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Geschrieben von kleinmäuschen am 09.05.2006, 21:26 Uhr

@ Jovi wegen Burka

Hallo,
habe unten dein Posting gesehen, wegen diesem Schulverweis der beiden Mädchen:
es war ein Niqab, keine Burka ;-)
Also nicht dieser blaue Kartoffelsack mit Sehgitter, sondern ein Kopftuch mit angeheftetem Mund/Nasentuch (weiß nicht, wie man das bezeichnet), und ansonsten wohl normale Kleidung.
Die besagte SChule hat in ihrer Schulverfassung stehen, daß sie eine "kopftuchfreie" Schule anstrebt, vielleicht hatten die Mädels aus Protest darauf diese extreme Form des Kopftuchs gewählt?
Jedenfalls ist es fast schon amüsant, wie die Medien eine Burka daraus gebastelt haben, v.a. da die Schule als auch die Mädchen doch ganz offen sagten, was es wirklich war. Naja...
LG, I.

 
44 Antworten:

Re: @ kleinmäuschen

Antwort von Jovi66 am 10.05.2006, 0:09 Uhr

Axch, ja ich kenne diese Teile, manchmal sind sie sogar aus Metall gefretigt. Sieht aus wie "Hinter Gitter", schrecklich. Aber ehrlich, wie verblödet muss man sein, dass wirklich zu tragen?
O.K. Nicht mein Bier, aber ich muss mich einfach aufregen.

Aber etwas anderes: Das Lied " Burka blue" kennst du auch nicht zufällig?
Gruß Johanna

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Re: @ kleinmäuschen, nachtrag hab´s gerade gefunden....

Antwort von JoVi66 am 10.05.2006, 0:14 Uhr

http://www.atatak.com/assets/s2dmain.html?http://www.atatak.com/tontraeger/burkaband/501456950b0b4b903.html
Gruß Johanna

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Re: @ Jovi wegen Burka

Antwort von Martin am 10.05.2006, 0:18 Uhr

Hallo,

es ist eigentlich sch...egal, die dieses Stock Stoff sich nennt.

Es war eine bewusste Provokation, und dieses Verhalten mit dem "Glauben" zu rechtferitgen ist lächerlich. Demnächst bringe ich meine Ex-Frau um und erkläre dann, ich hätte das Recht dazu durch Gott und Moses bekommen.

Der Schulverweis war angebracht, das Kopftuchverbot in Deutschland ist es auch, und wem das nicht passt, der soll wieder zurück in sein eigenes Land. Aber dort würden die beiden sogar noch mehr Probleme bekommen.

Und genau das passt mir vor allem nicht: Dass hier Personen in ein fremdes Land kommen, und sich hier aufführen, wie sie es sich in ihrem eigenen Land niemals dürften. Dass sie das Gastrecht missbrauchen.

Was hältst Du davon, wenn ich demnächst in der Türkei in Badehose und Sandalen eine Moschee betrete. Mal schauen, ob das Geschrei nach Religionsfreiheit und Toleranz Andersgläubiger auch so groß ist. Oder was denkst Du wohl, was dort passiert??

Wer nach Deutschland kommt, hat sich den deutschen Verhältnissen anzupassen und sich an die deutsche Rechtsprechung zu halten, oder er/sie kann wieder gehen.

Grüße, Martin

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Re: @ Jovi

Antwort von kleinmäuschen am 10.05.2006, 8:17 Uhr

Nee, den Song kenne ich nicht.
@ Martin auf so einem Niveau diskutiere ich nicht, sorry, das ist mir zu primitiv; Meinst du diese "Moslems raus" Nummer wirklich ernst???
LG, I.

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Re: @ Jovi

Antwort von murmeline3 am 10.05.2006, 8:25 Uhr

Wow, Martin, man merkt, dass Du wohl sehr wenig Kontakte (keine?) zu Menschen anderer Herkunft zu haben scheinst.
Schade, Du verpaßt was...
Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln, wenn ich den Mist lese, den Du von Dir gibst- wirklich unterste Schublade...
Miri

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Re: @ Martin

Antwort von murmeline3 am 10.05.2006, 8:30 Uhr

Im Übrigen glaube ich, dass sich deutsche Touristen sehr wohl im Ausland daneben benehmen, vor allem auch in Ländern muslim. Glaubens.
Leute, wie Du, die eh nur mit Vorurteilen behaftet sind, sollten auch nicht in diese Länder reisen dürfen, billig Meer, Essen und Weiber genießen dürfen.
Bleib mal lieber in Deinen eigenen 4 Wänden- da brauchst Du Dich nicht mit den bösen "Ausländern" abgeben.

Man o meter, Engstirnigkeit hoch 3!

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Badehose und Moschee

Antwort von Leena am 10.05.2006, 8:41 Uhr

"Was hältst Du davon, wenn ich demnächst in der Türkei in Badehose und Sandalen eine Moschee betrete. Mal schauen, ob das Geschrei nach Religionsfreiheit und Toleranz Andersgläubiger auch so groß ist. Oder was denkst Du wohl, was dort passiert??"

Was dort passiert? Ich denke, Du würdest freundlich, aber bestimmt auch der Moschee hinaus begleitet. :-)))

Das gleiche würde Dir übrigens wahrscheinlich auch passieren, wenn Du z.B. ein griechisches Kloster oder den Petersdom in Badehose und Schlappen betreten wolltest! Obwohl die meisten griechischen Klöster, die ich besucht habe, auch sehr kleidsame Röcke für die Herren bereit gehalten haben, die in kurzen Hosen ankamen *lach*. Oder für Damen, die in (langen) Hosen kamen, obwohl Frauen nur in Röcken die Klöster betreten sollten... Ich kapiere zwar nicht, wo der tiefere Unterschied sein soll, ob frau sich nun noch ein Handtuch umwickelt oder eine lange, unaufregend geschnittene etc. Hose trägt, aber wenn ich so ein Kloster betreten will, habe ich mich nach dem Willen der Hausherren (also der Popen dort, meine ich jetzt!) zu richten, also wickele ich mich meinetwegen in ein Handtuch... Mich macht's nicht unglücklich. :-)

Es ist doch eigentlich bei sehr vielen Religionen so, dass man Orte religiöser Andacht nur in "angemessener" Kleidung betreten darf. Und was "angemessen" ist, bestimmt im Grunde die jeweilige Religion. Das finde ich völlig legitim, und das hat nichts mit "Religionsfreiheit" oder "Toleranz Andersdenkender" zu tun. (Zumal die allerwenigsten Leute doch wohl aus religiösen Gründe Badehose und Badeschlappen tragen, oder?)

P.S.: Ich mag es, wenn Leute immer und in allen Foren und aus Prinzip provozieren wollen, egal ob es um Kopftücher oder Scheinväter oder was auch immer geht - solche Diskussionen sind dann immer so richtig schön unterhaltsam! :-))))))

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Holla die Waldfee !

Antwort von Schwoba-Papa am 10.05.2006, 8:45 Uhr

De Maddin ist back :-)

Wer offen ein Kreuz trägt provoziert doch auch, wer Death-Metall Shirts mit Aufschrift "Raped by God" oder "Girlkiller" ist sich sicher über die Übersetzung bewußt !

Die Frage ist in wieweit Religionsausübung und deren optisches Auftreten zumutbar ist, vorallem wenn es nicht die "Leitkultur" ist !

Grüßle

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@Schwoba!!

Antwort von Frosch am 10.05.2006, 9:20 Uhr

Hallo!

"Holla die Waldfee !"

Woher kommt dieser Spruch eigentlich?!? Könnt mich jedesmal beömmeln vor Lachen, wenn ich ihn höre!

LG Antje *grinst-sich-eins*

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Keine Ahnung

Antwort von Schwoba-Papa am 10.05.2006, 9:37 Uhr

gefällt mir aktuell und passte so schön !

Genauso wie ich grad immer antworte auf die Frage wie es mir geht : "Die Sonne scheint mir aus dem Arsch !" :-)

Aber wir haben hier doch ein paar Rhetorikforscher, vielleicht wissen die es.

Grüßle

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@Martin und Murmeline

Antwort von tinai am 10.05.2006, 10:40 Uhr

Hi,

also Martin hat doch gar nicht unrecht, ich könnte bei ihm unterschreiben, nur dass ich das Kopftuchverbot nicht einführen würde. Das sähe ich eher als Ausgrenzung.

Ja, natürlich benehmen sich Deutsche in der Türkei oder in anderen muslimischen Ländern unmöglich und latschen in Strandbekleidung auf den Basar. Die Latschen aber auch mit unbedeckten Schultern in den Mailänder Dom und es ist richtig, dass sie dann abgeweisen werden.

