cube
auf jeden Tag von morgens bis abends Corona hier, Corona da. Ist man nicht 100% für alle Maßnahmen, will man Menschen sterben lassen. Trifft man sich erlaubter Weise mit x Personen tut man nicht genug für die Risikogruppen, hat wohl immer noch nicht begriffen, ist schuld das... A pro pos "Schuld" - Lockdown bringt nicht das erwünschte Ergebnis? Na, dann sind wir alle halt schuld, weil man sich immer noch nicht genügend an Maßnahmen gehalten hat. Also müssen noch härtere Maßnahmen her. Bringt auch nichts? - böse Bevölkerung hat immer noch nicht begriffen... Evt. ist das, was man erreichen möchte, aber so gar nicht erreichbar und die Bevölkerung tut eigentlich doch genug - bekommt aber immer wieder gesagt, da müsse man dann eben noch mal härter durchgreifen... blablabla. Meinungen anderer Wissenschaftler/Virologen - zählen nicht, nur RKI und Drosten. Alle anderen sind nicht qualifiziert genug. Aha. Wer hat das eigentlich entschieden und auf welcher Basis? Natürlich wird der Lockdown verlängert werden - aber auch dann wird man nicht mal darüber nachdenken, ob unsere Voraussetzungen die Erreichung der (willkürlich?) festgelegten Zielzahlen überhaupt klappen kann. Irgendwann ist Ostern und es wird wärmer. Das Virus wird sich nicht mehr so schnell ausbreiten, weil wir mehr draußen sind, mehr lüften etc - und garantiert ist das dann aber der Erfolg des Lockdowns. Politiker klopfen sich auf die Schultern und hoffen, das der Winter 2021 ausfällt, weil man immer noch nicht wirklich weiß, was man sonst außer einem neuen Lockdown tun könnte. Sorry, aber ich bin langsam maximal angenervt und glaube tatsächlich und ernsthaft immer weniger, dass diese Lockdownerei irgendetwas durchschlagendes bringt.
Damit halten wir die Krankenhäuser gerade noch am Leben. Einige sind schon "drüber". Frag doch mal die Pflegekräfte und Ärzte, ob sie noch "Bock haben". Oder die, deren Angehörige jetzt doch wieder alleine sterben oder zumindest im Krankenhaus kein Bett mehr bekommen... die haben wenigstens Grund zu Jammern. Mein Vater, fast 80 und schwerbehindert, wurde letzte Woche nach einem Sturz mit mehreren gebrochenen Rippen bewegungsunfähig wieder in den 1. Stock des Altbaus getragen. Es sind mehrere Stufen zur Toilette, meine Mutter ist auch fast 80. Die Sanitäter, die ihn zurückbrachten (und natürlich nichts dafür können!) sagten noch "Wie soll das hier denn gehen?!" und verschwanden. Mittelgroße Stadt in NRW, Inzidenz "nur" bei ca. 150 Sei also bitte einfach mal etwas bescheidener in deinem Gejammer und freue dich, dass deine Lieben noch gesund sind.
Und die Wohnsituation deiner fast 80-jährigen Eltern sind jetzt wegen Corona und meiner "Jammerei" ein Problem oder doch eher ein generelles? Ich bin übrigens froh, dass wir gesund sind - aber es wird immer jemanden geben, der dies gerade nicht ist. Auch ich irgendwann mal. Das hat aber nichts explizit mit Corona zu tun oder ob ich angesichts Corona dankbar genug bin - das ist einfach so.
Wie immer liest du nur den einen Satz, der dir in den Kram passt. Ohne Corona wäre mein Vater jetzt im Krankenhaus und würde dort von Leuten gepflegt, die ihn professionell pflegen und bewegen könnten. Es GAB ABER WEGEN DER MOMENTANEN KRISE KEIN BETT für solche nicht akut lebensbedrohliche Probleme - und das obwohl sie laut WDR erst bei 89% Auslastung liegen. Obwohl du mich hier seit längerem gewaltig nervst, wünsche ich euch nichts Böses. Dennoch: Dein Wunschdenken-Geschwafel wird wohl erst dann aufhören, wenn Du oder Deine Lieben selbst vor dem nicht mehr leistungsfähigen Krankenhaus stehen. Dann kannst du es nicht mehr leugnen, dass es eben KEINE Option ist die Krankenhäuser vor die Wand fahren zu lassen, damit dein Leben wieder bequemer wird. Aber ich hatte vergessen: Wer es nicht verstehen WILL, der jammert halt einfach herum, dass es doch bestimmt auch ohne Maßnahmen eine wundersame Lösung gibt. Das Ergebnis solcher Theorien beginnen wir nun gerade erst auszuhalten...und ich wage die Prognose, dass es noch deutlich schlechter wird, bevor es wieder bergauf geht. Das muss wohl so kommen, damit auch die Wunschdenker es dann endlich im wahrsten Sinne des Wortes begreifen können. Aber dann kannst du ja, wie beim letzten Mal, immer noch schnell deine Meinung wieder ändern...
Woher hätte ich aus deinem Text entnehmen können, dass dein Vater deswegen vorzeitig nach Hause geschickt wurde? Davon abgesehen tust du auch wieder nur eine Sache, die mich (wie ich schon schrieb) mega annervt: Vorwerfen, das man dann eben nichts verstanden hätte, Menschen sterben lassen will etc . Ist einfacher als sich damit auseinander zu setzen, dass andere Menschen andere Meinungen haben können ganz ohne deswegen böswillig, Verschwörer oder dämlich zu sein nehme ich an. Ach ja: tatsächlich hat der Lockdown für uns ganz erhebliche Folgen - aber die sind nur wirtschaftlicher Natur und was ist das schon so eine Firmenpleite. Das, was im letzten Jahr gerade so eben noch gut ging, wird voraussichtlich ein Lockdown bis Ostern komplett begraben. Aber hey was soll´s - ging halt nicht anders, gell?
also ich hatte das gleich verstanden. gute besserung dem vater!
Auch schön, wenn man nichtmehr kann und jemand sagt "hör auf zu jammern" Warum genau muß es mir besser gehen? Weil andere mehr leiden? Und weil andere mehr leiden darf ich nix sagen? Komm klar.
Es gibt doch in Berlin ein Notkrankenhaus mit 500 Betten. Alle leer. Warum?
Schon lange, lange vor Corona wurden Menschen so aus dem KH entlassen. Das ist nichts Neues und ich bezweifle, dass es viel schlimmer geworden ist. Wenn ein 80jähriger, nach Aussagen der Tochter schwerbehinderter Mann, in einem Altbau mitteilen Stufen wohnt ist das auch nichts, was Corona verursacht hat. es wäre ihm dort tatsächlich IMMER schwer gefallen, auch bei einem eingewachsenen Zehnagel.
Weil es kein Personal gibt. Ganz simpel.
