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Diskrepanz bei den Zahlen

Diskrepanz bei den Zahlen

hgmeier

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Schaut man sich die Zahlen der Neueinfizierten (RKI), der neu uf ITS Hospitalisierten (DIVI) und der Verstorbenen an, kann einem eine Diskrepanz auffallen. Eigentlich müsste man davon ausgehen, dass die Ratio zwischen der Zahlen bei einer mehrtagesbetrachtung (z.B. 7d) naherzu gleich bleiben müsste. Schwankungen sollten nur innerhalb einer gewissen Bandbreite auftreten. Dem ist jedoch nicht so! Die Anzahl der Toten pro Neueinfizierten hat deutlich zugenommen. Die Zahl der Hospitalisierten hat pro Neuerkranktem ebenso zugenommen (jedoch nicht ganz so stark). Da nicht davon auszuegehn ist, dass die die Krankheit aggressiver ist, kann dies eigentlich nur damit erklärt werden, dass die Dunkelziffer der Neueinfizierten stetig am Steigen ist. Unendeckte Neueinfizierte können die Eindämmungsversuche unmöglich machen. Es muss somit ein verstärktes Augenmerk auf die Testung gelegt werden!


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von hgmeier

16,1 war die letzte veröffentlichte Positivrate.... Das sagt schon alles. Wenn man einigermaßen verlässliche Infiziertenzahlen möchte, sollte die Quote deutlich unter vier sein, hatte ich mal gelesen. Sehr gute Abbildung der Realität hat man bei einer Quote von unter 1. 16,1 sagt nur: keine Ahnung, viele!


SybilleN

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Das sagt doch: Von 100 Tests fallen ca. 16 positiv aus Oder?


hgmeier

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Die Positivrate gibt den Anteil der Positiven Tests im Gesamttestgeschehen an. Sagt aber nichts darüber aus welcher Anteil der Bevölkerung real getestet wird. Dieser Anteil ist in Deutschland zum einen vergleichsweise gering, zum anderen mit einem starken Augenmerk auf gewisse Zielgruppen.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von hgmeier

Aber es sagt etwas darüber aus, dass nur bzw zu höherem Anteil Leute getestet werden, die eine hohe Wahrscheinlichkeit haben, positiv zu sein. K1/K2 mit Symptomen z.B. d.h. dann weitergedacht aber auch, dass sehr viele Symptomlose (oder zwar mit Symptom aber ohne nachweislichen Kontakt) NICHT getestet werden. Ich müsste die Quelle raussuchen, bei einer Positivquote von 1% bildet man das reale Geschehen wohl einigermaßen ab. Bei einer Positivquote von 4% muss man davon auagehen, dass die reale Anzahl Neuinfizierte um den Faktor 4 höher ist. Bei einer Quote von 16 % dann ggf um den Faktor 16 höher?


SybilleN

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Antwort auf Beitrag von hgmeier

Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob ich deinen Post richtig verstehe. Du sagst aus, dass 1.das Verhältnis zwischen den Neuinfektionen, Verstorbenen und ins Krankenhaus eingewiesenen eigentlich gleichbleibend sein sollte. 2. dem aber nicht so ist. Du schlussfolgerst daraus, dass zu viele Neuinfektionen unentdeckt blieben. Korrekt?


hgmeier

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

zu 1.: Ja, zumindest innerhalb einer gewissen Bandbreite gleichbleibend. zu 2.: Ja. Entweder sind es die Neuinfektionen an denen es scheitert oder aber die Todesrate hat sich in den letzten 10 Wochen um den Faktor 8 s verschlechtert. Realistisch gehen dürften da natürlich mehr als ein Faktor reinspielen. Die Zahl der Neuinfektionen ist aber der Faktor, der einen Großteil der Verschiebung erklären könnte.


IngeA

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Antwort auf Beitrag von hgmeier

Die Todeszahlen werden eher mit der Inzidenz vor ca. 4 Wochen korrelieren, nicht mit den aktuellen Neuinfektionen. Vor 4 Wochen war die Inzidenz einfach sehr hoch. in 1-2-3 Wochen wird da zugegebenermaßen nichts mehr korrelieren, weil über Weihnachten/ Neujahr weniger getestet wurde.


hgmeier

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Antwort auf Beitrag von IngeA

Vergiss alle Zahlen von 23.12.-5.1. - die taugen alle nix. Ich habe als Grundlage das Zahlenwerk von Mitte Oktober bis zum 22.12. als Grundlage genommen (ab da gab es bei der DIVI auch die Zahlen der Neuaufnahmen ITS).


