KKM
Das war doch Anfang des Jahres die große Schlagzeile. Wenn ich mir die Zahlen der letzten Tage anschaue, habe ich den Eindruck, dass das gerade beginnt. Die Neuinfektionen sind hoch, steigen aber nicht mehr so stark. Ich wundere mich, warum diese Idee derzeit gar beworben wird. Ihr auch?
Ich denke das (meiner Meinung nach absurde) Ziel ist jetzt durchhalten bis die Impfung da ist. Wenn man nur die Kurve flach halten wollte, hätte man im Sommer genügend Zeit gehabt um die Gesundheitsämter etc. aufzustocken und so einen schnelle Nachverfolgung zu gewährleisten. LG Inge
Wer sich aus Angst vor Corona impfen lassen will bitte. Ich hätte da eher Angst vor der Impfung denn langfristige Schäden sind bei neuen Impfungen unbekannt aber könnten durchaus auftreten. Corona überlasse ich da einfach meinem Immunsystem, das will ja auch etwas Training.
Dafür die Beschränkungen, wofür den sonst?!? Man hat es nicht geschafft mit den GÄ. Das war im August klar, dass es im Winter ungemütlich wird. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass eine Prognose eines Klinikers bei uns falsch zu schein scheint, der meinte, dass sich weitgehende Beschränkungen nicht durchsetzen lassen werden und wir uns drauf einstellen werden müssen, dass die Stationen überquellen, während das Personal krank daheim hockt oder selbst ein Bett belegt. Gestern Abend noch ein Polibarometer zu dem Thema gesehen, 86 Prozent tragen die Maßnahmen mit und verstehen die Notwendigkeit. Da war ich echt positiv überrascht.
55% finden die Maßnahmen richtig 43% nicht 58% finden die Maßnahmen gerade richtig - 26% zu wenig, 14% übertrieben 86% finden die DEMOS gegen die Maßnahmen nicht gut - das beinhaltet aber nicht, warum sie die nicht gut finden. Einfach diese Zahl als Beleg dafür zu nehmen, dass 86% die Maßnahmen gut finden, geht nicht. Denn das war für diese Zahl nicht die Frage. Und: 38% fühlen sich stark belastet durch die Krise, 12% sehr stark = 50% haben ein Problem durch Corona und zwar kein finanziellen. Das sagen nämlich nur insg. 27% der Befragten. Die Aussage, dass 86% der Menschen die Corona-Maßnahmen gut finden, stimmt also nicht. Das schlussfolgerst du daraus, dass diese Anzahl die Demos nichtgut findet. Tatsächlich finden aber inzwischen aber nur noch knapp die Hälfte der Menschen die Maßnahmen - aus welchen Gründen auch immer - nicht mehr gut. Die Akzeptanz nimmt also ab. Im März fanden noch 77% die Maßnahmen passend. Bzgl.der App war übrigens von Beginn an klar, dass nur knapp über die Hälfte eine App gut findet - über 40% haben von Anfang an gesagt, sie würden sie nicht installieren wollen. Ganz egal, wie viel dafür geworben wurde. Wenn man also solche Umfragen als Beleg dafür hochhält, wie gut die Bevölkerung alles findet, dann hätte man evt. auch anhand der gleichen Umfrage sehen können, dass die App vermutlich nicht viel bringen wird (wenn von nur 50% erst mal x % die App gar nicht installieren können) oder falsch beworben wird.
Oh Bullshit! Die Impfung die gerade voran getrieben wird, trainiert das Immunsystem indem sie so tut als sei sie das Virus - ohne dessen Folgen. Der Körper produziert Antikörper (die Teile, die die Viren erkennen und sie quasi verkleben und erinnert sich dann bei der echten Begegnung daran, dass er das Virus kennt und reagiert viel schneller). So muss das Immunsystem auch bei einer echten Begegnung nicht sofort die Kanonen auspacken, weil es sonst nichts hat. Die einzige Frage ist dann nur, wie lange der Körper sich erinnert und wie schnell das Virus mutiert. Aber wer die funktionionsweise des immunsystems nicht versteht-Bitteschön! Und wenn du gerne Hirnschäden als Spätfolge von Corona davontragen willst - Bitteschön. Corona ist ein Biest das eben auch Nerven und Hirnschäden hervorruft.
"Tatschlich ... nur noch knapp über die Hälfte ... die Maßnahmen gut" Sorry.
Also wenn das stimmt, was du geschrieben hast: “58% finden die Maßnahmen gerade richtig - 26% zu wenig, 14% übertrieben“ ...dann tragen 84% die Maßnahmen mit.
