Maca
https://www.zeit.de/campus/2020-12/familienbesuch-lockdown-corona-weihnachten-alter-pflege-einsamkeit
Danke. Das sagt viel und einige sollten sich das zu Herzen nehmen.
"Aber es ist nicht dasselbe, ein Friede-Freude-Eierkuchen-Weihnachten mit der Großfamilie abzusagen und einen Menschen, der emotional bedürftig ist, in dieser Zeit alleine zu lassen. Die Schwester, die kommt, um den Bruder bei der Pflege der Eltern zu unterstützen. Die Tochter, die zu ihrer alleinstehenden Mutter fährt. Die Freundin, die dem Freund beistehen will, weil Weihnachten für ihn Schmerz bedeutet. Der Sohn, der seine Eltern davon abhalten möchte, komplett in die Welt der Verschwörungsideologien abzudriften. All diese Facetten von Weihnachten gibt es und all diese Menschen, die in diesen Tagen einen anderen Menschen um sich brauchen, auch." Wurde das von irgendjemandem infrage gestellt? Selbst die Gesetzgebung hat für genau solche Fälle genug Spielraum gelassen, eben damit niemand alleine sein muss. Dafür, also dass jeder jemanden um sich hat, kann doch schon mit weniger als der zulässigen Personenzahl gesorgt werden. Der erste Satz des Zitates fasst es doch wunderbar zusammen und bringt den Unterschied auf den Punkt. Habe von niemandem, auch nicht in der Politik, etwas gegenteiliges gehört.
“ Habe von niemandem, auch nicht in der Politik, etwas gegenteiliges gehört.“ Na ja, da zeigen sich die unterschiedlichen Wahrnehmungen. Das aktuelle Mantra lautet ja wohl immer noch, möglichst zu Hause zu bleiben und Weihnachten ausfallen zu lassen. Das fällt halt deutlich schwerer, wenn man einsame Verwandte am anderen Ende des Landes besuchen möchte. Und wer das überlegt oder gar umsetzt wird das vermutlich nicht ohne schlechtes Gewissen hinbekommen, auch wenn man ihm mit großzügiger Differenzierung begegnen sollte. Spätestens wenn die Zahlen nach Weihnachten hochschnellen, wird vermutlich nicht mehr differenziert.
wie möglich bzgl. Kontakten gestalten, wollen natürlich die einsamen alleinerziehenden Freunde und einsamen Omas vor Traurigkeit schützen, Garr niemand will einfach bloß "MEIN weihnachten feiern wie ICHICHICH es will und verbieten lass ICH mir im eigenen haus gar nix!!!1!!1" (was ja, wie wir alle wissen, Quatsch ist, viele Regeln, Vorschriften dund Gesetze gelten ja auch und sogar speziell in den eigenen 4 Wänden). ... ist mir relativ egal, wie du mich auf der "Selbstgefälligkeitsskala" einstufst, ich werde meine Eltern und Schwester höchstens zum Spaziergang am 2. Feiertag sehen (da mein Vater derzeit starke Beschwerden wegen seiner arteriellen Verschlusskrankheit hat, wird wahrscheinlich auch das ausfallen). Wir sind uns zum Glück völlig einig, dass wir lieber im April wieder draußen auf der Terrasse Kaffee trinken statt auf teufel komm raus aus rührseligem Getue uns Weihnachten in geschlossenen Räumen anzuatmen und uns dann nicht auf der ITS besuchen zu können, triagiert zu werden und dann auf den Friedhof zu gehen. meine Schwester ist seit Monaten isoliert und geht ausschließlich mal alleine spazieren und (mit Maske natürlich) einkaufen - schlimme und nicht ganz selbstgewählte Einsamkeitssituation, aber jedenfalls finde ich es völlig akzeptabel, dass sie zu meinen Eltern kommt, die ebenfalls nur zu zweit spazieren gehen (`(wenn sie es denn können) und einkaufen (mit Maske) Meine (deutlich älteren und ebenfalls nicht komplett gesunden) Schwiegereltern sehen das anders. Sie bestehen darauf, am heilig Abend zu kommen, wenn immerhin auch nur zum Kaffee und nicht wie sonst 2 Tage lang. Das sie UNS auch anstecken könnten (sie haben wesentlich mehr ungeschützte Kontakte als wir), sehen sie schon gar nicht und für sich selber sind sie eben bereit die Risiken einzugehen (ich glaube aber, ich werde zum konstanten ffp2maskentragen verdonnert oder muss gar nach oben in mein Zimmer....da ich bis inklusive 23.12. 15:00 Patientenkontakte haben werde, während Mann und Kind seit heute beide Zuhause sein werden. Ich habe andererseits komplettes Verständnis für meinen Kollegen, der seine verwitwete allein stehende Mutter als Einzelkind besuchen wird, mit seinem Partner zusammen, beide lassen sich vorher Schnelltesten und isolieren sich dann aber eben auch. Und besuchen niemand anderen. Es ist auch sicher wahr, was in dem Artikel steht, dass einsame Menschen es sehr schwer haben, Weihnachten niemanden zu sehen. Das ist sehr doof und in solchen Fällen würde ich versuchen, test und freiwillige Isolierung zu bewerkstelligen für 1-2 nahe Kontaktpersonen (die dann aber eben nicht noch drei andere Freunde besuchen sollten...). Insgesamt ist es halt eine traurige, doofe Situation, die viele Menschen unglücklich macht. Das ist allerdings bei anderen schlimmen Dingen auch so, andere Naturkatastrophen (die eben nur nicht so in Zeitlupe verlaufen) oder Kriege sind auch ziemlich traurig und doof. Das Leben ist schon mal traurig und doof . Naja, in Österreich sieht man ja deutlich, wes Geistes Kind die meisten sind - ich lass mich mal lieber nichtbesten (ich müsste ja in Quarantäne, wenn ich positiv wäre) - da atme ich meine symptomatisch vorhandenen Viren doch Leiber weiter in die Gegend. Anders ist die Mangelende Testbereitschaft ja überhaupt nicht zu erklären. Dann kann man auch unbeschwert Weihnachten die Oma küssen, wenn man die Fakten ignoriert.
Dein Beitrag scheint mir jetzt aber nicht im Widerspruch zu dem Kommentar der Autorin zu stehen.
Es geht um persönliche Not und individuelle Abwägung und nicht um das Abfeiern routinierter Rituale, auf die man ohne Probleme auch mal verzichten könnte.
Wir haben uns eigentlich darauf eingestellt, meine Mutter Heiligabend zu uns zu holen.
Unter anderem habe ich Schnelltesttermine für uns alle vier an diesem Tag gebucht, private Kontakte bestehen schon länger nicht mehr.
Nun geht Muttern doch zu einem anderen Kind....
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Sehr wahre Worte! Weihnachten ist die Einsamkeit jedes Jahr besonders schlimm. Nicht erst 2020. Aber da kann man sie so schön instrumentalisieren... Klingt fies. Hat es vorher irgendwen gestört, dass die Suizidrate da höher ist und die Psychiatrie-Notfälle auch mehr?
