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im Februar
Hier finden Sie neben monatlich
neuen Themen rund um die
Gesundheit von Babys und Kindern
die "Fragen der Woche" aus
unseren Expertenforen sowie
die monatlichen,
aktuellen Tipps
von unserem
Kinderarzt
Dr. Andreas Busse
Kinderarzt Dr. Busse
Allergien über die ernährung vorbeugen


 

Die neuen Themen:

Wunder Po – was nun?

Blaue Lippen – Anzeichen für eine Unterkühlung?

Sprachentwicklung fördern – was können Eltern tun?
 

Wunder Po – was nun?

Wunder Po – was nun?

Windeldermatitis - Tipps für Eltern

Von heute auf morgen ist Babys Po plötzlich feuerrot und wund. Wahrscheinlich hat es eine „Windeldermatitis“, also eine Hautentzündung in dem Bereich, wo die Windel sitzt. Fast alle Babys leiden früher oder später einmal unter einem wunden Po, manche trifft es auch öfter.

Die Haut ist rot und geschwollen. Oft kommt es auch zu Bläschen, Pusteln, Schuppen oder offenen Stellen, die bisweilen sogar bluten. Das Wickeln tut jetzt furchtbar weh. Man traut sich kaum, Babys Haut zu säubern.

Woher kommt plötzlich der wunde Po?

Die Windeldermatitis entsteht dadurch, dass der Po in der Windel luft- und wasserdicht abgeriegelt wird. Im feucht-warmen Klima weicht die Haut auf und wird empfindlich für alle Stoffe, die von außen reizen können. Wenn Ihr Baby bisher noch nie Probleme mit einem wunden Po hatte, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass eine der folgenden Ursachen zutrifft:

* Ihr Baby reagiert auf ein bestimmtes Produkt:
Vielleicht haben Sie die Windelmarke gewechselt oder ein neues Hautpflegeprodukt benützt?
 
* Ihr Baby bekommt Zähne: Viele Babys haben während des Zahnens Durchfall. Der säuerliche Stuhl reizt die Haut ganz besonders.
 
* Ihr Baby bekommt eine neue Nahrung:
Viele Obstsorten (Orangen, Zitronen, Erdbeeren) werden von Babys noch nicht so gut vertragen. Stillkinder leiden seltener unter wundem Po. Falls doch, hat vielleicht die Mama Zitrusfrüchte (oder Multivitamintabletten) gegessen.
 

Wunder Po - was kann man tun?

* Wichtig ist, dass Sie Ihr Baby jetzt ganz besonders häufig wickeln. Am besten nach jedem Essen und sofort, wenn es Stuhlgang hatte.
 
* Verzichten Sie vorerst auf Reinigungstücher. Säubern Sie die Haut mit klarem Wasser und tupfen Sie sie danach vorsichtig trocken. Man kann auch den Po mit einem Föhn auf lauwarmer Stufe trocken blasen. Aber Vorsicht, dass Ihr Baby keinen Stromschlag bekommt, wenn es plötzlich Pipi macht! Am besten nur in Bauchlage föhnen!
 
* Lassen Sie Ihr Baby jetzt so oft wie möglich ohne Windel strampeln. Die frische Luft um den Po fördert die Heilung. Am besten legen Sie es dazu auf ein dickes Handtuch in einem warmen Raum oder unter einer Wärmelampe.
 
* Tragen Sie nach dem Wickeln eine zinkhaltige Creme dünn auf die betroffenen Stellen auf. Man kann sie auch mit einer Heilsalbe (z.B. Bepanthen) mischen. Aber bitte nicht zu dick eincremen! Dann saugt die Windel gar nicht mehr und der Po bleibt nass.
 
* Ein altes Hausmittel ist die Gerbsäure im schwarzen Tee. Geben sie stark aufgebrühten, kalten schwarzen Tee auf den wunden Bereich und lassen Sie ihn antrocknen. In der Apotheke gibt es auch fertige Badezusätze und Lotionen mit Gerbstoff.
 
* Probieren Sie mal eine andere Windelmarke.
 

Wunder Po - wann zum Arzt?

Wenn sich das Wundsein nicht innerhalb von 3 bis 4 Tagen bessert oder wenn größere Stellen blutig sind, dann sollten Sie zu Ihrem Kinderarzt gehen. Außerdem, wenn sich auf den wunden Stellen Knötchen oder Schuppen bilden. Das deutet auf Bakterien oder Pilze hin, die sich auf der angegriffenen Haut angesiedelt haben („Windelsoor“). In diesem Fall wird Ihnen Ihr Kinderarzt eine geeignete (verschreibungspflichtige) Salbe geben. Wenn sich die Hefepilze auch im Mund finden („Mundsoor“), muss das unbedingt mit behandelt werden. Sonst steckt sich Ihr Baby über den Darm immer wieder von neuem an.


Die "Tipps vom Kinderarzt" aus dem Monat:

2012: Jan. Feb. März April Mai        
2011: Jan. Feb. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez.        
2010: Jan. Feb. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez.