Zwergenalarm
In Anlehnung an diverse Threads der letzten Tage (und auch davor), in denen teilweise nicht ganz unberechtigt nach dem "woher" der Zahlen gefragt wird. Was wäre denn, wenn das Virus ganz eigenen Gesetzmäßigkeiten folgt, die nur gekappt werden könnten, wenn der Weg nach draußen für tatsächlich ALLE an der Haustür endet? Dass das aber nicht machbar ist wissen wir auch alle. Wenn also die partiell in die Höhe schnellenden Zahlen hier und die sinkenden Zahlen dort gar nicht mehr so ursächlich mit den getroffenen Maßnahmen und deren Einhaltung im Zusammenhang stehen? Nicht falsch verstehen.....Maßnahmen zu treffen und sie einhalten ist sinnvoll, aber alle Erwartung in immer härtere Maßnahmen zu setzen? Ist das dann auch noch sinnvoll? Könnte es sein, dass wir bereits das Äußerste, was machbar ist, damit unsere Gesellschaft noch funktioniert, nicht eh schon machen? Dass es nicht mehr an irgendwelchen Verquerergruppen liegt, die das Virus immer wieder aufploppen lassen, sondern schlichtweg am Virus selbst? Ich glaube wir sollten uns langsam damit abfinden, dass die Todesursache Covid19 in Zukunft eben auch häufiger auf den Totenscheinen stehen wird. Zumindest bis zur Impfung, sonst bringen wir uns noch gegenseitig um.
als wenn die toten das grösste problem wären.
Ich denke schon, dass das Virus schon sehr weit in die Bevölkerung eingetrungen ist. Daher die hohen zahlen. Mit einem extrem hatten lockdown könnte man es zwar meines Erachtens ein großes Stück zurück drängen. Aber nach einiger Zeit wird es sich seinen Weg wieder Bahnen. Und die Zeit kann im Winter bestimmt ziemlich kurz sein. Man sieht ja auch an Italien und Spanien und so dass die Zahlen nicht extrem gedrückt werden konnten im Frühjahr trotz hatten lockdown. Die Zahlen stiegen dort nach einer Weile wieder an. Aber wenn man kapituliert und den Tod als folgte von covid 19 akzeptiert, dann würde das bedeuten, dass man nicht mehr alle Patienten adäquat behandeln kann und sie bewusst sterben lassen müsste. Sonst würde das Gesundheitswesen in kürzester Zeit kollabieren denke ich. Will man das wirklich? Will man in Kauf nehmen, dass auch andere Krankheiten nicht mehr richtig behandelt werden können, weil die Betten voll sind mit covid 19 Patienten? Mugi
Ich meinte nicht kapitulieren.....ich meinte akzeptieren. Und nicht immer noch härtere Maßnahmen einfordern.
Frankreich war im Oktober - meine ich - bei einer Inzidenz von zwischen 200 und 300 pro 100.000 und bei einer Auslastung der Pariser Krankenhäuser mit Covid-Patienten von etwas über 30%, als sie den 2. Lockdown mit Ausgangssperre und Verlassen des Hauses nur mit triftigem Grund verhängt haben. Inzwischen sinken die Zahlen. Die Schulen sind aber weiterhin offen. Wenn du dir die Inzidenzzahlen in einigen Kreisen in Deutschland anguckst, wird das nicht gut gehen mit den vergleichsweise noch lockeren Maßnahmen, die wir hier haben. Dann werden mehr Leute schwer erkranken, als behandelt werden können. Es gibt natürlich trotzdem eine hohe Dunkelziffer von Infektionen, aber da die Nachverfolgung sowieso nur noch so leidlich oder teilweise gar nicht mehr klappt, ist es umso wichtiger, einschneidende Kontaktbeschränkungen beizubehalten oder weiter zu verschärfen. Frankreich ist uns von der Bevölkerungszusammensetzung nicht so unähnlich, glaube ich. Und wenn man die Gesamtbevölkerung da in Relation zu den Coronatoten setzt, sind da fast vier Mal so viele gestorben wie hier, bisher. Da möchte ich eigentlich nicht hin.
Frankreich hatte pro Tag neuinfektionen von 50.000 bis 60.000, bei weniger Einwohnern. Da sind wir weit weg davon.
