cube
In dem Zusammenhang heute im Radio gehört: Der Hinweis darauf, dass der LD im Sinne der Kontaktbeschränkungen nicht zielführend sein kann. Bzw. es nicht richtig ist, den Menschen immer wieder vorzuhalten, sie würden ihre Kontakte nicht weit genug einschränken. Die allermeisten tun das nämlich und bemühen sich sehr, sich an die Regeln zu halten - aber: Alleine die ganzen Behörden/Ämter, die weiter laufen müssen, würden so viele Menschen in die Büros zwingen, was Traffic verursacht und insgesamt so viele Kontakte provoziert - das alle anderen sich auf den Kopf stellen könnten und es dennoch nicht auszubügeln vermögen. Fand ich sehr interessant und nun würde mich mal interessieren, wieviele Menschen tatsächlich arbeitstechnisch ins Büro müssen und dafür natürlich Kontakte sowohl im Büro als auch im Verkehr haben. Kann man das irgendwo nachlesen? Statistikseiten oder so?
Ich muss ins Büro, weil zu Hause das Internet nicht ausreicht. Und eine muss auch die Telefone der anderen ins Homeoffice umstellen
Ich habe ein eigenes kleines Büro und es hat sich doch als wichtig heraus gestellt, das zumindest eine Person vom Flur da ist.
Ansonsten wird das genutzt und gefördert bei uns.
Mobilität in Deutschland: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1185253/umfrage/veraenderung-der-taeglichen-mobilitaet-durch-das-coronavirus-in-deutschland/
Ja, und warum? Vielleicht, weil es eben nicht mal geht, solange zu Hause zu bleiben? Weil der Chef das einfordert, das du gefälligst in´s Büro kommen sollst? Warum sind das immer ganz automatisch Menschen, die sich bewusst nicht an Regeln halten weil sie nicht wollen? Ehrlich, ich kenne niemanden aus unserem Umfeld, der sich nicht an die Regeln hält. Aber wenn der Chef sagt, sie haben gefälligst in´s Büro zu kommen und sorry, 3 andere MA´s sind auch gerade da - dann werden das die meisten eben auch machen müssen, wenn sie noch Arbeit haben wollen. Oder willst du verlangen, das die dann lieber kündigen sollten?
Die Chefs werden ja nicht explizit ausgeklammert, das heißt, auch die dürften / sollten sich durch die ständigen nervigen Appelle mal angesprochen fühlen und ihre Mitarbeiter eben nicht zu viert ins Büro bestellen, findest du nicht?
Wenn ich die Beiträge hier im Forum lese, so haben wohl viele Arbeitgeber die Digitalisierung komplett verschlafen. Da steht als Argument doch recht häufig, dass Akten geholt werden müssen, kopiert, gescannt, gedruckt werden muss oder auch hier im Thread die Telefone aus dem Büro umgestellt werden müssen. Ich arbeite seit Jahren papierlos und bin hoch erstaunt, dass es scheinbar noch derartig viel Papierablagen und Akten gibt. Per VPN oder Virtual Client greife ich genauso auf den Rechner zu, wie es im Büro wäre. Da stelle ich auch mein Telefon um und nutze alle Programme, die ich auch in der Firma nutzen würde. Da besteht offensichtlich ziemlich viel Nachholbedarf bei vielen Arbeitgebern und auch bei der öffentlichen Verwaltung
wenn absolut papierloses Arbeiten bei Dir funktioniert, ist das doch toll. Es gibt halt Branchen, da funktioniert es nicht - und das muss nicht immer etwas mit verschlafener Digitalisierung zu tun haben.
Mit „verschlafen“ hat das nichts zu tun.
Ich hasse es, wenn Kollegen anderer, aber von mir benötigter Branchen mal wieder auf ihren Computer warten müssen. Ich kann es nicht mehr hören, dass das System heute leider nicht so schnell ist, der Zugriff gerade nicht funktioniert oder eben die Datei sich nicht öffnen lässt. ![]()
Ursprungszertifikate der IHK musst du drucken (ist nur auf speziellem Papier erlaubt und muss dann z.B. für den Kunden gescannt und per Kurier versandt werden)? Wie viele Originaldokumente wie z.B. L/ C Dokumente reichst du monatlich an die Bank ein? Wie viele Seecontainer versendest du monatlich wo der Kunde dann das Original- B/L erhalten muss? Ich mache nur einen "Bürojob", aber diese Dokumente brauche ich halt jede Woche.
Ja, da ist einiges verschlafen worden, z.b. Arbeiten mit dem privaten PC. Das Telefon lässt sich zwar zurück stellen, aber nicht von zu Hause aus vom Büro heim stellen. Da kann man zwar sagen, dann muss es halt nach Hause gestellt bleiben. Das würde aber bedeuten, das die Leute gar kein Feierabend bekommen. Und es scheitert tatsächlich auch am Internet, denn so mies, wie es bei mir privat ist, ist es auch bei einigen Geschäftsleuten. Da wirste irre bei. Die Bedingungen sind nicht überall gleich.
Das mit den Seecontainern wundert mich. Ich hatte schon öfter einen, die Unterlagen kommen als pdf und können auch elektronisch unterzeichnet werden. Auch die Listen erstelle ich direkt am Tablet. Beim letzten Hauskauf in den USA hab ich nicht einen Zettel gehabt, alles elektronisch. Transcripts und diplomas werden bei den Unis auch elektronisch übermittelt. usw. Hier in D muss man sogar noch zum Bürgeramt um ne Hundemarke zu holen. Das ist hier oft sehr rückständig.