Nur weil meine Leute anderswo die Sitten nicht respektieren, muss ich das doch hier nicht hinnehmen.

Und im Fall der beiden Schülerinnen ging es offensichtlich um Provokation, ganz egal obs eine Burka oder was anderes war.

Gruß Tina

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Auch wenn Martin sehr kraß formuliert -

Antwort von Frosch am 10.05.2006, 10:54 Uhr

Hallo!

Im Grund genommen gebe ich ihm recht. Über das generelle Kopftuchverbot bin ich mit ihm nicht einig.

So wie wir möchten, daß die Menschen sich bei uns verhalten, so sollte es umgekehrt sein! Und ich schäme mich als Deutsche, wenn sich Touristen (deutsche/asiatische/wasauchimmer) im Ausland aufführen wie Ignoranten.

Und wenn jemand HIER die Demokratie, Menschenrechte usw. nicht achten kann oder WILL (was noch viel schlimmer ist), dann sollen diese Personen wieder in ihr eigenes Land zurück. Diese Leute denken nicht an Integration, und leben es ihren Kindern vor. Und die Kinder sind dann die Verlierer in dieser Gesellschaft.

Multikulti schön und gut, aber Ausländer sollen sich den Gegebenheiten hier anpassen. NEIN, das heißt nicht, daß sie ihre Religion/Sprache/etc. verleugnen sollen.

LG Antje

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@tinai was hinnehmen ?

Antwort von Schwoba-Papa am 10.05.2006, 11:11 Uhr

Wir sollten nicht von Religionsprovokationen über touristische Kulturbanausen zur "Leitkultur" wandeln !

Was mich bei der ganzen Diskussion immer anficht ist der Umstand, wir haben hier unseren Kulturkreis und alles Andere, Fremde hat sich dem unterzuordnen. Warum unterordnen und warum nicht hinnehmen ? Sind die "Verhüllten" eine Gefahr ?

Wie sieht den die Praxis aus ?
Bitte keine Moschee in der Innenstadt, kein Kopftuch für die Erzieherin, etc. pp, wir sind multikulti, aber bei Religionen hört die Kultur oder der Spaß auf ! Da sieht man nur die Gefahr ! Welche Gefahr ?

Der religiösen Unterwanderung ? Das wir uns im eigenen Land fremden Religionen unterordnen müssen ? "Das bald der Muselmann das Sagen hat" ?

Im aktuellen Fall verzichtet die eine auf den Unterricht und die andere aufs verschleihern. Wer hat nun gewonnen ?

Außer das islamische Fundis wieder ihre Bestätigung haben und konservative Deutsche Recht und Ordnung wiederhergestellt sehen.

Grüßle

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Nein

Antwort von tinai am 10.05.2006, 11:28 Uhr

ich sehe überhaupt keine Gefahr und arbeite jeden Tag mit türkischen Mitarbeiterinnen.

Ich habe aber festgestellt, dass für ein vernünftiges Miteinander Grenzen herrschen. Mit Kopftuch ist eine Arbeitskraft definitiv nicht so flexibel einsetzbar wie eine ohne. Das hat uns aber noch nicht abgeschreckt bisher. Abgeschreckt hat mich aber der Umstand, dass eine Mitarbeiterin sich weigerte, einem männlichen Mitarbeiter (und natürlich anderen Männern) die Hand zu geben. Da hört es auf! Da wird die Frau zum "sexuellen Objekt", dass nur der eigene Mann besitzen und berühren darf. Das ist für mich inakzeptabel - genauso wie die Tatsache, dass jemand nach 15 Jahren womöglich immer noch einen Wortschatz von nur 100 Wörtern hat. Wenn hier mein Lebensmittelpunkt ist und sein soll, dann muss ich auch dafür sorgen, dass ich hier leben kann - aus eigener Kraft.

Und wenn sich eine Frau vollständig verhüllt kann sie meiner Meinung nach hier nicht leben. Dieses Grüne Toleranzgedusel hat vor allem dazu geführt, dass die Integration immer schlechter funktioniert.

Auch den sogenannten "Ehrenmördern" (was für eine scheußliches Wort für reine Rachsucht) müsste endlich gezeigt werden, dass das hier nicht akzeptiert wird. Sie werden zu Hause zu kleinen Paschas erzogen, kommen in die Schule, in der sie dann versagen, weil sie nie die Chance hatten, Deutsch zu lernen (mangelnder INtegrationswille, aber bei Kindern vor allem mangelnde Möglichkeit, weil die Eltern entscheiden, wenn sie die ersten 6 Jahre zu Hause bleiben und dort ausschlielich arabisch, türkisch etc. sprechen).