Also sorry, aber die Krankenhäuser sind um diese Zeit immer überlastet. Das ist doch nichts neues, bloß hat es vor Corona niemanden interessiert.
Das ist mir schon klar.
Das ist wie die jammernden Teenager am Bahnhof die völlig verzweifelt Mutti anrufen weil der Zug mal ne Stunde Verspätung hat und Pronto abgeholt werden wollen. Denen geht es auch total schlecht. Das andere Menschen auf diesen Planeten verhungern oder verdursten wenn sie nicht 25 km zum nächsten Brunnen laufen lässt die Sache in einem ganz anderen Licht dastehen. Nein, man darf sagen das es ätzend ist und das es einem auf den Senkel geht. Aber man kann trotzdem einfach mal die Arschbacken zusammenkneifen und etwas durchhalten ohne gleich alle fünfe von sich zu strecken und alles anzweifeln weil man wieder alles wie immer will. Das ist leider in der heutigen Zeit ein seltenes Phänomen weil wir eine sofortige Bedürfnisbefriedigung gewohnt sind. Und es würde einigen Menschen gut tun ihre Haltung gegenüber den Menschen denen es auf der Welt noch schlechter geh mal zu überdenken. Komm du mal klar!
Da gab es aber keine Maßnahmen. Fällt es dir so schwer, zu verstehen, wie es wohl aktuell ohne aussähe?
Durchhalteparolen. Mehr nicht. Whataboutism vom Feinsten. Wie Du von gelangweilten Teenagern zu hungernden Kindern kommst...sehr elegant. Und sehr daneben. Wir halten seit fast einem Jahr durch. Aber mehr auch nicht. Schön, wenn Du demütig genug bist, immer nur zu machen, was man Dir sagt und nicht merkst, dass vieles davon jeglicher Logik entbehrt. Und trotzdem weiter machst. Und wenn man es wagt, mal anzumerken, dass es so eben kacke ist, wird man als Jammerlappen abgestempelt, weil dasja leichter ist, als sich mal mit der Situation auseinanderzusetzen.
Mensch Berlin, schon wieder sind wir uns einig. Da hätte man tatsächlich auch mal vorsorgen können und den alten Eltern eine behinderten- und altengerechte Wohnung beschaffen können. es kann nämlich keiner was für die Wohnsituation deiner Eltern. Zudem gibt es Kurzzeitpflege und diese Plätze sind garantiert nicht von Corona Patienten belegt
Aber, aber, corona ist doch für alles die ausrede!
Also mir war das auch direkt klar worum es geht. Aber evtl auch deshalb weil wir vor Weihnachten ähnliches erlebt haben. Musste meinen Mann Donnerstag wegen Notfall ins kh fahren. Dort konnte er aber nicht direkt aufgenommen werden weil so schnell kein Coronatest möglich war und es kein freies Zimmer für mögliche Coronainfizierte gab. Also Test gemacht, ab nach Hause und Mann durfte dann erst am nächsten Tag stationär aufgenommen werden. Direkt pünktlich zur OP. Es hat einige Tage gedauert bis klar war ob die Operation und antibiotische Behandlung noch rechtzeitig war um sein Auge zu retten.
Die Zeiten sind vorbei. Aber dem Virus ist der Streit darüber egal, von daher halte ich mich an meinen logischen Menschenverstand. Denn alles aufzureißen jetzt an dem Punkt wäre es wohl nicht, oder?
scheinbar willst du es nicht verstehen ...ironie off;)
Hier vor Ort gehen die Zahlen runter, finde ich gut. Aber leider nicht im Krankenhaus, das wird noch etwas dauern, bis es da wieder besser wird. Ich werde ungeduldig, was das Impfen angeht.
Dann ist ja gut, dass Du das nicht zu entscheiden hast.
Aber wenn es Dir zu viel Corona hier Corona da ist, kannst Du immer noch dieses Forum meiden, Medien suchen, die andere Themen haben, ok schwierig aber vielleicht in Form von Heften "Schöner Leben" , "Mein Garten" , vielleicht was aus der PM Reihe oder oder...
Ein schönes Buch, ein nettes meditatives Hobby (Diamant Painting machen wir gerade...) oder Du spielst mit dem Kind (weiss nicht wie alt und wieviele.. )
Mach was schönes und reg Dich nicht auf
Nicht nur Du bist maximal genervt. Wenn ich irgendwie das Gefühl hätte, die Maßnahmen zur Eindämmung sind logisch, strukturiert, folgen einem Plan, dann würde es deutlich leichter fallen, sich an alles zu halten. Aber so? Es gibt kein Konzept. Es gibt nur Maßnahmen, die verschärft oder gelockert werden, jeweils auch ohne echten Plan. Es gibt einen Impfstoff und jetzt dauert es nochmal bis Sommer? Ich könnte kotzen! Warum? warum werden nicht vorrangig Kinder und Lehrende, Erzieherinnen etc, geimpft? Die Familien tragen die Hauptlast und werden ganz zum Schluss entlastet. Eine Kompensation zwischendrin gibt es gar nicht (diesen Kindergeldbonus lasse ich nicht zählen....das war ein Tropfen auf den berühmten heißen Stein. Lächerlich.) Aber sagt man sowas, lässt man Risikogruppen sterben. Schon klar. Die Regierung kann froh sein, dass es hier so ein Obrigkeitsdenken gibt: oh. Eine Regel! Ich halte mich aran, mir egal, ob es Sinn macht. Sonst würde es hier schon Bürgerkrieg geben.
Zitat:"warum werden nicht vorrangig Kinder und Lehrende, Erzieherinnen etc, geimpft? " Mit welchem Impstoff sollen Kinder denn geimpft werden??
gibt es immernoch Probleme. Aber, was soll’s. Wer pleite geht, berappet sich irgendwie wieder.Oder auch nicht. Ist aber auch nicht sooooo wichtig.
Stimmt. Ist nicht so sonderlich wichtig. Also nicht für die Damen und Herren, die den Käse entscheiden. Denn keine(r) von denen hat auch nur ansatzweise die Probleme, über die da geblubbert wird. KOTZ
Gute Frage. Warum gibt es denn nicht genug Impfstoff? Und warum genau werden über 80jährige geimpft? Wer legt das fest? Warum?
Es gibt derzeit keinen von der EMA zugelassenen Impfstoff für Kinder. Wenn es diesen für Kinder gibt, werden diese auch geimpft. Aber bis dahin geht es nicht. Die Reihenfolge der Impfungen ist in einer Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums festgelegt, die auf der Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut (RKI) aufbaut. Eine Priorisierung ist notwendig, weil zunächst nicht ausreichend Impfstoff zu Verfügung steht, um alle Menschen zu impfen, die das wünschen. Nach der Impf-Verordnung werden zuerst die über 80-Jährigen sowie die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen geimpft. Auch das Personal von in diesen Häuser Beschäftigte im Gesundheitswesen, die einem besonders hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, gehören zu der ersten Gruppe. Warum? Das Ziel ist nicht vorrangig die Neuinfektionen zu reduzieren, sondern sicherzustellen, dass ausreichend Intensivbetten in den Krankenhäusern zur Verfügung stehen. Aus den Statistiken geht hervor, dass gerade die Ü80 überproportional stark von den Auswirkungen von COVID 19 betroffen sind, während die Gruppe der 30 jährigen trotz einer Infektion weniger/geringere Symptome zeigen. Deshalb wird diese Gruppe zuerst geimpft.
