Maca
https://www.google.de/amp/s/www.deutschlandfunk.de/schulschliessungen-kontaktbeschraenkungen-co-neurobiologe.1939.de.amp%3fdrn:news_id=1219660
https://m.youtube.com/watch?v=fBIKBgFfhBg Das eignet sich nicht wirklich als Diskussionsbeitrag, sollte aber dringend zur Kenntnis genommen werden und macht betroffen. Wenigstens jammern und über ihren Leidensdruck reden dürfen, sollten die schützenswertesten unserer Gesellschaft. Wenn man ( wie es hier immer wieder geschieht) deren Bedürfnisse relativiert, indem traumatisierende Kriegserfahrungen herangezogen werden, bestraft man sie doppelt.
Beiträge(r)n sagt "Meine Güte, es könnte ja nun wirklich schlimmer sein" deshalb zu seinem Kind auch sagt " stell dich nicht so an" --glaubst du das?
Ich will’s nicht hoffen, glaube aber schon, dass es einen latent gesellschaftlichen Druck gibt, sich und seine individuelle Situation im Kontext der Pandemie als eher irrelevant einzustufen. Und das glaube ich, tut vor allem Kindern in der Pubertät nicht gut. Glaubst du denn, dass die Mehrheit der Jugendlichen, die den öffentlichen Diskurs verfolgen, sich angemessen wahrgenommen fühlen? Das Schulthema ist zwar sehr präsent aber darauf verkürzt es sich auch schon. Die Jugend zeigt gerade überwiegend so unglaublich viel “compliance“, obwohl sie sehr viel weniger “bedroht“ ist.
Das würde ich so nicht pauschalisieren, dass die Jugend ach so viel compliance zeigt. Die Mehrheit in unserem Umfeld, meine Kids und deren Klassenkameraden (größtenteils), ja. Aber wenn ich die Gruppe immer seh, die hier zu 8/9/10 um die Häuser zieht, gerne auch nach Ausgangssperre.... Provokation pur, hustet dich am Vorbeigehen "aus Versehen" an, schmeisst mit harten Schneebällen gezielt an Hauswände möglichst nahe an Fenster (wir reden von 8/9-Klässlern... ) auch in der Schule nur Müll im Kopf, treiben Lehrer in den Wahnsinn, andere Mitschüler haben keine Chance mehr, dem Online-Unterricht zu folgen.. Ja, das waren schon vor Corona die Honks und wer weiss, es wäre auch im Unterricht maximal blöd geworden. Und die Schulsozialarbeit gibt sich auch zu Corona-Zeiten sehr viel Mühe. Aber Compliance... mitnichten. Aber ok. Größtenteils... ja. Ich habe hier aber auch das Gefühl, dass die Probleme der Jugendlichen schon angesprochen und ernst genommen werden. Sowohl von der Schule, Lehrer, Sozialarbeit, als auch von den Elternhäusern und den Vereinen.
gerade für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 25 ist es wirklich extrem schwierig. ich glaube, Kindergartenalter ud Grundschule ist ein Problem (wobei ich dabei nicht Kinder bis 3 oder 4 meine, das geht problemlos auch zuhause, was die Entwicklung angeht) und dann Jugendlich, die eigentlich in dem Alter sind, wo man feiert, sich das erste ud zweite und dritte mal verleibt, wo soziale Kontakte DAS Ding an sich sind. Die tun mir wirklich von herzen leid. Für meinen jetzt 13,5 jährigen ist es okay, wirklich - er darf einen Freund regelmäßig treffen und er hat jetzt regelmäßige tägliche Schul-Onlinemeetings, nach denen auch noch gechattet wird, ansonsten ist er gerne träumend unterwegs und kommt klar. Aber wenn man eigentlich am Wochenende "rausgeht", tanzen, flirten, knutschen, auch was trinken...(muss ja nicht bis zur Besinnungslosigkeit sein), dann ist das echt hart jetzt. Trotzdem glaube ich, dass man auch Kindern/JUgendlichen indem Alter durchaus klar machen kann (oder sie dahin führen, es sich selber klar zu machen), dass esimmer dennoch einen Weg gibt, klarzukommen. Und man nichts, aber auch gar nichts dadurch gewinnt, schmollend auf dem Hintern zu sitzen. Man kann (in unserer wohlhabenden, luxusverwöhnten Gesellschaft, damit meine ich: warm, sicher, satt, frei) immer einen weg finden, das Leben dennoch zu genießen. Und es ist mir extrem wichtig, dass an mein Kind weiterzugeben, weil es eine unglaubliche Ressource für seine Zukunft und sein Seelenleben bedeutet. Dennoch höre ich bei Frust natürlich zu. und habe immer ein offenes Ohr und herz für ihn. Aber würde ich merken, dass er sich nur noch im Frust suhlt und sein Denken Imme rnur um das kreist, was NICHT geht, würde ich aufmerken und mir Gedanken und Sorgen machen und versuchen, ihn da rauszuholen und nicht noch zu stärken, ja.
