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GesÄmter hätten schon im März ein neues System haben können

GesÄmter hätten schon im März ein neues System haben können

cube

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um eine elektronische Erfassung allerDaten und damit bessere Nachverfolgung gewährleisten zu können (Radiobericht WDR). Die Länderhaben aber entschieden, dass man das erst mal nicht brauche. Mhh... man wusste, der Sommer geht vorbei. Die Menschen werden sich wieder vermehrt drinnen aufhalten, das Infektionsrisiko steigt dadurch. Eine gute, einheitlich gesicherte elektronische Datenverabeitung wäre also durchaus sinnvoll gewesen. Ich frage mich, wieviele Infektionen nun darauf zurück zu führen sind, dass man eben nicht die Mühe auf sich genommen hat, das System überall zu installieren. Wieviele Kontaktpersonen konnten erst zu spät informiert werden, Quarantänen zu spät ausgesprochen werden etc. Kann doch nicht sein, dass man statt elektronisch bei handschriftlichen Listen und Fax bleibt? Jetzt wird es überall installiert - wo die Ämter sowieso schon gar nicht mehr wissen, wo ihnen der Kopf steht und keine Zeit dafür ist, zu testen und evt. Fehler auszumärzen oder Schulungen dazu abzuhalten. Ausbaden müssen das aber wir mit der "Anschuldigung", alles nichternst genug zu nehmen. Ich finde das ehrlich gesagt skandalös. Entspricht aber dem gleichen Prinzip, wie jetzt seit Monaten mit der Pandemie umgegangen wird - bloß nicht vorausschauend planen oder investieren. Lieber mal schauen, wie es so läuft - imZweifel kann man ja alles wieder runterfahren. Sowas ärgert mich wirklich massiv.


DecafLofat

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Antwort auf Beitrag von cube

und wer rettet jetzt dann Leitz, die bleiben dann ja auf ihren Ordner sitzen...?! (Späßle) ja, man kann über die Gesundheitsämter in D echt den Kopf schütteln, ich muß ja schon immer lachen, wenn die Werte am Montag niedriger sind als zu erwarten weil "einige Gesundheitsämter am Wochenende keine Zahlen melden". Joa. Deutsche Ordnung.


Feuerschweifin

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Antwort auf Beitrag von cube

"Mhh... man wusste, der Sommer geht vorbei. Die Menschen werden sich wieder vermehrt drinnen aufhalten, das Infektionsrisiko steigt dadurch. Eine gute, einheitlich gesicherte elektronische Datenverabeitung wäre also durchaus sinnvoll gewesen." Dieses Verschleppen ärgert mich auch. Auch in Bezug auf Schulen. Da hätte so viel gemacht werden können über den Sommer. Kann ich auch nicht nachvollziehen. Bei solch einem Verhalten der zuständigen Mitarbeiter würden in jedem Privatkonzern Köpfe rollen.


Luna Sophie

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Nicht nur dort wäre es sinnvoll gewesen. Der Sommer hätte für so vieles gut genutzt werden können. Auch um klare Pläne und Möglichkeiten für Schulen und Kindergärten zu haben. Es hätten klare Regeln aufgestellt werden können, was bei welchen Zahlen gemacht wird. Ich kann nicht verstehen, weshalb erst jetzt darüber diskutiert werden muss, wie es weitergeht. Herbst, Winter, Weihnachten, Silvester,... kommt aber auch immer so plötzlich, da konnte im Sommer wohl niemand mit rechnen.


DecafLofat

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Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

aber es gab doch klare Regelungen ("Empfehlungen" des RKI), wie bei welcher Inzidenz mit SCHulen umzugehen ist. Man wurde nur so überrollt von den Zahlen, dass man dann eben beschlossen hat, die RKI Empfehlungen für irrelevant zu erklären.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von DecafLofat

Jetzt gilt eben erst ab 200/100000 Wechselunterricht., ich sehe das nicht, denn keiner ist vorbereitet, die Busse bleiben voll, Weihnachten wird toll gefeiert.., dann werden die Zahlen wieder steigen.., wir haben keinen lockdown, denn dieser baby lockdown wird nicht das bringen, was alle wollen, das die Zahlen runter gehen.. Ich habe das Gefühl, es passiert nichts richtiges.., da alle auf den Impfstoff warten..


Luna Sophie

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Antwort auf Beitrag von DecafLofat

Ja, stimmt. Da hätte ich besser schreiben sollen, Empfehlungen vernünftig umsetzen. Aber wie kann der Herbst und Winter auch so plötzlich kommen und das Virus die Dreistigkeit haben nicht von allein zu verschwinden.