Z.B. das Geld statt, wie im Moment in Ausfallszahlungen für teilweise bereits Zombieunternehmen zu buttern, lieber in Kapazitäten im Gesundheitswesen stecken, wenn wir für so eine Bedrohung aktuell nicht gerüstet sind. Den Handel offen lassen, aber ähnlich, wie es das städteweise an Smogtagen mal mit Autonummern gab (ein Tag nur gerade Nummern, am anderen die ungeraden, die reinfahren durften) auch mit den Einkäufen zu machen. Am Montag alle von À bis J, am Dienstag dann die nächsten, oder so ähnlich. Keinen wird‘s umbringen, wenn man das H&M Kleid erst am Folgetag kauft. Veranstaltungshallen/Kulturstätten müssten nicht zwingend immer bis zum Anschlag gefüllt sein, dafür offen....... Eben nicht mehr davon ausgehen, dass man das Virus komplett ausrotten kann, sondern eben nur soweit eindämmen, dass wir damit weiter existieren können ohne, dass das Ausmaß der Kollateralschäden die Anzahl der eigentlichen Opfer übersteigt. Natürlich müsste das konsequenter durchgedacht werden, als ich das hier jetzt hinschmeiße, aber einen Gedanken wär‘s schon wert.
Ich bin nicht gewillt so viele Tote zu akzeptieren die sich ja nicht nur durch die Alter-Schichten fressen sondern in der Folge auch normale Kranke treffen die andere Dinge haben da die Kliniken voll sind oder willst Du den Covid-Patienten die Behandlung in der Klinik verwehren ? Oder willst Du nach Kontakt die Quarantäne alleine schon aufheben, wie schnell es sich dann verbreitet mag ich mir garnicht vorstellen. Ich bleibe bei meiner Ansicht man müsste theoretisch nicht alles bis ins Extrem verschärfen wenn die Leute sind an die aktuellen Regeln halten würden was sie ja aber wohl nicht tun, da muss man hier nur querlesen. Das Virus kann sich nur verbreiten wenn ein Mensch einen Menschen trifft durch geschlossene Türe 10 km durch die Luft kann es nicht fliegen dagmar
auch zB in den frühen Stunden nur Rentner oder Risikopatienten einkaufen zu lassen aber die Leute maulen und keiner will sich dran halten dagmar
Du hast mich gar nicht verstanden, Ellert. Natürlich nicht „Nein“ zu allem, was Sinn macht. Aber vielleicht etwas langfristiger denken, und weniger Schuld zuschieben, die‘s in der Masse vielleicht gar nicht gibt, weil sich das Virus eben verhält, wie ein Virus. Unser Leben etwas mehr drumherum bauen und nicht immer noch härter dagegen ankämpfen...... Die Krankheit Krebs zu akzeptieren heißt ja auch nicht aufgeben. aber der Kampf dagegen bekommt eine andere Qualität.
Das könnte alles einfacher und besser laufen! Leider gehen viele alte Menschen / Rentner zur Haupteinkaufszeit (Feierabend) los, das kann ich nicht wirklich verstehen!
Ich weiß nicht. Ist das wirklich so, oder ist es nur unser eigener Frust, der uns über gewisse Gruppen maulen lässt?
Die gehen ja auch eher zur Unterhaltung und nicht weil sie was brauchen. Wie kann man sich die 3 Bananen sonst erklären? Wenn mehr los ist, haben sie mehr zum schauen und maulen. Das lassen Rentner sich doch von so einer Pandemie nicht nehmen.
zu den Zeiten zu denen ich einkaufen gehe, in der Regel auf dem Heimweg von der Arbeit Di oder Mi. Wir wohnen dörflich,da leben auch viele ältere Leute, gefühlt sind die Samstags unterwegs - warum auch immer... Im Dorf haben sich in 2 Tagen die Zahlen von 22 auf 35 gesteigert ich verstehe nicht woher das kommt klar stehen die Teenies überall im Freien eng zusammen ohne Masken und vor dem Döner, leider kann man so genau nicht sehen wer betroffen ist, nur die nackten reinen Zahlen werden veröffentlicht. Unsere Schule ist auf, da dürfte es aktuell keine Ausbreitung geben dagmar
Hier die Schule ist auch auf, trotzdem gibt es dort Fälle. Wie viele? Keine Ahnung, wird nicht gesagt. Ich weiss nur das zwischenzeitlich mindestens 3 Klassen in quarantäne waren, fast die Hälfte der Lehrer und in viele Kinder in den verbliebenen Klassen wegen Kontakt im Hort oder Bulli.
