Mama-von-Linchen
Hier sind die schönen Ausflugsziele auch total überlaufen. Unser Landrat hat jetzt Hilfe von Söder eingefordert. Was viele nicht verstehen :Es geht nicht nur um das Infektionsrisiko, sondern um das Verletzungsrisiko. Wie auch bei den Böllern. Wer sich hier beim Rodeln oder Wandern verletzt muss von "unseren" Rertungskräften versorgt werden und die sind auch hier ohne solche Unfälle am Limit.
Hier die Mitteilung vom Landratsamt : Heute habe ich unseren Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder sowie unsere Stimmkreisabgeordnete Ilse Aigner um Unterstützung wegen des überbordenden Ausflugstoursimus gebeten. Meine SMS an den Ministerpräsidenten im Wortlaut: „Lieber Markus, ich nerve dich nur sehr ungern per SMS. Aber bei uns ufert der Tagestourismus aus. Es brennt wirklich (Spitzingsee, Schliersee u. a.). Was kann man tun, um die Ausflugswilligen zu sensibilisieren und zu informieren? Unser Krankenhaus befürchtet zurecht, dass die Notaufnahme durch die vermutlich vermehrt auftretenden Verletzungen überlastet wird. Auch unser Krankenhaus hat mit den Coronapatienten, die zunehmen, mehr als genug zu tun. Der Appell „bleibt zu Hause“ muss durch Regeln bei der Ausgangsbeschränkung untermauert werden. Die Polizei ist am Limit. Danke und herzliche Grüße Dein Olaf“ Landrat von Löwis untermauert seinen Vorstoß: „Ich bin entsetzt, wenn ich die Bilder von den Autokolonnen und den überfüllten Parkplätzen vom Wochenende sehe. Ich verstehe ja, dass jeder bei schönem Wetter raus in die Natur will. Aber wir stecken mitten in einer weltweiten Pandemie! Dann muss man halt mal eine Zeit lang nur von der eigenen Haustüre aus spazieren gehen und kann nicht aufs Land fahren. Man muss ja auch bedenken: Verletzt sich jemand beim Spaziergang, beim Wandern oder beim Schlittenfahren in unserem Landkreis, kommt er mit hoher Wahrscheinlichkeit in unser Kreiskrankenhaus Agatharied. Wir dürfen die lokalen Notaufnahmen nicht überlasten! Die Mitarbeiter des Krankenhauses arbeiten seit Monaten am Limit. Wir müssen alle Kräfte auf die Versorgung von Corona-Patienten und Notfällen konzentrieren. Ich bitte noch einmal alle Ausflügler: Bleiben Sie zu Hause! Seien Sie verantwortungsvoll den Landkreisen an der Alpenkette und deren Bewohnern gegenüber! Ich hoffe sehr auf die Unterstützung der Staatsregierung für uns und die umliegenden Landkreise und dass man uns die notwenigen Mittel an die Hand gibt, die wir brauchen, um den überbordenden Ausflugstourismus in den Griff zu bekommen. Wir brauchen eine gemeinsame Lösung!“ Ilse Aigner und der Ministerpräsident haben sich bereits bei von Löwis zurückgemeldet und versprochen, das Thema auf Regierungs-Ebene zu besprechen. #landkreismiesbach #landratsamtmiesbach #corona #infektionsschutz
ist man der Böse.
Und wenn man so liest, wer alles seinen Winterurlaub plant - "weil man ja schließlich mal raus muss und sich nicht ewig einkerkern kann"... Ich glaube, viele gehen davon aus, dass die Krankenhausmitarbeiter eh schon eine Urlaubssperre haben - da kann man sich dann auch ruhigen Gewissens ein paar schöne Urlaubstage machen...
Hallo, es ist auch aus Sicht des Naturschutzes eine Katastrophe was hier abgeht. Im Thread unten wurde beispielsweise erwähnt, dass abseits des Weges im Wald gerodelt wurde. Und das machen einfach zu viele. Für Flora und insb. Fauna der absolute Stress. VG, Jesse
Oder das Leute private Grundstücke und Einfahrten als Klo missbraucht haben weil ja öffentlich zu sind. Ich wüsste gerne ob die welche Verständnis für die Tagesausflüge haben das auch so locker sehen würden, wenn die deren Hinterlassenschaften oder Müll im eigenen Garten entfernen müssten.