weihnachten ist eine extrem emotional aufgeladenes Fest, wo "Vereinsamung", die das ganze Jahr über existiert, plötzlich auch von außenstehenden Wahrgenommen wird, ähnlich wie Kirchen und Gottesdienste Weihnachten normalerweise eben brechend voll sind, aber sonst ---eher nicht so. Dazu kommen, wie bei meinem Mann, manipulativ-knöpfedrückende Verwandte, die sagen "Aber es ist doch WEIHNACHTEN" und so tun, als sei es quasi tödlich, sich an weihnachten nicht zu sehen. Diese komplette Überlagerung führt selbstverständlich dazu, dass fast ALLE sagen "Ja, aber MEINE Eltern sollte Ich schon besuchen dürfen, die sind ja schließlich alleine sonst, wer weiß, wie lang ich die noch hab, die wollen ja auch die Enkel sehen (und drücken dund küssen und auf den Schoß nehmen), und überhaupt hab ich ja schon im Mai den tollen Pulli für meinen Vater gekauft. Und das sagen dann eben der Sohn mit Weib und 2 Kindern, die aber dann selbstverständlich die anderen Eltern auch noch besuchen müssen, weil, sonst ist s ja unfair und Mutti ist beleidigt, dass die anderen Großeltern immer bevorzugt werden. und der Sohn kommt mit Zweitfrau und den Kindern aus erster Ehe und denen der Frau (die können dieses Weihnachten nicht zum Papa, aber ab dem 28. sind sie dann bei ihm, die neue Freundin hat ja gerade erst entbunden) und die Kinderchen aus erster Ehe gehen dann am 1. Feiertag mit zu den Eltern der Zweitfrau, am 2. zum Papa und am Sonntag zu den Eltern des Papas, wo aber auch die Tante und die drei Onkel sind, die wiederum auch Freunde, Freundinnen, Eigen- und Fremdbrut mithaben und so weiter und so weiter. Und am 31. gehen dann die 17jährigen Patchworkkinder nach Durchküsserei aller 6-7 Großelternpaare schön mit "nur 2, 3 besten Kumpels" Silvester feiern, aber ach guck mal, ein paar Mädchen kommen auch.... und so weiter. Weißte, wie ich meine ne? Und die alle finden, dass sie UNBEDINGT Weihnachten ihre Eltern sehen müssen aber Heilig Abend morgens noch schnell mal eben in den Supermarkt und kurz mit den Nachbarn einen Glühwein am Gartenzaun, ach Mensch, jetzt haben wir die Masken ganz vergessen, ach trink doch noch einen, na komm, einmal umarmen wird ja nicht so schlimm sein...und so weiter. Und dann wird es einfach vorhersehbar nicht gut werden. und dann werden alle sagen "Ja, aber ICH kann ja nichts schuld sein und jeder, der andeute, dass ich vielleicht nicht ganz vernünftig war ist ein moralkeuleschwinegndes selbstgerechtes Ungeheuer und Arschloch, es sind DEFINITV irgendwelche anderen schuld, vermutlich "die da oben". Aber niemalsnicht ich. Und das ist halt das, was passieren wird. es werden nicht ein oder zwei höchst vernünftige, getestete und ab dem test selbstisolierende Menschen EINEN einsamen freund oder verwandten besuchen, dabei Masken tragen, sich nicht lange in ungelüfteten Räumen aufhalten ("Kind, es zieht so, Mutti kriegt doch Rücken davon") und ansonsten niemanden sehen in der Weihnachtszeit.
Leewja ![]()
Ja Leewja, so wird's kommen. Und am 8.1. reiben sich dann alle die Augen und wundern sich, warum der harte Lockdown irgendwie gar nicht so viel gebracht hat...
Oh mein Adrenalinspiegel steigt grad wieder..........
Gut beschrieben!
So wahr, Leewja.
was genau stimmt denn daran nicht?
Deine Aussage von vor ein paar Tagen, dass du Jammern nicht abkannst. Dafür jammerst du ganz schön viel über die pösen, pösen anderen.......und neuerdings scheinen dir die unartigen Landsleute auszugehen, wenn du schon nach Österreich rüber schlagen musst. Mir persönlich ja ein Rätsel, wie man sich immer und immer wieder über dasselbe so dermaßen aufregen kann.
ich habe hier zusmmengfasst, was meiner Meinung nach passieren wird, wo genau liest Du da Gejammer? ich würde gerne deutsche Massentestungen für die gesamte Bevölkerung bashen, es gibt sie aber nicht, daher werde ich wohl mit den nachbarländrn vorlieb nehmen müssen, in denen das angeboten und kaum wahrgenommen wurde. und das "böse, böse" kommt hier ausschließlich von anderen. ich beschreibe "menschlich, menschlich"...so sind die Leute halt. Aber da schleißt sich ja der Kreis, du regst dich ja auch immer wieder und wieder über die auf, die deiner Meinung nach "pöse,pöse" rufen, oder? wo übrigens habe ich mich aufgeregt? das war ne relativ unaufgeregte Aufzählung heute, aufgeregt hab ich mich letztens irgendwann, aber übe ganz andere, wenn auch Coronaassoziierte Themen. Kann schon Fuchs ein, dass du beschlossen hast, alles nach Möglichkeit beschissen zu finden, wenn nur Leewja davor steht, gell?
