Mitglied inaktiv
Hallo ihr Lieben! Bisher war ich immer nur stille Mitleserin, doch ich bin gerade ziemlich verzweifelt was meine berufliche Zukunft angeht und wende mich daher an euch alle, um eure Ratschläge, Tipps, Hinweise, Erfahrungen ... zu erfragen. Zunächst mal zu meiner Situation: ich bin jetzt 25 Jahre alt, habe einen Sohn (bald 3)und bin gerade in der 23. SSW mit dem 2.Kind. Seit meinem Abitur -und das ist schon ne Weile her, seufz- bin ich an der Uni eingeschrieben, habe nach der Geburt von Jakob zu einem Lehramtsstudium gewechselt und dampere jetzt seit einigen Semestern damit herum. Finanziell bin ich seit Wegfall des Landeserzgeldes/ meines eigenen Kindergeldes komplett von meinem Freund abhängig, der zum Glück einen ganz guten Job hat. So, und nun das Problem: immer mal mehr, mal weniger (aber im Moment wieder SEHR) merke ich, dass ich nicht das Durchhaltevermögen für das Studium habe. Innerlich habe ich mich von den Inhalten schon längst abgekoppelt, die Bedingungen an einer Massenuni nerven mich nur noch, ich gehe selten hin und mache nur das aller, allernötigste. Dementsprechend komme ich auch nicht wirklich weiter. Ich habe es im Gefühl, dass ich den Abschluss einfach nicht schaffen werde, weil die Luft raus ist. Ich möchte endlich mal was "richtiges" machen, also arbeiten und nicht immer den Druck von Klausuren und HAusarbeiten im Nacken sitzen haben. Und zum ersten Mal in meinem Leben eigenes Geld verdienen. Mit meinen Eltern/ Freunden kann ich nicht darüber sprechen, denn ich fühle mich nach xx Semestern eh schon wie eine Versagerin... Klar, für eine junge Mutti mit 2 kleinen Kindern, ohne Ausbildung u. Berufserfahrung liegen die Jobs nicht auf der Straße, schon gar nicht im Osten. ICh würde auch fast alles machen, wenn ich es körperlich und organisatorisch schaffe. Was würdet ihr mir empfehlen, ihr steht ja schon im Berufsleben und wisst eher, wie da die Lage so ist: 1)Weiterstudieren, auch wenn die Motivation im Keller ist und es noch ewig dauern könnte? 2)Abbruch riskieren und erstmal jobben gehen, um endlich was zu verdienen? Vielleicht könnte ich in ein paar Jahren noch mal ne Schulische Ausbildung oder Fernstudium oder sowas anfangen... Oder ist das wahnsinnig? Was ist eure Meinung? Wart ihr mal in einer ähnlichen Situation?
hallo! schwer zu sagen. grundsätzlich gilt immer: je höher der abschluss, umso besser die jobs. das betrifft die auswahl und den verdienst. das ist ganz klar! als ungelernte, in ein paar jahren vergleichsweise "alte" person mit kindern auf dem arbeitsmarkt sind deine chancen eher mau. du konkurrierst dann mit jüngeren, formal ausgebildeten leuten, die eventuell keine kinder haben. das muss dir jetzt klar sein! wenn du dein studium jetzt nicht durchziehst, dann würde ich mir das mit "später ein fernstudium oder schulische ausbildung" auch abschminken. nicht, dass es nicht geht. aber gerade ein fernstudium erfordert eiserne disziplin! viel mehr als dein jetziges präsenz-studium. ich würde dir raten: betrachte dein studium als ne ausbildung. mach das nötigste, schaff dir klare strukturen, zieh es durch und dann hast du die besten aussichten. lehrer/innen werden gebraucht und das ist ein super-job. druck - klausuren, hausarbeiten usw. - gibt es injeder ausbildung! und auch wenn ein kassierinnen-job schnelles geld einbringt, so hast du davon sicher ganz schnell die nase voll. das ist ein schlecht bezahlter knochenjob ohne viel flexibilität. das gilt für fast alle jobs, die man als ungelernte kriegt. außerdem, das ist vielleicht auch ein argument, kannst du während des studium deine kleinen kinder viel besser betreuen und genießen als mit jobs, bei denen du in bezug auf arbeitszeiten usw. recht ausgeliefert bist. aber: du musst es eben wollen. ohne eigenen willen geht ein studium gar nicht. lg paula