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Bei kleinen Kindern sehe ich Kita- und Schulschließungen kritisch. Da gehe ich grundsätzlich mit dem Autor mit. Wobei man nicht vergessen darf, Schulerfolg steht und geht auch ohne Corona nach wie vor mit dem Engagement der Eltern, zumindest in Deutschland. Die soziale Ungleichheit wird aber größer werden. Das kann langfristig gesehen Schaden auf die Demokratie nehmen. Für meine Teenager sehe ich dagegen keine Gefahr. Die sind zäher als man denkt und entwickeln gerade andere Wege um weiter zum Ziel zu kommen. Ob das daran liegt, dass unsere weiterführende Schule hier eine tolle Arbeit leistet? Auf jeden Fall ermuntere ich sie neue Wege zu beschreiten. Wenn A nicht geht nimmt man B. Und rein schulisch betrachtet schadet zumindest meinen Kindern der Onlineunterricht nicht mehr. Die haben sich arrangiert, arbeiten mit und ziehen durchaus auch jede Menge positiver Effekte daraus.
Es geht Gerald Hüther ja vor allem darum, dass Kinder und Jugendliche in dieser Zeit viel unterdrücken und auf viel verzichten müssen. Damit sie dadurch keinen Schaden nehmen, müssen sie über ihre Situation, ihre Ängste, Wünsche und ihren Leidensdruck offen reden dürfen. Verdrängung hilft nicht. Klingt banal, wenn ich aber hier im Forum einige Beiträge lese, finde ich es durchaus angemessen darauf hinzuweisen.
Ich finde Kindergartenschliessungen nicht dramatisch, für meine jugendliche Tochter sehe ich auch keine Probleme. Bei Grundschuelern sehe ich die meisten Probleme. Grundsätzlich glaube ich, Alleinstehende, gerade Ältere, trifft es momentan am härtesten. Ich bemerke es auch in der Familie, wir kommen hier ganz gut klar. Mein Mann arbeitet ganz normal, Homeschooling klappt auch sehr gut, meine Eltern haben Angst, dass sie sich anstecken und dass ihnen vor allem die Zeit, in der sie noch viel unternehmen können, davon läuft. Sie haben seit sie in Rente sind, endlich Zeit für Reisen, auch ihr jüngstes Kind ist schon lange selbstständig, sie haben jetzt auch mehr Geld als früher. Eine Jugend wie es sie heute gibt, hatten sie nicht, nach der 8.Klasse haben sie zu arbeiten begonnen, haben früh geheiratet und ihre Kinder bekommen, da mussten sie lange zurück stecken. Mich ärgert es ungeheuer, dass solche Leute, die sehr viel für dieses Land getan haben, jetzt nur noch als Problemfall und eigentlich als überflüssig betrachtet werden. Ich bin in erster Linie froh und dankbar, dass Kinder und Jugendliche kaum ein Risiko haben, schwer an Corona zu erkranken, das wäre mein persönlicher Albtraum, dass wir hier eine Seuche bekommen, die zuerst Kinder betrifft.
Meine Große entwickelt sich auch gut, ist emotional recht gefestigt, ich hatte aber große Befürchtungen, dass das anders sein würde.
Einen Grund warum das so ist, sehe ich tatsächlich darin, dass wir unseren Kindern immer die Möglichkeit gegeben haben, ihren Frust rauszuschreien.
Im wahrsten Sinne des Wortes. ![]()
Die individuellen Bedingungen für die Kinder sind unterschiedlich. Ich denke, schon die räumliche Enge in manchen Mietwohnungen wiegen schwerer als ausreichend Raum, Platz, Garten, Dorf. Wenn dann noch die Eltern der Belastung immer schwerer widerstehen können, wird es immer problematischer. Am Alter würde ich es gar nicht so festmachen, eher an den Bedingungen vor Ort, die unterschiedlich sind. Ich hoffe, das Wetter wird bald besser und freundlicher.
Meiner Tochter geht es gerade ohne den permanenten Leistungsdruck besser. Ich finde unser Schulsystem zum grossen Teil eine Katastrophe. Bevor sie im November in den Wechselunterricht gegangen ist, gab es kaum Unterricht sondern nur Tests, teilweise 2 am Tag, weil man (berechtigt) Angst hatte, dass man nicht ausreichend Noten bekommt. Bei jeder Krankheit muss man eh Angst haben, dass das Kind zu viel versäumt, da wird auch keine Rücksicht genommen und notfalls muss man versäumte Hausaufgaben von 2 Wochen nachholen. Oder am besten noch mit 40 Grad Fieber machen. Meine Tochter hatte vor 2 Jahren die Grippe und fehlte fast 3 Wochen. Diesen Stress vergesse ich mein Leben nicht. Am Schluss habe ich die Aufgaben mitgemacht, dass sie irgendwie da durch kommt, sie hatte jeden Tag einen Weinkrampf, weil sie so unendlich viel machen musste. Gespräche mit den Lehrern haben Null gebracht, wie meistens. Ich habe die letzten Jahre oft Situationen erlebt, die uns hier an den Rand der Belastbarkeit gebracht haben, obwohl meine Tochter eine gute Schülerin. Das interessiert normalerweise niemanden. Dagegen ist das jetzt ein Spaziergang. Und ja, natürlich hoffe ich für meine Tochter, dass es bald vorbei ist. Ich will, dass sie nicht nur mit ihren Eltern zuhause sitzt.
und hab mir zwei Stellen heraus gepickt: "Meiner Tochter geht es gerade ohne den permanenten Leistungsdruck besser. Dagegen ist das jetzt ein Spaziergang." Geht uns allen genauso! Das ist irre. Ich staune auch nur verwundert und bin immer noch in "Hab-acht-Stellung".
