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Bayerns Kultusminister Michael Piazolo

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo

ara-sunshine

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https://www.antenne.de/nachrichten/bayern/exklusives-interview-das-sagt-piazolo-zu-ferienverlaengerung-und-co


lilly1211

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Na was sagt er denn? Das ist doch der Käse von gestern oder? Dass man da auf Sicht fahren muss. Dh. für mich er hält es sich offen und entscheidet nichts.


fritzi3

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Piazolo legt sich - wie eigentlich schon immer - nicht fest.


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von ara-sunshine

Freilich wird es zu Schulschließungen kommen, abhängig davon wie schnell sich die Krankenhäuser und die Intensivstationen füllen. Schon alleine um die Eltern zu Hause zu halten. Was mich an der ganzen Situation wütend macht, ist die Unfähigkeit der EU Grippeimpfstoff nach produzieren zu lassen. Das muss doch möglich sein, oder sehe ich da was falsch?


lilly1211

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Das ist wohl tatsächlich nicht oder nur sehr aufwendig möglich. Ich habe mich dazu belesen, nachdem es eine Debatte bei einem Familientreffen gab, ich war die einzige Deutsche, mir wurde von den Österreichern vorgeworfen wir hätten das Zeug gebunkert und denen nichts gelassen. Es ist so dass mein Hausarzt bereits im April bestellen musste, er hat mehr als das Doppelt bestellt wie letztes Jahr und hat nun mehr als genug. Spahn hat gestern gesagt er habe für Deutschland insgesamt mehr als das Doppelte der üblichen Menge bestellt. Wem jetzt erst auffällt er hat das verpennt (viele Ärzte in Österreich zum Beispiel!), der kann wohl nichts mehr bestellen. Das liegt an der Produktion, die genauen Gründe habe ich vergessen, aber das Zeug ist nicht so einfach jetzt nachzuproduzieren. Schade für die die nichts bekommen, ich wäre sauer auf meinen Arzt. Meiner Meinung nach hätte jeder Mensch mit Verstand das absehen können.


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von lilly1211

Das ist mir schon klar, dass es aufwendig und teuer ist, aber doch nicht unmöglich für einen großen Wirtschaftsraum, oder? Den Kontext zu Deutschland lese ich bei dir das erste Mal, spätestens seit Juli/August ist klar, dass zu wenig produziert wurde.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Ich glaube, ich habe mal gelesen, dass es 6 Monate dauert, den Grippeimpfstoff zu produzieren, weil die ganze Prozedur mit den beimpften eiern so lange dauert. Deshalb käme ein Nachproduzieren jetzt wahrscheinlich zu spät für die Grippewelle.


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Na jetzt vielleicht, von Juli bis Dezember wäre es tadellos gegangen.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Der andere limitierende Faktor für zeitlich geballte Grippeimpfungen dürften die Terminkapazitäten der (Kinder-)Ärzte, v.a. jetzt in der Infektzeit mit den nötigen Gesundschreibungen etc., sein. Die Ärzte hier scheinen mir im Moment ganz extrem im Terminstress zu sein, vielleicht weil so viele ihre Termine aus März-Mai verschoben haben und sie jetzt nachholen? Mein Mann hat wegen einer dringenden Sache in den letzten drei Wochen mehrmals vergeblich versucht, einen Termin am gleichen oder nächsten Tag zu kriegen. Für eine Nachuntersuchung, die jetzt nicht furchtbar eilig ist, aber auch nicht problemlos mehrere Wochen warten kann, war der erste mögliche Termin beim Hausarzt erst in der letzten Novemberwoche zu kriegen. Wenn die Ärzte jetzt noch Hunderte Patienten zusätzlich impfen sollen, sind sie wahrscheinlich nicht begeistert ... Zusätzliche Strukturen aufbauen ist wahrscheinlich auch nicht so schnell möglich. Die Erkenntnis, dass die Grippeimpfung wichtig sein könnte, kam wohl einfach zu spät in der Politik an.


lilly1211

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Also mein Arzt impft 400 Patienten die Woche. Seit 3 Wochen. Er sagt er habe gut geplant und keinerlei Probleme.


lilly1211

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Ja im Juli sicher noch. Frag doch deinen Arzt warum er nix rechtzeitig bestellt hat? An den Politikern wird es nicht liegen wenn manche Ärzte nicht bestellen oder?


