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Astra Zeneca hat nach wie vor Probleme in seiner Wirksamkeitsstudie.

Astra Zeneca hat nach wie vor Probleme in seiner Wirksamkeitsstudie.

Lauch1

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Bei Menschen über 65 ist die Wirksamkeit jedenfalls fraglich, die EMA will ihn ab 55 gar nicht zulassen. „Sollte es zu der beschränkten EMA-Zulassung kommen, müsste es in der EU wahrscheinlich zu Umschichtungen bei den Impfplänen kommen. Über 55-Jährige müssten dann mit den verfügbaren Dosen von Biontech und Moderna geimpft werden. Dem STANDARD wurde von einem hochrangigen Experten, der in die Umsetzung der europäischen Impfstrategie eingebunden ist, bestätigt, dass es diesbezüglich "großes Kopfzerbrechen überall" gebe. Astra Zeneca habe Mängel bei der "belegbaren Wirksamkeit" bei Menschen über 65. Das müsse nicht mit einem höheren Risiko beim Verimpfen verbunden sein, doch der Schutz vor einer Corona-Infektion sei womöglich geringer. Expertin Nicolodi: Zu wenig Evidenz Nicht verwundert über diese Probleme ist die unabhängige österreichische Impfstoffexpertin Christina Nicolodi. Auswertungen zu Astra Zeneca, die bestimmte Subgruppen – etwa vom Alter her – betrachten, stünden noch aus. Im STANDARD-Gespräch präzisiert Nicolodi, dass die Altersgrenze von 55 Jahren bei Impfungen generell relevant sei. Ab diesem Alter verändere sich das Immunsystem und reagiere auf Immunisierungen anders als bei jüngeren Menschen. Aus den Phase-III-Tests des Impfstoffs gebe es ihres Wissens aber nur Daten über "1.000 bis 1.500" Personen dieser Altersgruppe von insgesamt rund 11.000 Probanden. Das sei zu wenig, um die Wirkung auf Ältere wirklich einschätzen zu können.„ https://www.derstandard.at/story/2000123373610/kurz-will-rasche-zulassung-von-astra-zeneca-impfstoff-doch-es


cube

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

So weit ich mich erinnere, war aber von Anfang an klar, das Vaccine unterschiedlicher Hersteller/Zusammensetzung vermutlich auch unterschiedlich gut wirksam sind in verschiedenen Altersgruppen. Davon ausgehend ist das jetzt für mich kein Beleg dafür, das AZ nicht gut gearbeitet hat oder ähnliches. Einfach nur etwas, worauf Mediziner/Wissenschaftler schon zu Beginn der Impfstoffsuche hingewiesen haben.


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von cube

Warum hat man dann seine Bestellungsstrategie primär auf AZ und Sanofi aufgebaut? Seit September liegen Millionen Dosen für die EU vorproduziert bereit, dass es Probleme bei der Wirksamkeitsstudie gibt war ebenso seit September bekannt. In den USA, VAE, Israel, Kanada, etc haben sie die derzeitigen Probleme der EU nicht.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Weil dieser Impfstoff deutlich billiger ist ... Leider war man da als EU zu knauserig


Lauch1

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Teile der EU. Wäre in Relation zu den Kosten eines ewigen Lockdowns günstiger gewesen, denen die Differenz aufzuzahlen.


Ellert

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aber dann ist es halt so besser Ü55 nicht zulassen als sich in Sicherheit wiegen und es klappt doch nicht


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von Ellert

Das sind aber dann nicht nur alle ab 55, sondern auch die Risikopatienten, die den AZ nicht bekommen dürfen. Und das in einer Situation wo Pfizer die Auslieferung für die EU Staaten um 20 % reduziert.


kevome*

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Warum sollen Risikopatienten unter 55 den Impfstoff denn nicht bekommen, wenn die Zweifel nur bei älteren Menschen bestehen?


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von kevome*

Weil AZ ein Lebend-Vektor Impfstoff ist. Den dürfen Risikopatienten wie z Bsp Immunsupprimierte nicht bekommen. Und ZUSÄTZLICH älteren Menschen nun auch nicht.


Susanne.75

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Ist die Wirksamkeit nur nicht ausreichend belegt, weil an zu wenigen Personen getestet, oder vermutet man Unwirksamkeit? Das ist ja ein gewaltiger Unterschied. Ansonsten muss ich sagen, dass die dann eben lieber erstmal das Alter beschränken sollen und dann aber parallel natürlich trotzdem weiter testen und prüfen sollen. Aber da ohnehin noch viel zu wenig Impfstoff da ist, dann hilft auch einer, der dann halt erstmal nur zwischen 16 und 55 Jahren verimpft werden darf. Da gibt es auch genug Bedarf und dann wird den Risikogruppen nichts "weggenommen". In anderen Ländern wird er aber schon "normal" verimpft, oder? Dann kommen ja automatisch in den nächsten Monaten noch mehr Erkenntnisse zusammen.


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von Susanne.75

Man weiß es nicht, weil die Zulassungsstudie mit 2 Dosierungen gearbeitet hat und die Gruppe der 55+ jährigen daher zu gering ist. Die Wirksamkeit von Pfizer und Moderna liegt bei über 90 %. UK wird wohl dementsprechend impfen, die haben ja auch ausreichend Pfizer bestellt. Welche Erkenntnisse erwartest du da? Und Zeit für eine neue Studie gibt es derzeit nicht. „Grund dafür ist ein Evidenzproblem. Manchen EMA-Experten, die unabhängig von der Politik entscheiden müssen, reicht das Datenmaterial aus den Versuchsreihen im Herbst vorläufig nicht aus. Bei den über 65-Jährigen sei die Wirksamkeit nicht überzeugend geklärt, anders als bei den Produkten von Biontech und Moderna, die über 90 Prozent Wirksamkeit nachweisen konnten.“


cube

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Heißt doch aber, bei den unter 65-jährigen ist die Wirksamkeit belegt. Also kann man doch super aufteilen - AZ erst für die unter 65-jährigen, BionT für die darüber. So habe ich doch sogar noch mehr zur Verfügung für unterschiedliche Ziel- bzw. Altersgruppen. Entweder verstehe ich etwas falsch oder hier wird wieder mal explizit nach dem Negativen gesucht und das herausgestellt ,als die Möglichkeiten darin zu sehen.


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von cube

Das geht sich doch nie aus, weißt du wie gering die Liefermenge von Pfizer im Q1 ist? Abgesehen davon, dass AZ frühestens in 2 Wochen zugelassen wird. Warum haben alle anderen Länder eine völlig andere Strategie, wenn die der EU so genial wäre?