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70% der Kinder fühlen sich belastet

70% der Kinder fühlen sich belastet

Streifenhörnchen

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https://www.br.de/nachrichten/wissen/neue-studie-wie-kinder-in-der-corona-krise-leiden,S4KteO8 Ich finde das, genau wie den Sachverhalt unten, beängstigend. Wie wenig Rücksicht auf die Kinder genommen wird. Wieder sollen sie auf die Mehrheit ihrer Freunde verzichten, schon gar nicht auf einmal treffen. Wieder ist die Rede von verlängerten Ferien (warum nicht wenigstens digitaler Unterricht in der Zeit?) Wieder können Sie nicht zum Vereinssport oder Musikverein. Wieder können Sie in kein Schwimmbad oder Zoo. Erstmal für zwei Monate, aber ich wette, dass diese Maßnahmen bis zum späten Frühjahr gelten. Ja, das ein oder andere trifft auch Erwachsene. Aber die würden wahrscheinlich weniger oft in den Tierpark oder Spaßbad gehen, wenn sie keine Kinder hätten. Und ein Erwachsener kann joggen gehen, einem Fünfjährigen macht das als Ausgleich zum Fußball mit Trainer wohl weniger Spaß. Ja, es kommt auch darauf an, wie ich darüber mit meinen Kinder rede, meine eigene Haltung dazu. Aber das Resultat ist das gleiche: das Kind darf Vieles nicht machen, soll manches nicht machen. Und ja, wenn ich Prioritäten setzen könnte, lägen diese ganz klar auf eine absolut normale, freie Kindheit und nicht auf Gottesdienste, Familienfeiern im großen Stil, Urlaub und dergleichen...

Bild zu 70% der Kinder fühlen sich belastet - Coronavirus - Schwangerschaft, Baby, Kinder und Familie

Feuerschweifin

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"Und ja, wenn ich Prioritäten setzen könnte, lägen diese ganz klar auf eine absolut normale, freie Kindheit und nicht auf Gottesdienste, Familienfeiern im großen Stil, Urlaub und dergleichen..." Und hier liegt der Hund begraben. Denn deine persönlichen Prioritäten sind so, diejenigen eines zweiten anders, jeder hat persönliche Prioritäten. Und da diese Prioritäten nicht bei allen Menschen gleich sind, balanciert die Politik und versucht, die Belastung irgendwie auf alle zu verteilen und gleichzeitig zu schauen, wie das mit neuen Erkenntnissen zusammen passt. Ein undankbarer Job, um den ich sie nicht beneide.


Meyla

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Und wie wäre dein Lösungsvorschlag? Den lässt du irgendwie permanent aus.


Streifenhörnchen

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Echt, tu ich das?! Sage ich nicht seit Anfang an: Reisen: verboten Große Feiern: verboten Profisport mit Zuschauern: verboten Massivste Zugangsbeschränkungen überall wo viele Menschen zusammenkommen (Messen, Restaurants, Freizeitpark, Einzelhandel, ÖPNV...) Und dafür bleiben Schule und Kita für alle offen, die das möchten, für alle anderen Beschulung online. Spielplätze und Tierparks bleiben offen. Keine massiven Kontaktbeschränkungen für Kinder. Vereinssport und Musik für Kinder erlaubt.


kuestenkind68

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Musikunterricht ist bei uns in NRW tatsächlich noch erlaubt. Mein Kind ist sehr froh darüber. Aber das Konzert zu Weihnachten findet leider natürlich nicht statt. Alles andere wird hier auch schmerzlich vermisst. Gsd ist wenigstens noch die Schule geöffnet.


naemy

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"Und dafür bleiben Schule und Kita für alle offen, die das möchten, für alle anderen Beschulung online." Und möchten die Lehrer, die I-Kräfte und alle anderen Erwachsenen in der Schule das auch? Lehrer sind täglich mit über 100 Haushalten in Kontakt und nein, die Masken werde nicht brav getragen. Die sind oft viel zu groß. Daher rutschen sie runter und/oder es wird dran vorbei geatmet. Zum niesen werden sie ausgezogen - könnte ja sonst eklig sein in seine Maske zu niesen. Der Lehrer muss auch nicht in Quarantäne, wenn das positiv getestete Kind in der letzten Reihe saß. Auch Erwachsene frieren übrigens ;-) Und wenn man sich so umhört ist dir Hälfte der Lehrerschaft erkältet. Würden die alle zu Hause bleiben, wären die Schulen dicht.... Also nein, es ist nicht möglich mit der Freiwilligkeit...