Hallo aber egal was man macht kann man sich verletzen/krank werden u. dann? Wir sind/waren oft zu hause in 2020, wir sind nicht in Urlaub gefahren, wir sind nicht essen gegangen, haben keine Feste, Gaststätten, Frisöre, Schwimmbäder etc. besucht, haben privat nur unsere Eltern (mit Abstand) getroffen u. wir haben immer Maske getragen bei der Arbeit, haben Plexiglasscheiben genutzt, wir lüften den Laden/Lager dauerhaft, Desinfektionsmittel bereitstehen für Mitarbeiter u. Kunden, wir sind seltener einkaufen gegangen. So aber: wir haben die Lockdown Zeit genutzt u. in 2020 insgesamt 3 Zimmer renoviert, denn sonst kommen wir durch die Selbstständigkeit da gar nicht dazu. Auch da hätte sich jemand verletzen können..... Wir waren im Sommer Radfahren (Sohn, 17 fährt auch jetzt noch) in Wald u. Flur, oft auf relativ einsamen Wegen, aber wir waren eben "gefährdet" durch das Radfahren. Wir machen Spaziergänge/Wanderungen weil das fit hält u. den Kopf frei pustet. Wir achten dabei auf möglichst breite Wege um Abstand einhalten zu können. Aber wir könnten uns auch dort was brechen/verunfallen. Menschen die nur vorm Ferseher/auf der Couch bleiben verhalten sich dann "bewusster" - nur - ohne Bewegung dürften dann bald andere Probleme auftauchen, die den Weg zum Arzt dann doch zur Pflicht machen. Übrigens: die meisten Unfälle passieren im Haushalt, und nun? viele Grüße
"Übrigens: die meisten Unfälle passieren im Haushalt, und nun?" Ziehst du daraus die Schlussfolgerung, dass Skifahren das Risiko von Unfällen senkt?
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Natürlich hast du Recht, man kann sich überall verletzen. Aber ist es denn so schwer zu verstehen? Die überlaufenen Regionen können es nicht mehr stemmen, weder verkehrstechnisch, noch die Krankenhäuser dort, noch die Schäden an der Natur (und die Kosten die daraus entstehen) usw. Es ist einfach zuviel und das, obwohl wir wirklich auf Touristen ausgerichtet sind.
ich kann morgen in den Bus laufen. Man soll ja nicht zu Hause bleiben oder nix mehr machen. Natürlich kann man sich auch beim Joggen vor der Türe verletzen. Aber das Riskio das man das in einer Menschenansammlung auf glatten Flächen mit weiten Anfahrtsweg im Verkehrschaos tut ist eben wesentlich größer. Zumal da ja auch die Kontakte sich einfach vermehren. Aber wer das nicht sehen will, der sieht das eben nicht.
Das Risiko sich zu verletzen steigt aber bekanntlich mit der Ausübung bestimmter Tätigkeiten... Natürlich will man auch mal raus. Aber muss man denn unbedingt in die Touri-Orte fahren? Natürlich kann man mal einen Ausflug in den Harz oder ins Sauerland machen - es gibt dort noch viele schöne Gegenden abseits der überlaufenen Ecken. Nur gibt es halt keinen Schnee... Muss man halt ohne Schnee auskommen. Man will ja angeblich in erster Linie einfach mal nur raus...
Die meisten Unfälle passieren deshalb im Haushalt, weil jeder ein paar Stunden pro Tag "im Haushalt" tätig ist. Wenn man die Haushaltsstunden mit den Skifahrstunden vergleichen würde, wäre garantiert eine Skifahrstunde wesentlich gefährlicher.
Ich kann das für die Region Füssen nicht bestätigen, zumindest nicht unter der Woche. Es ist absolut nichts los, weder auf den Straßen noch am Berg. Vereinzelt ein paar Leute, aber alles Corona-konform und Abstände sind überhaupt kein Problem und werden auch eingehalten. Am Wochenende sollte besser reguliert werden. Vielleicht durch ein Ausflugsverbot am Wochenende? Ich wüsste nicht, wie man das sonst am sinnvollsten einschränken könnte. Aber warum die Leut unter der Woche nicht zum Skitourengehen, Schneeschuhwandern, Langlauf oder Rodeln kommen sollten, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Skitourengeher sind zudem in der Regel routinierte Bergsportler, da sehe ich das höhere Verletzungsrisiko nicht. Die haben nichts mit den Wintertouristen gemein und wissen grundsätzlich sehr gut, was sie tun. Hier sind die Parkplätze übrigens auch überwiegend gesperrt. Auch unter der Woche. Warum, keine Ahnung. Es ist nichts los.
Bei uns ist in den letzten Tagen beim Rodeln auf den eigentlich gesperrten Skihängen mehr passiert, als bei normalen Skibetrieb sonst passiert. Die Bergwacht ist fleißig im Einsatz, der Helikopter auch, und die Kliniken sind am Limit.....
Mein Mann ist bei der Bergwacht und wir bekommen mit, wie viel passiert- gefühlt mehr als bei geregeltem Skibetrieb! MEIN etwas verrückter Vorschlag wäre der: Um den Kliniken hier in der Gegend nicht noch die ganzen verunfallten Schlittenfahrer aufs Auge zu drücken, werden verletzte Schlittenfahrer ganz einfach erstversorgt, mit Schmerzmittel ruhig gestellt, in ihren PKW verfrachtet und dann sollen sie sich zuhause eine Klink suchen! Unsere Klinik ist am Limit..... und das war sie schon ohne die Ausflugs Unfall Opfer. Ja, und was die Natur angeht, fürchte ich ,dass der Nationalpark bald ein Machtwort sprechen wird, und KEINER mehr dort zum Wintervergnügen hin kann- das wäre denen eh am liebsten. LG Muts
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