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Geschrieben von Benedikte am 25.01.2005, 23:32 Uhr

wieso war die FDP der Aufreger?

Das habe ich nicht verstanden. Ich meine, ich habe mitgekriegt, dass der kinderlose Jung-Juli Bahr- der war es doch- mitgeteilt hat, dass in Deutschland die falschen Frauen / Schichten die Kinder kriegen, nämlich nicht die leistungsstarken, sich in die Gesellschaft einbringenden, sondern die, die durch Transferzahlungen der arbeitenden bevölkerung mitgezogen werden- also die, die nehmen, und man will die, die geben.

Darüber kann man ja unterscheidlichster Ansicht sein. Nur erstens ist es nicht neu- in Aufsätzen von Bevölkerungswissenschaftlern findet sich seit geraumer Zeit der Begriff des " downbreeding", der genau das meint, dass eine Gesellschaft sich dadurch zerstört, dass sich nicht die guten und starken Teile reproduzieren, sondern die anderen. Diese Erkenntnis ist nicht neu und war jedem vertraut, der mal in eine Tageszeitung schaut.

Und erkannt hat es ja auch unsere Bundesregierung- die haben zum Beipiel als Reaktion das Erzeihungsgeld bzw. die Einkommensgrenzen zum Bezug des Erzeihungsgeldes so gesenkt, dass wirklich kaum einer mehr das volle Erziehungsgeld kriegt. Und jetzt wird geplant, den Zeitraum auf ein Jahr zu beschränken, dafür das Erzeihungsgeld" einkommensabhängig als Lohnersatzleistung" auszugestalten. Hört sich toll an- einkommensabhängig als Lohnersatzleistung- meint aber,dass gutverdienende Frauen dann viel Erziehungsgeld kriegen und Arbeitslose/ Sozialhilfeempfängerinnen/Frührentnerinnen/ Friseusinnen/Verkäuferinnen wenig oder keins. Denn wer nicht viel verdienst, klann auch nicht viel Lohnersatzleistung als Erzeihungsgeld erhalten. Genauso soll man dann nicht mehr ein Durchschittsjahr für die Rente angeschrieben kriegen, sondern jeder das, was er verdient.Also gitverdienende FRauen kriegen viel für die Rente für ein Kinderjahr angeschrieben, arbeitslose nichts, weil sie ja auch sonst nichts verdienen.Sprich, unsere rot- grüne Bundesregierung räumt nun ganz offen ein, dass ihr nicht alle Kinder gleich viel Wert sind, sondern eben einige mehr und andere weniger.

Und gerade die sozialdemokratische Bundesfamilienministerin beklagt immer, dass die Akademikerinnen zu wenig Kinder haben.Wie gesagt- sie ist Sozialdemokratin und wünscht sich ausdrücklich mehr Akademikerkinder- keine Multi-Kulti-Migrantenkinder, keine Arbeiterkinder, keine Kinder von Realschulabgängern- sonder Akademikerkindern.Und wer ausdrücklich das ganze auf ein Jahr begrenzen will- damit die FRauen nicht so lange vom Arbeitsplatz weg sind- konterkarriert damit frühere Aussagen wie dass es Elternzeit und nicht mehr Erzeihungsurlaub heisse, weil Erzeihung eben auch Arbeit sei. Jetzt ist ganz klar, dass die es nur auf arbeitende Mütter abgesehen haben und nicht af Frauen, die sich um ihre Familie kümmern wollen.
Also, bitte, versteht mich nicht falsch. Ich kann das alles nachvollziehen und finde es auch in
weiten Teilen richtig. Es ist eben auch so eine Binsenweisheit, dass der Schulerfolg der Kinder vom Bildungssstnd der Mutter abhängt. Und zwar nicht, weil man der Lehrerin sagt, dass ma selber das und das erreicht habe und deshalb das Kind auch reüssieren müsse, sondern weil gebildete Frauen selber viel wert auf die Bildung ihrer Kinder legen. Und gerade unsere Regierung keht ja ab von dem gedanken, dass alle Kinder von Grund auf gleich schlau sind, man sie nur gleich bilden müsse- einfach, weil man das vonn außen nicht hinkriegt.Für die Bildung ihrer Kinder sind in erster Linie die Eltern verantwortlich- da kann eine Regierung ziemlich machen, was sie will. Es wird immer FRauen geben, die in der SS saufen und rauchen udn andere, die Mozart hören und fromme Gedanken beim Heiltee haben- genausso unterscheidlich wie die Startbedingungen sind alle weitern Umstände auch, eben auch die Bildungsumstände. Und eine analphabetiosche Migrantin kann ihre Kinder eben kaum zum höheren Schulbesuch animieren-im Regelfall jedenfalls, währenmd jede Mutter mit Studium dafür sorgt, dass der Anchwuchs zumindest abitur macht.Und die gründung von Eliteuniversitäten und die Erhebung von Studiengebühren sind ja auch kein zeichen dafür, dass man es allen gleich leicht machen will. Ich will nur sagen:Was der FDP-NAchwuchs von sich gegeben hat, ist weder neu, noch von ihm. Da arbeitet die Regeirung schon längerdran, wenn nicht in Worten, so in TAten und man sollte haltr nicht so tun, als ob das eine neue spinnerte Ansicht eines Einzelgängers aus einer Splitterpartei ist.
Also wieso jetzt die Aufregung?

