Novemberlotte
Ich unterrichte an einer NRW-Gesamtschule, lokale Inzidenz um 300. Fakten: etwa 1000 Schüler, 100 Lehrerinnen und Lehrer Aktuell haben wir - 3 positiv getestete Lehrkräfte - 6 positiv getestete Schüler - etwa 15 weitere Lehrkräfte als K1 in Quarantäne - 9 Lehrkräfte, die als Risikogruppen derzeit nicht unterrichten - 7 Klassen in Quarantäne Heute musste ein ganzer Jahrgang (5 Klassen) zusätzlich zu Hause bleiben, da so viele Lehrer fehlen, damit die frei gewordenen Lehrkräfte für Vertretungsunterricht herangezogen werden können. Durch das viele Vertreten haben die anwesenden Lehrkräfte viele viele weitere Kontakte zu etlichen fremden Klassen. Das geht nicht mehr lange gut. Die Schule fühlt sich von der Stadt und Landesregierung im Stich gelassen. Wlan fürs Distanzlernen reicht bei uns in der Schule für 3 bis 4 (von insgesamt etwa 35) Klassen, danach gibt es kein Netz mehr. Anstrengend, unzufriedenstellend gesundheitsgefährdend. Ist es anderswo aucv so angespannt?
Siehe mein Beitrag weiter unten, zwar nicht NRW, aber vergleichbar.
Oh ja, vergleichbar sind deine Angaben wirklich.
große Schule, trotzdem recht wenige Fälle, Unterricht läuft normal nach Plan, sogar die Vertretungen klappen in den meisten Fällen.
Und euer WLAN hätte man in den letzten 9 Monaten nicht verbessern können?
Da weigert sich der Schulträger (Stadt). Die Schule wird demnächst entweder kernsaniert oder neu gebaut, das ist noch nicht entschieden. Und bis dahin hütet man sich, zu investieren.
Na dann....
Hier schule des Kindes ca. 1500 Schüler, um die 150 Lehrer. Wieviel Lehrer nicht da sind, kann ich nicht sagen. Keine einzige Klasse in quarantäne, einzelne Schüler wegen Kontakten außerhalb natürlich schon. Inzidenz bei 200. Läuft alles normal soweit. Allerdings achten Lehrer auch streng darauf, sich nicht näher zu kommen und gehen quasi nicht ins Lehrer zimmer.
Das machen wir auch. Hier werden standardmäßig die beiden Klassenlehrer bei positiven SuS in ihrer Klasse vom GA in Quarantäne geschickt.
Das war bei uns auch so, aber es soll eine Änderung gegeben haben.
Ja, bein uns - Gymnasium mit ca. 1.400 Schülern, ca. 140 Lehrer. Wir bekommen ja als Eltern nicht alles mit, aber mindestens 3 positiv getestete Lehrer, mindestens 4 positiv getestete Schüler, aktuell auch mindestens 4 Klassen in Quarantäne, vor den Ferien auch schon die ganze EF mit ca. 180 Schülern plus entsprechend viele Lehrer (je meist ca. 10 Lehrkräfte pro Fall in Quarantäne)... Meine Tochter darf morgen wieder in die Schule - sie freut sich schon sehr - ich sehe es mit mulmigem Gefühl und denke, die nächste Quarantäne lässt nicht lange auf sich warten. Wir haben bis heute noch nicht einmal eine schriftliche Anordnung vom Amt bekommen...die sind wohl total überlastet - wir haben nur die Info der Schule, dass unsere Kinder eine Anordnung bekommen würden...vermutlich, wenn sie längst schon wieder raus sind. Die Schulen fühlen sich zurecht im Stich gelassen.
Das liest sich nicht schön. An unserer weiterführenden Schule ( auch NRW) läuft es derzeit noch super. Bisher kein Coronafall *toi toi toi* Ich muss allerdings zugeben, dass ich mir wirklich überlege schon mal einen guten Nachhilfe Lehrer zu suchen, denn über Kurz oder Lang wird hier auch was kommen und wir sind nicht so fürs Zuhause Lernen *gemacht* Mach mir bei solchen Zeilen nämlich wirklich Sorgen um die Bildung der Kinder.
