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Babys wickeln
Worauf Sie vorab achten sollten
Neugeborene sollten sieben- bis achtmal am Tag gewickelt werden. Später
brauchen Babys etwa fünf Windeln am Tag. Da Babys Haut sehr empfindlich
ist und ihr viel Luft gut tut, spricht aber auch nichts dagegen, die
Windeln öfter zu wechseln.
Der Raum, in dem Sie das Baby wickeln, sollte eine angenehme Temperatur
haben - etwa 22-24 °C sind ideal. Achten Sie darauf, dass das Fenster
geschlossen ist, damit keine Zugluft entsteht.
Die Utensilien, die Sie brauchen werden, sollten Sie schon vorab zurechtlegen:
eine Schüssel mit handwarmem Wasser (ca. 36°C, ein wenig Baby-Badezusatz
ist hilfreich, wenn die Windel ziemlich voll ist), Einmal-Waschlappen,
Creme, Öl, Pflegetücher und Watte, Windeln (bei Jungen vorsichtshalber
zwei, weil die kühle, frische Luft den Harndrang fördern kann,
wenn Sie die gebrauchte abnehmen) und frische Wäsche.
Der Wickeltisch sollte eine weiche und warme Unterlage haben und mit
Rändern ausgestattet sein, die einen Sturz des Babys verhindern.
Lassen Sie es aber dennoch nicht aus den Augen, solange es auf dem Tisch
liegt.
Säubern
Soweit es nötig ist, reinigen Sie Babys Po mit dem noch sauberen
Teil der benutzten Windel oder mit sauberen Zellstofftüchern vor.
Je nach der Größe des Geschäftes benötigen Sie
möglicherweise einige davon. Danach säubern Sie den Windelbereich
sorgfältig mit Wasser und Einmal-Waschlappen.
Bei Neugeborenen sollten Sie den Bauchbereich bis zum Nabel mit lauwarmem,
abgekochten Wasser reinigen, bis der Nabel verheilt ist. Danach genügt
normales Leitungswasser. Säubern Sie auch die Beugefalten an den
Beinen - weil Sie das dort mit leichtem Druck machen müssen (übrigens
immer vom Körper wegstreichen!) eignet sich hier besonders ein
weicher, frischer Wattebausch dazu.
Beim Mädchen immer von der Scheide zum Po hin wischen, damit keine
Darmbakterien dort hineingelangen. Die Schamlippen außen sowie
die Falte zwischen den großen und kleinen Schamlippen säubern.
Bei Jungen darf übrigens in den ersten Lebensjahren die Vorhaut
nicht zurückgeschoben werden. Sie ist noch unelastisch und könnte
allzu leicht verletzt werden, was dann zu Entzündungen führt.
Abschließend immer noch einmal mit klarem Wasser nachwischen.
Für hartnäckigere Cremereste eignen sich Einmal-Pflegetücher,
die es mit Öl oder Lotion getränkt zu kaufen gibt. Danach
sorgfältig trocken, besser tupfend als reibend - besonders auch
in den Hautfalten, damit darin keine Feuchtigkeit stehen bleibt, die
die Haut aufweichen könnte.
Denken Sie daran, das Baby auch ohne Windel immer wieder einmal für
ein paar Minuten strampeln zu lassen. So kommt ausreichend Luft an den
Po und die Haut kann sich ein wenig erholen - am besten nach der Reinigung
und dem Abtrocknen. Die frische Luft beugt dem Wundwerden vor - und
hilft schon geröteter Haut beim Heilungsprozeß.
Überflüssig zu erwähnen, dass gerade hinsichtlich dieser
Strampelminuten die Raumtemperatur stimmen muss und jede Zugluft fatale
Folgen haben könnte.
Hat das Baby einen geröteten oder wunden Po, können Sie nun
eine Wund- und Pflegecreme auftragen. Achten Sie darauf, dass die wunden
Stellen bedeckt, aber nicht zu dick zugekleistert sind. Wenn eine im
Drogeriemarkt erhältliche Creme nicht hilft, kann Ihnen Ihr Kinderarzt
eine geeignete Salbe empfehlen, welche es in der Apotheke gibt.
Wenn Sie das Baby nun anschließend mit einer frischen Windel
versorgen möchten, haben Sie die freie Wahl des "Modells".
Siehe dazu: Höschenwindeln und
Stoffwindeln.
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