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Angst, vor dem gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen zu werden

Angst, vor dem gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen zu werden

luna8

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Hatten diejenigen denn vorher ein gesellschaftliches Leben? Was hat sich geändert? Ist nur ne Frage ( ohne Wertigkeit). Ich treffe mich seltener mit Freunden, weil ich keine Zeit hab. Corona Bedenken spielen eher ne untergeordnete Rolle. Wie ist es bei euch?


Einstein2.0

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Antwort auf Beitrag von luna8

Ich arbeite seit meinem Urlaub irgendwie ununterbrochen durch, allerhöchstens mal ein WE frei. Mein Sozialleben war vorher etwas ausgefüllter, aber nicht extrem viel mehr. Ich vermisse die Tanzparties und Abschlussbälle, zumal wir im lockdown daheim fleißig neue Tanzfiguren selbst erlernt haben. Tanzstunden finden wieder statt, Schwimmtraining auch (außer heute, da wird ne Bombe entschärft). Ich stopfe momentan meine Hobbies irgendwo unter, fühl mich aber langsam ausgebrannt (heute Tag 9 von 10 in Folge Dienst) und habe kaum Zeit für meine Freunde. Meine frisch verwitwete Freundin leidet gerade am meisten unter meinen Dauerdiensten, weil ich ihr zwar weiterhin zur Seite stehen will, aber eben selbst auf der Strecke bleibe. Mit Corona hat das eher weniger zu tun, oder nur zweitrangig. Im Sommer hatte ich keine Einbußen in Sachen Sozialleben, wir haben uns oft mit Freunden am See, oder zum Grillen getroffen. Das hat schon gepasst.


luna8

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Antwort auf Beitrag von Einstein2.0

Ja, die Dauerbelastung hab ich auch.... (zu Schulzeiten) 6 Uhr aufstehen und erst nach Mitternacht ins Bett wurde mir auch zuletzt Zuviel. Aber das ist ja nicht wg C. Wg C darf ich um 23 Uhr heim, sind eh grad Ferien, also muss ich morgens nicht aufstehen. Und ich arbeite nur Teilzeit. Mein Mann hat Einbußen, aber findet es so auch nicht schlecht ( Augen auf bei der Berufswahl)!


Einstein2.0

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Der Beruf würde mir ja heute noch Spaß machen, die Umstände dazu halt nicht. Wären alle mal da, die auf dem Dienstplan stehen, wäre es der beste Job ever. Ehrlich gesagt, ich weiß nicht wie lang ich noch wilde Schichten am Stück schaffe (ist ja nicht nur eine Schichtzeit) bis bei mir auch ein K im Dienstplan steht. Bisher bleib ich tapfer.


luna8

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Antwort auf Beitrag von Einstein2.0

Ja, wir werden nicht jünger... Früher konnte ich auch Arbeiten - feiern - arbeiten.... Heute undenkbar


Mitglied inaktiv

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bei mir hat sich auch nichts großartiges geändert, eher hat mich corona mit so manch einem noch näher zusammengeschweisst, weil man nicht weiß, ob und wie lange man sich noch treffen kann.


luna8

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I love You :)


Caot

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....... außerdem war (bin) ich ein kleiner Regelbrecher. Aber pssssssst. Fahr mit meiner Bandkollegin ohne Maske im Auto und schau ohne 1,50 M Abstand in ihre Noten. Bis auf meine Umarmungsverfehlungen bin ich ganz brav. Hatte ich schon erwähnt das ich bald „groß“ feiere. War gerade in der Kneipe ..... alles prima. Beherbergungsverbot wurde ja gerade gecancelt. Ich werd zum Revoluzzer.


luna8

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Meine liebe Freundin bussel ich nach wie vor :) Aber Abstand ( zu Fremden und nicht - Freunden) findet ich trotzdem toll. Wir (Berlin) dürfen nur Reservierungen bis 10 pax annehmen.


Einstein2.0

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Ich hab meine Freundin auch mehrmals und immer wieder in den Arm genommen und tu es immer noch. Ich denke da habe ich an alles gedacht, aber nicht an Corona. In der Situation wäre ich mir echt arschig vorgekommen.