"offene Schulen sind ein Bekenntnis für das Recht der SuS auf Bildung. Feste Strukturen sind für Kinder und Jugendliche gerade in der Krise sehr wichtig, sie brauchen auch jetzt Unterstützung und direkte Kontakte zu ihren Lehrern und Mitschülern." "In einer Demokratie gilt es abzuwägen zwischen dem Gesundheitsschutz und anderen Rechtsgütern wie das Recht auf Bildung, auch soziale Aspekte spielen eine und vieles mehr spielen eine Rolle. Das Recht auf Gesundheit kann nicht absolut sein." (Kultusministerium BaWü auf Twitter) liest sich wie Hohn ... oder?
ich finde, dass sich das sehr vernünftig liest
Ich meine in Bezug zu novemberlottes Bericht. Wenn so viele Infiziert/in Quarantäne sind ist nicht mehr viel mit "Stabilität/festen Strukturen", Recht auf Bildung, soziale Aspekte... all das hat man mit komplett offenen Schulen auch nicht, wenn es so endet wie oben beschrieben. Auch der letzte Satz, dass Recht auf Gesundheit nicht absolut sei ist in der Diskussion mit Lehrern, die sich ungeschützt fühlen, eigentlich eine Frechheit.
Aber es gibt auch viele Schulen, wo es gut läuft. Der Thread zeigt doch auch, dass die Zustände an dieser Schule nicht "normal" sind. Vielleicht sollte da individuell an "solchen" Schulen am Hygiene-Konzept gearbeitet werden. Ich verstehe auch nicht, warum sich Lehrer ungeschützt fühlen? Durch Frontalunterricht ist Abstand gegeben. Alle 20 Minuten lüften haben sie selbst in der Hand. Genauso wie die Maske. Da sind die Schüler selbst gefährdeter und selbst da sehe ich das Risiko der Gesundheitsgefährdung als gering an, wenn die Hygieneregeln vernünftig von Schule und Lehrern umgesetzt werden
Ich befürchte, "solche Schulen" sind in wenigen Wochen kein Einzelfall mehr (auch heute nicht...) DANN allerdings gibt es kein sinnvolles Zurück in ein Hybridsystem, dann geht es komplett zu.
ich bin da optimistischer. Denke aber auch, dass jede einzelne Schule was machen kann, damit es nicht zu solchen Zuständen kommt
ich bin da optimistischer. Denke aber auch, dass jede einzelne Schule was machen kann, damit es nicht zu solchen Zuständen kommt
Wir hatten seit den Sommerferien eine durchgängige Maskenpflicht. Alle Fenster und Türen sind fast durchgehend auf. Es gibt einen gestaffelten Schulbeginn sowie Unterrichtsende. Alle Jahrgänge nutzen verschiedene Treppenhäuser und Pausenbereiche, damit sich Stufen nicht vermischen. Jedes Durchmischen von Klassen im Unterricht wurde seit August gestoppt. Seife und Desinfektion sind reichlich vorhanden. Was soll also eine, meine, Schule mit "solchen" Bedingungen anders machen? Unsere Schülerschaft ist sehr heterogen und en gros "bildungsfern". Nach der Schule wuseln sie wild durcheinander.
Hier auch NRW, Realschule und Gymnasium auf einem Gelände. 1.500 Schüler, auch über 100 Lehrer. Inzwischen unterrichten auch alle Lehrer wieder in Präsenz. Aktuell: Keine Fälle, keine Quarantäne. Insgesamt gab es nur 3 Fälle in diesem Schuljahr, immer in der 5. Klassenstufe. Es fällt erfreulich wenig Unterricht aus, im Grunde läuft es besser als vor Corona. Allerdings ist hier ganz klar, dass man so viele Dinge wie möglich schaffen möchte, bevor die Schule ggf. geschlossen werden müsste. Digitales Lernen hatte im Sommer überhaupt nicht geklappt.