Meyla

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Wieso hälst du es für so unzumutbar, dass Kinder lernen mit Problemen umzugehen? Musikunterricht gehört definitiv verboten füe die nächste Zeit,maximal über Zoom in den eigenen 4 Wänden. Da wird kein Kind in der Psychiatrie enden, weil es nicht mehr flöten kann.... Vereinssport das Selbe. Da stehen Erwachsene, die dad ganze betreuen und in die "nicht Kinder Welt" schleppen. Auch Kinder müssen sowas lernen. Im Berufsleben, außerhalb von Mamas Haus, trägt sie auch keiner mehr in einer sänfte von den Problemen weg.


luna8

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Also in Berlin ist Vereinssport bis 12 Jahren ( zumindest outdoor erlaubt) und unser Tierpark hat auch geöffnet. Klar belastet C auch die Kinder, wie jeden anderen Menschen auch. Ich fände es aber viel belastender ( als Kind), wenn meine Eltern immer so ne negative Einstellung haben und das auf die Kinder übertragen.


Einstein2.0

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Ok, dann alles wieder hochfahren und das Ding laufen lassen. Da Lockdown bäh ist und Impfung noch viel mehr Bäh, bleibt ja nichts anderes, als einfach so zu tun als wäre nichts! Ich bin dabei! Alles aufsperren und nach uns die Sintflut!


Feuerschweifin

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Antwort auf Beitrag von Einstein2.0

Trifft doch nur die Alten und Kranken, entlastet die Sozialkassen.


Streifenhörnchen

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Antwort auf Beitrag von Einstein2.0

Von mir aus auch das... Aber wie ich schon auf Meyla antwortete und davor schon tausend Male schrieb, hätte ich auch noch andere Vorschläge...


Caot

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wird das wohl nichts mit dem Lockdown. Jeder wünscht sich ja etwas anderes. Mein Teen wohl das Fitnessstudio. Infektionen gab es hier nicht. Es gibt Belüftungsanlagen, super Hygienekonzept. Und nun? Er akzeptiert diese Einschränkung. Da muss der 5-jährige Knirps eben auf den Zoo verzichten.


Lauch1

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Irgendwie ignorierst du die Realität, natürlich sind durch Covid Kinder eingeschränkt und seelisch belastet. Wer bezweifelt denn das?


Streifenhörnchen

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Ähm. Es bezweifeln unten aber schon einige, dass das AUCH an Corona und den Maßnahmen liegt...Es läge ja eher an den Eltern und den zerrütteten Familien...


Caot

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Antwort auf Beitrag von Streifenhörnchen

auch wenn das natürlich, so allgemein pauschalisiert, Käse ist. Wenn ich bedenke, was hier so mancher User mit seinen kindern macht, wundere ich mich letzten Endes nicht, wenn 70% der Kinder sich belastet fühlen.


Lauch1

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Natürlich liegt das an Corona und an den Maßnahmen, an der Arbeitslosigkeit, der Unsicherheit. Nur du kannst doch deswegen die Krankheit nicht ignorieren. Sobald du alles laufen lässt gehen die Infektionszahlen hoch, die Krankenhäuser, die Intensivstationen werden voll und man stirbt am Blinddarmdurchbruch oder am Herzinfarkt. Die Einschränkung für Kinder und Jugendliche (und alle anderen) dauert noch ein paar Monate, dann war es das. Es gibt mehrere Impfungen und demnächst werden sie zugelassen.