Wow, Du kannst gut googeln. Respekt. Stört es Dich gar nicht, das Familien so null und keine Priorität haben? Familien zuletzt, Öffnung von Schulen und Betreuungseinrichtungen zuletzt. Warum werden denn nicht Pflegende zuerst geimpft? Das sind nämlich in der ganz überwiegenden Zahl Privatpersonen mittleren Alters, die die Pflege von Angehörigen übernommen haben.
Vor deiner tollen abgeschrieben Argumentation müsste allerdings kommen: Weil es offenbar niemand für notwendig hielt, die Impfung an unter 16jährigen zu testen. Denn das ist ja mal die Voraussetzung für eine Zulassung. Warum auch? Die wählen ja nicht.
Vor der Zulassung eines Imfstoffs durch die EMA muss im Rahmen einer klinischen Studie drei Verfahren durchlaufen werden. Man wird allerdings nur ganz wenige Eltern finden, die ihr Kindergartenkind für eine der drei Studien bei der Erbrobung eines Impfstoffes zur Verfügung stellt, zumal der Impfstoff einige Besonderheiten aufweist. Neben diesen Problemen gibt es auch ethische Probleme. Nehmen wir an, der Hersteller findet 5.000 Grundschulkinder und 5.000 Kindergartenkinder. Und der Wirkstoff enthält bis dato unbekannte Nebenwirkungen und 2.000 Kinde, die an der Studie teilgenommen haben, werden impotent oder sterben. Wie groß wird der Aufschrei in der Bevölkerung sein? Der Fokus wird zunächst darauf gelegt, diejenigen zu schützen, die am schwersten an COVID-19 erkranken. Das sind bei COVID-19 insbesondere ältere Menschen und/oder Menschen mit Vorerkrankungen. Kita- und Grundschulkinder scheinen nach allem, was bisher bekannt ist, das Infektionsgeschehen nicht in besonderer Weise anzutreiben und erkranken weniger häufig und stark als Erwachsene. Deshalb wird es vorerst keine Studien dazu geben. Was hat der Impstoffhersteller mit den Wahlen in sämtlichen Staaten auf dieser Welt zu tun? Als ob BIONTECH/Pfizer interessiert, wer in D wählt.
Zitat: "Meinungen anderer Wissenschaftler/Virologen - zählen nicht, nur RKI und Drosten. Alle anderen sind nicht qualifiziert genug. " Du meinst doch hoffentlich nicht Dr. Bhakdi, oder?
Nein. Nur, weil ich darauf hinweise, hänge ich nicht zwangsläufig unseriösen Quellen nach.
Auf wen hört eigentlich der Rest der Welt? USA, GB, Italien, Spanien, Österreich, Polen, ... alle anderen Länder mit Lockdown? Doch nicht auf Drosten.
Was sind denn deine Quellen?
Um welche Wissenschaftler geht es? Und welche Meinungen vertreten sie?
Ich habe den Eindruck dass es ganz egal wäre, wen ich nenne - es ist garantiert nicht gut genug.
Mir ist es nicht egal. Ich würde mich freuen, wenn du mir die Wissenschaftler nennst und welche Meinungen sie vertreten.
Zum Beispiel haben die Virologen Professor Hendrik Streeck und Professor Jonas Schmidt-Chanasit schon sehr früh einen stärkeren Schutz von Risikogruppen gefordert, und zwar OHNE diese zu isolieren. Insbesondere haben sie die Missstände in den Pflege- und Seniorenheimen bemängelt und gefordert, hier endlich nachzubessern. Das fängt mit dem verpflichteten Tragen von Ffp2-Masken und der ausreichenden Bereitstellung von Schutzkleidung an und hört mit einer vernünftigen Test-Strategie auf. In diesem Bereich würde einfach sehr viel versäumt. Mittlerweile hat man es auf Bundesebene erkannt, ich weiß aber nicht, inwiefern sich etwas geändert hat. Jetzt mal Personal aus dem Ärmel zu zaubern, dass die PCR und Schnelltests bei Pflegepersonal und Besuchern durchführt, dürfte schwer sein.
Das wären jetzt zwei Beispiele. Natürlich kann man Ausbrüche in Pflegeheimen nicht zu 100% verhindern, das funktioniert in einer Pandemie nicht. Aber Tübingen zum Beispiel fährt immer noch ziemlich gut im bundesweiten Durchschnitt. Also so ganz sinnlos ist der verstärkte Schutz besonders vulnerabler Gruppen nicht.
Und bevor es wieder losgeht, neeeeein, das bedeutet nicht, dass alle anderen wieder normal weiter leben können und wir keine Maßnahmen mehr brauchen ![]()
Da sind jetzt auch längst Heime betroffen. Und es ist ja NICHT so, dass in Tübingen niemand Maske tragen muss, alle alles lustig machen dürfen, wie sie wollen, keine Kontaktbeschränkungen gelten etc. und man da einfach die Alten und sonstigen Risikogruppen auf wundersame Weise super schützt. Tübingen bietet nur für Risikogruppen einiges ZUSÄTZLICH zu den normalen Maßnahmen. Außerdem muss man auch sagen, dass in der Stadt Tübingen selbst die Voraussetzungen gut sind für gute Zahlen. Tübingen ist ja bekanntlich eine Universität, die sich eine kleine Stadt leistet. Da ist jetzt gar nichts los. Die Studenten und Lehrenden sind großteils gar nicht da oder im Homeoffice. Es gibt keine Präsenzlehre derzeit außer dort, wo es nicht anders geht (Präparierkurs oder so), alle Mensen sind geschlossen, derzeit sind sogar die Bibliotheken geschlossen ... Sprich: da ist im Moment keine Sau im Vergleich zu sonst oder "normalen" Städten. Auch sonst gibt es üpberdurchschnittlich viele Akademiker, die Homeoffice machen können, frelativ flexibel in der Arbeitszeit sind ...
Doch, in Tübingen müssen sie schon einiges richtig gemacht haben. Das darf man auch mal zugeben. Klar es gibt eine Uni, das gibt es aber in vielen vergleichbaren Städten. Es wohnen tatsächlich nicht nur Studenten dort, das ist völlig übertrieben. Und die allermeisten wohnen aus kostengründen noch nicht mal in Tübingen. Zudem kenne ich so gut wie keinen Studenten, der nicht derzeit wieder daheim untergekrochen ist. Die meisten Studenten haben zudem nur den zweitwohnsitz, wenn überhaupt, in der uni-stadt.
