SybilleN
https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/bund-laender-beschluss-1811812 "Bund und Länder appellieren deshalb im neuen Beschluss an die Bürgerinnen und Bürger, sich bei Atemwegserkrankungen telefonisch bei ihrer Ärztin bzw. ihrem Arzt krankschreiben zu lassen und zu Hause zu bleiben, bis die akuten Symptome abklingen. Die Mediziner besprechen mit den Betroffenen, ob die Krankheitszeichen so relevant sind, dass eine Testung, Untersuchung oder eine weitergehende Behandlung erforderlich sind. auf private Feiern gänzlich zu verzichten private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten auf einen festen weiteren Hausstand zu beschränken. Das schließt auch Kinder und Jugendliche in den Familien mit ein. auf freizeitbezogene Aktivitäten und Besuche in Bereichen mit Publikumsverkehr sowie nicht notwendige private Reisen und touristische Tagestouren zu verzichten auf nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr oder nicht notwendige Fahrten mit öffentlichen Beförderungsmitteln zu verzichten Besuche insbesondere bei älteren und besonders gefährdeten Personen nur dann zu unternehmen, wenn alle Familienmitglieder frei von jeglichen Krankheitssymptomen sind und sich in den Tagen davor keinem besonderen Risiko ausgesetzt haben"
“private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten auf einen festen weiteren Hausstand zu beschränken. Das schließt auch Kinder und Jugendliche in den Familien mit ein.“ Das bedeutet dann aber konkret, dass Kinder sich eigenständig gar nicht mehr treffen dürfen, wenn die Eltern sich schon mit einem anderen Hausstand treffen. Ein fester Haushalt pro Wohngemeinschaft. Mein Mann und ich müssten dann entscheiden, um welche unserer alten und extrem zuwendungsbedürftigen Mütter wir uns weiterhin kümmern dürfen. Grausam!
Ist das zwangsläufig so zu verstehen? Da ja bei Zusammentreffen zweier Hausstände sowieso nur zwei Personen pro Hausstand erlaubt sind, könnte man ja auch annehmen, dass jede Person des Haushalts sich nur mit Angehörigen eines anderen Haushalt treffen soll.
"Das bedeutet dann aber konkret, dass Kinder sich eigenständig gar nicht mehr treffen dürfen, wenn die Eltern sich schon mit einem anderen Hausstand treffen. Ein fester Haushalt pro Wohngemeinschaft." Ich hätte das jetzt auch so verstanden. Vermutlich ist die Unklarheit aber so beabsichtigt.
Ja, das ist total gut durchdacht. Und deswegen wird das wohl auch kein Beschluss werden (hoffe ich zumindest).
Denn wenn entweder Papa sich um seine Mutter oder Mama um ihre Mutter kümmern darf, dann muss bei pflegebedürftigen Omas halt eine ins Heim. Und *dort* ist es ja total sicher für diese Risikogruppe.
Natürlich können auch beide Omas zusammen ziehen. Oder Papa zieht zu seiner Mutter und Mama ist dann halt temporär alleinerziehend für ein paar Monate. Alles daraus folgende murksige Lösungen.
Und gemeint waren vielleicht doch eher meine Nachbarn, die sich halt wirklich maximal mit 2 Haushalten und 10 Personen daheim treffen, aber bei denen dann halt 3x/Tag Besuch ist ..... ![]()
Das da: "Und gemeint waren vielleicht doch eher meine Nachbarn, die sich halt wirklich maximal mit 2 Haushalten und 10 Personen daheim treffen, aber bei denen dann halt 3x/Tag Besuch ist ..... " haben wir auch und ja, vermutlich sind die gemeint. Die wird das aber nicht interessieren...
Natürlich ist das so nicht in allen Fällen umsetzbar. Aber kann man es nicht einfach so nehmen, wie es gemeint ist? Man soll sich einfach 3x überlegen, ob es notwendig ist, dass die Patentante einfach mal so zum Kaffee vorbeikommt oder ob es nicht mal ein paar Wochen ohne Patentante geht (ich nehme dieses Beispiel, weil das gestern konkret im RuB erwähnt wurde). Man soll einfach alle NICHT NOTWENDINGEN Kontakte beschränken. So schwer ist das doch nicht zu verstehen, daraus muss man doch keine Wissenschaft machen. Silvia
Klar muss man nicht immef alles auf die Goldwaage legen, auch icht bei staatlichen "Appellen". Aber ich finde schon, dass staatlicherseits scnon auch die Wirkung von formulierungen bedacht werden sollte.
Danke, Silvia, genauso. Ich frage mich hier bei einigen Beiträgen mit Entsetzen, ob wirklich erwartet wird, dass die Bundesregierung ein Gesetz erlässt, das punktgenau auf die geplante Konstellation meines Kaffeekränzchens heute nachmittag passt, und gleichzeitig das Fußballtraining von Junior mit abdeckt? Unverschämt, dass die da oben nicht mal das hin bekommen? Wie soll man sich denn nur orientieren, wenn nicht jede denkbare Begegnung ausformuliert ist? Denken die etwa, sie haben es mit mündigen Bürgern zu tun??
Ich stimme dir zu. Mir ist es aber auch egal, wie es gemeint ist. Wir treffen so gut wie niemanden in nächster Zeit. Ich will nämlich gesund bleiben und vor allem auch, dass mein Mann es nicht bekommt. Leider, leider führen unklare Appelle zu mehr Diskussionen und Unzufriedenheit. Die, die sich dran halten wollen, werden das tun. Die, denen ihr Spaß / ihre Kaffeekränzchen oder das Erbe der Patentante wichtiger ist als deren Gesundheit, werden sich nicht dran halten. Dann machen wir's halt wie Österreich... Haben nicht im Frühjahr welche den Kurz so bewundert?
Danke, Silvia3. ![]()
Ich finde es eher erschreckend, dass "die da oben" auf Bundesebene wohl wirklich vor hatten, die Kontaktbeschränkungen derartig detailliert einzuführen und dies jetzt nur an den Ministerpräsidenten gescheitert ist, weil die sich nicht überfahren lassen wollten. *Ich* habe kein Problem mit dem Appell, verhalte mich eh schon so. Aber die Menschlichkeit einer Gesellschaft bemisst sich m.E. auch daran, wie sie mit den nicht-Standardsituationen, Minderheiten und Hilfebedürftigen umgeht. Und diese Beschränkungen würden bei Pflicht schon zu einigen unmenschlichen Situationen führen - und das ist dann nicht mehr angemessen. Wenn man gleichzeitig die nahezu völlige Konzeptlosigkeit im Schul- (und auch KiTa)Bereich sieht, trägt das Geamtbild zunehmend absurde Züge. Ich war im Frühjahr sehr froh, dass wir keine französischen, spanischen oder italienischen Verhältnisse mit Einsperren in den Wohnungen hatten und dies auch nicht brauchten. Aber langsam scheint sich da die Marschrichtung zu ändern, weil sich unsere Politiker gezwungen sehen, etwas zu verordnen, um nicht der Tatenlosigkeit angeklagt zu werden, auch wenn es schwerwiegende Maßnahmen ohne großen Beitrag sein sollten.
Mündige Bürger? Also auch noch selber denken? Das geht nun wirklich nicht. Was an der Formulierung unklar ist, keine Ahnung. Recht klar formuliert. Da gibt es nicht zu missverstehen, wenn man es wirklich will. Sonst stellt man sich halt dumm.
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