benedikte

 
16 Antworten:

Re: wieso war die FDP der Aufreger?

Antwort von Murmeline am 26.01.2005, 10:18 Uhr

Das hast Du super geschrieben! Es ist nun mal seit jeher ungeschriebenes Gesetz, dass Eltern die eigenen Erfahrungen bezüglich Schule, Ausbildung, Lebensstandard usw. an die nachfolgende Generation weitergeben. ("Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm";-) Wobei auch hier Ausnahmen die Regel bestätigen.

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Re: wieso war die FDP der Aufreger?

Antwort von marit am 26.01.2005, 12:59 Uhr

Hm,

also zunächst war der Aufreger sicher die Formulierung. "Die Falschen bekommen die Kinder" liegt eben sehr nah an nationalsozialistischen Eugenik-Diskursen, wo eine solche Ideologie immerhin zu Zwangssterilisationen führte.

Außerdem kann man aus der Tatsache, daß in Deutschland der Bildungshintergrund der Eltern mit dem Schulerfolg zusammenhängt auch ganz andere Schlüsse ziehen, die ich unten zu skizzieren versucht habe. Nicht, daß man es bestimmten Gruppierungen die Entscheidung zum Kind schwerer macht, sondern eher, daß man die Erziehung frühzeitiger aus dem Elternhaus auslagert. Natürlich hätten Kinder aus illiteraten Elternhäusern viel mehr Bildungschancen, wenn sie schon mit einem Jahr in eine Kita kämen, in denen vernünftig mit ihnen gearbeitet wird und sie all das lernen können, was sie zu hause leider nicht lernen. Unter anderem deshalb bin ich ja schon lange dafür, das Erziehungsgeld umzuverteilen und vor allem in die staatlich organisierte Tagesbetreuung zu stecken.

Ich halte im Übrigen sehr viel von dem Schmidt-Modell. Aber nicht vor dem Hintergrund, daß ein Kind mehr "wert" ist als ein anderes. Die "so viel ist ein Kind wert"-Frage wird ja gerade abgekoppelt von dieser Lohnersatzleistung. Beim Arbeitslosengeld gibt es ja auch ein Jahr lang unterschiedliche Beträge, da könnte man ja auch sagen "das auffer Couch sitzen des einen ist also mehr wert als das des anderen". So wird aber nicht argumentiert! Die Elternzeit-Nehmenden bekommen für ihren Arbeitsausfall einen Betrag, der es ihnen ermöglicht, durch das Kind weder eine massive Verbesserung noch eine massive Verschlechterung ihres Lebensstandards zu haben - und DAS wird mit Sicherheit a) dafür sorgen, daß Akademikerinnen mehr Kinder bekommen aber vor allem b) wäre das endlich ein Modell, das endlich auch Männern die Erziehungszeit schmackhaft macht. Langfristig würde das für weniger Diskriminierung am Arbeitsplatz sorgen.