Hallo, welche Motivation ist denn bei Dir im Keller? Die für das Studium oder auch die für den angestrebten Beruf (Lehrerin). Falls es das erstere ist, würde ich mich zusammenreißen und das Studium abschließen. Durchhaltevermögen brauchst Du nicht nur da, sondern in jedem Beruf. Falls Dir das Berufsziel gar nicht mehr attraktiv erscheint, ist es vielleicht schon sinnvoll, das Studium aufzugeben. Dann würde ich aber nicht anfangen irgendwo zu jobben, das hat doch gar keine Perspektive und früher oder später stehst Du dann nämlich ohne Ausbiludng und ohne Arbeitsstelle da. Ich würde dann mir Gedanken über ein anderes Berufsziel machen (und mir da auch Beratung holen) und gegebenenfalls eine Ausbildung machen - es muss ja kein Studium sein. Viele Grüße, Renate
Weißt du, wenn du jetzt schon keine Lust auf Uni hast, dann wage ich keine Prognose darüber abzugeben, wie es im Referendariat werden soll. Da musst du nämlich 200% geben, um überhaupt Durchschnittsnoten zu bekommen. Ist dir klar, dass du mit einem ersten Lehramtsstaatsexamen imnmer noch keinen "Beruf" hast? Welches Lehramt ist es denn? Das klingt für mich so, als würde deine Ausbildung sich durchaus noch 4-5 Jahre hinziehen wollen (inkl. Referendariat: mies bezahlt und Knochenjob!). Also, wenn du das nicht wirklich ernsthaft im tiefsten Innern willst, dann wird das auch nix werden, ehrlich gesagt. Der Lehrerjob bringt nunmal gewisse Annehmlichkeiten mit sich und da wartet kein Schulamt auf jemanden, der mal so ein bisschen nebenbei irgendwas macht, denn es gibt genügend hochmotivierte Leute, die wissen, dass man sich reinknien muss. Zu deiner Frage, was du ansonsten machen kannst/sollst/willst, ja was soll ich dir da sagen? Ich kenne dich ja überhaupt nicht und weiß nicht, wo deine Stärken liegen. ICH würde befürchten, dass du (wenn deine Kinder aus dem Gröbsten raus sind und ihrer eigenen Wege gehen) in ein sehr, sehr tiefes Loch fällst. Was hast du denn dann (Anfang 40?) noch für Alternativen? Niemand stellt dich dann noch als Azubi ein. Und dann nochmal studieren? Mit welchem Ziel? Als BAT oder Aushilfslehrer dein Dasein zu fristen (denn eine Verbeamtung ist ab einem bestimmten Alter ausgeschlossen). Ganz abgesehen davon, dass ich nicht wüsste, ob ich jetzt nochmal die Kraft für ein Studium hätte (und dabei bin ich erst Mitte 30). Kurz und knapp: Die Entscheidung die du triffst hat sehr weitreichende Folgen. Und darüber würde ich mir bewusst werden bevor ich irgendetwas aufgebe. Die Tatsache, dass du dich jetzt schon als "Versager" fühlst, lässt nämlich nicht auf ein erfülltes Dasein schließen. Viel Erfolg bei deiner Entscheidung, Annette