Sorry, ich habe dich jetzt erst gelesen. Es stimmt, dass es Mitte (oder Ende?) Oktober dann plötzlich sehr hochschnellte, es waren sogar mehr als 60.000 auf dem höchsten Punkt, meine ich. Das ist aber innerhalb weniger Tage so eskaliert, und so wäre es hier auch gekommen, wenn der Soft-Lockdown nicht beschlossen worden wäre. Inzwischen sind die französischen Zahlen aber deutlich besser als die deutschen.
Covid-19 als Todesursache scheint ja schon jetzt nicht soo selten zu sein. ( siehe Zahlen...) Ich denke, damit werden wir tatsächlich leben müssen. Richtig mies wird es, wenn sich Todesursachen häufen, die eigentlich im Zeitalter moderner Intensivmedizin vermeidbar wären, aber leider zustande kommen, weil Krankenhauskapazitäten fehlen wegen der Covid-Intensivpflichtigen. Ich bin deiner Meinung , dass der härteste Lockdown das Virus nicht eliminieren wird. Aber ich will daran glauben, dass wir mit den Maßnahmen die massenhafte, exponentielle Ausbreitung ein bisschen bremsen können. Alles andere ist Illusion, der sich die Verantwortlichen ganz bestimmt nicht hingeben. Das Virus wird sich seine Opfer holen, aber hoffentlich durch die Maßnahmen nicht alle auf einmal. Denn massenhafte Krankheit und Todesfälle führen sicher zu ähnlichen Ausfällen wie ein Lockdown, d.h. Handlungsfähigkeit ganzer Abteilungen in Firmen, kein normaler Unterricht an den Schulen, Abmeldung von Kliniken... nur noch unkalkulierbarer. Ob das besser wäre?
Trotzdem meine ich, dass die aktuelle Strategie kurzfristig gedacht ist........für lange haben wir irgendwie keinen Plan. Und lang wird‘s werden, davon ist auszugehen. Die Impfung wird‘s verbessern, aber nicht heilen. Und vor allem, was bei der nächsten Pandemie? Alles auf Anfang?
Tja, hoffen, dass es bis zur nächsten Pandemie ein paar Jährchen dauert. Die letzte war ja auch ne Weile her. Langfristig denken...mh. Nützt nur im Moment erstmal nichts, wenns brennt. Ganz pessimistisch betrachtet wird durch Corona einiges von unserem schönen Wohlstand und unserer Sicherheit den Bach runter gehen, umso mehr, je länger es dauert. Niemand kann das Ausmaß der Schäden seriös voraussagen. Vielleicht verschwindet das Virus wieder wie die Spanischen Grippe, die irgendwann vorbei war? Vielleicht kann man hinterher nur Scherben zusammenkehren, Bilanz ziehen und einen Plan machen, wie man sich wieder aufrappelt?
Irgendwie muß es jedenfalls weitergehen. Ewige Lockdowns oder Impfungen sind in meinen Augen keine Lösung. Ich finde auch wir sollten allmählich zur Normalität zurückkehren und aktzeptieren. Von einer Epidemie kann man ja nicht sprechen. Da die Tests auch falsch positiv anzeigen (zu wieviel Prozent gibt es falsche Ergebnisse? Um ein eindeutiges Ergebnis zu haben müsste ja minimum 2 mal getestet werden) sind die Zahlen... Ja, viel höher als tatsächlich. Und wenn nun auch jeder zum Test läuft ohne auch nur Anzeichen einer Erkrankung zu haben...
