Mitglied inaktiv
Hallo Mädels, ich würde mich gern mal kurz ausmeckern. Geht Euch das auch so, beide berufstätig und der Göttergatte schafft es trotzdem immer wieder, seine Interessen durchzusetzen, während man selber auf der Strecke bleibt? Unser Kleiner kränkelt seit Dienstag rum. Ich kam gegen 18:30 aus der Schule (großes Elterngespräch) und dann gleich Kind an die Brust, weil Mama's Busen ja immer am besten hilft. Der Kleine war so schlecht drauf, dass ich es dann um 22:30 aufgegben habe und mich gleich zu ihm gelegt habe. Also nix mit korrigieren oder Klausuren konzipieren. GG sitzt derweil bis 3 im Keller und bastelt am Computer. Der Mittwoch war auch ein Mama-Tag und als GG einen Spaziergang gemacht hat, habe ich mal schnell 20 Waffeln gebacken. So, mittlerweile sind wir beide richtig erkältet, aber dem Junior geht es wieder gut. Sind heute beide erst gegen 16:00 Uhr nach Hause gekommen und fühlten uns matschig. GG legt sich hin und schläft, Kind sitzt daneben und brüllt GG hört aber nix, also muss ich wieder ran und Kind trösten und bespaßen. Wieder nix mit Korrigieren. So seit 21 sitz ich jetzt am PC und stell ne Arbeit für morgen zusammen. Mir dröhnt der Kopf, die Nase läuft, aber GG ist ausgeschlafen und bastelt schon wieder am PC. das ist doch zu Mäusemelken! Ich habe das Gefühl, dass wir Frauen es wesentlich schlechter schaffen, für unsere Bedürfnisse einzustehen und unsere Wünsche durchzusetzen. Ich will mich ja gar nicht beklagen, mein Mann macht den Einkauf, wir putzen gemeinsam, er bügelt seine Hemden selbst und ist im Allgemeinen sehr "häuslich" aber manchmal habe ich trotzdem das Gefühl auf der Strecke zu blieben. Kann doch nicht sein, dass ich immer erst ab 21 Uhr an den Schreibtisch komme und mein Mann sich dann schon gepflegt vor den Fernseher legt. Wie ist das bei Euch? LG und eine gute Nacht (muss erst noch die Arbeiten zusammen tackern, habe aber dank GG einen Kopierer zuhause, so dass ich morgen nicht noch mit 60 Kollegen am Kopierer in der Schule anstehen muss.) Philipps-Mama
Hallo, sprichst du von mir? Genau so ist es nämlich bei uns zu Hause. Zusätzlich arbeiten für den Job kann ich nur nächtens (bin Ärztin, neben meinem üblichen Tagwerk in der Klinik auch noch wissenschaftlich tätig). Nicht ohne mir auch noch böse Kommentare des Gatten und der Kinder über meine Müdigkeit tagsüber anhören zu müssen. Ich bin zu Hause allein für die Kinder zuständig, daneben für die Hausarbeit, die unsere Haushaltshilfe nicht erledigt, die Haustiere, den Garten, das Haus, sowie all unsere sozialen Kontakte. Kommentar des Gatten, um Hilfestellung angerufen: ich mache doch sonst schon alles!!? Mal ehrlich, haben wir das wirklich alles so gewollt? Ist Emanzipation gleichbedeutend mit Allgegenwärtigkeit und Alleinverantwortlichkeit? Mein naives Verständnis von Emanzipation= Gleich(!!!)berechtigung und Gleich(!!!)verantwortung kann ich jedenfalls auf den Müll tragen. Wie geht es anderen? Liebe Grüße Bellis
gleich als allererstes: ich behalte meinen mann!!! hallo erstmal, ich hab dann wohl eines der seltenen anderen exemplare gefunden :-), wenn ich noch was arbeiten muss und meine männer sind da, dann kann ich auch arbeiten. fynn schmeisst sich höchstens daneben und schaut zu, mein mann kocht derweil (aber auch nur, weil der haushalt schon gemacht ist). er bringt die kinder ins bett, wenns sein muss und nimmt auch schon mal krankheitstage - gut, macht er meistens. für garten bin ich ganz allein zuständig, aber das mach ich gern, so groß ist der nicht. wenn ich krank bin, dann schlepp ich mich bis zum sofa und keinen deut weiter - meine männer schleppen dann tee und alles andere bis zum sofa. :-) haben ja übung drinnen dank der letzten ss. ich denk, so im großen und ganzen hab ich s ganz gut getroffen bzw ich kann damit leben. lg doreen
