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Ausführliche Informationen der STIKO zur Corona-Impfung ...

Ausführliche Informationen der STIKO zur Corona-Impfung ...

fritzi3

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... sind hier zu finden: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2021/Ausgaben/02_21.pdf?__blob=publicationFile Für alle, die es interessiert


oma

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Zitat: "Die STIKO empfiehlt die Impfung gegen COVID-19. Für die Impfung soll einer der beiden zugelassenen mRNA-Impfstoffe verwendet werden. Eine begonne-ne Impfserie soll mit demselben Produkt abgeschlossen werden. Die beiden mRNA-Impfstoffe (Comirnaty von BioNTech/Pfizer, COVID-19-Impf-stoff von Moderna) werden hinsichtlich Sicherheit und Wirksamkeit als gleichwertig beurteilt." Also erstens haben wir ja gar nicht die Qual der Wahl, sondern müssen nehmen, was wir kriegen können. Und ich meine gelesen zu haben, dass von der Bundesregierung der preisgünstigte Impfstoff (0,78€ anstelle 18,00€ für Moderna oder so ähnlich) in großer Menge bestellt wurde. Und die neben den von Moderna und BionTech/Pfizer angebotenen Impfstoffe sind doch alle Lebend-Impfstoffe, oder? Ich habe im letzten Frühjahr einen hochinteressanten Artikel über das menschliche Immunsystem gelesen, ich glaube im Focus. Das war total spannend erklärt mit den Fresszellen und Killerzellen. Ich wusste bis dahin gar nicht, wie zutreffend diese Bezeichnungen sind. Als ich dann zum ersten Mal von dem neuen mRNA-Impfstoff las, dachte ich in meinem laienhaften Verständnis, dass die "Arbeitsweise" des Impfstoffes ganz stark der von Fresszellen und Killerzellen ähnelt. Kann natürlich sein, dass ich da komplett falsch lag. Wenn ich mich impfen lassen würde, wäre meine Wahl also ein mRNA-Impfstoff. Aber kann jemand von den gut Informierten - also bitte bitte keine Leerdenker, mir ist gestern hier zum ersten Mal in 16 Jahren beim Mitlesen so richtig übel geworden - vielleicht erklären, was uns das obige Zitat sagen soll? Ich kann das echt nicht einordnen...


oma

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Antwort auf Beitrag von oma

Und warum wird CureVac nicht empfohlen? Ist doch auch ein mRNA-Impfstoff. Das sind doch sogar die Pioniere dieser Technologie?


Lauch1

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Empfohlen werden die beiden zugelassenen Impfstoffe von Biontech/Pfizer und von Moderna. Das sind mRNA Impfstoffe (Astra Zeneca wäre ein Lebend Impfstoff, ist aber noch nicht zugelassen, wird also nicht empfohlen).


oma

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Danke! Also wird CureVac nur deshalb (noch) nicht empfohlen, weil der Impfstoff noch nicht zugelassen ist... Ich hab langsam einen Knoten im Hirn. *seufz*


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von oma

Johnson & Johnson liegt in der Phase 3 in der Endphase und meint im Quartal 2 zugelassen zu werden. Ist aber natürlich eine optimistische Aussage eines CEOs.


Babsi2

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Lauch, es ist kein Lebendimpfstoff. Lies bitte noch mal genau nach.


Lauch1

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Doch, Astra Zeneka ist ein Vektor Lebendimpfstoff. „Vektor-Impfstoffe – der Pharmakonzern AstraZeneca etwa arbeitet zusammen mit der Universität Oxford an einem solchen – enthalten dagegen einen Lebendimpfstoff. Als Basis werden entweder harmlose Viren vom Menschen oder von Schimpansen oder „entschärfte“ Masernviren verwendet. In diese werden mit gentechnischen Mitteln wichtige Antigene an die Oberfläche eingebracht.“ https://orf.at/stories/3173704/


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von Babsi2

„Menschen, deren Immunsystem (zum Beispiel aufgrund einer Organtransplantation) unterdrückt wird, wurden nicht in die Studien eingeschlossen. „Für eine Zulassungsstudie gehe ich nicht in eine Bevölkerungsgruppe mit einem besonders schwachen Immunsystem“, sagt Zeitlinger. Hier müssen die Zulassungsdaten abgewartet werden. Bei Autoimmunerkrankungen wird generell von Lebendimpfstoffen abgeraten – von jenen vor der Zulassung befindlichen Impfstoffen ist der Vektor-Impfstoff von AstraZeneca ein Lebendimpfstoff, die Messenger-RNA-Impfstoffe sind Totimpfstoffe.“ https://www.kleinezeitung.at/lebensart/gesundheit/5907318/Covid19Impfung_Wer-wird-zuerst-geimpft-Greift-der-Impfstoff-in


