Barbara79
Laut RKI wurden in der Grippesaison 2017/2018 49.768 mit einer Influenza Diagnose in der Haupt oder Nebendiagnose hospitalisiert. Mit Sarscov2 sind wir (wenn man laut RKI die 6% aller positiven, die hospitalisiert werden müssen rechnet) bei bisher insgesamt knapp 30.000 Krankenhausaufenthalten, wahrscheinlich eher niedriger. Wir haben also noch 20.000 Behandlungen im Krankenhaus "gut". Wie hat man das 2017/2018 nur geschafft, so ganz ohne freihalten der Betten oder andere Maßnahmen? Gibt es dazu Berichte? Gefunden hab ich nichts. Barbara
weil es nur eine grippe war
Das ist aber eine Milchmädchenrechnung. Wenn sich das Virus in Pflegeheimen und Kliniken ausbreitet, sehen die Zahlen schnell anders aus.
…...ich stell mal eine Schüssel Pocorn in die Runde.
Nach dem Lockdown im Frühjahr kann man das doch gar nicht miteinander vergleichen.
Warum eigentlich nicht?! Ich meine, ja, kann sein, dass kein Vergleich möglich ist, aber so richtig schlüssig hat das hier noch keiner erklärt. Warum heute Apokalypse und gestern nicht? Wird man zwar nicht mehr herausfinden, aber wenn 2017/18 genauso konsequent getestet worden wäre, vielleicht sähen die Zahlen "Gott bewahre" ja ähnlich aus?
Da gab es keinen Lockdown und keine gepredigten Regeln, die eingehalten wurden. Die Grippe ist auch nicht so hochansteckend. Ich hatte die trotz Impfung übrigens damals auch, der Mann meiner Freundin lag wochenlang beatmet mit drohendem Multiorganversagen in einer Spezialklinik. Interessant wird die Frage, wenn die Grippewelle ausbricht und mit Corona kollidiert. Ich vermute aber, dass die Grippe diese Saison eher keine großen Welle machen wird, weil man ja Maske und Abstand durchziehen wird. Da kann man dann wieder rumgröhlen, dass die Grippe ausgestorben ist, oder die Grippe auch versuchen zu verharmlosen, mit Stellas Worten „nur ne Grippe“.
So ähnlich sehe ich das auch. Generell sollten alle Infektionskrankheiten heuer deutlich geringere Chancen haben. Sonst wären die Maßnahmen ja echt völlig für die Katz. Wenn´s was Gutes haben soll, dann wenigstens, dass man der Grippe auch größeren Respekt entgegen bringt, sprich die Grippeimpfung ernster nimmt. Auch wenn es trotzdem kein 100%iger Schutz ist, wie man 2017/18 auch gesehen hat. Denn auch die jährliche Entwicklung des Grippeimpfstoffs ist zum Teil immer ein Blick in die Glaskugel. Den Hype um Corona finde ich allerdings nach wie vor bedenklich. Aber das ist meine persönliche Meinung. Dass gewisse Staaten derzeit so leiden haben sie sich m.E. durch chronische Unterfinanzierung ihrer Gesundheitssysteme schon auch z.T selber zu verdanken.
Eine Grippe ist doch nie symptomlos und alleine dadurch ist doch die Ansteckung eher nicht so unbemerkt und rasant. Zumindest bleibe ich mit Grippe daheim im Bett.
Ist das so? Weiß man denn, dass Grippe nie symptomlos ist (bin kein Mediziner)? Wer hat denn bisher auf Grippe getestet, wenn kein Anlass dafür gegeben war? Oder Kontaktpersonen?
Grippewelle 2017/18: In Frankreich werden die Betten Mitte Januar knapp. Corona aktuell: In Frankreich werden die Betten Mitte Oktober knapp. Wir sind bettenmäßig zwar besser aufgestellt, aber bei der aktuellen Dynamik wären auch wir sehr schnell am Limit. Dabei sind wir noch ganz am Anfang der Saison.