Caot

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Antwort auf Beitrag von luna8

aktuell 25 Personen in einer Wirtschaft. Privat auch nur 10.


luna8

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Antwort auf Beitrag von Caot

Nur 25 im gesamten Restaurant? Oh oh ....dann können wir bald wieder dicht machen. Welches BL?


Caot

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Antwort auf Beitrag von luna8

BW …… die Wirtin gerade stöhnte auch und fand es gut, dass wir kommen wollen und das Erlaubte auch tun. (das als Wink mit dem Zaunpfahl passend zum obigen Thread). Ein gutes Hygienekonzept und den besten Schutz für meine Gäste bekomme ich (wir) da wunderbar hin.


ImvPP

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Wir treffen unsere Freunde schon seltener, und wenn dann draussen und meist nur ein anderer Haushalt pro Treffen. Das ist hier im UK aber derzeit auch nur so erlaubt und ich finde es nicht schlimm. Genauso sehen wir unsere Kollegen nur per Videokonferenz. Ich habe keine Angst davor, vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen zu werden, und schätze und geniesse jetzt jedes Treffen noch mehr. Kontaktbeschränkungen im privaten empfinde ich als relativ einfache, effektive und vergleichsweise "no regret" Maßnahme. Besser das beschränken und damit die Zahlen flach halten und dafür in anderen gesellschaftlich und wirtschaftlich wichtigen Bereichen mehr Kontakt zu erlauben - z.B. Schulen zu öffnen etc. Leider halten sich viele aus Egoismus nicht an die Regeln und hier sind die Zahlen wieder hoch.


luna8

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Antwort auf Beitrag von ImvPP

Sehr ich ähnlich :)


luna8

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sehe .. sorry


Luna Sophie

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Ich habe weniger Zeit. Und mir fehlt meine Schwiegermutter unheimlich, ohne Corona wäre sie noch da. Wir könnten miteinander reden, gemeinsam im Garten werkeln. Die Großen wären auch allein mal rüber gegangen. Jetzt schwächelt mein Schwiegervater und er braucht unsere/meine Unterstützung. Die Kinder sind weniger Unterwegs. Hobby im Verein ist noch nicht wieder möglich und wird bei den momentanen Zahlen dieses Jahr auch nicht wieder stattfinden. Wir haben seltener Besuch. Wenn unsere Großen gerade Vereinstraining hatten, kamen oft 1-2 Mütter zu uns, das gibt es aktuell nicht. Aber Angst vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen zu werden habe ich nicht. Leben bedeutet immer Veränderung und statt mit 3-6 anderen Familien wurde halt nur mit einer anderen Familie gegrillt, war auch schön. Statt 6-8 eingeladenen Kindern zum Geburtstag, waren es nur 2-3, anders aber nicht weniger schön. Wir in unserer Familie haben gemerkt, dass der Kontakt zu einzelnen intensiver wurde. Und ich gehe weiter davon aus, dass die Menschen lernen werden mit diesem Virus zu leben. Es wird sich einspielen. Dieser Virus wird immer besser erforscht werden. Behandlungsmöglichkeiten werden gefunden und besser werden. Vielleicht wird es auch einen Impfstoff geben.


emilie.d.

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Antwort auf Beitrag von luna8

Mit Corona habe ich schon gemerkt, dass wir alle viel zu viel in unseren Terminkalendern haben. Voweihnachtszeit ist mit einem Schul und einem Kigakind normalerweise picke packe voll. Ich denke, das könnte dieses Jahr zum ersten Mal tatsächlich mal besinnlich werden. Die neg. Seiten spürt man natürlich auch. Weil die ganzen Feiern und Basare wegfallen, fehlen den Vereinen Einnahmen. Manche Feiern fehlen mir schon. Da ist einiges ausgefallen, um das es mir leid tat. Und da wird jetzt noch einiges kommen.


Caot

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Antwort auf Beitrag von emilie.d.