Hessen, Gymnasium. 7 Tage Inzidenz des Kreises: 220 Obwohl der Kreis in Stufe 2 des Corona-Plans feste Lerngruppen vorschreibt, gibt es hier weiterhin Ethik und 2. Fremdsprache gemischt. Junior hatte seit Wochen keinen Chemie-Unterricht mehr, da die Lehrerin wohl als Vertretung für andere Klassen gebraucht wird. Er hat auf jeden Fall Vertretungsunterricht ohne Chemie, die Lehrerin ist aber vor Ort. Seit 3 Wochen fällt auch häufiger Unterricht an den Randstunden weg und die Erzählungen von Vertretungsunterricht häufen sich. Vor einer Stunde wurde das Wechselmodell für die Sekundarstufe II und Berufliche Schulen ausgerufen. Junior (8. Klasse) muss aber weiterhin mit 30 Schülern plus 1 Lehrer in der Klasse sitzen. Man lüftet schließlich 2x pro Stunde.
aber auch nicht übertragbar. Ich kann aber sehr gut nachvollziehen, dass man sich da im Stich gelassen fühlt. Hier Schule mit ca. 1000 Schülern. Bisher kein Coronafall, wenn man mal von dem einen absieht, den aber die Schule lehrertechnisch gut auffangen konnte. Inzidenzwert hier: 160. Hier gibt es wahnsinnig viele junge Lehrer. Vereinzelt sind Lehrer hier im Onlineunterricht. Betrifft nur ein Fach (Nebenfach) von Kindklein. Aber bemühter Onlineunterricht durch die Lehrkraft. Rücksicht? Auf wen, von wem? Auf keinen. Auch nicht auf die Kinder. Die Anforderungen bleiben, ohne Rücksicht auf Verluste.
Wir haben aktuell einen Fall an der Schule, komplette Klasse in Quarantäne, plus beide Lehrerinnen und alle Schüler welche mit dem infizierten Schüler im Bulli saßen, plus Nachmittagsbetreuung. Keine Ahnung ob da noch mehr infiziert sind, diese Meldung wird nicht weitergereicht.
An der Schule meiner Kinder ist gar nichts. Alle Klassen normal da, also voll. Es fällt noch nicht einmal der Unterricht wegen anderen Erkrankungen aus. Toitoitoi Anderen Schulen im Umkreis ist es nicht so gut ergangen.
Ich denke, die Schüler sind keine infektionstreiber?!? Völlig harmlos... Ich glaube, Erzieherinnen lassen ihre kleinen nicht im Stich..
Die Chemie-Lehrerin meines Sohnes gehört zur Risikogruppe. Sie unterrichtet mit FFP2 Maske. Auch die Lehrer kurz vor der Rente unterrichten so. In einigen Ländern reicht ein hausärztliches Attest, andere verlangen ein amtsärztliches Gutachten. Hessen z.B. geht davon aus, dass hausärztliche Atteste alle 3 Monate erneuert werden. Freistellung vom Präsenzunterricht heißt aber nicht, vom Unterricht freigestellt. Man wird weiterhin eingesetzt für andere Arbeiten. Normalerweise umfasst das auch den Fernunterricht für die eigenen Klassen zu übernehmen. Ehrlich gesagt gehe ich davon aus, dass kein Lehrer einfach so daheim bleibt, sondern wirklich wichtige Gründe dafür hat. Mir persönlich wäre zum aktuellen Zeitpunkt mindestens wechselnde Präsenz für die Schüler auf weiterführenden Schulen und regelmäßige Tests für die Lehrer lieber. Das wäre sicherer für die Schüler und die Lehrer.
"Ich denke..." und "Ich glaube..." In so vielen Bereichen geht ist der Schutz wichtiger, als alles andere... "Selbstschutz geht vor Fremdschutz" spielt auch bei Rettungskräften eine große Rolle. Und nun einer Berufsgruppe mit Risikopatienten zu unterstellen, sie wären im Gegensatz zu einer anderen Berufsgruppe empathilos, ist doch mehr als daneben!
Es sagt hinterher keiner Dankeschön.....ich habe für jeden Verständnis der sich selber schützt!
Nein. I-Wert knapp unter 200. Schule (GS) ca. 200 Schüler plus Lehrer, OGS-Betreuer. Kein einziger Fall - weder Quarantäne noch Infektion.
Vertretungen finden nicht statt, wenn Lehrer nicht da wegen Krank, Quarantäne oder Risikogruppe finden die Kurse entweder nicht statt oder es gibt Onlineunterricht. Der bei uns aber sehr gut geklappt hat. 300 auf 100.000 in 7 Tagen? Das wäre ein neuer Spitzenreiter. Momentan liegen wir auf Platz 2 in NRW.