Meinen Kinder geht es gut. Zuhause kommen sie gut klar. Nur die Große hat permanent das Gefühl, dass sie irgendwie viel zu wenig Input bekommt. Dabei hat sie jeden Tag so viel zu tun, als wenn normaler Unterricht wäre. Aber trotzdem fühlt es sich nicht richtig an. Für die Lütte könnte es immer so weiter gehen. Für sie ist nur doof, dass kein Sport stattfinden, keine Wettkämpfe und sie nicht weiterkommt. Für sich alleine trainieren ist nichts, da wird nichts gemacht. Schade, da geht viel Potential verloren. Digital läuft es mir pers. manchmal zu gut, die Lehrer sind sehr gut aufgestellt, verlangen aber häufig einfach von jetzt auf jetzt iergend etwas zu installieren oder beschweren sich, dass meine Lütte keine Pdfs sofort versenden, sonder erst am Abend über mein Handy. Aber dann gibt es ärger, da nicht selber gemacht, da mein Handy. Auf ihr Handy, ganz neu, bekommen wir keine Verbindung mit dem Scanner. Da sind die Lehrer wirklich nicht sehr kompromissbereit. Alles am Besten sofort und gestern. LG maxikid
meiner Großen, fehlt der Druck. LG
Meine Tochter macht zum ersten Mal in ihrer Schullaufbahn was freiwillig, liest nach wenn sie ein Thema interessiert. Sogar in eher ungeliebten Fächern lernt sie mit und lässt nichts schleifen. Es stimmt wohl doch, dass Schüler auch freiwillig lernen ohne Notendruck, habe ich bisher nie so recht geglaubt.
Gab es bei Euch jetzt im Halbjahr keine Noten? Es waren ja doch ein paar Monate Unterricht. Notendruck und Arbeiten gab es hier. Bis letzte Woche, wurde noch um jede Note "gefeilscht". Das Mündlich beim Online zählt auch in die Note. LG
Es gibt eine Scanner-App, die wandelt Fotos in pdfs. Genius, bei IOS und Android (kostenlos).
das weiß ich doch, haben wir auch runtergeladen. Bei meinem Mann und meiner Großen funktioniert das auch. Bei mir und meiner Lütten, konnten wir das zwar Laden, funktioniert aber nicht in Verbindung mit dem mailprogramm. Wir wissen uns ja zu helfen, aber ich finde, dass Lehrer dann auch mal großzügig sein können bzw. froh sein können, dass alle immer alles pünktlich schicken, Endgeräte haben etc. Und dann wird auf so eine Kleinigkeit rumgehackt. Der Lehrer, schickt selber im übrigen oft auch keine Pdfs. LG maxikid
Aber der Notendruck besteht doch weiterhin oder ist das bei euch anders? Die Freundinnen meiner Tochter (G8 11. Jahrgang) sind teilweise am Limit. Je nach Oberstufenprofil ist das Arbeitspensum auch etwas unterschiedlich. Wer die Aufgaben nicht bis zu einem festgelegten Termin hochlädt braucht ne gute Entschuldigung oder wird mit ungenügend bewertet. Jeder Leistungsnachweis fließt in die Halbjahresendnote ein und die sind ja fast alle abirelevant. Der Druck ist für einige schon ziemlich groß. Ich habe vorhin den PolitikOnlineunterricht meiner beiden Kinder mitbekommen, die beide im gleichen Kurs sind. Die Qualität der Beiträge, die sich auf einen Text bezogen, der zuvor gelesen werden sollte, war überraschend unterschiedlich. Einige Schüler waren offensichtlich kaum befähigt, die Kernaussagen aus dem Textinhalt selbstständig zu entnehmen und zu bewerten. Die brauchen immer noch etwas Hilfe und Anleitung. Laut Bewertungskriterien für die laufende Kursarbeit, wird so ein Schüler dann zwar über eine knapp befriedigende bis ausreichende Bewertung kaum hinauskommen aber das reicht ja noch. Im Homeschooling läuft er Gefahr ausgesiebt zu werden.
Es gibt mündliche Noten, aber nicht mehr mindestens 3 schriftliche Tests pro Woche. V. a. keine Stegreifaufgaben.