Wir testen seit März bei Symptomen auf Influenza und Corona. Ob die Grippe symptomlos sein kann, weiß ich tatsächlich nicht, ich gehe aber davon aus, dass es nicht so ist. Ich hatte sie zweimal richtig fies, ohne Impfung und einmal 2018 wo ich VERMUTE dass es die Grippe war, die war gefühlt nicht so grausam, aber trotzdem langwierig mit einer sehr langen Hustenperiode. Die Grippe an sich ist ja auch keine neue Erkrankung und Impfstoff gibts jährlich neu, immer in der Hoffnung den richtigen Erreger erwischt zu haben.
Ich hatte diesen Sommer dank der Masken, kaum Probleme wegen meiner Pollenallegie. Letztes Jahr mußte ich täglich Ceterizin nehmen, dieses Jahr waren es insgesamt 10 Tabletten. Das weiß ich deswegen so genau, weil ich mir im März ein neues Päckle gekauft habe mit 20 Tabletten und 10 habe ich noch.
Dann hätten wir aber schon einen Fall, wo du, auch wenn du´s hattest, schon in keiner Statistik mehr auftauchst. Grippe haben ist aber echt fies. Ich hatte sie 2011 (wahrscheinlich). Jedenfalls lag ich eine Woche mit hohem Fieber im Bett, was bei mir praktisch nie vorkommt. Kinder versorgen oder auch nur länger als 3sec stehen war nicht damals. Hab's aber auch daheim ausgesessen, oder besser gelegen und scheine damit auch in keiner Statistik auf.
Es hatte aber nicht zeitgleich weltweit eine derartige Verbreitung gegeben. Und daheim im Bett warst du ja in der Zwangsquarantäne. Ich hatte auch schon Jahre ohne Impfung und trotz Kontakt zu Infizierten keine Ansteckung .
nicht in ca. 80% Ansteckungszeitraum: 24 h vor bis 4-5 Tage nach den ersten Symptomen
Was ich aber damit sagen wollte.....woher wollen wir es wissen, wenn die Teststrategie (und damit Registrierung) bei der Influenza bisher auf einem deutlich niedrigeren Niveau lag? Welche Krankheit denn nun die schwerere sein mag, dazu kann ich qualifiziert nichts sagen. Außer dass Grippe für Risikogruppen auch kein Zuckerschlecken ist, und es influenzabedingt sicher auch mehr als einen "vermeidbaren" Todesfall gegeben hat. Auch die Ansteckung ist ziemlich hoch. Aber damit wurde umgegangen und keiner angeklagt, bei Corona ist plötzlich alles anders.
Oh, danke Leewja. Beziehen sich die 80% auf Covid? Also verlaufen 80% der Covidfälle asymptomatisch? Bei uns (Ö) wird im Infektionsfall die Kontaktkette innerhalb der letzten 48h vor Auftreten der Symptome erhoben. Klingt für mich also nach vergleichbarem Ansteckungszeitraum plus Sicherheit. Aus der Quarantäne darf man nach 10 Tagen bzw. wenn man mind. 48h symptomfrei war.
nur 20% überhaupt symptomatisch und davon wieder nur 2% intensivpflichtig krank. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob es da jetzt schon genauere Zahlen zu gibt, wahrscheinlich, nach 1/2 Jahr
und an "Vorlauf" gibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 5-6 Tage an. Allerdings gibt es Reihenunetrsuchungen an Basketballspielern in den USA, die täglich getestet werden und auch die Menge der Viren wird wohl bestimmt, da hieß es, dass man 3 Tage NACH Ansteckung am meisten Viren abgibt, das wäre dann ja etwas 48 h vor Symptomatik.
Schauen wir mal.....das Zahlenmaterial in den unterschiedlichsten Relationen ist das spannendste an der ganzen Thematik.