“Und das ist halt das, was passieren wird. es werden nicht ein oder zwei höchst vernünftige, getestete und ab dem test selbstisolierende Menschen EINEN einsamen freund oder verwandten besuchen, dabei Masken tragen, sich nicht lange in ungelüfteten Räumen aufhalten ("Kind, es zieht so, Mutti kriegt doch Rücken davon") und ansonsten niemanden sehen in der Weihnachtszeit.“ Ja das wird nicht passieren. Menschen sind immer (noch) Menschen und keine Roboter, die auf vernunftoptimiertes Verhalten programmiert sind. Und du weißt ja selber, wie wenig wirksam der Hinweis auf eine Schwäche als Mittel dagegen ist. Die von dir so beschriebene, selbstbezogene Sorglosigkeit im Kontext von Corona und Weihnachten, nehme ich in meinem Umfeld absolut anders wahr. In meiner Wahrnehmungsblase sind die Menschen sehr vorsichtig und verantwortungsbewusst, die Kinder ernst und still, die Jugendlichen fast verschwunden. Die Abstände in der Schlange sind länger als sie müssten, Masken werden auch auf dem Fahrrad getragen, Freunde und Verwandte haben sich schon seit Monaten nicht mehr gedrückt und getroffen wird sich, wenn überhaupt, nur draußen und mit Mundschutz. Diejenigen, die das anders handhaben, sind in der Minderheit und eine Sprache, die immer mehr aufrüstet läuft eher Gefahr, dass das nicht so bleibt als eine, die das Tor zur Kooperation offen lässt.
ich erlebe Gedrängel, lauter maskenlose Menschen, die quastschen (und offensichtlich nicht aus einem haushält stammen), Geschimpfe über die Maßnahmen in der Klinik und absolutes Unverständnis, wenn man gewisse Dinge nicht machen möchte. Kinder und vor allem Jugendliche und junge erwachsene sehe ich täglich, jetzt noch viel mehr, seid "frei" ist, in vollkommen sorg- und vorsichtslosen Grüppchen rumstehen und - laufen,. lachend und offensichtlich komplett umeingeschüchtert von der Situation (ist bestimmt toll so, ich weiß) und ich höre eigentlich nur Planungen, wie man Tag für Tag andere verwandte Weihnachten treffen wird. halt nicht 20 gleichzeitig, aber alle nacheinander an 3-4 Tagen. Super hoffnungsvoll für den Januar stimmt mich das eben nicht.
Bashen braucht man eigentlich gar nicht, man kann ja daraus lernen: Mit etwas sozialem Druck steigt die Teilnahmequote nämlich auf 2/3 (Lehrer, Polizei) was gar nicht so übel ist. Da wurden viele A/Präsymptomatische gefunden. Und die Testerei geht ja weiter, die meistern Bundesländer testen jeden, der es will vor Weihnachten, nach den Ferien beginnt die Schule erst wenn Schüler und Lehrer getestet sind und dann will man die Gesamtbevölkerung mit Gutscheinen zur Teilnahme locken. Glaubst du bei den Impfaktionem wird das völlig anders werden? 50 % ist da das absolute Minimum.
Tja, du schreist halt aktuell am lautesten hier, auch wenn du in deiner Wahrnehmung nur „Fakten“ aufzählst. Und ja, du hast recht, das ist mein Triggerpoint, wenn immer und immer wieder Sündenböcke gesucht werden, und dabei der moralische Zeigefinger geschwungen wird. So hat jeder sein plaisierchen. Nur.....dein Geschrei löst weder ein Problem, noch wird es irgendjemand bekehren.......ganz im Gegenteil! Jeder wehrt sich automatisch gegen die Supernanny, die ihn dümmer machen will, als er ist. Denn das ist auch höchst menschlich.
"Nur.....dein Geschrei löst weder ein Problem, noch wird es irgendjemand bekehren.......ganz im Gegenteil! Jeder wehrt sich automatisch gegen die Supernanny, die ihn dümmer machen will, als er ist. Denn das ist auch höchst menschlich."
