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Die Steuernachzahlungen machen mir Angst... fehlt monatlich

Die Steuernachzahlungen machen mir Angst... fehlt monatlich

peekaboo

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durch Kurzarbeit schon ein ganzer Batzen Geld,, muss man auch noch zusehen, wie man die Steuernachzahlung finanziert. Ich hoffe da lassen die sich noch was einfallen und "hebeln" das aus. Geht ja schließlich auch bei so vielen anderen Dingen. Aber irgendwie muß das Geld ja wieder reinkommen :O( Der Bezug von Kurzarbeitergeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt. Das bedeutet: Erhält ein Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld, wird dieses Geld am Ende des Jahres zur Ermittlung des Steuersatzes auf sein Einkommen hinzugerechnet. Das ursprünglich steuerfreie Kurzarbeitergeld erhöht also den persönlichen Steuersatz, mit dem das restliche Einkommen versteuert wird. Obwohl das Kurzarbeitergeld steuerfrei ist, werden doch mehr Steuern fällig


Mitglied inaktiv

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Vor diesem Problem stehen Bauarbeiter Jahr für Jahr.


peekaboo

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alle Überstunden im Sommer konnte man im Winter abfeiern, so blieb das Gehalt gleich. Für mich sind das 2 verschiedene paar Schuhe. LG Peeka


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Das Winterkonto beträgt tariflich 150 Stunden. Ein durchschnittlicher Wintermonat beträgt 164 Stunden (auch tariflich) Ergo reichen die angesammelten Stunden bei voller Ausnutzung von Saison-Kug nichtmal einen Monat. Urlaub kann nur der genommen werden, der noch nicht geplant ist. Die meisten der Bauleute sind eben im Saison-KuG. Mir erzählst du da nichts. Ich habe 4 Jahre Baulohn gerechnet.


peekaboo

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owt aber LG


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Das hat sich glaube 2011 oder 12 geändert. Dir auch LG


Felica

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Ja, gute Firmen machen das. Da ich in der Vergangenheit auch beruflich mit Baufirmen zu tun hatte, kann ich dir aber sagen das es auch genügend Firmen gibt welche den Leuten über Winter kündigen. Die kassieren dann in der Zeit ALG1 und im Frühling können sie wieder anfangen. Mitunter tauschen die Firmen sich auch aus damit es nicht so auffällt.


lilly1211

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Wir hatten vor Weihnachten Galabauer da, die habe ich gefragt wie das läuft m Winter wenn sie nicht arbeiten können. Antwort war sie haben jeder ca. 330 Überstunden und kämen damit 2 Monate, außerdem haben sie Urlaub über die Weihnachtszeit. Sie meinten sie hatten noch nie Kurzarbeit. Vielleicht ist das je nach Tarifvertrag anders wieviel Überstunden sie aufbauen dürfen, weil davon hängt ja ab wie weit man dann kommt.


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@Felica: das kenne ich so nur aus Landwirtschaftsunternehmen. Wenn das jedoch mal geprüft wird, stehen die Firmen da, wie Max in der Sonne. Zumal die Firmen Pech haben, wenn die MA in der Zeit wieder vermittelt werden...


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@Felica: das kenne ich so nur aus Landwirtschaftsunternehmen. Wenn das jedoch mal geprüft wird, stehen die Firmen da, wie Max in der Sonne. Zumal die Firmen Pech haben, wenn die MA in der Zeit wieder vermittelt werden...


LeRoHe

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Wieviele Bau-/Handwerksfirmen gibt es die keinen Tarifvertrag haben? Und damit außen vor sind? Vmtl. mehr als tariflich zahlende.


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Der BTRV ist allgemeinverbindlich, und darin sind diese Zeiten geregelt.


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Antwort auf Beitrag von lilly1211

Es gibt einen Bundesrahmentarifvertrag Bau, der erstmal allgemeinverbindlich ist. Galabau hat mEn einen Haustarifvertrag. Bau in einem Jahr erstmal 330 Überstunden auf. Das ist über Jahre zusammengesammelt. Wenn du es streng genommen mit dem Arbeitszeitgesetz nimmst, kommst du auch schwer auf die 150 Überstunden. Bei uns gab es wenige, die das überhaupt erreicht haben, da die monatliche Arbeitszeit im Sommer nach BRTV 176 Stunden betrug. Das sind ca.42,5 Stunden pro Woche gewesen. Mehr darfst du nichtmal arbeiten. Die meisten Überstunden hatten die MA, die Havarien bedient haben. Da wir ein Unternehmen zum Erhalten der Infrastruktur waren/sind, gibt es da Ausnahmen.


lilly1211

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Ah, ok, klar. Dann weiß ich auch nicht woher die so viele Überstunden haben. Vielleicht hatten sie Glück und konnten die letzten Winter immer durcharbeiten. Bei uns waren sie trotz Frost zum Beispiel, 12 Arbeitstage am Stück, im Dunkeln angefangen und im Dunkeln aufgehört.


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Antwort auf Beitrag von lilly1211

Da gibt es denke ich enorme unterschiede bei den versch. Gewerken. Im Tief- und Rohrleitungsbau kann bei Minusgraden nicht wirklich gearbeitet werden. Ebenso wenig wie im Gleisbau.


Feuerschweifin

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Das ist doch, meine ich, Usus bei sämtlichen Hilfen, auch bei Elterngeld zB. Ganz davon abgesehen, dass die kalte Progression alles, aber nicht fair ist, ist das ein Punkt, der viele am Ende des Jahres hart trifft, wenn man das nicht einkalkuliert hat.


peekaboo

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Antwort auf Beitrag von Feuerschweifin

aber die laufenden Kosten gleich bleiben... Klar kalkuliert man das bei einem normalen Gehalt ein....


lilly1211

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Antwort auf Beitrag von Feuerschweifin

Was hat das jetzt mit kalter Progression, also mit der Inflation zu tun? Kann es sein dass du gerade kalte Progression mit Progressionsvorbehalt verwechselst?