Sagte Sille das nicht? Die sind jetzt eben nicht da.
Bestreite ich doch gar nicht. Aber es gibt dort trotzdem nicht mehr Freiheiten für die Nicht-Risikogruppen als anderswo derzeit. Ohne die "normalen" Maßnahme hätte auch Tübingen ein Problem. Und ja, genau: die Studierenden sind jetzt wieder daheim untergekrochen, sage ich doch. Und das heißt: sie sind also in großer Zahl nicht mehr in der Stadt. Natürlich ist es übertrieben, dass da "nur" Studenten sind, ist doch klar. Aber ohne Universitätsbetrieb ist die Stadt schon extrem ruhig im Vergleich zum Leben mit Universitätsbetreib, aber auch allgemein. Das hast Du in anderen (größeren) Städten mit Uni nicht in dem Maße. Selbst in normalen Jahren: In Mannheim oder Stuttgart merkst Du die Semesterferien lediglich an den einschlägigen Orten, in Tübingen insgesamt und das, obwohl ja da Studenten noch eher in der Stadt sind als jetzt. Keine Ahnung, welche Uni-Stadt vergleichbare Verhältnisse wie Tübingen hat (Marburg vielleicht?) und wie die Zahlen dort sind ...
Die sind in der Statistik aber nie da, da kein erstwohnsitz dort.
Und zum besseren Verständnis nochmal: In den letzten Jahren ziehen sehr wenige (im Vergleich zu früher) zum studieren nach Tübingen. Das war zu meiner zeit noch anders. Die hohen Preise der bruchbuden haben dazu geführt, dass viele lieber einfache fahrt 2 Stunden in Kauf nehmen als dort hin zu ziehen. Und in 2 Stunden kommst du hier recht weit. Diese Studenten tummeln sich auch sonst abends nicht in der Stadt. Wenn du in Stuttgart in bestimmten Stadtbezirke gehst, dann ist das ähnlich. Nur ist stuttgart insgesamt halt nicht vergleichbar.
OMG - ich habe doch explizit geschrieben, dass der verstärkte Schutz von bestimmten Risikogruppen NICHT bedeutet, dass alle anderen zur Normalität wiederkehren dürfen. Wenn außerhalb der Heime das Infektionsgeschehen tobt, kann auch die beste Strategie nicht fruchten. Und zusätzlich schrieb ich, dass es keinen 100%igen Schutz durch diese zusätzlichen Maßnahmen geben kann. Das ist für mich aber kein Grund, es einfach laufen zu lassen, so wie es vielfach getan wurde. Einige Todesopfer hätten verhindert werden können. Im Übrigen hat man auf Bundesebene bereits anerkannt, dass einiges versäumt wurde und die Heime eines besonderen Schutzes bedürfen.
Schon, aber wenn die nicht da sind, dann ist die Stadt eben ziemlich leer gefegt und somit ist die Kontaktreduzierung sozusagen "einfach". Keine Ahnung, in welche Statistik ein Student mit Zweitwohnsitz Tübingen eingeht, wenn er infiziert ist, in die Tübinger oder in die des Kreises seines Erstwohnsitzes. Im letzteren Fall wäre das ja auch ein Argument dafür, dass die "guten Zahlen" nicht (nur bzw. hauptsächlich) durch super Krisenmanagement, sondern auch durch äußere Umstände zustande kommen.
Mag sein. Abends ist dann vielleicht weniger los. Aber tagsüber brummt das Leben doch in Tübingen in normalen Zeiten dennoch, sind die Mensen und Cafeterien voll, sitzen die Studenten in den Bibliotheken und Seminaren, in Vorlesungen, im ÖPNV. Und das hast Du jetzt halt alles nicht.
Umso weniger verstehe ich, was am "Tübinger Modell", das ich durchaus gut finde, so ist es ja nicht, die große ALTERNATIVE sein soll. Das, was dort geboten wird, sind Ergänzungen. Aber hier wird doch immer von Alternativen geschrieben, die uns ein besseres, uneingeschränkteres Leben ermöglichen sollen. Und das bietet ja die Tübinger Vorgehensweise auch nicht ...
Aber es ist doch keine Alternative, sondern bietet zusätzlichen Schutz und würde somit ggf. auch die Situation auf den Intensivstation entlasten. Natürlich müsste man weiterhin bestimmte Maßnahmen einhalten, aber vielleicht hätte es uns einen strengen Lockdown erspart?
Wird man jetzt im Nachgang nie erfahren, man hat aber viele Chancen verspielt, weil man zu träge und spät reagiert hat. Das betrifft jetzt aber nicht nur den Schutz von Risikogruppen.
Ich setze meine Hoffnung nun auf die Impfung und darauf, dass die Risikogruppen so ausreichend geschützt werden können und die Krankenhäuser auf lange Sicht hin entlastet werden.
Das hast du jetzt aber seit März nicht. Wie erklärst du also die Zahlen von Herbst bis jetzt?
Jetzt schau die mal die Anzahl der infizierten nach alter in Tübingen und dem Rest von bw oder einer anderen Stadt an. Man könnte bestimmt in einigen Bereichen (und wenn es Schulen aufmachen ist), lockern, wenn die infizierten eben nicht die riskikogruppe betreffen und damit die kkh überlasten. Keiner redet von komplett alle Maßnahmen weglassen, aber wie so oft gibt es auch ein dazwischen.
Wie meinst Du das? Warum dann trotzdem auch in Tübingen die Zahlen nach oben sind (denn das sind sie ja)? Na ja, wir haben Winter und somit Corona-Viren-Zeit und wie Du auch selbst schreibst: es gibt ja nicht nur Studierende in Tübingen, sondern schon auch noch eine "normale" Bevölkerung. Alles in allem waren aber im ganzen Landkreis Tübingen die Zahlen immer schon einigermaßen moderat, vergleichsweise. Und das liegt halt an verschiedenen Komponenten, wovon eine sicherlich die gute Reaktion auf die Pandemie ist, v.a. in der Stadt Tübingen. Aber es ist halt keine Alternative zu anderen Dingen, sondern eine Ergänzung.
Seit März sind keine Studenten in Bibliotheken... unterwegs. Das hat seit März keinen Einfluß auf ansteckungen.
Verstehe ich immer noch nicht ... Genau, dass dauerhaft wenig Betrieb in der Stadt ist, trägt m.E. dazu bei (neben anderem), dass die Zahlen relativ klein gehalten werden konnten im Vergleich zu anderen Städten, die halt nicht so zurückfahren konnten/mussten. Dass jetzt im Winter die Zahlen auch hier trotzdem steigen, aber weniger als anderswo, ändert daran doch nichts ...
Ja, da muss man sich schon auf andere Meinungen einlassen wollen.