Ich habe ja immer den Vergleich mit Island - nachdem da ja relativ früh die Zahlen hochgingen mit der dortigen "dritten Welle" und das RKI das Land ab 30.09. als Risikogebiet eingestuft hatte, ist es mittlerweile seit 22.11. kein Risikogebiet mehr - aktuell liegt die Inzidenz dort im Land bei 46,4 - allerdings bezogen auf 100.000 Einwohner und die letzten 14 Tage. Zwischenzeitlich war die Inzidenz bei rund 300, teilweise wurden um die 100 Leute am Tag positiv getestet - heute waren es 7 positive Tests, gestern 4 - und alle davon waren vorher schon in Quarantäne. Gaststätten und Restaurants dürfen dort übrigens geöffnet haben, aber mit eingeschränkten Kapazitäten und es muss um 21 Uhr geschlossen werden. (Allerdings schließen viele Restaurants dort sowieso um 21 Uhr, das trifft also insoweit vorrangig Bars und "Vergnügungsstätten".) Schulen haben auch weitgehend geöffnet, teilweise Online für die älteren Jahrgänge. Geschäfte haben überwiegend auch geöffnet, wenn auch mit Personenbegrenzungen, Maskenpflicht und Desinfektionsmittel. Ikea hat allerdings geschlossen und man kann nur online bestellen und dann am Lager abholen. Was ich als großen Unterschied empfinde - in Island wird sehr konsequent in Quarantäne geschickt und alle Kontaktpersonen werden auch konsequent durchgetestet. Gerade mal geschaut - gestern waren dort 0,8% der durchgeführten Tests positiv. (Es wird auch sehr genau getestet, dass man wirklich nachvollziehen kann anhand das Genoms (?) der Virus, wer sich bei wem angesteckt hat.) Natürlich sind die Verhältnisse in Island auch anders als in Deutschland - nach Island kommt man nur mit dem Flugzeug oder mit der Fähre (bzw. von jetzt bis Anfang März nur mit Flugzeug, da die eine Fähre, die verkehrt, überholt und umgebaut wird), da ist es also relativ einfach, Einreisende zu testen. Es wird derzeit ein Test bei der Einreise gemacht, die Leute dann in Quarantäne geschickt, nach 5 Tagen zum 2. Test und wenn der auch negativ ist, endet damit die Quarantäne. Klar, es gibt immer ein paar Idioten, die sich nicht an die Quarantäne-Regeln halten, oder Leute, die die Regeln nicht verstehen. Aber im Großen und Ganzen funktioniert das bisher schon ganz gut.
Manche Länder haben es aufgrund ihrer geografischen Lage tatsächlich einfacher. Aber auch für die Zentren innerhalb Europas sollte es langfristige Wege geben. Halt mit der Akzeptanz, dass man aus einer Welle nicht so schnell herauskommt, dafür behandlungstechnisch besser gerüstet wäre....
Ja, aber das lässt sich ja auf die Schnelle nicht umsetzen. Würde ja enorm mehr Personal und Kapazitäten erfordern, das schüttelt man nicht innerhalb eines Jahres aus dem Ärmel. Grundsätzlich sollten wir aber aus dem Virus gelernt haben. Das nächste Virus kommt bestimmt, da gebe ich dir recht. Vor allem wenn der Mensch nicht aufhört in jeden Winkel der Natur reinzupfuschen.
Aber nach einem Jahr sollte man zumindest schon etwas in die Wege geleitet haben können, und davon nehme irgendwie nichts wahr
Naja, es klappt aber ja nirgendwo auf diesem Planeten wirklich gut, außer in einigen asiatischen Ländern. Vielleicht sollte man mal dahin schielen und das übernehmen? Intensivpflegekräfte kann man jedenfalls nicht innerhalb eines halben Jahres aus dem Boden stampfen.
Dann fängt aber wieder das Gejammer wegen des Datenschutzes und der diversen Corona Apps an.
Nein, sicher nicht, aber ich hab auch noch nirgends gelesen, dass die Tendenz in die Richtung zeigt. Und je früher ich anfange, desto eher habe ich das Ergebnis
Ja, wir werden uns damit abfinden müssen, dass Menschen an Covid19 versterben. Ja, wir müssten mehr in Gesundheitswesen und Bildung investieren, als in kurzfristige Rettungsaktionen. Nein, wir als Gesellschaft sollten es nicht akzeptieren, dass jene, die immer noch so auf unbedingten Spaß (Party, Skiurlaub) oder narzisstischen Machterhalt (AG: Nein ihr dürft nicht im Homeoffice arbeiten, ich will euch alle hier im Großraumbüro sehen) oder kurzfristigen Gewinn (AG: Egal, ihr arbeitet weiter, auch wenn euer Kollege, mit dem ihr alle im Pausenraum und der Werkhalle wart, Corona hat) aus sind oder einfach strunzblöd sind ( "Ich fühl mich gesund, also kann ich Tante Gerdi im Altersheim besuchen und morgen noch den Nikolaus für die Kinder im Ort spielen") Menschenleben und langfristiges wirtschaftliches Wohlergehen gefährden. Und ja, zu jedem dieser Beispiele kann ich mindestens eine konkrete Person / Verursacher benennen.