Vorweg ich bin keine Wissenschaftlerin und auch nicht besonders klug. Ich reime mir das wie folgt zusammen. Bei der Grippe gibt es eine Impfung, bei Corona nicht. Das ist schon ein entscheidender Faktor, vielleicht auch für die Politik. Corona scheint hochansteckend zu sein, Influenza vielleicht nicht. Ich hatte noch NIE Influenza (so am Rand bemerkt). Ein Vergleich zwischen der Grippesaison und Corona bringt nichts, weil wir ja im Frühjahr einen Lockdown hatten und deshalb die Zahlen ja "künstlich" unten gehalten wurden. Wäre kein Lockdown gewesen und man hätte es einfach, so wie bei der Influenza, laufen lassen sähen die zahlen u.U. anders aus. Ich wage mal kühn zu sagen, dass die Zahlen dann viel höher gewesen wären. Sowohl die der Infizierten (egal ob mit wenig, keinen oder krassen Symptomen) als ich die Belegung der Betten in den Krankenhäusern und schlussendlich dann auch die der Toten. Bei Influenza lässt man sich ja nur testen oder wird getestet wenn man krank ist, und nicht gleich mit jedem Katharr oder so. In Corona wird ja nun auch, leider, fast jedes GS-Kind getestet, weil es sonst inzwischen nicht mehr zur Schule gehen darf. Einige Menschen sind vielleicht besorgt und lassen sich wegen dem kleinen Schnupfen testen oder sind Pendler oder der AG verlangt es oder, oder. Es liegt einfach an der Unbekannten. Influenza kennt man ja schon länger, aber Corona (zumindest dieser Stamm) ist neu und alles was neu ist macht Angst. Virologen, Ärzten und andere Fachleute können das bestimmt besser/richtiger erklären oder einschätzen. Für MICH macht das so aber Sinn und ich bin und war auch nie in besondere Panik wegen Corona. Genauso wenig aber auch bei Influenza und andern ansteckenden Krankheiten. Ich bin auch nicht gegen Grippe geimpft und war ich auch nie. Da hab ich, ehrlich gesagt, vor FSME (nur als Beispiel) mehr Respekt.
Das ist falsch. Etwa 1/3teler Infizierten sind symptomlos aber ansteckend. Auch bei Grippe. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/57983/Grippe-verlaeuft-meistens-symptomlos Ist ein älterer Beitrag. Die 1/3ten standen in einem neuern. Also nichts mit wer Grippe hat weiß das immer und ist immer schwer krank, Auch dieses Märchen von den 20.000 Grippetoten pro Jahr hält sich ja hartnäckig. Dabei stimmt das so gar nicht, den niemand kann sagen ob die Leute wirklich an Grippe gestorben sind oder einfach an etwas anderem. Es wird nämlich nicht getestet, sondern einfach Wert A von Wert B abgezogen und geraten.
Ich kenne 1 Person welche mal irgendwann wirklich einen Grippetest hatte. Und das war dieses Jahr und auch nur deshalb weil der Arzt noch keinen Coronatest machen durfte und wenigstens schon einmal Grippe ausschließen wollte. Sie hatte übrigens keine Grippe, ob es Corona weiß sie auch nicht.
Nee, weil ich mit Zahlen leider überfordert bin. Bei der Grippe sind ja nicht so viele mit so einem Wachstum auf einen Schlag intensivpflichtig. Zumindest hab ich davon noch nichts mitbekommen.
Wie auch immer, es führt ja eh kein Weg dran vorbei. Ich glaub jetzt einfach fest dran, dass die Sache zeitlich gleich ablaufen wird, wie die spanische Grippe. Dann kann sich mein einfach gestricktes Gehirn wenigstens an Daten halten.......zumindest solange, bis das Gegenteil eintritt
Das Problem dürften nicht die Krankenhausaufenthalte allein sein. Eine Besonderheit bei SARS (ob nun neu oder schon älter) ist ja der recht hohe Anteil jeder Krankenhauspatienten, die einen Beatmungsplatz haben. Und der ist Personal- und Kosten- intensiv. Hat also nicht jedes Krankenhaus. Die Betten sind dann auch nicht nur 2-3 Tage belegt, sondern eher 10 Tage und mehr. Ein weiteres Problem ist ja auch: Nur weil es jetzt Covid19 gibt, bleibt die Grippe ja nicht einfach weg. Wenn's dumm läuft, hast du beide Erkrankungen gleichzeitig in der Bevölkerung stark zirkulieren und dadurch Hospitalisierung.
Nun, ich mache mir da schon Hoffnungen, dass es die Influenza dieses Jahr schwer hat: kein Händeschütteln zum Weiterwandern, dauerndes Desinfizieren, die Masken hindern am Fliegen und Landen des Virus, dann die Kontaktbeschränkungen. Das sind schlechte Zeiten für so eine Grippe.