Felica

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Du hast nichts, wirklich nichts verstanden. Eine Familie, auch die Kinder, welche als solches stabil sind, die werden auch Corona meistern. Die werden zwar meckern, das ein oder andere doof finden und auch mal jammern, aber sie nehmen keinen Schaden davon. Weder psychisch noch physisch. Da aber wo es eh schon hängt, da kann es sich verschärften. Daran ist dann aber nicht Corona alleine schuld, sondern Coroba wirkt nur verstärkend. Oder glaubst du ernsthaft ein Vater wird plötzlich nur wegen Corona zum Schläger, die Mutter nur deshalb Alki oder Medikamentensüchtig, der bisher lebensfrohe 14jährige Teen fällt in tiefste Depressionen? Das sollte dir eigentlich klar sein das das Humbug ist. Würde das stimmen, hätte es die Probleme nicht vor Corona gegeben. Was jetzt auffällt ist das eben die Zahl der ganzen Grenzfälle aufgedeckt werden. Also überall in den Familien wo man es bisher mehr oder weniger gut vertuschen konnte. Mehr nicht. Die Kinder haben auch vor Corona gelitten. Nur hat es da eben keinen interessiert weil alle besser vertuschen konnten. Dann wäre eben bei Familie Meier wo das Kind schon seit Jahren leidet ohne Corona alles noch so 1-2 Jahre weitergelaufen. Mit Glück oder Pech, je nach Sichtweise, hätte das Kind auch solange die Kindheit überlebt bis es die erste Chance zur Flucht spätestend mit Volljährigkeit nutzen kann die Schäden dann dürften aber kaum geringer sein.


Häsle

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Antwort auf Beitrag von Felica

Das denke ich auch. Da gehört schon mehr dazu als "nur" Coronamaßnahmen. Trotzdem müssen diese Menschen aufgefangen werden. Btw., der Artikel ist vom 10.7. Dann wurde die Befragung wahrscheinlich direkt nach oder noch während der strengen Beschränkungen durchgeführt. Da waren meine Kinder auch noch "belasteter" als jetzt. Nach der Beschränkung lief doch den Sommer über alles ziemlich normal, und auch jetzt sind sie, wie wir alle, bei weitem nicht so arg eingeschränkt wie im Frühjahr. Das war schon viel heftiger.


Felica

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Antwort auf Beitrag von Häsle

Klar müssen die aufgefangen werden, keine Frage. Aber das mussten sioe auch schon vorher und auch da ist nichts passiert. Mich stört eher dieses extrem einfache Denken. Man hat Feind X und der ist nu für alles alleine schuld. Aber denkt man mal wirklich weiter, ist eben nicht Corona daran schuld, sondern all das was bisher versäumt wurde.


Caot

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Antwort auf Beitrag von Streifenhörnchen

und nun? Belastend ist das doch für alle, oder nicht? Wobei, wenn ich von Belastung rede, noch Meilen von der psychologischen Therapie bin. Alternative? Ich sehe es so. Nichts wie nichts (Lockdown im Frühjahr) ist ja nicht so, auch wenn manche Dinge anders oder gar nicht gehen - im Moment. Ein, zwei Freunde - da lass ich mir von keinem etwas vorschreiben - lass ich hier durchgehen. Das ist absolut okay für mich. Priorität Schule ist offen. Alles andere drumherum auch. Wir leben in Deutschland. Ich fühle mich ganz gut hier aufgehoben. Mir passen viele Dinge auch nicht, aber es nützt doch nichts. Müssen wir durch. Ist so!


InmeinemkleinenApfel

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Antwort auf Beitrag von Caot

Sehr gut gesagt! Ich gehe gleich noch spazieren und genieße es. In anderen Ländern dürfte ich das gerade nicht


Finale

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Antwort auf Beitrag von Streifenhörnchen

Was eine normale freie Kindheit ist, ist je nach Epoche, Umstände anders definiert. Meine Mutter musste im Grundschulalter ihre jüngeren Geschwister versorgen, meine Vater auf dem Feld mithelfen. Rückblickend finden beide, dass sie eine schöne Kindheit hatten.


Felica

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Antwort auf Beitrag von Finale

So sieht es aus. Ich durfte mir noch Geschichten anhören von 3km Schulweg zu Fuß. Auch im Winter. Oder wenn man mal wieder Bombenangriff miterlebt hat. Oder man mit dem Zollstock Manieren beigebracht bekommen hat. Da müssen all diese Leute ja schwerst gestört gewesen sein. Und trotzdem sagen die, auch wir hatten eine schöne Kindheit. Der Zeitraum mit Krieg und Elend war eben nur ein Teil dieser.


Cleaxxx

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Antwort auf Beitrag von Streifenhörnchen

Liebes Streifenhörnchen, Meine Kinder gehen in Frankreich in die Schule. Soll ich dir mal erzählen, was man hier darf und was nicht? Raus für 1h am Tag im Umkreis von 1km. GAR keine Spielbesuche.... Es ist nicht schön, aber durch die Maßnahmen sinken die Infektionszahlen rapide, von teilweise fast 90.000 auf inzwischen unter 10.000. Wir müssen da alle durch und auch die Kinder wissen, worum es geht. Ich habe manchmal den Eindruck, die Kinder kommen mit der Situation besser zurecht als manch ein Erwachsener.