Du sprichst mir aus der Seele, cube ! Mir gehts genauso :-(
Ich schließe mich auch mal an. Ich bin ganz deiner Meinung. Gerade erst wieder gelesen, wie utopisch es ist im Winter unter den Inzidenz von 50 kommen zu wollen. Wenn es nachdem geht, ist der Lockdown im Juni/Juli beendet. Aber klar, es ist die böse Bevölkerung, die zuwenig macht.
Waren bei über 200 und ich habe keine Ahnung warum..
Bayern
verlängert wird. Kam in den Nachrichten bei ntv.
sorry habe noch nix gehört heute...der lockdown oder die maßnahmen a la maske und abstand??
...Es kam in dieser Nachrichten Zeile unten
danke
Hej Cube!
Ja sicher, genervt sind wir alle. Ich mag vor allem die Sendungen nicht, in denen ur spekuliert wird:
Was wäre, wenn wir jetzt schon im November geschlossen hätten,wenn wir strengere Regeln gehabt hätten, wenn wir früher ... was wäre wenn wir die Schulen jetzt öffneten, nicht die Pflegeheimbewohner, sondern die Schüler impfen, ..."
Das erhöt die Coronamüdigkeit bei mir um entscheidende Punkte. Ich sehe ein, daß man dies als Wissenschaftler nud Politiker immer mal wieder durchspielen muß oder soll oder will, aber für uns bringt es gar nichts,außer dieser Genervtheit, dieser Übersättigung am Thema.
Allerdings stelle ich Dir auch eine Frage.
Was wäre, wenn wir nicht geschlossen hätten? Wären die Zahlen ernsthaft niedriger, wo doch so ein Virus mit Wonne vn Kontakten lebt?
(Wenn ich vom Zucker lebe und jemand nimmt ihn mir weg, sterbe ich - wenn er mir aber mehr Zuckerkörnchen hinstreut, lebte ich lustig und vergnügt - SOWEIT reicht MEINE Erkenntnis dann doch.)
Und wenn sich am Ende herausstellte, daß Masken eh nur Quark wären und Abstand sowieso nichts bringt - mal ehrlich:
Ist mir diese Erkenntnis nicht lieber als die, daß wir mit Maskentragen und viel Abstand Menschenleben gerettet, Krankenpersonal entlastet, Normalzustand schneller gehabt hätten, ich wie andere aber nur zu faul gewesen wäre, dies zu befolgen?
Es wird oft von der Verhältnismäßigkeit geredet:
Ist es wirklich dermaßen unverhältnismäßig, auf Abstand und Kontakteingrenzung zu achten und Masken zu tragen,selbst wenn evtl. nicht gesichert ist, wieviel wir damit wirklich bewirken?
ich akzeptiere, daß jeder mal genervt ist - bin ich auch.
Und da darf man auch mal Dampf ablassen - ich glaube, jedersollte so ehrlich sein udn das verstehen, statt nur die Moralkeule herauszuholen.
Wenn das aber passiert ist, dann akzeptiere ich ewige Genervtheit, Dauergejammer und lautes Klagen nur noch von denen, denen es wirklich an die Sustanz, ans Überleben geht:
Die haben neben allenmw,.as wir als unerträglich empfinden - kKontaktbeschränkungen mit Freunden udn Familie, keine Hopbbys, die einen mit anderen zusammenbringen, keine Musik, Konzerte, Theatervorstellungen sehen etc. - danebenb haben die ASUCH noch Angst um ihre Existenz, Angst darum, wovonsie ihre miete bezahlen, ihr Brot auf dem Tisch, die Kleidung für die Kinder.
Wohlgemerkt, die haben diese Sorgen nicht STATT, sondern zusätzlich zu unseren Nervthemen.
Denn obwohl ich ich gerade wieder im unbezahlten Zwangsurlaub bin, muß ich mir darüber noch nicht ernsthaft den Kopf zerbrechen (stünde ich allein, sähe es allerdings bald anders aus!)
Manchmal hilft es in tiefster Genervtheit, sich dies wieder bewußt zu machen,damit man wieder positiver denken und handeln kann.
Gruß Ursel, DK - wo mir auch langsam viele auf den Wecker geht, am meisten ich mir wohl selbst
.
Wenn du jetzt eine Freundin wärst, würde ich dich in den Arm nehmen und knallhart zu dir sagen: es ist jetzt genug, hör auf zu jammern.
Und da ich sehr oft sehr gut finde, was du schreibst, nehme ich mir jetzt das recht heraus Dir das zu sagen, in der Hoffnung das du das in den richtigen Kontext setzen kannst.
Ich hatte auch eine depressive Phase. So vor und um Weihnachten. Seit gestern habe ich die nicht mehr. Ich war beim Arzt und dort sagte mir die Ärztin, ich bin sehr zufrieden mit ihnen, sie sind gesund.
"Sie sind gesund!" Cube. Du bist gesund, deine Familie, deine Freunde. Licht am Horizont ist zu erkennen. Hier, ich reiche Dir meine Hand. Komm, wir laufen zusammen.
Lass uns darüber sprechen wie was wir Osten machen. Statt Urlaub schlage ich vor, wir säen etwas Exotisches aus. Etwas ganz komisches. Oder wir schicken uns lustige Karten. Ich hab eine bekommen, von einer Freundin. die hängt hier in meiner Küche und jedes Mal muss ich lachen wenn ich die sehe.
Du kannst Dich ärgern wie du willst, es nützt nichts. Und klar ist es doch auch, dass man nicht Gix und Gax fragen kann, was man denn tun könnte, sondern vertraut dann denen, die sich bewährt haben. Ich geh ja auch zum Handwerker meines Vertrauens, zur Ärztin meines Vertrauens und nicht zu Gix und Gax um die auch noch zu fragen.
Gönn Dir doch mal was Schönes. Ich werde jetzt mal meinen Zahnarzt anrufen und dort einen Termin zur Zahnreinigung ausmachen. Das ist ein ganz netter Mensch. Da komme ich 30 Minuten später wie neugeboren raus. ![]()
Mir ist heute ein termin zur Vorbereitung einer Teilkrone abgesagt worden. Wegen Corona werden nur Schmerzpatienten behandelt. So etwas "Unnötiges" wie Zahnreinigung gibt es zur Zeit dann schon dreimal nicht. Trini
... habe ich diese Woche erfahren. Die arbeiten direkt am Patienten und sind Aerosolen ausgesetzt... und stehen auf der Impf-Prioritäts-Liste nicht wirklich an erster Stelle... Sie meinte sie hat täglich 40 Patienten, denen Sie ganz nahe an den Mund kommt... und DAS ist noch erlaubt (im Gegensatz zu Friseurbesuch). Ich merke, ich fange wieder an Maßnahmen in Frage zu stellen, das was mich nervt, dabei wollte ich das gerade gar nicht ;-) Denke es kommt auf die Praxis an.