Und mal ehrlich: schlechter (!) wäre dadurch niemand gestellt, der zuvor irgendeine Art Vollzeit-Arbeitsplatz hatte. Schlechter wären ausschließlich diejenigen gestellt, die auch zuvor gar nicht gearbeitet haben. Da finde ich es aber auch in Ordnung, denn das Erziehungsgeld war ja ohnhhin als Trostpflaster zur Arbeitsunterbrechung gedacht, und nicht dazu, den Lebensstandard sozialhilfeempfängern ein wenig anzuheben. Natürlich muß man sich um die Kinder von Sozialhilfeempfängern besser kümmern, aber das muß ja nicht über den Geldbeutel der Eltern laufen, sondern eben über Kitas mit gute, vollwertige Mahlzeiten und geregeltem Tagesrythmus.

Ich möchte hier aber doch noch etwas loswerden. ICh finde es etwas merkwürdig, wie häufig hier vom sozialen auf den Bildungsstatus geschlossen wird. Gerade in vielen Migrantenhaushalten wird großen Wert auf Bildung gelegt, selbst dann, wenn die Eltern nicht einmal lesen können. Auch landen ja bisher viele Akademikermütter, gerade wenn sie alleinerziehend sind, durch die jetzige Praxis automatisch in der Sozialhilfe. Ich komme im übrigen ebenso aus einem Elternhaus, wo mir niemand bei den Hausaufgaben helfen konnte. Deshalb war mein Weg noch lange nicht vorgezeichnet. Wo die Eltern als Bildungsinstanzen ausfallen, muß er dem Staat einfach gelingen, für Ersatz zu sorgen - da können wir noch viel von anderen Ländern lernen.

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Re: wieso war die FDP der Aufreger?

Antwort von eilan2 am 26.01.2005, 13:05 Uhr

also erstmal,

kann mir das vieleicht nochmal jemand so erklären als ob ich 10 jahre alt wäre?

also kleine ungebildete tippse verstehe ich das nicht ganz.

und was ist mit denen deren männer gebildet sind bzw studieren und dann dennoch auf nicht viel unterstützung hoffen dürfen?

LG

Diana

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Re: wieso war die FDP der Aufreger?

Antwort von krissie am 26.01.2005, 13:08 Uhr

Ich möchte mich Marit anschließen: Es ist fatal, aus der Tatsache, dass die sozial bessergestellten Kinder im Bildungssystem mehr Erfolge haben, zu schließen, dass nur noch sozial besser gestellte Kinder bekommen sollten. (oder nur noch Akademiker, was nicht automatisch sozial bessergestellt bedeutet, "arme" oder sogar noch studierende Akademiker profitieren ja gar nicht von einer Lohnersatzleistung!)
Das ist für mich eine gefährliche Umverteilung des insgesamt viel zu knappen Geldes, das in die Familienförderung fließt und ich würde mir statt dessen eher wünschen, ein exellentes Kinderbetreuungsnetz ab dem 1. Lebensjahr aufzubauen. Dann kann man immer noch sehen, ob wirklich die falschen Kinder bekommen! Und arbeitende Frauen, egal ob Akademikerinnen oder nicht, würden gleichermaßen davon profitieren.
Ich rege mich aber auch nciht darüber auf, wenn so etwas aus der FPD kommt, was erwarte ich schon von der FDP und wer wählt schon FDP :-).
LG Kristina

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Re: wieso war die FDP der Aufreger?

Antwort von krissie am 26.01.2005, 13:18 Uhr

Wird Intelligenz nicht angeblich eher von dem Müttern vererbt ;-))?! Intelligenz bedeutet aber nicht =Studium , denke ich, jedenfalls hab ich an der Uni genug Gegenbeispiel kennegelernt!

Nach diesem Lohnersatzmodell kann so wie es wohl geplant ist, ja auch der gutverdienende Mann Erziehungsurlaub bei fast vollem Lohn nehmen. Es soll wohl auch gerade ein Anreiz sein, dass mehr Männer Erziehungszeit nehmen.
Wenn der Mann aber noch studiert, oder auch die Frau oder gar beide, ist es natürlich ganz blöd, dann gehen beide ja nach diesem Modell fast leer aus, oder?
Und das ist gesamtgesellschaftlich auch nicht wünschenswert, dass alle erst studieren, dann jahrelang arbeiten bis sie ein gutes Lohnniveau haben und dann erst ihre Kinder bekommen, wenn andrerseits die medizinischen Risiken schon wieder steigen.

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Re: wieso war die FDP der Aufreger?

