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Diffizile Statistik-Frage

Thema: Diffizile Statistik-Frage

Mein Physiotherapeut hat sich auf ANTIKÖRPER testen lassen. Er hatte eine ungewöhnlich fiese "Grippe" bevor der erste Covid19-Fall in Deutschland vermeldet wurde. Drei Tage, dann hat er wieder gearbeitet. Nun hat er tatsächlich Antikörper gegen SARS-CoV-2, seine engste Mitarbeiterin NICHT. Wo taucht er denn jetzt in der Statistik auf??? Nur bei den Geheilten, wäre falsch, weil er mal infiziert/krank war. Ihn jetzt als Neuerkrankung zu zählen, wäre aber auch falsch. Das würde ja einen Anstieg zeigen, den es so JETZT gar nicht gibt. Trini

von Trini am 28.04.2020, 08:15



Antwort auf Beitrag von Trini

weil sie je nachdem auch andere Corona Antikörper anzeigen bei der Einschätzung bin ich gerade sehr skeptisch... dagmar

von Ellert am 28.04.2020, 08:33



Antwort auf Beitrag von Ellert

das sagt meine Cousine, die Ärztin ist, auch und lässt sich daher nicht testen.

von Philo am 28.04.2020, 08:38



Antwort auf Beitrag von Philo

Soweit ich weiß, gibt es schon Tests, die relativ spezifisch sind (Streeck meinte ja, sie hätten mit solchen Tests gearbeitet), aber die sind sehr wahrscheinlich nicht so flächendeckend verfügbar, dass der Physiotherapeut in den Genuss ausgerechnet so eines Tests gekommen ist. Aber zu der Frage: Nein, er taucht in keiner Statistik auf, weil man diesen Ansatz zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht verfolgt. Das wird aber sicherlich kommen, eins nach dem anderen. In allen Bereichen (Impfstoffentwicklung, Arzneimitteltestung, statistische Untersuchungen) laufen die Forschungen gerade doch auf Hochtouren, momentan wird so ein Fall aber statistisch noch nicht abgebildet. Was aber wiederum nicht heißt, dass deshalb alle anderen Berechnungsmodelle Blödsinn wären. Es wird aber der Zeitpunkt kommen, wo sie durch andere Berechungsmodelle abgelöst werden müssen.

Mitglied inaktiv - 28.04.2020, 08:45



Antwort auf Beitrag von Ellert

das ist aber gar nicht so medial hochgekocht von daher habe ich nur diesen Link. Wenn die Antikörpertests auf andere Coronaerkrankungen reagieren, es aber diese Hintergrundimmunität gibt, dann könnten diese Antikörpertests etwas besser bewertet werden meiner Meinung nach. https://www.tagesspiegel.de/politik/charite-studie-zur-hintergrundimmunitaet-koennte-eine-normale-erkaeltung-vor-einem-schweren-covid-19-verlauf-schuetzen/25656826.html Ich bin jedenfalls gespannt, was hier raus kommt. Dann "impfen" wir uns alle mit Corona-Schnupfen, damit Covid-19 einen leichten Verlauf nimmt (und fangen alle mit dem Rauchen an ;-)) hach, wäre das schön, wenn die Lösung so einfach wäre. Trotzdem bin ich gespannt, ob die Hintergrundimmunität wirkt. Und dann machen die Antikörpertests mehr Sinn, auch wenn sie eine Ungenauigkeit haben

Mitglied inaktiv - 28.04.2020, 09:16



Antwort auf Beitrag von Trini

würde behaupten, dass er gar nicht in der Statistik auftaucht. Schon allein, weil die Tests doch ziemlich ungenau sind. am ehesten aber noch gleichzeitig bei erkrankt und geheilt, auch wenn damit natürlich die Statistik dahingehend verfälscht wird, dass der Zeitpunkt der Erkrankung nicht bekannt ist.

von Schnegge89 am 28.04.2020, 12:22