Das ist zugegeben, alles sehr verkürzt dargestellt und vermutlich müsste man mehr differenzieren, aber das ewige Toleranzeingefordere für alles und jeden, stinkt mir.

Als Lehrer würde ich auch keine Baseballkappen, nachte gepiercte Bauchnäbel oder T-Shirts mit eindeutigen Parolen hinnehmen, aber da wären wir wieder bei der Schuluniformdiskussion und ganz woanders.

Grüßle Tina

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Unterschied Tourist

Antwort von tinai am 10.05.2006, 11:30 Uhr

Der Unterschied zum Touristen ist, dass diese Leute ja bleiben wollen, sie wollen auch vom Gemeinwesen partizipieren und haben ebenso die Verpflichtung, sich dafür zu engagieren.

Wie hieß denn die türkische Rechtsanwältin aus Berlin, die den Artikel im Spiegel schrieb über falsch verstandene Toleranz? Weiß das noch jemand?

Der Artikel hat mich sehr nachdenklich gedacht, bis dahin hatte ich nämlich auch immer abgewiegelt.

Grüßle Tina

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@Tinai

Antwort von Frosch am 10.05.2006, 11:30 Uhr

Hallo!

Du hast genau das ausgedrückt, was ich sagen wollte!

LG Antje

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Re: @ Jovi wegen Burka

Antwort von LiLo. am 10.05.2006, 11:38 Uhr

Das würde ich so unterschreiben!!!
Schließe mich deiner Meinung voll und ganz an.

Und das hat nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun.
Aber der Vergleich mit deutschen Touristen ist genau das richtige. Und da reden wir nur von ein paar Wochen im Jahr - hier gehts um, den vielleicht, den Rest ihres Lebens!!!

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Seyran Ates?

Antwort von Frosch am 10.05.2006, 11:52 Uhr

Hab grad gegoogelt, aber den Artikel noch nicht gefunden.

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Bitte ?

Antwort von Schwoba-Papa am 10.05.2006, 11:53 Uhr

ich kenne auch einen Türken und sogar eine Türkin :-)

Was hat ein Kopftuch mit der Flexibilität einer Arbeitskraft zu tun ? Sind deine kurz aufgeführten Beispiele die Regel ?

Und anderst rum gefragt, bezüglich der Anpassung, würdest Du dich verschleihern wenn Du beruflich in Arabien zu tun hättest.

Das hat auch nix mit grünem Toleranzgedusel zu tun, sondern ist Toleranz nicht nur dort angebracht wo es gemütlich und praktisch ist !

Wir sollten nicht so auf dem aufgeklärten, emanzipierten Hohen Ross sitzen und auf Gutsherrenart Toleranz verteilen. Wir sind nicht die Besseren !

Grüßle

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Re: @ Jovi wegen Burka

Antwort von Martin am 10.05.2006, 11:58 Uhr

Hallo,

es geht ganz sicher nicht um Ausgrenzung oder Fremdenfeindlichkeit.

Nimm einmal an, es gibt eine Gruppe Menschen. Innerhalb dieser Gruppe bildeten sich Regeln, egal ob gesetzlich oder konventionell. Nun kommt ein Außenstehender und will Mitglied der Gruppe werden. Inwiefern muss er/sie sich den Regeln der Gruppe unterwerfen, oder muss die Gruppe sich seinen/ihren Vorstellungen anpassen??

Hier kommen Leute in ein fremdes Land, in dem sie leben wollen, von dem sie profitieren wollen. Diese Leute wollen zwar alle bequemen Rechte dieses Landes für sich nutzen, die Pflichten und Regeln aber wollen sie nicht. So kann das aber nicht funktionieren.

In der Türkei wäre gegen die beiden wahrscheinlich deutlich härter vorgegangen, und das wissen die auch. Aber hier im 'toleranten' Deutschland kann man sich das ja erlauben.

Wenn Leute nicht in der Lage sind, sich zu integrieren, meist dies überhaupt nicht wollen, dann sollen sie zu Hause bleiben, dann haben sie in Deutschland nichts zu suchen.