Vielleicht, weil es einen Unterschied macht, ob Menschen Zahnschmerzen oder unfrisierte Haare haben? Zahnreinigungen werden bei meinem ZA zur Zeit nicht angeboten. Kein ZA wird von irgendwem gezwungen, sich wegen solch "überflüssiger" Sachen dem Infektionsrisiko auszusetzen.
hab sogar eine Erinnerung bekommen! Hier hat jeder Arzt offen und macht auch alles!
Zahnreinigung zur Entspannung - großartig!
Hatte ich Ende letzten Jahres noch und es war tatsächlich entspannend bzw. mal wieder etwas, was ich nur für mich getan haben.
Ich danke dir für deine netten Worte und die Mühe die du dir gemacht, sie mir zu schreiben.
Tatsächlich muntert mich dein Post schon auf
Ich gebe zu, der Lockdown trifft uns wirtschaftlich hart - wie hart, hängt auch davon ab, wie lange er dauert und ja, man stellt sich dann erst Recht die Frage, ob er denn überhaupt etwas bringt bzw. ob man nicht umdenken müsste. Zumindest mal in andere Richtungen denken.
Und man/ich fühle mich langsam dem Ganzen einfach hilflos ausgeliefert ohne! Aussicht darauf, dass sich das nochmal ändert. Es gibt nichts, was wir/ich daran ändern könnten. Es wird so gemacht und fertig. Seht zu, wie ihr damit klarkommt und hört auf zu jammern.
Aber bevor ich mich jetzt wieder im Jammern ergehe - Danke nochmal und ich schnapp mir jetzt den Hund, gehe laufen und nehme ich dich in Gedanken mit
![]()
Danke Caot.
Läuft hier ganz normal weiter...
Komischer Zahnarzt. Hier läuft es auch.
So viel wahres ![]()
Nach deinen Ausführungen ergibt es doch absolut Sinn, Treffen JETZT stark einzuschränken. Man könnte ja wohl schlecht einfach auf den Sommer hoffen, der es schon richten wird...
Was hast Du gewählt und was wirst Du wählen?
Und was ist deren Konzept, um die Besserung zu erreichen?
An alle, welche die Maßnahmenuneingeschränkt befürworten, verteidigen, sie als das einzig probate Mittel sehen: Im Frühjahr letzten Jahres mag eine Inzidenz von 50 funktioniert haben Jetzt haben wir Winter. Die Frage, ob dieser Wert jetzt überhaupt erreichbar ist, ist doch nicht wirklich so daneben. Wer hat den festgelegt? Auf welcher Basis? Warum werden andere Vorschläge oder Einwände so rigoros weggebügelt? Wer hat warum entschieden, dass nur ganz bestimmte Wissenschaftler die richtige Meinung haben? Das alles wird ja von vielen gar nicht in Frage gestellt - jede Kritik daran wird abgebügelt. Mal so gefragt: Euer Chef gibt euch ein Ziel vor und bestimmt, wie ihr das zu erreichen habt. Ihr bemüht euch. Sehr sogar. Aber schafft es nicht. Chef macht schärfere Vorgaben zur Erreichung. Ihr bemüht euch, auch diese umzusetzen. Ziel wird dennoch nicht erreicht. Chef sagt euch, ihr habt euch nicht genug angestrengt - ihr werdet euch noch mehr und noch länger anstrengen müssen. Was würdet ihr tun? Daran glauben, dass dieses Ziel überhaupt realistisch ist oder so langsam anfangen in Frage zu stellen, dass es mit den vorhandenen Möglichkeiten/Ressourcen jemals erreicht werden kann? Ich bin mir sehr sicher, der Chef würde auf Dauer die Loyalität der MA´s verlieren. Zumindest aber würde die Energie, die man in die Zielerreichung steckt nachlassen - egal, wie sehr man dieses eigentlich erreichen wollen würde. Das Thema kam hier schon mal auf mit den Stöcke tragenden Ameisen? auf. Und auch da hatte ich den Eindruck, dass viele einfach die Augen davor verschließen, dass manche Ziele zu hoch gesteckt sein könnten. Die Energie der Mannschaft nicht unendlich ist. So wie einige sagen "Corona gibt es nicht", weigern andere sich sich, eine evt. unangenehme und nicht gewünschte Möglichkeit von "gesetztes Ziel könnte falsch definiert/zu hoch gesetzt worden sein" in Betracht zu ziehen. Die Akzeptanz der Maßnahmen ist ja auch deutlich (um 13%) gesunken. Und ich glaube nicht, dass dies heißt, die Menschen wollen nicht mehr mitmachen - eher, dass sie das Gefühl haben, dass die Maßnahmen einfach nicht zum Ziel führen werden, aber gleichzeitig andere Bereiche darunter leiden, die auch nur mühsam wieder aufgebaut werden können (wenn überhaupt).
Selbst wenn der angestrebte Inzidenzwert nicht erreicht werden kann, sollte eben in höchstmöglichem Maß versucht werden diesen zu senken. Die beiden hier nächstgelegenen Krankenhäuser sind voll! Mir scheint es eher so, als würden die nun täglich ca. 1000 Coronatoten doch eine "lässige" Menschen zum Nachdenken bringen. (Und wie wurde, auch hier im Forum, noch von einigen gespottet: "Ja wo ist sie denn, die zweite Welle? Wo sind die ganzen Coronatoten?") Das fragt wohl keiner mehr, außer ein paar Querdenkern.
Im Gegensatz zu den nicht erreichten/erreichbaren Zielvorgaben des Chefs könnte es bei Corona so sein, dass einige Wochen nach den "Chefs" etlichen Menschen, die jetzt noch nicht den letzten Ehrgeiz an den Tag legen, durch die Gesamtlage klar wird, dass ein bisschen mehr Anstrengung durchaus sinnvoll gewesen wäre und vielleicht noch ist. Allerdings gibt es vielleicht auch keinen Unterschied zu den Zielvorgaben im Unternehmen. Auch da könnte man bitter von der Realität eingeholt werden, wenn man nämlich die Kündigung erhält. Diese individuelle Konsequenz gibt es aber - abgesehen von Bußgeldern, die viele mangels Erwischtwerden ja gar nicht erwischen und wenn doch, in vielen Fällen nicht so weh tun, wie eine Kündigung - in Bezug auf Corona nicht. Also bleibt wohl nur, darauf zu hoffen, dass bei einer Verschlimmerung der Lage für alle etliche Menschen, die sich im Moment nicht besonders anstrengen, spät, aber eben doch nicht zu spät, zur Einsicht gelangen und ihre Anstrengung vermehren. Und ganz ehrlich: Du schreibst in dem Beispiel "Ihr bemüht euch, auch diese umzusetzen". Ich sehe schon einige, die sich eben nicht sehr bemühen, die Ziele zu erreichen, und ich bin überzeugt davon, dass die Ziele erreichbar wären, wenn mehr Menschen bei dem Punkt "Vermeidung nicht nötiger und ungeschützter Zusammentreffen" wirklich mitmachen würden und nicht genau die Situationen, in die sie sich selber begeben, schönreden würden.
