Ein Kaffee am Morgen - welche Kaffeemaschine soll es denn sein?

Ein Kaffee am Morgen - welche Kaffeemaschine soll es denn sein?

Ein Morgen ohne Kaffee - für viele undenkbar. Damit der Tag gut beginnt, gehört ein fein duftender Kaffee unbedingt dazu. Möglichkeiten der Zubereitung gibt es mittlerweile viele und jeder hat so seine ganz eigene Vorliebe, wie er den Kaffee am liebsten genießt.

Ob ein Latte Macchiato mit viel Schaum und als Aroma Haselnusssirup, ein kleiner, schwarzer Espresso, ein cremiger Cappuccino mit Kakao - die Liste an Kaffeespezialitäten hat sich in den letzten Jahren stark erweitert. Schließlich ist Kaffee weltweit beliebt, er ist nach Erdöl sogar das zweitwichtigste Produkt im Welthandel. Entsprechend groß ist die Palette an Zubereitungsarten, die unter anderem auch durch große, internationale Café-Ketten bei uns Einzug gehalten haben. Für den Kaffeegenuss zuhause gibt es dementsprechend unzählige Kaffeemaschinen im Handel. Für ganz exquisite Geräte kann man durchaus ein kleines Vermögen ausgeben.

Klassisch: herkömmliche Kaffeemaschine für einfachen Filterkaffee

Trotzdem schwören sehr viele Kaffeegenießer noch auf den klassischen Filterkaffee aus der herkömmlichen Kaffeemaschine. Derzeit trinken nach Angaben des Deutschen Kaffeeverbandes 70 Prozent aller deutschen Haushalte Filterkaffee. Und mancher benötigt für seinen Filterkaffee auch keine extra Kaffeemaschine, sondern brüht den Kaffee direkt in eine Thermoskanne mit einem extra Filter und kochendem Wasser aus dem Wasserkocher.

Verschiedene Vorteile hat dieser Kaffeegenuss: Zum einen ist Filterkaffee am günstigsten. Je nach Kaffeesorte kostet die Tasse zwischen vier und zehn Cent. Auch die Kaffeemaschinen selbst werden preisgünstig angeboten. Zum anderen kann man mit den klassischen Kaffeemaschinen mit Filter ohne große Probleme schnell größere Mengen an Kaffee zubereiten. Auch wenn das Gerät besondere Kaffeespezialitäten, wie Latte Macciato und Co nicht hergibt, aber bei einer größeren Familienfeier mit Kaffee und Kuchen ist eine Filtermaschine von Vorteil, schließlich möchten alle zugleich eine Tasse mit dem heißen Getränk vor sich stehen haben. Aus diesem Grund wird eine Filtermaschine oft als Zweitgerät vorgehalten: Im Jahr 2013 verfügte nach Angaben des Deutschen Kaffeeverbandes jeder dritte Haushalt (33,7 Prozent) über zwei Kaffeemaschinen.

Ohne extra Strom: Espressokocher und Karlsbader Kanne

Für eine kleine Kaffeerunde eignet sich auch ein anderer Klassiker gut: ein Espressokocher. Das kleine Kännchen aus Aluminium wird mit Wasser und Kaffeepulver gefüllt, zusammen gedreht und auf die Herdplatte gestellt. Nach einiger Zeit steigt das Wasser durch ein kleines Rohr nach oben und läuft als schwarze Flüssigkeit mit blubbernden Geräuschen in die Kanne. Experten empfehlen, den Kaffee in so einem Espressokocher am besten langsam, das heißt auf mittlerer Hitze, zuzubereiten und vor dem Genuss erst umzurühren, bevor er getrunken wird.

Ebenfalls ohne Strom und ohne extra Filtertüte funktioniert eine Französische Seihkanne oder eine Karlsbader Kanne. Die Porzellankannen haben eine hundert Jahre alte Geschichte und sind nur bei wenigen Kaffeeliebhabern beliebt, da die Kaffeezubereitung zwar schonender, aber aufwendiger ist. Beispielsweise sollte das Kaffeepulver eine bestimmte Mahlstärke aufweisen, es muss sehr grob gemahlen sein. Im oberen Behälter der Kaffeekannen steckt ein Filter. Da dieser ebenfalls aus Porzellan besteht, wird der Kaffee-Geschmack nicht beeinflusst und die gesamte Kanne ist mit Spülwasser gut zu reinigen.

