lilly1211
Vor genau einem Jahr haben hier einige sehr ablehnend und kritisch, beinahe zynisch reagiert als ich in diesem Thread gefragt habe welches ipad sich für die Schule eignet: https://www.rund-ums-baby.de/aktuell/Kennt-jemand-sich-mit-Ipad-aus-Welches-nehmen-fuer-Tochter_799820.htm Jetzt plötzlich kreischen hier alle nach digitalisiertem Unterricht. Bisschen seltsam oder?
Die Randbedingungen haben sich aber auch ein ganz klein wenig verändert, oder?
Ich bin noch nie ein Feind von Digitalisierung an Schulen gewesen, ich finde es eher erschreckend, wie digital inkompetent viele Eltern sind und ihre Kinder mit ihren eigenen Maßstäben messen und Angst haben vor allem, was sich ihrer - sehr begrenzten - Kenntnis entzieht, aber letztendlich sind alle Generationen, die vor den 1990ern geboren sind, weitgehend Digital Immigrants und eben unterschiedlich Computer-, Internet- und Social-Media-affin oder -erfahren.
Was ich aus ideologischen Gründen immer noch blöd fände, ist die Apple-Vorgabe, auch wenn ich einsehe, dass ein iPad große Vorteile durch die Stiftenutzung bietet. Andererseits ist es aber auch ein typisches Privatschul-/Besserverdienenden-Konzept. Selbst hier am Gym gibt es Haushalte, in denen kein Geld für einen eigenen Rechner für die Kinder übrig ist. Und weil das natürlich jetzt akut ein Missstand ist bei digitaler Beschulung, gleicht das der Förderverein der Schule aus. Auch Fördervereine mit entsprechenden Budgets hat aber nicht jede Schule.
Ja die Bedingungen haben sich geändert, aber es waren bis vor kurzem die ELTERN die das abgelehnt haben und nun brüllen sie nach digitalisierten Schulen. Apple kann das wohl besser ganze Schulen zu verbinden, oder konnte es früher. Weiß ich jetzt nicht. Jedenfalls läuft das System bestens, vor corona und während auch. Ich finde es sehr witzig wenn ich heute lese wie blöd ich damals angemacht wurde.
Welchen Beitrag genau meinst du denn da? Ich kann das so gar nicht aus dem Thread erkennen. Maximal die Vorgabe einer bestimmten Marke....
Kann ich unterschreiben. Gerade auch mal durchgelesen. So verschieden kann man das sehen.
Hier auch, ich bin echt erstaunt, das angeblich ALLE etwas dagegen geschrieben haben.
Unterschreibe ich. Allerdings finde ich den letzten Absatz, "selbst hier gibt es Haushalte, in denen kein Geld für einen eigenen Rechner für die Kinder übrig ist", sehr deutsch gedacht. Letztendlich geht es immer um Prioritäten, die überall anders gesetzt werden. In Deutschland gehört dazu die Erwartung und das Verständnis, dass Bildung nichts zu kosten hat. Auf dem Grundverständnis heraus wird das ganze Leben geplant. Als Gegenstück kenne ich hier in Ostasien niemanden, der so lebt. Auch hier sind die Schulen kostenlos. Aber jedem ist mit dem positiven Test in der Hand klar, dass ihr Kind ein Mensch von 8 Milliarden ist, und dass sie viel Geld in die Hand nehmen müssen, um ihm zu ermöglichen, in 20 Jahren eine Chance zu haben, seine Träume zu verwirklichen. Bildung ist alles. Da wird dann eben nicht vom Häusle mit Garten geträumt. Da verreist man einmal im Leben, nicht einmal im Jahr. Da wird, auch wenn man gerne ein Geschwisterchen hätte, auf Kind Nr. 2 bewusst verzichtet, um mehr Geld in die Bildung von Kind 1 stecken zu können. Es dreht sich das gesamte Leben der folgenden 20 Jahre tatsächlich nur noch um die Bereicherung des Kindes. Ich sage nicht, dass ich den zweiten Weg als allein selig machend erachte - wir machen da ja selbst nicht mit. Aber ich komme doch manchmal ins Grübeln, wenn ich mir das Selbstverständnis in Deutschland ansehe, dass Bildung nichts kosten darf. Was nichts kostet, ist nichts wert. Das Volk der Dichter und Denker findet Geiz inzwischen geil, und Gymnasiasten können Goethe kaum mehr buchstabieren - überspitzt gesprochen. Ich würde einen gesunden Mittelweg zwischen den beiden Extremen (Bildung mit einen extrem hohen gesellschaftlichen Stellenwert versus ferner liefen) wünschen. (In Korea wird übrigens vermutet, dass der hohe Stellenwert, den die Bildung durch alle Gesellschaftsschichten genießt, ein wichtiger und erfolgreicher Faktor war, seit Jahrzehnten das Auseinanderdriften der Schere zwischen arm und reich aufzuhalten).
