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3/4 Stelle wg. Elterngeld?

3/4 Stelle wg. Elterngeld?

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Guten Tag, ich bin 29 Jahre alt und glückliche Mutter eines bald 10 Monate alten Buben. Seit September arbeite ich wieder 50%, 4 Tage à 5, 15 Std. So wie es jetzt ist, finde ich es ideal. Ende nächsten Jahres hätten wir gerne ein Geschwisterchen und ich überlege ab 01/08 75% zu arbeiten, wg. des Elterngeldes.(bei Nr.1 haben wir es um 4!! Tage verpasst..) Nun mein Konflikt: Ich würde nur wg. des Elterngeldes erhöhen, denn finanziell reicht es momentan auch so und zeitlich sind 10 Std. zusätzlich eine Menge. Da ich abends noch studiere und ab und an meinem Mann in der Firma helfe, bin ich mit 50% und allem anderen gut ausgelastet. Problem: Wenn es mit der Schwangerschaft nicht so klappen sollte, habe ich auf nicht absehbare Zeit die 10 Std. mehr "an der Backe" und somit einigen Stress. Wenn ich erst nach pos. Test auf 75% erhöhen möchte, klappt es evt. von Arbeitgeberseite aus nicht und ich hätte auch nicht sehr viele Monate, die ich effektiv 75% arbeiten könnte.(abzgl. Mutterschutzfrist, Zeit von Antragstellung bis Umsetzung..) Wenn ich wüßte, ich werde schnell schwanger, würde ich die 10 Std. mehr machen, da ich auch gerne arbeite und es zeitlich absehbar ist. Wie würdet ihr entscheiden? Ich tendiere momentan doch eher zur zweiten Variante. Danke, Kröte78


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liebe kröte ich verstehe gut, dass ihr euch das alles so wohlüberlegt. kinderkriegen ist ja nicht nur eine sponaten gaudi-aktion, sondern kann und sollte ruhig auch rational durchdacht werden. aber: die, vor allem ökonomische, rationalität hat grenzen. ihr wollt ein zweites kind, das ist doch die hauptsache. ob du nun ein höheres elterngeld kriegst oder jetzt mehr stunden arbeitest, das ändert doch daran nicht viel. deshalb würde ich so entscheiden: reicht das geld auch so? wenn ja: gut ist, ändert nichts. kannst du jetzt auch gut + gerne mehr arbeiten? dann mach es. wenn nicht: siehe erste frage. :-) weißt du, es kann theoretisch alles mögliche passieren: schwierige schwangerschaft, abgang, viele herzel-sessions bis es klappt, es klappt sofort, zwillis, dein großes kind wird krank...was weiß ich. ich bin bestimmt keine, die die dinge negativ sieht. im gegenteil! gerade deshalb: lass es auf euch zukommen und macht das, was für euch jetzt das beste ist. lg paula


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Hallo Paulita, danke für deine Antwort. Du hast sicherlich recht, dass ich mir nicht zuviele Gedanken wg. der finanziellen Seite machen sollte, denn man weiß nie, was kommt. Beim ersten Kind, wußten wir auch, dass das Elterngeld demnächst kommt und haben trotzdem nicht gewartet. Allerdings war mein Mann da auch noch fest angestellt (jetzt selbständig) und wir hatten keine Finanzierung, wg. Eigentumswohnung. Das sind halt Risikofaktoren, die jetzt da sind und die ich mit bedenke, da ich auch gerne halbwegs gesicherte Verhältnisse habe. Aber ein zweites Kind wollen wir unbedi ngt und das ist die Hauptsache!!! Nochmals danke, Kröte78


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Hallo, finde deine Überlegungen auch gut. Trotz allem: Wäre ich an deiner Stelle (mit Kleinkind, 50 % Job, Studium und Mann in der Firma helfen plus natürlich Haushalt und dessen Arbeit), würde ich es so lassen wie es ist. Wieviel macht des denn eurer Berechnung mehr Elterngeld aus? Braucht ihr dieses unbedingt? Ist es wirklich den Aufwand her (weil du schreibst, du würdest nur deswegen die Arbeitszeit erhöhen) wert? Was meint dein Mann dazu? Bei mir ist es gerade etwas ähnlich. Ich habe 2 Jobs, die zusammen auch eine 3/4 Stelle ergeben. Wegen des Elterngeldes (wir planen die nächsten Jahre ein 2. Kind) wollte ich es auch so lassen. Nun sieht es aber in dem einen Job schlecht aus (Firma geht evtl bankrott, Arbeitsbedingungen immer schlechter etc.) und ich überlege nun, ob ich das ganz sein lasse und dann nur noch den einen Job und somit eine 1/2-Stelle habe. Vom Geld her geht es auch so. Klar, wäre mehr schön und wir wollen auch für eine ETW sparen und eben wegen Elterngeld ... Aber je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr kommt mir in den Sinn, dass sich nur für das (und eine evtl ETW - wer weiß, ob das wirklich klappt) nicht lohnt. Ist nämlich manchmal ziemlich stressig (Wechselschichten, viel Wochenendarbeit ...). Gruß, Bianca P. S. Freue mich, wenn du mir deine Entscheidung mitteilst! E-Mail ist bei Namen hinterlegt.