Nachtrag: Ja, wir brauchen eine langfristige Strategie. Aber die klappt bei so hohen Infektionszahlen bzw. schlechter Nachverfolgung, fehlenden Konsequenzen, ausgelasteter Intensivstationen eben nicht. Erst Zahlen auf 50 /100.000 runter, dann langfristige Strategie. Wo's diese Zahlen schon gibt, kann man ja schon beginnen.
Ich meine man könnte vorher schon beginnen
Das Problem war eben dass im Sommer alle zu sorglos waren. Meine Stadt (Großstadt) hatte wochenlang pro Woche vielleicht 2 Fälle. In den Läden war von Abstand nichts zu spüren, größere Feiern etc. Jetzt haben wir die Quittung. Ich denke man könnte einiges vielleicht auch eindämmen, wenn alle im Kontakt mit haushaltfremden Menschen ne ffp2 Maske tragen würden. Aber 8 Stunden Arbeit oder Schule damit ist kein Zucker Schlecken, man müsste sie auch aufsetzen bei Besuch daheim, einkaufen usw Von den Kapazitäten und der Akzeptanz sicher nicht umsetzbar.
Und wenn es nicht die Quittung für unser Verhalten ist, sondern einfach die Funktionsweise des Virus? Wo ich dir recht gebe......man hätte gewisse Strategien im Sommer bereits andenken können. Aber ich fand nicht, dass das Verhalten im Sommer so grundfalsch war. Sonst hätten ja im Sommer sofort die Zahlen wieder hoch gehen müssen. Sind sie aber nicht, erst mit Beginn der kalten Jahreszeit.
Die Akzeptanz ist das Problem. Ich habe heute erst wieder 5h Besprechungen mit FFP2 in einem kleinen Raum mit 3 Personen hinter mir. Wenn ich als Einzige das Ding auf der Nase hab, okay schütze ich mich zumindest etwas. Aber um die Auslastung der GAs und KHs runter zu bringen, müssten das alle tun. In einem größeren und besser gelüfteten Raum. Mein Kollege erzählte mir heute von seiner Mutter und Schwiegermutter... glaubt mir eh keiner hier, wenn ich das erzähle. Jedenfalls null Akzeptanz für irgendeine Einschränkung. Ich wundere mich wirklich über nichts mehr, was die Höhe der Zahlen angeht. Höchstens die Unvernunft und Ungeduld mancher Menschen.
Im Sommer durfte man aber nichts von einer zweiten Welle sagen, da wurde man doch geteert und gefedert. Ich denke sogar, man hat die Welle kommen sehen, aber eben nicht rechtzeitig gehandelt. Hätte man im September mit weniger Fallzahlen angefangen Maßnahmen zu treffen, wäre der Punk doch erst recht abgegangen.
Na ja, das mit dem Teeren und Federn ging in jede Richtung ganz gut
Ich hab auch nicht an eine 2.Welle geglaubt, so ist das halt. Jetzt gehen wir hoffentlich besser in die 2.Saison.
Aber müssten das dann nicht die ersten sein, die über den Jordan marschieren? Tun sie aber in den allermeisten Fällen nicht. Deswegen glaub ich nicht dran, dass es die Unvernunft ist, ich glaube, dass es schlichtweg nicht besser in den Griff zu kriegen ist als aktuell. Besser wär‘s die Folgen besser in den Griff zu kriegen und nicht dauernd neue Folgen schaffen.
Daraus könnte man ja im Nachhinein zumindest ableiten, dass der im Sommer viel geschmähte und als Panikmacher belächelte Drosten gar nicht so doof ist. Dass es keinen Sinn macht, sich wahnsinnig schlau zu fühlen und renommierten Wissenschaftlern Unfähigkeit zu unterstellen. Halbgebildetes Geschwätz als " Hinterfragen" und " Selber denken" zu beschönigen. Die langfristige Strategie heißt übrigens genau wie die kurzfristige Kontaktbeschränkung, um dem Virus wenig Wirte zu liefern. Und dann bald eine Impfung. Ich glaube, du fragtest oben nach langfristigen Strategien.