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von oma

Nur zu dem einen Punkt mit der Wahl des Impfstoffs: Real war das ja auch bisher oft so, dass man sich als Patient den genauen Impfstoff nicht raussucht. Man geht zur FSME-Impfung und kriegt dann FSME-immun oder Encepur, je nachdem, was gerade verfügbar ist. Auch beim FSME-Impfstoff gab es in den letzten Jahren ja des öfteren Engpässe - genauso wie beim Sechsfach-Impfstoff und bei MMR und sicher auch bei anderen ....


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Durch die Knappheit der mRNA Impfstoffe und die Verzögerung von AZ wird das aber sehr wohl zum Problem. Wer bekommt denn jetzt die RNA Impfstoffe? Über 80 jährige die zu Hause leben oder warten die bis Feber/März auf den AZ und Risikopatienten, die keinen Lebendimpfstoff bekommen sollten werden vorgereiht.


memory

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Antwort auf Beitrag von Babsi2

Er enthält zwar keine lebende Coronaviren aber andere als Transportmittel. Also =Lebendimfstoff.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Ich verstehe das Problem nicht. Soweit ich gelesen habe, ist von den den RNA-Impfstoffen ja nicht jetzt die eine Lieferung für das ganze erste Quartal gekommen und wird jetzt weg-verimpft, sondern es sollen wohl sukzessive neue Lieferungen kommen. Dann kann man doch, wenn dann im Februar/März den Astra-Zeneca-Impfstoff an diejenigen geben, die keine Kontraindikation haben und die RNA-Impfstoffe, die dann kommen, gibt man denjenigen, die Astra Zeneca nicht kriegen dürfen. Oder habe ich dich falsch verstanden?


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Nein hier geht es sich nicht aus. Erst sind Hochbetagte in Senioren- und Pflegeheimen dran, Personal im Gesundheitssektor und in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Und dann stellt sich die Frage wen man reiht: Senioren über 80, die zu Hause leben oder Menschen mit besonderem Risiko, Immunsupprimierte etc.


oma

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Na ja, ich habe in meinen 64 Lebensjahren noch keine Impfung außer Pocken und Tetanus (und selbst den zuletzt in Kindertagen) erhalten und kenne mich deshalb gar nicht aus. Lt. Mutterpass hab ich wohl die Röteln gehabt, wovon weder ich noch meine Mutter etwas wissen. Grippe hatte ich einmal in meinem Leben, aber auch dagegen lasse ich mich nicht impfen. Als mein ältester Enkelson an Windpocken erkrankte, war er einen Tag vorher ganztags bei uns, und da es ihm nicht gut ging, viel auf meinem Schoß. Und ich habe mich NICHT angesteckt! Sein Vater allerdings, unser Sohn, ist dann im Alter von knapp 30 daran erkrankt. Der hatte die früher übliche 3-fach-Impfung und sich ansonsten bei keiner in Kindergarten oder Schule grassierenden Infektionskrankheit angesteckt. Keine Ahnung, wieso wir bisher so "immun" sind... Da beide Impfungen mit demselben Impfstoff erfolgen sollen und je nach Hersteller innerhalb einer bestimmten Frist geimpft werden muss (ich hörte in einer Talkshow, dass unter den Wissenschaftlern Uneinigkeit besteht, ob diese Frist evtl. auch ausgedehnt werden kann), frage ich mich jetzt, was bei der schleppenden Auslieferung der Impfstoffe passiert, wenn jemandem zum 2. Termin nicht der derselbe Impfstoff wie bei der 1. Impfung zur Verfügung steht. Scheint ja nicht ganz ausgeschlossen. Ganz schön schwierig alles.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von oma

Im Moment wird in Deutschland wohl beim Impfen der ersten Dosis noch die dazugehörige zweite Dosis zurückgelegt und bis zur Nachimpfung in drei Wochen eingefroren. Wobei aber ja diskutiert wird, ob es epidemiologisch gesehen nicht sinnvoller wäre, lieber die zweite Dosis eben jetzt schon anderen zu geben ....


