Jomama
Ich hoffe, diese Frage ist nicht schon 1000x diskutiert (konnte beim ersten Überfliegen nix dazu finden) - dann ignoriert sie einfach... Wie haltet ihr es derzeit angesichts der steigenden Zahlen mit Besuchen bei älteren Verwandten? Meine Eltern sind über 70, mein Vater eher Ende 70. Beide - vor allem mein Vater - mit diversen Vorerkrankungen, darunter auch Bluthochdruck. Wir sind derzeit wieder vorsichtig mit Besuchen; ich arbeite in einem Wohnheim für behinderte Menschen (also viel Kontakt zu KollegInnen und nahen Kontakt zu BewohnerInnen), wir haben ein dreijähriges Kitakind, das natürlich weder zu seinen Freunden noch zu Oma und Opa Abstand hält. Meine Eltern wollen gerne Besuch. Sie sagen, sie sind schon so alt, dass sie ihr Leben nicht verschieben können, wer weiß, ob sie nächstes Jahr noch leben. Das kann ich total nachvollziehen - gleichzeitig habe ich trotzdem Angst, ihnen das Virus ins Haus zu schleppen. Bisher konnten wir immer im Anschluß an eine Urlaubsreise kommen, so dass Arbeits- und Kitakontakte wegfielen, aber das haut auf Dauer nicht hin. Was tun? (Ich weiß, dass ich mir das nur selbst beantworten kann, aber vielleicht hat sich schon jemand schlaue Gedanken gemacht?) Oder gibt es diese Schnelltests schon? Für jeden? Taugen die was?
Ich bin auch bei meiner Tante zum Geburtstag eingeladen. Die anderen Gäste sind auch eher alt, aber alle erwachsen um das selber zu entscheiden. Ich geh auch hin. Hier lässt sich keiner vorschreiben, wen er in seinen 4 Wänden empfängt. Das ist meines Erachtens auch ein erheblicher Eingriff in die Privatsphäre den man nicht hinnehmen muss. Wenn den Leuten das Risiko zu groß wäre, würden sie nicht feiern. Deshalb mach ich mir da keinen Kopf.
Meine Schwiegereltern, beide über 80 haben von Anfang an immer Besuch von uns haben wollen. Also sind wir auch hingefahren, als es ging. Und uns auf dem Reiterhof haben sie auch besucht. War bei ihnen nie Thema, kein Besuch von den Kinder etc. zu empfangen. LG
vornweg, du mußt für dich entscheiden ,egal wer was hier antworten wird. ich selber habe keine angst , warum auch? aber ich respektiere die ängste anderer , auch wenn ich sie mitunter nicht verstehen kann aber da kann ich mich anpassen . meinen eltern erlaube ich eigenständige entscheidungen erwachsener und wenn diese ein go für besuche ist , dann wird eben besucht. ich möchte gerade nicht wissen ,wie viele seelen kaputt gehen für ein großes ziel ,was eigentlcih gar keins ist
Ich hatte meinen Vater das letzte Mal an Weihnachten gesehen, bevor wir uns vor 2 Wochen zum Wandern wieder trafen. Meine Mutter hatte ich zwischendrin noch 2x gesehen, aber nur draußen auf Abstand. Sie hätte gerne, dass wir zu Besuch kommen. Aber mit 4 Kindern in 4 Einrichtungen und 2 Elternteilen mit unausweichlichem Kontakt ist mir das echt zu riskant. Und auf Abstand mit Maske zu Besuch ist auch doof....Schade, dass sie ihren jüngsten Enkel dadurch gar nicht so begleiten können - aber besser so, als wenn wir ihnen einen Virus mitbringen. Mein Vater war jedes Mal nach unseren Besuchen krank. Da er sonst kaum soziale Kontakte hat, haben wir ihm wohl unbemerkt etwas mitgebracht. Und wenn jetzt wieder die Ärzte und KH's voll sind, bekommt er vielleicht nicht rechtzeitig Hilfe oder er /bzw meine Mutter holt sie nicht rechtzeitig, aus Angst vor Corona. Daher richte ich mich auf ein weiteres halbes Jahr ohne direkten Kontakt ein. Gibt ja Skype und Co.
Ach ja: Ich will von keinem meiner (kinderlosen) Geschwister zu hören bekommen: "Weil ihr unbedingt kommen musstet, ist Papa/Mama jetzt tot/Pflegefall". Wäre ja auch für die Kinder schlecht, falls man später rekonstruieren könnte, dass eine Infektion von ihnen aus käme. Wir haben uns bisher schon jedes Jahr gegen Grippe impfen lassen, damit wir das schon mal nicht verteilen konnten.
Mein Mann besucht mit den Kindern in den Herbstferien seine Eltern, 800 km weg. Vorher machen wir alle einen Test und fahren nur bei negativem Ergebnis. Genauso, wenn wir zu meinen Eltern (150 km) fahren würden. Da das aber nur alle 6-8 Wochen vorkommt, ist da für uns machbar.
Meine Mutter lag im Sterben als im März alles angefangen hat. Es war ein Segen, dass sie zuhause war, so konnten wir uns alle verabschieden und jederzeit füreinander da sein. Bei meinem Papa war ich auch danach noch sehr oft. Jetzt haben wir eine demente Tante, die zwar Kinder hat, aber das nächste wohnt 50 km weiter weg. Die anderen noch weiter. Natürlich sind wir bei ihr, helfen ihr und besuchen sie. Sie ist bisher zuhause mit ambulanter Pflege und ist an mehreren Tagen in einer Tagespflege. Für sie würde eine Welt zusammenbrechen, wenn wir nicht mehr kämen. Wenn es für alle in Ordnung ist, deine Eltern mit dem Risiko leben können, dann trefft euch. Versucht, Abstände einzuhalten, aber genießt die Zeit miteinander.