Da mag ich unterschreiben. Ich finde auch, wie gut oder wie schlecht die eigenen Kinder da aktuell mit der Lage zurecht kommen liegt in erster Linie am Elternhaus. Der deutlich kleinere Anteil dürfte die Persönlichkeit des Kindes sein und dann auch noch wie läuft es mit Schule. Ist hart für due Eltern wenn man sich das eingestehen muss und die meisten dürften daran zu knacken haben. Wenn Eltern fie Kinder stärken, ihnen Wege zeigen aktuell das beste zu machen und auch die Chancen dazu bieten, und das betrifft nicht nur die Technik, dann dürfte da einiges aufgefangen werden. Wobei ich hier von normal entwickelten Kindern spreche. Die mit Besonderheiten mal aussen vor.
Hier auch. Gerade lernstoff nach besorgt weil Kind aufsaugt wie sonst was. Schule sonst war notwendiges übel. Das trotz kleiner Klasse.
Wir sind tagelang an youtube gescheitert. Kind wird 9 Jahre. Youtube ist erst ab 13 erlaubt. Blöde wenn die Lehrer dauernd youtube Videos schicken und Kind dann diese an seinem tablet nicht sehen kann. Auch über sowas denken Lehrer nicht nach. Jetzt ist Kind künstlich gealtert, damit haben wir es gelöst. Evtl hängt es bei euch auch an sowas.
Nächste Woche kommt unsere Technik Freak. Bin auf die Problemlösung gespannt. Ich kann ja nicht zu jung sein...lach. LG
Drücke die Daumen.
Hä, die Lehrerin meiner Tochter schickt auch manchmal youtoube videos... Erstklässlern wohlbemerkt. Natürlich können wir die dann auch angucken...
Nicht wenn das Gerät mit Kinderschutz versehen ist.
Grundsätzlich würde ich das auch kritisch sehen, wenn Kinder ein Jahr lang auf Umarmungen, Spielen, sich bewegen, spielerisches Lernen und die "eigene Lebendigkeit" verzichten müssten. Zum Glück findet all dies ja aber weiterhin statt - vor allem in den Familien, aber z.T. auch außerhalb (die Schulen und Kindergärten waren ja nicht ein Jahr lang geschlossen, und auch außerhalb gab es im Laufe des letzten Jahres Kontakte). Vielleicht mit weniger unterschiedlichen Menschen, und vielleicht im geringeren Maße - aber es ist ja nicht komplett weggefallen. Ja, ich habe Sorge um Kinder aus Familien, in denen sie all das nicht bekommen. Ich hoffe, die können, wie es gedacht war, die Notbetreuung nutzen. LG sun
Es geht ja nicht nur um Umarmungen oder darum mit anderen Kindern zu spielen.
Es geht auch um unbeschwerte Freiheit, Grenzen auszutesten, sich in sozialen Gruppen zu behaupten, Meinungen und Erfahrungen direkt in der Alterskohorte zu teilen, autonom zu werden, zu rebellieren........
In der Pubertät sticht die emotionale Entwicklung hervor, nie wieder empfinden wir so tief ( und theatralisch
) wie zu dieser Zeit. Entwicklungsfenster schließen sich.
Die Jugendlichen entwickeln politische Grundhaltungen, werden ( meist nachhaltig) politisiert.
Wie soll das ungestört gelingen, wenn man über die aus den Maßnahmen resultierenden Probleme nicht offen sprechen darf?
Sie oft noch nicht mal als solche registriert werden, nach dem Motto:
„ mein Gott, ein Jahr ohne Party bringt keinen Jugendlichen um, meine Oma wurde im Krieg aus ihrer Heimat vertrieben“
Es bringt ihn vermutlich nicht um aber es könnte seine Entwicklung durchaus beeinflussen und darüber muss gesprochen werden.
Das richtet sich jetzt nicht explizit an dich, hab nur die ganz subjektive Wahrnehmung, dass die Empathie gegenüber der Jugend aktuell etwas ausbaufähig ist.
Ich verstehe nicht ganz, warum die Jugendlichen nicht offen über ihre Probleme sprechen dürfen?
Wo denn?
In den Familien, in den Schulen, mit Freunden ... oder nicht?
Nee, wir haben Corona. Schulen sind aktuell überwiegend zu und FreundE treffen, geht schonmal gar nicht.
Jammern geht auch übers Telefon. Oder Zoom. Oder Whatsapp. Oder beim Abendessen.
Meine Kinder kommunizieren mit ihren Freunden, obwohl die Schulen geschlossen sind. Da gibt es ja verschiedene Möglichkeiten in der heutigen Zeit. Und selbst einen Freund zu treffen ist ja nicht verboten, möglichst draußen und mit etwas Abstand. Und unsere Schule hat eine Telefonnummer für Schüler mit Problemen eingerichtet, unter der jederzeit Vertrauenslehrer zu erreichen sind. Aber auch die meisten anderen Lehrer hätten sicherlich jederzeit ein offenes Ohr.
Wenn man auf Menschen generell nicht so steht und deren direkte Anwesenheit nur in ausgewählter und sehr eingeschränkter Anzahl braucht, dann schon.
