht unter dem Punkt "Gewürze" subsumiert werden darf - etc. Auch bei solchen Punkten, die ja jeden mehr oder weniger auch betreffen, müsste man dann ja konsequenterweise andauernd hadern, dass das anders läuft und entschieden wird, als man das gerne hätte. Aber man tut es i.d.R. nicht, weil man sich nur aufreibt, wenn man andauernd darauf schaut, was nicht möglich ist. Und zu dem Sportkollegen: Medizinisch notwendige Physiotherapie an Geräten darf ja stattfinden. Er wird halt wahrscheinlich eine Physiotherapie-Praxis suchen müssen, wo das möglich ist. Das kann dann tatsächlich dauern mit dem ersten Termin. Und zu der Frühchen-Mutter: Sie darf ja in Gesellschaft einer Freundin Sport treiben. Sie fände es vielleicht schöner, sich zu viert zu treffen, es ist aber ja kein Beinbruch, wenn das mal 4 Wochen nicht möglich ist.
Wenn man jetzt erwartet, dass die Einschränkungen jetzt auf Monate so weitergeführt werden, wie sie jetzt sind, verstehe ich durchaus eine gewisse Frustration. Mich frustriert die Lage auch. Ich sperre mich nur etwas dagegen, das Gruppentreffen mit Freundinnen und Sport im Fitnessstudio als wirklich "notwendig" für die seelische Gesundheit zu definieren. Man musste irgendwo einschränken, und hat das da getan, wo man es am ehesten verkraftbar fand: im Freizeitbereich. Das ist nicht schön und trifft manche sicher mehr als andere, aber wo hätte man denn sonst einschränken sollen? Mit fällt, ehrlich gesagt, auch nichts Besseres ein. Am ehesten noch, dass man den betrieblichen Bereich mehr ins Visier nimmt und definiert, was dort "unbedingte nötige" Zusammentreffen sind uns wann Homeoffice nicht möglich ist, sonst kann je jeder Chef entscheiden, wie er möchte ....
Also in NRW gelten die Haushaltsbeschränkungen ja nur für den öffentlichen Raum. Das Treffen wäre problemlos möglich. Bei den Kids - ja, das ist ein Problem. Aber die Regelungen wurden ja nur notwendig, weil sich offensichtlich nicht genug Menschen freiwillig an die Regel "Kontakte reduzieren" gehalten haben. Und dann muss dann mit der Gießkanne gearbeitet werden, das geht gar nicht anders. Die Schulen sind nicht offen, weil sie sichere Orte sind, wo sich keiner infiziert, sondern aus den Gründen, die du hier im Frühjahr eindrücklich beklagt hast. Es ist ein Kompromiss.
Guter Mann! Genieß es ![]()
Letztendlich geht es ja im Grunde wohl genau darum: für den einen ist es das Treffen mit Freunden, für den nächsten der Chor, das Fitnessstudio, die Skatrunde oder was auch immer. Immer mehr Menschen fühlen sich da einfach ihrer Ausspann-Gelegenheiten beraubt. Und damit eben ihre Lebensqualität. Stress-Level steigen. Auch dadurch, dass gefühlt ja wenig Verständnis für das "Jammern auf hohem Niveau" herrscht.. Ob jemand anderes diese Dinge also ebenso wichtig ansieht, ist eigentlich egal. Das nächste mal könnte es eben etwas betreffen, dass zB dir total wichtig ist oder deinem Partner. Oder der Oma im Pflegeheim, die man dann doch nicht mehr besuchen darfst und die darunter sehr leidet. Ich habe keine Patentlösung dafür - aber ich kann sehr gut verstehen, dass die Menschen der Einschränkungen müde werden, weil es eben scheinbar keine andere Lösung gibt und weitere LD´s nicht so irre unwahrscheinlich sind. Und ich denke, noch 1 oder 2 mal solche LD´s und die Bevölkerung hier wird sich dagegen wehren. Ob das vernünftig ist oder nicht, wäre dabei egal - man möchte aber wieder etwas mehr Kontrolle über sein Leben erlangen und sich nicht immer wieder staatlich etwas verbieten lassen, was ein Leben lang normal war. Es werden keine Corona-Leugner sein, die auf die Barrikaden gehen oder einfach nicht mehr mitmachen - viel eher ganz normale Menschen, die einfach das, was gerade zum 2. Mal passiert nicht noch ein 3. der 4. mal einfach übergestülpt bekommen wollen. Könnte ich mir zumindest gut vorstellen.