Feuerschweifin

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Antwort auf Beitrag von lilly1211

Ich meinte damit die mangelnde Anpassung der Steuersätze, was dann zusätzlich noch mal reinhaut, also obendrauf zum Progressionsvorbehalt, der einen in einen höheren Steuersatz katapultiert.


Feuerschweifin

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Mir ist das Problem klar und dass das wirklich ein Problem ist.


Feuerschweifin

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Antwort auf Beitrag von peekaboo

Hast du mal grob ausgerechnet, um welche Differenz es geht?


Caot

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das Problem begleitet Deutschland ja nun schon Jahrzehnte. Sobald verschiedene Einkommensmodelle unter dem Jahr waren, immer aufpassen!


ZoeSophia

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Antwort auf Beitrag von Caot

Ich finde es „wunderschön“ immer wieder über eure Steuerprobleme zu lesen.... Die Schweizer (oder viele Schweizer, die das Gefühl hätten, sie würden zu kurz kommen) sagen ja immer, wir würden sooooo viele Steuern zahlen, Deutschland hätte es viel besser, da wird alles gleich vom Lohn abgezogen und „Netto“ bleibt Netto.. In der CH fülle ich die Steuererklärung jährlich aus, ich bezahle entweder voraus oder rückwirkend, (Kantonsabhängig) und je nach dem sollte ich dann doch für das betreffende Jahr mehr oder weniger verdient haben muss ich eben Nachzahlen oder bekomme ich zurück! (Aber dass weiss ich, sobald ich die Steuererklärung ausfülle, ich werde also nicht überrascht) Aber, will ich auf der Sicheren Seite sein, egal in welchem Kanton, rechne ich einfach zwei Monatsgehälter für die Steuern (es ist zu 99% weniger, eher 1,5 mal), klar ist es viel, aber es ist ein Anhaltspunkt.. Wenn ich über DE lese, finde ich es extrem kompliziert, verschiedene Steuerklassen, dann Nachberechnungen oder doch nicht, dann muss ich mal eine Steuererklärung ausfüllen aber dann doch wieder nicht, dann denkt man es wäre „alles“ bezahlt und irgendwann kommt eine Nachzahlung....


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Caot

Ich habe jetzt nicht die Muße, all die Beiträge von letzten Frühjahr heraus zu suchen, die ich hier in diesem Forum eingestellt habe, in denen ich vor genau dieser Situation warnte. Ja, eigentlich sollte man das wissen und ein bisschen etwas zurück gelegt haben. Zum AP, erst einmal abwarten, was kommt und dann mit dem Sachbearbeiter einen Deal aushandeln.


peekaboo

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voraus.... aber trotzdem macht es mir Angst, wie viel mehr jetzt noch dazu kommen könnte


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von peekaboo

Wie lange habt ihr Kurzarbeitergeld? Was habt ihr sonst für Ausgaben? Und warte doch erst einmal ab. Ihr scheint ja schon etwas vorbereitet zu sein. Also ruhig Blut.


peekaboo

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Arbeiten bei meinem Mann.... und es geht gerade so weiter... wir waren vorher schon an der „Steuergrenze“ von daher die Vorauszahlungen.


lilly1211

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Na das ist eben eine Lohnersatzleistung, wie Krankengeld oder Elterngeld. War dir das neu? Mir nicht, ist so seit ich denken kann. Wir haben es für uns schon ausgerechnet, das ist wirklich marginal, absolut nicht der Rede wert.


DanniL

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Das Geld falls du in Quarantäne warst ebenfalls.


Luna Sophie

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Mir macht das keine Angst. So ungefähr weiß ich jedes Jahr im voraus was kommt. Für 2020 dürfte es bei uns gut aussehen und keine Nachzahlung bedeuten, trotz Kurzarbeitergeld.


mama von joshua am tab

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Ist denn sicher, dass es eine Nachzahlung gibt? Je nach Finanzamt funktioniert Stundung oder Teilzahlung.


Leena

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Ich kann Dich sehr verstehen, das wird in vielen Fällen zum Problem werden. Was ich Dir unbedingt empfehle - versuche schon mal, mit dem Steuerberater (wenn finanzierbar) oder mit Steuerprogramm zu berechnen, in welcher Größenordnung eine Nachzahlung auf Euch zu kommen könnte. Dann hast Du zumindest Gewissheit, wovon die Rede sein wird. Und als nächster Schritt - sprich mit Deinem Finanzamt, wie Ihr das händeln könnt. Sprechenden Menschen kann geholfen werden! Und auch Finanzämter sind umgänglich, solange man nichts "aussitzen" will und die Augen feste zukneift und die Briefe ungeöffnet liegen lässt. Stundungsanträge sind im Rahmen von Corona lt. Dienstanweisung auch sehr großzügig zu bearbeiten, wenn ein corona-bedingter Engpass vorliegt, mach Dir also nicht zu viele Sorgen! Was ich oft erlebe - Leute haben so viel Berührungsängste beim Finanzamt, dass sie irgendwie "dicht" machen. Dann die Kuh vom Eis zu bekommen, ist teilweise wirklich schwierig, weil sie oft erst bei mir auf der Matte stehen, wenn schon richtig viel richtig schief gelaufen ist... und teilweise auch irreparabel, wenn Fristen versäumt wurden. Also - lieber gleich aufs Finanzamt zugehen statt Angst zu haben!