Und ja, ich halte den Islam für eine rücksichtslose und intolerante Religion. Und auch die Religionsfreiheit von Muslimen ist eine verlogene Forderung, denn wo bleibt die Religionsfreiheit der Christen und anderen? Wir müssen dem Islam tolerant gegenüberstehen, wo dieser doch gleichzeitg den Kampf gegen alle anderen Religionen dieser Welt ausruft?? So geht es nicht. Mich interessiert auch nicht, was wirklich im Koran steht, solange es Leute gibt, die diesen für ihren Religionswahn missbrauchen.

Und zuletzt: Ich bleibe nicht daheim. Ich werde morgen bereits mein Fahrrad und meine ganze Campiungausrüstung nehmen und die nächsten 5 Monate damit um (fast) die Erde reisen. So etwas mache ich seit vielen Jahren. Ich habe dadurch bestimmt mehr Länder und Kulturen kennengelernt als die meisten hier, die dies von sich behaupten.

Während meiner Reisen bin ich Gast (!) in vielen Ländern und ich freue mich darauf und benehme mich auch so. Aber genau das gleiche erwarte ich von anderen Völkern, die nach Deutschland kommen.

Grüße, Martin

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@Schwoba-Papa

Antwort von maleja am 10.05.2006, 12:03 Uhr

Auch auf die Gefahr hin, dass ihc mich wiederhole:

Ich werde es nicht hinnehmen, dass Zeichen der Unterdrückung des weiblichen Geschlechtes in Deutschland akzeptiert werden!

Auch wenn hier schon viele geschrieben haben, dass sie ss nicht so sehen. Es ist einfach tatsache. Vielen ist es vielleicht nur nicht mehr bewusst, warum es so etwas wie Verhüllung gibt.
Es gibt bestimmt auch viele türkische Frauen, die es nicht als Zeichen ihrer Unterdrückung ansehen, dass sie 2 Schritte hinter ihrem Mann zu gehen haben (unsere früheren Nachbarn waren so ein Ehepaar).

GRüßle Silvia

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@Martin

Antwort von maleja am 10.05.2006, 12:07 Uhr

Ich glaube nicht, dass an der Relgion, an dem Islam liegt. Der Islam ist eigentlihc auch eine tolerante Religion, die es sich sogar zur Pflicht macht, gastfreundlich zu sein.

Aber: Es liegt an den Menschen (=Männer), die den Koran übersetzt und interpretiert haben. Und an den Menschen, die den Islam fundamentalistisch leben.

Es gibt übrigens genau dasselbe über die christliche Religion zu sagen. Auch da gibt es Fanatiker. (auch wenn "wir" die Zeit der Aufklärung schon hinter uns haben. Das fehlt nämlich dem Islam noch)

Grüßle Silvia

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Re: Bitte ?

Antwort von Martin am 10.05.2006, 12:10 Uhr

Hallo,

ja, ich würde mich den Sitten des Landes gemäß kleiden, wenn ich für lange Zeit dort bleiben wollte. Das ist auch ein Zeichen von Respekt der Bevölkerung gegenüber.

Und wenn ich morgen fortfahre, habe ich mehrere Wörterbücher im Gepäck. Ich will mich mit der Bevölkerung zumindest rudimentär in deren Landessprache unterhalten können, und nicht in Deutsch und nicht in Englisch. Auch das ist ein Zeichen des Respekts einer fremden Kultur gegenüber, meiner Meinung nach sogar das Wichtigste.

Aber warum sollte ich dieses nicht auch von Gästen Deutschlands verlangen? Das was Du sagst ist genau das dumme Toleranzgefasel, was völlig unangebracht ist.

Nein, wir sind nichts Besseres. Aber wir sind auch nichts Schlechteres. Auch Deutschland hat das Recht, stolz auf seine Kultur zu sein, trotz Hitler und der Massendepression, die man uns seit 60 Jahren versucht einzureden.

Nein, wir müssen nicht vor jeder fremden Gesellschaft auf die Knie fallen und buckeln. Wir haben eine eigene Gesellschaft. Wir haben eine eigene Kultur. Und wir haben das Recht, diese zu leben. Und wir haben das Recht, diese zu fordern.