das verbreitet sich wie alle anderen Viren auch meinst Du das überträgt sich telepathisch ? Wir verstehen wie es sich verbreitet und auch wie man es zu großen ( nicht komplett) Stücken vermeiden kann Kontakt = Gefahr Wenig Kontakt = weniger Gefahr über Gedanken steckt man sich nicht an
viele die sich nicht dran halten erkranken halt zufällig nicht dran manche schon und manch eienr der sich dran hält hat auch den Zufall an der Seite und den erwischt es doch. Wenn sich alle dran halten würden wäre die Zahl deutlich niedriger ganz weg wird es nicht gehen man arbeitet ja schliesslich und geht einkaufen, zaht an der Tankstell etc dagmar
Nein, das müssen nicht die ersten sein, die es erwischt. Es sind nur leider diejenigen, die das Virus stark verbreiten, bevor es sie erwischt.
... strunzdumm, wenn er das in gesundem Zustand und unter Einhaltung der Vorschriften und Vorsichtsmaßnahmen tut? Natüelich gibt es auch bei Einhaltung der aller Vorsichtsmaßnahmen ein Restrisiko. Aber wäre es besser, Tante Gerdi würde in ihrem Heim ohne jeglichen Kontakt zu vertrauten Personen versauern? Da gibt es inzwischen doch auch Studien und Erfahrungen, dass dieses von der Welt abgeriegelt sein durchaus auch kein Zustand für die alten Menschen ist. Gut, über den Auftritt als Nikolaus kann man diskutieren ... aber selbst da kann ich mir corstellen, dass das "corona-konform" erfolgen kann.
Dass es eben in Wellen kommt......dass es die Maßnahmen eben nur zum Teil sind, die es lenkbar machen. Als bei uns in Österreich vor 3 Wochen die Rolläden runter gingen hieß es hier schon gerne das hätten wir uns selbst zu verdanken. Die Zahlen sind jetzt 3 Wochen später jetzt nicht so wahnsinnig vorzeigbar, aber ich beschäftige mich mittlerweile auch nicht mehr intensiv damit. Jetzt zieht Deutschland nach, obwohl m.W. zeitgleich mit unserem lockdown auch die Quarantäne für den Grenzübertritt eingeführt wurde. Also so wahnsinnig groß kann der Einfluss aus dem Süden für z.B. Bayern nicht gewesen sein. Bei euch halten sich auch die meisten an die Regeln, ich glaube die absoluten Verweigerer sind, wie bei uns auch, deutlich in der Minderheit. Woher kommt‘s also? Ich meine das Virus sucht sich seinen Weg, weil es für keine Gesellschaft möglich ist, sich komplett abzuschotten. Und lieber lebe ich mit einer Gefahr, als mich dauerhaft in einer Höhle zu verkriechen. Ich kann auf vieles verzichten, auf manches will ich aber nicht verzichten, und das ist der Kontakt zu anderen Menschen. Den kann man in vielen Bereichen risikominimieren, aber ein Restrisiko wird bleiben. Und das habe ich für mich akzeptiert. Und meine Eltern, als einzige wirkliche Angehörige einer Risikogruppe in meiner Umgebung Gott sei Dank auch. Die haben nicht mehr ewig um auf bessere Zeiten zu warten. Die wollen ihre Enkelkinder und mich JETZT sehen, weil‘s unabhängig von C vielleicht kein nächstes Jahr geben wird. Fremden Menschen begegne ich mit Maske, aber ich begegne ihnen. Letztens bin ich sogar mit Maske am Pferd gesessen, weil eine in der Truppe hochnervös war. War zwar im Freien und mit mind. 1 Pferdelänge Abstand, aber.......ja mei.
strunzdumm ist jemand, der bei den Besuchen eben keine Vorsichtsmassnahmen ergreift. Darauf sind sehr viele Fälle in den Pflegeheimen zurückzuführen und damit auch Todesfälle. Leider war das aus meinem Post nicht so lesbar. Der mir bekannte Nikolaus war nicht corona-konform unterwegs - im Gegenteil (mit Umarmung und Küsschen).
Das kann ich bestätigen! Hier haben sich auch Besucher im Altenheim angesteckt. Anzunehmen, dass sich rund ums Altenheim alle an die Regeln halten, ist sehr naiv. Weshalb es mit dem Schutz der Risikogruppen in diesem Bereich auch nicht klappen kann.