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Vielleicht reiht man dann, wie in Deutschland, eine Altersstufe (über 80) und eine Gruppe mit Vorerkrankungen (Immunsupprimierte) in eine Prioritätsstufe ein und kann dann über einen gewissen Zeitraum parallel Biontech, Moderne und Astra Zeneca verimpfen?


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

AZ wird aber erst Ende Feber/Anfang März erhältlich sein. Jetzt haben wir erst Mitte Jänner und möglicherweise ist eine hochinfektiöse Welle am Anrollen. Man hat eben die Zeit nicht.


oma

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Ich bin grottenfroh, dass ich kein Entscheider bin. Alles, was Politiker und Wissenschaftler jetzt beschließen und ggfl. am nächsten Tag wieder revidieren müssen, kann so gravierende Auswirkungen haben, wie man sich vorher kaum vorstellen konnte. Bei einem der ersten Interviews mit Dr. Christian Drosten sagte er sinngemäß, dass er heute nur nach seinem jetzigen Wissensstand referieren kann und morgen möglicherweise etwas ganz anderes vortrage, weil er in der Nacht neue Erkenntnisse gewonnen hat. So funktioniere eben die Wissenschaft. Das fand ich einleuchtend, ebenso den Spruch "Die Dummen wissen und die Wissenden zweifeln..." Egal, wie viel hier geschwurbelt wird: Keiner hätte von Anfang an die richtigen Entscheidungen treffen können, weil dieses Virus neu ist und uns keine noch so sehr polierte Glaskugel vorhersagen kann, was als nächstes passiert. Mein Respekt gilt allen, die jetzt gezwungen sind, mit Menschenleben und riesigen wirtschaftlichen Schäden zu jonglieren.


Korya

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Antwort auf Beitrag von oma

letzte Woche eine interessante Aufstellung, ich glaube in der Financial Times... Ich war total überrascht was für extreme Unterschiede es gibt...

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Babsi2

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Das ist schon klar, aber dennoch ist ein Vektorimpfstoff eine andere Kategorie als ein Lebendimpfstoff und ich denke es ist einfach falsch, den von AZ so zu bezeichnen. Beim Lebendimpfstoff wird der abgeschwächte Virus geimpft, hier geht es um die Art des Transportes in die Zelle, daher Vektorimpfstoff. Zudem ist der Transportervirus nicht mehr vermehrungsfähig.


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von Babsi2

Der Impfstoff wird aber von Impfexperten als Lebendimpfstoff bezeichnet, weil er eben einer ist und damit für bestimmte Patienten ungeeignet.


Leewja

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dabei können (abgeschwächte) echte Viren benutzt werden oder Totimpfstoffe, bei denen nur teile des Virus geimpft werden oder Vektorimpfstoffe (bei denen eben die toten Virusanteile an andere, harmlose, lebende Viren darn montiert werden und mRNA-Impfstoffe - dabei wird ein Stückchen Messenger-RNA, also sozusagen eine Bauanleitung für bestimmte Virusteile geimpft. Diese Bauanleitung gelangt, wie jede mRNA, in die Zellen (aber NICHT in den Zellkern und NICHT in Kontakt mit unserer DNA) und dann produzieren die Zellen eben kleine Anteile des Virus, gegen das man impfen will. Im Grunde also wie eine Totimpfung von Ikea- statt das fertige Möbelstück zu liefern, liefert man die Bauanleitung, die Zelle schraubt es selber zusammen, entlässt es nach "draußen"--- und da passiert dann immer das gleiche: Es wird als "fremd und unbekannt" erkannt und das Immunsystem reagiert stumpf, stur und pflichbewusst wie auf jedes "fremde und unbekannte Antigen" - das führt dann im Endeffekt dazu, dass es ein Waffenarsenal aufbaut gegen "fremd, aber bekannt" - sprich bei einer Infektion mit dem ECHTEN Virus wird dann sofort eine große Menge sehr spezifischer Antikörper bereit gestellt und kann die Infektion dann eben verhindern/im Keim ersticken.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von oma

Das würde ich unterschreiben. Ich bin auch sehr froh über jeden Politiker, der sich traut, seine Meinungen und Entscheidungen von vor einigen Wochen oder Monaten angesichts neuer (allgemeiner oder persönlicher) Erkenntnisse zu überdenken und auch über den Haufen zu werfen, wenn es sein muss.