Grüße, Martin

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falsch verstanden

Antwort von kleinmäuschen am 10.05.2006, 12:11 Uhr

Ähm, ich wollte hier eigentlich keine Diskussion über Integration oder Nichtintegration anleiern. Mir ging es nur um 2 Punkte:
1. Wurde es von den Medien fälschlicherweise als Burka dargestellt. Die Empörung war dadurch um so größer, diese Dreistigkeit, wie können sie nur (man weiß ja mittlerweile, wie eine Burka aussieht). An dem "fälschlicherweise" hängt es bei mir! Wäre der Aufschrei genauso groß gewesen, wenn es von Anfang an gehießen hätte, es ist ein Niqab-Schleier?
2. Ist es zulässig und vertretbar, daß in einer Schulverfassung enthalten ist, eine "kopftuchfreie" Schule anzustreben? Das führe ich jetzt nicht weiter aus, ich finde es, na sagen wir, religiös-rassistisch. Hat auch nichts mit "wenn die herkommen, haben sie sich anzupassen" zu tun, denn 1. was ist mit Konvertieren? Dürfen die auch ihre Religion nicht ausleben? Muß man auswandern, wenn man sich für eine Religion entscheidet? Und 2. haben die meisten Eingewanderten damals von Deutschlands heutigem Kurs nichts ahnen können! Inwieweit ist eine Anpassung zumutbar?
UNd um noch eine 3. Punkt zu nennen: Die Mädels sind für ihre Provokation (sehe ich auch als solche, zumal sie ja von besagter Schulsatzung wußen) hinlänglich bestraft worden. Warum wird jetzt NOCH OBENDREIN auf allen anderen Kopftuchträgerinnen herumgehackt? Oder auf Muslimen allgemein eher.
Klar, tönt das Martin: Alle Muslime raus! Sie können ja gehen, wenn es ihnen hier nicht paßt! Und sofort stimmen etliche zu. So tief steckt das neue Feindbild jetzt schon in den Köpfen. Ohne Nachzudenken wird direkt Haß versprüht. In diesem Fall wirklich unangebracht!
LG, I.

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Ja die schwäbischen und bayerischen Emanzen

Antwort von Schwoba-Papa am 10.05.2006, 12:17 Uhr

wissen was für alle anderen gut ist :-)

Sicher gibt es Unterdrückung, sowohl vom islamischen Ehemann, als auch vom christlich-besoffenen Göttergatte. Viele deutsche Frauen sind deswegen nicht unabhängiger, aber sie tragen die Zeichen nicht auf der Stirn und somit gibt es wohl da weniger bis keine Probleme.

Solange wir in andere Kulturkreise hineininterpretieren und eine pakistanische oder iranische Frau mit einem konservativen Arsch als Mann, der sie zur Verhüllung zwingt, sie wegsperrt und kleinhält, als islamische Regel betrachen ist die Diskussion müssig.

Grüßle

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Dann frag ich mal konkret Schwoba:

Antwort von tinai am 10.05.2006, 12:18 Uhr

Würdest Du Dich von einer vollverkopftuchten Frau mit Rock bis zum Boden (studiert und gebildet und eloquent) in einem Kinderfachgeschäft beraten lassen und dort kaufen?
Wenn sie auf einer Messe die Firma repräsentieren müsste, wie würde das auf Dich wirken? Es käme ein männlicher Interessent, sie verweigert ihm den üblichen Handschlag. Fühlt sich ein Kunde da wirklich wohl, muss er sich wohl fühlen?

Würdest Du es auch noch dann tun, wenn sie peinlich darauf achtet, dass sie Dich nicht berührt?

Wäre sie in Deiner Firma beschäftigt, würdest Du sie zu Verhandlung mit KUnden schicken? Oder andersherum in Eurer Branche gibts ja vorwiegend männliche Angestellte (vermute ich mal, ist aber auch egal): Würdest Du einen männlichen Mitarbeiter, der Frauen als Menschen zweiten Ranges sieht, zu Kunden schicken?

Ich kenne nicht nur "eine Türkin" oder "einen Türken", was soll das? Das hat auch mit empanzipiert nichts zu tun, sondern mit Respekt.

Wir bilden seit Jahren türkische Mädchen aus und russischdeutsche und ganz deutsche und italienische und die Hälfte der MItabeiterinnen hat Migrationshintergrund.

Zum Putzen ist es natürlich egal, ob sie ein Kopftuch trägt oder die Hand gibt, aber vielleicht versuchst Du Dir mal andere Tätigkeitsfelder vorzustellen, die j auch offen sein sollten.

Gruß Tina

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@maleja aktuelles Beispiel

Antwort von Schwoba-Papa am 10.05.2006, 12:19 Uhr

der kleine Mahmut aus Teheran hat nun den Mädels erlaubt Fußball zu gucken und die Mullahs sagen "No" !

