Mitglied inaktiv
Hi, ich schreibe Dir hier, weil Du`s wahrscheinlich unten übersiehst. Mit Deinem Studium + Kind(er) bist Du eine gewaltige Ausnahme. Ich habe mein Erststudium (Magister) ohne Nachwuchs durchgezogen, dann ein Übersetzerstudium drangehängt und - mit Baby und pflegebedürftigem, psychisch schwerkrankem SV - meinen Master gemacht und gleichzeitig unsere Familie ernährt. Auch das ist alles andere als üblich. Es geht aber nicht um die Ausnahmefrauen, sondern eben um die, die die Masse der Angreiferinnen ausmachen. Mich nervt auch, daß deren Haushalt keineswegs besser in Schuß ist als meiner, man aber die Nase darüber zu rümpfen dürfen glaubt. Mich nervt auch, daß im Kiga v.a. die berufstätigen Mütter für die Förderung ihres Nachwuchses sorgen und unter fadenscheinigen Argumenten die Arbeit für alle schaffen sollen. Ich klinke mich aber inzwischen aus, d.h. sage direkt: "Mach Du das, Du hast doch den ganzen Tag Zeit" - dann sind die Damen platt und wehren sich nicht `mal.:-) Übrigens: Wußtest Du, daß die-deutsche-Hausfrau-an-sich genauso bildungsresistent ist wie Rentner? Bei den Alten nehmen fast nur diejenigen an Erwachsenenbildung teil, die selbst über eine höhere Schulbildung verfügen und das sind in der Generation nur die wenigsten. Weder bei Hausfrauen noch bei Rentnern sind die finanziellen Kosten das Argument für oder gegen eine Teilnahme (die VHS ist hochsubventioniert). Beide haben Zeit in Hülle und Fülle. Beide sind nicht einmal durch persönliche Anschreiben oder spezielle Kursausschreibungen zu erreichen. Speziell Vormittagskurse sind im Allgemeinen eher mau besucht - und selbst dort sitzen v.a. Frauen, die in TZ arbeiten oder sich nur zeitweilig aus dem Job ausklinken. In anderen Kursen liegt der statistische Anteil bei etwa 1-2%. Ausnahme: die klassischen Bastel- und Kochkurse. Dies also zu dem Thema "Lernen und Dasein als Hausfrau" - so wie Du es in gesteigertem Maße durch Dein Studium praktiziert hast. LG Fiammetta
Da muss ich dir gerade mal recht geben - morgen früh hab ich wieder ein VHS Kurs, wir sind nur 6 Teilnehmer, darunter berufstätige Frauen (teilzeit, nachtdienste) und 2 ältere Männer (ein Prof.Dr. und ein Manager in Rente)... Ganz und gar für immer daheim bleiben, wäre für mich eine unvorstellbare zukunft. Alleine schon aus dem Grund, dass ich es genossen habe mein Leiterchen hochzuklettern. Man darf halt nicht raus kommen aus der Übung. Nur bringts gerade mal nix deswegen Trübsal zu blasen. Klar könnt ich neidisch sein, auf mütter, die das packen - dann mach ich mich aber selber fertig, denn hier in der Situation gehts halt nicht - andere haben andere Rahmenbedingungen -Arbeitszeiten, Omas & Tanten - selbst auf das kind kommt es drauf an. Ich sagte es ja unten schon, auch ich habe genau das umgekehrte erlebt, als eine arbeitende Mutter mir massig Vorwürfe wegen meiner nicht gewinnbringenden Tätigkeit gemacht hat. Mein Motto: Leben und leben lassen, jeder muss mit SEINEM Leben selber zurechtkommen ;-) So, ich werd jetzt meinen haushalt anpacken, nachher fix noch meine hausaufgaben für morgen machen und heute abend haben wir noch Sitzung für die Schule
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