Barbara79
Überall hört man, wie die Zahlen der Patienten mit Covid in den Krankenhäusern steigt. Dem ist ja wirklich so. Aber die Gesamtzahlen der Bettenbelegung steigen nicht nicht im gleichen Maß. Um genauer zu sein steigen sie seit Monaten kaum. Warum? Barbara
Hier in unserer Region sind die Krankenhäuser gut gefüllt mit COVID Patienten. Noch geht es und trotzdem starten sie schon einen Aufruf an die Bevölkerung, dass sie alle an die Regeln halten sollten, sonst wird es kritisch. Hier werden nicht lebenswichtige OPs verschoben, damit man Kapazitäten frei hat, schon mal darüber nachgedacht!?
Hier in meiner Ecke ist ein Klinikum gut ausgelastet und zwei andere haben kaum etwas zu tun. Die Infos kommen direkt vom Personal. Es scheint mancherorts einfach ein Verteilungsproblem zu geben oder die Kliniken wollen auf die Einnahmen nicht verzichten und lassen dafür das Personal Überstunden leisten. In den Medien kommt immer nur "arbeiten alle am Limit", das stimmt so eben nicht.
Hallo, also bei uns in der Stadt sind die Krankenhäuser dicht. Aus dem engsten Umfeld weiß ich, dass noch nicht mal Notfälle bzw. Akutfälle aufgenommen werden. Diese werden dann in weiter entfernt legende Krankenhäuser geschickt. Auf das "Warum?" haben wir hier auch keine Antwort bekommen. LG Streuselchen
Weil dann andere, nicht so dringende Behandlungen aufgeschoben werden. Bzw. oft die Patienten auch sehr zeitig nach Hause entlassen werden. LG Inge
Ja, es geht sehr schnell nach Hause. Die Schwiegermutter wurde am Dienstag am Kopf operiert und Freitag wurde sie entlassen. Mein Vater lag auch nur ein paar Tage auf Station und lässt die Wundbehandlung von seiner Lebensgefährtin machen. Beide haben natürlich die Auflage, bei Entzündungszeichen sofort in die Klinik zu fahren. Beide sind über 70. Bei beiden heilt es gut ab. Aber, mein Vater wäre beinahe zu spät gekommen, weil er wegen Corona nicht zum Arzt wollte.
huhu hier sind manche Kliniken total dicht... Seit Monaten wird alles abgewiesen und verschoben was nicht akut wichtig ist also das was normal operiert werde würde macht man nicht, diese Betten sind belegt mit den Covid-Patienten sind ja auch die Menschen die da arbeiten die nichtmehr ausreichen, Medizinstudenten werden "rumgereicht", haben wir im Umfeld, das Personal geht aus dagmar
Jeder der auf einer Intensivstation liegt (zumindest bei uns ist das so) wird auf Corona getestet und wenn er Corona positiv ist, als Corona Patient geführt auch wenn er ursprünglich aus einem Grund dort eingeliefert worden ist. Als Beispiel, ein Autofahrer der einen Unfall hatte und nun im Koma liegt, wird als Covid Patient geführt, wenn er nach der Testung postiv war, klingt verrrückt ist aber leider so.
Unterm Strich ist das aber SCHXX EGAL ....Bett belegt = Bett belegt.
Das dürften verschwindend geringe Zahlen sein, von Menschen die auf Intensiv liegen und zufällig auch covid haben.
Das ist schon gut so, dass der zufällig positiv getestete Komapatient als Covidpatient geführt wird. Gerade auf der Intensivstation sollte wohl sichergestellt werden, dass er keine andere Patienten ansteckt.
Corona hat bisher jedes Gesundheitssystem zum Kollaps gebracht. Chinesisches, russisches, italienisches, spanisches, us amerikanisches, französisches, belgisches britisches und so weiter. Intensivbetten schön und gut, aber du brauchst aber auch Intensivpflege und Aerzte, also gesundes und ausgebildetes krankenhaus Personal um das ganze zu versorgen.