….. vielen Vereinen fehlt somit - da Weihnachten nun ja wohl flach fällt - die Einnahmen. Wenn ich da an die Vereine denke die nicht ihre Bude auf dem W-Markt aufbauen können. Ist schon alles doof. Aber ich gehe mit Dir mit. Die ganzen Termine sind weniger geworden. Das letzte große Konzert war hier Neujahr. Alles andere gecancelt. Aber alle dürfen wieder proben - immerhin!


memory

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Antwort auf Beitrag von luna8

Das einzige was mir fehlt, ist das Tanzen gehen. So mit allen Mädls , mal richtig feiern und Jaaaa" dem Alkohol frönen" . Das ist jetzt schon gediegener und ins Café verlegt worden. Alles andere ist jetzt nicht unbedingt weniger geworden. Hier gab es genauso Geburtstage , oder halt allg. Feiern...nur eben etwas kleiner und im Freien. Fazit: der Kern , an Freundschaften und Familie, zum sozialen Austausch , hat C. keinen Abbruch getan. Da hat die Erkrankung vom Göga, das " Leben" viel mehr eingeschränkt.


luna8

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Antwort auf Beitrag von memory

'Da hat die Erkrankung vom Göga, das " Leben" viel mehr eingeschränkt.' Das ist eh klar. Alles Gute euch :) besonders natürlich deinem Mann.


Sonnenkäferchen

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Mit den steigenden Zahlen fahre ich Überstunden ohne Ende, arbeite teilweise bis 21 Uhr. Wochenende ist nicht mehr nur Rufbereitschaft sondern Anwesenheit gefordert. Da ist keine Zeit mehr für große Unternehmungen. Die Wochenenddienste plane ich nach meinen Sportterminen, die kann und will ich nicht absagen. So habe ich wenigstens da noch eine Insel für mich.


luna8

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Antwort auf Beitrag von Sonnenkäferchen

Ich plane meine freien Tage für die Sportelein meiner Kinder... Hab Di und Do meist frei und bin auch dann von 6 bis 19 Uhr gefordert. Ich könnte mich allerdings morgens nochmal hinlegen, da ich meist erst ab 17 Uhr arbeite. War aber vor C schon so und hab ich mir natürlich selbst so ausgesucht. Was machst du denn beruflich? Finde ich schön :) so Inseln


Sonnenkäferchen

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Antwort auf Beitrag von luna8

Ich bin in der Recherche der Coronaabteilung. Bei Bedarf mache ich auch Verwaltungstätigkeiten dort. Deshalb auch deutliche Einschränkungen bei mir bei steigenden Zahlen.


Loretta1

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Antwort auf Beitrag von luna8

... das macht mir mehr Angst. Dass sich viele so loben, wie gut sie das mit der Maske und dem Abstand finden und dass sie gerne wieder Homeschooling oder geteilte Klassen hätten oder weniger Kundentermine bei der Arbeit oder andere Öffnungszeiten.. wie toll das doch geklappt hat, die paar Wochen im April... Und wie schlimm diese ganzen Egoisten sind, die sich an gar nichts halten und deshalb steigen die Zahlen so sehr. DAS macht mir Angst !! Ich hab keine Angst vor Corona, aber Angst, dass wieder schlimmere Einschränkungen kommen. Nicht, weil sich viele nicht daran halten, sondern weil viele danach förmlich schreien und bitten, dass endlich mehr passiert (sorry, kommt mir manchmal so rüber...). Ich denke, wenn ich irgendwann einmal positiv getestet werde, dann muss ich mich fast schämen und Angst haben, ausgegrenzt zu werden, vielleicht als Super-Spreader angesehen zu werden... Ja, DAS macht mir wirklich Angst ! Dass die Leute so werden können in manchen Situationen... Und mit Solidarität hat DAS eben gar nichts zu tun.. Lg, Lore


luna8

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Antwort auf Beitrag von Loretta1

Loretta, das wäre ne Grundsatz Diskussion ( am Thema vorbei). Ich halte mich an die Regeln, begrüße Hygiene Verordnungen ( das sowas nötig ist, ist schon traurig genug), ich würde mir nie anmaßen, jmd für sein Handeln öffentlich zu kritisieren ( außer in der Arbeit bzw mit Hausrecht). Ich hoffe da ( Hygiene) passiert mehr ... und damit mein ich nicht Sagrotan. Ich glaube, man kann mehrfach diese ' Grippe' bekommen.