Nö, das klappt auch bei meinem extrovertierten, die Bühne liebenden Kind. ![]()
Ja, weil DU ihm zuhörst und Raum gibst, nehme ich an. Und was ist mit den Kindern, die dieses Glück nicht haben?
Meine Freundin war so ein Kind, ganz schlimm. Unabhängig von Corona. Die Schule hat da aber auch nicht geholfen.
Meine Empathie gegenüber der Jugend ist wirklich hoch. Immer wieder versuch ich mit meinen Kids darüber ins Gespräch zu kommen, auch was alles nicht so geht momentan... (allerdings sehen sie das schon recht locker, vor allem die Großen aber auch die Kleine ist ganz froh, nicht den ganzen Vormittag mit den wirklich wilden Jungs - Danke an die Inklusion an dieser Stelle- im Klassenzimmer sitzen zu müssen. Herdentiere sind sie nicht, Treffen mit Freunden klappt) Aber was bringt es, hier im Forum mit ins Jammer-Horn zu blasen? Geheult wird genug. Dann versuche ich lieber auch positive Ansätze reinzubringen. Auch wenn das dann missverstanden bzw überinterpretiert wird . Meine Kinder machen sehr spezielle Sportarten, die im Zimmer nicht gehen. Blöd. Natürlich saublöd. Dafür machen sie Workouts tlw. mit dem Verein organisiert. Es sollte auch noch Theorie-Einheiten kommen, auf die wir bisher aber noch warten. Die Kleine hat sich jetzt auch Hockern und Decken einen Pferderücken gebastelt für Voltigierübungen. Natürlich ersetzt es den Sport nicht ... aber sie hat Spass dran und DAS ist mir jetzt in der Pandemie das wichtigste.
Das meine ich wenn Eltern Chancen bieten. Nicht nur Technik sondern auch Alternativen anbieten.
Laut Hüther. Diese produzieren lustlose Pflichterfüller. https://youtu.be/rePVPlirR2o
Ja, Hüther ist allgemein als Schulkritiker bekannt: https://www.focus.de/familie/eltern/familie-heute/hirnforscher-warnt-wir-ueberschaetzen-die-schule-masslos-mit-fatalen-folgen_id_11682828.html
Ausser in der GS Zeit, fühlten sich meine Kinder immer sehr wohl in der Schule. LG
Meine auch - GS und weiterführende Schule. Das ändert aber nichts an der Grundproblematik.
Ist denn die schulische Bildungspflicht durch vorgegebenen, standardisierten Lehrplan aktuell ausgesetzt?
Hüther kritisiert unsere Bildungsideale an sich, die werden durch den Wegfall von Präsenzunterricht nicht aufgehoben.
Ich habe den Bericht gestern auch gehört. Ich würde mir wünschen, dass er in den Ohren und Gehirnen der Verantwortlichen landet. Meine Älteste hat 30 Min pro Woche Jitsi-Konferenz mit ihren Klassenkameraden. Glücklicherweise noch 3 Geschwister. Aber der Bewegungsmangel und dessen Folgen für die gesamte Bevölkerung macht mir echt Sorgen...
Warm darf man sich nicht bewegen?
Weil Sportvereine zu sind und Spielplätze ab einem gewissen Alter eher unpassend?
Zuhause, Wälder, Parks ...?
..... mein Großteen war im Fitnessstudio. Das kann man nicht mit „Wald“ ersetzen.
Vom Schwimmbad fürs Abi will ich da noch gar nicht sprechen.
meine Lütte kann ja ihre Hürden im Park aufbauen. Nur muss sie wohl aufpassen, dass die ganzen Hunde nicht mitmachen. LG
Ähm, wie ersetzt du denn zu Hause das Kampfsporttraining? Fitnessstudio? Schwimmbad? Hat halt auch nicht jeder Platz, sich einen Sportraum einzurichten. Mal abgesehen davon, das man mache Sportarten nicht alleine trainieren/ausüben kann.
nicht Hürden, sondern Latte für den Hochsprung. Jetzt war ich etwas durcheinander. LG
Hockey in der Wohnung...klappt super. LG
Kettlebell. Schwimmtraining fürs Abi ist natürlich nicht drin, das ist doof. Überhaupt Sportabi - schwierig.
Die Würde unser Hund freudig als "Stöckchen" schnappen - dann kann sie ja hinterher sprinten ;-) Ich hab schon immer Angst, dass er einem der mannigfaltigen NordicWalker (oder was sie dafür halten) die Stöcke abnimmt :-)
Ich warte auf "naja, Augen auf bei Auswahl des Sportes" oder "dann musst du halt mal flexibel sein und auf etwas anderes umsatteln".
Es ging ja erstmal um die Bewegung an sich und nicht um eine bestimmte Sportart.
Klar darfst du dich bewegen. Aber Homeschooling und elterliches Parallel-Homeoffice sorgt bei vielen Kindern für Bewegungsmangel. Man soll die Wohnung nicht verlassen. Man soll ruhig sein, Aufgaben machen...