Tja Leewja, jetzt weißt du Bescheid. Wer es jetzt Weihnachten krachen lässt, tut es in erster Linie, um dir zu zeigen, dass du ihm mal gar nichts zu sagen hast. Höchst menschlich eben. ![]()
Ich hab's letztens auch bei einer Bekannten mitbekommen, da ging es um den 90. Geburtstag ihrer Mutter - da wurde dann auch organisiert und durchgetaktet, dass die gesammelte Verwandte und Nachbarschaft im (gefühlt) Viertelstundentakt kommen konnte. Alles formal corona-konform - aber irgendwie doch nicht so ganz der Sinn der Übung... Andererseits - in unserem Nachbarort ist die Inzidenz so hoch, dass dort "Ausgangssperre" gilt. Wir haben dann gestern schon mal die Verordnungen der Stadt gelesen, wenn man nach 21 Uhr nicht mehr die Wohnung verlassen darf, darf man dann noch in den eigenen Garten oder auf die Terrasse gehen..? (Ja, man darf, ich habe die entsprechenden Passagen gefunden, aber manchmal finde ich es schon verdammt surreal, dass man nachlesen muss, ob man abends noch in den eigenen Garten gehen darf oder nicht.) Einfach ist anders - aber ich glaube tatsächlich nicht, dass es einen anderen Weg gibt, im Moment. Und hoffe auf die Impfstoffe.
Tja, ich hab‘s zwar nicht direkt auf Weihnachten bezogen, aber so gesehen trägt Leewja ihren kleinen Teil dazu bei, dass so manch einer auf stur schaltet.
Genau. Immerhin bietet sich so die einmalige Gelegenheit es ihr zu zeigen. Wer sollte die schon ungenutzt verstreichen lassen? ![]()
Sehr schön ( schoen ist das falsche Wort im eigentlichen Sinne)gesagt
.
Ist hier auch so, sie sind alle vorsichtig, höflich, halten Abstand, sind geduldig. Der überwiegende Teil meiner Mitmenschen. Geplante Weihnachtstreffen mit höchstens den Eltern, ja, wir sind Menschen und keine Roboter, weder treffen wir die Schwägerfamilie noch meinen Bruder, noch Paten der Kinder, die Kinder dürfen sich bis Weihnachten nicht verabreden. Aber jede Möglichkeit der Aufmerksamkeit für meine Mitmenschen nutze ich, auch in der Ferne.
Und die, die sich die ganze Zeit um alte , kranke Menschen kümmern ( müssen), Weihnachten / Corona hin oder her , denken eigentlich, wenn die entfernte Schwester nun meint, Weihnachten uuuuunbedingt zu den Eltern kommen zu müssen, weil ja Familie über alles geht ....->ach schau " Geld abholen" geht auf einmal ! ![]()
Nicht nur bei C..
das sowieso ![]()
Meine Eltern sind weder pflegebedürftig noch einsam. Sie haben täglich Kontakt zur Familie meines Bruders, die nebenan wohnt, gehen einkaufen, waren gerade erst im Urlaub (vorsichtig, in der eigenen Wohnung). Trotzdem wollen sie uns sehen, und wir sie. Wir sind alle im "normalen" Rahmen vorsichtig und reizen die gesetzlichen Grenzen nicht aus. Wir haben alle eine sehr enge Bindung und sehen uns im Schnitt ein Mal pro Woche. Jetzt vor Weihnachten passen wir noch besser auf. Meine Eltern haben viel mehr Angst davor, dass einem von uns etwas passieren könnte und man sich vorher nicht mehr gesehen und das Zusammensein genossen hat. Corona könnten wir uns auch woanders holen, und so selten sind tödliche Infarkte oder Verkehrsunfälle nun auch nicht, und auch im Dienst kann man schnell mal draufgehen. Meine Schwiegereltern (die neben uns wohnen) sehen das anders. Sie schotten sich ab, bis sie ihre jeweils zwei Impfungen erhalten haben. Wir sehen sie nur noch draußen, mit viel Abstand. Warum kann man solche Entscheidungen nicht einfach jedem selber überlassen und muss immer seinen Senf dazugeben?
Ich sehe es wie Häsle.
Weil ein Besuch bei Tante Erna im Heim viele Todesfälle nach sich ziehen kann?