Oh nein- sag das mal jemand, der gerade wegen Corona 2-3 Wochen ausser Gefecht gesetzt war! Ein Virus , den der Körper nicht kennt, haut das Immunsystem unter Umständen total um!
Wer weiss wer da gefragt wurde.
Hauptsächlich ging es mir darum, dass man die 86%, die Demos gegen Corona nicht gut finden nichtgleich setzen kann mir "86% finden die Maßnahmen gut". So, wie du rechnest, scheint es so zu sein. Ich könnte aber auch interpretieren, das die 26% denen die Maßnahmen zu wenig sind, diese auf Dauer nicht mittragen - weil sie ihnen nicht weit genug gehen und sie deswegen den Sinn darin nicht mehr wirklich sehen. Letztendlich kann ich alles mögliche da reininterpretieren solange ich nicht die genau Fragestellung kenne oder eh recht allgemein frage. Vielleicht finden auch x% der Zustimmer die Maßnahmen nur gut, weil sie nicht betroffen sind. ZB eh nicht in´s Fitnessstudio gehen oder oft essen - dafür aber gerne shoppen. Es würde mich auch mal interessieren, wer als Zustimmer gezählt wurde. Oft ist es ja so: Finden die sie die Maßnahmen gut, eher gut, nicht so gut? Oder auch nur "gut/nicht gut" Wenn ich dann durchaus Kritik habe, aber nicht komplett dagegen bin zähle ich automatisch zu den Befürworten - was so zu 100% aber gar nicht stimmt. Naja, ich sehe die Befragungen bzw. die Zahlen, die dabei dann veröffentlich werden eher unter Vorbehalt. Was gerne gar nicht beachtet wird ist, wieviele Menschen sich inzwischen belastet fühlen. Gerade weil es eben wohl keine finanziellen Sorgen sind, sollte das durchaus mal näher betrachtet werden, was dahinter genau steckt. Übertrieben Ängste vor Infektion? Angst vor finanziellen Nöten, Zukunftsängste? Häusliche Probleme?
Wem die Maßnahmen zu lasch sind, der wird doch nicht aufhören diese mitzutragen?
Ach, unterschätze nicht die "Bockigkeit" auch von Erwachsenen :-) "Maßnahmen, die nicht weit genug gehen nützen ja nicht wirklich etwas - warum soll ich dann noch weiter mitmachen" ist nicht so weit hergeholt. War aber nur ein Bspl dafür, dass man eben nicht genau weiß, wie die Fragen formuliert waren bzw welche Antwortmöglichkeiten es gab oder was genau heißt "nicht weit genug". Interessant wäre auch die Frage: wie lange würden sie die Maßnahmen noch mittragen.
Die Umfrage zum Politbarometer ... ... wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 10. bis 12. November 2020 bei 1.347 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Dabei werden sowohl Festnetz- als auch Mobilfunknummern berücksichtigt. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von zehn Prozent rund +/-zwei Prozentpunkte.
Glaubst du wirklich, dass jemand, der strenge Maßnahmen befürwortet, jetzt aufhört, vorsichtig zu sein, weil er die Maßnahmen zu lasch findet?
'Die aktuell gelten Maßnahmen... A sind übertrieben. 14 Prozent B sind genau richtig. 58 Prozent C müssten härter ausfallen. 26 Prozent Und es stimmt, ich hatte es falsch in Erinnerung, es sind 84 Prozent, nicht 86. Aber ich schreib es anders, ich hätte erwartet, dass mehr dafür wären, die Maßnahmen zu lockern. Aber das sind in dieser Umfrage nur 14 Prozent. Wahrscheinlich ist es wie so oft, Querdenker und Co schreien halt sehr laut und deshalb nimmt man sie halt wahr.
Weil sie sich nicht anders zu helfen wissen! Kompletter Lockdown will keiner, auf den Lauterbach hört auch keiner, also dümpeln wir erstmal so dahin. Wie lange das noch gut geht, wir werden sehen... In ein paar Regionen gibt es keine freien Intensivbetten mehr...
Die lieben Medien?