Antwort von marit am 26.01.2005, 13:22 Uhr

Mit Akademikern hat das Gesetz eigentlich nicht so sehr viel zu tun, jedenfalls nicht, was das Geld angeht. Ich wundere mich auch immer über die Vorstellung, daß Akademiker so besonders viel verdienen sollen. Also ein Autoschrauber bei VW verdient jedenfalls mehr als ich.
Die neue Regelung würde demjenigen, der aus dem Beruf aussteigt umd das Kind zu erziehen 80 % seines Nettolohnes zahlen (bis zu einer Obergrenze). Gelichzeitig sollen Kindertagesstätten ausgebaut werden, denn diese Förderung wäre auf ein Jahr beschränkt. D.h. man gibt das Kind mit einem Jahr in die Kita, oder man muß den Rest der Zeit bis zum Kindergarten selbst finanzieren (das läuft ja jetzt auch schon so, denn die allerwenigsten bekommen ja 3 Jahre Erziehungsgeld). Wenn du also Sekretärin bist und dein Mann Student, dann bekommst du ein Jahr 8o% deines Sekretärinnennettolohnes in der Erziehungszeit. Insofern würdest du auch profitieren, denn das sind doch sicher mehr als 300 Euro, oder?

Für Akademiker ist das eher wegen der Kita-bezuschussung besser, denn Akademiker (abgesehen vielleicht von Lehrern) können aber in der Regel nicht drei Jahre aus dem Beruf verschwinden - denn dann ist ja bereits eine neue Studentengeneration mit dem aktuelleren Wissen im Bewerbungspool, mit denen sie nicht konkurrieren können.

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Re: wieso war die FDP der Aufreger?

Antwort von marit am 26.01.2005, 13:29 Uhr

Naja krissie,

aber daß der Staat nicht unbedingt subventionieren möchte, daß man gerade DANN Kinder bekommt, wenn man sich gerade ohnehin in staatlicher Abhängigkeit befindet (sozialhilfe oder Bafög) ist doch auch verständlich. Die Studierenden, die jobben um ihr Studium zu finanzieren, die hätten dadurch ja auch Vorteile. Lediglich die Eltern-oder Bafög-finanzierten hätten Nachteile. Aber eben auch keine Existentiellen. Denn Sozialhilfe fürs Kind, Wohngeld etc. können sie ja weiter beantragen - nur eben nicht mehr das Erzeihungsgeld.

Klar ist es dem Staat, vor die Wahl gestellt, lieber, wenn man mit 25 Examen macht, bis 28 arbeitet und dann ein Erziehungsjahr macht (oder auch mit 27 Examen, bis 31 arbeitet und dann ein Erziehungsjahr), als dies ausgerechnet in die Studienzeit zu verlegen. Natürlich ist das viel teurer, nicht zuletzt, weil es die Studienzeit verlängert.

Also solange letztlich für jeden die Existenzgrundlage gesichert bleibt, finde ich, daß man das vertreten kann.

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Also

Antwort von Schwoba-Papa am 26.01.2005, 13:43 Uhr

die FDP (Angeführt von einem überzeugt Kinderlosen :-) ) läßt durch einen Parteisoldaten oder Emporkömmling (immerhin ist der im Vorstand) folgendes verkünden :

Bei uns bekommen die jungen Dummen zuviel Kinder (Anmerkung: Da bekommt der Satz "Dumm fickt gut" eine interessante Bedeutung) während unsere geistige Elite
lieber Geld verdient und eher weniger Kinder bekommt. Diese Kinder wären aber echt clever und könnten mal unsere PISA Panne beheben (Laut Pisa sind wir dumm wie trocken Brot!)
Tja, somit werden wir tedenziell nicht nur aussterben, sondern dumm aussterben.
Es ist sogar zu befürchten, das wir bald Gastarbeiter ins Land holen müssen (wie in den 50ern) die uns erklären wie wir die Müllautos bedienen, weil wir das geistig nicht mehr packen.

In Wirklichkeit ist das Problem ein ganz anderes :
SCHULD IST DIE KRAWATTE

Viele intelligente, studierte, akademische Männer tragen Krawatte. Auch solche wie unser FDP-Onkel. Diese schnüren aber die Blutzufuhr ins Gehirn ab (daher dieser geistige Müll), ABER
auch die Blutzufuhr in andere Regionen,
daher keine Kinder (oder hat der FDP-Onkel welche ?), seht ihr ! Ich plädiere daher für Krawattenzwang am Fließband und für freie Hälse in den Büros !