Hallo nein, das ginge bei mir auf KEINEN Fall!!! Feierabend machen wir BEIDE gleichzeitig, denn wir fangen ja auch gleichzeitg morgens an! Auch bei uns geth der amnn um 7 aus dem haus und kommt um 17 Uhr wieder (an 85 % der tagen) udn ICh bin nur vormittags und einen nachmittag in der schule. aber da ich dann ja nachmittags die ganze Familienlogistik mache und manage (hab aupair) ist das AUCH arbeti. wenn er um 17 uhr kommt nimmt er die kinder, ich mache essen. wenn ich nach dem esen dann vorbbereite und korrigiere bringt er die kinder ins bett. wenn die kinder im bett sind wird der " rest" gemacht, also wenn ich noch am schreibtisch sitze räumt er auch noch was auf oder macht mal Wäsche oder so. wenn cih fertig bin (ca 20. Uhr) ist "Feierabnd", wobei ER dann meist an den Computer geht und ihc mich noch um die PFerde und den Stall kümmere (was in erster linie MEIN hobby ist) Und ca um 21 uhr sind wir dann beide fertig und im Wohnzimmer beim glas wein. Auch bei krankheit etc gilt diese absolute "zeitliche" gleichbehandlung. Auch was mal nachts ausstehen oder so angeht. ich würde aber aus Ausflippen wenns anders wäre...*g* LG HEnni
hallo, ihr sprecht von uns?! dann bin ich mit dabei! ;-/ in meinen augen bin ich auhc für soziales, finanzielles, erzieherisches, haus etc. alleine verantwortlich. weil GG sich nicht daran beteiligt. na klar, wenn ich mal richtig laut werde, dann fängt er n zu überlegen, ob er evtl. mal einen kleinen finger krümmen könnte. und dann wird laut darüber geredet, wieviel er ja für uns tut. ... ich bin mittlerweile soweit, dass ich überlege, eine wohngruppe für frauen mit kindern in solcher situation zu eröffnen. ihc habe einfach kein verständnis mehr dafür, dass GG die kinder nur (!!) sonntags ausgehfein und gestriegelt für den gang zum zeitungskiosk einmal ein halbe stunde ertragen und beaufsichtigen kann. würde ich nicht empfehlen, dass er sie mit an die frische luft nimmt, könnte er natürlich auch lieber alleine gehen. ... mir scheint, mein exemplar kümmert sich nur ÜBERHAUPT nicht um uns, wir interessieren ihn auch nicht. jedenfalls stelle ich mir was anderes unter interesse an der familie vor :-(( frustrierten gruß!
hallo fiammetta, in meiner derzeitigen frustsituation finde ich eure handhabe und deine geduld sehr interessant! eigentlich müsste ich meinen mann auch vor die tür setzen. neben einer vorsorge- und versorgermentalität, was ich derzeit ganz arg vermisse, fehlt mir oft/meistens/immer das interesse an uns. nie fragt er, was wir gemacht haben, welche pläne wir haben, was wir in zukunft machen wollen etc. wenn er natürlich wie ein fremder hier wandeln würde, würde ich ihn sofort rausschmeissen müssen, aber so ist es ja auch nicht. da man fast sagen kann, er lebt völlig ohne berührung mit uns hier. seine gute seiten, die es zumindest in einer hinsicht gibt, will ich auch nicht vergessen. und vor allem würde er entweder recht beistig werden, würde ich ihnvor die tür setzen, oder aber sich völlig aus dem staub machen und damit aus der verantwortung stehlen. mich nicht nur mit der verantwortung hier lassen, sondern auch noch mit den lastwagen an offenen fragen der kinder. deine geschichte macht mir hoffnung, dass ich die stärke finde, hier noch etwas zu glätten, zu ändern, stark zu bleiben. DANKE!
