Die Ausstattung - worauf es ankommt
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Ein guter Kinderwagen hat zahlreiche Ausstattungsmerkmale - das sollten Sie wissen: |
Kinderwagengriff - Schieber
Der Schieber sollte in jedem Fall höhenverstellbar sein, so dass Sie und Ihr Partner Ihrer Größe entsprechend die Höhe variieren können. Hierbei gibt es zwei unterschiedliche Systeme: Den Teleskop- und den Knickschieber. Beim Teleskopschieber können Sie den Schieber in der Länge und somit auch in der Höhe variieren. Beim Knickschieber können Sie die Höhe durch Abknicken des Schiebers variieren, derdurch Druckknöpfe verstellt wird. Als dritte Variante gibt es den Schwenkgriff, den es sowohl als Teleskop- und Knickschieber gibt. Diesen Schieber können Sie auf die jeweils andere Seite des Kinderwagens umlegen, so dass Sie variieren können, ob Ihr Kind nach vorne blickt oder Sie anschauen kann. Je nach Alter, Charakter oder auch Laune, schauen Kinder gerne in die Welt hinaus, aber auch manchmal lieber in das bekannte Gesicht der Mutter oder des Vaters.
Bremsen
Jeder Kinderwagen verfügt über Bremsen, was den Sicherheitsbestimmungen des TÜVs entspricht. Die sogenannten Feststellbremsen befinden sich an den Hinterrädern und blockieren beide Räder - meistens durch eine verbindende Stange. Diese Stange darf Sie und Ihren Partner beim Schieben nicht stören! Entscheiden Sie sich für einen Kinderwagen mit Schwenkgriff, testen Sie, ob der Wagen in beiden Richtungen über die Bremse feststellbar ist. Mittlerweile verfügen viele Kinderwagen neben der herkömm- lichen Feststellbremse noch über eine extra Handbremse. Das ist vor allem bei Sportwagen und Joggern notwendig, aber auch, wenn Sie in bergigem Gebiet wohnen und der Wagen häufig abschüssig stehen wird. Die Handbremse wird ähnlich wie bei einer Bremse eines Fahrrads einfach mit der Hand gedrückt und blockiert die Vorderbremsen.
Räder und Reifen
Welche Reifen oder Räder Sie bevorzugen, wird davon abhängig sein, wozu Sie den Kinderwagen im Allgemeinen nutzen oder in welchem Alter sich Ihr Kind befindet. Deshalb bieten die Hersteller auch verschiedene Varianten an:
Luftreifen sind verhältnismäßig schwer, federn aber gut und schützen so Babys Rücken. Wie bei einem Fahrrad können diese Räder natürlich die Luft verlieren, beispielsweise, wenn Sie über Glasscherben fahren. Deshalb müssen Sie den Luftdruck häufig kontrollieren und nachpumpen. Haben die Reifen zu wenig Luft, lässt auch die Federung nach.
Hartgummiräder sind sehr leicht, allerdings federn sie Stöße kaum ab. Deshalb sind sie nicht für Kinder geeignet, die noch nicht sitzen können, für Ausfahrten in holprigem Gelände oder für Unternehmungen, bei denen Ihr Kind sehr lange im Wagen sitzen muss. Deshalb werden Hartgummiräder vor allem bei Buggys montiert, weil diese gerne auf Kurzstrecken genutzt werden.
Eine Kombination aus diesen beiden Reifen ist das Luftkammerrad. Im Reifen befinden sich kleine Luftkammern, indem der Kunststoff aufgeschäumt ist. So behalten die Räder die federnde Eigenschaft, ohne dass die Luft entweichen kann.
Bewegliche oder starre Räder
Schwenkbare Räder drehen sich bei Bedarf um die eigene Achse. Das ist vor allem bei Vorderrädern praktisch, wenn der Wendekreis verkleinert werden soll. Im Gegensatz zu feststehenden Rädern, bewegen sich diese Räder schon bei kleinsten Bewegungen und der Wagen lässt sich sehr leicht schieben. Doch sind schwenkbare Räder nur auf ebenen Flächen praktisch. Fahren Sie häufig in unebenen Gelände, beispielsweise auf Feldwegen, wählen Sie lieber feststehende Vorderräder, da sie sich nicht so leicht verkeilen. Viele Hersteller bieten eine Variante aus beiden Rädern an, die sich verstellen bzw. feststellen lassen.
Anschnallmöglichkeiten
Spätestens wenn Ihr Kind sitzen kann, sind sie unabdingbar: die Gurte zum Anschnallen. Die meisten Kinderwagen verfügen über einen Hosenträgergurt oder einem 5-Punkt-Gurt, der die Kleinkinder daran hindert, aus dem Wagen zu fallen und sich zu verletzen. Achten Sie gerade beim Kauf einen Kombiwagens auf die Anschnallmöglich- keiten und lassen Sie sich erklären, worauf Sie beim Umbau vom Kinderwagen zum Sportwagen achten müssen.
Schadstoffe vermeiden
Der letzte Test der Stiftung Warentest hat es wieder gezeigt: Viele Kinderwagen-Modelle enthalten gerade in Textilien Schadstoffe. Die Tester fanden in den Griffen, Gurten, Bezügen und Regenhauben unter anderem kritische Phthalat-Weichmacher und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Achten Sie deshalb auf Qualität beim Kinderwagenkauf und lesen Sie vorab die neusten Tests von Stiftung Warentest und "Öko-Test".
Jenni Zwick
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