Genau das meine ich, Cata. Es wurde verschlafen diverse Prozesse zu digitalisieren. Zumindest keins der genannten Beispiele überzeugt mich, dass es auch nicht elektronisch mit entsprechender Software handelbar wäre
Ich sehe es ehrlich gesagt auch so. Mich regt es mittlerweile schon total auf, wenn immer und immer wieder erwähnt wird, dass die Menschen ihre Kontakte nicht genug reduzieren und es weitere Verschärfungen geben müsse. Der Wieler sagte gestern auch so vorwurfsvoll, man müsse nicht nur einen Regenschirm in der Hand halten, um sich vor Regen zu schützen, sondern ihn auch aufspannen. Sprich, die Leute müssten die Regeln konsequenter umsetzen und Kontakte mehr einschränken. Sorry, aber bei mir und vielen in meinem Umfeld geht nicht mehr ! Ich arbeite als Lehrerin zur Zeit 4 x wöchentlich in unserer Notbetreuung, ansonsten gehe ich von Einkäufen und Spaziergängen abgesehen nicht aus dem Haus. Und ich denke, dass der Großteil der Bevölkerung sich privat ebenfalls extrem einschränkt. Einige Berufe erlauben aber nun mal kein Homeoffice. Ich würde auch lieber zu Hause bleiben, statt in der Notbetreuung zu arbeiten. Geht aber nun mal nicht. Ungehemmte Treffen im Privatbereich machen meiner Meinung nach mittlerweile nur noch einen minimalen Anteil aus. Daher finde ich dieses vorwurfsvolle "die Leute reduzieren ihre Kontakte nicht genug" langsam echt grenzwertig. Vielleicht lebe ich auch in einer "heilen Welt" und woanders treffen sich Leute wie eh und je in Scharen, hier jedenfalls nicht. Der ein oder andere Arbeitgeber könnte sicher noch mehr auf Homeoffice setzen, aber überall ist das eben nicht machbar. Liebe Grüße, Gold-Locke
Mit der Kontaktreduzierung? Wenn ich mich umschaue, dann treffen sich die meisten doch mal mit Freunden oder Kinder spielen zusammen (alles nach den geltenden Corona Regeln) und das durchaus auch mehrmals die Woche. Auch wir als Familie sind zwar vorsichtig, aber lange nicht so isoliert wie im Frühjahr. Mein Sohn spielt ab und zu mit einem Freund oder wir treffen die Großeltern. Das ist zwar immer noch eine Reduzierung der Kontakte um fast 90%, aber es sind halt immer noch Kontakte. Die hatten wir im Frühjahr über Wochen nicht. Und ich glaube das ist bei den meisten so. Im Frühjahr gab es die Notbetreuung nur bei system relevanten Berufen, jetzt für alle. Bei vielen ist das Homeoffice ausgelaufen. Und, und, und.... Wenn man das zusammenzählt, kommen die meisten auf wesentlich mehr Kontakte als im Frühjahr. Ob das jetzt wirklich was ausmacht, weiß ich nicht, aber meine Kontakte sind freiwillig und gezwungen (Arbeit) mehr.
Mehr einschränken geht bei uns nicht. Anfang Oktober das letzte Mal jemand ausser Ehemann/ Sohn gesehen. Einkaufen 1x wöchentlich. Arbeite 70% mobil. Seit Tagen dieses Theater wegen Home Office... mir scheint, man weiss nicht mehr weiter. In meinem Freundeskreis leben alle sehr zurückgezogen, das Örtchen ist wie ausgestorben.
Mir geht es genauso. Wir sind alles andere als "Schwurbler". Mein Mann arbeitet auf covid intensiv direkt an der " Front " Und wir halten uns an alle Maßnahmen. Mich ärgert es aber auch, dass die Politik die komplettte Verantwortung an die "uneinsichtige und maßlose" Bevölkerung abschieben möchte. Es gibt noch einiges was man probieren könnte, ohne die Bevölkerung noch stärker einzuschränken (in Form eines Hausarrest für die gesamte Bevölkerung zum Beispiel) Geradezu in Bezug auf die Mutationen, wäre es sinnvoll die Grenzen wie im Frühjahr zu schließen. So lange Hinz und Kunz in den Urlaub fliegen können und x Geschäftsreisende durch Europa flitzen haben die Mutationen vielen Chancen hier Fuß zu fassen. So lange xxx Risikogruppen -Senioren mit angeschmuddelten Mundschutz unter die Nase sonntags in der Kirche hocken ( wir wohnen direkt neben einer Kirche, seit dem locked down,kommen immer mehr in die Kirche )Meetings bis 40 Personen erlaubt sind, Großraumbüros geöffnet und öffentliche Verkehrsmittel voll gestopft am Morgen in die Stadt fahren, werden die Zahlen nicht sinken. Jetzt mal nur als Beispiele. Da könnte man auch mal aktiv werden, Grenzen, Kirchen, Großraumbüros schließen,mehr Busse einsetzen oder ähnliches. Stattdessen wird auf die böse, uneinsichtige Bevölkerung geschimpft, die eine Person zum Spaziergang getroffen haben. Wir haben kaum Kontakte, nun habe ich aber erlaubt, dass mein ältester Sohn mit einem Freund Rad fährt. Treffen mit einer Person und nur nur draußen dürften nur echt gering zum Infektion geschehen beitragen. Und so händeln das fast alle die ich kenne. Wir hatten seit Monaten keinen Besuch und haben niemand besucht. Und ich denke viele schränken sich schon sehr ein.
