Elternforum Baby und Job

Beschäftigungsverbot und schlechtes Gewissen

Beschäftigungsverbot und schlechtes Gewissen

User-1765161629

Beitrag melden

Hallo ihr lieben,  Ich war jetzt ein halbes Jahr im Krankengeld. Man wusste sehr lange nicht was los ist, mein Kreislauf sackte immer ab, meine Muskeln haben plötzlich nicht mehr mitgemacht und ich hatte krampfanfälle und darauf folgte eine Angststörung. Meinem arbeitgeber gegenüber habe ich immer offen kommuniziert was Sache ist. Jetzt wurde die Ursache gefunden und es handelt sich um einen starken B12 Mangel mit neurologischen Ausfällen.    Durch meine adenomyose wurde mir schon ganz früh gesagt das ich unfruchtbar sei. Jetzt hat es auf natürlichem Wege geklappt und meine Hausärztin möchte mich gerne ins BV schicken. Das hab ich dann auch wieder offen kommuniziert und meine Firma darüber informiert.    Jetzt hab ich total das schlechte Gewissen weil ich das Gefühl hatte das sie das als "nicht berechtigt" sehen. Mein Arbeitgeber hat auch schonmal bei meiner Hausärztin angerufen weil er sich absichern wollte und damit total mein Vertrauen missbraucht.    Ich bin total glücklich das ich schwanger bin aber fühle mich auf der anderen Seite auch wie ein ganz schlimmer Mensch. Andererseits sagte meine Hausärztin auch das dass Krankengeld später nicht angerechnet werden kann.    so wie ich es raushöre wäre es meinem Arbeitgeber lieber ich würde mich einfach weiter krankschreiben lassen.    Ich weiß gerade garnicht wie ich mich fühlen soll. Kennt das jemand von euch? 


die_ente_macht_nagnag

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von User-1765161629

Ich glaube dein AG will einfach nur wissen, wann er wieder mit dir rechnen kann ...und ob du nicht auch während der Schwangerschaft an einem mutterschutzkonformen Arbeitsplatz deiner Arbeit nachgehen kannst. Ob BV oder Krankengeld, dass ist finanziell für deinen AG ähnlich. Eine Stelle neu besetzten, kann sehr schwierig sein. Ein vom Arzt ausgestelltes BV ist nicht ohne, das kann gut sein das das überprüft wird.  Daher solltest du dir vielleicht auch Gedanken darüber machen, wie es beruflich für dich weitergehen soll. BV für die gesamte Schwangerschaft bedeutet, dass du mindestens die nächsten 10 bis 11 Monate nicht eingesetzt werden kannst, wahscheinlich länger wenn du nach dem Mutterschutz in EZ gehst.


User-1765161629

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von die_ente_macht_nagnag

Darum geht es ja, ich bin im Krankengeld weil es nicht möglich ist unter den aktuellen Umständen arbeiten zu gehen. Darüber habe ich meinen Arbeitgeber auch informiert. Es dauert noch Monate bis die Neurologischen Symptome weggehen. Es muss noch eine Stoffwechselstörung im Darm ausgeschlossen werden. Ich befinde mich im letzten Jahr der Ausbildung. Mit dem Krankengeld kann ich jetzt auf Dauer meine Miete auch nicht mehr zahlen, mir fehlen ca 400€. Das alles trägt natürlich auch nicht zur Genesung weiter.   die Schule mache ich weiterhin von zuhause aus. Und schreibe dann im Sommer meine Abschlussprüfung.    Der Aussage nach soll ich mich einfach weiter krankgeschreiben lassen. Das möchte meine Ärztin aber nicht. Ich hab sie auch nicht aufs B.V. angesprochen. Sie hat gesagt dass sie das von sich aus machen wird weil ich aktuell nicht mit dem ganzen Stress umgehen kann.  zusätzlich ist es nicht möglich den Arbeitsplatz so zu gestalten das ich dort weiter arbeiten kann. 


WonderWoman

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von User-1765161629

wie würdest du denn deine miete zahlen wenn du nicht schwanger wärst?


User-1765161629

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von WonderWoman

Durch erspartes:) mein Einkommen lag ja die letzten Monate durchs Krankengeld schon unter meiner Miete. Ich hab vorher schon jahrelang sehr gut verdient. Natürlich gehen die Reserven langsam auch zu Neige.   


User-1765161629

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von WonderWoman

Dazu muss man allerdings auch sagen das dass Ausbildungsgehalt vorher schon nicht gereicht hat. Ich habe die Ausbildung angefangen damit ich  hinterher verbeamt werden kann und etwas mache das ich liebe. Ich habe vor 10 Jahren meine erste Ausbildung absolviert:)  für mich war es immer in Ordnung die nächsten Jahre mit weniger zu leben. Nach der Ausbildung hätten wir eine kinderwunschklinik aufgesucht da ich als unfruchtbar diagnostiziert wurde. Ich habe mir immer ein Kind gewünscht aber mich damit abgefunden keine auf natürlichem Weg bekommen kann. Daher ist der Zeitpunkt aktuell zwar nicht ideal aber doch gut umsetzbar da die Ausbildung im Sommer endet sobald das Kind da ist. Danach würde ich mich sowieso nach einem anderen Betrieb umsehen. 