Hi, doch, das geht schon. Männer haben einen eingebauten Schmutzfilter und folgen erst einmal den eigenen Prioritäten - so meine Erfahrungen. Ich habe meinem Mann - Hausmann! - jahrelang monatlich 400.- Euro gezahlt + Bekleidung und sonstige Extras, nur damit er daheim den Haushalt schmeißt und mir etwas Büroarbeit abnimmt. Und? Hat er dafür auch nur einen Strich getan? Nein, ich habe mir statt dessen das Dauergejaule angehört, daß er ja sooo müde ist, weil er nachts mit Bubi aufstehen mußte. Hätte ich das vielleicht auch noch übernehmen sollen? Nein, denn irgendwann ist Schluß. Ich bin Freiberuflerin und habe damals, u.a. um ihm diesen Betrag zahlen zu können, mindestens 60, oft 90 Stunden pro Woche geschuftet. Dazu durfte ich dann den Einkauf jeweils zwischen meinen Termin erledigen, meine Kleidung selbst bügeln, unser aller Kleidung pflegen, nachts (!) putzen und mich um den Garten kümmern, etc.. Frage nicht, wie oft ich mit der Taschenlampe Unkraut gerupft und gegossen oder um Mitternacht Fenster geputzt habe. Ich bin oft mit vor Erschöpfung schlotternden Knien ins Bett gefallen und morgens vor Erschöpfung zitternd ins Bad gewankt. Wenn ich davon erzählt habe, hieß es rundum nur ich sei nicht belastbar - der blanke Hohn, zumal wir meinen geistesgestörten Schwiegervater auch noch am Hals hatten und ich (!) mich, statt der eigenen beiden Töchter, um ihn + deren Haushalt kümmern durfte... Als ich nach Jahren endlich zugemacht habe, d.h. meinem Mann das Geld strich, hörte ich mir zunächst Tja, jetzt muß er eben selbst dafür arbeiten. Den Haushalt schafft er immer noch nicht viel besser, aber wenigstens kostet es mich nichts mehr und ich muß deshalb auch weniger arbeiten. Meine SM meinte dann noch, sich auch nach dem Tod meines SV auf meinen Knochen ausruhen und mir ihre gesamten Lebenshaltungskosten aufbürden zu können, damit sie ihren erzfaulen Hausfrauen-Töchtern ihre Rente tüchtig in den Hintern schieben kann. Auch das habe ich mir vom Hals geschafft, d.h. ich zahle für sie nichts mehr, ich mache ihren Haushalt nicht mehr, sollen doch die beiden dauergelangweilten Dämchen kommen und das tun, worüber sie sich definieren. Tun sie aber nicht, denn nehmen ist seliger als geben. Ist aber nicht mehr mein Problem. So, jetzt habe ich Dir in der Ultrakurzversion meine Horrorjahre abgerissen. Sieh sie als übelst mögliches Beispiel und such Dir eine Putzfrau, deren Bezahlung ihr Euch teilt. Du bist nicht die Mama Deines Mannes. Meinen erziehe ich zeitweise damit, daß ich nur noch für mich und die Kinder einkaufe oder nur unsere Wäsche wasche. Einmal war ich so sauer, daß ich den Kühlschrank ausgeräumt und alles aus dem Fenster geworfen habe, um ihm begreiflich zu machen, daß ich über das von mir verdiente Geld zunächst einmal alleine verfüge. Seither hat er zumindest geistig begriffen, daß nicht einer der Hausdepp ohne jegliche Anerkennung ist und der andere verplempert seine Freizeit und will auch noch Geld dafür. Mach einen Aufgabenplan (Männer brauchen Schriftstücke) und laß ihn den abarbeiten. In der Zwischenzeit machst Du Deinen Teil (ist psychologisch wichtig für ihn) und anschließend wird er tüchtig gelobt (motiviert) und belohnt (z.B. feines Freßchen). In Amerika gibt es ein Buch, in dem die Autorinnen beschreiben, daß Männer ähnlich wie Hunde erzogen werden sollten - bei meinem zumindest trifft das vollkommen zu. LG Fiammetta