Grüßle

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Re: Also Schwoba,...

Antwort von marit am 26.01.2005, 13:47 Uhr

meines Erachtens würde eine weiter nach unten gerutschte Krawatte (ordentlich fest geknotet!) für einen recht erfreulichen Blutstau sorgen.

Eine neue Kleiderordnung, die vielleicht auch in Akademikerkreisen Furore machen könnte.

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Re: wieso war die FDP der Aufreger?

Antwort von krissie am 26.01.2005, 13:58 Uhr

Ich finde es trotzdem problematisch, dass zu sehr an den Arbeitnehmerlohn zu binden. ERstens sind längst nicht alle Akademikerinnen mit 28 in festen Arbeitsverhältnissen mit festen Löhnen (Nicht-Akademiker auch nicht!). Was ist mit freie Tätigkeiten, Stipendien, Werkverträgen, Zeitverträgen? Was, wenn eine Frau bewusste eine Lücke zwischen zwei Anstellungen nutzen will (oder muss)?
Zweitens ist ganz sicher bei den meisten das Gehalt mit 40 wesentlich höher als mit 30. Gut okay, es werde ohnehin Obergrenzen vorgesehen sein, kein Vielstverdiener wird 80 Prozent seines Gehaltes gezahlt bekmmen.
Soweit ich weiß, sollen die 300 Euro Erziehungsgeld als Mindestsatz aber erhalten bleiben, da es weiterhin eigentlich darum geht, die Erziehungsleistung zu würdigen, und die ist bei Besserverdienenden nun nicht zwangsläufig höher.
Naja, erstmal abwarten, ich sehe eigentlich nicht, dass das in den nächsten jahren (oder überhaupt?) umgesetzt wird.
LG Kristina

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Re: Also Schwoba,...

Antwort von Murmeline am 26.01.2005, 14:08 Uhr

Und natürlich auch ein Verbot für die Herren Akademiker, Notebooks auf die Oberschenkel zu legen - macht unfruchtbar;-)

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Re: Also Schwoba,...

Antwort von krissie am 26.01.2005, 14:12 Uhr

Und die engen Jeans, die sollten zumindest allen Gymnasiasten in ihrer Jugend verboten werden...Gut, sind eh out, oder?
LG Kristina

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Re: wieso war die FDP der Aufreger?

Antwort von marit am 26.01.2005, 14:20 Uhr

Ich bin eigentlich davon ausgegangen, daß die Regelung nicht nur für unbefristet Angestellte gilt, sondern NATÜRLICH auch für Stipendien, Zeitverträge und Selbständigkeit. Dazu habe ich auch bisher nichts Gegenteiliges gehört. Klar, jetzt nutzen noch viele Frauen bewußt die Zeit zwischen 2 Anstellungen für eine Schwangerschaft. Aber gerade das wäre dann ja nicht mehr nötig - und oft genug erweist sich dieses Kalkül ja auch als Falle.

Natürlich gebiehrt jedes Modell wieder andere Ungerechtigkeiten... aber man muß nun auch nicht so tun, als sei mit Anfang 30 schon der biologische Zug für Kinder abgefahren. die jetzige Pflegegeldregelung benachteiligt ja z.B. auch Spätgebährende. Ich glaube ein total in jeder Hinsicht gerechter Staat, würde auch wieder ein Ausmaß an Bürokratie und Überwachung erfordern, das uns auch nicht recht wäre. Deshalb sehe ich das pragmatisch:die Neuregelung hätte einfach motivierende Effekte, währedn die jetzige lähmende Effekte hätte. Z.B. ist es ja auch ein Anreiz, gerade dann, wenn man einen großen Kinderwunsch hat (obwohl man noch sehr Jung ist) erst nochmal 2 Jahre in den Beruf zu stecken, damit man danach finanziell besser da steht. Das kann doch in jeder Hinsicht nur nützlich sein - und Ob ein Paar seine statistischen 1,3 Kinder (oder dann vielleicht sogar mehr) nun mit 21 oder erst mit 24 bekommt, davon stirbt Deutschland sicher nicht aus.