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von lilly1211

Ich bin geimpft, so rosig scheint es auch in Deutschland nicht auszusehen und es ging mir um eine Entlasten der Krankenhäuser um Schulschließungen zu vermeinen. Da geht es auch um die Pneumokokken Impfungen, die für Senioren war schon letzte Saison kaum erhältlich. https://www.welt.de/politik/deutschland/plus217884368/Impfungen-gegen-Grippe-Warum-Spahn-ploetzlich-zurueckrudert.html


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von lilly1211

Da ist er wohl europaweit eine einzigartige Ausnahme. https://m.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/pharmazie/grippeimpfstoff-engpass-im-norden-apothekenkammer-warnt/


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

https://www.netdoktor.de/news/impfstoffe-weiterhin-engpaesse-bei-lieferung/


lilly1211

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Keine Ahnung. Also ich habe mich und die Kinder impfen lassen gegen Grippe, völlig problemlos. Ich habe auch extra noch gefragt ob ich jemandem älteren nun die Kapazitäten nehme, Antwort war nein er habe mehr als genug davon.


lilly1211

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

na ein Engpass bei der Lieferung ist doch aber etwas ganz anderes als wenn jemand zu wenig bestellt hat oder?


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von lilly1211

Es geht hier aber nicht um DICH.


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von lilly1211

Der Bedarf wird nicht gedeckt, bei der Pneumokokken schon seit Jahren, darum geht es.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Die Lage ist doch anscheinend so, dass die Hersteller eine bestimmte Menge produzieren, heuer wohl etwas mehr wegen bestimmter Abnahmegarantien. In diesem Jahr gab es eine staatliche Abnahmegarantie für 26 Millionen Impfdosen, oder so .... Die Ärzte bestellen dann im Sommer eine gewisse Menge für ihre Praxis, je nach Menge an Risikopatienten und persönlicher Abschätzung (die aber heuer schwierig war). Wenn sie später mehr brauchen, können sie nachbestellen, aber nur, wenn noch was am Markt ist. Wenn sie weniger brauchen, ist es ihr persönlicher wirtschaftlicher Schaden. Da kann man als Arzt durchaus Glück oder Pech mit der eigenen Planung haben, mache haben sicher auch nicht mitgedacht. Das heißt aber, dass man letztlich bei dem einzelnen Arzt vielleicht keinem Risikopatienten den Impfstoff wegnimmt, aber vielleicht insgesamt schon, wenn jetzt die Leute rumtelefonieren und einen Arzt suchen, der noch was übrig hat, dann aber nicht mehr zum Zuge kommen.


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Ich habe heute ein Interview mit dem Vertreter der deutschen (Kinder?) Ärzte gehört, Thomas Fischbach, wonach die bestellte Menge nicht für alle Risiko Patienten reichen wird. Jetzt werden die sich nicht alle impfen lassen wollen, dafür aber viele andere, spricht es ist zuwenig Impfstoff da. Und das EU weit und vorhersehbar. Wieviel Geld hätte das gekostet EU gefördert mehr zu produzieren und möglicherweise halt auf etwas Serum sitzen zu bleiben? In Relation zu den gesamtwirtschaftlichen Kosten einer Überlastung des Gesundheitssystems. Denn dann kommt jedenfalls ein Lock Down. Diverse Covid Impfstoffe werden auch jetzt schon produziert, obwohl keiner weiß, ob die jemals zugelassen werden. Wieso geht das nicht beim Influenza und Pneumokokken Impfstoff.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Vermutlich hat einfach keiner der Verantwortlichen rechtzeitig daran gedacht, weil im Frühjahr alle andere Sorgen hatten. Da haben sie sich um Beatmungsgeräte, Masken und Herr Aiwanger auch um 90.000 Wischmopps gekümmert. Und als dann die Appelle von verschiedenen Fachleuten wegen der Grippe-Impfung laut wurden, war es zu spät.