Richtig. Meine Kids machen normalerweise 3 x pro Woche Sport im Verein in der Gruppe. Alleine durch den Wald zu joggen ist da kein echter Ersatz und da fehlt inzwischen oft die Motivation. Und für Paartanz und Schwimmverein gibt es aktuell keinen Ersatz...
Tennis auch... ;).
Genau darum ging es. Dass man in dieser Ausnahmesituation nicht alles genau wie vorher machen kann ist klar. Meine Kinder natürlich auch nicht. Aber Bewegung ist möglich und das war ja die Frage.
ich hab ja auch viel geschimpft im ersten Lockdown, aber inzwischen hat die Schule sich tatsächlich aufgerappelt und es finden jeden tag alle Fächer in Konferenzen statt, manche nur kurz und dann Aufgaben zum alleine lösen, manche (v.a. die haupt - und Klassenlehrerfächer) als richtig vernünftiger Unterricht. Und was die Bewegung angeht, hat unser Sohn jetzt definitiv mehr als 3 h Schulsport und 1 h Wingtsun, er geht täglich weit spazieren und macht teils unsere Sportkurse Mmit (Yoga und HIIT)
ich meine dass es bei den Bedürfnissen der kids nicht nur um Präsenzunterricht geht , der allen Eltern gefällt, sondern auch um das Zusammentreffen mit gelichaltrigen , ums Toben in den Pausen , um raus zu sein von zu Hause ,um dann wieder gern heimzukommen . um Sozialkontakte zu knüpfen, sich zu streiten , sich zu verlieben ,sich auszutauschen und genau das gehört auch zu einer gesunden Entwicklung des Geistes. welche Sozialkompetenzen lernt ein Kind ,dass nur daheim ist und die mutti kennt?
Genau das ist das größte Problem... Mein Großer hatte letztens Geburtstag und er hat eine Videokonferenz-Party mit all seinen Freunden gemacht. Das hat allen so gut getan. Die hatten schonmal einzeln Kontakt aber nicht alle gleichzeitig. Jetzt wollen sie das häufiger machen, so einen Gruppen-Chat... Ich denke, das ist sooo wichtig für die Teenies... Die brauchen nicht die Eltern, die brauchen vor allem ihre Peer-group.
Dein Großer (Q1 oder?) hatte vorher noch nie einen Gruppenchat?
selbst wenn , es ersetzt nicht dass ,was ein mensch braucht
Also meinem fehlen die Kumpels - eindeutig. Gerade in der Pubertät grenzt man sich doch ab. Schulisch hat er das beste Zeugnis seit der 7. Klasse allerdings hat er überhaupt keine Lust auf Schule wie sie gerade abläuft. Er macht es, weil er muss aber nicht , weil es jetzt besser ist. Was sich verändert hat, sein Essverhalten - gesünder als im Frühjahr.
Ich finde schon, dass die Kinder und Jugendlichen stark betroffen sind und ich kann mir schon vorstellen, dass das Nachwirkungen haben kann. Und ja, ich finde auch, dass man es sich mit den Schul- und Kitaschließungen einfach macht. Da hätte man vielleicht oder womöglich sogar bestimmt - auch andere Wege finden können durch gute Konzepte (in dem Punkt gebe ich cube et al. durchaus Recht. Nur - auch hier - was hilft es jetzt, ewig zu hadern!? Wir müssen jetzt halt damit gehen... Und ich finde, dass man es den Kindern nicht leichter macht, wenn man selbst nur am Meckern, Jammern, Hadern ist, wie Kacke alles ist. Das heißt ja nicht, dass man seinen Kindern nicht zuhört und sie nicht ernst nimmt, wenn sie Gesprächsbedarf haben. Es ist ja auch nicht so, dass gar nichts getan wird... Vor kurzem kam im TV ein Bericht über eine Stadt, die Lernräume (mit Hygienekonzept) eingerichtet hat mit Rechnern, die insbesondere solchen Schülern offen stehen, die zuhause Unruhe haben durch beengten Wohnraum und/oder kleine Geschwister, aber auch für die, die einfach mal Leute sehen wollen.
ihre Räume zum durchführen von Unterricht angeboten. Viele Eltern waren bereit beim hinbringen usw.mitzuhelfen. Wurde alles abgewimmelt.
Ja, so etwas ist schade und das verstehe ich auch nicht! Dann hätte man die Klassen aufteilen können auf zwei Räume, hätte Abstand gehabt etc. Dann hätte man "nur" noch in den anderen Raum übertragen müssen.
Von solchen Dingen gibt es viele Beispiele - und das ist eben etwas, was ich der Politik ankreide. Es gibt Möglichkeiten, es auch im kleinen vielleicht etwas Besser zu machen - wird aber abgeblockt. Und zwar ohne selbst einen besseren Plan zu haben. Aber ich soll mich freuen, dass Kind 2 x wöchentlich 30 min Zoom-Konferenz hat damit es mal die anderen Kinder wieder sieht. Wir haben zB angeboten, Familien mit zu wenig Endgeräten welche zu leihen - nein, das geht nicht wegen ... keine Ahnung, aber so einfach ginge das nicht. Hätten wir gewusst, welche Familien es sind und wir hätten das privat geregelt, wäre es ja egal gewesen - hätte ja keiner gewusst, woher die Geräte kommen.