Also hier geht noch einiges bei den privaten Kontakten. Da schränken sich eben nicht alle ein. Ist ja im privaten nicht verboten, warum also der Empfehlung folgen?
Ich bin auch genervt. Ich kenne niemanden der sich nicht dran hält und jeder hat nur noch virtuelle Kontakte. Ich finde wir brauchen keine neuen Regeln, wenn die alten nicht befolgt werden muss man das halt durchsetzen. In meiner Stadt ist die inzidenz zwischen 56 und 86 die letzten Tage, soooo schlecht ist das nicht. Die Regeln reichen hier völlig aus.
So sehe ich das auch... ich kenne im Umfeld auch keinen der sich nicht an die Regeln hält. Mich nervt es tierisch das es immer so rüber kommt als sei nur die Bevölkerung schuld das die Zahlen nicht runter gehen. Mich nervt es auch das Maßnahmen ergriffen werden, teils nicht mal gewartet wird ob diese was bringen sondern gleich wieder nach geschärft wird. Anstatt das Medikament zu ändern wenn es nicht hilft, erhöht man halt die dosis...
"als sei nur die Bevölkerung schuld...."? Ja wer denn sonst, Marsmenschen? Ich kenne locker 4 Familien, die sich nicht zu 100% an die Regeln halten. "Ach komm, nur schnell ein Kaffee..." oder "Na eine kurze Umarmung wird ja noch erlaubt sein..." 2 Mitschüler meiner Großen wurden am Wochenende von der Polizei nach Hause gebracht- sie hatten betrunken in der Gegend umgeschrien. Auf der kleinen Party waren 4 Schülerinnen, mit Wissen zumindest der Eltern, denen das Haus gehörte.
Und ohne Frage hat die Politik eine ganze Menge Mist verzapft
Alllein das Anfang 2020 Corona nicht für ernst genommen wurde
Es wurde munter Karneval gefeiert
Herr Spahn fand alles völlig easy
"Deutschland hat das alles super im Griff und ist gut vorbereitet"
"wir brauchen keine Masken"
Dann zu wenig Impfstoff geordert
Etc ppp
Wenn ich dann hier manchmal lese, das viele die Politiker so ehrlich finden!
Also bitte Leute!
Oder wir glauben diesem Politiker, dann hat es nichts mit Unehrlichkeit zu tun:
"Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden"
![]()
Jetzt wäre ich aber mal sehr gespannt auf deine Erklärung, wer außer der Bevölkerung denn schuld daran ist, dass die Zahlen nicht runtergehen? Das Virus? Ja, logisch! Aber das Virus kann sich nicht allein ausbreiten, es braucht die Bevölkerung dazu. Ach nee.... Ich hab wirklich Verständnis für diejenigen, die sich an alle Regeln halten und frustriert sind, dass es nichts fruchtet. Aber es fruchtet nicht deswegen, weil die Einschränkungen sinnlos sind, sonder weil sich ca. 20% der Bevölkerung einen Dreck darum schert. Die 20% wurden gestern bei Lanz oder Illner genannt, ich weiß es nicht mehr. Jedenfalls reichen diese aus, um dem Virus die Verbreitung zu ermöglichen. Nach der Mutation natürlich in noch viel höherem Maße. Ein Wissenschaftler sagte vor Monaten mal im TV, wenn wir gleich am Anfang alles, wirklich alles für 4-6 Wochen gestoppt hätten, wäre das Virus ausgehungert gewesen und wir hätten jetzt unser altes Leben schon lange wieder. Aber der Drops ist schon lange gelutscht, weil es nur am Anfang funktioniert hätte. Nur: NIEMAND in diesem Land hätte da mitgezogen! Nee, stimmt nicht, ICH hätte das gemacht, weil ich das verstanden hätte und habe. Es wird nur gemeckert auf die Politik und auf die Wissenschaft. Hätten wir aber von Anfang an auf Merkel, Drosten und Lauterbach gehört, wären wir längst aus dem Schneider... Aber das hätte ja geheißen, sich mal ein paar Wochen einzuschränken und Verzicht zu üben. Und das geht ja mal gaaaaaaar nicht! Garantiert uns ja das Grundgesetz...
Ohja, dieses nicht abwarten können, ob die neuen Verschärfungen/Maßnahmen etwas bringen, sondern nur wenige Tage später schon wieder sagen, dass es jetzt nochmal verschärft werden muss, nervt mich extrem.
Das sich nicht dran gehalten wird, sehe auch ich hier täglich. Alleine was sich an meinem Arbeitsplatz abspielt, ist unfassbar dämlich. Aber gut....der Chef sitzt in sicherer Entfernung von uns. An der Straßenecke ein Haufen Jugendlicher, dicht an dicht..... sobald ein Hauch Sonne rauskommt Kinderscharen auf dem Spielplatz, teils alleine , teils mit Müttern die im Pulk zusammenstehen und quatschen. Keine Ahnung wo ihr alle lebt, und euch aufhaltet.....aber bei dem was ich hier teilweise sehe, wundere ich mich nicht über diese Zahlen....ich wundere mich, dass sie nicht noch höher sind.
Wir sind die Woche unter 100, und zwar alle Tage. Ich hoffe darauf, nächste Woche wenigstens einmal die Zahl unter 50 zu haben und übernächste Woche dann durchgängig. Die Infiziertenzahlen gehen hier runter, die Zahlen in Deutschland auch, siehe RKI-Dashboard. Langsam, aber sie gehen runter. Es halten sich sehr viele Leute an Abstand und Maske. Ich weiß auch nicht, was man noch einschränken soll. Anstatt zu sagen, wir haben schon etwas geschafft, gut so, weiter machen, durchhalten, wir schaffen das, werden Szenarien heraufbeschwören, die das Durchhalten erschweren. Und dann fehlt der Impfstoff. Sehr doof.