Feuerschweifin

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Antwort auf Beitrag von Cleaxxx

Danke für diesen unaufgeregten Bericht aus dem Nachbarland, der mal Relationen aufzeigt.


Luna Sophie

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Antwort auf Beitrag von Cleaxxx

Hier wird gerne mal vergessen, dass es in anderen Ländern viel härtere Maßnahmen gibt. Ich telefoniere öfters mit Bekannten aus Frankreich (aber auch Belgien, Italien) und diese sind immer sehr erstaunt über die "Jammerberichte" von deutschen Internetseiten und den deutschen Sendern. Fragen mich, ob hier wirklich so gelitten wird. Und ob die Bevölkerung in Deutschland die Todeszahlen aus anderen Ländern nicht wahrnimmt.


3wildehühner

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Danke! Genauso sehe ich das auch!


Korya

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Antwort auf Beitrag von Cleaxxx

Mein neuer Chef ist gerade aus Frankfreich nach Japan gekommen. Er meint, was er am meisten genießt, ist (A) morgens in die Firma fahren zu dürfen (B) in Besprechungen mit anderen in EINEM Besprechungszimmer zu sitzen und (C) am Wochenende mit seiner Tochter spontan und ausgiebig Klamotten shoppen gehen. Das fühle sich alles noch ganz komisch an...


kevome*

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ich kann es echt nicht mehr hören. Kinder und Familien sind ganz bestimmt nicht mehr eingeschränkt als andere Menschen. In einer Pandemie muss eben jeder Abstriche machen. Auch Kinder. Aber gerade bei diesen kann die Familie doch viel auffangen. Statt Zoo in den Wald. Statt Fußballtraining draußen mit Mama oder Papa toben usw. usf. Die von dir genannten Beispiele müssen doch alle gar nicht schlimm sein. Zumindest bis ungefähr 12 machen doch Ausflüge mit Eltern genauso viel Spaß wie Treffen mit Freunden. KiTas und Schulen sind offen. Darüber hinaus reicht doch eigentlich ein Freund, den man hin und wieder trifft. Müssen das dann wirklich Kindergruppen sein? Dein angehängtes Bild ist dazu noch falsch. Das ist doch nicht alles verboten. Einfach mal die Situation so nehmen wie sie ist und dann gucken wie man als Familie das Beste daraus macht. Ohne ein Ranking machen zu wollen, wer am meisten leidet, habe ich ehrlicherweise Mitleid mit 2 Bevölkerungsgruppen: - Alleinstehenden jedweden Alters. Und als Steigerung noch mit Homeoffice. Denen bricht alles an sozialen Kontakten weg. Da haben wir mit Familie es doch richtig gut - Junge Erwachsene zwischen 16 und 25. Da können Eltern nämlich deutlich weniger von den fehlenden Freizeitmöglichkeiten auffangen als bei kleinen Kindern. Vor allem sind in der Altersgruppe durchaus Zukunftsängste vorhanden. Da brechen aktuell nämlich die Ausbildungsplätze weg und ein Studium ohne Präsenzzeiten ist auch nicht jedermanns Sache. Dazu noch die lang geplanten Auslandsaufenthalte, die sich alle in Luft aufgelöst haben etc.


Felica

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Antwort auf Beitrag von Streifenhörnchen

Tja, ich fand, vom familiären Aspekt her den ersten und zweiten Lockdown super. Wir hatten noch nie so viel Zeit als Familie wie im Frühling und Sommer. Kind Gross fand es auch super. Gerade die Tage kam das Thema, weil jetzt im 3tem lockdown zwar sowas wie Vereine wegfällt, zum Teil, aber Schulalltag bleibt. So verschieden kann man es sehen.


3wildehühner

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Antwort auf Beitrag von Felica

Meine kleine Nichte ist auch glücklich. Mama UND Papa sind beide im Homeoffice und haben so viel Zeit, wie nie zuvor.


Möhrchen

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Antwort auf Beitrag von 3wildehühner

Die Schere klafft weiter auseinander. Die einen wachsen an der Krise zusammen - die anderen rutschen weiter ab.