Einerseits verstehe ich Dich durchaus, andererseits finde ich halt, dass man aus dem Gegebenen das Beste machen muss und nicht alles so negativ sehen sollte, was wiederum ja nicht heißt, dass man nicht an weiteren Verbesserungen arbeiten kann. Ich bin nicht 100% begeistert, wie bei uns der Fernunterricht läuft, freue mich aber in der Tat, dass jetzt wenigstens die Große 2x 30 Minuten Zoom-Konferenz hat und sie da tatsächlich etwas lernt. Klar ist das nicht super, aber doch immerhin eine Bewegung... Jetzt bleibe ich halt hartnäckig, dass das möglichst ausgebaut wird und dass es mit dem Kleinen auch versucht wird...
Es geht nicht um "negativ sehen" - es geht darum (mir zumindest), dass scheinbar nur 1 Meinung die richtige sein kann bzw. nur 2-4 ausgewählte Experten befragt werden und alle anderen Vorschläge, kontroverse Ansichten von ebenfalls Experten auf dem Gebiet einfach ausgeblendet werden. Und sich das derart in der Bevölkerung wieder spiegelt, dass man entweder dafür oder dagegen ist.
Aber was sind denn nun die bahnbrechenden Alternativen, völlig anderen Ansätze? Die wurden hier anscheinend bereits diskutiert. Ich verfolge hier zwar viel, aber doch nicht alles ... Jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, etwas gelesen zu haben, was a) wirklich grundsätzlich anders ist als das praktizierte, und/oder b) konkrete Vorschläge enthält? Ich kann mich an eine Diskussion erinnern, in der es um ein Interview mit einem Experten ging, der "besseren Schutz für die Risikogruppen" forderte bzw. für das Wichtigste hielt. Aber wie dieser "bessere Schutz" denn aussehen soll, wurde, soweit ich mich erinnern kann, nicht von ihm ausgeführt. Dazu konnte ich auch in dem US-Paper, das es dazu gibt, nichts lesen ... ich glaube, es hieß dann noch: mehr Schnelltests in Heimen. Aber der größte Teil der Risikogruppe lebt ja gar nicht in Heimen ... Und dann kam immer mal wieder das "Tübinger Modell" auf. Aber das macht ja nichts anders, sondern bietet ZUSÄTZLICHES an, was super ist, keine Frage. Aber ALLEIN das Zusätzliche für die Risikogruppen würde ja vermutlich auch nicht ausreichen, um Corona in Schach zu halten. Man darf ja die Tatsache nicht vergessen, dass Corona auch bei jüngeren Menschen und Nicht-Risikogruppen einen gewissen (und höheren als bei der Grippe!) Prozentsatz mit schweren Verläufen hat. Und wenn es viele Menschen erwischt, füllen sich die Intensivstationen auch recht zügig mit jungen Menschen, die auch eine recht lange Liegedauer haben.
Ich bin allerdings im übrigen auch der Meinung, dass Schulschließungen halt der einfachste Weg und im Endeffekt der des geringsten Widerstand sind (s.o. Spiegel-Artikel). Da hätte man durchaus auch erst mal an anderer Stelle ansetzen können, um Mobilität und Kontakte zu reduzieren ... Ich finde aber, Du vermengst da so (zu) viel: große Politik/Grundsätzliches und die Gegebenheiten im Kleinen. Klar kann man sich ärgern, dass im Großen keine Konzepte erstellt wurden und sich ggf. dafür engagieren, dass es vielleicht doch noch geschieht. Aber das hilft ja im Jetzt nicht weiter (leider, aber ist nunmal so). Jetzt muss man schauen, dass es unter den gegebenen Voraussetzungen wenigstens bestmöglich läuft. Und wenn man der Meinung ist, zum "Gut laufen" gehört Online-Unterricht bzw. Unterricht per Video-Konferenz und das wird nicht geboten, dann ist das schxxx. wenn man es aber schafft, dass wenigstens 2x 30 Minuten Zoom angeboten werden, ist das zwar immer noch nicht toll, aber eben eine Bewegung in die richtige Richtung. Verstehst Du, was ich meine?
Eben wolltest du noch Videokonferenz, jetzt empörst du dich, dass du dich drüber freuen sollst, wenn sie stattfindet. Merkste was? Für dich wird es nicht mehr besser. Vergiss es.