Die Rhinoviren haben sich davon aber bisher nicht beeindrucken lassen! Mal sehen ob’s bei der Grippe klappt. Da würde ich eher auf die höhere Impfrate tippen und vielleicht den Ausfall des Faschings, wenn es weniger werden sollte.
1. Das Jahr hat noch zwei Monate und die Covid- Welle ist riesig...Da kommt noch extrem viel hinterher 2. Du darfst nicht nur eine Zahl herausnehmen, das Gesamtbild bzw. die Gesamtsituation zählt. Grippe hat nicht diese fatalen Nachwirkungen wie Covid- 19. 3. Zu dieser isolierten Zahl: Nicht alle Bewohner von Altenheimen werden ins KKH gebracht- bei uns gab es schon einige Fälle in Altenheimen direkt, wo der Tod auch dort eintrat.... 4. Es werden einige Leute indirekt an Covid (sprich nicht während des Infektes, sondern an kaputter Lunge, kaputte Nieren...) sondern später sterben- diese werden auch nicht in Statistiken eingehen... Also bitte keine Argumentation a la alles ist so harmlos- über diesen Punkt sind wir leider längst drüber. Grippe hat sich auch nicht so extrem flächendeckend ausgebreitet, w das waren immer kleinere Wellen. Covid19 ist inzwischen überall sehr gut vertreten... Lg
- Grippesaison 17/18 - in Frankreich werden die Betten Mitte Januar knapp. - Corona aktuell - in Frankreich werden die Betten Mitte Oktober knapp. Do the math. Und bedenke dabei: exponentielles Wachstum (nur falls das Argument kommt, dass wir ja wesentlich mehr Betten hätten, was stimmt, aber bei ungebremsten exponentiellem Wachstum sehr schnell keine Rolle mehr spielt.)
Das ist nett, dass Du Frankreich hinzu ziehst. Hast Du ein kleines bisschen Wissen um das französische Gesundheitssystem und den vorhandenen Krankenhäusern, insbesondere den vielen privaten Krankenhäusern bei denen die Behandlung nicht von der normalen Krankenkasse bezahlt wird? Diese hatten im Frühjahr durchaus noch einige Kapazitäten frei, die aber nicht genutzt werden (konnten). Barbara
Da braucht man nicht viel Wissen, man muß nur die richtigen Seiten lesen - wenn man das möchte. Ich hab Tschechien vor der Türe. Dort wurden bereits bei Prag Notfallkrankenhäuser aufgebaut und es gibt Anfragen nach Deutschland, ob wir bei Bedarf Notfallpatienten aufnehmen würden. Und du sprichst vom Frühjahr. Wir haben aber jetzt Herbst und im Schwäbischen werden Intensivbetten bereits jetzt knapp. Die Grippewellen kommen aber meist erst im Januar/Februar Und wieso sollte man das Ausland ignorieren? Gehörst du auch zu denen, die nicht über den Tellerrand blicken (wollen)?
bitte bleib und lass dich nicht einschüchtern, mindestens ich finde deine Postings höchst interessant!
Sogar wenn die Krankenkasse zahlt hat man noch immer einen sehr hohen Selbstbehalt (zw. 25-30%), deshalb meiden Leute ohne teure Zusatzversicherung die ärztliche Behandlung so lange es geht.
Es geht nicht um das französische Gesundheitssystem, sondern um die zeitlichen Relationen: wenn es bei der Grippe bis Januar gedauert hat und jetzt aber schon die Kapazitäten ausgereizt sind, dann gibt es ja wohl einen Unterschied zwischen beiden Erregern.
Hier stand heute in der Zeitschrift für den Kreis stehen 41 Intensievmedizinische Betten zur Verfügung. 30 sind aktuell besetzt, davon sind die allermeisten aber mit nicht Coronapatienten belegt. Ich meine aktuell werden 40 im KH behandelt und 3 intensivmedizinisch.. 41 Betten für ein Kreisgebiet in dem 365.000 Menschen leben. Da bringt dich im blödesten fall dann nicht Corona um sondern der Herzinfakt mangels Bett. Oder auch die fatal verlaufende Grippe. Ist aber dann unterm Schnitt ziemlich egal.