Luna Sophie

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Antwort auf Beitrag von Streifenhörnchen

Was bin ich froh, dass meine Kinder nicht zu diesen 70% gehören. Und das obwohl sie nicht zum Fußball dürfen. Schule und Kindergarten sind offen. Spielplätze auch. Und jedes Kind darf sich mit einem Freund treffen. Wir machen sehr viel zusammen. Maske tragen stört meine Kinder nicht. Was meine Kinder wirklich traurig macht, ist dass sie ihre Großeltern verloren haben, dank Corona. Ich frage mich, wie eine absolut freie Kindheit möglich sein soll, mit Corona? Es ist doch nicht möglich, dass sich die Kinder weiter mit großen, ständig wechselnden Gruppen treffen. Wie soll da eine Nachverfolgung möglich sein? Und wie fühlt sich wohl ein Kind, wenn es erfährt, es hat den Virus zu den Großeltern getragen, die dann ins Krankenhaus müssen. Oder gar daran sterben. Mal ganz unabhängig von Corona, es gehört zur Kindheit dazu, dass Kinder nicht immer das machen dürfen, was sie wollen, was sie mögen. Meine Große würde sofort die Schule schmeißen und den ganzen Tag lesen, wenn sie dürfte. Mein Großer würde sofort die Schule schmeißen, nach Lust und Laune daheim lernen und mit seinen Freunden Fußballspielen, wenn er denn dürfte. Die Zwillinge dürfen nicht die Sandkiste ins Kinderzimmer bringen. Sie dürfen nicht die Nacht zum Tag machen. ... Grenzen und Regeln gehören ganz besonders in der Kindheit zum Leben dazu. Ja, aktuell gibt es mehr Regeln. Aber im Rahmen des erlaubten, kann doch sehr viel gemacht werden. Andere Länder hatten 3 Monate kompletten Lockdown, da durften Kinder teilweise die Wohnung gar nicht verlassen. Dazu im Vergleich sind die Regeln in Deutschland echt harmlos, offen und leicht einzuhalten.


3wildehühner

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Antwort auf Beitrag von Streifenhörnchen

Wir haben eine Pandemie! Dadurch sind (fast) alle, egal, ob groß oder klein, belastet. Und das auf der ganzen Welt. Die Pandemie kann nicht weggezaubert werden, aber mit einer positiven Einstellung werden wir das überstehen. Wenn die Maßnahmen zu früh gelockert werden, steigen die Zahlen und die Todesfälle weiter an. Für Jeden, besonders aber für Kinder, ist es deutlich traumatisierender, wenn ihre Eltern, Großeltern oder andere nahestehende Personen an Corona erkranken und unter den leider häufiger auftretenden Spätfolgen leiden oder so schwer erkranken, dass sie ins Krankenhaus, eventuell sogar auf die Intensivstation müssen oder gar sterben, als die -zeitlich begrenzten- Einschränkungen durch diese weltweite Pandemie.


Häsle

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Antwort auf Beitrag von 3wildehühner

Es ist auch sehr gesund für die Psyche, wenn man ihnen einredet, dass Masken krank machen, und man sie zu Mahnwachen mit Grablichtern mitzerrt. Oder ihnen diesen Weltverschwörungs-Blödsinn vorbetet. Dass diese Kinder "belastet" sind, glaube ich gerne.


Felica

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Antwort auf Beitrag von Häsle

Oder ihnen sagt sie müssten nun lügen wenn sie sich mit Freunden treffen. Oder wenn man sie morgens vor der Schule mit Medikamente vollstopft damit ja bloß niemand merkt Kind hat einen Schnupfen. Oder es die Geburtstagfeier im geheimen statt finden lassen muss.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Häsle

Da sagst du was :-( Wie war der Aufruf von der einen Gruppe? "Nehmt eure Kinder mit zur Demo, schicken wir sie an die Front. Man erkennt uns an den roten Herzluftballons" Abartig :( Quelle: Eltern stehen auf


Jayjay

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Antwort auf Beitrag von Streifenhörnchen

Und je mehr man es den Kindern (und sich) einredet, umso belastender wird es... Es wird hier auf extrem hohem Niveau gejammert. Natürlich ist vieles doof, auch ich halte manche Regelungen für fragwürdig (am fragwürdigsten finde ich aber die Ausnahmen, die sich irgendwie durchmogeln), ob sie wirklich was bringen. Aber wenn nicht jeder sein Ego-Ding durchziehen würde (oder wollen würde), wären wir vielleicht schon einen Schritt weiter. Unser Eltern/Großeltern hatten als Kinder ganz andere Probleme...