KielSprotte

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von User-1765161629

Da hat deine Ärztin aber einen entscheidenden Denkfehler - AU geht einem BV immer vor! Sprich: solange du nicht wieder gesund bist, darf sie gar kein BV aussprechen. Du darfst als Schwangere nicht benachteiligt werden, aber auch nicht bevorzugt. Ohne Schwangerschaft wärst du weiter im Krankenstand, also bist du das auch als Schwangere.


User-1765161629

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von KielSprotte

Das stimmt so tatsächlich nicht. Der massive B12 Mangel führt häufig zu fehl und Frühgeburten und hat bei mir eine Angststlung ausgelöst. Hinzukommt meine adenomyose.    Ein beschäftigungsverbot ist keine Bevorzugung. Sie schützt die werdende Mutter und das Kind. Das BV ist genau für solche Fälle da. Wenn der Gesundheitszustand mich oder das Baby gefährdet was hier der Fall ist.    Leider schweifen wir hier auch vom Hauptthema ab.  Ob das BV gerechtfertigt ist oder nicht war nicht meine Frage.     


die_ente_macht_nagnag

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von User-1765161629

Die gesundheitlichen Problem waren schon vor der Schwangerschaft da. Jede chronisch oder schwer kranke Schwangere hat das Problem mit zwischen AU und BV zu unterscheiden. Ein Beschäftigungsverbot bekommt man, wenn man grundsätzlich arbeitsfähig ist, aber aus Gründen jede berufliche (!) Betätigung eine Gefahr für Mutter und/oder Kind bedeutet. Gründe können medizinische sein (dann BV vom AG) oder im nicht-MuSchG-konformen Arbeitsplatz (dann BV vom AG). Wie sollte es den beruflich weitergehen, bevor du schwanger geworden bist? Dann wärst du weiterhin im Krankengeld? Gab es den bereits einen Wiederungsplan? Wird sich dein Gesundheitszustand stabilisieren? Im Vergleich mit einer nicht-schwangeren Kranken ist ein BV somit durchaus eine Begünstigung und das BV scheint die Lösung aus dem Krankengeldproblem zu sein. Aber der Nachweis, dass ein BV gerechtfertigt ist, muss erstmal geführt werden können. Und selbst wenn dein FA dir ein BV ausstellt, das kann jederzeit überprüft und widerrufen werden.  


User-1765161629

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von die_ente_macht_nagnag

Wie bereits gesagt meine Frage war " kennt das jemand von euch?"    offensichtlich nicht- daher verstehe ich die Antwort auf meinen Beitrag nicht.     Ich wiederhole mich auch gerne erneut. Das BV ist berechtigt.    Wie sagt man so schön " wenn man nichts sinnvolles beizutragen hat soll man es sein lassen" 


User-1765161629

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von die_ente_macht_nagnag

Ich glaube ich habe mich auch einfach falsch ausgedrückt oder wurde in einigen Punkten missverstanden. Die Krankheit ist schon behandelt und der Mangel ausgeglichen.    Ich bin also soweit wieder Arbeitsbereit. Körperlich.    Ich habe etwas weiter oben schon geschrieben das man meinen Arbeitsplatz leider nicht so einrichten kann das ich dort ohne Probleme weiter arbeiten kann sowohl was den Stressfaktor angeht als auch die Körperliche tätigkeit. Deshalb war es für meinen Chef leichter zu sagen " einfach weiter krank schreiben lassen".    Meine Ärztin ist aber der Meinung dass der Stress meine Schwangerschaft und meine Gesundheit stark beeinträchtigt. 


User-1765161629

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von die_ente_macht_nagnag

Und das " Krankengeld Problem" wird einfacher behoben indem man Hilfe vom Amt bekommt. Das geht tatsächlich auch ziemlich schnell und würde mir mehr bringen als das BV. Daher unnötige Aussage. 


die_ente_macht_nagnag

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von User-1765161629

Wenn man eine Antwort nicht will, sollte man gar nicht erst fragen!


KielSprotte

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von User-1765161629

Wenn du eh alles besser weißt, warum fragst du dann?  Aber nein, wenn dir Antworten nicht passend sind, wird gleich auf Krawall geschaltet......Smiley nr239.gif


User-1765161629

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von KielSprotte

Meine Frage war eine ganz andere.. hier ging es eher um den emotionalen Aspekt. 😔  Ich habe mich ja gefragt ob das jemand kennt.. stattdessen wurde mir indirekt gesagt " wie kommst du darauf dass du Anspruch auf BV hast?"  und mir wurden ziemlich schlimme Sachen unterstellt.    Mich erschreckt es etwas das viele Menschen andere sofort belehren möchten ohne einen Menschen oder deren Leben zu kennen. Es tut mir leid wenn mein Anliegen hier falsch rüber gekommen ist. Ich habe mich an das Forum gewandt um Hilfe zu bekommen mit einem Thema umzugehen und habe darauf gehofft mit Menschen in Kontakt zu treten die schon einmal in der gleichen Lage waren. Mir ging es um einen Austausch nicht um eine Rechtsbelehrung.    Ich weiß nicht warum wir so stark die Menschlichkeit und Empathie verloren haben.