Bist du mit dem betreffenden Mann eigentlich noch verheiratet? LG Andrea
Hi, ja, bin ich. Er ist nämlich ein erstklassiger Vater, das ist die andere Seite. Er ist ja nicht charakterlich mies, sondern folgte dem in seiner Familie üblichen Arbeitsschema. Inzwischen hat er, nach zeitweilig zermürbenden Streitereien, begriffen, daß die erlernten Familienschemata seiner Familie nur dann realitätstauglich sind, wenn der Arbeitende angestellt ist und damit einfach eine Menge arbeitsrechtlicher Schutzfunktionen genießt, die ich halt nicht habe und ich somit nicht - übertrieben gesagt - Punkt 17.00 Uhr den Griffel fallen lassen kann, sondern mitunter bis weit nach Mitternacht arbeiten muß, um einen Auftrag termingerecht zu beenden und den Kunden zufrieden zu sehen - davon leben WIR nämlich. In seiner Familie ist es üblich, daß die Angeheirateten alle sämtliche Arbeiten schaffen und seine drei Geschwister (galt auch für seinen Vater) ganz wunderbar ohne jegliche Arbeit durchkommen. Jammer und Stöhnen ersetzen echte Arbeit ganz großartig. Und genau das ist, meine Meinung, das männliche Grundploblem. Die meisten Männer unserer Generation kommen aus Familien, in denen Mutti Hausfrau war und dem göttlichen Sohnemann, über dessen Leistungen sie sich definierte, tüchtig betüttelte. Ich sehe das besonders in einem Kurs, in dem ich v.a. betagte Kurteilnehmer habe, die ihr Leben lang arbeiteten und die daher schon vor Jahrzehnten ihre Kinder anders erzogen. Die einzige 73jährige Dauerhausfrau prahlt nur mit den Leistungen ihrer Söhne (die Töchter sind eher zweitrangig, denn an denen müßte sie sich tatsächlich messen) und die Buben haben wieder Hausfrauchen, die sie bedienen. Meine Mutter hat`s jahrelang ebenso gemacht, bis sie dann nach langen Diskussionen und Besuchen bei uns begriffen hatte, welch Arbeitspensum ich zu bewältigen habe. Das vermittelte Ideal macht`s. Folglich SEHEN sie auch nicht die Arbeit, die zu erledigen wäre bzw. nehmen nur wahr, daß diese eben irgendwann nicht mehr da ist. Nachdem Mutti Bubi aber schon für seine pure Existenz vergötterte, hält er sich für den großen Macher. Ergo: wie bringe ich, die werte Gattin, ihn auf den Boden der Realität? Natürlich ist es hart, Männer- mit Hundeerziehung zu vergleichen, aber offenbar klappt das Schema ja. Ich mache es, nachdem ich das ganze emanzipatorische Grundsatzprogramm der Überzeugungsarbeit durch Demonstration und Diskussion jahrelang in ruhigem Ton und unter Geschrei (wenn man ackert wie ein Sklave, fällt die Vornehmheit mitunter der Erschöpfung zum Opfer) durchexerziert hatte, gebettelt und gefleht (ist wahr) habe und mich damit selbst erniedrigte, bin ich eben jetzt so weit - und kann das nur empfehlen -, daß ich schriftliche Aufstellungen mache und lobe und belohne, aber nicht ständig. Wenn mein Mann wieder einmal fragte, ob er nicht schön gestaubsaugt habe, dann klopfte ich mir auf die Schulter und sagte "Danke, daß Du so schön für mich arbeitest" oder fragte ihn, ob ich jetzt schön die Waschmaschine beladen hätte. Damit begriff er die Lächerlichkeit seiner Lobhudelei. Der Punkt ist: sie kapieren keine Bittebitte, sondern eben nur klare, undiskutierte Anweisungen. Seither fährt er am Wochenende den Müll weg, geht mitunter einkaufen, putzt