Guck im Intensivregister selber nach ![]()
Da gibt es einige Städte wo es keine oder nur noch ein oder zwei Plätze gibt. Karlsruhe z. B. hat im Augenblick 2 Plätze frei. Nicht gerade viel für eine Großstadt. In meinem Kreis sind alle Intensivbetten belegt, in den Nachbarkreisen ist jeweils noch ein, in einem 2 Betten frei. In München sind es noch 77. Da sind aber auch fachspezifische Intensivbetten mitgerechnet, von ner urologischen Klinik z. B. bzw. von chirurgischen Kliniken, die die Intensivstation für postoperative Patienten vorhalten etc. Du kannst ja schließlich nicht jeden Patienten in jede Intensivstation bringen. Und mal sehen wie lange da noch "so viele" frei sind. Weil die bekommen eben dann die Intensivpatienten aus den Nachbarkreisen. Und da: siehe oben. Natürlich ist nicht überall so viel belegt. Aber die Patienten müssen ja irgendwie zu den Intensivstationen hin kommen. Es gibt nicht massenhaft Intensivtransporter und RTW werden ja eigentlich für die Gebietsabsicherung für die "normalen" Notfälle vorgehalten. Wenn aus einem kleinen Kreis ein RTW mal 2 Std unterwegs ist um einen Patienten in den Nachbarkreis auf Intensiv zu bringen fehlt der in der Regelrettung. LG Inge
Hmmm verstehe. Danke
Wahrscheinlich weil sich immer noch genug Menschen eben nicht an AHA halten? Und wenn die Kurve eben ( so wie vor Kurzem) wieder extrem ansteigt, warum sollte das Ziel 'flatten the curve' nicht aktuell sein? Oder ich versteh dein Anliegen nicht, ist ja noch früh ;)
Flatten the curve ist schon noch aktuell, nur klappt es irgendwie nicht so ganz
Doch, finde ich schon, dass es gelingt. Gerade in den letzten Tagen sind die Zahlen hoch, sogar etwas gestiegen, aber deutlich langsamer gestiegen.
Du missverstehst da, was die Kurve ist. Das ist nicht das Balkendiagrammm der Neuinfektionen, sondern die akkumulierte Anzahl der aktuell Erkrankten. Und diese Kurve muss unter der Kapazitätsgrenze des Gesundheitssystens bleiben. Das werden wir mit 20k / Tag, die neu dazukommen, wohl nicht schaffen, wenn die Schwerkranken wohl ca 2-4 Wochen Kapazitäten belegen.
Zumindest schafft man es die Wirtschaft zu flatten.
Und ich hab es unten schon geschrieben - wenn man felsenfest will, darf man nicht in einer Demokratie leben, in der alles eben von den Menschen mitgetragen werden muss. Man weiß noch immer wenig über das Virus und die Verbreitung. Neue Technologien sind teuer (Luftfilter für Klassenzimmer kosten 3.500€ pro Zimmer!) und schwer zu bekommen weil neu. Die Bevölkerung trägt nicht alles mit - kann das auch nicht (Schulschliessungen). Die Erwartung an die Politiker „etwas zu tun“ ist hoch - und der Verdruss wenn es das Falsche war ebenfalls. Wir lernen hier alle nach dem Trial and error Prinzip, aber „die Politiker“ sollen es gefälligst sofort richtig machen und dann so, dass es allen auch genau passt. Zur Weltmeisterschaft gibt’s 40Mio. Bundestrainer, die es alle besser wissen und jetzt halt 40Mio. Corona-Politiker. Wer einfache Antworten will, muss weit nach Osten schauen! PS: eine bessere Verfolgungen der Kontakte gäbe es auch, wenn endlich mal jeder die Corona-App installieren würde! Da haut ein jeder seine (ja auch Bewegungs)Daten für umsonst den Amazons und Googles in den Rachen, aber bei einer App, die wirklich alles für den Datenschutz getan hat (bestätigt sogar durch den super kritischen CCC!), da fängt es dann an?
Unterschreibe ich
Finde es immer toll das jeder immer wieder diese tolle Corona App als Mittel angibt und doch bitte jeder diese installieren sollte, ich gebe zu ich war skeptisch, aber ich würde sie installieren. Aber jetzt das Problem, mein Handy kann es nicht. Gibst du mir Geld um mein gutes Handy zu entsorgen und mir ein neues zu kaufen? Wenn man so etwas erfindet muss es auch auf allen auf den Markt befindlichen Handys funktionieren.
"Die Bevölkerung trägt nicht alles mit - kann das auch nicht (Schulschliessungen). Die Erwartung an die Politiker „etwas zu tun“ ist hoch - und der Verdruss wenn es das Falsche war ebenfalls." Ein halbes Jahr hat die Politik NICHTS getan um den Staat auf die von IHR vorhergesagte 2. Welle vorzubereiten. Ich trage das auch mit, auch wenn sie wieder alles zu machen! Aber trotzdem bin ich stinksauer! LG Inge
Ich stimme dir zwar teilweise zu ( grad was die Aufrüstung von Schulen angeht, warum gibts nicht deutlich mehr ÖPNV Mittel?, und auch das Ahnden von Betrieben, die die Auflagen nicht einhalten - und das scheinen doch einige zu sein., usw)...