cube, wir haben heute ähnliche Gedanken. Aber wehe, man spricht diese aus. Sieht man an den Antworten.. Lg, Lore
Das ist ja der Punkt: wenn man es wagt, mal zu hinterfragen (NICHT: Corona zu leugnen), dann wird man ja sofort abgebügelt. Als man nichts tun würde, sich an nichts hält etc.. Was Cube sagt, stimmt eben leider. Will nur keine hören, weil mann sich ja dann evt. umsonst krumm gemacht hat. Oder sich geirrt hat. Oder beides. Und weil nicht sein kann, was nicht sein darf, werden weiter sinnentleerte Durchhalteparolen gedroschen, sich eingereiht und weitergemacht. Bloß nicht selbst denken.
ich finde auch so manches unlogisch, nicht stimmig, falsch angepackt was auch immer ... die Frage ist aber halt, was die Alternative ist
Einfach alles laufen zu lassen oder sich aus Protest an gar nichts mehr zu halten, scheint mir jedenfalls keine gangbare Lösung.
Die Alternativ-Vorschläge werden ja abgebügelt wenn der"falsche" Wissenschaftler/Politiker/Virologe oä sie äußert. Und von "einfach laufen lassen" ist dabei gar nicht die Rede. Aber genau das als einzige Alternative zu sehen oder eher zu unterstellen, das man dies damit meinen würde, ist eben symptomatisch geworden.
Ich habe noch keine Alternativvorschläge von dir gelesen.
Was ist jetzt Dein ganz konkreter Vorschlag? Was genau meinst Du? Ich verstehe so manches nicht, Absurdistan liegt derzeitig in Bayern und der König heißt Söder. Und es ist auch nicht förderlich, in dieser Phase den Pessimismus anzufeuern ( dauert noch bis Ostern, Pfingsten ...) Sondern n zu den täglichen Infiziertenzahlen auch die täglichen Impfzahlen zu präsentieren. Bescheuert ist, das diese Novemberhilfen nicht ankommen, so etwas darf nicht sein. Es geht voran, es wird besser. In den Supermärkten kannst Du erste Frühlingsboten kaufen.Etwas Farbe ins Leben
Völlig ernst gemeinte Frage: Welche bahnbrechend anderen Alternativvorschläge der "richtigen" bzw. "falschen" Experten gibt es denn? So wirklich Unterschiedliches habe ich da jetzt noch nicht gehört ... ich wüsste jetzt nicht, dass ein ernstzunehmender Experte der Auffassung wäre, Corona sei "ja gar nicht so schlimm", die AHA-Regeln in Frage stellt oder zur Eindämmung einen anderen Weg sieht als die Kontaktvermeidung. Immer mal wieder las man, z.B. auch von Streeck, man solle die Risikogruppen besser schützen und dafür die anderen mehr machen lassen. Aber da habe ich nie irgendwas dazu gehört, wie das gehen soll. Letztlich schützt man ja die Risikogruppen am besten dadurch, dass man ihnen die Erkrankung vom Halse hält. Und wenn man gleichzeitig möchte, dass auch diese Menschen am Leben einigermaßen teilnehmen können und sich nicht komplett isolieren müssen, dann geht das doch nur, indem jeder sich einschränkt.
Wessen Vorschläge findest du besser? Ich habe tatsächlich keine großen Vorschläge mitbekommen, aber ich suche auch nicht danach und bin echt müde. Hast Du was zum Nachlesen?
Gerade heute ist meine Laune, Motivation bei -10000000. Ich schlafe so schlecht; es gibt nur schlechte Neuigkeiten.. Lockdown bis Ostern? Seit dem 30.9 habe ich keine Kontakte zu irgendwem.. Die Bäume im Wald kenne ich nun zu genüge. Hab demnächst einen runden Geburtstag, den ich alleine begehen werde. ich bin dankbar, wir sind gesund- körperlich, aber alles andere befindet sich im freien Fall. Heute als im Radion die Mutation des Virus Thema war; hab ich gedacht, vielleicht ist alles für die Katz.. und das Ende ist da. Ich mache mir Sorgen um meine alten Eltern, mein Sister mit Vorerkrankungen, um die Wirtschaft um die Nachbarskinder die schulisch auf der Strecke bleiben u.s.w . Fühl mich wie ein Käfer zwischen 2 Steinplatten. Musste jetzt mal alles raus. Also ich versteh dich Cube.
Ist auch keine Lösung. "Dagegen" ist ja auch irgendwie keine Meinung, ebenso, wie "egal". Das man am Anfang aus Unwissen heraus dies und das neben der Spur gemacht hat....geschenkt. Aber jetzt sind fast 12 Monate ins Land gegangen und ich habe das Gefühl, es hat sich NICHTS geändert. Maßnahmen verschärfen und lockern. Mehr ist nicht passiert. Jetzt gibt es einen Impfstoff, der aber irgendwie nicht reicht und die Logistik ist auch schwer. Es gibt so derartig viele Menschen, die sowas planen und organisieren können....warum ist das nicht passiert? Schulen sind wieder zu. Aber salzH läuft alles andere als rund. Immer noch mieses Internet, Zettelwirtschaft, Geschrei wegen Datenschutz. Man hätte die Probleme der letzten Jahre/Jahrzehnte jetzt auch nicht in Monaten gelöst. Aber irgendwie ist ja quasi nix passiert. Auch hier: es gibt so viele kluge Menschen, die sich auskennen. Nicht zuletzt fehlt es einem tragbaren Konzept für das wirtschaftliche Fortbestehen. Ich höre dauernd, dass Intensivbetten fehlen. Aber das eine unfassbar große Anzahl von Menschen vor dem Ruin stehen, das sagt kaum jemand. Und tut man es, wird vorgeworfen, man würde ja nur an Geld und nicht an die Menschen denken (welche Absurdität). Derlei Beispiele gäbe es noch viele. Aber klar, ist nur Jammerei.
Das Problem ist, dass die Menschen, die vor dem „Ruin“ stehen, auch vor dem Ruin stehen würden, wenn jetzt alles gelockert würde. Das Problem sind ja nicht die Maßnahmen, sondern die Pandemie.