Luna Sophie

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Bei 200/100000 Wechselunterricht ? Wir waren schon bei über 300/100000 und von Wechselunterricht keine Spur zu sehen. Ich möchte die Zahlen Anfang Januar eigentlich gar nicht sehen.


As

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Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

Liebe Luna Sophie, Ich kann dir versichern, dass man sich in unserer Gegend durchaus Gedanken gemacht hat, was die Schulen nach den Sommerferien betrifft. Wir haben zum Schuljahresbeginn einen Vierstufenplan erhalten, nach dem wir uns richten sollten... Er sah Maßnahmen ab 50 Inf. auf 100000 vor. Als es dann soweit war, hat sich einfach niemand rangetraut, man wollte wohl dem Volkszorn entgehen. Jetzt haben wir mit den Folgen zu kämpfen. Bei uns waren letzte Woche 11 Klassen in Quarantäne. LG


Felica

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Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

Also wir haben die 200, mal wieder, überschritten. ich habe noch nichts von Wechselunterricht vernommen. Ist ja freiwillig. Gibt hier zwar kein einzige freies Bett mehr, die welche sterben werden immer jünger, aber sei es drum. Augen zu und durch, Hauptsache die Ferien fangen früher an damit die Leute genügend Zeit haben ihre Einkäufe vorher zu erledigen.


memory

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Antwort auf Beitrag von As

" Als es dann soweit war, hat sich einfach niemand rangetraut, man wollte wohl dem Volkszorn entgehen." 2 Tage eher Ferienbeginn und es gibt schon wütende Reaktionen....was wäre da erst bei Wechselunterricht los......


Ellert

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geht bei den Schulen weiter die keine Technik angeschafft haben ( und die Eltern ggf ) über viele Behörden die die Technik nicht beschafft haben weil der Haushalt das nicht zugelassen hat private Firmen sind da super flexibel, wird gekauft und gut ist im ÖD geht das leider nicht und vielleicht sollte man auch das mal lernen dass der Haushalt flexibler wird dagmar


sylviaemma

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Da bin ich ganz bei Dir: Kindgross war Kontaktperson 1, ich habe das Gesundheitsamt selbst kontaktiert: Selbstisolierung und desinfizieren. Ich meinte aber, dass wir dadurch alle nicht in die Firma und Kindklein in die Ausbildung dürfen, solange für Kindgross kein Test gemacht wird und ich bin auch Risikogruppe: Tipp des GA: mehr desinfizerien. Unser Hausarzt hat Kindgross dann getestet und 24h später war über die App das Ergebnis da. Anschaffungen gerade in diesem Bereichen der IT unterliegen (genau wie in den Schulen, Gebäude gehören den Kommunen) im öD der Zusage der Politik (Ratsversammlung, Gemeindeversammlung bzw. Landtag also Feierabendpolitiker, die meist alte Säcke sind), die Haushaltsmittel sind zur Zeit mehr als knapp durch fehlende Steuereinnahmen (Gewerbe und Vergüngungssteuer etc.). Die Politik spart die Verwaltungen zum Teil auch Tod. Es sind viele veralte Strukuren drin. Ich arbeite seit 5 Jahren in einer Verwaltung im öD. Es ist manchmal zum Haare raufen. Wir schruppen zur Zeit überstunden ohne Ende, weil an den wichtigen STellen das Personal fehlt --> steuerabteilung einer Kreisstadt mit zwei TZ-Kräften besetzt. Ich finde auch, dass man im Sommer genug ZEit gehabt hätte, ein richtig ordentliches Konzept zu entwicklen.


zweizwerge

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Antwort auf Beitrag von cube

Ich glaube, ein Grund für das Problem, dass im Sommer wenig Vorbereitungen getroffen wurden, war das Verschließen der Augen gegenüber der Theorie, dass die Erkrankung und Infektion saisonal / Wetter-bedingt vermehrt oder vermindert auftreten könnten. Lieber wollten die Verantwortlichen sich den Rückgang der Infektionen im Frühjahr selbst (und den durch sie verhängten Beschränkungen/Einschränkungen) zuschreiben, schließlich steht dann der harte Macher besser da. Außerdem hatte man wahrscheinlich Angst, dass die Bevölkerung sich nicht mehr an Hygienemaßnahmen hält, wenn man sagt, es sei saisonal jetzt einfach weniger Infektionsgeschehen. Da hat man mE lieber die Augen verschlossen und voller Hybris gedacht, man hätte mit den Kontaktbeschränkungen alles im Griff und könne das im Zweifel beliebig wiederholen. P.S. meines Erachtens sind Weter/Temperatur-Effekte in anderen Ländern nicht direkt vergleichbar, z.b. weil es in vielen Ländern im Frühling/Sommer schnell so heiß wird, dass (veraltete, nicht gefilterte) Klimaeinlagen verwendet werden, evtl. aber auch wegen Kreuzreaktivität mit anderen Erkältungsviren oder anderen genetischen Veranlagungen.