... ich war nie ein merkel Fan.., aber sie wird uns fehlen.., hätte man auf sie gehört.., wäre vieles anders gelaufen.. Ich kann mich gut an den 1.LD erinnern, ich musste leider zur Arbeit.., die Straßen waren leer, draußen war es leer.., heute ist das anders, zu viele unterwegs.. Selbst in meinem Kaufland stand sicherheitsdienst an der Tür, die Wagen waren weniger, nur einzelpersonen.., jetzt passiert nicht.., reiner päarchenbetrieb. Meine Kinder sind zu Hause, Mann im HO, ichcgehe einmal die Woche einkaufen und ich muss zur Arbeit.., war gestern früh einkaufen, mein Wagen war oben und unten voll.., ich kam mir vor wie ein Alien.., alle anderen Wagen leer, Opa 2 mal Milch, einmal Käse und Wurst.., ich warte nur, dass mich einer blöd anmacht.. das war im 1.LD anders, ich kenne viele, die täglich einkaufen gehen.. Oder letzte Woche, wir erwähnt, Rodelhügelchen, viele Kinder, viele Eltern ohne Maske.. Nein, es gibt einen gravierenden Unterschied zwischen den den beiden LD. Und unser Förderialismis kotzt mich an...
Hier, und ich denke, das trifft auf viele Gegenden in Deutschland zu, sind die Altenheime das Problem. Wenn Corona einmal da ist, dann bekommt es fast das ganze Heim. schwupp, sind die Zahlen hoch. Leider sterben sie dann auch wie die Fliegen, also viele Tote.
Natürlich gibt es hier und da auch einzelne Fälle, aber keine Hotspots, weder die Schulen (sind gerade eh zu), noch Kitas, Einzelhandel ist eh zu, aber trotzdem gehen die Zahlen nicht runter.
Hier leben viele auch nur noch für die Arbeit, gehen vielleicht einkaufen und dann nach hause.
Homeoffice, in der Arztpraxis schlecht möglich, "machen Sie mal den Mund auf und jetzt schieben sie sich den Abstrichtupfer in den Hals, ich kontrolliere das per Webcam.."
Bei Aldi." Nehmen Sie sich die Sachen aus dem Regal, bezahlen Sie später, wenn der LD vorbei ist..."
Mehr Maßnahmen werden nicht mehr bringen, es wird besser, wenn es wärmer wird, aber nicht wegen der Maßnahmen, sondern weil die Menschen wieder mehr draußen sind.
Und wie viele in deinem Umfeld halten sich an die Kontaktbeschränkungen ? Bei mir sind das sehr, sehr viel mehr.
aber nur die Bevölkerung als Gesamtheit kann Schuld sein? Meinst du nicht, du solltest auf deinen Chef sauer sein, den nicht interessiert, was sich ins einer Firma abspielt? Oder auf die Politik, die in keinster Weise kontrolliert, was sich in Büros abspielt oder kontrolliert, welche Firmen nicht doch HO machen könnten, aber nicht tun? Aber es ist vermutlicher einfacher seine unbekannten Mitmenschen zu beschuldigen als dem Chef auf die Füße zu treten oder sich mit den Kollegen anzulegen.
Dann schau doch mal in länder in denen es richtig strenge lockdowns gab... da hat das mit dem aushungern auch nicht geklappt. Und mich ärgert es das es immer heißt die Bevölkerung ist schuld weil sie sich nicht an die Maßnahmen hält. Das seh ich nicht so, hier in der Gegend habe ich schon den Eindruck das sich die meisten an die Regeln halten. Ausnahmen gibt es immer! Aber hier in der Gegend sind momentan die Altenheime arg betroffen. Da gebe ich der Politik zumindest eine Mitschuld dort einfach nicht richtig die Senioren zu schützen!! Konzepte und Möglichkeiten gäbe es genug aber das wurde verschlafen!!
Wie war das mit der Eigenverantwortung?
an alle Regeln hält. Ich habe nicht zu allzu vielen Menschen persönlichen Kontakt und da muss ich sagen, dass so ziemlich alle mehr machen könnten. Meine Mutter meint, bei gerade 1.5% Infizierten in Berlin kann ja nicht ausgerechnet die Familie meines Bruders krank sein - also fährt sie hin. Bei meiner Kollegin wollte ich mir diese Woche einen KiWa ansehen - "oh, sogar vorbildlich mit Maske (lacht), ach komm doch kurz rein, ist doch so kalt draußen... Aus der Kita weiß ich, dass mehrere Kinder sich treffen, weil "sie ja eh Kontakt haben..." Oberarzt der Kinderchirurgie trug die Maske unter der Nase Es sind Kleinigkeiten, nicht böswillig, keine Partys (wobei wir da auch jemanden kennen), aber ich denke, die meisten nehmen es noch nicht sooooo ernst. Ich kenne auch weiterhin niemanden persönlich, der infiziert war oder gar ernsthaft krank. Alles nur vom Hören von entfernten Kollegen oder Bekannten.
Wir leben hier quasi wie in Quarantäne und nicht nur wir!
Eigentlich alle um uns herum, sowie in den Nachbargemeinden und wir haben es echt satt!
Es reicht!
Stattdessen erreichen einen immer wieder neue idiotische Nachrichten!