Ich verstehe schon euern Wunsch und den der Eltern, aber wenn man es zuende denkt, ist es trotzdem recht egoistisch. Weil es halt bei jedem um die eigenen Wünsche und Befindlichkeiten geht. Ihr seid ja bei Weitem nicht die einzigen, die so denken. Und jedesmal gibt es dieses klitzekleine Risiko, dass man das böse C. weitergibt. Und in der Gesamtheit nimmt der Scheiß dann nie ein Ende.
In Heime kommt man bei uns nur mit negativen Test. Man hätte halt schon vorher Maßnahmen ergreifen müssen statt nur zuzuschauen wie alles den Bach runter geht! Hier kann sich jeder testen lassen und wenn man negativ ist sehe ich da auch kein Problem darin.
Nach den aktuellen Vorgaben, mit Test und Maske, und den restlichen AHAL-Regeln, ist das eher unwahrscheinlich. Da schleppt es eher jemand von der Pflege oder Küche ein.
Ja, es ist egoistisch. Wer nicht egoistisch ist, trifft sich mit gar niemandem. Egal ob Weihnachten ist oder nicht, und egal, wie hoch die Zahlen gerade sind. Das Risiko ist immer da. Wir 6 Erwachsenen haben außerhalb der Familie alle keine privaten Kontakte. Die 4 Kinder haben jeweils ein bis zwei Freunde. Wenn unsere drei Haushalte an Weihnachten zusammenkommen, ist die Gefahr garantiert geringer als bei den Familien, die Besuch von ihren vier erwachsenen, auswärts studierenden Kindern bekommen. Da sagt komischerweise keiner was dagegen.
Heimbesucher sind sicherlich weniger das Problem, da gibt es ja wirklich hohe Auflagen. Das Problem sind leider Pfleger, die hier letztens noch zu 40 Personen eine Weihnachtsfeier feiern - wurde von der Polizei dann aufgelöst.
Du bist ja schon irgendwie vorsichtig uns schätzt die Lage realistisch ein, so nehme ich es hier jedenfalls wahr. Und ich bin weit davon entfernt davon, dir deinen Besuch vorzuwerfen. Und ich nehme mich davon auch nicht aus, irgendwie doch ein winziges Schlupflöchlein zu finden im Rahmen des Erlaubten. Es ist eben menschlich, aber ganz rational betrachtet, nicht so zielführend. Die aus den Studenten-WGs heimkommenden Kinder sind sicher ebenso problematisch, oder noch mehr, denn wer von diesen wird sich vorher groß selbst isolieren? Wir reden uns unser Tun doch gerade alle schön. Eigentlich dürfte man tatsächlich gar niemanden treffen. Die absolut unvermeidlichen Kontakte würden schon genügen.
Für mich besteht der große Unterschied darin, dass die studierenden Kinder alleine Leben und die in Deinem Beispiel vertretenen Familienmitglieder immer mindestens zu zweit sind. Für mich gibt es daher auch einen Unterschied zwischen einem verwitweten Elternteil und Eltern, die als Paar zusammen leben. Niemand soll Weihnachten alleine sein. Aber ein Paar ist nicht alleine
Die Studenten, die ich kenne und kannte, leb(t)en nicht alleine. Und isoliert leben sie in ihren WGs oder mit ihren Partnern auch nicht. Sie gehen arbeiten und einkaufen, nutzen den ÖPNV, plus x. Da ist ja auch nix Schlimmes daran. Aber so kommen halt auch sehr schnell mehr als drei Haushalte und deren Viren zusammen. In unserem Fall sind wir drei Haushalte, die kaum Kontakte haben, außer zueinander, das ganze Jahr über. Die Schulen sind zu. Ich war in Quarantäne und wurde am Dienstag negativ getestet. Mein Bruder wird im Laufe der nächsten Woche getestet. Wir gehen aktuell nur mit FFP2-Masken einkaufen. Einen weniger gefährlichen Zeitpunkt für ein Treffen kann es ja kaum geben. Andere Leute treffen wir an den Feiertagen nicht. Nur die Schwiegereltern, draußen, mit viel Abstand über die Grundstücksgrenze hinweg. Im echten Leben kenne ich fast niemanden, der vorsichtiger ist als wir.