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Hab mich grad wieder mal...

Antwort von Birgit32 am 26.01.2005, 14:56 Uhr

...koestlichst amuesiert, hihihi....

Zerkugelte Gruesse,
Birgit

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Re: wieso war die FDP der Aufreger?

Antwort von eilan2 am 26.01.2005, 15:37 Uhr

allerdings.

ich bin wie mein freund 23.

er geht studieren und ich arbeiten. wir sind jetzt in der 24 woche und so wie es aussieht wird beim ALG 2 ca 600 euro rumkommen. erziehungs und kindergeld lasse ich buwußt aussen vor das dieses geld für unser kind ist. so, bafög bekommen wir nicht weil seine eltern zu viel verdienen.

jetzt werden einige sage das er zuhause bleiben soll. aber er kann der kleinen nicht die brust geben....... und stillen will ich auf jedenfall. solange es geht.

ausserdem ist es sinnvoller wenn er sein studium so schnell wie möglich abschließt da sein verdienst auch mal wesentlich höher sein wird als meines.

von 600 euro sollen wir dann die miete und essen und telefon und versicherung und und und bezahlen wie ich das sehe. das ist echt ein witz wenn man bedenkt das wir in einer gegend wohnen wo die mietpreise eh sehr hoch sind.

und seinen eltern auf der taschen liegen will keiner von uns.

es ist echt kein wunder das sich viele nicht trauen kinder zu kriegen.

in deutschland geht es dir nur gut wenn du a) eh genug geld hast und auf den staat nicht angewiesen oder B) garnichts hast und nur vom staat lebst. der mittelstand hat echt voll verloren.

und mal ehrlich, von lebensstandart der eltern kann man noch lange nicht auf die inteligenz der kinder schließen.

LG

Diana

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@eilan

Antwort von marit am 26.01.2005, 17:59 Uhr

Hallo,
was ich bei deiner Rechnung nicht ganz verstehe ist: wo ist denn da SEIN Geld. Ich meine, von irgendetwas muß er doch jetzt auch sein Studium finanzieren und Leben - oder finanzierst du ihn voll von deinem Einkommen? Wenns so ist, muß man eben sagen, daß das ein Luxus ist,den er sich als Vater dann nicht mehr leisten kann. Erstmal müßte er selbst von seinen Eltern noch sein Kindergeld ausgezahlt bekommen, weil er noch studiert. 2. sind seine Eltern verpflichtet (!) ihm einen Teil seines Lebensunterhalts zu zahlen - und davon, daß die das tun, muß der Staat ja erstmal ausgehen. Das ist nun mal in Deutschland so, daß man die Kinder nicht mit 18 aus dem Nest stößt, sondern bis zur ersten Berufsqualifikation verantwortlich ist. Ich finde nicht, daß das was mit "auf der Tasche liegen" zu tun hat - wenn man ein Kind bekommt, muß man damit rechnen, daß diese Kosten auf einen zukommen.

Wenn die Eltern sich weigern und er sie nicht verklagen mag, dann muß er eben neben dem Studium arbeiten (wie Millionen anderer Studenten auch, war bei mir übrigens auch so). Oder, letzte Möglichkeit, die du ja auch angedeutet hast: Er beantragt Erziehungszeit und bekommt 300 Euro im Monat (wenn er dazu ein Urlaubssemester macht, bekommt er sogar ergänzende Sozialhilfe)und du arbeitest weiter, reduzierst aber deine Stunden, damit du etwas mehr vom Baby mitbekommst und noch stillen kannst. Man kann ja auch prima zum Teil Milch abpumpen (im Baby-und-Job-Forum sind sogar Mütter, die bei Vollzeitarbeit stillen). Du bekommst dafür ja außerdem zusätzliche Stillpausen, damit du in Ruhe abpumpen kannst. außerdem solltet ihr dringend Wohngeld beantragen.

Ich kann ja verstehen, daß du ganz gerne Zu hause beim Baby bleibst - aber wie viele Frauen sagen, daß sie zu hause bleiben, weil der Mann halt mehr verdient. Bei euch ist es halt umgekehrt (bei uns übrigens auch). Deshalb muß man aufs Stillen nicht verzichten - man muß nur alles besser organisieren.

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