Z.B zu den tollen Impfstoffen:
"Der US-Pharmakonzern Pfizer wird vorübergehend die Liefermenge seines gemeinsam mit dem Mainzer Unternehmen BioNTech entwickelten Corona-Impfstoffs an Europa senken."
Weil sie ihre Anlagen ausbauen müssen
ist ja toll
Na da können sie wohl von ihrem Impfstoff vorher selbst nicht so überzeugt gewesen sein,
dass das der große Durchbruch wird
_----------
Wir werden den Virus sowieso nicht stoppen können
und er mutiert
und er mutiert
und er mutiert
so langsam müssen wir echt mal damit leben lernen.... ![]()
Also zumindest für meine Behörde / Amt kann ich es nicht bestätigen, dass da so viele Menschen im Büro wären und Kontakte provoziert würden. In meinem Bereich sind etwa 30% der Kollegen im Büro, die anderen arbeiten entweder ganz überwiegend, anteilig oder zumindest tageweise von zu Hause aus, und da bei uns die 1-Person-pro-Zimmer-Regel gilt, egal, wie groß der Raum ist, werden da keine "Kontakte provoziert". Außerhalb des eigenen Schreibtisches ist sowieso komplett Maskenpflicht. "Kundenkontakte" sind, seit die Inzidenzen über 50 sind, eigentlich gar nicht mehr, läuft alles telefonisch oder per Mail, in dringenden Fällen in einem großen Besprechungsraum mit mind. 2 Metern Abstand, Dauerlüften beim Gespräch und FFP2-Maske. Teambesprechungen fallen, soweit ich weiß, komplett aus, Absprachen auch per Mail / Telefon. Unsere Bürger "zwingen" wir also nicht ins Amt oder provozieren Kontakte und untereinander wird auch Maske getragen und Abstand gehalten und es sind nicht zwei Leute in einem Zimmer. Wir hatten bisher auch nur 2 Fälle, die aber beide nicht zu weiteren Infektionen geführt haben. Bei uns ist aber auch rigoros - wer Kontakt zu einer Kontaktperson hatte, muss während der Quarantäne der Kontaktperson zu Hause arbeiten, zur Not abends ab 19 Uhr ins Amt und Akten holen. Da ist es sehr strikt - scheint aber zu funktionieren.
bzw. müssen reflexartig antworten, dass natürlich die Bevölkerung ... wer auch sonst ... natürlich nur die anderen, man selber hält sich ja daran etc. Darum ging es aber gar nicht. Es ging genau darum, dass sich der Großteil (und mehr kann man nicht erwarten) daran hält - und so wäre die Frage doch, ob es nicht an alle den jenigen liegt, die tatsächlich kein Homeoffice machen können und/oder daran, dass HO nicht stringent genug durchgesetzt wird. Und somit die Bevölkerung als Ganzes eben genau nicht "zu wenig tut/sich zu wenig an Regeln hält". Ganz einfache Rechnung: 1000 Menschen sollen möglichst wenig Kontakte haben. 600 arbeiten fortan zu Hause und halten sich an alle Regeln. 350 müssen aber raus und haben dann natürlich Kontakte, halten sich aber sonst an alles. 50 halten sich nicht an die Regeln. 350 Menschen, die über mehr Kontakte als alle anderen das Virus natürlich in ihre Familie bringen können. Was nutzt es dann, wenn sich 600 an alles halten und kaum raus gehen? Die 50 Regelbrecher muss man einkalkulieren - wären aber nicht erheblich, wenn die anderen 350 eben nicht zu viele Kontakte hätten. Es geht um reine Mathematik. Ob die jenigen, die eben Kontakte haben müssen nicht die Bemühungen aller anderen so torpedieren, dass die Ziele unrealistisch werden. Die meisten Ansteckungen erfolgen im privaten Bereich - das impliziert oder wird interpretiert als "dann halten die sich nicht an die Regeln". Das stimmt doch so gar nicht. Wenn Papa eben ständig ins Büro muss oder auf die Baustelle und dann seine Familie ansteckt, ist die Infektion eben nicht im privaten Bereich entstanden. Dort wird sie nur festgestellt, weil Mama plötzlich Hustet etc. Naja. Ich fand den Beitrag interessant und es würde mich eben mal interessieren, ob sowas überhaupt in den ganzen Maßnahmen als wichtiger Parameter einkalkuliert wurde oder ob es nur einfacher ist, einfach immer weiter den Menschen als Gemeinschaft den schwarzen Peter zuzuschieben.