Ich kann mir auch vorstellen, dass der Unmut immer mehr hochbrodeln wird. Mich verwundert es aber tatsächlich sehr, wie stark sich viele gegen die Corona-Einschränkungen des Staates wehren. Im Gegensatz dazu hat ja ohne Corona die breite Mehrheit doch viele der politischen Entscheidungen recht klaglos hingenommen, obwohl die Folgen für die Einzelnen oft viel gravierender sind, weil sie andauern (siehe z.B. meine Liste oben). Vielleicht ist der Unterschied der, dass man das eine als ein "Verbot" hinnimmt, dessen Grundlage man als unausgewogen betrachtet, während die anderen Punkte so im allgemeinen Gewaber des Kompromissfindens in der Politik und dem eigenen Leben untergehen und gar nicht mehr so direkt als Folge politischer Entscheidungen wahrgenommen werden ....
Die Dinge, die du aufgezählt hast, sind sicher alle dazu geeignet, sich darüber zu beklagen, zu beschweren und sie doch nicht ändern zu können. Und genau da kommen dann die Dinge in´s Spiel, die jetzt beschränkt werden. Die schaffen nämlich den Ausgleich zu dem Frust über zB den Verkehrslärm oder die zu teuren Mieten. Sich zB mit den beiden besten Freundinnen wöchentlich zu treffen, zum Chor zu gehen usw ist der Ausgleich, den die Menschen brauchen, um die anderen Dinge hinnehmen zu können. Oder der Urlaub, den man eben als Ausgleich braucht, um dann mit den alltäglichen Ärgernissen/Stress wieder gelassener umgehen zu können. Wenn das aber immer wieder staatlich verordnet verboten wird/unmöglich gemacht wird, steigt automatisch der Stress. Weil eben der individuelle Ausgleich fehlt. Und das nunmal zu einem riesengroßen Anteil etwas mit sozialen Kontakten. Ob Treffen zum Essen oder Sport, Singen etc - all das findet idR in einer Gruppe gleichgesinnter statt. Und ist losgelöst vom Alltag. Das ist die Zeit, in der du alles beiseite schieben kannst und genau nicht über die Alltagsproblemchen nachdenkst oder diese in der Gruppe viel lockerer besprechen kannst und danach evt. auch mit dem vorher übermächtig erscheinenden Problem plötzlich doch ganz gut klarkommen kannst. Das fehlt durch Kontaktbeschränkungen. Sie sind nämlich nicht bloßer Kontakt, sondern vielmehr Zeit-Inseln, auf denen man abschalten kann. Das staatlich verboten zu bekommen löst eine viel größere Gegenwehr aus als etwas, das mich ärgert, aber evt. durch zB einen Umzug theoretisch sogar zu lösen wäre (hohe Miete). Ich könnte mich dem also theoretisch entziehen - bei staatlich verordneten Maßnahmen geht das nicht. Gar keine Chance, das irgendwie ändern zu können.
Dass die jetzt beschränkten Dinge zum Frustausgleich beitragen, stimmt sicher. Aber trotzdem werden ja viele Menschen die jetzt getroffenen politischen Entscheidungen doch grundsätzlich als notwendigen Kompromiss in einer schwierigen Lage akzeptieren. Und so ein Kompromiss (und damit eigentlich jede politische Regelung) ist ja immer mit allen möglichen Ungerechtigkeiten und Ungleichgewichten im Detail verbunden. Das schluckt die große Mehrheit der Menschen ja auch sonst recht klaglos. Und das ist es, was ich nicht verstehe: Warum viele die von mir genannten Punkten (oder ähnliche) als Teil der notwendigen Kompromisse im Leben zu akzeptieren bereit sind (manches davon lässt sich eben nicht durch Umzug lösen), obwohl sie dauerhafte und gravierende Einschränkungen der eigenen Lebensentfaltung mit sich bringen können, nicht aber, dass es bei den Corona-Einschränkungen (die ja nur vorübergehend sind) jetzt auch so ist.
Weil diese Dinge nicht explizit staatlich angeordnet sind. Der Staat hat nicht angeordnet, dass du gefälligst im Lärm zu leben hast. Der Staat hat auch nicht gesagt "du musst die teure Miete zahlen" oder "WIR erhöhen die Mieten jetzt mal um x %". Das sind Dinge, die sich so entwickelt haben ohne das der Staat sie angeordnet hat oder dir verbietet, dagegen etwas zu unternehmen. Der Staat verbietet dir gerade, was du sonst tatsächlich ganz für dich alleine entscheiden konntest - dein Privatleben. Sport ja oder nein, mit Freunden treffen ja oder nein - dein Privatleben konntest du bislang nämlich selbst bestimmen. Und genau das verbietet dir der Staat jetzt. Gefühlt ist also nun dein ganzes Leben fremdbestimmt. Und wie schon gesagt: die aktuellen Beschränkungen sind eben die Ausgleichsmöglichkeiten zu solchem Ärger wie "mann, die Miete wurde erhöht" oder "was soll denn bitte die Baustelle vor meinem Fenster?!?" Der Staat verbietet aber gerade sozusagen den Ausgleich vom alltäglichen Stress. Und das eben ohne Aussicht darauf, dass dies nicht in wenigen Wochen wieder passieren wird oder schon mal gar nicht in 4 Wochen erst mal beendet wird.