Hallo, ich habe auch mit Kind studiert und manchmal hatte ich dieselben Motivationsprobleme wie du. Gerade abends, wenn mein Mann von der Arbeit kam und nichts mehr machen musste, dann sich zum Lernen zu motivieren ist unwahrscheinlich schwer. Aber als ich meinen Sohn bekommen hatte, war ich schon relativ weit im Hauptstudium und musste nur noch Diplomarbeit und Examen schreiben, von daher war ich gewillt, mein Studium abzuschließen, da ich es ja schon soweit gebracht hatte. Also perspektivmäßig sehe ich es wie Paulita und Renate, versuche dein Studium durchzuziehen, denn irgendwann willst du keinen Aushilfsjob machen. Ich habe immer in den Semesterferien gearbeitet und dann vor allem am Band. Wenn du solch eine Arbeit machst, mit Leuten, die das seit Jahren machen, das weisst du erst mal warum du studierst. Zumindest ist es mir so gegangen. Mein Tip, wenn du arbeiten möchstest, dann kannst du auch studieren, wenn dein Studium noch den Beruf beinhaltet, wo du sagst, das will ich die nächsten 30-40 Jahre machen. Deshalb organisiere eine Betreuung für dein Kind später Kinder und nutze die Zeit zum Studium, würdest du arbeiten, müsste dein Kind auch betreut werden. Gehe in die Uni zum Lernen, setze dich in die Bib, dort kannst du nicht abgelenkt werden, zu Hause ja schon eher. Besuche wieder Vorlesungen udn knüpfe Kontakte zu Kommilitonen, zusammen studieren macht doch mehr Spass als als Einzelkämpfer. Setze dir am Anfang eines Semesters ein realistisch zu schaffendes Ziel, welche Scheine bzw. Credit Points du in diesem Semester machen möchtest. Wenn du jetzt aber gar nicht mehr unbedingt dieses Fach studieren möchtest, dann mach eine Ausbildung oder etwas kombiniertes wie Berufsakademie, wo du studierst aber auch gleichzeitig schon arbeitest. In dem Fall erhältst du auch schon ein bißchen Geld (bei BA weiß ich das nicht) und bist ein bißchen unabhängiger. Viele Grüße Kleiner Löwe
Hallo, was ist störender: die finanzielle Abhängigkeit oder das im Moment (?)scheinbar nicht endende / nervende (?) Studium? Wenn die aktuellen Finanzen wichtiger sind und Studium ist egal, da kein bestimmter Berufswunsch / Karrierewunsch angestrebt wird (oder nicht mehr), sondern nur noch das Geldverdienen im Vordergrund steht, dann würde ich einfach mal schauen, was für Arbeitwege offen stehen und Bewerbungen schreiben. Das Studium de facto aber erst beenden, wenn ich was gefunden habe. Und was, wo man die nächste Zeit zufrieden damit ist. Nicht dass man die Beendigung des Studiums dann doch bereut. Oder aber weiterstudieren, in den "sauren Apfel beißen" und durchhalten, wenn man schon ein bestimmtes Berufsziel früher oder später vor Augen hat, wo man das Studium dazu braucht / gebrauchen kann. Zur Abwechslung und für das Selbstbewusstsein und die Finanzlage vielleicht einen kleinen Job nebenbei annehmen - sofern machbar mit den Kindern, wenn untergebracht. Aber ist ja auch erst wieder nach der SS interessant. Und was sagt der Freund / Mann dazu?? Gruß, Bianca
Hallo, mit Baby im Bauch und Kleinkind ist es ja auch ein schwieriger Zeitpunkt für eine Neuorientierung. Du schreibst, Du willst endlich mal arbeiten und Geld verdienen. Aber im Moment bist du ja gerade auf nem ganz anderen Trip. Insgesamt wirkt das so, als ob Du vielleicht gerade das willst, was nun momentan nicht zu haben ist. Ich würde jetzt mal die Zeit der Schwangerschaft für eine Bestandsaufnahme nutzen: ----was habe ich schon gemacht? Qualifikationen (auch ohne Abschluss), Scheine, Fähigkeiten, die Du besitzt -----was würde noch fehlen bis zum Studienende? Scheinanzahl, geschätzter