Ich glaube ja, dass ein Teil des Problems durch einen nicht unerheblichen Teil der 950 entsteht, die sich zwar so an die Regeln halten, dass man ihnen keine Ordnungswidrigkeit vorwerfen kann, die sich aber trotzdem nicht über die Maßen bemühen, ihre privaten Kontakte (und auch die ihrer Kinder) einzuschränken. Da kann man sich jetzt auf den Standpunkt stellen, dass es ja erlaubt ist, jeden Tag einen anderen Spielkameraden zu treffen und dass einem niemand etwas vorwerfen kann. Man darf aber m.E. durchaus feststellen, dass es bei etlichen da - ohne seelische Grausamkeiten zu produzieren - noch Luft nach oben bei den Anstrengungen gibt. In Bayern war im Frühjahr einige Wochen lang jegliches Treffen mit einer Person aus einem anderen Bundesland verboten. Das wollte man wohl - aus gutem Grund - nicht wiederholen. Allerdings hat man wohl unterschätzt, wie genau man die Verbote formulieren muss, damit die Regeln nicht von einem nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung doch ausgereizt werden (oder es ist juristisch schwierig ....). Aber grundsätzlich wäre ein Appell, ähnlich dem in der bayerischen Verordnung: "Jeder wird angehalten, die physischen Kontakte zu anderen Menschen auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren und den Personenkreis möglichst konstant zu halten. Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten. Wo die Einhaltung des Mindestabstands im öffentlichen Raum nicht möglich ist, soll eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. In geschlossenen Räumlichkeiten ist stets auf ausreichende Belüftung zu achten." ja nicht so schwer zu verstehen. Und falls man diesen Appell auf sich bezieht, dürfte man eben nicht mehr in Zehnergruppen die Mittagspause verbringen, nicht in den Weihnachtsferien jeden zweiten Tag eine andere Familie besuchen oder für mehrere Geschwisterkinder mehrmals in der Woche wechselnde Spielkameraden organisieren (wie ich es im Umfeld auch immer wieder mitbekomme). Keine dieser Personen hat die Regeln im eigentlichen Sinn gebrochen, aber man hat sich eben auch nicht an den Appell gehalten. Und das reicht nach meiner Einschätzung dafür, dass der jetztige Lockdwon längst nicht so erfolgreich ist, wie der im letzten Frühjahr.
Tja, und dann wären wir letztendlich bei dem Thema "ist unsere Gesellschaft in der heutigen Lebens-Form überhaupt fähig, diese Maßnahmen umzusetzen" - wenn nein, ist es ein sinnloses Unterfangen, dass zu immer größerem Unmut wegen mangelnden Erfolges führt und damit zu immer weniger Regeleinhaltung? Es reicht eben nicht, dass etwas theoretisch funktionieren würde - es muss auch praktisch umsetzbar sein. Und zwar ohne dabei alles andere immer weiter vor die Wand zu fahren - denn auch das sind Schäden, die wir mühsam wieder reparieren müssen. Wirtschaft wird ja gerne als "nicht wichtiger als jedes einzelne Leben" deklariert. Wer Wirtschaft erwähnt, lässt ja gerne auch im gleichen Atemzug Menschen sterben. Es ist aber nun mal nicht wegzudiskutieren, dass wirtschaftliche Schäden eben nicht nur die großen Firmen betreffen - sondern in der Folge ganz normale Menschen. Hat schon mal jemand ausgerechnet, wieviele Arbeitslose es geben wird? Wieviel Geld das kosten wird? Und woher nehmen wir das, wenn so viele Pleiten drohen? Ja, das hört sich hart an - wird aber Realität werden. Ich bin gespannt, wieviele Familien, die eh schon wenig hatten, noch weiter nach unten rutschen auf der Sozialen Leiter. Und ich frage mich immer mehr: für was? Für Maßnahmen, an denen auf Biegen und Brechen festgehalten wird, immer länger und noch strenger und ja offenbar ohne, das genug Menschen mitmachen/mitmachen können. Wann wird mal in neuen Wegen gedacht? Beispiel Tübingen - warum ist es immer so verkehrt, zB Einkaufszeiten fürSenioren zu schaffen? Es nutzt doch gar nichts jetzt darüber zu lamentieren, dass alles gut gewesen wäre, wenn man nur damals schon viel härter etc. Damals ist vorbei. Und es nutzt auch nichts, immer weiter darüber zu diskutieren, das zu wenige Menschen mitmachen. Das Tun wir seit x Monaten. Irgendwann muss man auch mal erkennen, dass auch der vermeintlich beste Plan manchmal nicht aufgeht und man andere Wege ausprobieren muss. Anstatt die Truppen immer weiter auszulaugen, bis sie rebellieren und den Dienst komplett verweigern.
Die Inzidenz zu senken sollte zunächst weiterhin Ziel sein - und das ist nur durch Kontaktbeschränkungen zu erreichen. Aber die Kombination mit ein paar der von dir vorgeschlagenen Maßnahmen wäre schon eine gute Idee - Einkaufszeiten für Risikogruppen etc. Vielleicht auch mehr Angebote für Lieferungen. Generell kontaktarme Prozeduren.
Die Antworten hab ich jetzt nicht gelesen, aber ich finde Deinen Gedankengang von Anfang an seltsam. Die 600 können die Kontakte der 350 nicht "ausbügeln". Was nutzt es dann, wenn die 600 sich daran halten? Naja, DIESE 600 / 60% stecken schon mal eher niemanden an und werden nicht angesteckt (einfach ausgedrückt). Die restlichen 40% teilen sich in 35% , die zwar Ansteckungen hervorbringen (müssen), plus 5%, die mit Sicherheit mehr Ansteckungen verursachen als die 35, sagen wir mal Faktor 10. Also sind die aktuellen Ansteckungen nur das Ergebnis von 40%, die Ansteckungen wären über doppelt so hoch, wenn keiner Homeoffice macht und 10 fach so hoch (inkl. exponentielle Steigung!!) , wenn alle sich verhalten würden wie die Regelbrecher. Reine Mathematik. aber... es geht eben immer darum, so wenig wie möglich Kontakte zu haben . Und wenn es nicht anders geht eben bestmöglichst geschützt. Punkt. Diese Regel würde reichen, wenn jeder sich daran halten würde und auch jeder AG seinen AN das ermöglicht.