Schöne Scheisse :-(

Grüßle

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Ja, Seyran Ates Artikel vom 8. Februar

Antwort von tinai am 10.05.2006, 12:24 Uhr

Der Text ist online nicht mehr verfügbar (nur nohc käuflich auf Spiegel-online), aber hier der Eingangssatz und das war kein blanker Populismus, sondern der Artikel war sehr differenziert und interessant.

Zitat Spiegel:
Integration :
Die türkische Anwältin und Autorin Seyran Ates übt heftige Kritik an grüner Integrationspolitik und türkischen Verbänden in Deutschland. Immer wieder wird sie dafür auch angefeindet - ihren Mut hat sie noch nicht verloren.

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@kleinmäuschen

Antwort von Schwoba-Papa am 10.05.2006, 12:25 Uhr

ja "Angst essen Seele auf", war mal ein Film vom ollen Faßbender :-)

In einer Diskussion über dieses Thema wurde ich kürzlich als "Türkenfreund" tituliert ! Man fasst es nicht wie tief hier Vorurteile, Ängste und Intoleranz stecken.

Aber trotzdem sollte man als Gesellschaft aufpassen das einen nicht die Liberalität frisst.

Grüßle

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@Schwobi

Antwort von maleja am 10.05.2006, 12:30 Uhr

Lieber Schwoba-papa,

willst Du allen Ernstes behaupten, dass es tatsächlich Frauen gibt, die sich freiwillig, so ohne mirnixdirnix eine Burka vor´s Gesicht legen?
Ich rede hier nämlich NICHT vom Kopftuch. Sondern von der Pflicht, in einigen moslemischen Staaten, sich vollständig zu verschleiern.

Auch Du musst doch einsehen, dass das, sagen wir mal, nicht sehr frauenfreundlich ist, oder?

Grüßle Silvia

(Ist man gleich eine Emanze, wenn man sich gegen die Verschleierung - hinter der viiiiiel mehr steckt (in mehrerer Hinsicht) - ausspricht???? Traurige Welt)

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Fundamentalismus ist NICHT geschlechtsgebunden!

Antwort von Frosch am 10.05.2006, 12:32 Uhr

Hallo!

Es gibt fundamentalistische Frauen, die ihren Glauben durch diese Kleidung zum Ausdruck bringen. Sie sind nicht alle Opfer ihrer Religion (bzw. Männer).

LG Antje

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@Schwoba

Antwort von maleja am 10.05.2006, 12:33 Uhr

Ist "Türkenfreund" nun ein Schimpfwort oder ein Kompliment???? Ich meine das ganz im Ernst. Denn ich bin gerne Türken-, bzw Türkinnenfreundin.

Grüßle Silvia

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Da geb ich Dir vollkommen recht

Antwort von maleja am 10.05.2006, 12:35 Uhr

Da hast Du mich wohl falsch verstanden.
Die erste Übersetzung und deren Interpretation wurde von Männern gemacht. Auch machen die Männer die GEstze.
Klar gibt es nun fundamentalistische Frauen. Aber meiner Meinung nach sind sie noch fehlgeleiteter als die Männer. Denn sie unterdrücken sich selbst dadurch und ihre GEschlechtsgenossinen.

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@tinai

Antwort von Schwoba-Papa am 10.05.2006, 12:41 Uhr

Ich würde auch keine(n) zu repräsentativen Gelegenheiten der/die aus dem Maul stinkt, in Jeans ankommt, fettige Haare hat oder sich sonst wie unrepräsentativ verhält hinstellen. Und ja, wenn die Person im Kinderfachgeschäft mich gut berät, why not ? Ich will schließlich KInderklamotten kaufen und nicht ausschließlich in ihr Dekollte oder auf ihre Beine starren ! :-)

Wir fühlen uns wohl alle bei Vollverschleiherung (und auch bei Kopftuch) unwohl, da nehme ich mich nicht aus. Das liegt wohl daran weil wir da Unterdrückung vermuten und unsere offene abendländische Art unterwandert wird.

Was denken wohl Repräsentanten auf einer Messe in Arabien wenn eine Delegation aus dem Westen anrückt und die Damen die obersten 2 Knöpfe offen haben ? Oder hier auf der IAA oder Hannover Messe die Hostessen mit kurzen Röcken "repräsentieren" ?

