Mitglied inaktiv
Hallo, ich habe jetzt schon ganz lange nicht mehr in diesem Forum gepostet, aber mir geht seit einigen Wochen eine Frage im Kopf rum. Vielleicht gibt es ja hier Leute, die mir Tipps geben können. Also, ich bin AE mit fast vierjährigen, sehr anspruchsvollen und arbeitsintensiven Zwillingsjungs und war/bin bis jetzt Vollzeit freiberuflich tätig. Jetzt spielt die Gesundheit nicht mehr mit, bin mittlerweile chronisch krank mit Schmerzproblematik und ich überlege, mir einen Halbtagsjob zu suchen. Nur - wie macht man das finanziell? Ich selbst kriege keine Unterstützung von dem Vater der Kinder, die Kinder das Minimum weil er krankhaft geizig ist ("arm" ist er nicht) und ich nicht die Energie und das Geld für eine weitere Schlammschlacht vor Gericht (in Lux. gibt es kein JA, was sowas im Rahmen einer Beistandschaft übernehmen könnte). Also um es kurz zu machen: grössere Unterstützung durch den Herrn Papa gibt es nicht, Miete ist schon seeeehr günstig (etwa 40% unter gängigem Marktpreis), Auto ist über 10 Jahre alt und ohne ist eine Erwerbstätigkeit hier nicht möglich, Haushaltshilfe ist schon längst abgeschafft, Fitnesscenter auch gekündigt, Urlaub gibt es nur sehr sehr selten... wo kann man soviel sparen, dass man die Einkommenseinbussen von Vollzeit auf Halbzeit wettmachen kann? Das Vollzeiteinkommen reicht jetzt schon eh nur mit Hängen und Würgen, aber ich schaff's einfach nicht mehr soviel zu arbeiten und ordentlich für meine beiden kleinen Wildfänge zu sorgen. Bin für Tipps und/oder Erfahrungsberichte dankbar. LG Yola
Hallo Yola, ein Patent zum Sparen gibt es wohl nicht, einiges hast du ja schon aufgezählt. Vielleicht kann man noch an Versicherungen sparen (billigere wählen mit gleichen Tarif, v. a. Krankenversicherung)? Ich würde einfach mal auflisten, was ihr monatlich so für Ausgaben habt, schauen, wo man noch sparen könnte und dann schauen, was du verdienen müßtest bzw. wieviel du arbeiten müßtest, um das Geld zu verdienen, dass es reicht. Reserven sollte man ja sicher auch noch ansparen können, gerade wenn man ein Auto hat und auch braucht. Kannst du vielleicht neben einer Teilzeitbeschäftigung (die zumindest den Bedarf an Ausgaben deckt) noch einen Aushilfsjob dazu machen, wo du dir selbst einteilst, wann und wieviel du arbeitest und so dementsprechend verdienst? Und wenn es auch Putzen ist - wenn das von deiner Gesundheit her geht. Ich denke, wenn du runterschrauben MUSST, dann wird es schon gehen. Nur sicher wird die Umgewöhnung hart werden. Ich würde den Vater der Kinder aber schon in die Mangel nehmen. Gibt es denn da wirklich keine Möglichkeiten mehr? Wenn du nunmal im Recht bist, mehr zu bekommen und er auch zahlen kann ... da würde ich die Energie aufbringen und vor das Gericht ziehen. Und wegen den Kosten: wenn du TZ bist und weniger verdienst, bekämst du dann Zuschuss oder so? Oder muß der Vater einen Teil zahlen? Hast du dich da schonmal genau informiert? Gruß, Bianca
Hallo Yola, den ultimativen Weg habe ich auch noch nicht gefunden, aber ich denke heftig darüber nach, meine Zeiten zu kürzen, wenn meine Tochter in die Schule kommt. Ich möchte nicht, daß sie zum "Schlüsselkind" wird, und ich eigentlich garnichts mehr von ihr mitbekommen. Wenn die Schule losgeht, müßte ich sie in den Nachbarort zur Betreuung bringen, wäre mit viel Fahrerei und Streß verbunden. Sie ist jetzt auch vier, und ich bin AE. Leider bin ich bis jetzt nur zu dem Ergebnis gekommen, daß Sparen bei uns nur auf Kosten von "Spaß am Leben" gehen könnte. Essen, wohnen, Kleidung brauchen wir nach wie vor. Markenklamotten kaufe ich eh nicht, und am Essen ist wohl auch nicht wirklich viel zu "gewinnen". Aber solche Sachen wie Kino, Freizeitpark, Spielzeug zwischendurch, Urlaub, etc. dürften dann wohl deutlich gekürzt werden müssen. Wieviel das eigentlich ausmacht, muß ich noch herausfinden. An Versicherungen habe ich auch nur das Nötigste (Hausrat+Haftpflicht). Da ist auch nix zu wollen. Solltest Du DIE Lösung finden, dann wäre ich für jede Anregung dankbar. Alles Gute für Dich moppel03
Hallo, hier wäre es so, dass ich mit Vollzeit nicht so viel mehr zur Verfügung hätte als mit Teilzeit, nicht nur, weil bei Vollzeit ja viel mehr Steuern anfielen, sondern auch wegen der Kinderbetreuungskosten. Die Kosten sind vom Einkommen abhängig und ein Halbtags- oder 2/3-Platz ist auch nochmal günstiger als ein Vollzeitplatz. Das weiß ich natürlich nciht, wie das bei Euch geregelt ist, könnte aber auch bei zwei Kindern durchaus einige hundert Euro ausmachen? Sonst hast Du ja alle großen Bereiche schon angesprochen außer Versicherungen. Auto ist natürlich auch ein großer Posten, aber wenn es mit Öffentlichen/Fahrrad gar nicht geht... Vielleicht wäre ein anderes Gebrauchtes sogar günstiger, weil spritärmer und günstiger bei versicherungen und Steuern? LG Kristina
Sicher hast Du Dich da selber schon schlau gemacht, aber mir fällt noch ein: Wie sehen die Chancen aus auf eine Rente wegen Erwerbsunfähigkeit, wenn Du chronisch krank bist? Und gibt es nicht vielleicht die Möglichkeit bei deiner Erkrankung, eine Haushaltshilfe stundenweise verschrieben zu bekommen? Ist auch schon eine Erleichterung! LG Kristina
Also ich habe kein Auto und kann nur sagen, dass man so wirklich sehr viel spart. Wenn du einen neuen Job suchst, könntest du das auch gleich mit einem Umzug verbinden in eine Gegend, wo du ohne Auto klarkommst. Für Ausflüge oder Möbeleinkäufe etc. kannst du dir ja auch mal eins leihen, das ist immer noch billiger als besitzen. Wenn die Kinder in die Schule gehen, wirds schwieriger mit Umziehen, von daher würde ich jetzt drüber nachdenken. Ansonsten fällt mir nur ein, Einkäufe wochenweise vorzuplanen und ein Wirtschaftsbuch führen. LG Berit
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