Moosweibchen
Ich mache mir gerade ein paar Gedanken und wollte fragen, ob jemand dazu etwas mitbekommen hat, oder sogar betroffen ist. Die Schule zieht sich ja gerade hin mit der Aussicht, dass alle ein Jahr länger hin gehen werden müssen, sprich, ein Jahrgang von erfolgreichen abgängern wird wegfallen. Nun haben viele Unternehmen geschlossen und oder dürfen nur unter notauflagen arbeiten. Viele berufsausbildungen sind aber von Praktika abhängig, auch die essentiellen, wie Erzieher, Lehrer, GuKp, Jegliche medizinische Ausbildungen, von den Handwerkern und dualen möchte ich gar nicht anfangen. Das wird doch, sogar kurzfristig (also über 5 Jahre hinweg schon) zu einem richtigen Problem werden, wenn der nachwuchs überall fehlt! Die Hälfte meiner Kommilitoninnen wird vermutlich ein Jahr länger studieren müssen da sie zur Zeit ihrer Praxisleistungen einfach nicht machen können. Ich hatte bisher lediglich Glück, aber die Willkür der Einrichtungen ist auch so eine Sache. Jeder Träger (Kitas) legt die Regeln anders aus. Habt ihr da was zu berichten?
Ich frage mich viel mehr, wieviel Neu-Arbeitslose und Job-Suchende es geben wird, wenn der LD mal irgendwann vorbei ist und die ganzen Pleiten so richtig zu Buche schlagen. Oder auch Sparmaßnahmen, wegen derer man eben nicht einstellt.
Ich weiß nichts davon, dass sich das ein Jahr länger hinziehen soll. Letztes Schuljahr war es hier so, dass jeder Schüler freiwillig wiederholen konnte, der wollte. Hat aber kaum jemand genutzt, zumindest an den Schulen die ich kenne. Und ich denke so wird das dann auch laufen: Wer Lücken hat kann wiederholen ohne dass das als Duchfallen zählt, der Rest macht normal weiter. Zumindest hieß es das im letzten Rundschreiben unserer Schulen (Bayern) LG Inge
Bis jetzt sieht es so aus als ob meine Tochter ihren Abschluss machen kann ( sie reißt sich den A..... Auf gerade dafür), sie hat mehrere Bewerbungsgespräche für die Ausbildung als Erzieherin. Also ich weiß noch von nix
Wieso sollten alle ein Jahr länger zur Schule gehen? So ein Unfug. Wer will kann wiederholen. Die Absolventen die ich kenne haben bereits Ausbildungsplätze unterschrieben.
mein Großteen ist in der J1 und da geht Unterricht auch online voran. Auch bei meinem jüngeren Teen. Es wird auch neuer Stoff vermittelt. Aktuell sind beim meinem 11.Klässler die Noten durchaus gut, trotz Corona. Von Stress ist mein Kind noch weit entfernt. Einzig beim Sport-Abi …...aber da wird man sehen müssen. Die Azubis die ich kenne und die, die ein duales Studium machen, auch die sind in Lohn und Brot. Halt weniger Schule, dafür mehr Praxis. ich sehe, bei uns, augenscheinlich nichts, was jetzt für eine Verlängerung von Schulzeiten spricht. Stoff geht hier weiter. Vor 3 Tagen hat sich mein Großteen wieder auf einen Ferienjob beworben - da war die Ausschreibung gerade wieder aktuell. Auch dem Führerschein steht nichts im Wege. Wir haben halt einen Termin vereinbart. Das geht trotz geschlossener Behörden. Man darf halt nicht die Schultern zucken, sondern muss aktiv werden. Im letzten Jahr konnte meine Sohn alle praktischen Praktika absolvieren. auch keine Einschränkungen. Und das Praktika jetzt in den Faschingsferien wurde auch noch nicht abgesagt! Hier läuft es! Ja, nicht perfekt, aber es läuft.
Bei uns im Kindergarten arbeiten selbstverständlich die Praktikanten weiter. Schnupperpraktikanten aus Mittel- und Realschulen werden momentan nicht genommen, aber die Schnupperpraktika gehören nicht zur Ausbildung.
Wow, es freut mich, dass es in der Praxis augenscheinlich besser zu laufen scheint, als manche glauben lassen und es auch nicht überall die gleiche Misere ist. Die Kitas laufen hier (bawü) offiziell in Notbetreuung, sind aber fast so ausgelastet wie im Regelbetrieb. Viele Kollegen sind oft krank und für neue Praktikanten hat momentan niemand wirklich einen Nerv. Das ist so der Länhsschnitt. Weiter laufen die Ausbildungen dennoch irgendwie, doch am Ende fehlen eben Praxispunkte, für die dann, zumindest für die Studenten, noch mindestens ein Semester angehängt werden muss.