Für einen guten Stift braucht man kein ipad. Ich persönlich mag appel gar nicht und nutze ein sureface. Auch günstigere Geräte (meistens Windows basiert) sind mit Stift verfügbar, also muss es nicht das Flaggschiff sein. Ich glaube auch mir Android gibt es vergleichbares, habe mich damit aber nicht so beschäftigt, ich wollte eine Windows Oberfläche um meine alten Programme nutzen zu können. Meine Kinder haben während der Schulschließung auch gebrauchte Windowsgeräte mit Stift bekommen, war relativ günstig und mit oneNote haben sie nun einen digitalen collegeblock. Mein Gerät brauche ich schließlich selber...
Ich weiß nur vom Hörensagen (ich selbst hatte noch nie ein Apple-Gerät) von Appleianern, dass die Stiftfunktion beim iPad gegenüber Windows-Tablets unübertroffen sein soll, ich kann das nicht beurteilen, da ich so etwas nie nutze, ich tippe schneller, als ich mit der Hand schreibe.
Aber möglicherweise ist es auch das, was Silvia3 unten schrieb: Dass Apple wartungsfreundlicher ist, man nicht ständig neue Sicherheits-Updates herunterladen muss, die die Mühle für längere Zeit lahmlegen, und deshalb einfach das schultauglichere Konzept hat. Als Wurfgeschosse und Schlagwaffen sollte man natürlich beides nicht nutzen ![]()
sondern darum, dass viele es überzogen fanden, ein IPad für 900 Euronen zu erwerben für einen Grundschüler und darum, welche Anforderungen die Schule stellt bzw. doch angeben sollte, was das Tablet können muss. Warum versuchst du jetzt, das Ganze so zu drehen, als wenn ALLE (und nicht 1 oder 2 Foristen) gegen die Nutzung von Tablets gewesen wären?
Es hat 499 gekostet, nicht 900. Es war nicht grundschule, sondern 7. Klasse gymnasium.
Für meinen Sohn haben wir das ganz einfache ipad gekauft jetzt (die unteren Klassen wurden nun auch angeschlossen), es hat nur 333 € gekostet. Hat größeres Display als das vom letzten Jahr. Ich finde das preislich voll ok wenn das System zuverlässig funktioniert, mir egal warum sie Apple wollen. Sooo viel billiger wäre ein anderes auch nicht. So ziemlich alle außer mir berichten hier täglich es sei alles eine Katastrophe mit der Digitalisierung und der Technik. Das Zeug bei uns läuft 1a.
What??? So ziemlich alle?
Ja, Du bist die Heldin... ![]()
Oder?
Das würde ich dann wohl auch erwarten.
Das verwechselst du! Das Schulgeld ist für alle gleich, auch für die die keine iPads haben, bzw war das vor corona so dass es Klassen ohne gab, Schulgeld war gleich. Pro Jahrgang fand sich immer eine klasse die schon bei der Anmeldung sagten sie wollen nicht. Für die Technik und den Microsoft Vertrag und die die das installieren und warten zahlen die die es nutzen extra, so 30 € pro Schuljahr. Das finde ich sehr günstig und würden sicher auch Leute auf öffentlichen Schulen gerne zahlen im Moment, die 30 € pro Schuljahr. Dafür fällt auch kopiergeld weg, sie haben alles auf dem ipad und bearbeiten es dort mit dem Stift
War der Stift im Preis enthalten? Kann man die IPads sonst ganz normal nutzen?