Einkaufen für Risikopatienten senkt aber nicht unbedingt nennenswert die Inzidenz, Es verhindert vielleicht in dem einen oder anderen Fall, dass sich jemand aus der Risikogruppe ansteckt, aber das löst unser aktuelles Problem nicht. Ich habe heute gelesen, dass in den letzten Wochen das Durchschnittsalter der Intensivpatienten stetig gesunken ist und im Moment bei ca. 60 Jahren liegt. Wenn da 80-Jährige dabei sind, sind also auch nicht so wenige 40-Jährige dabei. Die profitieren alle nicht von den Einkaufszeiten für Senioren .... Und eine Maßnahme, die die Inzidenz schnell drückt, ohne gleichzeitig massive unerwünschte Nebenwirkungen zu haben, gibt es wahrscheinlich nicht, auch wenn sich das alle wünschen würden.
Tut mir leid, dann hab ich mich falsch ausgedrückt. Ich meinte, daß Maßnahmen wie spezielle Einkaufszeiten (nur) in Kombination mit Maßnahmen zur Senkung der Inzidenz eingesetzt werden sollten. Und gehe voll mit deiner Argumentation mit.
Zur Hälfte würde ich Dir zustimmen. Du schreibst: "ist unsere Gesellschaft in der heutigen Lebens-Form überhaupt fähig, diese Maßnahmen umzusetzen" Da würde ich das Wort "fähig" durch "willig" ersetzen. Da ein gewisser Teil nicht willig ist, wäre meine Idee, weniger über Appelle zu gehen und mehr konkrete Regeln zu formulieren, wie z.B. Weihnachten feiern nur mit dem eigenen Haushalt mit Ausnahme von alleinstehenden Personen, die sich irgendwo anschließen dürfen, eine feste Kontaktperson außerhalb des Haushalts oder ähnliches. Also sprich: Das was jetzt immer als Appell formuliert war, als Regel fassen und mögliche Härtefälle mit Ausnahmen versehen. Aber da kommt ja meist der Einwand, das sei juristisch nicht so strikt zu formulieren, dass es nicht anfechtbar ist. Dennoch wäre das mein Vorschlag: wo immer möglich Appelle in Regeln zu verwandeln, und zwar im privaten Bereich, aber auch im Arbeitsleben. Was wäre denn ganz grob die Richtung eines Weges, den man deiner Meinung nach an die Stelle der nebenwirkungsreichen und auslaugenden aktuellen Maßnahmen setzen könnte? Man kann ja nicht annehmen, dass Einkaufszeiten für Senioren oder andere Maßnahmen, die auf den Schutz der Alten abzielen, unser Problem lösen. Als Ergänzung ja, aber das ist doch nichts, was die Inzidenz nennenswert senkt.
Entschuldige, ich habe deinen Beitrag mit dem von cube durcheinandergeworfen. Du hattest ja geschrieben, dass du die Einkaufszeiten für Senioren als Ergänzung ansiehst.
Grundsätzlich bringt ja jeder vermiedene Kontakt etwas. Im Berufsleben kann man sicher noch einiges regeln. Und ich hoffe, dass dies in den nächsten Tagen in die Wege geleitet wird. Ist zumindest bei uns wieder "strenger". Du hast auch recht damit (wenn ich dich richtig verstehe) dass es nix bringt immer auf die Bevölkerung zu schimpfen, die sich an nichts halten würde. Viele sind vorsichtig über die Regeln hinaus. Andere halten sich genau an alle Regeln. Andere machen ein paar Ausnahmen. Und noch andere halten sich an nix. Aber durch Meckerei wird das auch nicht besser - führt bei einigen sicher zu "jetzt erst recht".
Ob das Glas halb voll ist (ja, die Leute halten sich weitestgehend an Anstand und Kontaktbegrenzung) oder halb leer... Also das "Sehen" der Dinge, der Aktionen anderer Leute. Bei einigen Userinnen hier habe ich ganz stark das Gefühl, das sie nur halb leere Gläser sehen. Da stellt sich mir die Frage, ob sie immer so sind oder ob die Pandemie sie zu diesen "Das Glas ist eh halb leer"- Menschen macht. Immer sind alle anderen Leute in ihrer Nähe, die sich nicht an die "Regeln" halten. Das ist hier nicht so oder ich nehme das nicht so wahr, weil ich positiver die anderen Menschen sehe? Klar gibt es Idioten, aber die sind dann doch in der Minderheit. Die meisten Menschen sind echt okay, finde ich. Ich beiße eher wegen anderer Dinge in die Tischkante, die mich tierisch nerven, z.B. zu wenig Impfstoff, zu langsames "Unters Volk bringen", zu wenig Nachdenken über die Situation von anderer Menschen.
Ja, also es läuft ja einiges schief. Impfungen, Uneinigkeit zwischen Bundesländern .... Alle sind irgendwie frustriert. Und dann ist das Glas schneller halbleer als es vielleicht normalerweise wäre.
Viele hier - einschließlich meiner Person - suchen in ihrem Umfeld ja nicht nach Regelverstößen und berichten auch nicht von sich aus zufällig bemerktes Corona-Fehlverhalten. Aber oft wird hier das Argument angeführt, der aktuelle Plan zur Inzidenzsenkung wäre grundsätzlich verkehrt, weil sich ja die große, große Mehrheit an alles halten würde und die Zahlen trotzdem nicht runtergehen. Und da fällt dann eben manchen Schreiber(inne)n hier auf, dass die Beobachtung, fast alle würden sich vorbildlich verhalten, für das eigene Umfeld nicht so ganz zutrifft, und führen das als Argument an. Das hat aber nichts mit Pessimismus zu tun.
Die Nerven liegen blank... Trotzdem vermute ich, das es besser ist, mit etwas mehr Optimismus und Wohlwollen der Krise zu begegnen. Wobei, ich weiß, nicht jeder Mensch hat gleich viel Resilienz zur Verfügung. Ich denke aber, das es besser ist, wenn das Glas halb voll ist, wenn man Chancen sieht.
