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Arbeiten mit dem zweiten Kind

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Hallo! Ich habe zwei Kinder (eines 5 1/2 und eines 15 Monate). Nach dem ersten Kind bin ich direkt nach dem Mutterschutz (da war es aber schon fast ein halbes Jahr, der Mutterschutz war wegen einer Frühgeburt lang) mit etwa 70% wieder arbeiten gegangen (bin Lehrerin). Ich war alleinerziehend (ohne Hilfe durch den Vater des Kindes oder meiner Familie). Es gab anstrengende Zeiten (Klassenfahrt, Zeugnisse), aber es hat insgesammt gut geklappt. Meine Tochter hat nachts immer gut geschlafen, tagsüber lange Mittagsschläfchen gemacht, war fast nie krank, immer gut gelaunt, ein zufriedenes Kind, einfach wirklich pflegeleicht. Nach der Geburt des zweiten Kindes bin ich, als er ein Jahr alt war wieder mit etwa einer 35%- Stelle angefangen zu arbeiten. Der Papa arbeitet seitdem auch Teilzeit (etwa 2/3-Stelle) und kümmert sich viel um die Kinder. Trotzdem klappt das Arbeiten nicht gut. Ich habe keine Klasse, muss nur an 2-3 Tagen in die Schule, kaum Fahrweg. Aber mein Sohn ist ständig krank (bekommen wir zwar organisert, weil mein Freund an den Tagen, an denen ich zur Arbeit muss zu Hause bleiben kann, aber dann schläft er nachts noch schlechter als sowieso schon). Er ist echt anstrengend, schläft wenig (er war von Anfang an ein Wenigschläfer, ist nach wenig Schlaf ziemlich fit), isst schlecht (wird leider deswegen immer noch gestillt), ist schnell quengelig, schwer zufrieden zu stellen, ziemlich bockig. Sehr lebhaft, so dass wir total auf ihn aufpassen müssen. Wir sind uns aber sicher, dass keine Erkrankung vorliegt. Er ist einfach so. Mir macht vorallem der Schlafmangel zu schaffen, weil ich eine Vielschläferin bin und tagsüber nicht schlafen kann. Mein Sohn, der tagsüber sehr gut mit seinem Vater auskommt, lässt sich nachts nur an der Brust beruhigen (schreit sonst stundenlang wie kurz vor Ende). Dabei könnte sein Vater als Wenigschläfer das viel besser (und würde es auch tun). Ich frage mich, ob ich das Arbeiten nicht besser wieder lassen soll. Ich bin fast immer übermüdet und dadurch nicht besonders motiviert. Ich spiele mit dem Gedanken, wieder ganz in Elternzeit zu gehen und das Arbeiten noch um ein Jahr zu verschieben. Dasa Geld können wir natürlich schon gebrauchen (allderdings nicht zum Überleben). Was würdet ihr tun?


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Hallo! Ich würde mir an Deiner Stelle die Elternzeit gönnen, so lange es möglich und nötig ist. Du kannst weder in Deinem Beruf noch zuhause wirklich 100% geben. Konzentriere Dich nun vorrangig um Deine Kinder und ein Jahr ist so schnell vorbei, die Lage entspannt sich etwas und Du kannst wieder in Deinem Job arbeiten. Ich wollte ein halbes Jahr nach der Geburt meiner Tochter wieder arbeiten, habe jedoch bald kapiert das dies nicht so funktioniert. Meine Tochter war wirklich "pflegeleicht" , jedoch alle 4 Wochen krank. Mittlerweile ist meine Tochter 4 Jahre alt und nun bin ich wieder schwanger. Wenn es möglich ist (finanziell) möchte ich auch bei meinem zweiten Kind möglichst meine Elternzeit nutzen und zuhause bleiben. Diese Zeit ist wirklich schnell vorbei und danach können wir wieder so richtig in unserem Beruf "durchstarten". Liebe Grüße Britta


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Hallo, du gibst dir die Antwort ja schon fast selbst ... das Geld könntet ihr zwar gebrauchen, aber nicht zum Überleben ... du spielst mit dem Gedanken, ganz in Elternzeit zu gehen etc ... Dann mach es doch auch so! Wäre ich an deiner Stelle, würde ich den Partner noch dazu befragen und wenn der das auch so sieht, dann ... viel Spass in der Elternzeit! Liebe Grüße, Bianca


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Also ich bin bei meinem Sohn erst nach 9 Monaten wieder arbeiten gegangen und dann auch nur 30 Stunden/Woche. Doch sollte ich nochmal das Glück haben, ein Kind zu bekommen, würde ich auf jeden Fall 12 Monate, wenn finanziell möglich auch gerne länger, zu Hause bleiben. Es ist einfach eine so wichtige Zeit und man sollte das genießen