Alle, die hier irgendwann geschrieben haben, dass es bei ihnen mit der Digitalisierung nicht so recht klappt, zahlen 390 € weniger Schulgeld als du.
Ja, möchte man wohl erwarten, aber immerhin ist es sinnvoll investiertes Geld, immerhin in die Bildung des eigenen Kindes. Aus meiner Sicht besser, als hier bis 2043 oder bis zum Sanktnimmerrleinstag zu warten, dass es das digitale Endgerät zum Nulltarif vom Staat gesponsert gibt. Ich hab vorhin hier gelesen, dass man von Lehrern erwarten kann, dass die sich privat einen Rechner für den Dienstgebrauch kaufen, höre hier nun aber eine gewisse Empörung darüber heraus, dass Eltern Geld für die Ermöglichung digitalen Unterrichts für ihr Kind ausgeben.
Der Stift kostet 99 €. Ja, man kann das ipad ganz normal nutzen wenn die Eltern das wollen. Manche haben es sperren lassen, dann geht es nur für schulzwecke, wie genau das ist weiß ich nicht, unsere habe ich normal gelassen.
Ja, absolut sinnvoll investiert das stimmt.
Ob das Kind am Ende der Schullaufbahn nur durch den Einsatz von iPads mehr Bildung im Wert von 37.000 € hat?
Was rechnest du da? 390 € mal 12 Monate mal 13 Schuljahre? Minus was? Ich hab mir das nie überlegt welchen Wert die Bildung hat.
390 mal 12 mal 8. Und doch, hast du. Du hast überlegt, ob dir diese Schule 390 € wert ist. Es kann ja auch sein, dass sie es wert ist, aber das liegt doch nicht an den iPads. Das ist nur ein Add on, was es nicht für alle Klassen gibt.
Ich rechne immer noch, komme der Sache nun näher, grundschule war in unserem Fall gratis, bleiben 390*12*9. Aber egal, ich komm nicht auf deine Zahlen und es ist mir auch Wurst.
Microsoft? Ah ja!
Was ist denn nun an Microsoft auch noch verkehrt? Himmel echt. Mir ist das so egal alles, hauptsache es läuft. Bin da Null religiös.
Ihr habt ipads und Microsoft drauf?
Ich weiß nicht was 'Microsoft drauf' bedeutet. Du klingst sehr negativ, keine Ahnung was das soll. Die nutzen Microsoft Office 365, darüber hat jedes Kind eine Email Adresse und Abgabe Ordner. Jeder Lehrer auch. Ich kann es schwer beschreiben. Jede Klasse hat für jedes Fach Ordner. Da findet man Aufgaben, wenn sie bearbeitet sind legt man sie beim Abgabe Ordner ab. Der Lehrer korrigiert es. Gibt es dem Kind zurück. Außerdem Microsoft Teams für Video Unterricht. Ich bin damit zufrieden, es funktioniert. Warum du so motzig negativ klingst weiß ich nicht. Warum das so ausgewählt wurde von den Verantwortlichen auch nicht.
Ob Apple oder zB Samsung ist nicht egal. Den evtl bedeutete dieser Vorschreiben das dieses eine Gerät dann daheim mit anderen Geräten nicht kompatibel ist oder nur durch zusätzliche Technik. Schon mal daran gedacht?
Du hast, wie ich rauslesen, wie hier schon geschrieben wurde, keine Ahnung von Digitalisierung, iPads, Software... Aber genau du schreibst am lautesten. Was bringt dir das eigentlich, dieses ständige bei und läuft alles super, mein Kind hat ein iPad... Musst du dir das hier beweisen oder stimmt es gar nicht?
Wir haben unserem Kind Monate vor Corona ein Tablet gekauft. Gehört für uns ab Grundschule dazu. Jetzt mit Corona erst recht. Aber das sehen wirklich viele anders. Dank Family link können wir auch alles gut steuern was damit möglich ist. Aber das bedeutet halt auch daa man sich mal 1-2 Abende damit auseinander setzt.