Aber! Man weiß doch frühestens nach 2-3 Wochen, welche Maßnahmen wirklich greifen. Wir sind da doch alle recht ahnungslos, wenn wir ehrlich sind.
Von daher ..ich bleibe dabei: unsere gesellschafts-politischen ( gibts so ein Wort?
) Probleme verschärfen sich nur.
Gab es nicht schon immer Probleme im Bildungswesen, im Pflegebereich usw?
Das sind so Berufe teilweise, die kaum noch über Lobby verfügen, was eigentlich schade ist.
Wenn ich es mir leisten könnte, würd ich meine Kleinen auf eine gute Privatschule schicken.
Noch sind sie nicht alt genug fürs Internat ;)
Aber das Wetter scheint gut zu werden, derzeit ..
Schönes Wochenende allen
Dass Teströhrchen, Testreagenzien und Laborpersonal nicht auf den Bäumen wachsen und es von daher sinnvoll ist sich zu überlegen wen man sinnvollerweise testet auch (wobei das hauptsächlich ein bayrisches Problem ist, weil unser Kini immer noch meint, dass sich jeder mal so zum Spaß testen lassen können soll). Wenn das Ergebnis erst nach einer Woche vorliegt kann ich mir den ganzen Spaß und damit viele Recourcen, viel Zeit und vor allem viel Geld auch sparen. Nachverfolgung ist dann kaum noch möglich und vor allem nicht mehr effektiv. Luftfilter wurden für bayrische Schulen von vornherein gar nicht angefragt, weil sie nicht für NÖTIG empfunden wurden. Dass die Kapazitäten der Gesunheitsämter, der Ordnungsämter, der kassenärztlichen Bereitschaftsdienste bei einer 2. Welle nicht ausreichen würden, ist seit dem Frühjahr bekannt. Dass man total unterbesetzt natürlich NICHT in der Lage ist auch nur annäherungsweise herauszufinden wo sich die Leute angesteckt haben sollte auch klar sein. Dass man die "schwarzen Schafe" unter Wirtschaften, Sportvereinen (bzw. Sportgruppen, ist ja selten der ganze Verein), Fitnessstudios etc. nur findet, wenn man die Leute hat die auch kontrollieren ist jetzt auch keine so schwierige Schlussvolgerung. Und das braucht ja nicht mal die Polizei zu sein, Ordnungsamt reicht auch. LG Inge
Was wolltest denn da groß kontrollieren? Man hat sich doch im Sommer einen regelrechten Wettbewerb geliefert , wer als erstes wieder alles erlaubt und öffnet. Feiern mit 250-500 ?Personen...erlaubt...2 Haushaltsregel gekippt ...Einkaufen , nix mehr mit Beschränkungen außer ne Maske , Schulen wieder Normalbetrieb, Reisen ok.......jeder Tropf der vor einer 2. Welle gewarnt hat, hätte man doch am liebsten mit Heugabeln und Fakeln vom Hof gejagt.
War doch weg das Virus.... ![]()
ist es nicht eher das Problem, dass die Stellenpläne in diversen Bereichen, z.B. Gesundheitsämter, aufgestockt wurden aber einfach auf dem Markt keine Leute gefunden werden? Auch die Politik kann weder Gesundheitsamtsmitarbeiter, noch Pflegekräfte, noch Lehrer backen.
Zu deiner Bemerkung zur Corona-App: Wir sind ein Vier-Personen-Haushalt. Keiner von uns hat ein Handy, auf dem die App installierbar ist. Darüber hinaus: Die Kontakte, die wir haben, sind zu 99% Teil auch so nachvollziehbar. Und: Da wir in einer Altbau-Stadtwohnung mit so dünnen Wänden wohnen, dass man sehr viel von den Nachbarn auch aus dem Nachbarhaus hört, wäre - soweit ich gelesen habe - die Wahrscheinlichkeit groß, dass wir eine Warnmeldung bekommen, falls eine Person aus einer der direkt oben, unten, links oder rechts angrenzenden 8-10 Nachbarwohnungen bekommen. Dazu kommt noch, dass in unserem Haus ein Waschsalon ist, in dem sich jeden Tag eine gewisse Anzahl von Menschen länger aufhält. Wir würde also wahrscheinlich andauern Warnhinweise bekommen, die aber gar nicht zuzuordnen sind und wahrscheinlicher von einem Waschsalonkunden kommen als von einer realen Kontaktperson. Ich halte persönlich wesentlich mehr von dem Kontakttagebuch, das Herr Drosten vorgeschlagen hat (wenn man überhaupt so viele Kontakte hat, dass man sich das nicht so merken kann).