Kaffeemaschine mit Kapseln: Vorsicht, nur bestimmte Kapseln passen

Für Familien, in denen man zu unterschiedlichen Zeiten aufsteht bzw. Kaffee trinkt oder in denen nur eine Person am Morgen einen Kaffee genießt, sind Kaffeemaschinen für einzelne Portionen eine gute Erfindung. Für eine oder zwei Tassen Kaffee sind die Maschinen, die mit Kapseln oder mit Pads gefüllt werden, sehr gut geeignet. In diesem Fall dampft der Kaffee schon nach einem kurzen Augenblick in der Tasse - schneller als würde er mit einer Filterkaffeemaschine gekocht werden. Für große Kaffeerunden sind die Geräte aber eher ungeeignet

Für den Kaffee aus einer Kapselmaschine füllt man das Gerät mit kleinen Kaffeeportionen. Diese sind in Aluminium, Zellstoff oder Kunststoff eingefüllt. Meist ist sehr hochwertiger Kaffee enthalten und der Kaffee schmeckt damit auch sehr gut. Zudem kann jeder seine bestimmte Lieblingssorte wählen und die Maschinen können leicht gereinigt werden.

Nachteil der Kapselmaschinen: Der Kaffeegenuss ist vergleichsweise teuer. Kapseln werden erst ab 25 Cent pro Stück angeboten, besondere Geschmacksrichtungen oder Sorten können schon mal pro Tasse Kaffee 45 Cent kosten. Wer sparen will, kauft die Kapseln eventuell im Discounter. Aber Vorsicht, mit manchen Maschinen ist man verpflichtet, die Kapseln beim Hersteller zu beziehen, nur bestimmte Kapseln passen in bestimmte Maschinen. Das zweite große Manko ist die Umweltbelastung! Die Kapsel-Kaffeemaschinen produzieren durch die Unmengen an Kapseln aus Aluminium und Kunststoff viel Müll.

Pad-Kaffeemaschine: Pads sind günstiger und biologisch abbaubar

Pad-Kaffeemaschinen sind empfehlenswerter als Kapselmaschinen: Die Zellstoffpads gehören einfach auf den Kompost oder in den Bio-Müll. Außerdem kostet die Tasse Kaffee aus einer Pad-Maschine weniger als aus einer Kapsel-Maschine, nämlich 13 bis 14 Cent. Und der Kaffeetrinker muss sich mit der Maschine nicht an einen Hersteller binden, man kann beliebige Kaffeepads kaufen.

Ebenso wie Kapselmaschinen sind auch Pad-Kaffeemaschinen einfach zu bedienen und schnell zu reinigen. Auch hier kann man verschiedene Kaffees zubereiten, ganz nach Lust und Laune. Verfügt das Gerät beispielsweise über einen Milchaufschäumer kann man seinen Kaffee mit Milchschaum zu einem Latte Macciato oder Cappuccino verfeinern.

Kaffeevollautomaten - das Multitalent für Kaffeegenießer

Das Nonplusultra unter den Kaffeemaschinen sind Kaffeevollautomaten. Sie sind hochwertiger als die anderen Geräte und ausgesprochen vielseitig, man kann sich mit einem Knopfdruck ganz spontan ein exquisites Kaffeegetränk seiner Wahl zubereiten - und dieser Kaffee schmeckt auch um einige Klassen besser als Kaffee aus einer Pad- oder Kapsel-Maschine. Denn er kommt eben nicht aus einer Kapsel oder einem Pad, sondern wird aus frischen Zutaten, Kaffeebohnen und aufgeschäumter Milch, gemacht. Dazu verfügen viele Geräte über eine integrierte Kaffeemühle aus Kunststoff, Edelmetall oder Keramik, einen großen Wassertank und häufig über eine Aufschäumdüse für die Milch. Außerdem: Bei einer größeren Kaffeerunde kann man mit so einem Multitalent auch schon mal größere Mengen verschiedener Kaffeegetränke in kürzerer Zeit zubereiten.

Die Kaffeevollautomaten haben zwei Nachteile: Sie sind teuer und pflegeintensiv. Die Ausstattung der Geräte hat ihren Preis - und der kann mehrere hundert bis tausend und mehr Euro betragen. Jedoch machen sich die hohen Anschaffungskosten bezahlt in Haushalten, in denen viel Kaffee getrunken wird. Im Alltag kostet der Kaffee nicht mehr als der Kaffee aus Filterkaffeemaschinen. Dazu bedürfen die Vollautomaten auch viel Pflege: Sie müssen regelmäßig entkalkt werden, die Kaffeereste aus dem Inneren müssen entfernt und das Gehäuse des Bohnentanks muss geputzt werden, die Schläuche und Düsen des Milchaufschäumers gehören immer wieder gesäubert - das kann die Kaffeefreude schon etwas schmälern.

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