Ich habe doch selbst mehrfach gesagt dass ich keine Ahnung habe. Muss ich auch nicht, hauptsache es funktioniert. Gott sei dank ohne mein zutun. Wenn alles so stark in der Kritik steht (Apple 'muss nicht sein', Microsoft stellst du auch in Frage) dann weiß ich auch nicht....mir ist das Wurst solange es läuft.
Sie stellt die Kombination Apple mit MS in Frage wenn ich das richtig interpretiert habe. Was Sinn macht. Denn wenn man MS nutzen will macht es wenig Sinn ausgerechnet Appel zu wählen, das führt das nämlich absurdum. Zeigt das der Verantwortliche absolut kein Plan hat und sich scheinbar von euch auch noch niemand die Mühe gemacht hat das mal zu hinterfragen. Entweder aus Unwissenheit - was extrem wäre wenn man doch Digitalisierung für die Schulen anstrebt oder halt kein Interesse.
Felica, dass du verstehst was ich meine... Bin Grad sprachlos... Lilly versteht allerdings gar nix, Hauptsache ihre Kinder haben ein iPad. Hoffentlich ist die Schule der Kinder wirklich so toll, wer weiß ob sie das beurteilen kann.
Ich weiß nix von Technik, aber ich weiß dass: -hier täglich Videokonferenzen mit den Lehrern funktioniert haben, von Anfang an -dass über diese Ordner in Office 365 alle Materialien und Arbeitsblätter beim Kind ankamen, bearbeitet wurden, beim Lehrer ankamen und korrigiert zurück kamen -ich nie was drucken musste -alle Bücher da drauf sind am ipad (sehr viele haben sie zusätzlich als echtes Buch) -die Lehrer eigene Videos zum Erklären in die Ordner gestellt haben die die Kinder täglich angesehen haben. -man jederzeit den Lehrer über das ipad erreichen kann Wie das funktioniert ist mir Wurst. All diese Punkte wurden von fast allen hier als nicht funktionierend beklagt.
Über Qualität sagt das alles aber nix. Ist dir aber nicht klar, nehme ich an.
Freu dich einfach, dass es gut läuft bei euch. Bei uns würde ein iPad nix bringen... Soll ha alles auf Papier stattfinden.
Bei uns - zumindest an der Grundschule- bin ich immernoch eine der wenigen, die ein Tablet für den Unterricht gut heißen würde. War ich schon vor C., zumindest als Bücherersatz. Hier kreischen immer noch fast alle " mein Kind schreibt mit Stift auf Papier und soll sich die Augen nicht kaputt machen, ausserdem hocken sie genug vor der Glitze blabla" Aber ich zitiere mal Hase, den Satz merk ich mir, der passt super : "ich finde es eher erschreckend, wie digital inkompetent viele Eltern sind und ihre Kinder mit ihren eigenen Maßstäben messen und Angst haben vor allem, was sich ihrer - sehr begrenzten - Kenntnis entzieht" Am Gym ist es besser, hier wissen die meisten Eltern wovon man spricht, wenn man von digital unterstützten Unterricht spricht.
So sieht es aus.
Wäre das Internet nicht ein solch schrecklicher Ort, müsste man sich als Eltern und Gesellschaft auch nicht dermaßen Sorgen machen. Es hat schon seinen Grund, warum sich alle so verhalten, wie wir es heute erleben dürfen. Ich bin für grundlegend guten Unterricht, ohne Computer. Es reichen Papier, Stift, Lehrbücher und einen fähigen Lehrer(oh!-und natürlich aufnahmewillige Schüler:)).
Stimmt, es ist ja auch so schlimm mal von den Eltern zu erwarten das sie digitale Geräte sicher machen. Bedeutet sich mal damit auseinander zu setzten. Dann lieber direkt verteufeln. Aber selbst darf man es natürlich nutzen.
