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Corona: Weiteres Gesetz geplant

Corona: Weiteres Gesetz geplant

mirage

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Mit einem „Dritten Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ will die Koalition die Dunkelziffer bei Impfkomplikationen verringern. Zur Überwachung der Impfgeschehen erhält das Robert Koch-Institut (RKI) Patientendaten zu Häufigkeit, Schwere und Langzeitverlauf von Impfkomplikationen von den KVen. Diese lassen Rückschlüsse darauf zu, ob gesundheitliche Schädigungen beziehungsweise Erkrankungen geimpfter Personen im zeitlichen Zusammenhang mit Impfungen häufiger vorkommen als bei Ungeimpften. Wegen der erwarteten Zulassung mehrerer Impfstoffe gegen das Coronavirus im nächsten Jahr sieht die Koalition aktuellen Regelungsbedarf. Daher sollen die KVen ihre Daten künftig zusätzlich an das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) übermitteln. Das Institut ist zuständig für die Überwachung der Arzneimittelsicherheit (Pharmakovigilanz). Die vom PEI bisher erhobenen Daten zeigten, dass Lücken beim Erkennen von Impfkomplikationen aufgetreten seien und von einer „erheblichen Dunkelzifferrate“ auszugehen sei, weil nicht alle Impfkomplikationen gemeldet würden, heißt es zur Begründung. Außerdem sollen SARS-CoV-2-Meldungen künftig über das elektronische Melde- und Informationssystem (DEMIS) abgesetzt werden, das derzeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst installiert wird. Im Krisenfall sollen künftig auch veterinärmedizinische und zahnärztliche Laborkapazitäten für „patientennahe Schnelltests“ auf das Coronavirus genutzt werden können. Dazu soll der Arztvorbehalt entsprechend angepasst werden.


sun1024

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Antwort auf Beitrag von mirage

Das ist doch gut, dass man sich um Impfkomplikationen kümmern will, ganz unabhängig von Corona. Das hilft doch auch beim aufgeklärten Abwägen, welche Impfungen man durchführen lässt. LG sun


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von mirage

Bin da geteilter Meinung. Einerseits gut, um auch Langzeitfolgen von Impfungen zu erkennen und auch dem entgegenwirken zu können. Andererseits nicht gut, denn es gibt den Datenschutz, Schweigepflicht, etc. Alles gesetzl. geregelt, aber dann gibts eben ein neues Gesetz, damit das alte außer Kraft gesetzt werden kann.


zweizwerge

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Ich finde nicht, dass es hier ein Problem mit Datenschutz oder Schweigepflicht geben muss. Die Daten können ja anonymisiert übermittelt werden, es geht ja nur um den (möglichen) Zusammenhang zwischen Impfung und Nebenwirkung. Grade im Zusammenhang mit evtl. in naher Zukunft eingeführten neuen Impfungen finde ich es sehr gut, da evtl. Probleme aufzudecken. Meiner Meinung nach eine wissenschaftlich sinnvolle und außderdem vertrauensbildende Maßnahme.


IngeA

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Antwort auf Beitrag von zweizwerge

Ich habe da auch keine Bedenken. Bei Krebserkrankungen werden die Daten doch auch anonymisiert weitergegeben, Patienteneinverständnis vorausgesetzt. Warum sollte das bei Impfungen nicht gehen? LG Inge