Natürlich kann man nicht annehmen, dass sich rund ums Pflegeheim alle penibel an die Regeln halten, nicht einmal die Pflegekräfte, auch das sind nur Menschen, und ein gewisses Restrisiko verbliebe selbst bei genauer Einhaltung. Dennoch kann man halt nicht so pauschal einfach mal sagen, wer Tante Gerdi im Pflegeheim besucht, ist strunzblöd. Tante Gerdi dort zu besuchen, halte ich - gerade auch in diesen Zeiten - an sich für sehr löblich und viele, die eine Tante Gerdi, eine Oma Frieda oder einen Opa Heinrich im Pflegeheim haben, sind sicher sehr, vielleicht sogar besonders darauf bedacht, vorsichtig zu sein.
Naja ich hab Mal genau nachgeschaut, die Zahlen gingen ab Mitte August schon hoch. Fasching damals so schleichend, erst auf 1000, dann weiter hoch. Da hätte gleich reagiert werden müssen. Ich meine mich zu erinnern, dass Herr kekuke in seinem Podcast damals schon besorgt war. Es gab nur eine relativ kurze Zeit, wo die Zahlen wirklich sehr niedrig waren. Aber man bekommt es eben nicht vermittelt bei niedrigen zahlen auf online Unterricht etc. Zu gehen. Man hätte eigentlich gleich nach den Ferien im Sommer konsequent mit Wechselunterricht beginnen müssen ab Klasse 7 oder so. Das Virus lebt von Kontakt, unterbricht man die Kontakte, stirbt auch das Virus. Problematisch ist eben die Ansteckung vor Symptombeginn, da man da noch nichts weiß von seiner Infektion. Deswegen ist es eigentlich auch richtig sich stets so zu verhalten als ob man infiziert wäre. Übrigens sind ja die Erkältungen und auch Grippe in diesem Jahr merklich zurück gegangen, da merkt man also auch, dass Kontakte reduzieren was bringt. Ich gebe dir aber Recht: ist das Virus erstmal sehr weit in die Bevölkerung diffundiert, dann wird es sehr schwierig das aufzuhalten, auch wenn sich fast alle vorbildlich verhalten. Mugi
Ich wollte das auch nicht so pauschal sagen, leider kann man Posts hier nicht editieren.
Hab' Dein Post oben gelesen.
Das war ja jetzt auch an Shanalou gerichtet.
Hallo, deine Idee diesen Ist-Zustand jetzt zu akzeptieren hätte allerdings auch andere Konsequenzen - denkst du die werden dann auch akzeptiert? Gesundheitssystem muss dann komplett umgedacht werden zum Zustand heute - Individualmedizin und jeden versorgen was die moderne Medizin nur hergibt wird dann nicht mehr möglich sein - trotzdem werden die Kosten im Gesundheitsbereich deutlichst steigen. Denkst du unsere Gesellschaft akzeptiert dann auch, das es eine Triage gibt - wer noch behandelt werden kann, wer nicht mehr. Woran willst du das festmachen - Alter? Vorerkrankungen? Lebensweise? Würde im Prinzip dann wirklich die komplette 2-Klassen-Medizin werden - wer genügend Kohle hat kann sich mehr leisten - wer nur Kassenpatient ist.... Akzeptierst du dann auch, das Kinder mit Leukämie nicht mehr behandelt werden, weil es keine Kapazitäten gibt? Das Verkehrsunfälle keine 10-15 min auf den Rettungsdienst warten, sondern bis zu einer Stunde? oder noch länger? Das die Kosten für eine Krankenkasse mehr kosten als die Miete die eine Familie zahlt? Vielleicht überspitzt dargestellt - aber ich kanns nicht einschätzen was dann alles verändert werden müsste, damit man den Ist-Zustand der Pandemie einfach akzeptieren kann ohne das einzelne Bereich dauerhaft auf dem Zahnfleisch gehen. Oder meinst du das medizinische Personal wird das schon über Monate hinweg hinnehmen das sie zu diesen Bedingungen wir jetzt arbeiten? Die Krankenhäuser werden die Kosten die jetzt/heute nicht gedeckt sind schon irgendwie aus dem Hut zaubern. Und das ist nur ein Aspekt - bin sicher da gibt es noch viele andere die bedacht werden müssen. Gruß Dhana
das kommt noch auf alle zu. Krankenkassen melden große Verlustzahlen, die Coronakosten sind hoch, wo wird man es sich denn zurück holen?
ich bin komplett bei dir, zwergi, aber das weißt du ja.... ![]()
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