An der "digitalen Schule", die ich in meinem Umfeld kenne, müssen die Kinder keine Geräte kaufen, sondern sie können sie leihen. Die Leihkosten betragen ca. 17€ im Monat, inkl. Versicherung. Davon abgesehen eignen sich Apple-Geräte besser für Unterrichtszwecke, weil dort nicht ständig Updates gefahren werden müssen. Bei Windows kommt alle paar Wochen ein Update, manchmal im Abstand von wenigen Tagen. Man stelle sich vor, die Schüler schalten morgens ihr Gerät in der Schule an und müssen erst einmal 15 Minuten lang warten, bis das Update durch ist. Die Stunde ist gelaufen. Außerdem ist generell der administrative Aufwand bei Apple-Geräten geringer, weil die Apps geprüft sind und nicht jeder virenverseuchte Kram auf das Geräte runtergeladen werden kann. Man darf nicht vergessen, dass es in den Schulen keine IT-Abteilung und keine Systemadministratoren gibt, wie in Firmen. Die ganze Verwaltung der Geräte müssen Lehrer nebenbei erledigen. Die meisten Lehrkräfte können es gar nicht leisten. Deshalb ist es für Schulen wichtig, dass die Hardware ohne großen Wartungsaufwand läuft. Der Nachteil bei Apple-Geräten ist, dass die MS Office Suite darauf nicht ohne weiteres läuft bzw. entsprechende Lizenzen von den Schulen nicht gekauft werden dürfen, weil ja schließlich Pages, Keynote usw. bereits drauf ist. Diese Programme sind nicht geeignet, die Kinder auf das spätere Berufsleben vorzubereiten. Im übrigen bekommen die Lehrer keine Geräte von der Schule gestellt, sie müssen ihre Privatgeräte für den Unterricht nutzen. Welcher Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft muss seinen Laptop ins Büro mitbringen? Die mir bekannte "digitale Schule" hat einen einzigen 50 Mbit-Anschluss bei über 1000 Schülern. Wie gut man damit Unterricht gestalten kann, kann sich ja jeder selbst ausmalen. Weiterhin problematisch an digitalen Unterrichtsmaterialien ist, dass der Unterricht nicht wie geplant stattfinden kann, wenn einige Schüler ihr Gerät nicht dabei haben. Leider scheint es die Regel zu sein, dass pro Klasse immer mehrere Kinder ihr Gerät vergessen haben oder dieses kein Strom hat. Bei Papier und Stift kann man aushelfen, wenn 7 Geräte fehlen/nicht funktionieren und der Lehrer eine digitale Unterrichtseinheit vorbereitet hat, ist es oftmals nicht möglich, die Stunde wie geplant abzuhalten. Die oben erwähnte Versicherung wird wohl auch reichlich in Anspruch genommen, da die Kinder die Geräte regelrecht misshandeln. Sich damit schlagen, sie als Wurfgeschosse zu verwenden usw. ist keine Ausnahme. Das alles demotiviert viele Lehrer, sich auf digitalen Unterricht einzulassen. Silvia
Das spiegelt die Realität ganz gut wider. Und die kann manchmal recht ernüchternd sein. Leider befürchte ich, dass sich die meisten Foristinnen hier das gar nicht vorstellen können, da sie mit entsprechendem Klientel ( Schüler ohne Lernmotivation und mit rudimentären Umgangsformen) wenig bis keine Berührungspunkte haben.
Die frühere Schule meiner Tochter hatte es so geregelt, dass am Ende des Schultages alle I-Pads in der Klasse gelassen wurden. So gab es kein "Vergessen". Hausaufgaben wurden in der Schule gemacht. Zusatzaufgaben für zuhause waren offline: typische Stift-und-Papier Aufgaben, oder Präsentationsmaterialien auf Karton erarbeiten basierend auf der Recherche in der Klasse, oder Malaufgaben....