Wie kommst du darauf, dass die Schulabgänger dieses Jahr nicht entlassen werden?
Hier läuft es überall "normal" weiter. Die Abschlüsse werden gemacht, Ausbildungsplätze wurden auch gefunden. Auch Praktika bzw Schüler/Studentenjobs. Bestimmt kein Zuckerschlecken für alle, die gerade im Umbruch stecken und vielleicht retten sich aus der RS mehr als sonst in die weiterführenden Schulen. Wird schon nicht komplett Folgenlos bleiben aber nicht so gravierend wie Du es beschreibst. Der Lehrplan wurde jetzt etwas entschlackt hier am Gym, sie müssen dieses SJ weniger Arbeiten schreiben. Wer möchte, DARF wiederholen aber der Unterricht läuft eigentlich durch. Die meisten packen das.
Bei uns betrifft es Kind2. Er ist in der schulischen Ausbildung zum Erzieher und da wäre jetzt im Februar / März ein längeres Praktikum im Pflegebereich vorgesehen und lt. Lehrplan auch Pflicht für den Abschluss des Ausbildungsjahres. Nur ist kaum ein Platz zu finden, da die Träger bei den aktuellen Corona-Auflagen kaum Praktikanten nehmen. Das Kultusministerium hat letzten Freitag das Praktikum abgesagt. Was es für das Ausbildungsjahr bedeutet, ist noch nicht raus. Keine Ahnung, was es im Endeffekt für die Ausbildung bedeutet. Problem ist es hier auf jeden Fall.
Wenn man hier so liest, so ist offensichtlich nur mein Großer zu blöd. Er sieht seinen Beruf in der Gastro/Eventmanagement. Da gibt es nicht mal Antworten auf die Bewerbungen, weil Betriebe komplett in Kurzarbeit und niemand erreichbar. Bei den wenigen Vorstellungsterminen, die es trotzdem gab, wurde einfach vertröstet. Niemand schließt da aktuell Ausbildungsverträge ab und das obwohl er bereits in dem Bereich extrem gut durch ungelernte Arbeiten vernetzt ist und beste Zeugnisse hat
es trifft wohl nur bestimmte Berufsgruppen. Klar, Gastro und klar Betreuung. Wenn das zu ist, wie geschlossen zu, dann gibt es da auch nichts. Mit "zu doof" hat das nichts zu tun.
naja, wenn man diesen Thread liest, ist doch kein Problem Ausbildungsverträge zu bekommen. Mich nervt die Arroganz mit der nicht über den Tellerrand geschaut wird.
Kann er dazwischen auf eine Berufsfachschule etc. gehen? Berufsfachschule für Versorgung und Ernährung z. B. Damit könnte er 2 Jahre überbrücken, hätte eine abgeschlossene Berufsausbildung und könnte eine Lehre zumindest in der Gastro, Event weiß ich nicht, verkürzten. LG Inge
Ich kann in einem Forum ja nur von "meinem Erleben" sprechen. Da es sich meistens um Mütter mit Schulkindern handelt, bildet das eben nur diesen Teil ab, in dem Fall den "Schulteil". Muss man wenn man vom eigenen Erlebten schreibt, immer im selben Atemzug die erwähnen, die andere Erfahrungen machen?
Gastro-/Eventmanagement ist natürlich gerade extrem ungünstig...
Wir haben im Bekanntenkreis auch einen gerade fertigen Piloten ... noch blöder, denn er kann gerade von vorne anfangen mit etwas anderem so wie es im Moment aussieht, dabei denkt er an eine eigene Familie.
Hoffe, Dein Sohn findet was oder kann übergangsweise eine Schulweiterbildung anknüpfen.