Richtig. Man geht ja nicht mit Scheuklappen durchs Leben und da sieht man halt beiläufig, was andere tun. Diejenigen, die sich korrekt verhalten, nimmt man aber nie so wahr, auffallen und im Gedächtnis bleiben diejenigen, die es falsch machen. Ich war heute einkaufen: Katastrophe! Wie ein Event, da sind ganze Familien aufgelaufen mit Kind und Kegel. Die hatten dann 4 Einkaufswagen, in einem lag ein Teil. Dazu sprangen die Kinder da noch fröhlich durch den Laden. Das muss doch echt nicht sein! Ich mache den Wocheneinkauf für 4 Personen alleine. Das geht. Würde das jeder tun, hätte man im Supermarkt deutlich weniger Kontakte und das Personal dann ja auch... Oder gestern: ich fuhr auf die Strasse und sah eine Kindergruppe von 8 bis 10 Kindern, die frohlich gemeinsam spielten. Sah für mich aus wie ein Kindergeburtstag, weil eine Mutter etwas entfernt beobachtete. Muss das jetzt sein? Sicher nicht. Mein Januar-Geburtstagskind feiert eine online-Party und im Sommer, wenn wir dann hoffentlich wieder raus dürfen, feiern wir einfach nach und machen eine Gartenparty (da freut er sich riesig, denn das geht im Januar ja nie). Das sind Dinge, die sehe ich einfach im Alltag. Da suche ich nicht extra nach. Aber sie fallen halt auf. Und ja, es ärgert mich, weil wir versuchen, uns an die Regeln zu halten so gut es geht. Und das ist verdammt hart und anstrengend und wird nie honoriert, sondern es kommt immer nur zu weiteren Einschränkungen. Und ich finde es durchaus legitim, dann auch mal sauer auf diejenigen zu sein, die sich über die Regeln bewusst hinwegsetzen.
Ganz genau so sehe ich es auch. In all deinen Punkten. Und auch ich habe mir schon öfters überlegt, ob ich in einem Wunderland lebe, wo sich die meisten absolut regelkonform verhalten, und ob ich die paar Sünder einfach nicht richtig wahrnehme.
Na wir sind wahrscheinlich im Bereich: vorsichtiger als die Regeln. Und die Regeln an sich frustrieren mich nicht. Weil sie ja doch an sich Sinn machen (Kontakte vermeiden in verschiedenen Facetten). Aber die Angst vor diesem Virus und seinen Folgen frustriert mich schon. Und nach Regelverstößen such ich auch nicht - aber mich nervt es echt, wenn ich manche Sachen mitbekomme (Arzt ohne Maske...).
Manchmal überlege ich mir, ob die unterschiedliche Wahrnehmung etwas mit einem Stadt-Land-Unterschied zu tun hat. Hier in der Stadt finden z.B. Kindergeburtstage eigentlich fast immer notgedrungen - zumindest zum Teil - im öffentlichen Raum statt, weil keiner einen eigenen Garten, Partykeller oder ähnliches hat. Auch diejenigen, die in den letzten Monaten in der gemeinschaftlichen Grünfläche des Wohnblocks stattgefunden haben, sind - da dort der Durchgangweg zu den Läden durchführt - für alle offen sichtbar. Folglich ist ein potentielles "Fehlverhalten" für alle deutlich sichtbar, ohne dass sie danach suchen müssen. In Gegenden, in denen jeder seinen eigenen Garten und sein eigenes Haus hat, könnte ich mir vorstellen, dass auch Kindergeburtstage stattgefunden haben, aber die kriegen halt im Zweifelsfall nur die direkten Nachbarn mit und nicht die 200 Familien, die sich die Gemeinschaftsgrünfläche teilen.
Es ist in der Tat so, dass man schon mehr trifft als im Frühjahr. Wir treffen uns zwar nur draußen, aber wir gehen auf den Spielplatz ( immer auf den gleichen). Ich glaube dadurch hat man schon einfach mehr Kontakt. Aber ehrlich gesagt, muss das bei uns gerade auch sein, sonst drehen sie vollkommen am Rad, denn wenn ich den Kids schon wieder den kindergarten wegnehme, dann muss das für uns eben drin sein, denn wir haben keine sommerlichen Temperaturen und können wie im Frühjahr stundenlang am Rhein im Sand spielen. Wird uns das noch genommen, ja dann müssen wir da durch, aber so lange es erlaubt ist, gehen wir auf unseren Spielplatz. Aber die meisten Nachbarn erzählen mir, sie würden die Kinder in die Kita bringen und es würden auch alle gehen, denn die Kita würde das auch befürworten, obwohl die Eltern zuhause sind. Unsere Kita sagt das Gegenteil.ich verstehe das ganze einfach nicht. Dann kenne ich ganz viele die zur Arbeit müssen, sagen aber selbst theoretisch könnten sie alles zuhause machen, Chef will das nicht.??
Die letzten 10 Beiträge
- RSV kurz vor Geburt
- Jetzt hat es auch meine Tochter erwischt
- Corona Impfung - Angst vor Schäden
- Wir sind ja die ganze Zeit verschont geblieben
- Hab das Gefühl es dauert jedes mal länger...
- Oh nein! Nun auch hier!
- Was tun bei Durchfall bei Corona und Kopfschmerzen
- Schaun ma mal, was noch kommt....
- Die heikelsten Themen der Pandemie sind geschwärzt
- RKI unter der Lupe - endlich!