InmeinemkleinenApfel

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Mich ärgert das auch. So wie von der Politik wichtige Dinge verschleppt werden (Schulen, Personal in GÄ, das GA-System usw), kann man echt nicht den Eindruck haben, dass es gerade ernstzunehmende Probleme gäbe. Also außerhalb der Lufthansa und der Automobilindustrie. Da braucht man sich doch echt nicht wundern, wenn die Leute Corona auch nicht mehr ernst nehmen, oder?


Felica

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Antwort auf Beitrag von cube

Cube, in dem Moment wo ich das heute morgen im Radio gehört habe, war ich auch erst sprachlos und dann nur noch maßlos wütend. Wie gut das ich alleine im Auto saß. Es zeigt aber woran es in Deutschland wirklich scheitert. Warum Corona eigentlich nur ein Symptom ist, ein Symptom wo unser Staat einfach nur noch versagt. Warum ich auch mehr darauf setze meine Familie und mich wo es geht eben selbst abzusichern. Solange solch alte Ärsche - und ich meine alt da nicht im Sinne vom Geburtsjahrgang sondern im Sinne Flexibilität, Vorausschau, die Fähigkeit neue Technologien zu nutzen, an solchen Stellen sitzen, solange kann das einfach alles nicht klappen. versagen bei den Schulen, Versagen bei Einheitlichkeiten deutschlandweit, versagen bei der Zusammenarbeit von Ämtern. Da können wir aktuell von Glück reden das es "nur" Corona ist.


IzzyP

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Ich arbeite ja bei einem großen IT Dienstleister für die Verwaltung und die Digitalisierung scheitert bei uns leider wirklich "am Politiker" - teilweise wechselt die Leitung mit jeder Wahlperiode, dann werden irgendwelche Behörden auseinander oder zusammen gezogen, weil das dem Parteiprogramm so besser zu Gesicht steht und bevor irgendetwas entschieden ist, das langfristig Entwicklung bringt, sind die 4 Jahre auch schon wieder rum und jmd anderes mit Geltungsbedürfnis und anderen parteipolitischen Zielen ist am Drücker. Es ist wirklich traurig teilweise, wie wenig sich Entscheider in der Verwaltung als "Dienstleister am Bürger bzw der Demokratie" verstehen - ich hoffe wirklich, dass sich die neue Generation ihre Ideale, die viele von den "Alten" sicherlich auch hatten, als sie ursprünglich mal angetreten sind, erhalten können und nicht an der "alten Denke" kaputt gehen


Ellert

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Antwort auf Beitrag von IzzyP

die binden sich ewig mit Verträgen auch an Systeme die bei der Einführung nichtmehr aktuell sind der kleine Behördenleiter vor ort kann wenig machen wenn er keine Haushaltsmittel für den Zweck bekommt , bei einem anderen zweck aber ewig viel übrig ist, eine privatperson würde sagen spar ich da ein und gebe da aus das geht aber nicht bei der Verwaltung, wir arbeiten mit Haushaltsvorschriften Zweckbindung in Kapitel/Titel Hast Du 500.000 gespart weil alle Tagungen etc ausgefallen sind wegen Corona darf man das nicht nehmen Technik oder Software zu beschaffen


IzzyP

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Absolut, Ellert! Diese zweckgebundenen Budgets kosten mich im Job auch die letzten Nerven teilweise. Bis da erst mal A nach B geschoben ist, ist das Projekt durch und die Motivation ebenso..


Ellert

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Antwort auf Beitrag von IzzyP

um beim Thema IT zu bleiben wir haben aktuell weit ÜBER EIN JAHR Wartezeit auf Teearbeitsplatzausstattung saeit Corona wird die Zeit länger und länger statt kürzer und ich glaube nicht dass andere Behörden da flexibler sind, das System so gut das mal war bremst massiv die Arbeit aus, es sind nicht die Mitarbeiter die nicht wollen, es ist das Prinzip das so Vieles nicht zulässt