Leewja

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Antwort auf Beitrag von Streifenhörnchen

wir fühlen uns doch alle belastet, oder? wäre mein Kind dermaßen eigenbrötlerisch dun antisozial, dass ihn das nicht belasten würde, oder so unsensible, was die Nachrichten angeht oder so seltsam, dass ihn das ewige "Abstand! Maske! Händewaschen!" nicht ebenso nervt wie "Hast Du Vokabeln gelernt?", würde ich mir wirklich Sorgen machen. Aber ich habe aus en letzten Wochen hier einige Schlussfolgerungen gezogen: Kinder sind nicht ansteckend und werden auch nicht krank, dennoch gelten Lehrer als ganz besonders gefährdete Risikogruppe (WARUM???) Reiserückkehrer/Urlauber/Sportler/Jugendliche Partymacher/Feierer/Freundetreffer/Restaurants/Opern/Kinos sind alle NICHT beteiligt an den steigenden zahlen, man kann alles ganz Genaus so machen, wie man Lust hat und wie es einem auch "zusteht" und dennoch passiert Infektionskrankheiten/epidemiemäßig nichts. Aber KIRCHEN, Kirchen gehen gar nicht. Moscheen schon, klar, wäre ja sonst islamophob. Aber KIRCHEN? Verbieten! Die Chöre da drin nicht, aber die Omis mit 10 m Abstand? Sofort verbieten! "Die" haben irgendeinen diffusen perfiden Plan, weshalb sie uns so unterdrücken und die Kinder quälen, auch wenn keiner So genau weiß, welchen. Aber es KANN definitiv nicht sein, dass sie einfach nur Katastrophen verhindern wollen. Lauter Laien sind plötzlich Pandemieexperten und können genau beurteilen, welche Maßnahmen sinnvoll sind und welche nicht und welcher Virologe toll ist und welcher nicht.Das ist nicht neu, erschüttert mich aber weiterhin. Warum nur lassen wir all diese deppen in die Forschung , die das alles nicht raffen und lassen so ungeheuer qualifizierte Leute wie hier einfach andere Jobs machen??? Abgesehen davon wünsche ich mir sehr sehr, dass auch für min Kind bald wieder Normalität einkehrt, dass ich wieder verreisen kann, dass ich wieder zu meinen Mädels nach Dortmund fahren kann ohne draußen mit viel Abstand zu setzen...


tolles-timing

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Antwort auf Beitrag von Streifenhörnchen

Seit wann sind die geschlossen? Hier sind alle Spielplätze offen und gut besucht. Mit Eltern und Geschwistern, die Erwachsenen mit Mundschutz. Manchmal sind sogar Kindergartengruppen oder Grundschulklassen hier.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von tolles-timing

Ich hatte mich auch gewundert..


mandala67

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tolles-timing

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Antwort auf Beitrag von mandala67

Die Spielplätze jedenfalls sind auf. Für die Kinder ist das ein riesiger Unterschied! Und zwar positiv. Wenn schon jammern, dann richtig!


mandala67

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Antwort auf Beitrag von Streifenhörnchen

ihr eigenes umfeld blicken können oder WOLLEN ? ! ich lese immer na ja, die können bisserl verzichten meinen kindern fehlt es an nix - die chillen schön.... i okay, ich wiederhole mich mit: den kindern der supervorzeigemütter hier geht es ja gaaanz toll , aber z.b. ist eine freundin im - krisenchat - sie kommen gegen die große flut gar nicht an nun sind das kinder und jugendliche, die wenigstens per whatsapp hilferufe absenden können schlimmer geht´s kleinen kindern ohne halt, die allein dastehen und im falle von alkohol/ drogenabhängiger eltern, emotionaler vernachlässigung, misshandlungen, missbrauch keine unterstützung oder hilferufe absenden können, nun ist das erkennen sowieso schon schwierig, aber momentan LEIDER auf 0 gesunken fälle wie bergisch gladbach, lügde etc werden immense ausmaße annehmen das macht mich momentan ganz traurig! aber gut, nichts ist natürlich wichtiger als corona!