Das Problem ist, dass man die halt auch bezahlen müsste. Und wenn der liebe Staat (wie sonst häufig auch) halt meint, dass die Leute sich bei ihm anstellen und froh sind wenn sie zum Mindestlohn 8 Std. + Überstunden arbeiten dürfen, dann hat er sich u. U. geirrt. Abgesehen davon: Im Frühjahr haben viele in den Hotlines im Gesundheitsamt gearbeitet, die man bei den niedrigen Zahlen im Sommer alle wieder rausgeworfen hat. Und nicht für alles braucht man Fachkräfte. Um einen vorgegebenen Algorithmus zum Verhalten bei Symptomen abzuarbeiten (den gibt es übrigens schon, den muss man nicht erst entwickeln), brauche ich keine Ärzte, das kann auch eine Hilfskraft. Genau so für die Anrufe vom Gesundheitsamt beim NEGATIVEN Test. Da braucht es keine Amtsarzt für (diesen Unsinn haben sie bei uns mittlerweile wenigstens größtenteils eingestellt). Aber sei es drum: Auch wenn ich die BW zur Hilfe nehme, sollte ich das tun BEVOR alles aus dem Ruder läuft. Zaubern können die auch nicht. In München soll jetzt die Kontaktverfolgung in eine Messehalle ziehen. Alles zusammen und höhere Kapazitäten. Kann ich nur sagen: Was, jetzt schon? Seid ihr ECHT FRÜH DRAN. Die Kontaktverfolgung funktioniert schon seit Wochen nicht mehr! Die Coronapositiven werden zwischen Altenheim und Krankenhaus hin und her gefahren, die Rettungsdienste fahren ohne Pause durch, beim ärztlichen Bereitschaftsdienst kommst du nicht mehr durch. Auch da: Da braucht es nicht mehr Ärzte, die kann man nicht herzaubern, da braucht es Menschen die in der Lage sind die Fragen von einem Algorithumus abzulesen, dann die Antwort anzuklicken und dann am Schluss abzulesen ob und wie schnell der Patient einen Arzt sehen muss und ob er einen Coronatest braucht. Und da wäre es sinnvoll eine Abfrage vorher noch einzuschalten: Haben sie Erkältungssymptome? Damit eine gewisse Voreinteilung schon stattfindet. Und: seit wann ist es bekannt, dass die Coronaübertragung größtenteils in Clustern stattfindet und dass es vor allem sinnvol ist die Superspreader herauszufinden? Also Rückwärtsverfolgung prirorisiert über Vorwärsverfolgung (fast 70% stecken niemanden an, ca. 10% der Infizierten sind für 80% der anderen Infizierten "verantwortlich"). Seit wann predigt das der Drosten? Seit August? Und seit August hat man ihn da abgewürgt. WARUM? LG Inge
"Und: seit wann ist es bekannt, dass die Coronaübertragung größtenteils in Clustern stattfindet und dass es vor allem sinnvol ist die Superspreader herauszufinden" Dass drosten das predigt, wusste ich nicht mal. Streeck redet davon jedenfalls auch schon lang. Scheint zu einfach... Wir fahren ja lieber auf Sicht...
Ich bin einfach sauer, dass man NICHTS gemacht hat. Ich bin nicht gegen die Maßnahmen jetzt, ich würde auch ohne meckern einen Lockdown mittragen. Aber ein halbes Jahr verpennen?!
Wenn es trotz ernsthafter Versuche nicht geklappt hätte, OK. Aber komm ich heut nicht, komm ich morgen....
LG Inge
meint im Prinzip das Gleiche, flatten the curve ist vielleicht zu uncool und abgenudelt? Also 'wir' in der Wissenschaft (zumindest die mit Ahnung) rufen seit mind. August, dass der Winter ungemütlich wird (nachdem man gesehen hatte, wie schlecht das in Frankreich lief) und sich alle mehr engsgieren müssen für Infektionsschutz. Und genau, wie Du schreibst, beobachtet man seit ca. einer Woche eine Verlangsamung des exponentiellen Wachstums. Wenn es gut läuft, ist der Effekt dauerhaft und auf die Beschränkungen zurückzuführen. Wenn es schlecht läuft, sehen wir gerade nur dabei zu, dass uns die Laborkapazitäten ausgehen.
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