Wie oft wurde das hier eigentlich schon durchgekaut? Wenn man im Frühjahr keine Maßnahmen ergriffen hätte, wären die Zahlen ein kleines bisschen anders. Bei der Grippe gibt es Leute die immun sind. Die gibt es ja auch nicht erst seit letztem Jahr. Diejenigen, die 4- fach geimpft wurden sind meist nicht erkrankt. SARS-Covid-19 ist ansteckender als die Grippe. Die Liegezeiten im Krankenhaus sind deutlich kürzer bei der Grippe. Wir haben eine Pandemie, hatten wir bei der Grippe nicht.
Hallo müssen Grippepatienten in Beatmungsbetten? Ich glaube eher selten, bei schweren Verläufen von Corona aber schon. Daher muss man schauen, dass die Bettenanzahl mit der benötigten Anzahl einigermaßen übereinstimmt, man möchte ja nicht, dass es heißt "tut mir leid, da ist jemand gekommen der wichtiger ist als Sie...." viele Grüße
Ist es denn bei der Grippe nicht so, dass viele der schwer Erkrankten in Folge eine bakterielle Lungenentzündung bekommen, wenn der eigentliche Grippeerreger schon gar nicht mehr nachweisbar ist?
Ich nehme an, du hast die Zahl hieraus: https://influenza.rki.de/Saisonberichte/2017.pdf Die dort genannte Zahl der Hospitalisierten bezieht sich allerdings auf alle SARI-Fälle, d.h. auf alle Fälle schwerer Atemwegsinfekte, nicht nur auf Influenza. In der genannten Quelle (S. 41) sieht man auch, dass in der Saison 2017/18 der Höchstwert der in einer Kalenderwoche wegen SARI intensivmedizinisch behandelten Patienten bei ca. 345 lag. Aktuell sind bereits 1569 Patienten (lt. RKI) wegen Corona in intensivmedizinischer Behandlung, also wesentlich mehr.
Aber Fritzi, es werden doch wesentlich mehr auf Covid getestet, als das bei der Grippe bisher der Fall war. Da wurde bisher doch nur zu Diagnosezwecken getestet, aber sicher keine Kontaktpersonen mehr.
…..dann ist der Grippeerreger, wenn es richtig "zur Sache" geht meist schon gar nicht mehr nachweisbar.
Das ist aber für mein Argument egal: In der Saison 2017/2018 waren wohl 49.768 Personen mit der Diagnose SARI in Deutschland hospitalisiert. Da waren sicher viele Grippeinfizierte dabei, auch solche, bei denen der Influenzaerreger gar nicht mehr nachweisbar war. Aber es waren aber eben auch die ganzen anderen SARI-Erkrankten dabei, z.B. Frühgeborene mit RS-Virus und auch Personen mit nicht influenzabedingten bakteriellen Lungenentzündungen. Der Überbegriff SARI erfasst ja alle schweren Atemwegsinfekte unabhängig vom Erreger, also ist es ziemlich egal, wer auf was getestet wurde. Wenn jemand mit einer Atemwegsinfektion im Krankenhaus landet, erfüllt er sowieso die SARI-Kriterien. Und in dieser Saison lagen laut Abbildung 41 in der von mir genannten Quelle in der "schlimmsten" Woche 345 mit schwerem Atemwegsinfekt im Krankenhaus. Im Moment sind es laut RKI allein über 1500 mit positivem Corona-Nachweis. Zusätzlich kommen ja noch die anderen SARI-Fälle dazu.
Mensch, das musst du unbedingt publik machen! Ruf am besten gleich mal die Bundespressekonferenz an, um deine Rechercheergebnisse flächendeckend zu verbreiten! Die lassen dich da rein und vor die Kameras lassen. Barbara, wirklich, das ist bahnbrechend! Gibt's doch nicht, gut, dass DU drauf gekommen bist. Ach, vergiss die BPK, ruf bei Anne Will an, oder Lanz, oder geh am besten zur Bild damit.
koller? jetzt schon?