Ach echt, wo hast du denn das her? " jedes Gesundheitssystem zum Kollaps gebracht"
Hallo, weil momentan noch kein Krankenhaus überbelegt ist - sondern die Patienten werden dann halt weiterverlegt, in entferntere Krankenhäuser. Und wenn eine Klinik keine freien Intensivbetten hat, dann wird sie halt auch bestimmte OP´s die zwar geplant aber notwendig sind - wie z.B. große Bauchop´s für Krebspatienten nicht durchführen. Deswegen werden nicht mehr Intensiv-Betten belegt, als da sind - noch geht das ja irgendwie. Aber wieviele Patienten bekommen ihre notwendigen Operationen nicht mehr? Wieviele Herzinfarkte müssen nach der Erstversorgung weiterverlegt werden, weil kein Intensivbett frei ist? Oft wurden gerade vor den Feiertagen geplante OP´s runtergefahren, damit zum einen die Patienten zuhause mit ihren Lieben feiern konnten, aber auch damit die Stationen - Intensiv und Normal schon mal mit weniger Belastung in die Feiertage reingingen - voll waren sie danach eh meist wieder. Auch dies wird an diesem Weihnachten nicht möglich sein - keine Entlastung für med. Personal - weder auf den Intensivstationen noch auf den Normalstationen. Dazu kommt das die Isolierung von Covid19-Patienten pflegerisch höchst aufwendig ist - nicht zu vergleichen mit einem "normalen" Intensivpatienten. Eigentlich brächte man dafür einen viel höheren Pflegeschlüssel - weil wenn die Pflegekraft gerade "angezogen" ist, kann sie nicht mal schnell zum Nachbarpatienten schauen, bei dem ein Gerät Alarm schlägt. Es ist also zwingend notwendig, das da immer noch weitere Pflegekräfte sind die reagieren können. Eigentlich bräuchte ein Covid19-Patien eine 1zu1 Pflege rund um die Uhr. Realtitä auf den Stationen eine andere - 1zu3, teils sogar 1zu4... Sprich wenn eine Pflegekraft gerade isoliert arbeitet, müssen Kollegen das andere mit auffangen - mach das mal wenn 5 von 12 Patienten positiv sind - und es für die 12 Betten nur 4 Pflegekräfte in der Schicht gibt. Dann noch ein Patient dabei ist, der psychisch auffällig ist und sich ständig die Schläuche rausreissen will, weil er gerade nicht versteht was los ist - einfach so fixieren ist nicht erlaubt - wenn es eine richterliche Anweisung dazu gibt heisst das oft Sitzwache am Patienten... aus welchem Pool glaubst du kommt die Sitzwache? Soll ich weiter machen? Von den Normalsationen werden oft schon Pflegekräfte abgezogen, geschult ums sie zusätzlich auf den Intensivstationen einzusetzen. Problem dabei - nicht jeder Patient mit Covid19 ist intensivpflichtig - es gibt ja noch die, die auf den Normalstationen sind - selbstverständlich isoliert...(wie war das mit Isolation und erhöhtem Pflegebedarf) also auch da Engpässe an allen Ecken. Was glaubst du wie lange man das durchziehen kann? Wie lange schafft das med. Personal diese Belastung? Schon rein körperlich ist das echt anstrengend... stundenlang mit FFP2 Maske, dazu Überstunden/Einspringen wenn jemand wegen Quarantäne ausfällt - müssen ja auch die Kollegen auffangen. Und nicht zuletzt die psychische Belastung - glaubst das geht einfach so an den Pflegenden vorbei - wenn da ein 45jähriger Familienvater ist, bei dem wenig Hoffnung besteht das er durchkommt, wo man alles tut.... viel mehr aus dem Privaten mitbekommt, weil man ständig zwischen Familie die nicht rein darf vermittelt... und dann stirbt er doch.. Und das nicht nur 1x, sondern jeden Tag aufs neue ist dieser Kampf... Die Belastungen fürs Pflegepersonal sind normal schon heftig - aber mit Covid19 kommt jede Klinik an die Grenze. Schon ohne das zusätzliche Betten benötigt werden. Und dann kommt noch das Problem der Finanzierung dazu - die Krankenhäuser können es sich nicht leisten den elektiven (geplanten) Bereich runter zu fahren - denn wer soll die Kosten dafür tragen? Wer übernimmt die Ausfälle in der Krankenhausfinanzierung? Gruß Dhana
Danke, dass du das alles noch mal im Detail aufdröselst. Unterdessen hat Berlin seine Warnampel auf rot gesetzt, weil in Berlin 25% der Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt sind. Die 25% sind ein kritischer Wert. Es gibt noch andere Kreise in Deutschland, in denen er so hoch liegt.
Das zeigt ja ziemlich genau das Dilemma. Es gibt eine Obergrenze an Betten/Personal. Gleichzeitig steigen die Fälle. Es bedeutet das wohl?