Semesteraufwand -----welche Art Job machst Du gerne, welche nicht (denn auch mit dem Lehrerexamen, wenn Du es durchziehst, musst Du nicht zwangsläufig hinterher in die Schule. vielleicht gründest Du ein privates Nachhilfeinstitut) -----überleg Alternativen, die nicht völlig aus der Luft gegriffen sind (also nicht: wenn ich keine Kinder hätte, wäre ich ja Astronautin geworden, aber nun geht das nicht, oder so :-) -----geh mal zur Studienberatung Deiner Hochschule. Vielleicht studierst Du Lehramt mit Sprachen und sattelst um auf ein Dolmetscherstudium oder oder oder... ------mach Dir klar, dass es nicht einfacher wird mit Kindern, aber dass Du zu bestimmten Entscheidungen gezwungen wirst, die auch helfen können, Dein Leben zu strukturieren, also Blick für das Machbare entwickeln -----und Netzwerke mit anderen Frauen in ähnlicher Situation...mitkriegen, wie ander es machen, sich gegenseitig unterstützen und anspornen, viel Glück Christiane
Liebe Liesbeth, ich sehe es wie die meisten hier. Hast Du keine Möglichkeit, an Deiner Motivation zu arbeiten? Vielleicht - wie schon vorgeschlagen - mit vorübergehender körperlicher oder sonst langweiliger Arbeit (klar, das geht erst nach der Geburt), die Dich die Vorteile des akademischen Abschlusses schätzen lehrt. Oder hast Du eine (vielleicht alleinerziehende) Freundin, die Dich motivieren kann? Oder kommt ein Besuch bei einem Coach in Betracht? Aus meiner Sicht wäre Geld, das Du praktisch ungelernt verdienst, sehr teuer bezahlt, wenn Du dafür Deine Ausbildung drangibst. Später zu studieren, ist doch auch nicht leichter. Und die Berufsaussichten werden immer schlechter. Ich kenne allerdings auch ein Gegenbeispiel: meine Mutter hat erst angefangen zu studieren, als wir 18 bzw. 15 waren und hat heute einen super Job. Aber ich glaube, das ist die Ausnahme. Liebe Grüße, carla72
hallo Liesbeth, eigentlich wollt ich dir zuerst spontan antworten: hör mit dem herumstudieren auf; du willst doch gar nicht mehr weitermachen und hast dir mit der zweiten schwangerschaft ja schon selber die antwort gegeben. aaaaaaaaaaaaber das wäre kurzsichtig und nach meiner meinung die falsche antwort. wenn du jetzt aufgibst, kriegst du beruflich die kurve nur noch sehr schwer, faktisch und psychisch. du würdest es dir in ein paar jahren, wenn du dich vielleicht gar nicht mehr aufraffen kannst zu einer fundierten ausbildung, nicht verzeihen und dir in den a... beissen, dass du damals auf halbem wege abgebrochen hast und dann auf dem arbeitsmarkt nur noch schlechtest bezahlte oder gar keine jobs angeboten kommst. deshalb: so schwer es jetzt auch sein mag, mit "fast" zwei kindern: beiß dich einmal in deinem leben zu etwas durch. mach dein studium fertig! "echte" arbeit draußen ist auch kein zuckerschlecken, da mach dir mal keine illusionen. du würdest dich sehr bald an deinen kuscheligen schreibtisch und einen überbelegten hörsaal zurücksehnen. du bist doch eine gescheite junge frau. das meine ich auf jeden fall aus deinen sätzen herauslesen zu können. ich glaube, du ahnst, in welche sackgasse du dich begibst, wenn du jetzt die waffen streckst und dich zudem, zudem!, von deinem freund finanziell abhängig machst. oder hat er seinen job auf lebenszeit? oder bist du sicher, dass er ewig bei dir/euch bleibt? ich glaube, wenn du dich aufraffst, geht es dir auch psychisch wieder