Ich glaube nicht, dass das im Sinne der Bewohner ist. Jetzt mal sehr plakativ ausgedrückt: Was nützt es denen, wenn sie jetzt zwar von Corona verschont bleiben (wenn überhaupt, es gibt ja auch noch Pfleger, Ärzte etc., die ins Heim kommen müssen), nächstes Herbst dann aber vom Noro-Virus (bei pflegebedürftigen, geschwächten Menschen durchaus möglich) dahingerafft werden oder einfach an "Altersschwäche" sterben? Bis dahin ist doch jeder Moment mit seinen Lieben kostbar ...
... für eine Gesellschaft, jedes gesellschaftliche Leben für längere Zeit einzustellen. Denn da wäre es ja mit diesem Weihnachten nicht getan. Ich bin sicher, Corona wird uns trotz Impfung noch einige Zeit begleiten. Ich glaube nicht, dass es auf Dauer für eine Gesellschaft gut ist, sich komplett nur auf das aller engste Umfeld zurückzuziehen. Das heißt auf Dauer doch auch, dass der Tellerrand wieder höher wird mkt allem Drum und Dran. Natürlich soll das jetzt kein Freibrief zur kompletten Unvernunft sein. Die Vorstellung, dass Einstellung JEGLICHER sozialer Kontakte das Allheilmittel ist und dann ist bald alles komplett wieder "normal", teile ich nicht.
Ob jetzt, ein oder zwei Menschen, für weihnachten die arme, kranke, gar depressive Mutter/oma/Freund ect...
besucht.
Oder ob sich bewusst entschieden wird, an Heiligabend besucht Familie xy, die Schwiegereltern, wo die drei Brüder samt Familie da sind. Und am ersten Weihnachtsfeiertag besucht Familie xy, die Eltern wo die eigenen zwei Geschwister samt Kegel da sind. Am zweiten Weihnachtsfeiertag besucht man dann noch schnell die omi und die Tante...
Die drei Brüder samt Familie waren an Heiligabend Ja bei den Eltern, am ersten Feiertag gehen sie dann zu ihren Schwiegereltern, wo natürlich auch die ganze Familie von der Seite sitzt, am zweiten Feiertag vielleicht noch schnell zur omi...
Die zwei Geschwister besuchen dann am zweiten Feiertag, ihre Schwiegereltern und da sitz auch der Rest der Familie, diesmal mit omi schon zusammen..
Soooo und nun denke man sich unsere Familie xy war positiv ohne Symptome
ja und so zieht es einen Kreis
Darum geht es....
Nicht darum das jemand einsam sein soll
..
Hoffe ihr kommt noch mit
LG Mädelsmama
Gut erklärt. Ganz genau so ist es. Vereinsamen soll keiner. Aber massig Kontakte gehen auch nicht. Ein guter Mittelweg ist: sich mit einem anderen Haushalt treffen. Und nur mit dem.
Wir halten uns auch an alle Regeln, haben meine Eltern zuletzt im August gesehen (davor an Weihnachten 19) und außer einem Freund vom großen Kind seit Oktober keine Personen in der Wohnung gehabt und keinerlei Treffen.
Nach einigem Abwägen und Selbstinsolation im Vorfeld wird es dieses Jahr ein Weihnachten nur mit meinen Eltern, ohne meine Geschwister, Onkel, Tanten...damit können alle gut leben. Vor allem aber haben meine Eltern den Wunsch, obwohl sie zu zweit sind, wenigstens ein Kind mit Enkeln zu sehen.
Da sie leider weit weg wohnen haben wir nur die Chance dort zu übernachten...und alle, die die Eltern vor Ort haben, können sich in diese Lage auch nicht hineinfühlen und nicht nachvollziehen, wie es ist diese monatlang gar nicht zu sehen.
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Lässt sich hier im Forum ja gut nachlesen, dass es lediglich um die Gesellschaft der armen einsamen Menschen geht - und keinesfalls um eine Weihnachtsparty die man doch nicht sausen lässt.
Da die Leichenhallen eher nicht ausreichen werden, stellt man bereits Kühlcontainer auf. Ärzte sind bereits teilweise gezwungen Triage anzuwenden.
Bestimmt bin ich nach Maßstäben so manch anderer selbstgerecht. Kann ich mit leben.
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