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ich denke auch, dass du dir die antwort fast selbst gibst, da du einfach gerne daheim wärst. dann mach es, wenn dein partner auch einverstanden ist! bei mir war es umgekehrt: mein erstes kind war wohl ähnlich wie dein zweites. es war unglaublich schrecklich, v.a. wegen des schlafmangels. beruhigung nur an der brust, papa total abgemeldet (und das, obwohl mein mann ebenfalls teilzeit arbeitet). ich war ein jahr daheim. beim zweiten kind bin ich jetzt gleich wieder vollzeit arbeiten gegangen. es ist aber auch ziemlich pflegeleicht und stets vergnügt. durchschlafen tut er nicht, aber seine große schwester schläft weiterhin schlechter. insgesamt bin ich aber ausgeruhter als in meinem "mamajahr". kinder sind verschieden und haben verschiedene bedürfnisse. ich denke, dein kleiner braucht dich einfach ein bisschen mehr als dein erstes kind. wenn du es mit dir und deinem leben vereinbaren kannst, dann geh in elternzeit! alles gute!


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hallo, das mit dem weiteren elternjahr oder arbeit, kannst nur du beantworten - ich persönlich finde 2-3 tage nicht sooo viel, aber das empfindet jeder anders. aber einen anderen ratschlag würde ich dir geben: nehmt lieber mal den stress auf euch und sucht was anderes, das sohnemann beruhigt. du selbst sagst, dass du leider noch stillst (wenn ichs richtig verstanden hab), das geht auch auf deinen körper und mich hat das stillen ständig müde gemacht. aber ich denke auch, dass mit 15 monaten ein anderes beruhigungsmittel gefunden werden kann - bei jonah (ist jetzt 31/2 monate) ist es ein kleines handtuch, bei seinem großen bruder ein buch. lg doreen


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Bei unserer 1. Tochter lief immer alles wunderbar, ich habe damals auch nach 6 Monate wieder Vollzeit gearbeitet. Die Kleine war nie krank oder problematisch und schlief auch immer super gut. Unsere 2. Tochter ist ein wenig schwieriger, nicht weil sie nicht gut schläft oder gut darauf wäre, sondern weil sie auch sehr oft krank ist und wir 4-5 Mal einige Tagen bis 2 Wochen Krankenhaus Aufenthalt letzten Winter hatten. Mein Mann und ich sind beide Vollzeit beschäftigt, seitdem sie 3 Monate alt ist, und weil wir keine Oma in der Nähe haben, müssen wir durch Bekannten und Familienservice meiner Firma immer jonglieren. Momentan geht es ihr relativ gut aber wir sind gespannt auf diesem Winter. Also Euch Kopf hoch, es wird schon gehen...!!!


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Ich habe auch eine tochter, die wenig isst und wenig schlaeft und sehr aktiv ist, ich bin auch ein absoluter Vielschlaefer. Bin dann morgens wie geraedert. Meine tochter ist allerdings schon 3, so dass ich arbeiten muss. Aber an deiner Stelle wuerde ich mit ruhigem Gewissen in die Elternzeit wieder gehen, vor allem, weil der Job keinen Spass mehr macht.


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Hallo. Ehrlich gesagt: Ich bin ja so konservativ zu glauben, dass es für die meisten Kinder besser ist, wenn die Hauptbezugsperson (sprich: in aller Regel Mama) in den ersten drei Jahren möglichst viel verfügbar ist. Das kommt auch daher, weil meine Kleine das immer sehr vehement eingefordert hat, und man schließt ja immer gern von sich auf andere. Mittlerweile habe ich aber auch Kinder kennengelernt, von denen ich annehme, dass sie Fremdbetreuung gut wegstecken. Also kurz: Ich würde die Entscheidung vom Kind abhängig machen. Wenn du glaubst, dein Kleiner verträgt das gut, wenn du arbeitest, würde ich dir raten - arbeite weiter. Denn, ehrlich: Arbeiten finde ich entspannender als mit einem sehr fordernden Kind nur Zuhause zu sein. Ich kenne viele (ich eingeschlossen), die froh sind, arbeiten gehen zu können, weil sie sagen, das ist mein Ausgleich, da hab ich "Ruhe", da kann ich auftanken, kriege Bestätigung, Geld usw.


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Hi, ich kann deine Müdigkeit nachvollziehen. Mein Kleiner ist 6 Monate alt und ich gehe wieder 3x 6-8 h arbeiten. Er schläft leider auch schlecht und die Arbeitstage nach solchen Nächten sind wirklich ganz schlimm und die Qualität der Arbeit leidet letzendlich auch. Vielleicht kannst du die Arbeitsstunden noch ein bißchen reduzieren. ich hab erst 1 tag/Woche gearbeitet und das war mit dem Baby gut vereinbar. Die drei Tage sind viel anstrengender. Du kannst aber auch noch ein bißchen warten, weil die Babys eben mit 6 Monaten gerade einen Megaschub haben und oft anstrengend sind. In ein paar Wochen sieht es vielleicht anders aus. Ich hoffe das immer aber bei uns sind die Nächte im Moment wirklich chaotisch. lg bea