besser. dann kriegst du auch wieder zuversicht, das studium zu schaffen. okay, dann hast du dich halt stoffmäßig schon innerlich verabschiedet. es gibt schlimmeres. das sollte dich nicht hindern, es trotzdem durchzuziehen. das leben ist kein wunschkonzert. was glaubst du, was wir berufstätigen weiber oft für sch... jobs tun müssen, die wir auch nur mit innerlichem abstand durchzuziehen imstande sind. aber wenn man sie dann durchgezogen hat, isses okay oder sogar supergut - ein sieg über den verdammten inneren schweinehund. nimm auch deine beiden kinder mit auf deinem weg. sag ihnen beiden: so, wir schaffen das, noch dazu, wo auch papi zu uns steht. und der scheint ja sowieso mitzumachen. also, was hindert dich, gleich morgen damit anzufangen. solange es deine - hoffentlich problemlose - schwangerschaft noch zuläßt. du musst die uni ja nicht lieben. die liebt dich auch nicht. also passt ihr doch gut zusammen ;-) ....und dann kannst du echt stolz sein auf dich, als doppelte mama, die ihren uni-abschluß durchzieht! alles guuuute... p.s. und wetten, dass das auch deinem baby im bauch gut tut, wenn mama wieder neuen mut schöpft und ihr ding durchzieht...
Aber es lohnt sich durchzuhalten. Zumal du auch einen Anspruch auf Tagesbetreuung hast während des Studiums. Ich habe Sozialarbeit damals studiert, waren dann nicht wie bei anderen nur 3,5 Jahre sondern eben 6 Jahre, aber es hat sich gelohnt. Habe nebenher immer gejobt um geld zu verdienen. Mach weiter, noch bist du jung. Gruß Annette
Hallo, du hast hier schon viele gute Tipps bekommen. Ich moechte dir nicht auf JEDEN Fall zur Fortsetzung des Studiums raten, aber es klingt sehr sinnvoll. Bevor du abbrichst, wuerde ich mal genau ueberlegen, was du ohne Ausbildung und ohne Studium ueberhaupt machen kannst. In unserer Firma (grosser Technikkonzern) bekaemst du damit naemlich gar nichts. Muss nichts heissen, ich will dich auch nicht entmutigen, aber schaetze doch mal realistisch ab, auf welche Jobs du Chancen hast, ich kenne ja deine Staerken nicht. Wenn das naemlich ein Kassenjob ist, dann wirst du als Ex-Studentin vielleicht alleine in dem Klima die Krise kriegen, da weht ein anderer Wind und Tonfall als an der Uni. Gleiches gilt fuer einen Job in der Produktion. Das Beduerfnis, selber Geld zu verdienen, verstehe ich auch sehr gut. Ein Nebenjob koennte dir hier guttun - allerdings sehe ich das handfeste Risiko, dass du mit zwei Kindern und Nebenjob noch langsamer weiterstudierst, was das Frustrationspotential weiter erhoehen kann. Aber mach dir auch mal bewusst, dass "Muttersein" ebenfalls eine gesellschaftliche Leistung ist, sogar eine wichtige, die du erbracht hast und weiter erbringen wirst. Du bist kein Versager! Es ist kein echter Trost, aber ich verrate dir was: Ich bin 31 (!!!) und seit dem Abi eingeschrieben (habe pausiert) und gebe in zwei Wochen meine Diplomarbeit ab. Was meinst, wie dumm ich mir manchmal gegenueber meiner Familie vorkomme (die mich immer mental unterstuetzt hat!). Und wie mir das alles zum Hals raushaengt, alleinerziehend zu studieren und parallel zu arbeiten, Mann Mann Mann. Haette mir jemand einen gutverdienenden Mann angeboten, ich wuerde momentan mit Freunden danach greifen :-))) Kopf hoch, nur die Ruhe und planvoll vorgehen. Hast du das alles eigentlich schon mit deinem Mann besprochen? Schoenen Gruss harmony