ImvPP

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Antwort auf Beitrag von Loretta1

Hast du mehr Angst davor, ausgegrenzt zu werden, als davor andere zu gefährden?


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Loretta1

Zombie-Apokalypse und jeder gegen jeden.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Loretta1

Dass jemand so etwas sagen könnte, ist aber nur eine Vision, nicht Realität. Und man kann aber doch nicht von den paar, von denen man sich nur ausmalt, sie könnten Corona-Positive als Superspreader ausgrenzen, auf all diejenigen schließen, die jetzt meinen, man bräuchte härtere Maßnahmen, und ihnen die Solidarität absprechen. Ja, ich glaube auch, dass wir härtere Maßnahmen JETZT brauchen, weil uns sonst das exponentielle Wachstum wahrscheinlich genauso überrollt wie die Nachbarländer und das Wachstum der Zahlen nur noch durch nächtliche Ausgangssperren (wie jetzt in Frankreich), komplette Schulschließungen (wie jetzt in Tschechien oder Abriegelung einzelner Ortschaften (wie jetzt in Österreich) in Griff zu kriegen ist. Ich finde es um einiges sinnvoller, früh erträgliche, "mittelharte" Maßnahmen zu ergreifen als später wieder so massiv reagieren zu müssen.


Korya

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Antwort auf Beitrag von luna8

Mit Masken & Co habe ich keine Probleme, aber ich fand es schade, dass uns die Gelegenheit genommen war, meine Mutter und Geschwister zu treffen, eigentlich versuchen wir schon einmal pro Jahr zusammen zu kommen. Geändert hat sich nicht viel, ich mache mehr Homeoffice, bekomme weniger Gehalt, aber alles im machbaren Rahmen. Vor dem hier zitierten "gesellschaftlichen Leben" waren wir aus verschiedenen Gründen schon vorher ziemlich ausgeschlossen, das hat sich nicht groß geändert, weder zum Guten noch zum Schlechten - auch kein Beinbruch. Mir ist allerdings auch niemand bekannt, der solche Ängste hätte.


Maxikid

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Antwort auf Beitrag von Korya

Mit den Masken und Vorgaben habe ich gar keine Probleme. Arbeiten außerstande läuft auch wie vorher. Nur meine pers. sozialen Kontakte sind komplett eingebrochen. So stehe ich alleine da. Ich gewöhne mich dran. LG


Korya

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Antwort auf Beitrag von Maxikid

Weg gebrochen weil vorübergehend nicht möglich, oder weil kein gegenseitiges Interesse mehr besteht?


Maxikid

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Antwort auf Beitrag von Korya

Weil kein Interesse mehr besteht. LG


Korya

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Antwort auf Beitrag von Maxikid

Doof. Aber dann wahrscheinlich besser so. Spreu vom Weizen trennen !


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von luna8

Hmmm, ein bisschen fehlt die Spontanität. Und ich kann nicht so Veranstaltungen planen, wie ich es gewöhnt bin, keine Großveranstaltungen. Das fehlt schon. Keine Weihnachtsfeier. Mit Freunden treffen und mit der Familie ist so wie früher außer meine Tante im Pflegeheim.


Ellert

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Antwort auf Beitrag von luna8

nein,, wir habe ein gesellschaftliches Leben, aber in unserer Altersgruppe und sind entsprechend alle recht vorsichtig, ich habe auch keine Agnst dass Freundschaften verlorengehen weil man sich nur von Ferne sieht und telefoniert statt trifft und wenn die verloren gingen wären sie nicht echt gewesen. Bei uns konkret geändert hat sich dass wir nichtmehr mit Freunden zusammen Essen gehen ( aber auch nicht ohne) Unternehmungen sich nach Aussen verlagert haben. Im Winter wird das dann wieder nichtmhr recht gehen, dann muss man halt auf den Frühling warten und freut sich drauf dagmar