am Wochenende das Bad, mäht gelegentlich den Rasen, usw. Ich Idiot hätte das viel früher viel leichter haben können - aber ich habe es nicht kapiert, weil ich selbst den Perfektionsanspruch an mich habe. Und damit sind wir bei der Erziehung unserer Generation Mädels. Meine Mutter machte ein Mordsbohai um Haushalt und Garten und vermittelte mir, das sei eben weibliche Arbeit. Sie glaubte allerdings auch fest daran, daß ich mir dank Studium irgendwann eine Putzfrau leisten würde. Wir stehen uns also dank erlernter und selbst erarbeiteter Ideale und Ansprüche selbst im Weg. Nein-Sagen ist aber dann schwer, wenn man die Mitleidheischerei der Kraft-Vampire um einen herum nicht begreift. Ergo: Grenzen setzen (heute bin ich auch klüger) und eine haushaltliche Erziehungsstrategie entwickeln. Von anderen Erziehungsversuchen sollte man aber Abstand halten, denn kritisieren läßt sich schließlich keiner gerne und meistens erledigt das Leben das von selbst. LG Fiammetta
Auch wenn ich fiammetas Posting überspitzt finde. Ich sage ganz deutlich: !!! Wie man es sich zieht, so hat man's!!! Warum hast Du ihm nicht deutluch gemacht, daß er sich jetzt leider nicht ausruhen kann, weil Du noch arbeiten musst? Ich kenne durchaus das Problem, des "Home-offices". Tja, da mußt Du GANZ KLAR dran arbneiten. sag ihm, wenn ihr beide wieder einigermaßen fit seid, daß das nicht gut gelaufen ist, frage ihn, wie er es wahrgenommen hat und ob er die Siotuation so im nachgang gut fand. WEenn nicht. dann sollten beide nachhaltig in ihrer Hakltung zum anderen was ändern. Lass mal die "Bemutterung" deines Partners seuin und verlange auch mal was. Warum auch nicht? Klar, M;änner neigen durchaus dazu sich einbfach zu nmehmen was sie wollen, aber manchmal muß man dazu auch nein sagen. Wenn das Kind brüllt hätte ich ihn freuindklich und sehtr bestimmt aufgeweckt (ihm meinetwegen noch einen Erkältungstee hingestellt) und ihm gesagt, daß er jetzt Kinderzeit hat weil Du arbeiten mußt. Fertig. DU hast das Kind genommen.... warum??? Viele (durchaus verstehende ) Grüße Désirée
Hi, was findest Du an meinem Posting überspitzt? LG Fiammetta
Huhu, sorry, aber wenn Du Dir sowas über Jahre gefallen lässt und das ganze schon so ausartet, daß man Spielchen gegeneinander spielt (ätsch, dann kauf ich für Dich nicht mehr ein ...), dann hat jemand einfach nicht den Mut gehabt, das Ganze noch rechtzeitig im Guten zu beenden. Cosma
Hi, Stimmt. Aber man schlittert auch in Situationen. Eigentlich war`s auch bei uns anders besprochen, aber dann jammerte der Gatterich über die Müdigkeit (obwohl er sich mit Bubi hätte hinlegen können), also übernahm ich erst das Eine, dann das Andere und damit wurde das meiste zum Selbstläufer. Ich kenne das Ideal der Hilfsbereitschaft - ergo unterstützte ich meine SE. Wie gesagt, hinter ist man schlauer. LG Fiammetta