Nö, bin nur leid zu lesen dass eine der Userin ein des muddiforums denkt, sie hat den heiligen gral entdeckt. Und die fucking grippediskussion hatten wir hier ja auch noch nie. Ich hab auch recherchiert:
denkt sie das?
ich geh jetzt koffer packen!
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bei der Grippe gibt es einen Impfschutz (nicht perfekt in der Saison, deshalb auch schlimmer als sonst) und eine gewiesse Grundimmunität in Teilen der Bevölkerung. Dann ist das mit dem exponentiellen Wachstum der Infektionswelle bei Corona ist ja nicht ausgedacht, das ist ja eine bewiesene und aktuell auch wieder zu beobachtende Tatsache. Daher vermeiden wir JETZT hoffentlich eine Katastrophe in einigen Wochen. Die Ansteckungsrate ist sehr hoch bei Corona, die Inkubationszeit rel. lang (so dass man ansteckend ist, es aber noch nicht weiß), anders als bei Influenza, wo man relativ flott krank wird und dann eben nicht weiter andere infiziert. 2017/18 hatten wir auch teils überfüllte KH, viel erkranktes pflegerisches und ärztliches personal und durchaus in manchen Wochen und Gegenden Probleme, alles zu bewältigen - die Grippewelle kommt nur dieses Jahr ja AUCH noch, hoffentlich eher milde. Die AHA-Regeln sollten da ja auch deutlich was bewirken, ich zumindest war dieses Jahr noch nicht auch nur erkältet. Insgesamt bbin ich dieser Diskussionen aber unendlich müde allmählich und denke oft- dann lassen wir es halt drauf ankommen - ich erwarte nur dann auch nicht ein Wort des Jammerns oder Schimpfens, wenn es dann hart auf hart kommt.
….erfahrungsgemäß hört das Jammern bei den meisten auf, wenn es "hart auf hart" kommt. Dann wird gehandelt. Egal welcher Meinung man vorher war. Wegen Ansteckungszeitraum sh. mein Posting oben. Ich ging aufgrund des contacttracings bei uns davon aus, dass es auch bei C max. 48h sind. Soweit geht die Kontaktverfolgung bei uns nämlich zurück im Falle eines positiven Tests. Also nicht ab Vorliegen des Test, sondern ab Auftreten der ersten Symptome.
und ich meinte : hier hoffe ich wirklich SEHR, kein einziges Jammern aus der "Haha, ihr seid ja so blöd, ihr Paniktanten, ist doch bloß ne Grippe" zu lesen, wenn es denn dann doch schlimm wird, weil alle meinen, es so viel besser zu wissen und die ganzen Maßnahmen für bullshit zu halten. Von mir aus. Ich bin es leid. Ich bin so müde davon. Ich kann es nicht mehr hören. Dann macht halt (nicht jetzt Du persönlich, das ist nur das, was ich allgemein so denke) - macht halt und dann lebt aber halt auch stoisch und jammerfrei mit den Folgen.
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Weil, ich die Logik nicht verstehe, warum ein Gottesdienst statt finden kann, der Priester vorne faselt ohne Maske, die Gemeinde singt, Masken zum Teil am Kinn. Aber Teil des Chores mit dem ich arbeite, nur 12 Personen, mit Maske und zig Meter Abstand dort nicht proben darf. Dadurch, durch diese ach so tolle Maßnahmen wurde mein Arbeitsvertrag an der Uni nicht verlängert. Und auf die ach so tolle Hilfen, was den Verdienstausfall betrifft, warte ich noch seit mehreren Monaten. Also die Monaten der ersten Welle. Daher werde ich so machen, wie es mir am besten passt. Und was meinst du, woher holt sich der Staat nachher Kohle für die Armee von neuen Arbeitslosen??? Nur nachher nicht jammern.