Das Problem sind nicht die Schleiher, nicht die Kopftücher, sondern was man dahinter sieht. Berechtigt oder unberechtigt. Aber immer individuell !

Grüßle

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JAAAAA ! Behaupte ich !

Antwort von Schwoba-Papa am 10.05.2006, 12:43 Uhr

und weiß es auch sicher :-)

Genauso wie eine Frau bei uns die gerne Hausfrau ist deswegen nicht unterdrückt ist und die Emanzen unterwandert °-)

Grüßle

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@maleja - keine Ahnung

Antwort von Schwoba-Papa am 10.05.2006, 12:46 Uhr

deswegen war ich ja auch so erstaunt.

Es ist wohl populärer etwas kritischer und eher ablehender zu sein !

Grüßle

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Äpfel und Birnen

Antwort von tinai am 10.05.2006, 12:48 Uhr

Deine Beispiele sind körperliche Probleme, die behoben werden können und unter denen vermutlich die betroffenen am meisten leiden - demgegenüber geht es bei meinem Beispiel um Ideologie und Überzeugung. Wer "stinkt aus dem Maul" aus Überzeugung.

Sinnlos.

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Re: JAAAAA ! Behaupte ich !

Antwort von maleja am 10.05.2006, 12:48 Uhr

Dann lies doch bitte auch die anderen Argumente. Wie eine Frau überhaupt dazu kommt, so etwas freiwillig zu wollen.

Ach ja, 100% der Frauen müssen im Iran, in Afghanistan etc so rumlaufen.

Aber sie wollen das alle, gell?
So wie bei uns auch 100% der Frauen Hausfrauen sind, oder?
(oder haben in Deutschland die Frauen das Recht, sich ihr Leben auszusuchen?)

Schwoba, ich bin entsetzt!

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Fundamentalismus ansich ist aber auch nichts Böses

Antwort von Schwoba-Papa am 10.05.2006, 12:49 Uhr

im Westen würde dies dann eher als Konservativ tituliert. Da aber alles Böse im Zusammenhang mit Islam mit einem Atemzug als Fundamentalismus genannt wird, ist dieses Wort eindeutig negativ besetzt.

Grüßle

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vieleicht weil ihm Mundpflege nicht so wichtig ist ?

Antwort von Schwoba-Papa am 10.05.2006, 12:53 Uhr

Ich denke eine Frau die sich Vollverschleihert ist sich dessen bewußt und nimmt, vorallem bei uns, dadurch Nachteile in Kauf. Es wird sich sicher keine auf diesen Posten drängen oder Bademodenmodell werden wollen.

Aber deswegen wird sie eher durch uns zur 2. Klasse degradiert. Wir haben ja damit ein Problem !

Grüßle

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Hör mir auf mit deinem Vorurteilen

Antwort von Schwoba-Papa am 10.05.2006, 13:00 Uhr

und weil Du mal auf einem Vortrag warst, wo eine ihr Buch promotet hat ...

Gestern kam im Heute-Journal (oder warens Tagesthemen) ein Interview mit zwei iranische Frauen bzw. jungen Mädels die waren grass geschminkt, Haare gefärbt und nix Schleiher, nix Burka. Also einigen wir uns auf 99,9 % :-)

Das einzig tragische ist tatsächlich das sich Frauen die gegen ihren Willen Religiösität zur Schau tragen müssen sich nicht wirklich oder sehr schwer dagegen wehren können.

Grüßle

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Ist die Türkei Muslimfeindlich?

Antwort von tinai am 10.05.2006, 13:09 Uhr

Die die ich ansprach hatte aber sehr wohl ein Problem damit, sie ist nach Deutschland gekommen, um hier zu studieren, weil sie in der Türkei so keine Universität betreten darf.

Ist die Türkei muslimfeindlich?

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Re: Stimme MArtin voll und ganz zu. ot

Antwort von saulute am 10.05.2006, 13:10 Uhr

Länder. die von uns toleranz und akzeptanz erwarten, sollten sich auch von dieser Seite zeigen, tun sie aber nicht.
ich finde es gut, dass die Mädels nicht zum Unterricht in diese aufmachung teilnehmen dürfen. Endlich

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Re: Ist die Türkei Muslimfeindlich?

Antwort von kleinmäuschen am 10.05.2006, 13:16 Uhr

Ja! Nachzulesen in jedem Geschichtsbuch ;-)
LG, I.

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