Hallo, ich nehme mir Auszeiten einfach bzw. tue was für mich. V. a. jetzt seit die Tochter seit 1 Monat im Kindergarten ist und wenn ich dann mal keinen Dienst habe, dann lasse ich oftmals den Haushalt erstmal schleifen und mache das nachmittags, abends. Somit nutze ich dann quasi "die Gunst der Stunde(n)" alleine. Und das vergeht eh wie im Flug :-) Klar, mache ich auch Erledigungen, die mit Kind nicht so einfach wären: Arztbesuche, Einkäufe etc. Das ist auch schon erholsam. Aber ich nehme mir eben auch Zeit, um mal bummeln / shoppen zu gehen, Freunde zu besuchen, Saune oder auch einfach mal im Internet surfen oder fernsehen oder baden. Nachmittags, abends komme ich aber auch kaum zu Zeiten, aber das brauche ich dann ja auch nicht mehr (so), wenn ich das tagsüber ab und an habe. Hast du auch irgendwo freie Lücken, wo du ganz alleine bist und wo du Arbeiten (die ja immer anfallen) aber verschieben kannst? Was die Korrekturen etc. bei dir betrifft, würde ich mich an deiner Stelle mit GG zusammensetzen und ihm lieb erklären, dass das auch zu deiner Arbeit gehört und er dir da bitte den Rücken frei halten soll. Und wenn es nur jeden Tag 1 - 2 Stunden sind. Sei es nur, dass er ein Kind ins Bett bringt, das andere bett-fertig machen (dein Stillkind) oder was du sonst eben abends machst abnimmt - Spümlmaschine ausräumen? Spielsachen wegräumen? ... Grüße, Bianca
Huhu, @Bellis: jetzt kann ich Deinen Beitrag unten besser einordnen. Wenn Du Klinik und Forschung und Familie hauptsächlich allein unter den Hut bringen musst, ist das einfach zu viel. Bei uns ist es andersrum: Männe arbeitet zwar extrem viel, behauptet aber immer, daß ich (derzeit mit 3 kids und grossem haus hat home) den stressigeren job habe. wenn er da ist (wenn ...) gilt: freizeit ist gemeinsame freizeit. Nie verschwindet er irgendwo, er bringt ins bett, er fragt, was ansteht, ob er noch was besorgen soll, ob ICH müde bin ... Klar gibt es Dinge, die einfach mein Job sind (Wäscheberge ...) und die ich auch mal erledige, während er ein Bayernspiel anguckt, aber er entlastet mich, wo er eben kann. Das war früher, als wir beide noch "Jobstress" hatten nicht anders als heute. Ich finde, das Projet "Familie" - egal ob Frau nun ausserhäuslich oder häuslich arbeitet, sollte ein gemeinsames Thema sein, da ist es unfair, wenn einer wesentlich mehr Freizeit als der andere hat - so nach dem Motto: ich hab MEINE Arbeit jetzt erledigt. Da wäre bei mir ein klares Gespräch über Bedürfnisse fällig - das wiederum scheint bei aller Emanzipation am meisten auf der Strecke geblieben zu sein. Cosma
Mir geht´s ganz genauso, nur noch viel schlimmer. Ich habe auch das Gefühl, für alles alleine zuständig zu sein: für die Kinder (und zwar alles, alles, alles, was damit zusammenhängt), fürs Geldverdienen und Einkaufen, für soziale Kontakte und für Kochen und den Haushalt sowieso. Aber eben auch noch zum Spinnenentfernen, Glühbirnenwechseln und Handwerker anrufen. Gut, ich habe eine Kinderfrau und eine Putzfrau, aber das Organisieren und Bezahlen bleibt eben immer noch an mir hängen. Rasenmähen macht mein Mann. In meinem ansonsten sehr glücklichen Leben ist die Aufgabenverteilung der einzige Punkt, der immer wieder zu Unzufriedenheit und Frust führt. Im Laufe der Jahre habe ich wirklich alles probiert - sogar schon eine eigene Wohnung (und das war eigentlich die beste Lösung, mit Kindern aber nicht mehr wirklich praktisch). Das einzige, was noch übrigbliebe, wäre die Trennung. Dann denke ich aber eben auch wieder an die Kinder, daran, dass ich es doch eigentlich sehr gut habe, weil ich mir das alles leisten kann und daran, dass es eben auch gute Seiten gibt (wenn auch nicht gerade bei der Arbeitsteilung.) Wenn es eine Patentlösung gibt, die mir in den letzten Jahren noch nicht untergekommen ist - her damit.