Es gibt auch bei Microsoft einen geschützten Bereich, wo nur geprüfte Apps runtergeladen werden können. Meine Tochter hat das Surface Go (Tablet mit Tastatur, Stift und Maus; komplett auch sehr teuer), da kommen auch nicht ständig Updates etc. Aber mal davon weg. Ob eine Schule versagt, hängt nicht von Breitbandinternet und den neusten Endgeräten ab. Vier von fünf Schulen unserer Kleinstadt haben das sehr gut hinbekommen. Es wurde natürlich mehr Papier verbraucht, als wenn man alles auf dem iPad schreiben würde, und es wurde kein Live-Onlineunterricht für alle gemacht, sondern Videos gedreht und Live-Chats mit je einer Handvoll Schülern durchgeführt. Wenn von den Kindern online nichts kam, versuchten die Lehrer, auf anderen Wegen Kontakt zu halten. Da zeigte sich, wie engagiert sehr viele Lehrkräfte waren. (Nur die Schule meiner Tochter hat komplett versagt). An unserer Grundschule gibt es eine Tablet-Klasse. Ich weiß nicht, welche Geräte sie nutzen, aber die Tablets werden von der Schule eingerichtet und so gesperrt, dass man damit nichts anderes machen kann. Die monatliche Miete beträgt 10€. Nach den vier Jahren kann man den Restwert (ca. 150€) bezahlen und das Gerät entsperren lassen. Oder man gibt es einfach zurück. Ich finde diese Lösung gut und könnte mir das auch für die weniger tablet-gebundenen Klassen vorstellen. Vor allem jetzt, wo es vermutlich mehr Distanzunterricht geben wird (durch Ausfall oder halbe Klassen). Mein Sohn hat sich gegen die Tablet-Klasse entschieden. Die anderen Klassen haben auch feste Tage, an denen sie mit Tablets arbeiten, aber nicht oft. Es gibt nur einen weiteren, mobilen Klassensatz für die anderen 13 Klassen.
Wäre ja ein guter Kompromiss.
Also bei Samsung also Android kann ich klar sagen wann Updates laufen dürfen. Das betrifft dann auch MS-Anwendungen. Und das geht sogar für jede Anwendung separat. Ich habe es zB so eingestellt das alle Updates nur dann möglich sind wenn ich mit dem WLAN daheim verbunden bin und dann nach nachts. Betrifft Handy und Tablets. Ähnlich läuft es bei den PC's. Da ist das verlassen des zuhause-Bereich zwar kein Thema, aber auch dort laufen die Updates nachts. Es geht also sehr wohl. Weitere Vorteil, man verlinkt einmal am Anfang alle Geräte und kann die dann über ein Gerät alle steuern. Und zwar so ziemlich alles. Welche Anwendungen installiert werden dürfen, ob und wie das Internet genutzt werden kann, wie Updates gesteuert werden, ob Angebote Drittanbieter genutzt werden dürfen, ob bezahlt werden darf, ob Fotos erlaubt sind usw. Auch das das Gerät nur in bestimmten Bereichen überhaupt nutzbar ist kann darüber geregelt werden oder wo sich das Gerät befindet.
Das setzt natürlich voraus, dass die Kinder nachts die Updates fahren (bzw. ihre Geräte am Strom haben, damit diese ausgeführt werden können). Dies wiederum aber setzt ein Mindestmaß and Initiaitve, Mitdenken und Disziplin voraus. Bei einer gewissen Klientel ist das nicht hinzubekommen. Die Einrichtung der von dir beschriebenen Funktionen macht es erforderlich, dass es jemanden gibt, der es kann und dafür Zeit hat. Ist unter den gegebenen Umständen an deutschen Schulen (Lehrer haben nicht die entsprechenden Fähigkeiten, keine Stunden dafür oder schlicht keinen Bock) nicht umsetzbar. Es müsste richtig Geld in die Hand genommen werden, damit Administratoren sich um solche Dinge kümmern. Die mir bekannte Schule, die ich als überdurchschnittlich gut ausgestattet und engagiert einschätzen würde, stellt gerade von Surface auf ipad um, weil sich Surface im Alltag als nicht praktikabel erwiesen hat. Nicht, weil die Geräte schlecht wären, sondern weil sie zu oft wegen unterschiedlichster (nutzerseitig zu verantwortender) Probleme nicht eingesetzt werden konnten. Silvia
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