Bist du auf der Seite: ist doch nur ne blöde kleine Grippe, alles kein Problem, ihr lasst euch alle verarschen? Für wirtschaftliche Probleme habe und hatte ich immer Verständnis und finde das auch durchaus wichtig, in die Diskussion mit einzubeziehen. Tatsächlich bin ich auch der Meinung, dass Restaurants und Cafés, der Einzelhandel und auch Theater/Opa und Ähnliches nicht wirklich die Hotspots bedingen und die meisten der Betreiber ein gutes Hygienekonzept verfolgt haben. Wenn ich aber sehe, dass hier schon wieder diskutiert wird, wie man im privaten Raum Versuchen will, so viel wie möglich an Vernunft und Regeln zu umgehen, wie viele Freunde die Kinder zwingend treffen müssen um eine halbwegs normale Kindheit zu haben etc., dann packe ich mir wirklich an den Kopf. Die Ideen, dass ich als Besserverdienende gefälligst den verschuldeten Start wieder auf die Füße zu helfen habe, sind ja schon längst vorhanden und werden sicher auch so durchgesetzt werden, das kann mich nicht schocken. Ärgern vielleicht, aber nicht shoppen.
ich hatte selbst bereits Corona. Und das war nicht ganz ohne. Dennoch, mich macht es wütend, das überall, ohne zu schauen wer ein vernünftiges Konzept was Hygiene betrifft vorlegt, wer das nicht macht-zack, schnell einfach dicht machen. Die einen sowie die anderen. Daher gilt für mich:Maske tragen, wo es vorgeschrieben wird aber das war’s dann, Im privaten werde ich weder mich noch mein Kind einschränken. Und Weihnachten sowie Sylvester wird’s gefeiert, mit mehreren Gästen.
Was nutzt das beste Konzept, wenn’s nicht umgesetzt wird! Papier ist geduldig.
aber man gibt uns keine Chance. Die Kirche lässt man ja. Wir waren dort mit dem Chorvorstand. Abstand, Maske? Nö. Die sind aber bestimmt systhemrelevant.
Das scheint nicht zu stimmen. Immerhin gibt es inzwischen eine Menge Fälle, wo Erkrankte oder nachweislich Infizierte im engen Kontakt mit anderen Menschen gelebt/gearbeitet haben und diese Menschen nicht erkrankt sind, das Covid-19 Virus oft auch nicht nachweisbar war. Das spricht schon sehr für Immunität, ob mit oder ohne Antikörper. Aus der Zusammenfassung einer Studie aus Schweden: "Robust T cell immunity in convalescent individuals with asymptomatic or mild COVID-19 ... 1. Robust memory T cell responses detected months after COVID-19 infection, even in the absence of detectable circulating antibodies specific for SARS-CoV-2, indicating a previously unappreciated heterogeneity of immunity against COVID-19. " Natürlich heißt das nicht, dass unser Gesundheitssystem sicher nicht überlastet wird. Auf der anderen Seite stehen die Existenz von Menschen, Kinder, die sich die falschen Eltern ´ausgesucht` haben und um ihre Zukunft gebracht werden und eine staatliche Rundumversorgung (u.a. besagtes Gesundheitssystem), die alles andere als selbstverständlich ist. Komplexe Systeme sind nicht automatisch stabil - im Gegenteil. https://www.immunology.ox.ac.uk/covid-19/covid-19-immunology-literature-reviews/robust-t-cell-immunity-in-convalescent-individuals-with-asymptomatic-or-mild-covid-19 Studie (noch? nicht peer-reviewed): https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2020.06.29.174888v1.full.pdf
Leewja, mir geht es ganz genau so wie dir. Es ist so frustrierend, wie sich manche Menschen die Fakten zurechtbiegen. Tatsächlich jammern hier jetzt einige über die Maßnahmen rum, die es in den letzten Monaten nicht geglaubt haben, dass sie nötig werden würden, wenn jeder weiterlebt, als wär nix gewesen. Das Beenden der Maßnahmen konnte im Mai nicht schnell genug gehen, da ja sowieso völlig überzogen. Die gleichen Leute heulen jetzt. Und sie werden noch lauter heulen, wenn der befürchtete Fall eintritt, dass die Krankenhäuser überlastet sind. Kann ja trotz Maßnahmen immer noch passieren, es ist ja nicht gesagt, dass wir C. überhaupt in den Griff kriegen. Ich bin schon gespannt auf die Argumentation in diesem Fall.
Genau so wirst du es machen, Marianne. Weil du zu dämlich bist, die Folgen abzuschätzen, die diese Denkweise in der Masse mit sich bringt. Danke dafür.