Huhu, ich finde nicht, daß nur Eure Arbeitsteilung nicht passt, sondern das ganze Miteinander ! Das ist doch keine Beziehung. Ich finde es auch nicht gut, wenn Mutter so ein Frauebbild vorlebt, da frag ich mich dann schon wasschlimmer ist: wenn Kinder in einer verkorksten Beziehung aufwachsen, mit einer Mama, die nicht nein sagen kann, oder eine Trennung. Cosma
Das verstehe ich jetzt eigentlich nicht unter der Patentlösung... Aber ehrlich, das ist ein ganz schön hartes Urteil, das Du da so eben mal per Ferndiagnose fällst. Ich halte mich nicht für eine Frau, die nicht nein sagen kann. Eher ist es so, dass bestimmte Dinge nicht gemacht werden, wenn ich sie nicht mache - oder wenigstens veranlasse. Und das finde ich oft anstrengend und ungerecht. Dass die Kinder Schaden nehmen, weil Mutti so ein armes Mäuschen ist, glaube ich in unserem speziellen Fall eher nicht.
Hallo, also ich habe nun wahrlich nicht den Typ Mann geheiratet, der von selbst (und am besten auch noch gerne) den Haushalt schmeißt, aber ich lasse es einfach nicht zu, dass ich für alles zuständig bin. Bei uns sind die Aufgaben klar geregelt (was Haus und Garten angeht), einkaufen geht mein Mann oft nach der Arbeit und um unseren Sohn kümmern wir uns beide gleich. Mal steht mein Mann nachts auf, mal ich. Wenn mein Mann von der Arbeit kommt und der Kleine ist noch wach ist sowieso erst Papazeit. Ich denke, wir Frauen lassen uns auch zu schnell in eine Ecke drängen und denken dann: ach dann mach ich das halt eben schnell, bevor es wieder Stress gibt. Oder gar: ich mache das ja eh besser als er. Ich habe ziemlich schnell gemerkt, dass ich das zeitlich und auch körperlich gar nicht schaffe, alles alleine zu machen, ganz zu schweigen von den Aggressionen, die ich aufgebaut habe. Daher gibt es bei mir recht schnell klare Ansagen und ich war überrascht, wie einsichtig mein Mann war (er ist aber auch nicht von seiner Mutter verhätschelt worden, da habe ich wohl Glück). Man sollte sich ruhig erlauben auch mal egoistisch zu sein. LG Stephanie
Hallo Philipps-Mama, du hast es m. E. auf den Punkt gebracht: Die meisten arbeitenden Mütter stecken - im Gegensatz zu den Vätern - klar zurück. Auch bei uns ist das leider so. Ich versuche es immer wieder zu ändern, schaffe es aber doch nicht. Für meinen Mann ist es selbstverständlich, dass ICH nach meiner Arbeit (also ab 12 od. 13 Uhr) vollständig für die Kinder bereit stehe. D. h. alle kindbedingten Termine MUSS ich aus seinen Augen wahrnehmen, und alle MEINE Termine muss ich mit den Kindern wahrnehmen, während er seine in der Freizeit (m. E. meist überflüssigen) Termine natürlich alle plant und wahrnimmt - ich bin ja für die Kids da. Hmmm, alles Gemecker von mir hilft irgendwie nicht, ich gebe irgendwann doch nach, und alles ist beim Alten *grrr* Konsequenz ist natürlich, dass ich nur noch notwendigste Termine meinerseits wahrnehme (z. B. Arzttermine), alles andere geht mit den Kids gar nicht od. ist mehr stressig als erfreulich :-(((( Grüsse Verena
Hier mal wieder die Frage vor mir: WARUM machst Du das so? Bloß weil er rumeiert? ixch würde ganz einfach den letzten Arzttermin abends nehmen, und wenn er dann daist das haus freundlich lächelnd verlassen. Oder ihm eben mitteilen, daß Du heute / morgen abend nicht da bist, weil Du mit einer Freuindin essen gehst (oder was auch immer...). das IST einfach so, freundlich, nett und lächelnd. Diskussionen würde ich da keine führen, führt er doch auch nicht... Viele Grüße Désirée ...wie man es sich zieht, so hat man's...