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von mandala67

ich hatte dir unten geantwortet. die meisten hier sind supi, ohne fehl und tadel, mit tollen spiegelkindern. was willst du erwarten?


mandala67

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ja echt jetzt? nee du - ich erwarte HIER gar nix mehr! irgendwann den weihnachtsmann ...


Luna Sophie

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Antwort auf Beitrag von mandala67

Auch ohne Corona sind kleine Kinder ihren Eltern hilflos ausgeliefert. Auch ohne Corona können kleine Kinder sich selbst keine Hilfe holen. Die von dir angesprochenen großen Missbrauchsfälle sind vor Corona passiert, da hat auch keiner hinschauen wollen. Corona wird in einigen Familien die Situation verschärfen, aber es ist nicht die Ursache. Aktuell sind so gut wie alle Schulen und Kindergärten, Hilfeeinrichtungen für Kinder und Jugendliche offen, wenn ein Kind/Jugendlicher reden will und Hilfe sucht, gibt es diese. Was soll deiner Meinung nach passieren? Alle Einschränkungen, die aktuell wegen Corona passieren sofort einstellen? Meinst du damit ist diesen Kindern wirklich geholfen? Und was ist dann mit denen, die ein Elternteil, ein Großelternteil oder einen guten Freund nie wieder sehen, weil diese an Corona gestorben sind?


luna8

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Antwort auf Beitrag von mandala67

Klar fehlt den Kindern ( meinen jedenfalls) was - meine Große ist grad 18 Jahre dieses Jahr, hat ihr Studium angefangen - die hat sich das auch alles anders vorgestellt. Die Ki der von denen du redest, die haben diese Probleme auch ohne C, vielleicht nicht in diesem ganz schlimmen Ausmaß - aber an unserer GS ( zb) waren auffällige Kinder die ganze Zeit ( seit März) in der Notbetreuung. Vom JA angeordnet, ohne wenn und aber. Das da allgemein zu wenig passiert ist klar. Aber daran muss man unabhängig von C arbeiten, und das jetzt nicht als Ausrede gegen Maßnahmen hernehmen - meine Meinung.


SunnyGirl!75

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Antwort auf Beitrag von Streifenhörnchen

Bei uns muss man auch die mittlere Reihe streichen, denn Geschwisterkinder gibt es nicht...


SunnyGirl!75

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Antwort auf Beitrag von SunnyGirl!75

Aaaber meine Tochter fühlt sich trotzdem nicht belastet... könnte zwar alles schöner sein, aber da hat sie schon schlimmeres erlebt. Da durfte sie auch sehr vieles nicht (aus gesundheitlichen Gründen)


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Streifenhörnchen

Ach das wird ueberbewertet, der Mensch gewöhnt sich an alles. Nach fast einem Jahr werden die kids sich dann nicht erinnern ,dass es je anders war und alles findet sich,wie es eben soll


Finale

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Weißt du was ich bei dir seltsam finde? Egal um welches Thema es geht, Betreuung, Kindergarten oder Schule, immer heißt es, das Leben wäre kein Ponyhof und Kinder müssten gewisse Sachen akzeptieren und man soll keinen solchen Aufriss machen. Bei den harmlosen Corona Einschränkungen auf einmal nicht mehr.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Finale

was man harmlos der sinnvoll findet darf ,so glaube ich ,jeder für sich entscheiden . ich bin ein sehr gesellschaftskonformer mensch ,immer schon gewesen nur das gilt ja nicht bei allen themen und auch nicht auf lebenszeit


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Streifenhörnchen

Hallo! Natürlich leiden Kinder, Jugendliche und Erwachsene unter der Situation. Die Krux ist, wie man damit umgeht. Wie ich den Kindern die Situation erkläre, wie ich selber damit lebe. Was ich vorlebe. Was ich aus der Situation mache. Kinder kann man gewissermaßen "steuern", durch Vorbild und Authentizität. Wenn alles für mich ein Elend ist, wird das Kind das aufsaugen. Wenn ich nur motze, alles scheiße finde und schlimmeres, wird das Kind das aufsaugen. Auch Jugendliche brauchen ihre Freunde und gleichaltrige Weggefährten. Es war im März für mein Kind hart. Wir haben Spiele gespielt, Filme geschaut, geredet und ähnliches., aber trotzdem fühlte es sich zwischendurch "einsam". Whatsapp oder Skype ersetzen keine sozialen Kontakte.