Danke für den Tipp. Es zieht ihn allerdings sehr in die Praxis. Ich habe die Hoffnung auch noch nicht aufgegeben, dass im Frühjahr/Sommer die Gastro wieder arbeiten darf und auch Hotels wieder öffnen. Event wird allerdings schwierig bleiben. Daher auch der "Umweg" über die Gastro
Du hast ja auch nicht geschrieben, dass es mit neuen Ausbildungsverträgen ganz normal läuft. Von daher brauchst Du Dich auch nicht angesprochen fühlen :-)
vielleicht könnte er , wenn er denn die fahrerlaubnis hat , ausliefern für einen gastrobetrieb? auslieferer werden gerade gesucht und auch küchenhilfen ....so fr den anfang , um ins geschäft reinzuriechen
PN
Danke, für den Tipp. Führerschein ist er dran. Liegt aber auch erstmal bei geschlossener Fahrschule auf Eis. Er ist gut vernetzt und hat bis einschl. Oktober noch bei Kongressen im private Catering gearbeitet. Sobald da wieder was erlaubt ist, ist er auch wieder dabei. Problem ist, dass er gern in die gehobene Gastronomie in den First Class Hotels in MUC möchte und da sind scheinbar die Personalabteilungen nicht mehr existent
Danke :-). PN zurück
Kann ich nicht bestätigen. Hier muss keiner wdh in der Schule, alles läuft ganz normal weiter. Mein damaliger Studiengang mit viel Praxis wurde auf große Teile online umgestellt und die Praxis läuft nun statt jede Woche ein bisschen einfach in längeren Blöcken in kleineren Gruppen nach negativem Coronatest. Schieben kann man da eh nichts, da dort alles fest vorgegeben ist (Stundenplan, wann welche Prüfung ist und dass du nach genau 11 Semestern fertig bist). 1 Jahr verlierst du nur wenn du 2x hintereinander durch eine Physikumsprüfung gefallen bist oder 2x durch bestimmte Staatsexamensprüfungen, die man braucht um ins nächste Semester gehen zu dürfen. Die Drittprüfungen finden nämlich erst 1 Jahr später mit dem dann regulärem Jahrgang statt und solange stehst halt in der Warteschleife (und wer da durchfällt fliegt von der Uni und darf in D diesen Studiengang nicht mehr beenden). Praktika finden statt wie eh und je und Stellen bekommt man auch ohne Ende dafür. Einzig die bei vielen beliebten Auslandspraktika gehen zur Zeit leider nicht wirklich und für ein bestimmtes Pflichtpraktikum, welches unter Coronabedingungen wirklich grade schwierig ist, bietet die Uni ein vergleichbares Praktikum an für alle, die keinen Platz bekommen haben. Die Freunde meiner Großen und meiner Mittleren, die nicht mit der Schule weitermachen, haben bereits ihre Ausbildungsverträge unterschrieben für August diesen Jahres. Ich sehe also das von dir genannte Problem nicht wirklich wenn ich mich hier umgucke und in die Studiengänge reinlinse, mit denen ich mich auskenne oder Menschen kenne, die drin stecken. Viel schlimmer wird bald die immer höhere Arbeitslosiskeit sein, wenn immer mehr pleite gehen.
Die Geburtenschwachen Jahrgänge haben wir auch „hinter uns“. Die Betriebe haben dann eben das genommen, was ea gab. So ziemlich jeder Absolvent hat dann auch einen Ausbildungsplatz bekommen. Ist in den Geburtenstarken Jahren nicht so. Da haben die Betriebe eben die Wahl. Ich denke nicht, dass es schlimm wird, wenn einige Wiederholen.
das klingt ja ,als hätten wir seit 10 jahren keine jungen leute mit ausbildung gehabt und nun alles an diesem einen jahrgang liegt. für den einzelnen ist es sicher blöd aber im grunde ändert sich nichts am nachwuchs im berufsleben. das handwerk ist eh dünn besiedelt mit auszubildenden, ebenso wie die gastro. alle wollen lieber planer werden und weniger die ausführer dessen . also ich sehe es nicht drastischer , als wie in den letzten jahren schon
Hallo! Corona verschärft die Situation im Ausbildungsbereich zusätzlich, ist aber nicht schuld daran. Es gibt schon seit Jahren einen Mangel an Azubis, im Gastro-Bereich, bei Handwerkern, im medizinischen Bereich, etc.pp. Das mit den Studierenden steht auf einem anderen Blatt. Da hängen sehr viele, gerade jetzt im Abschluss-Jahr, in der Luft. Erforderliche Praktika können nicht durchgeführt werden, weil viele Firmen keine Praktikanten aufnehmen. Viele Kurse finden nicht statt oder nur online, die Studierenden können ihre Profs an der Uni nicht aufsuchen, keine Lernkreise bilden, und so weiter.
Kind 1 macht eine schulische Ausbildung zum Erzieher. Das Praktikum im ersten Jahr ist komplett ausgefallen und wird auch nicht ersetzt. Im zweiten Jahr hat er sein Praktikum durchziehen können (Heim). Mitschüler in Kitas sind teilweise rausgewprfen worden. Was da passiert, weiß noch keiner. Ab kommende Woche hat er wieder Fernunterricht. Trini
Ich bin im Studium soziale Arbeit im praxissemester. Niemand hatte Probleme einen praktikumsplatz zu finden, ganz im Gegenteil. Wir waren und sind alle gerne gesehen..
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