Heute in der Stadt: 333 auf 100.000 Einwohner. Aber in der Statistik taucht nur der Kreis auf, dessen Inzidenz liegt bei 212, oder so.
Beleg für Inzidenz
Lokaler Inzidenz bedeutet bei euch was? Eurem Landkreis oder kreisfreie Stadt oder wirklich -selbst ausgerechneter?- lokaler Wert? Hier, Inzidenz im Nachbarlandkreis wo Mini-Nilo zur Schule geht, seit Wochen, ja Monaten, rot, er war auch schon mal Ü400. Gemacht wurde... NÜSCHT. Einige wenige Schüler sind als K1 in Quarantäne, alles andere läuft normal weiter. Bis auf die Schüler, die Suspendiert wurden. Diese bekommen Homeschooling. Angespannt sind hier sicherlich alle, da man wartet, bis das Pulverfass explodiert.
Die Inzidenz der Stadt innerhalb des Kreises, Stand heute.
Ich unterrichte in NRW an einer Grundschule, Inzidenzwert über 200, keine Maskenpflicht in den Klassenräumen. Von 10 Lehrererinnen bisher null erkrankte, Tests finden regelmäßig statt. Von 200 Schülern bisher null erkrankte 1 Schüler war mal in Quarantäne, da der Vater positiv getestet wurde und eine Kollegin musste mal 5 Tage zu Hause bleiben, da ihr Kind in Quarantäne war, weil ein Klassenkamerad positiv getestet wurde. Bei uns ist es also den Umständen entsprechend noch recht entspannt und ich hoffe, dass das auch so bleibt. Liebe Grüße, Gold-Locke
Bei uns in Sachsen geht es jetzt erst los, bisher lief Schule ohne Abstand und Maske. Getestet wird hier nur mit Symptomen. Diese Woche sind die ersten zwei Lehrer und die Sekretärin zu Hause, mit Symptomen und positivem Test. Dazu 3 Schüler und deren komplette 3 Klassen vorläufig zu Hause. Sieht nicht aus als ob es besser wird. Es mehren sich hier auch die Stimmen von Eltern, die geteilte Klassen befürworten. Die Kinder stecken sich in der Schule an, schleppen es heim und die dann kranken Eltern wundern sich, wo sie es her haben. Symptomlose Kinder werden ja nicht getestet. Und wenn man sie dann als Kontaktperson der Eltern testet, sind sie schon wieder negativ. Daraus folgt die Schlussfolgerung, dass das "diffuse" Infektionsgeschehen überall herkommt, nur keinesfalls aus der Schule. Sonst müsste man nämlich Maßnahmen ergreifen, die das Volk ( insbesondere Eltern/ Mütter) auf die Barrikaden bringen. Sowas wie Homeschooling.
Nein, bei uns ist es noch entspannt. Gymnasium, NRW. um die 1000 Schüler, lokaler Inzidenzwert knapp über 200. Aktuell ein Corona-Fall (Schüler). Die Klasse ist zuhause in Quarantäne, die Lehrer dürfen weiter unterrichten und machen live-streams aus dem Klassenrau. Das hat den Vorteil, dass die Lehrer in der Schule sind und auch die anderen Klassen regulär unterrichten können. Das ist gut, denn es ist wieder (zum 2. Mal) der Mathe-LK Lehrer von meinem Großen betroffen. Es haben sich weder andere Schüler noch Lehrer infiziert, da bei uns konsequent seit August freiwillig Masken getragen werden von allen Schülern und Lehrern, durchgehend. Scheint erfolgreich zu sein. Schulleitung ist sehr bemüht, Elternschaft auch gut informiert und unterstützend. Für NRW sicher eine Bullerbü-Schule ;). Aber auch an den anderen Schulen unserer Stadt, gibt es zwar Einzelfälle, aber keine großen Ausbrüche, keine Ansteckungen in den Schulen. Die Kinder tragen die Infektionen aus den Familien in die Schulen (Familienfeiern als Auslöser vermutlich). Größere Cluster gab es hier in Altenheimen und in der Erstaufnahme für Flüchtlinge (aber die Kinder von dort gehen hier nicht zur Schule, da die Familien da idR nur 1-2 Wochen bleiben).
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