Das kann man doch mit all den für Covid 19 erfolgten Maßnahmen gar nicht mehr miteinander vergleichen. Wie hoch wären die Zahlen jetzt ohne Maßnahmen, wie viel weniger Menschen wären 2017/2018 gestorben, wenn man auch da Hygieneregeln, Lockdowns u.ä. gehabt hätte ? Das lässt sich alles ganz schwer beurteilen, finde ich. Ich finde einige Maßnahmen, die der erneute Lockdown mit sich bringt durchaus auch fragwürdig, aber vieles auch richtig. Liebe Grüße, Gold-Locke
gab es ja auch schon Seuchen, pandemieähnliche Verbreitungen etc. Wurde damals auch per Lockdown geregelt. Im Mittelalter und auch um 1890 ist Hamburg wegen Cholera komplett abgeriegelt worden. Also seit dem Mittelalter haben wir keinen besseren Weg gefunden, als alles dicht zu machen.
"Also seit dem Mittelalter haben wir keinen besseren Weg gefunden, als alles dicht zu machen."
Ich war schon länger nicht mehr in Köln, aber hier im Südwesten werden Abwässer nicht mehr überirdisch durch offene Rinnen geleitet, und den Müll wirft auch keiner aus dem Fenster auf die Straße... ![]()
Also, immer noch. Nun haben wir halt kein System wie China, zum Glück! Da wird es halt einfach strikt durchgesetzt. Aber es gibt doch die beiden amerikanischen Städte Philadelphia und??? Die in der spanischen Grippe eben unterschiedlich gehandelt haben. Die die streng waren, hatten das im Endeeffekt besser. Ohne Party, dafür viel weniger Krank oder tot. Bei der mysteriösen sweating sickness in Tudorzeiten in England war „kein Kontakt „ auch die einzige Lösung
Klar - einen ansteckenden Erreger, den man nicht behandeln oder anderweitig bekämpfen kann, bekämpft man am besten durch Aushungern. Also dadurch, dass man ihm keine Gelegenheit zur Verbreitung mehr gibt. Bemerkenswert finde ich ja schon, wie sich die Geschichte wiederholt. Ich habe jetzt schon mehrfach von diversen Epidemien gelesen oder gehört, wo es immer gleich ablief, genau wie jetzt auch wieder: Die einen sahen in der Epidemie eine Gottesstrafe, die anderen eine große Verschwörung der Eliten, der Juden, der Ärzte und Pharmazeuten, die am Leid der Menschen viel Geld verdienten... . Dann gab es die Gesundbeter, die mit Opium oder diversen Wundertinkturen Heilung versprachen, dann die Leute, die immer alles besser wussten, die Skeptiker, die alles hinterfragten. Wenn man das liest oder sich ansieht, hat man wirklich diverse Déjà-Vus. Guck mal hier: https://www.arte.tv/de/videos/091152-156-A/stadt-land-kunst/ (ab Timecode 30.55). Das war im 19. Jahrhundert in Montréal. Heute demonstrieren die Anti-Maskers wieder zu Tausenden in Québec...
Die Grippe kommt oben drauf. Ist ja nicht so, das Corona die Grippe ersetzt. Du hast überhaupt nichts „gut“.
Du kannst dich durch den wissenschaftlichen Teil des Nationalen Influenza-Pandemieplans durchkämpfen. Dort findest du z.B. viele Angaben zu Morbidität und Mortalität im Zusammenhang mit Influenza-Infektionen. Alles andere wurde hier ja schon beantwortet. https://www.g-f-v.org/node/460
Ich als Krankenschwester in der Notaufnahme könnte dir berichten, wie wir alle auf dem Zahnfleisch gelaufen sind. Personalausfälle, haufenweise infizierte oder Verdachtspatienten, dazu noch der normale Regelbetrieb, heulend und mit leerem Kopf nach Hause fahren, Überstunden ohne Ende... Es war kein lustiger Winter. Also halt dich mal ein bisschen zurück mit deiner Rechnung. Ein kleiner Lockdown wäre in dem Winter sicher nicht ganz verkehrt...
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