IngeA

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Antwort auf Beitrag von hgmeier

Vor 4 Wochen war der 13.12. Dass die Zahlen um Weihnachten/ Neujahr rum nicht valide sind habe ich ja geschrieben.


Philo

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Antwort auf Beitrag von IngeA

in einem Bericht hieß es, dass die Menschen, die in London aktuell versterben, sich im November infiziert haben. Wir werden noch lange diese hohen Todeszahlen haben.


Jana287

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Antwort auf Beitrag von Philo

Aktuell hat GB ca 60.000 Neuinfektionen pro Tag. Was da auf die Krankenhäuser noch zu rollt in den nächsten Wochen...


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von hgmeier

Zuletzt ist die Zahl der Tests pro Woche von 1,6 Millionen auf etwa 800.000 gefallen. Somit unterschätzt man die Entwicklung mit Sicherheit, wenn man nur die aktuellen Meldezahlen anschaut. Dass die Positivenrate deutschlandweit bei 16,1% liegt, ist auch nicht beruhigend. In Bayern ist die Positivenrate zuletzt immer zwischen 6 und 10% gewesen (für die anderen Bundesländer finde ich diesen Wert nicht). Es muss also auch Bundesländer mit einer wesentlich höheren Positivenrate als 16,1% geben. Das ist schon bitter.


hgmeier

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Die Positivrate ist weniger vom Infektionsgeschehen als solchem sondern primär von der getesteten Zielgruppe abhängig. Da wir in Deutschland viele Tests nur auf Grundlage von Kontakt zu Infizierten und/oder passenden Symptomen machen ist eine gewisse Höhe des Positivanteils voraussehbar. Zu berücksichtigen ist, dass in diesen testzahlen üblicherweise auch nur PCR-Tests einfließen. Teile der PCR-Getesteten sind bereits via Schnelltest als positiv gemarkert.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von hgmeier

Naja, aber eine hohe Positivenrate zeigt ja - v.a. bei steigender Tendenz, wie im Moment - schon eine gewisse Dynamik des Infektionsgeschehens an.


Momvon3

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Baden württemberg liegt wohl bei 9%, also müssen wirklich manche sehr hoch liegen.


zweizwerge

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Antwort auf Beitrag von hgmeier

Eine anderre Erklärung sind zunehmende Zahlen unter Alten, in Heimen usw. Was z.B. gerade in Sachsen wohl ein großes Problem ist und auch berichtet wird... Bekanntermaßen übersetehen die meisten Jüngeren Covid-19 meist ganz gut, bei Älteren sieht es anders aus.


hgmeier

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Antwort auf Beitrag von zweizwerge

Das mit den Altenheimen hatten wir schon die ganze Zeit - mal hier mal da. Selbst wenn der Anteil der äleren etwas gestiegen ist, dürfte das nicht so reinwirken. Mitte Oktober hatte man auf einen Toten rund 250 Fälle, derzeit ist man so bei ca. 27.


Shanalou

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Die 7 Tagesinzidenz bei den über 80 jährigen ist aber extrem gestiegen. Momentan ist sie bei über 300. Das kann durchaus die Zahlen erklären.


As

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Antwort auf Beitrag von hgmeier

So wie Zweitwagen sagt: Viel mehr Infizierte insgesamt, nochmal höhere Zahlen als vorher in Altenheimen, ( vorher einige punktuell, jetzt fast alle) dort wiederum die meisten Todesfälle...passt doch? Also prozentual viel mehr Alte, die auch öfter daran versterben?


SybilleN

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Antwort auf Beitrag von hgmeier

Natürlich ist vieles beim Testvorgehen ziemlich unsinnig, wie z.B. nur symptomatische Kontaktpersonen zu testen oder auch zwischen Weihnachten und morgen die Labore teilweise zu schließen oder oder oder. Damit züchtet man sich eine Schatteninfektionswelt heran. Der Zusammenhang zwischen den aktuell Sterbenden / Krankenhausaufenthalten dürfte dennoch von mehr Faktoren abhängen. Wenn die Rettungsdienste gerade die Altersheime leerräumen, wie gewisse Zeitungen behaupten, dann werden da viel mehr Menschen sterben, als wenn es junges Partyvolk oder eine Grundschulklasse beträfe. Und ein großer Teil der Infektionen findet derzeit (zumindest bei uns) in den Alters- und Pflegeheimen statt. Ja, ich bin bei dir, es sollte besser getestet werden und wir werden in den nächsten Wochen noch sehr viele Corona-Tote haben.