Deine Eltern haben es dir doch schon beantwortet Meine Mutter ist 84 und ebenfalls vorerkrankt. Sie möchte, dass ich sie besuche. Ich würde meines Lebens nicht mehr froh, wenn ich längere Zeit nicht hinfahren würde und sie dann verstirbt. Sollte sie es irgendwann nicht wünschen, dann akzeptiere ich das auch. Im März und April haben wir uns strikt dran gehalten mit dem Ergebnis, dass meine 86 jährige Schwiegermutter kurz vor einer Depression stand Wir besuchen nun alle wieder ganz normal.
Ich habe mich dagegen entschieden meine Eltern besuchen zu fahren . Auf der Reise 2,500km - also Flugzeug, mich anzustecken ist mir zu risikoreich. Da könnte ich das Virus zu ihnen tragen , selbst daran sterben oder gar danach meine Familie anstecken . Ich selbst habe bisher nur eine Person von Weitem gesehen - im Krankenhaus- die darauf hinwies, dass sie positiv sei und nun seit über 5 Stunden vor der Klinik warten müsse- damit sie weiter instruiert wird was sie nun tun darf/ muss. Die Person schien nicht krank, also eher asymtomatisch zu sein. Aber ich habe schon einige Leute getroffen, die um Verwandte und Freunde trauern. Zudem würde ich nicht wollen , durch so egoistisches Verhalten , eventuell auf ein Krankenhaus angewiesen zu sein. Für eine Notfallbehandlung nach einem ordentlichen Sturz - Handgelenk und Arm röntgen knapp 6 Stunden Wartezeit.
Reblaus, du musst aber dazu sagen, dass es sich bei dir um Spanien handelt....
Der Coronavirus ist doch überall und ignoriert alle Grenzen. ...und 2,500km Entfernung muss ja Zwangsweise außerhalb D sein.
na ja, aber die zustände in der Notaufnahme sind ja dann doch bissl anders, also zumindest da wo ich lebe.....
ganz genau. Meine Tochter musste vor einer Woche in die Notaufnahme und war nach 30 Minuten wieder draussen. Gott sei Dank, der Arm war nicht gebrochen. LG
Das kann man auch in Deutschland anders erleben. Wir haben in den letzten Jahren 2x ca. 4 Stunden in der Kinder-Notaufnahme gewartet, einmal ca. 6 Stunden und nur einmal ging es schnell mit ca. eineinviertel Stunden Wartezeit. Einmal haben wir sogar ganz auf einen Besuch der Notaufnahme verzichtet, weil mir sogar die diensthabende Chirurgin in der Notaufnahme empfohlen hat, die Platzwunde, wenn sie nicht ganz schlimm sei, lieber selber zu desinfizieren und mit Steri-Strips zu versorgen, weil wir aufgrund so vieler kranker Kinder in der Notaufnahme ewig warten müssten, uns eher noch was einfangen würden und womöglich so spät drankämen, dass es zu spät für einen Wundverschluss sei.
Wir waren bisher so wie immer alle vier bis sechs Wochen bei meinen Eltern. Die Schwiegereltern haben wir in der letzten Zeit ab und zu für einen Ausflug getroffen. Nun haben wir die Herbstferien im Kindergarten freiweillig ein paar Tage früher eingeläutet und werden dann Ende nächster Woche noch mal zu meinen Eltern fahren. Danach machen wir es mit den Weihnachtsferien ähnlich und fahren vielleicht erst gegen Silvester hin, so dass wir uns immer wenigenstens eine Woche bis zehn Tage vorher etwas einschränken, was Kontakte angeht. Man hat keine Garantie, aber so fühlen wir uns ausreichend sicher. Und auch meine Eltern sind plus minus achtzig und wollen nicht komplett auf Familie verzichten. Wir Geschwister besuchen sie einzeln und sehen uns daher leider im Moment fast gar nicht. Aber auch das kommt wieder!
Also wenn meine Eltern sagen, dass sie Besuch wollen, dann kommen wir auch. Man kann doch die alten Leute nicht vereinsamen lassen!! Das ist mitunter schlimmer, als an Corona zu sterben. Meine Oma ist 90. Soll ich sie jetzt bis zu ihrem Tod nicht mehr besuchen? Wir drücken und knuddeln uns zwar nicht mehr seit Corona, aber besuchen tue ich sie noch. Das will sie auch! Ich würde jetzt nicht hingehen, wenn ich krank bin oder Schnupfen habe etc. Wir passen da schon auf so weit es halt geht.... Wir haben immer noch vor den Geburtstag meines Vaters im Oktober zu feiern. Es sind eh nur um die 20 Leute und wer Angst hat und nicht kommen will, der lässt es. Es wird ja keiner gezwungen. Außerdem leben sie nicht in einem Risikogebiet. Die Zahlen dort sind mau. Daran würde ich es festmachen: Gesundheit, eigener Wille, Zahlen. Man kann doch nicht alle einsperren und jegliche Sozialkontakte auf Eis legen, nur weil Corona ist. Ich glaube bei den jährlichen 25000 Grippetoten sind wir noch nicht mit Corona, oder??? Man muss vorsichtig sein, aber es nicht überbewerten. Punkt!!
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