Hm, wenn du so gar keinen Bock hast im Moment, dann lass dich beurlauben. Aber brich auf keinen Fall das Studium ab, bevor du was anderes hast! Ich selbst habe auch zwei Kinder, bin 24 und stehe so ziemlich am Ende meines Studiums. Ich weiß nur zu gut, was es heißt, sich aufraffen zu müssen und sich abends, wenn man eigentlich hundemüde ist, noch an den Schreibtisch oder an den PC zu setzen. Oder morgens um 4.30 Uhr schon dort zu sitzen um noch was zu schaffen, bevor die Kinder aufwachen. Ist nicht schön, aber doch machbar - jedenfalls immer zeitweise. Seit der Geburt meines Kleinen vor 4 Monaten hab ich auch so ne kleine Krise hinsichtlich der Motivation aber ich weiß auch, dass das besser wird. Ich gönne mir jetzt noch drei Monate Babypause und schreib dann endgültig meine Abschlussarbeit. Ganz ehrlich: WAS ist dein Problem? Dass du finanziell von deinem Freund abhängig bist? Oder dass du eigentlich keinen Bock mehr hast aufs Studium? Klar, mit zwei kleinen Kindern ist man mit Familie und Haushalt auch erstmal ausgelastet. ABER: Die KInder werden größer, du sitzt spätestens in drei Jahren allein zu Hause wenn die Kids in KiGa und SChule sind. Und dann? Haste nix und kannste nix und bist mal eben schon fast 30. Wenn du dein Studium aufgibst, wer nimmt dich schwanger mit Kleinkind bzw. später mit Baby in Ausbildung? Und meinst du wirklich, du schaffst eine Vollzeitstelle? Ausbildungszeiten sind nämlich wie die einer Vollzeitstelle. Meinst du wirklich, du motivierst dich dazu mehr? Und was machst du dann? Dich an unterster Stelle der betrieblichen Hackordnung anstellen und dich darüber freuen, einen Lehrerposten gecancelt zu haben? Ich würde an deiner Stelle Folgendes tun: Entweder du studierst sofort weiter, dafür vielleicht mit einem Semester Babypause oder nur stundenweise. Oder du lässt dicherstmal beurlauben und schaust, wie die Situation aussieht, wenn du zwei Kinder hast. Kümmere dich um Kinderbetreuung. Geh regelmäßig zur Uni und wenns nur jeden Tag ein Seminar ist. Schaff dir Strukturen und Gewohnheiten, das ist schon die halbe Miete. Sag dir immer wieder, dass du das nicht nur für dich machst, sondern ja auch für deine Familie. Deine Kinder wollen auch mal eine AUsbildung, kannst du die als Hilfsarbeiter finanzieren? Was, wenn dein Mann mal arbeitslos oder erwerbsunfähig wird? Ich denke, dann lieber ein abgeschlossenes Studium haben als auf der Straße stehen mit nichts. Mit dem ersten Staatsexamen musst du ja vielleicht auch nicht sofort ins Referendariat, wenns mit den Kids zu stressig wird. Das kanste notfalls ja auch noch machen, wenn dwein Kleines im KiGa ist, aber bis dahin musst du erstmal das Studium zu Ende haben. Komm schon, ich hab das auch durch. Mich trennt nur noch meine Abschlussarbeit vom Studienende. Ist zwar nicht einfach mit zwei Kindern aber auf jeden Fall besser als jetzt alles hinzuschmeißenund bei Aldi an der Kasse zu sitzen... LG, lupa
Die letzten 10 Beiträge
- Unsichtbar abpumpen im Büro, Erfahrungen gesucht
- Neuer Job trotz Schwangerschaft?
- Kann Arbeitszeit nicht erfüllen, was kann der Arbeitgeber machen?
- Ist meine Arbeit ein Gefahr?
- Beschäftigungsverbot und schlechtes Gewissen
- Beschäftigungsverbot
- Schwanger im Einzelhandel
- Kurzarbeit
- Erst nach der Kündigung von der Schwangerschaft erfahren
- Erneute Schwangerschaft ende der Elternzeit