Hallo! Jeder, der keine Tomaten auf den Augen hat, muss erkennen, dass es für Kinder und Teenies furchtbar sein muss, monatelang nicht mehr aus dem Dunstkreis der Eltern entfliehen zu dürfen. Kinder brauchen für die psychische Entwicklung ihresgleichen. Zur Entwicklung der Sozialkompetenz den Kindergarten. Sie brauchen ihre Freunde, zum Toben, Streiten, Spielen, Knuddeln, Raufen, usw. Auf dem Pausenhof, und in der Freizeit. Sie brauchen den Unterricht um zu lernen, wie man in Gruppen arbeitet, wie man sich Wissen aneignet. Heranwachsende und Teenies brauchen ihre Peer-Group, zum Reden, Diskutieren, Streiten - Freundschaften eben! Und zwar nicht über den Bildschirm. Elten, die vor einiger Zeit gejammert haben, dass das Kind nur an Whatsapp hängt, sind jetzt ernsthaft froh darüber? Mir bricht echt das Herz, wenn ich sehe, dass wirklich ALLES, was für Kinder und Jugendliche angeblich so wertvoll und wichtig für die psychische Entwicklung ist, so mirnixdirnix über Bord geworfen wird. Kein Kontakt zu niemanden, mehr oder weniger, ist doch für Erwachsene schon schwierig zu ertragen. Für Kinder und Teenies umso mehr. Vor einigen Monaten habe ich noch anders argumentiert (Kinder und Heranwachsende schützen, unbedingt, kein Kontakt), aber ich habe meine Meinung geändert. Aber DAS kann für die psychische Entwicklung nicht gut sein. Da können die Eltern selber noch so stabil sein und dem Kind vorleben, wie es im Moment eben sein muss.
Du hast natürlich recht, dass die Lage für Kinder und Jugendliche alles andere als ideal ist. Aber dein Text ist mir zu extrem. Ich würde ich einige Wörter abmildern. Die aktuelle Situation ist für viele Kinder nicht "furchtbar", sondern suboptimal bis unangenehm, v.a. weil die Situation ohne Präsenzunterricht nicht seit Monaten andauert, sondern erst seit 6 Wochen. Das ist gerade mal die Länge der großen Ferien. Zudem: Wenn die Eltern persönlich nicht restriktiver sind als die Regularien vorgeben, können ja auch Kinder im Moment jemand treffen. Insofern ist ja auch der direkte Austausch mit der Peer-Group möglich, nur dass das nicht in der Großgruppe passieren kann. Ich glaube nicht, dass für viele Kinder ein irreparabler Schaden entsteht, wenn sie mal einmal ein Vierteljahr keine Gruppenarbeit in der Schule erleben und nicht in der Großgruppe abhängen oder über den Pausenhof toben können, dafür aber mal eine andere Form von Unterricht kennenlernen, solange es ausgedünnte persönliche Kontakte außerhalb der Familie und irgendeine halbwegs ambitionierte Form des Unterrichts gibt.
ich bin da ganz bei dir
Für Kinder ist es essentiell, sich in der Gruppe aufzuhalten und nicht nur mit einem anderen Kind "abzuhängen". Durch die "Gruppe" werden Entwicklungsschritte gemeistert und Möglichkeiten zur psychischen Weiterentwicklung geschaffen, die Eltern nicht leisten können. Der Schaden ist nicht irreparabel (habe ich auch nicht behauptet), aber Kinder werden durch die Situation natürlich geprägt. Vor allem die Unsicherheit, wann sie wieder in die Schule dürfen, wann sie wieder mit ihren Freunden spielen können. Wann sie wieder ohne Restriktionen einfach "sein" können. Es ist realitätsfremd, zu denken, dass Kinder das nicht belastet.
Dem würde ich widersprechen. Sicher ist es notwendig, dass sich Kinder in ihrer Kindheit und Jugendliche in ihrer Jugend immer wieder mal in Gruppensituationen befinden und lernen, in diesen zu bestehen. Das wäre ja aber selbst dann gewährleistet, wenn jetzt noch bis Ostern die Schulen zu sind und solange keine Gruppensituationen möglich sind, weil die Kinder vorher und nachher Gruppen kennengelernt haben. Und die allermeisten Entwicklungsschritte meistern Kinder und Jugendliche doch entweder ganz alleine für sich oder ganz allgemein im sozialen Austausch, ohne dafür eine ganze Gruppe zu benötigen. Wahrscheinlich ist jeder Mensch und jedes Kind ein bisschen anders in Hinblick darauf, ob bestimmte Dinge in der Gruppe oder allein oder in der Zweiersituation besser gelernt werden.. Es gibt aber auch durchaus Kinder, die von den andauernden mehr oder weniger ungeleiteten Kindergruppen (wie z.B. auf Spielplätzen und auch in wenig reglementierten Kindergartengruppen oder auf überfüllten Schulhöfen) so überfordert sind, dass sie sich da zurückziehen und eben garantiert nichts "lernen". Und ohne Restriktionen "einfach sein" konnten Kinder gerade in der Gruppe noch nie: Meine Tochter litt z.B. unter der Restriktion, bis spätestens um 8 Uhr im Kindergarten sein zu müssen, jedes Essen dort probieren zu müssen, dass immer nur zwei Kinder in die Malecke sein durften, dass man vormittags keine Brettspiele machen durfte .... In der Schule geht es ebenfalls mit Regeln weiter, an die sich alle Kinder halten sollen und die auch verhindern, dass die Kinder einfach so ausgelassen sind, wie sie das vielleicht von sich aus wären.
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