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Corona-Steuerfrage

Thema: Corona-Steuerfrage

Der Betreff ist blöd, aber egal! Mich beschäftigt es trotzdem. Also, das bay.medizinische Personal bekommt ja bis Ende Mai Verpflegung von der Regierung für lau. In Zahlen sollen es 6,50 pro Arbeitstag sein. Nachdem es mehrfach hieß, dass ich das bei uns nicht organsisieren lässt, hat sich eine Kollegin trotzdem um die Organisation gekümmert. Wir wären von einem Cateringservice beliefert worden, für jede Schicht je ein Essen und jeweils vegetarisch oder mit Fleisch zu Auswahl, von einem regionalem Lokal, dass halt auch um seine Existenz fürchtet. Das wurde jedoch abgelehnt. Jetzt bekamen wir eine email, dass das Geld für die Verpflegung ausbezahlt wird, allerdings maximal 5€ pro Arbeitstag und zwar BruttoM also minus Steuern und Sozialversicherungen. Eigentlich würde ich jetzt gerne komplett verzichten. Bevor jetzt wieder gemeckert wird, ich kann mir meine Brotzeit auch weiterhin selbst finanzieren, ich hätte mich nur über die nette Geste gefreut. So bin ich aber mehr als verärgert und frage mich, ob das so überhaupt rechtens ist!?

von Einstein2.0 am 15.04.2020, 08:21



Antwort auf Beitrag von Einstein2.0

Warum wurde das mit dem Lokal denn abgelehnt, zu teuer ? Ich hätte dies gut gefunden,auch im Hinblick auf die Probleme in der Gastronomie Wegen der Steuer würde ich mal beim Finanzamt anfragen dagmar

von Ellert am 15.04.2020, 08:31



Antwort auf Beitrag von Ellert

Angeblich weil nicht alle Kostwünsche befriedigt werden können und weil man möchte, dass alle Kliniken einheitlich profitieren ( es sind mehrere Häuser in Oberfranken verteilt). Beide Argumente sind hirnrissig!

von Einstein2.0 am 15.04.2020, 08:35



Antwort auf Beitrag von Einstein2.0

So ein Schwachsinn. Bei uns hat ein Lokal Rabatte angeboten für alle Leute im Pflegebereich, Feuerwehr, Polizei usw. Die Gewerkschaft hat das Angebot über den offiziellen Weg verteilt. Mein Chef hat uns nochmal explizit verboten, irgendwelche Vergünstigungen anzunehmen. Corona ist kein Grund für eine Ausnahme... Wir dürfen nicht mal einen selbstgebackenen Kuchen annehmen, obwohl andere Dienststellen mit sowas sogar in die Medien gehen. Da langt man sich doch an den Kopf. Sehr motivierend, so ein Verhalten.

von Häsle am 15.04.2020, 08:54



Antwort auf Beitrag von Einstein2.0

Wir bekommen auch kostenlose Lunchpakete :-) Was genau ist deine Sorge bzgl der Steuer? Dass du dadurch in die nächste Gruppe rutschst und im Endeffekt draufzahlst? Ist aber doch eher unwahrscheinlich.

von Tini_79 am 15.04.2020, 09:21



Antwort auf Beitrag von Tini_79

Das Problem ist, dass der Verein sich davon 1,50 untern Nagel reißt und das nicht Sinn der Sache war und es eben einfache Lösungen gegeben hätte. Zudem ist der Betrag für Verpflegung wirklich großzügig, wenn er umgesetzt worden wäre.

von Einstein2.0 am 15.04.2020, 09:35



Antwort auf Beitrag von Einstein2.0

Um mal die eigentliche Frage zu beantworten: Wenn Dein Arbeitgeber Dir so etwas wie Essensgeld bezahlt, ist das ein Sachbezug. Sachbezug ist alles, was Du aus einem Arbeitsverhältnis bekommst, was aber kein Geld ist. Klingt jetzt widersprüchlich, ich weiß. Aber auch Essensgeld kann ein Sachbezug sein. Der Sachbezug ist als geldwerter Vorteil Steuer- und sozialversicherungspflichtig. Der Sachbezugswert ergibt sich aus der Soiaversicherungsentgeltverordnung. Es kommt dann noch darauf an, wer wie viel zahlt. Also welchen Anteil am Essen der Arbeitgeber bezahlt, welchen Du (grob gesagt). Das sind die Werte für 2020: Frühstück – 54 Euro monatlich bzw. 1,80 Euro kalendertäglich Mittagessen – 102 Euro monatlich bzw. 3,40 kalendertäglich Abendessen – 102 Euro monatlich bzw. 3,40 kalendertäglich Zusammengefasst: Was Dein Arbeitgeber macht, ists steuerlich wohlkorrekt. Wie das menschlich zu bewerten ist steht auf einem anderen Blatt.

von Berlin! am 15.04.2020, 09:44



Antwort auf Beitrag von Berlin!

Danke! Die Antwort befriedigt mich zwar nicht, aber zumindest weiß ich, dass ein ans Bein pinkeln dann ausfällt. Tja, menschlich offenbaren sich diverse Kliniken gerade zur absoluten Vollkatastrophe. Eigentlich sollten die vorübergehend alle verstaatlicht werden, bis der Spuk vorbei ist. Wobei, eigentlich für immer....

von Einstein2.0 am 15.04.2020, 10:27



Antwort auf Beitrag von Berlin!

wie zB unentgeltliche Unterkünfte als Sachleistung Teile des Trennungsgeldes ( also geflossenes Geld) Was wäre denn gewesen wenn Ihr tatsächlich Essen bekommen hättet müsste ja dann auch irgendwie "versteuert" werden oder ? dagmar

von Ellert am 15.04.2020, 12:01



Antwort auf Beitrag von Einstein2.0

ich weiß nicht, ob und wie schnell das möglich wäre, kann man nicht essensgutscheine organisieren? das kann dann auch bequem nach c bleiben und ich halte das wirklich für einen guten benefit an zusatzleistung. bei mir sind das 6€....

Mitglied inaktiv - 15.04.2020, 10:27



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War im Gespräch, wurde aber abgelehnt. Naja, mir auch langsam wurscht. Wir sollen künftig nur kontrolliert werden, ob wir Desinfektionsmittel oder MNS mitgehen lassen! Also ob wir uns selbst ins Knie schießen würden und dann ohne Material im Job dastehen wollen. Die können mir echt langsam mal den Schuh aufblasen

von Einstein2.0 am 15.04.2020, 10:48



Antwort auf Beitrag von Einstein2.0

Oh man, was für ein Armutszeugnis stellt sich dein Arbeitgeber denn da aus? Muß ja erfrischend sein, wenn die Arbeit so gewertschätzt wird und man so viel Vertrauen bekommt. Nicht.

von Berlin! am 15.04.2020, 10:55



Antwort auf Beitrag von Einstein2.0

Na nicht, dass Du Dir noch heimlich so ein Viruschen einsteckst...

von Möhrchen am 15.04.2020, 10:57



Antwort auf Beitrag von Möhrchen

Darüber bin ich eh sehr verwundert, dass es noch keine Infektionen gab. Aber man testet halt auch nicht bei Fieber. Wir hätten viele Risikopatienten.

von Einstein2.0 am 15.04.2020, 12:23



Antwort auf Beitrag von Einstein2.0

Ich hatte heute das vom UKE gelesen - das ist doch der Supergau! Gerade auf der Onkoligie...

von Möhrchen am 15.04.2020, 14:37