Hallo Ihr Lieben, Danke für die vielen ausführlichen Antworten und Beiträge. Ich hätte nicht gedacht, dass mein "leicht" frustriertes Posting so viel Resonanz bringen würde, aber da habe ich ja wohl bei einigen einen Nerv getroffen. Es macht mich betroffen, dass so viele ähnlich frustriert sind und als working moms eigene Interessen oder gar die Hoffnung auf Gleichberechtigung aufgegeben haben. :( Zum Glück gibt es auch Beispiele, die Mut machen! :) @fiammetta: Ich stimme Dir absolut zu, dass sehr viel mit tradierten Rollenvorstellungen zusammenhängt, die wir von unseren Eltern mehr oder weniger unreflektiert übernommen haben. Wenn meine Schwiegereltern bei uns zu Besuch sind, ist es für meinen Schwiegervater selbstversändlich, dass ich Kaffee einschenke, Kuchen reiche und springe. Dass auch mein Mann eine Tee kocht oder die Spülmaschine einräumt, ist in seinen Augen eher unmännlich. Er war eben in seiner Familie im der große Macher und alles hat sich um ihn gedreht. Tja, in meiner Familie dreht es sich nicht alles nur um den Mann, schon gar nicht wenn ich die Hauptverdienerin bin! Und auch ich bin mit dem von Dir beschriebenen Rollenverständnis groß geworden. Wie groß war das Geschrei bei meinen Eltern, als ich 3 Monate nach Philipps Geburt wieder arbeiten ging (gehen musste). Eine Mutter gehöre schließlich zum Kind. Alles Reden und Erklären half nichts, sie fanden es nicht gut. Irgendwann habe ich ihnen dann vorgerechnet, dass wir gerne unser Haus und die Autos verkaufen und in eine kleine 2 Zimmer Wohnung ziehen könnten und ich suche mir dann noch einen Minijob, dann kämen wir auch so über die Runden. Da war endlich Ruhe. (Das Thema übergriffige Eltern will ich hier gar nicht anfangen!) Ich wünsche Dir jedenfalls, dass Du mit dem Weg, den Du für Dich gefunden hast, zufrieden bist! Die Tatsache, dass ich schon so früh nach der Geburt unseres Sohnes wieder gearbeitet habe, führt bei mir aber auch zu einem ständigen schlechten Gewissen. Wenn Papa dann schlafend neben dem brüllenden Junior liegt, renne ich halt, weil ich sowieso das Gefühl habe, viel zu wenig Zeit mit meinem Sohn zu verbringen. Mir ist schon klar, dass die Qualität der gemeinsam verbrachten Zeit wichtiger als die Quantität ist, aber trotzdem habe ich das Gefühl, dass Philipp viel zu schnell groß wird und ich vieles nur am Rande mitbekommen. Erst vor ein paar Tegen erzählte mir die Kinderfrau, dass Philipp (gut 11 Monate alt) schon einige der Duplo-Tiere kennt. Als ich ihn dann bat, mal die Kuh zu holen, krabbelte er sofort los, fischte die Kuh aus der Spielzuegkiste und sagte ganz stolz "Buh". Klar, es ist toll, dass er so eine liebe Kinderfrau hat, die sich so intensiv um ihn kümmert und zu der er großes Vertrauen hat. Aber ich hätte auch gern diese "erten" Momente mit ihm gehabt. Aber zurück zu den Männern: Wie schon gesagt, im allgemeinen kann ich und will ich mich über meinen Mann gar nicht beklagen, weil er viel im Haushalt übernimmt und ich das Gefühl habe, die Pflichten sind ganz gut verteilt, ABER mir geht es auch so, wie einige von Euch es hier beschrieben haben, dass frau einfach zu kurz kommt. Wahrscheinlich muss jede von uns ihren ganz eigenen Weg finden, wie sie den Spagt zwischen Haushalt, Familie und Job hinbekommt ohne selber dabei auf der Strecke zu bleiben. Dabei wünsche ich uns allen ganz viel Mut und gutes Gelingen und freue mich auf weitere angeregte Diskussionen. LG und eine gute Nacht, Philipps-mama
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