Es ist absolut illusorisch anzunehmen, dass JEDER sich gleichermaßen bemüht, bemühen kann oder bemühen will. Um bei dem Beispiel Chef / gesamtes Team zu bleiben: ein guter Chef weiß, dass er bei einigen Ma´s nicht auf 100% Einsatz hoffen kann. Das ist aber bereits einkalkuliert - ein Plan, der darauf beruht, dass ALLE gleichermaßen mitarbeiten (und das kann auch einfach nur am Unvermögen zu bestimmten Leistungen liegen und nicht nur am Unwillen) ist von vorne herein zum Scheitern verurteilt. Du setzt voraus, dass der Plan (hier Einschränkungen) garantiert zum Ziel führen würden, wenn alle mitarbeiten würden. Woher weißt du, das dem so sein würde? Du unterstellst bzw. bildest den deswegen nicht zulässigen Umkehrschluss, dass der Plan nur nicht funktioniert, weil eben zu viele nicht mitarbeiten. Woher nimmst du Kenntnis darüber, dass dies tatsächlich der Grund ist? Weil man 1 x in der Woche liest "Party aufgelöst"? Weil du heute mindestens 2 Menschen ohne Maske irgendwo gesehen hast? Oder weil beim Nachbarn 2 statt nur 1 Person rein gegangen sind? Das sind ganz persönliche Einzelfälle. Ich sehe so etwas eher selten und wenn, dann sind es die Rentner, die vor dem Bäcker tratschen ohne Maske - aber das sind nicht "so vielen andere, die nicht ...". Dtl hat round about 83 Mio Einwohner - bei der letzten groß angelegten Kontrollaktion wurden 27.000 Verstöße geahndet. Das sind 0,0325%. Selbst, wenn die Dunkelziffer 100 x höher liegen würde wären wir damit bei 3,25% Menschen, die nicht ordnungsgemäß mitmachen. Wenn 3,25% MA-Anteil einen Plan zum Scheitern bringen, kann der Plan nicht der richtige sein und/oder aber die Zielsetzung die falsche.
Nein. Das Problem ist der Umgang mit der Pandemie. Genau so könnte man ätzen, dass die über 80jährigen in Pflegeheimen auch ohne die Pandemie krank wären und nicht mehr fit werden.
Du setzt mit deiner Argument nur bei Regelverstößen an. Nach Kräften bemühen bedeutet aber für mich ein bisschen mehr als sich nur an die Regeln zu halten. Es bedeutet nach meinem Verständnis zum Beispiel, dass man eben nicht die Regeln ausreizt, dass man sich vor jedem Treffen überlegt, ob es wirklich sein muss und auch einmal mehr auf alternative Kommunikationsformen zurückgreift, dass man sich z.B. auch für den Weg durch das Treppenhaus im unbelüfteten Mehrfamilienhaus die Maske aufsetzt, dass man als Kontaktperson K2 zu Hause bleibt, auch wenn es nicht so angeordnet ist, dass man nicht am Gehsteig vor der Haustür im dichtest besiedelten Stadtgebiet ohne Maske losjoggt und allen, die am Gehsteig nicht ausweichen können, den Anstrengungsatem ins Gesicht bläst .... Und da sind wir definitiv nicht mehr im Promillebereich, wenn man die Leute zählt, die das nicht machen. Und bei einer Firma weiß zwar vielleicht ein Chef, dass nicht jeder gleichermaßen viel Einsatz leistet. Trotzdem würde dieser Chef bei einer drohenden Insolvenz, die man vielleicht durch viel Einsatz von allen abwenden kann, wahrscheinlich doch von allen genau diesen Einsatz erwarten, weil auch dem unmotiviertesten Mitarbeiter klar sein dürfte, dass er von einer Insolvenz mit Jobverlust auch nichts hat.
Das stimmt aber ja nicht so, sie wären vielleicht nicht fit, aber auch nicht massenweise intensivpflegebedürftig oder tot. Corona würde sicher auch ganz ohne Maßnahmen die Wirtschaft lahmlegen.
Abgebügelt werden m.E. hier viele im Ausgangspost. Der Virus wird nun einmal von Mensch zu Mensch übertragen. Insofern ist es doch sinnvoll Kontakte zu vermeiden.
@berlin Zitat:"Aber jetzt sind fast 12 Monate ins Land gegangen und ich habe das Gefühl, es hat sich NICHTS geändert. Maßnahmen verschärfen und lockern. Mehr ist nicht passiert. Jetzt gibt es einen Impfstoff, der aber irgendwie nicht reicht und die Logistik ist auch schwer. Es gibt so derartig viele Menschen, die sowas planen und organisieren können....warum ist das nicht passiert?" Das ist eine typische Aussage. Wenn jemand eine Lösungsmöglichkeit hat, die bislang noch keiner vorgebracht hat: dann her damit. Die Regierungen weiltweit, die allesamt von Top Virulogen beraten werden, verfahren nach dieser Schiene. Es gibt nur wenige Ausnahmen wie Schweden und China. Aber bei den Schweden klappt es auch nicht so gut. Es gibt eben keine anderen Alternativen wie Verschärfen und Lockern (Kontaktreduzierung). Die Hoffnung beruht ausschließlich auf dem Impfstoff. Wenn dieser nicht wirkt oder sich zu wenige impfen lassen, können wir einpacken. Lange hält dies unsere Wirtschaft und Gesellschaft nicht durch. Aber viele Impfunwillige verstehen dies nicht. Organisation der Impfung: alle Länder dieser Welt wollen gleichzeitig den Impfstoff haben. Und zwar jetzt. BIONTECH/PFIZEr und MODERNA können aber nicht alles jetzt liefern, was auch verständlich ist. Klar hätte man im Juli 2020 160 Mil. Impfdosen für D bei BIONTECH bestellen können. Und was wäre wenn, die Studien im September nicht erfolgsversprechend gelaufen wären und kein Impfstoff von BIONTECh produziert worden wäre? Riesenaufschrei. Oder man hätte sich im Juli auf Curevac festgelegt? Super-Gau. Die Impfzentren stehen. Es fehlt nur noch der Impfstoff.
Ich bin auch sehr genervt, es gibt quasi nichts anderes mehr in meinem Leben. Arbeite in der Coronaabteilung vom Gesundheitsamt und fasse mich an den Kopf, wenn eine Pflegekraft eine Liste mit 10 privaten Kontakten hat, davon 2 als Kernfamilie. Sicher alles legitim gelaufen, aber doch viel zu viel. Vor allem aber denke ich, dass zu viel auf die "Alten" geachtet wird, unsere Zukunft, die Kinder und Jugendlichen, so total hinten runter fallen. Das ärgert mich maßlos. Die Zukunft ist wohl wichtiger als die Vergangenheit und kaum jemand schert sich darum. Selbst auf der Arbeit heißt es, dass nur die Heime wichtig sind, Schulen sind doch egal. Da stirbt ja keiner und Todesfälle will man nicht, ist schlecht für die Statistik.
Du meckerst hier schon tagtäglich über all deine Probleme. Nur meckern bringt halt nix - merkst du selbst grad.
Die letzten 10 Beiträge
- RSV kurz vor Geburt
- Jetzt hat es auch meine Tochter erwischt
- Corona Impfung - Angst vor Schäden
- Wir sind ja die ganze Zeit verschont geblieben
- Hab das Gefühl es dauert jedes mal länger...
- Oh nein! Nun auch hier!
- Was tun bei Durchfall bei Corona und Kopfschmerzen
- Schaun ma mal, was noch kommt....
- Die heikelsten Themen der Pandemie sind geschwärzt
- RKI unter der Lupe - endlich!