IngeA

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Antwort auf Beitrag von lilly1211

Nur bestellen reicht nicht, der muss auch geliefert werden: https://www.sueddeutsche.de/bayern/bayern-grippeimpfstoff-engpass-1.5072490


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von IngeA

Ja eben und keiner weiß wieviel der bestellten Mengen noch geliefert wird. Weil die Nachfrage immens hoch ist. Europaweit, nicht nur in einzelnen Ländern. Es gibt ja auch unterschiedliche Impfstoffe, extra für Kinder&Jugendliche und für Senioren. Nur warum konnte da nicht mehr produziert werden?


IngeA

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Gute Frage. Aber wahrscheinlich haben nicht nur Deutschlands Ärzte/ Apotheken mehr bestellt als letztes Jahr sondern auch viele andere Länder. Kapazitäten lassen sich meist nicht von jetzt auf gleich so steigern. Welches Unternehmen kann es sich denn leisten auf Dauer z. B. auf 60 % der Maximalauslastung zu arbeiten, für den Fall dass da doch mal mehr bestellt wird. LG Inge


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von IngeA

Die EU lässt doch auch jetzt schon den AstraZeneca Covid Impfstoff produzieren. Der ist noch gar nicht zugelassen.


IngeA

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

ich verstehe nicht, was das eine mit dem anderen zu tun hat


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von IngeA

Der eine wird produziert und der andere (der wie bereits geschrieben das Gesundheitssystem entlasten könnte) nicht, obwohl es massiven Bedarf gäbe.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Ich könnte mit vorstellen, dass zwei Unterschiede zu der unterschiedlichen Vorgehensweise geführt haben: 1.) Als man den hohen Bedarf an Grippe-Impfstoff erkannt hat, war es wahrscheinlich zu spät, noch mehr davon so rechtzeitig zu produzieren, dass er noch sinnvoll eingesetzt werden kann. Für die nächste Grippesaison wird ja wahrscheinlich ein anderer Impfstoff produziert. Dagegen ist man sich wohl ziemlich sicher, dass ein Corona-Impfstoff, der eine ausreichende Immunität erzeugt und sicher ist, relativ unabhängig von dem Produktionsdatum noch sinnvoll einsetzbar ist. 2.) Wenn man die gleiche Anzahl Corona-Impfstoff (falls sicher und in ausreichendem Maße Immunität erzeugend) und Grippe-Impfstoff an Risikopersonen verimpft, dürfte die vermiedene Krankheitslast bei ersterem wesentlich höher sein, weil es noch kaum Immunität gibt, weil gerade die Risiko-Personen auf die Grippe-Impfung eher schlecht ansprechen und weil die Grippe-Impfung ja in der Regel nur für einen relativ kurzen Zeitraum der Grippewelle einen wesentlichen Unterschied ausmacht, die Corona-"Gefahr" aber ohne Impfung für einen wesentlich längeren Zeitraum droht.


IngeA

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Etwas spät, ich weiß also nicht ob du das noch liest, aber trotzdem: Im Falle, dass die Produktion beider Impfstoffe ähnlich ist, muss jetzt die Kapazität halt auf zwei Impfstoffe aufgeteilt werden anstatt nur für eine zur Verfügung zu stehen. Natürlich kann man kritisieren, dass der eine wirkt und der andere erst in der Testphase ist, aber gerade mit der Wirksamkeit der Influenzaimpfung ist das ja so eine Sache und das auch gerade bei den alten Menschen. Als wirklich wirksam würde ich eine Impferfolgsrate mit 40-60 % bei den alten Menschen jetzt nicht bezeichnen. Ein schöner Effekt scheint zu sein, dass (auch für die alten) die Menschen die schon die letzten Jahre immer geimpft wurden schon mit sehr vielen Grippeerregern kontakt hatten und darüber eine Grundimmunität aufbauen konnten. Das ist aber für die "Neu-Impfer" dieses Jahr halt nicht der Fall. Falls die Impfstoffproduktion komplett unterschiedlich sein sollte (weiß ich nicht), beeinträchtigt die Herstellung des einen die Herstellung des anderen nur wenig. LG Inge