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Hallo Bianca, da hast du aber auch viel zu tun, oder? Ich habe selbst einige Zeit im Schichtdienst gearbeitet und fand es damals, schon ohne Kind, sehr anstrengend. Unsere Situationen/Überlegungen sind sich schon ähnlich. Mein Mann hat die gut nachvollziehbare Meinung, dass, je mehr ich verdiene umso weniger finanzielle Verantwortung lastet auf ihm, jetzt genauso wie später, wenn ich in Elternzeit bin. Meiner Meinung nach macht es einen großen Unterschied, z.B. einkaufstechnisch (Lebensmittel etc.) könnten wir drei damit 2-3 Wochen auskommen. Ich möchte mein Einkommen nicht ganz so offen darlegen.. Aber auch hinsichtlich unserer ETW-Finanzierung und der Selbständigkeit meines Mannes (Risiko) ist es, meiner Meinung nach, viel Geld. Der aktuelle Zusatzverdienst wäre natürlich auch schön, aber, wie gesagt, noch geht es so. Es ist wirklich die Frage, ob es der Aufwand/Stress wert ist. Darüber werde ich nachdenken und wenn ich dann eine Entscheidung gefällt habe, sage ich dir Bescheid. Danke für deine Antwort, Kröte78


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Hallo, na wenn dein Mann auch dafür spricht, ist das ja schonmal gut, dann wirst du ja demnach auch seine Unterstützung (und sein Verständnis haben - wenn es z. B. abends nur mal schnell Nudeln mit Tomatensoße gibt oder was vom Pizzadienst, weil du keine Zeit zum Kochen hattest oder die Wohnung abends noch unaufgeräumt ist von früh etc. ;-)). Bei mir ist das nämlich leider nicht so. Er sieht zwar ein, dass wir das Geld brauchen und ich v. a. auch arbeiten muß (mein Mann ist auch selbständig und somit privat versichert, ich kann also - Gott sei Dank! - nicht Hausfrau bleiben und über ihn krankenversichert sein, da gibt es ja keine Familienversicherung), aber ihm wäre es eigentlich am liebsten ich wäre nur Hausfrau. Und mit den 2 Jobs war er eh nie einverstanden, seiner Meinung nach reicht einer. Den Traum mit der ETW haben wir (oder v. a. ich) ja auch. Nur geht es erstmal überhaupt an den Bausparvertrag, nicht gleich schon ans Abzahlen. Von daher ist da noch nicht so der Druck. Überlegst du auch v. a. wegen dem Splitten des Elterngeldes auf 2 Jahre, um dann eben monatlich etwas mehr zu haben? Da habe ich letztens gelesen, dass wenn man relativ viel Elterngeld bekommt und das nur auf 1 Jahr auszahlen lässt, ggf viel Steuern nachzahlen muß. Was lohnt sich da dann mehr Elterngeld?!? Clevere Politik ... tzz. Also wenn du doch zu den etwas Besser verdienenden gehört, wäre dann die Frage, ob die das splitten lässt. Aber reicht das dann noch für deine Pläne?! Gruß, Bianca (die den Traum mit der ETW nachvollziehen kann und wenn der Mann so mitziehen würde wie deiner es wohl tut, dann würde ich es wohl machen mit dem Mehr-Arbeiten wegen Elterngeld, wenn möglich auf 2 J. auszahlen lassen, um nicht (so viel?) Steuern nachzahlen zu müssen und dann ab dem 3. Jahr wieder arbeiten gehen, wenn Kinder betreut werden können)


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Hallo Bianca, über das Splitten des Elterngeldes habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, werde mich aber auf jeden Fall mal damit beschäftigen. Es ist aber auch wahrscheinlich, dass ich nach einem Jahr wieder arbeiten gehen möchte, da das Hausfrauendasein mich nicht wirklich erfüllt hat. Vielleicht sieht das aber mit zwei kleinen Kindern auch anders aus, weil der Stressfaktor dann höher ist. Zu meinem Mann: da ich kochen hasse.. und bei uns unter der Woche abends immer kalt gegessen wird, ist das kein Problem, aber leider geht sein Verständnis nicht so weit, dass er mich effektiv mehr im Haushalt unterstützen würde. Das wäre nämlich auch eine Bedingung von mir, aber der Haushalt ist unser Streitthema Nummer 1 - das seit 5 Jahren und vermutlich bis an das Ende unserer gemeinsamen Tage. Dein Mann sollte eigentlich froh sein, dass er nicht Alleinversorger sein muss und dass er eine Frau hat, die auf eigenen Beinen steht, oder? Ich finde es aber gut, dass du trotzdem arbeiten gehst. Mit der ETW habt ihr ja auch noch Zeit - ich gehe jetzt mal davon aus, dass du 23 Jahre alt bist. Ich war mir diesbezüglich auch immer sehr unsicher, aber jetzt glaube ich(wir), dass es die richtige Entscheidung war. Einen schönen Abend noch, Kröte78


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Ja, informiere dich mal wegen dem Splitten, weil es ja wirklich doof wäre, wenn ihr dann so viel nachzahlen müßt. Nein, ich bin fast 27 ;-)


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Zwischen 50% und 75% gibt es doch auch noch was dazwischen - also eine moderatere Stundenaufstockung. Legst Du das Mehreinkommen, was Du jetzt laut Deiner Aussage nicht brauchst, für die Elternzeit weg, kommt es dann aufs Gleiche. Soweit ich das mit den Elterngeld verstanden habe, zählt das Netto. Also wäre noch die Möglichkeit sich Werbungskosten als Steuerfreibetrag in die Lohnsteuerkarte eintragen zu lassen und über einen rechtzeitigen Wechsel in eine entsprechende Lohnsteuerklasse nachzudenken. (Muss wohl mindestens ein Jahr vor der Geburt erfolgen; habe keine Ahnung, wie das ist, wenn Vater selbständig ist) Was ich damit sagen will: Ich würde nicht nur des Elterngeldes wegen ein Pensum arbeiten, was mich stark belastet, sondern lieber nach Alternativkonzepten bzw. machbaren Lösungen suchen. Viel Glück für Dich und Deinen Kinderwunsch.