Die Gesamtzahl der Bettenbelegung steigt deshalb nicht im gleichen Maße, weil viele verschiebbare Operationen (wie z.B. Hüft-OPs) im Moment tatsächlich verschoben werden, um die Betten für Covid-Patienten frei zu haben. Deshalb gibt es schon Tipps von Fachärzten à la: Wie man aktiv auf die verschobene Hüft-OP wartet. https://www.tagesspiegel.de/wissen/kein-handlungsdruck-wenn-die-schmerzen-beherrschbar-sind-wie-man-aktiv-auf-die-verschobene-hueft-op-wartet/26661010.html Beliebig kann man aber die Gruppe der verschiebbaren Operationen nicht erweitern. Deshalb ist irgendwann (und zwar schon bald, wenn man den Intensivmedizinern glaubt) das Ende der Fahnenstange erreicht.
Kleiner Blick ins DIVI - Intensivregister Auslastung zum 9.9.20: Low-Care: 89% High-Care: 49% ECMO: 17% GESAMT: 69% Auslastung zum 28.11.20: Low-Care: 91% High-Care: 65% ECMO: 42% GESAMT: 78% Das ist schon eine deutliche Steigerung. Die Zahlen stellen im Übrigen nur den Bundesschnitt dar. In einigen BL sind auch die High-Care Betten über 85% ausgelastet. Für denjenigen der jetzt sagt 85% wäre ja immer noch eine Zahl wo Luft nach oben ist: Das durchschnittliche Krankenhaus in Deutschland hat weniger als 10 High-Care Betten!
Hier liegen inzwischen mehr Covid19 Patienten auf der Intensiv als die 4 KH überhaupt zusammen haben. Heisst die werden auf die Nachbarstadt verteilt. Es stehen auch wieder ständig Rettungsfahrzeuge vor den Heimen. Oder man sieht sie auf der Strasse. Bis vor einem Monat war das anders.
Kaum verwunderlich. Nicht lebensnotwendige Operationen werden bereits wieder abgesagt... Wirkt sich auf die Gesamtzahl der Bettenbelegung natürlich positiv aus...
Mal eine passende Ergänzung zu deinem Post und meinem bezüglich DIVI-intensivbelegungsdaten: Anteil COVID-Patienten an Auslastung Intensiv: 9.9.20 - 1,05% 28.11.20 - 17,12%
Weil man jedes Mal geplante Operationen runter fährt, damit eben die Gesamtzahl der belegten Betten nicht steigt, weil sie gar nicht stark steigen kann, weil es für Krankenhäuser unprofitabel ist, unbelegte Betten zu haben. und andererseits Personal nicht auf Bäumen wächst.
Das Problem ist NICHT die Anzahl der Intensivbetten, sondern die Anzahl der Pflegekräfte. Viele Betten können aus Mangel an Personal nicht belegt werden. Das ist etwas, das oft nicht bedacht wird. Gruß h
Jeder der nicht zwingend muss versucht zur Zeit um einen Krankenhausaufenthalt rum zu kommen,es finden definitiv weniger OPs statt als sonst, deshalb sind die Belegungszahlen Recht niedrig,selbst in Fachbereichen wie der Geriatrie merkt man das weil dort ja auch Orthopädische Senioren kurz nach der OP landen,aber alles was keine Sturzfolgen sind wird halt im Moment fast gar nicht operiert. Sehe das auch bei meinen Patienten in der häuslichen,die warten lieber mit allem was nicht unbedingt sofort sein muss. Weniger OPs bedeutet auch Intensivkapazität,frisch operierte machen ja auch einen Teil der Bettenbelegung aus,besteht nun aber Mangel werden nicht notwendige OPs ausgesetzt,man kann ja nicht hergehen und trotzdem operieren,OP erfolgreich,Patient Trotzdem Tod weil die Versorgung danach nicht gepasst hat Insentivbettenmangel ist aber auch normal definitiv ein Problem,die Freundin meiner Ma starb mit 63 im RTW weil kein Krankenhausplatz gefunden wurde (Schlaganfall)
Die letzten 10 Beiträge
- RSV kurz vor Geburt
- Jetzt hat es auch meine Tochter erwischt
- Corona Impfung - Angst vor Schäden
- Wir sind ja die ganze Zeit verschont geblieben
- Hab das Gefühl es dauert jedes mal länger...
- Oh nein! Nun auch hier!
- Was tun bei Durchfall bei Corona und Kopfschmerzen
- Schaun ma mal, was noch kommt....
- Die heikelsten Themen der Pandemie sind geschwärzt
- RKI unter der Lupe - endlich!