Von dem Moment an, wo der Wecker klingelt, habe ich Verpflichtungen. Die übernehme ich auch gerne bzw. gehören zu dem Leben, das wir führen eben dazu. Das funktioniert so lange gut, wie es eben Ausgleiche von diesenVerpflichtungen gibt. Genau durch deine Auszeiten wie Singen, Chor, Sport, mit Freunden treffen bist du mental fit genug dafür, das alles zu stemmen. Die Wegnahme dieser Auszeiten heißt, dass du nur noch Verpflichtungen hast. Natürlich gibt es Menschen, denen reicht es, 1 Std am tag mit dem Hund Gassi zu gehen. Oder für die ist es Auszeit/Entspannung, (mit den Kids) zu kochen, die Wohnung zu putzen oder sonst etwas, das keine sozialen Kontakte oder ein Verlassen der Wohnung beinhaltet. Die allermeisten Menschen müssen aber aus dieser normalen Umgebung mit allen möglichen Verpflichtungen/Verantwortungen für andere ausbrechen können, damit sie ihnen noch Freude bereitet/sie mental gewappnet dafür sind. Oder eben auch dafür gewappnet zu sein, ständig Maske zu tragen, nur noch im Homeoffice zu sitzen oder sonstiges, was Corona eh schon mit sich bringt.
Das stimmt so für einiges, aber nicht für alles: Bestimmte gesetzliche Regelungen, die Menschen mit Behinderung betreffen, sind bei entsprechender Auslegung derart bevormundend und übergriffig, dass es in keinem Verhältnis steht mit den aktuellen Einschränkungen (aber das betrifft halt nur wenige). Auch nützt Umziehen nur bedingt gegen Lärm, weil man ja nie davor gefeit ist, dass die Umgehungsstraße in drei Jahren doch wieder vor der Haustüre landet, solange es keine gesetzlichen Regelungen gibt, die den Verkehrslärm in Wohngegenden grundsätzlich deckeln. Aber vielleicht liegt darin tatsächlich der entscheidende Unterschied: Das eine sind Verbote und das andere sind fehlende Regelungen. Das macht gefühlsmäßig wahrscheinlich für viele einen sehr wesentlichen Unterschied. Und alles, was nur eine Minderheit betrifft (wie in meinem Beispiel oben) mobilisiert einfach nicht genügend Menschen, um gesellschaftlich in Erscheinung zu treten.
Ich habe, glaube ich, in meinem direkten Umfeld überdurchschnittlich viele Menschen, die durch das "Schicksal" (oder wie man es nennen will), aber in einem Fall auch durch eine von außen recht willkürliche politische Entscheidung, recht große Einschränkungen hinnehmen mussten und das im Großen und Ganzen recht gut bewältigt haben und bewältigen. Deshalb fällt es mir schwer zu akzeptieren, dass für so viele Menschen der freizeitmäßige Ausgleich vom pflichterfüllten Alltag nur durch genau das möglich sein soll, was jetzt verboten ist. Wenn man ein bisschen anpassungsfähig und -willig ist, kann man sich doch mit einigen kleineren Abstrichen trotzdem einen erlaubten Ausgleich für den Alltag schaffen. Damit meine ich nicht, dass es nicht schade ist, dass der eine nicht mehr zum Chor kann, für den anderen die Schafkopfrunde ausfällt und für den dritten kein Fitnessstudiobesuch mehr möglich ist. Aber ich finde das Lamentieren darüber, dass nur noch die zweit- oder drittbeste Freizeitvariante möglich ist, überzogen, angesichts der Tatsache, dass keine guten Alternativen im Raum stehen.
Ich finde diesen Artikel von Isabella Eckerle ganz schön, in dem sie beschreibt, wie man es über Herbst und Winter schaffen kann, sich „regelkonform“ zu verhalten und trotzdem seine Gewohnheiten mit (kleinen) Änderungen beizubehalten: https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-10/zweite-welle-coronavirus-alltag-treffen-weihnachten-feiern-verhalten?wt_zmc=sm.int.zonaudev.twitter.ref.zeitde.redpost.link.x&utm_medium=sm&utm_source=twitter_zonaudev_int&utm_campaign=ref&utm_content=zeitde_redpost_link_x
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- Hab das Gefühl es dauert jedes mal länger...
- Oh nein! Nun auch hier!
- Was tun bei Durchfall bei Corona und Kopfschmerzen
- Schaun ma mal, was noch kommt....
- Die heikelsten Themen der Pandemie sind geschwärzt
- RKI unter der Lupe - endlich!